Deutsche Zentralbücherei für Blinde

Literaturtipps

Gerade erst gelesen:

Wells, Benedict: Becks letzter Sommer (Braillebuch)

Der Autor erzählt die Geschichte des Gymnasiallehrers Robert Beck, der einen Sommer lang seinem Lehreralltag entflieht. Schuld daran ist sein 17-jähriger Schüler, der zwielichtige Rauli aus Litauen, dessen außergewöhnliches Musiktalent er entdeckt und weder Geld noch Zeit scheut, den Jungen zu fördern. Beck, der statt Lehrer eigentlich ein Rockmusiker werden wollte,  träumt von einer Karriere als Manager und Songwriter. Doch weder das Musikgeschäft, noch seine Beziehung zu Laura, gestalten sich so, wie er es möchte. In dieser Situation meldet sich sein einziger Freund, der arbeitslose Deutschafrikaner Charlie. Der drogenabhängige Hypochonder drängt ihn dazu, mit ihm nach Istanbul zu reisen. So rettet sich Beck aus seiner Midlife-Crisis in ein verrücktes Abenteuer. In einem schrottreifen Auto fahren er, Rauli und Charlie mit einer Menge Drogen im Gepäck auf südosteuropäischem Highway fast gen Himmel.
 
Eine packende Geschichte mit authentischen Figuren sowie witzigen Dialogen, zugleich aber tiefsinnig erzählt und ohne flaches Happy End.
 
Zürich : Diogenes-Verlag, 2008,4 Bde., Kurzschrift,  48 Euro,BN-Verkauf 6768, BN-Ausleihe 15964

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Abate, Carmine: Der Hügel des Windes (Braillebuch)

Es gibt Orte, die „absolute Treue fordern, ähnlich wie eifersüchtige Liebhaber.“ Solch ein Ort ist Rossarco, der Hügel des Windes, an der Küste Kalabriens. Ein Jahrhundert lang bewirtschaftet die Familie Acuri in fast vier Generationen den kargen Boden ihres Rossarco, pflanzt Rebstöcke, Oliven- und Obstbäume, erntet beste Oliven, Wein und viele Früchte. Dem Schwur Albertos und Sofias, diesen steinigen Hügel niemals aufzugeben, bleiben auch die nachfolgenden Generationen treu: gegen Hunger und Not, gegen die Drohungen der Faschisten und später auch der Mafia. Carmine Abate schildert aus der Perspektive seines Ich-Erzählers die Geschichte der Bauernfamilie Acuri. Diese ist eng verbunden mit der geheimnisvollen Aura des Berges, der neben den archäologischen Schätzen einer antiken Stadt vor allem aber ein altes Familiengeheimnis birgt.
 
Sehr feinfühliger, atmosphärisch dichter Roman mit kraftvoller Sprache, fesselnd geschrieben!
 
Abate, Carmine: Der Hügel des Windes
Berlin: Aufbau-Verlag, 2013
3 Bde., Kurzschrift, 36,00 €,
BNV 8342, BNA 17262

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Azzeddine, Saphia: Mein Vater ist Putzfrau (Braillebuch)

Der 14-jährige Paul, genannt Polo, hat bei Mädchen wenig Erfolg, weil er nicht cool genug, eher klein und hässlich ist. Dass er in der von Tristesse und Hoffnungslosigkeit geprägten Pariser Vorstadt Banlieue lebt, macht das Erwachsenwerden nicht gerade leichter. Doch Paul ist ein aufgeweckter Junge, der von einem besseren Leben träumt. Diese verheißungsvolle Welt lernt er in den Büchern kennen, in denen er liest, wenn er seinem Vater beim Putzen in der Bibliothek hilft. Hier erfährt er von Wörtern, die er in seiner Umgebung noch nie gehört hat und die im starken Kontrast stehen zum Sprachgebrauch seiner Familie, deren Leben er satt hat. Zwar liebt Paul seinen Vater, zugleich aber schämt er sich insgeheim für dessen Job. Und weil er nicht in dessen Fußstapfen treten möchte, setzt er alles daran, aufs Lycée zu kommen und seinen Schulabschluss machen zu können.
 
Saphia Azzeddine erzählt im derben Ton, mit viel Situationskomik vom Erwachsenwerden eines Jugendlichen aus armen Verhältnissen, von dessen berührender Beziehung zu seinem Vater und seiner Liebe zu Büchern.
 
Saphia Azzeddine: Mein Vater ist Putzfrau
Berlin: Wagenbach, 2015
2 Bde., Kurzschrift, 24 Euro
BN-Verkauf 8704, BN-Ausleihe 17702

 

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Bargum, Johan: Septembernovelle (Braillebuch)

Zwei Männer und eine Frau – ein Dreiecksverhältnis? Jein, zumindest kein gewöhnliches. Harald und Olof waren zwar mit derselben Frau verheiratet. Doch Elin lebt nicht mehr. Beide Männer, die sich über 20 Jahre nicht gesehen haben, begeben sich auf eine Segeltour, doch nur Olof kommt zurück. Nach Haralds Verschwinden muss Olof sich den Fragen der Polizei stellen und reflektiert sein vergangenes Leben, seine Beziehung zu Harald und zu Elin. Doch Harald wirft in seinem Brief, den er während der Segeltour schreibt, einen ganz anderen Blick auf die Dinge. Er porträtiert Elin als einen sehr sensiblen Menschen und hinterfragt ihren plötzlichen Unfalltod. Nur eine Geschichte kann wahr sein. Welche von beiden? Geschickt stellt der Autor beide Sichtweisen dar: Immer wieder vermischt er Vergangenes mit Gegenwärtigem. Wer die Wahrheit spricht und wer lügt, muss der Leser selbst herausfinden und deshalb beschäftigt ihn das Buch auch lange noch, nachdem die letzte Seite gelesen wurde.
 
