Deutsche Zentralbücherei für Blinde

[DZB-News August 2010] - »Das große Fressen« und weitere Nachrichten aus der DZB Leipzig

Datum: 27.07.2010

Artikelübersicht:


»Das große Fressen« - Der Relief-Wandkalender 2011 zum Thema »fleischfressende Pflanzen« kann ab sofort bestellt werden.

Sie wirken meist sehr harmlos, können jedoch über ihren betörenden Geruch oder gar über ihre Wurzeln verheerende Wirkung für andere Lebewesen haben: Fleischfressende Pflanzen. Auch Karnivoren oder Insektivoren genannt, fangen und verdauen diese mittels spezieller Organe Kleintiere, meist Insekten oder Spinnen. Da Fleischfressende Pflanzen vorwiegend in nährstoffarmen Regionen zu finden sind, verbessern sie auf diese Weise ihre Versorgung mit Stickstoff und anderen Nährstoffen. Für den Relief-Wandkalender 2011 wurden in Kooperation mit dem Botanischen Garten der Universität Leipzig zwölf spannende und besondere Pflanzen-Tier-Interaktionen ausgewählt. Die tastbaren Beispiele aus verschiedenen Teilen der Welt zeigen farbenfrohe Blüten und hinterlistige Fallen, die glücklicherweise für den Menschen harmlos sind.

Jedes Motiv ist auf einem transparenten Relief dargestellt, das mit einem Vierfarbdruck unterlegt ist. Ein Text zu jedem Motiv erläutert auf je einem zusätzlichen Blatt die Abbildung und vermittelt interessante Fakten zu jedem einzelnen fleischfressenden Gewächs. Das Kalendarium und die Texte finden Sie in Blindenvoll- und Schwarzschrift. Der Relief-Wandkalender 2011 ist in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten der Universität Leipzig entstanden. Dieser ist der älteste Botanische Garten Deutschlands.

Relief-Wandkalender 2011 - »Fleischfressende Pflanzen«
Format 27 x 34 cm | Ringbindung mit Aufhängung | 18,00 Euro | BNV 6680
Bestellung und Verkauf: DZB Leipzig | Frau Ilona Portleroy | Telefon 0341/71131-119 | E-Mail

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»Das Sichtbare hörbar machen - eine Werkstatt zu Bildbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen«.

Fotografien, Gemälde und Portraits in Ausstellungen und Galerien sind für ältere Menschen, blinde Menschen oder Menschen mit einer Sehbehinderung oft nicht zugänglich. Bilder vermitteln ihre Inhalte aber über das Visuelle. Eher selten werden zusätzlich akustische Bildbeschreibungen angeboten. Das Antidiskriminierungsbüro (ADB) Sachsen benötigt anschauliche und interessante Beschreibungen von Fotos für eine barrierefreie Ausstellung, die im Spätherbst im Rathaus der Stadt Leipzig startet. Zur Realisierung der Bildbeschreibungen kooperiert das ADB unter anderen mit der DZB Leipzig. Aus diesem Anlass organisieren wir zum Erfahrungsaustausch die gemeinsame Werkstatt »Das Sichtbare hörbar machen«. Die Werkstatt ist eine Kooperation des Antidiskriminierungsbüros Sachsen, der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig, Radio Blau und dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften.

Eingeladen sind Menschen mit verschiedenen Erfahrungshintergründen aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Medien, Wissenschaft, Museen, Galerien, Pädagogik, Kunst und Kultur. Der Workshop wird Mitte August in den Räumlichkeiten von Radio Blau in Leipzig stattfinden. Anmeldeschluss ist der 4. August 2010.

Die genauen Anmeldemodalitäten und nähere Informationen zur Werkstatt "Das Sichtbare hörbar machen" können Sie folgendem Dokument entnehmen: Informationsblatt - Das Sichtbare hörbar machen (PDF)

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Alternativen zum Kontophone - Die DZB bietet der Sparkasse Leipzig Hilfe an.

Zum 1. Oktober will die Sparkasse Leipzig das Kontophone einstellen. Dies würde für blinde und sehbehinderte Menschen einen grundlegenden Einschnitt bedeuten. Diese wichtige Dienstleistung darf nicht aus Kostenersparnisgründen ersatzlos gestrichen werden. Daher ist die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig an die Sparkasse Leipzig herangetreten, um aktiv mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Die DZB schlägt dem Vorstand der Sparkasse Leipzig - gemeinsam mit Behindertenverbänden der Stadt Leipzig - vor, einen Maßnahmeplan zum Ausbau barrierefreier Dienstleistungs- und Serviceangebote zu entwickeln.

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Weltkongress Braille21 - Infomaterialien fertig!

Der Weltkongress Braille21 - »Innovationen in Braille im 21. Jahrhundert« wächst und gedeiht. Die Konzeptionsphase ist abgeschlossen - der Veranstaltungsort Universität Leipzig und das Veranstaltungsprofil stehen fest.

Nun geht es daran, dieses Grundgerüst mit Leben zu füllen! Viele Braille-Botschafter tragen die Idee des internationalen Braille-Kongresses in die Welt. Die DZB Leipzig konnte bereits elf Partner für dieses Projekt gewinnen. Es ist Zeit, Informationen zu streuen und Kommunikation anzuregen. Zu diesem Zweck hat die DZB Leipzig Schwarzschrift-Flyer in deutscher und englischer Sprache erstellt, außerdem Braille-Flyer in deutscher Kurz- sowie in englischer Vollschrift.

