Wie entsteht ein Blindenschriftbuch?
Fünf Schritte sind notwendig, bis ein fertiges Blindenschriftbuch entstanden ist:
1. Erfassung des Textes
Um ein Buch in Blindenschrift zu drucken, muss der Text des Buches zuerst in den Computer eingegeben werden.

Am schnellsten geht es mit dem Scanner. Jede Buchseite wird dazu auf den Scanner gelegt und in den Computer eingelesen.
Dabei kommt es manchmal zu Lesefehlern, welche von den Mitarbeitern entfernt werden.

2. Korrekturlesen
Danach übersetzt ein Programm den eingelesenen Text in die Blindenschrift. Um die Blindenschrift kontrollieren
zu können, werden die Daten am Schnelldrucker ausgedruckt.

Das Korrekturlesen wird immer gemeinsam von einem blinden und einem sehenden Mitarbeiter durchgeführt. Dabei werden die Schwarzdruckvorlagen
mit den Korrekturausdrucken in Blindenschrift genau verglichen. Fehler werden gekennzeichnet und später am Computer korrigiert.
3. Punzieren der Bleche
Beim Punzieren werden Druckvorlagen aus Blech erstellt, das heißt die Punkte der Blindenschrift werden in das Blech geprägt.

Die punzierten Bleche werden nochmals korrigiert und an die Druckerei weitergegeben.
4. Drucken der Punktschriftseiten
Zum Drucken von Blindenschrift sind große Druckmaschinen notwendig. Das Papier und die Punzierbleche müssen dazu in die Maschine eingelegt werden.

Mit der großen Druckmaschine wird dann jede Seite des Buches in sehr hoher Qualität in Punktschrift ausgedruckt.
Die Bögen werden gesammelt und an die Buchbinderei weitergegeben.
5. Buch binden
Hier ist der letzte Arbeitsschritt um ein Buch herzustellen. An dieser Maschine werden die losen Seiten mit Stoffleinen gebunden.

Schon ist das Buch fertig. Die Punktschriftbände werden danach in die Bücherei gebracht. Dann können die Leser die Bücher ausleihen.

Wie das Bild zeigt, können nicht nur Texte sondern auch Bilder in einem Blindenbuch dargestellt werden.