Ein spannendes und nachdenkliches Buch über Liebe, Partnerschaft und Glück!
Bargum, Johan: Septembernovelle
Hamburg: Mare-Verlag, 2014
1 Bd., Kurzschrift, 12,00 €, BNV 8470, BNA 17263

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Benni, Stefano: Brot und Unwetter (Braillebuch)

Die Bewohner eines kleinen ─ nein, nicht gallischen, sondern italienischen Dorfes namens Montelfo leisten unbeirrt Widerstand. Nur im Gegensatz zu ihren gallischen Freunden haben sie sich - im Zeitalter der Globalisierung ─ ganz anderen Gegnern zur Wehr zu setzen: Schaufelbaggern und Baukränen, korrupten Beamten und Bauspekulanten. Ausgerechnet ihre Bar „Sport“ soll einem Einkaufszentrum, einem Centro Commerciale, weichen. Es gibt viele Gründe, warum die Dorfbewohner ihre Bar „Sport“ retten wollen: Hier treffen sie sich zum Frühstück oder kurz auf einen Kaffee. Hier spielen sie gemeinsam Karten, flirten und tauschen den neuesten Klatsch und Tratsch aus. Hier wird getrunken, debattiert und gestritten. Und während sich die Schaufelbagger immer weiter einen Weg durch den angrenzenden Wald hin zum Dorf freischaufeln, überlegen die Bewohner von Montelfo auf ihre ganz eigene Art und Weise, wie sie diese stoppen können: Sie erzählen sich Geschichten.
Stefano Benni lässt in seiner Bar unverwechselbare, skurrile Gestalten zusammenkommen, schräge Vögel und verschrobene Existenzen, die er mit viel Witz porträtiert und überspitzt in Szene setzt. Allen voran Nonno Stregone, auch Opa Seher genannt, weil er spürt, was unter der Erde und über den Wolken geschieht, weil er wie ein Falke sehen und die leisesten Geräusche wahrnehmen kann. Der Alte erzählt heitere Geschichten aus vergangenen Zeiten, von den geschäftsuntüchtigen Besitzern der Bar, vom legendären Hundewettkampf im Dorf, vom Kochwettstreit zwischen Sofronia und Rasputin.
Eine Geschichte nach der anderen fügt sich zu einem Bild, das die vielfältige Art italienischen Alltags im Dorf widerspiegelt. Im Zentrum ─ die Bar „Sport“, die als Mittelpunkt sozialen Lebens eine wichtige Rolle spielt.

Eine rabenschwarze Vision
Aber Benni wäre nicht einer der großen Satiriker Italiens, wenn er dieses Stück italienischer Wirklichkeit nicht auch plastisch karikieren würde. Mit einem lachenden und weinenden Auge schildert er den Zerfall gemeinschaftlicher Strukturen, greift verlogene und korrupte Politiker an, zieht gegen Globalisierung, die Profitgier der Investoren und die Macht der Medien zu Felde. Zuweilen nehmen seine Geschichten märchenhafte, fantastische und surreale Züge an. Dann geistern Gnome durch den Wald, können Hunde Auto fahren, spielt der Teufel Pingpong, wird die Bar „Sport“ verhext.

Stefano Bennis eigenwillige Satire gipfelt in einer rabenschwarzen Vision, in der es zur Finanzkrise und noch schlimmer, zu einer Klima- und Umweltkatastrophe kommt. Makaberer geht’s nicht: Die Dorfbewohner haben Glück im Unglück, die Krise rettet ihre Bar „Sport“. Am Ende überwiegt der Melancholiker in Benni: Er beschwört eine Utopie herauf, in der seine Helden sich auf ein Leben im Einklang mit der Natur besinnen. Sie und ihre Vorfahren „haben schon immer Brot und Unwetter gegessen und können sich auch mit diesem messen“, lässt er Opa Seher erklären. Wirklich wichtig sind nur die Geschichten und der Ort, wo sie erzählt und gehört werden.

Benni, Stefano: Brot und Unwetter
Berlin: Wagenbach, 2012
3 Bde., Kurzschrift, 36 EURO
BNA 16862, BNV 8013

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Boyle, T. C. : Wenn das Schlachten vorbei ist (Braillebuch)

Du sollst nicht töten! Auch keine Ratten, die als Plage das Ökosystem einer Insel zerstören? Der Frage, ob Mensch der Natur freien Lauf lassen soll oder korrigierend eingreifen darf, geht dieser großartige Roman zum Teil bitterböse nach. >>weiterlesen
Der Plot: Zwei Fraktionen von Umweltschützern kommen sich über die moralische Frage gehörig ins Gehege. Zum einen ist da die (staatlich angestellte) Biologin Alma – dargestellt als sensibler Charakter. Auf der anderen Seite der radikale Tierschützer und erfolgreiche Unternehmer (!) LaJoy, der recht unsympathisch rüberkommt. Alma plant, die Ratten auf den Channel Islands durch Vergiften auszurotten. So sollen sich Artenvielfalt und ökologisches Gleichgewicht auf dem Eiland wieder einstellen. Schließlich vermehrten sich die Nager dort durch menschliches Zutun (ein Schiffsunglück vor der Küste). LaJoy lehnt entschieden ab, dass der Mensch Gott spielt und will die Aktion mit allen Mitteln verhindern – die Ratten dürfen nicht getötet werden. Im Buch entwickelt sich eine furiose Geschichte mit tollen sprachlichen Bildern zur rauen Insellandschaft vor der Südküste Kaliforniens, vielschichtigen Charakteren und detailreichen Episoden zum schwierigen Thema Umwelt- und Artenschutz. Ein Balanceakt, bei dem sich der Leser auf die eine oder andere Seite stellen kann. Die katastrophalen Folgen menschlicher Zivilisation werden am Thema von T. C. Boyles Roman ernst und gnadenlos abgehandelt. Beeindruckende Lektüre!