Bei Interesse und der Möglichkeit, unsere Flyer publikumswirksam auszulegen, können Sie sie sich an Jenni Handschack wenden. Diese erreichen Sie unter oder 0341/7113-162. Die Zusendung der Flyer erfolgt kostenlos.

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Bücher des Monats August

Unser Braille-Buch des Monats trägt den Titel »Erzählungen aus dem Blindenleben«. Der Autor ist Oskar Baum (1883-1942), der nach einer Prügelei mit 11 Jahren erblindet. In einer Ausbildung zum Musikreferenten am Israelitischen Blindeninstitut Wien lernt er das Orgel- und Klavierspiel. Seit 1902 arbeitet er in Prag als Organist und Musikpädagoge. Baum schließt sich dem Prager Kreis um Franz Kafka, Felix Weltsch und Max Brod an. In seinen frühen Romanen und Erzählungen wendet er sich der Lebenswelt blinder Menschen zu.

Oskar Baum | Erzählungen aus dem Blindenleben | Prag | Vitalis | 1999 | 2 Festeinbände | 260x297mm | 24,00 Euro | BNV 6304 | BNA 15768

Aus unserem DAISY-Hörbuch-Angebot empfehlen wir »Der Fisch in uns : eine Reise durch die 3,5 Milliarden alte Geschichte unseres Körpers« von Neil Shubin. Der Mensch ist ein Tier unter Tieren, Ergebnis einer Milliarde Jahre dauernden Evolution. Spuren und Reste dieser Entwicklung sind in unserem Körper aufbewahrt, in der Form unserer Knochen, der Struktur unserer DNA. Ein ganzer Zweig des Baums des Lebens ist tief in uns eingelassen. »Der Fisch in uns« erzählt die spannende Geschichte, wie unser Körper so geworden ist, wie wir ihn kennen. Anhand neuester Ergebnisse aus Paläontologie und der vergleichenden DNA-Forschung schildert Neil Shubin anschaulich und packend die Evolution aus der Perspektive des menschlichen Körpers und zeigt ihren außerordentlichen Einfluss über 3,5 Milliarden Jahre. Dabei wird deutlich: Wir haben viel mehr mit Fischen, Würmern oder Bakterien gemeinsam, als uns bewusst ist.

Neil Shubin | Der Fisch in uns : eine Reise durch die 3,5 Milliarden alte Geschichte unseres Körpers. | Frankfurt am Main | S. Fischer | 2008| Sprecher: Roland Friedel. |1 CD DAISY (482 Minuten) | H010747

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Unser DZB-Podcast, diesmal mit drei Episoden zum Tag der offenen Tür 2010.

Wichtige Ereignisse werfen Ihren Schatten voraus. So freuen wir uns schon jetzt darauf am 4. September von 10 bis 16 Uhr viele Menschen zum Tag der offenen Tür 2010 in der DZB zu begrüßen. In unserem DZB-Podcast finden Sie daher gleich drei neue Interview-Episoden, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem Tag der offenen Tür 2010 widmen.

In Episode 84 können Sie dazu unseren Direktor Dr. Thomas Kahlisch hören, der einen überblick zu der Veranstaltung gibt. Folge 85 dürfte nicht nur für technisch affine Menschen interessant sein. Frau Link, die Geschäftsführerin der Marburger Firma Gaudio Braille, berichtet über den SDR, den sprechenden Digital-Receiver. Dieser ist »Klein - leicht - leise - multifunktional« und zugleich eines der Highlights der SightCity 2010. Pünktlich zum Verkaufsstart wird der SDR beim Tag der offenen Tür in der DZB vorgestellt. In Episode 86 hören Sie ein Interview mit Dr. Martin Freiberg, den Kustos des Botanischen Gartens der Uni Leipzig. Wir sprechen über den ältesten Botanischen Garten Deutschlands und die Motive unseres Relief-Wandkalenders für das Jahr 2011, der am Tag der offenen Tür erstmals einer breiten öffentlichkeit präsentiert wird.

Wer die DZB-Podcast-Episoden regelmäßig hören möchte, kann diese mit Hilfe spezieller Software (zum Beispiel der Podcatcher-Software Juice) abonnieren. Dann lädt ihr Computer neue Episoden automatisch, sobald diese verfügbar sind. Auf unserer Seite finden Sie weitere Informationen. Dort können Sie die einzelnen Episoden auch individuell laden.

Bei technischen Fragen können Sie sich an Herrn Ulrich Jander ( oder 0341/7113-145) wenden. Inhaltliche Fragen zum Thema DZB-Podcast beantwortet Ihnen gern Frau Susanne Siems ( oder 0341/7113-115).

www.dzb.de/podcast

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Neue E-Mail-Kontakte für Verkauf und Abo

Im Haus gibt es eine kleine, aber wichtige änderung bei den E-Mail-Adressen. Alle Fragen und Bestellungen zu unseren Zeitschriftenabonnements werden ab sofort von Frau Sylvia Thormann über die E-Mail-Adresse beantwortet.

Für den Verkauf unserer Literatur und Kataloge gibt es fortan die E-Mail . Hier erreichen Sie Frau Ilona Portleroy.

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Gustav-Adolf-Straße 07
04105 Leipzig

Telefon 0341/7113-131
Telefax 0341/7113-125
E-Mail: newsletter@dzb.de
Internet: www.dzb.de

V.i.S.d.P.: Katja Lucke | Redaktion: Michael Wallies

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