Boyle, Tom Coraghessan: Wenn das Schlachten vorbei ist : Roman.
München: Hanser, 2012. Aus dem Amerikanischen.
5 Bde., Kurzschrift, BNA 16471, BNV 7409, 60 EUR

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Constantine, Barbara: Und dann kam Paulette (Braille)

Amüsant und französisch: Eine WG auf dem Lande
Einsamkeit ist kein guter Lebensbegleiter. Ferdinand kennt das Gefühl. Seit Sohn Roland samt Frau und Kindern ausgezogen sind, lebt er allein mit Kater Lolli in seinem großen Haus mit Hof. Erst seine beiden Enkel, die ihm sehr fehlen, bringen ihn auf die Idee, aus seiner Einsamkeit ein Zweisamkeit werden zu lassen. Als das Dach seiner Nachbarin Marceline einstürzt, nimmt er die alte Dame mit ihrem Cello und ihren Viechern bei sich auf – zumindest vorübergehend. Aber Marceline bleibt länger und ist nicht die einzige, die zu Ferdinands Bauernhof zieht. Nach und nach kommen weitere Personen hinzu: Guy, Ferdinands Jugendfreund, dessen Frau gestorben ist, Simone und Hortense, zwei alte Damen, Muriel, eine Krankenschwester, die keine Arbeit findet, Kim, ein Student, und am Schluss Paulette … Barbara Constantine erzählt amüsant und mit französischem Charme, wie das Leben dieser ungewöhnlichen Wohngemeinschaft auf dem Lande funktioniert, wie die kunterbunte Gemeinschaft zusammenwächst, wie sie ihre Sorgen und Freuden miteinander teilen und sich untereinander helfen. Die Autorin greift das Thema Älterwerden auf optimistische und vergnügliche Art und Weise auf und macht daraus ein Buch, das heiter stimmt. Eine leichte Lektüre, deren Geschichte allerdings zu schön ist, um wahr zu sein.
Reinbek : Kindler, 2013 3 Bde., Kurzschrift, Bestellnr. Verkauf: 8017 Bestellnr. Ausleihe: 16920

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Everett, Percival: God’s Country (Braillebuch)

"God’s Country" ist eine Parodie auf den Wilden Westen und lässt alle Klischees darüber verblassen. Schon allein, dass der Held der Erzählung ein schwarzer Cowboy ist, passt so gar nicht in das Bild vom rauen Westen, in dem indianische Einheimische gegen ihre weißen Eindringlinge kämpfen. Ihm gegenüber steht ─ eher als Antiheld ─ der Ich-Erzähler Curt Marder, ein geldgieriger, engstirniger und rassistischer, weißer Farmer. Er ist ausgerechnet auf die Hilfe des schwarzen Bubba angewiesen, weil eine Bande randalierender Männer, die sich als Indianer verkleideten, seine Frau entführte. Der schwarze Fährtenleser soll ihm bei der Suche nach ihr helfen. Es beginnt eine skurrile Odyssee zweier Männer, die unterschiedlicher nicht sein können. Ein weißer, unmoralischer Unterdrücker und ein gesellschaftlich geächteter Schwarzer, der für mehr Menschlichkeit eintritt, erleben ein schräges Abenteuer nach dem anderen. Everett setzt die tragikomische Geschichte so meisterhaft in Szene, dass diese Quentin Tarantino für seinen Film „Django Unchained“ inspiriert haben könnte. Unbedingt lesen!
 
Edition Büchergilde 2014
DZB 2015: 2 Bände, Kurzschrift, 24,00 €,
BN-Verkauf 8710, BN-Ausleihe 17538


 

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Fischer-Rizzi, Susanne: »Wilde Küche« (Braillebuch)

Ausgeschlafen aufwachen, aus dem Zelt krabbeln, ein Feuer entfachen, in der alten Emailkanne Kaffee kochen, den Geruch von Kaffee und Tannenwald einatmen, in den Morgen hineinhören, den Tag begrüßen, sich Zeit nehmen.
Nun, gibt es verschiedene Gründe, warum wir uns diesem Genuss nicht hingeben können. Weil wir nicht ahnen, dass es neben Grill-Schickimicki mit Fertigmarinaden noch anderes gibt. Weil wir eingespannt sind zwischen Häuserzeilen und Zeiterfassung.
Drei Frauen, die Autorin Susanne Fischer-Rizzi und die beiden Fotografinnen Sabine Mader und Ulrike Schmid, machen sich auf, jenseits von Lagerfeuerkaffee mit Wildwestromantik, die Kochtechniken immer entlang der Menschheitsgeschichte zu erfahren. Von der Steinzeit bis hin zu den ersten europäischen Siedlern Nordamerikas auf ihrem Treck im Planwagen durch den neuen Kontinent. Allein die 24 verschiedenen Arten sich eine Feuerstelle zu bauen und zu kochen, sind faszinierend. Zum Essenzubereiten unter freiem Himmel nach einer uralten Methode kommen natürlich noch die wilden Zutaten für die wilde Küche: Wildkräuter als Gemüse oder würzende Zutat, Nüsse, Beeren, Pilze. Und doch begegnen uns auch alte Bekannte: der Serviettenknödel, die Pizza oder auch die Feuerzangenbowle. Dieses Buch ist ein Muss für alle jene Menschen, die sich fürs Kochen und Essen auch im geschichtlichen Zusammenhang interessieren, deren Küche schon überquillt vor lauter Kochbüchern (das eine geht noch rein) und die, die auf der Suche sind, nach neuen Geschmacksrichtungen und Zutaten. Auch wenn man jetzt keine Zeit hat, sich in die Wildnis zu begeben, das Lesen der »Wilden Küche« ist wie ein Kurzurlaub mit großem Erholungs-, Bildungs- und Genussfaktor. Zum Abschluss noch ein Zitat aus dem Buch:
»Denken Sie daran, was wirklich zählt im Leben, denn am Ende sagt niemand: ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen. « (Eckart von Hirschhausen)
[Susanne Fischer-Rizzi : Wilde Küche – Das große Buch vom Kochen am offenen Feuer | Aarau : AT Verlag, 2010 | 2 Bde., SchG, kzp.98rR, 28,00 €, BNV 7121, BNA 16293]

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Foden, Giles: Die Geometrie der Wolken (Braillebuch)

Kann Wetter Geschichte schreiben? Bei der Landung der Alliierten in der Normandie im Juni 1944 war es zumindest von entscheidender Bedeutung. Das Überleben der Zivilisation in Europa hing von einer präzisen Fünf-Tage-Wettervorhersage ab.
Vor diesem historischen Hintergrund erzählt Giles Foden die Geschichte des jungen Mathematikers Henry Meadows. Dieser erhält Anfang 1944 vom Meteorological Institute in London die Aufgabe, den in Schottland lebenden Meteorologen Wallace Ryman aufzusuchen. Der Wissenschaftler erfand ein mathematisches System, mit dem man physikalische Massen, die in Bewegung sind, wie zum Beispiel Turbulenzen über dem Atlantik, berechnen kann. Meadows soll die berühmte „Ryman-Zahl“ ausspionieren. Ryman ist Pazifist und weigert sich, seine wissenschaftlichen Erkenntnisse dem Militär preiszugeben. Doch wie das unberechenbare Wetter, verursacht auch Meadows turbulente Ereignisse, die er nicht mehr steuern kann. Nach dem Scheitern seiner Mission bekommt er eine zweite Chance. Er verpflichtet sich als meteorologischer Assistent bei der Landung der Alliierten in der Normandie dabei zu sein. Der Leser erfährt, wie ein internationales Team von Meteorologen unter Zeitdruck versucht, das Wetter für den D-Day zu berechnen. Leben und Tod der Soldaten, der Ausgang des Krieges steht auf dem Spiel. Wer wagt ein verlässliches Datum zu prognostizieren? Spannungen, Konkurrenzdenken und Rivalitäten untereinander lassen amerikanische, britische und norwegische Wissenschaftler nur langsam zu gemeinsamen Entscheidungen kommen.
Foden mischt historische Fakten mit Fiktion und schreibt aus der Sicht eines Mathematikers im knappen, aber durchaus metapherreichen Stil eine Geschichte, in der es um Politik, Geschichte, Wissenschaft und Wetter geht. Vor allem aber zeichnet er geschickt die Psyche eines Mathematikers, der nicht nur die Turbulenzen des Wetters präzise ermitteln, sondern sich denen in seinem Leben stellen muss. Und letzteres ist - wie wir wissen - mithilfe von Tabellen und Formeln schwer zu berechnen.
Ein dramaturgisch clever angelegter Roman, dessen Spannung auch aus der Frage erwächst, ob mathematisch-berechnete Systeme den Zufall überlisten können.

Giles Foden: Die Geometrie der Wolken
Berlin: Aufbau-Verlag, 2010
4 Bde., Kurzschrift, 48 €
Bestell-Nr.-Verkauf 7281, Bestell-Nr.-Ausleihe 16686

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Griffiths, Elly: »Totenpfad« (Braillebuch)

Eine Moorlandschaft bei Norfolk, mystische Briefe, sehr alte Knochen oder doch ein Mordopfer aus jüngerer Zeit – das sind die Sujets, mit denen die Autorin Elly Griffiths spielt und langsam Spannung in ihrem Krimi aufbaut. Als Hauptfigur entwickelt sie Ruth Galloway, eine forensische Archäologin, die nicht nur beruflich in den Fall verwickelt wird, sondern auch privat.
Zur Story: Vor zehn Jahren verschwand ein Kind. Seitdem erhält die Polizei verstörende Briefe. Dann werden in den Salzwiesen bei herrlichstem englischen Küstennebel Knochen eines Mädchens gefunden. Galloway, von der Polizei als Expertin hinzugezogen, erkennt einen Fund aus vorgeschichtlicher Zeit. Ein Menschenopfer nach uralten Ritualen? »Sieh nach dem Himmel, den Sternen, den Übergängen. Du findest sie dort, wo die Erde auf den Himmel trifft«, schreibt der unbekannte Briefeschreiber. Das macht die Polizei einigermaßen ratlos, hilft aber unserer detektivisch veranlagten Wissenschaftlerin langsam auf die Spur. Diese Figur mit ihren Schwächen (Essen) kommt sympathisch rüber, andere Charaktere weniger, wenn auch diese sehr lebensnah geschildert sind, etwa der frühere Mentor Eric, Cathbad, der Hobbydruide und Detective Chief Inspector Harry Nelson, zu dem Galloway bald eine besondere Beziehung unterhält. Die verschwundenen Mädchen aus verschiedenen Epochen tragen den Krimi inhaltlich und die tückische Moorlandschaft gibt ihm den Charme. Das Ganze ist in dieser Atmosphäre unaufgeregt als Schmöker gut gestrickt.
Griffiths, Elly: Totenpfad : Roman. Aus dem Englischen. Reinbek : Wunderlich, 2009. Fortsetzung: Knochenhaus. 4 Bde., kzp.98rR, BNA 16406

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Heidenreich, Elke : »Nero Corleone kehrt zurück – es ist immer genug Liebe da « (Braillebuch)

Der erste Katzenroman Elke Heidenreichs erschien 1995 und war sofort ein Bestseller. Eigentlich ein Kinderbuch, das aber auch die Erwachsenen liebten. Sechzehn Jahre später erscheint die Fortsetzung, weil ein Leben ohne den Kater Nero Corleone, ein Leben ohne Italien schon bitter ist. Für die Leser, wie auch für Elke Heidenreich.
Isolde kehrt zurück nach Italien. Zwischen einer beendeten Beziehung und einem Mann, bei dem sie noch nicht weiß, ob sie eine Beziehung zu ihm möchte. Es gab schon damals eine andere große Liebe in ihrem Leben: »Nero war Isoldes große Liebe gewesen, aber er war schließlich kein Ehemann, sondern nur ein Kater.
Nur? Als ob das wenig wäre – grüne Augen, die im Dunkeln leuchten, schwarzer Pelz, der knistert, wenn man darüberstreicht, die eine weiße Pfote, die so beharrlich vom Tisch zog, was immer sie wollte: Schinken, Würste, Nudeln. Und erst das Schnurren – ein Geräusch wie etwas zwischen einem fernen, leisen Gewittergrummeln, einem kleinen Güterzug, der weit weg in der Nacht über eine Holzbrücke fährt, und einem Wasserkessel, der gerade zu summen anfängt, kurz bevor das Wasser kocht. Es ist eins der schönsten Geräusche…«.
Elke Heidenreich erzählt vom Loslassen und Wiederfinden und von der Rückkehr des wohl berühmtesten Katers, seit es Katzengeschichten gibt. [Elke Heidenreich : Nero Corleone kehrt zurück – es ist immer genug Liebe da | München : Hanser, 2011 | 1 Bd., SchA4, kzp.98rR, 12,00 Euro, BNV 7191, BNA 16140 | 1 Bd., SchA4, vzp.98rR, 12,00 Euro, BNV 7192, BNA 16139]

Diese Punktschriftbücher in unserem Online-Katalog: BNA 16140, BNA 16139.
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Heidenreich, Elke: Erika: oder der verborgene Sinn des Lebens (Braillebuch)

Wenn Sie noch ein Geschenk für einen guten Freund brauchen, dann sollten Sie dieses Buch wählen. Elke Heidenreich erzählt herzlich komisch und erfrischend, wie ein Plüschschwein namens Erika das Leben der Karrierefrau Betty bereichert. Diese stellt ausgerechnet in der Weihnachtszeit fest, dass sie ganz schön leer und ausgebrannt ist und dass Beruf und Karriere nicht das Einzige im Leben sein können. Das Leben muss auch noch einen anderen Sinn haben. Das Plüschschwein Erika öffnet ihr die Augen für ganz andere Dinge und Begebenheiten, die ihrem Leben letztendlich eine unvorhergesehene Wendung geben.
 
Eine herzerfrischende Geschichte, für alle, die sich in der Hektik des Alltags verloren fühlen und über Alternativen nachdenken.
Heidenreich, Elke:  Erika: oder der verborgene Sinn des Lebens 
Reinbek: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, 2014
1 Band, Kurzschrift, 12,00 €, BNV 8752, BNA 17416
1 Band, Vollschrift, 12,00 €, BNV 8767, BNA 17415
 

Diese Punktschriftbücher in unserem Online-Katalog: BNA 17416, BNA 17415.
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Heinrich, Sabine: Sehnsucht ist ein Notfall (Braillebuch)

Zwei Frauen, Oma und Enkelin, beide in einer guten Beziehung, die eine seit 60 Jahren, die andere erst seit ein paar Jahren, beschließen Knall und Fall ihre Partner zu verlassen und nach Italien ans Meer zu reisen. Mit dem Kleinwagen machen sich beide auf den Weg nach Elba. Eva, die Enkelin und Mitte Dreißig, liebt ihren Johannes eigentlich. Doch ist sie auch glücklich mit ihm und ohne Kinder? Sie beginnt eine Affäre mit Tobias. Über die Entschlossenheit ihrer Oma staunt Eva. Für wen und zu welchem Zeitpunkt soll sie sich entscheiden? Kann eine andere Beziehung besser sein? Wie viele Kompromisse verträgt eine Beziehung? Der WDR-Moderatorin Sabine Heinrich erzählt offen, manchmal auch melancholisch.
Eine amüsante Road Novel, die sich wunderbar leicht und unterhaltsam liest.
   
Heinrich, Sabine: Sehnsucht ist ein Notfall
Köln: Kiepenheuer und Witsch, 2014
3 Bde., Kurzschrift, 36,00 €, BNV 8360, BNA 17404

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John, Kirsten: Ich, Kater Schewi und der jüngste Opa der Welt

Kinderbuch ab 10 Jahre
Das passiert, wenn ein 11-jähriger Junge dazu verdonnert wird, acht Wochen lang jeden Sonntag seinen Opa im Seniorenheim zu besuchen: Als Paul eines Tages in das Zimmer seines Opas Arnold kommt, steht statt eines alten Mannes ein etwa gleichaltriger, ihm ähnlich aussehender Junge in einem viel zu großem Bademantel, mit altmodischen Sprüchen, der von nichts eine Ahnung hat. Und daran ist auch Paul schuld, denn er hat die geheimnisvollen Röhrchen der Versuchsanordnung seines Opas vertauscht. Der Verjüngungstrank kommt dem Opa ganz recht, sorgt aber auch für einige verrückte Situationen und Komplikationen. Als der alte Kater Schewi zum angriffslustigen, zähnefletschenden Kater wird, ist klar: Hier muss ein neuer Saft gemixt werden, der alles zurückverwandelt!
Ein munterer Lesespaß mit witzigen Dialogen und Situationskomik, der viele Kinder ab 10 Jahre begeistern wird!
Würzburg : Arena-Verlag, 2015
2 Bände, Vollschrift, BN-Ausleihe 17699, BNV 8958, 12 €,
2 Bände, Kurzschrift, BN-Ausleihe 17698, BN-Verkauf 8957, 12 €

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Kehlmann, Daniel: »Die Vermessung der Welt« (Braillebuch)

1828 zur 17.Tagung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte begegnen sich in Berlin zwei der zur damaligen Zeit bedeutendsten Männer aus der sich gerade erst entwickelnden modernen Wissenschaft Deutschlands. Der eine, Alexander von Humboldt, von übergroßer wissenschaftlicher Nüchternheit, weiß um die Bedeutung des Aufeinandertreffens der beiden genialen wissenschaftlichen Schwergewichte. Er will diese erste Begegnung in einer Daguerreotypie festhalten - von Herrn Daguerre höchstpersönlich. Das geht erstens schief und zweitens liegt dieser Meilenstein in der Erfindung der Fotographie durch Herrn Daguerre ein paar Jahre später. Und trotzdem stimmt die Szene.
Dem anderen, Carl Friedrich Gauß, von cholerischer, verletzender Direktheit, ist diese ganze Begegnung herzlich wurscht. Er will nach Hause.
Kehlmann baut imaginäre Situationen auf, deren Fiktion der Leser gar nicht glauben mag. Eingeflochten in die Reise des Herrn Gauß zur Tagung und die Begegnung mit Alexander von Humboldt sind immer wieder biographische Einblicke in den Werdegang der beiden Männer und Refexionen über ihr Verhältnis zu anderen Zeitgenossen, wie Kant und Goethe.
Das ist ein Buch für Biografieliebhaber, für Geschichtsinteressierte, für Leser und Leserinnen, die hinter jeder genialen Entdeckung auch den Menschen sehen. Auch wenn man sicher nicht jede Szene auf die Goldwaage der Geschichte oder Mathematik legen sollte, ein Lesevergnügen der ganz besonderen Art ist es doch. 2007 war Kehlmanns Buch an zweiter Stelle der weltweit meistgekauften Bücher. Geschrieben wurde es von einem damals Dreißigjährigen.
[Daniel Kehlmann : Die Vermessung der Welt | Rowohlt 2005 | 3 Bde., reformierte Kurzschrift (KR.) , 33.75 €, BNV 4727]

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Kelly, Jacqueline: Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen (Braillebuch)

Über ein Mädchen, das Regenwürmer aus der Erde lockt
Es ist die Geschichte der wissbegierigen zwölf Jahre alten Calpurnia. Als einziges Mädchen mit sechs Brüdern wächst sie Ende des 19. Jahrhunderts auf einer Farm in Texas auf. Sie hat ganz andere Träume vom Leben, als die die ihr vorgeschrieben sind. Das Mädchen liebt die Natur, möchte Naturforscherin werden und - statt Handarbeiten und Kochen zu lernen - studieren. In ihrem Großvater findet sie einen Verbündeten. Er leiht ihr Darwins „Entstehung der Arten“ aus, geht mit ihr auf Entdeckungstour in die Natur und bestimmt mit ihr Pflanzen, Insekten und Vögel. Immer wieder kommt es zu Konflikten in der Familie, denn Calpurnia wehrt sich gegen die Zwänge und Erwartungen ihrer Mutter - nicht ohne Zweifel und Gewissensbisse.
Ein wunderbarer Jugendroman, anschaulich erzählt, witzig und ernst zugleich, mit einem sympathisch cleveren Mädchen als Hauptfigur und einer vielschichtig dargestellten historischen Epoche. Ein tolles Lesevergnügen!

4 Bände mit Ringbindung, Format DIN A4
Kurzschrift, BNA 17015, BNV 8311, 24,00 EUR
1 CD eBraille, Kurzschrift, 24,00 EUR, BNV 8312

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Klüssendorf, Angelika: April (Braillebuch)

April ist 18, rebellisch, zerstörerisch und einsam. In der DDR Ende der 70er Jahre arbeitet das Mädchen als Bürohilfskraft, nachdem sie das Heim verlassen und die Jugendhilfe ihr ein Zimmer zur Untermiete zugewiesen hat. Jetzt versucht sie, sich allein zurechtzufinden, träumt von einem Leben als Schauspielerin oder Studentin, erfindet Geschichten, um interessant zu wirken und Aufmerksamkeit zu erzielen. Sie zeigt offen ihren Protest, der eher eine Form von Trotz ist, engagiert sich systemkritisch, ohne dabei wirklich gegen das System zu sein. Sie leidet an ihren traurigen Kindheitserinnerungen und sucht nach Personen, die ihrem Leben einen Halt geben können.
 
Souverän und nüchtern erzählter Roman, der bewegt.
 
Klüssendorf, Angelika: April
Köln: Kiepenheuer und Witsch, 2014
2 Bde., Kurzschrift, 24,00 €, BNV 8482, BNA 17268

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Krohn, Tim: Aus dem Leben einer Matratze bester Machart (Braillebuch)

Sie ist ein sehr intimer, persönlicher Gegenstand, über den man kaum Worte verliert - die Matratze. Dabei passiert auf ihr so vieles im Leben eines Menschen: Er wird auf ihr geboren, er schläft und liebt auf ihr und schließlich stirbt er auf der Matratze. Ein kurioser Ort, den der Autor Tim Krohn in unterschiedlichen Episoden lebendig werden lässt. Er schickt die Matratze durch wechselnde Zeiten an verschiedene Orte, erzählt die Schicksale ihrer Besitzer und beleuchtet damit sechs Jahrzehnte europäischer Geschichte. Alles beginnt 1935, als ein junger jüdischer Mann die Matratze für sich und seine schöne sizilianische Braut erwirbt und endet nach einem halben Jahrhundert, als er sie als Strandgut im Mittelmeer wiederfindet. Dazwischen wütet in Europa ein schrecklicher Krieg. Die Matratze dient Kindern im Keller als Versteck, während draußen Bombenhagel niedergeht. Sie wird zum Krankenbett und Ruhelager. Jahrzehnte später transportiert man sie über die Alpen und schließlich landet die Matratze in Rom. Im Mittelmeer treibend schenkt sie einem Ertrinkenden sogar noch glückliche Momente.
Famos erzählte Episoden, in denen Tragisches und Komisches mitschwingen. Sehr empfehlenswert!
Krohn, Tim: Aus dem Leben einer Matratze bester Machart
Köln : Galiani Berlin, 2014
1 Bd., Kurzschrift, 12,00 €, BNV 8363, BNA 17231

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Lehane, Dennis: The Drop ─ Bargeld

Kurz nach dem Bob einen Hundewelpen in der Mülltonne findet und Nadia kennenlernt, überlebt er in der Bar, in der er als Barkeeper arbeitet, einen Raubüberfall. Mit einem Mal gerät sein geordnetes Leben aus den Fugen. Zum einen muss sich Bob gegen den Druck der Mafia wehren, der die Bar inzwischen gehört und in der Mafia-Geld getauscht wird. Zum anderen stehen er und sein Cousin Marv auf der Liste polizeilicher Ermittlungen. Detective Torre konfrontiert Bob mit einem zurückliegenden Ereignis, das er gern ungeschehen machen würde. Lehane lässt den Leser tief in ein soziales Milieu eintauchen, in dem die Mafia nach undurchsichtigen Regeln agiert. In diese brutale, vom Geld regierte Welt setzt er Bob, einen kontaktscheuen Lebenskünstler, dem nichts richtig gelingt, der aber ein Gespür für feine Dinge hat. Er wird dem Leser immer sympathischer, weil  er sich in diesem gewalttätigen Umfeld menschlich zeigt und einen Hauch von Hoffnung vermittelt.
 
Spannend und authentisch erzählt, vielschichtige Charaktere, lebendige Dialoge, ein überraschendes Finale.
 
Zürich : Diogenes Verlag, 2014
Kurzschrift, 3 Bände, 36,00 €
BN-Verkauf  8725, BN-Ausleihe  17878

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Leuthold, Ruedi: Brasilien: der Traum vom Aufstieg (Braillebuch)

Hier ein Reiseführer, der sich lohnt zu lesen, auch wenn man nicht unbedingt nach Brasilien reisen möchte oder kann. Der Schweizer Journalist und Wahlbrasilianer sammelt in diesem Buch ungewöhnliche Geschichten, die unterhaltsam zu lesen sind. Lebendig berichtet er von den unzähligen Widersprüchen in diesem Land, von den Menschen, den armen und reichen, die ihr Land lieben und eine Lebensfreude ausstrahlen, die man in Europa selten findet. Leuthold liefert aber auch politische und historische Hintergrundinformationen und zeigt die Probleme auf, wie beispielsweise Korruption, soziale Ungleichheit, schlechtes Bildungswesen, Verbrechen  und Rassismus.
Ein interessanter Reisebericht über ein aufregendes und rätselhaftes Land und seine Leute.
 
Leuthold, Ruedi: Brasilien: der Traum vom Aufstieg
München: Nagel und Kimche, 2013
3 Bde., Kurzschrift, 36,00 €, BNV 8291, BNA 17286

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McCarten, Anthony: Liebe am Ende der Welt

Außerirdische, die ein 16-jähriges Mädchen schwängern? Das ist eine Sensation in der neuseeländischen Provinzstadt Opunake irgendwo am Ende der Welt. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Zunächst glaubt niemand Delia. Dann finden sich immer mehr Indizien für die Wahrhaftigkeit ihres Erlebnisses, beispielsweise ein Abdruck auf dem Feld und eine platt gedrückte Kuh. Als zwei weitere Mädchen behaupten, ebenfalls von Außerirdischen schwanger zu sein, gerät das beschauliche Kleinstadtleben ganz aus den Fugen. Aus Missgunst und Unwissenheit erwachsen teuflische Gerüchte, die sich verselbstständigen. Was steckt hinter dem wahrscheinlich ganz irdischen Geheimnis?
Meisterhaft und mit Humor porträtiert Anthony McCarten die Provinzstadt und deren Einwohner. Er lässt den Leser glauben, die Charaktere seiner Figuren wunderbar durchschauen zu können, um ihm kurzerhand später das Gegenteil zu beweisen. Aus einer skurrilen Idee heraus entwickelt der Autor eine gesellschaftskritische Geschichte ─ Krimi, Komödie und Drama zugleich.
Zürich: Diogenes-Verlag, 2011
3 Bde., Kurzschrift,
BN-Ausleihe 17684, BN-Verkauf 8729, 36 €

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Melo, Patricia : Leichendieb (Braillebuch)

Der Sommer ist hierzulande passé. Doch Lesefreunde können sich mit dem Thriller „Leichendieb“ jederzeit in schwülwarme Gefilde entführen lassen. Und wie passend das Stichwort: entführen! Es ist wahrlich eine heiße Geschichte, die die anerkannte lateinamerikanische Schriftstellerin Patricia Melo erzählt. Irgendwo in Brasilien, in einem Provinznest strandet ein junger Mann. Arbeitslos, lustlos. Bei einer Angeltour beobachtet der Ich-Erzähler den Absturz eines Kleinflugzeugs. Der junge Pilot ist tot. In seinem Rucksack findet sich ein Paket Kokain. Zu verlockend, wenn man blank ist. Die Moral des Tunichtguts bleibt so schnell auf der Strecke. Durch Verkauf des Stoffes landet er im Sumpf der Drogenmafia, macht Schulden und schmiedet mit seiner Freundin einen teuflischen Plan. Sie gaukeln den reichen Eltern des Toten eine Entführung der Leiche vor, denn diese ist auf verwunderliche Weise tatsächlich aus dem Flugzeug verschwunden, und verlangen Lösegeld für eine „würdige Bestattung“. Pikant, die Freundin arbeitet bei der Polizei – im Leichenschauhaus … Übrigens ist sie auch nicht die einzige Frau. Geradezu lakonisch manövriert die Autorin durch so einige Merkwürdigkeiten der Erzählung. Das gelingt mit Spannung, mit Ironie (oder ist das Zynismus?) und macht das Buch recht flockig lesenswert.

Melo, Patrícia : Leichendieb : Thriller. Stuttgart : Tropen-Verlag, 2013.
Braillebuch: 2 Bde., Kurzschrift, BNA 17001,
Hörbuch: H029043, 1 CD DAISY (5:47 h)

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Miller, A.D.: Die eiskalte Jahreszeit der Liebe (Braillebuch)

Der Roman ist von allem etwas: eine geheimnisvolle Liebesgeschichte, ein Wirtschaftskrimi, vor allem aber ein Porträt eines Mannes, der in eine tiefe Identitätskrise stürzt. Der junge Londoner Anwalt Nick Platt betreut in seiner Moskauer Anwaltskanzlei große Wirtschaftsdeals . Er hat mit zwielichtigen Geschäftsleuten zu tun, mit Betrügern, Spekulanten und Anwälten, die die lachenden Dritten sind. In seiner Scheinwelt zieht es ihn in Nachtclubs und Striplokale, trifft er auf eine korrupte Eliteschicht, feiert Wodkaorgien und lässt sich feiern. In der U-Bahn lernt er die verführerische Mascha kennen und verliebt sich in sie. Diese verstrickt ihn in einen Immobiliendeal. Nebenbei ist Nicks Kanzlei mit einer großen Finanztransaktion beschäftigt. Doch dann verschwinden ein Geschäftspartner, Nicks Nachbar und auch Mascha…
Miller zeichnet das Porträt einer dekadenten Gesellschaft, eines korrupten Moskaus der ersten Putin-Ära, lässt seine Hauptfigur in einer frostigen, erbarmungslosen Welt agieren und russische Auftragskiller Morde verüben. Der Leser erahnt den nahen Abgrund, denn die unterschwellige Gefahr schwingt stets in der Handlung, selbst in den poetischen Beobachtungen, mit.
Krimi, der alle Klischees der russischen Gesellschaft nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bedient - fesselnd geschrieben!

A.D. Miller: Die eiskalte Jahreszeit der Liebe
Frankfurt am Main: S. Fischer, 2012
3 Bde., Kurzschrift, 36 Euro
Bestellnummer Verkauf: 8255
Bestellnummer Ausleihe: 16919

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Munro, Alice: Zu viel Glück (Braillebuch)

Vom Glück des einen und Unglück des anderen, von entgangenem Glück, unglücklichen Beziehungen und glücklichen Momenten – davon erzählt Alice Munro in „Zu viel Glück“. Die Geschichten ihres Erzählbandes kreisen meist um Frauen, die ihren ganz normalen Alltag leben, der jedoch durch ein ungewöhnliches Ereignis aus den Fugen gerät. Sie beleuchten die Beziehungen zwischen Frauen und Männern, die sich oft als Macht- und Abhängigkeitsverhältnis offenbaren, und zeigen die Abgründe menschlichen Zusammenlebens.
Eine Frau muss damit fertig werden, dass ihr Mann sie wegen einer anderen Frau verlässt. Eine krebskranke Frau, die um ihren kürzlich verstorbenen Mann trauert, wird in ihrem Haus von einem dreifachen Mörder bedroht. Eine Frau erinnert sich nach Jahrzehnten an ihre alte Liebe und merkt, dass sie diesem Menschen noch immer sehr nahe ist.
Schicksal, Zu- und Unfälle spielen dabei eine bedeutende Rolle. Sie zwingen ihre Figuren zu Entscheidungen und Handlungen, vor deren Folgen sie sich zunächst scheuten. In „Dimensionen“ schafft es eine junge Frau, sich aus der psychischen Abhängigkeit ihres Mannes, der der Mörder ihrer Kinder ist, zu befreien. Ein Unfall hilft ihr, sich von ihm zu trennen. Während eines Brands in „Tieflöcher“ entdeckt die Mutter ihren Sohn, der seit Jahren keine Verbindung zur Familie hat, und wird mit seiner ihr fremden Lebensweise konfrontiert.
Knapp und scheinbar emotionslos erzählt Munro ihre Geschichten. Diese reduziert sie auf das Wesentliche - keine Ausschweifungen, keine Beschreibungen.
Munro beleuchtet nur einen Ausschnitt aus dem Leben ihrer Figuren, doch dieser scheint deren ganzes Leben zu offenbaren. Die Handlung entwickelt sie oft rückblickend, erzeugt so auf wenigen Seiten sehr viel Spannung und nimmt den Leser bis zum plötzlich unerwarteten Finale gefangen.
Zu viel Glück? Alles ist relativ – meint Munro und lässt ihre Protagonisten erzählen, was für sie Glück bedeutet.
Starke Geschichten, die man einfach lesen muss!

Munro, Alice: Zu viel Glück : zehn Erzählungen.
Frankfurt am Main: S. Fischer, 2011.
4 Bde., SchG, kzp.98rR, 48,00 €, BNV 7295, BNA 16467

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Ondaatje, Michael: Katzentisch (Braillebuch)

Der kanadische Autor Michael Ondaatje, der mit seinem Roman „Der englische Patient“ berühmt wurde, lässt im Jahr 1954 den 11-jährigen Michael auf eine abenteuerliche Schiffsreise von Sri Lanka nach England gehen. An Bord der „Oronsay“ lernt der Ich-Erzähler zwei gleichaltrige Jungen kennen, die ebenso wie er für die Oberschicht der Schiffsgesellschaft kaum sichtbar sind. Im Verborgenen und ohne Aufsicht erkunden sie die Ober- und Unterwelt des Schiffes, machen Bekanntschaften mit schrulligen Leuten, wie einem Botaniker, einem Bar-Pianisten und einem Schiffsabwracker im Ruhestand. Sie verstecken sich in einem Rettungsboot und im Turbinenraum des Schiffes. Sie stehlen, rauchen, trinken Alkohol. Jeden Tag beschließen die Jungs, ein Verbot zu übertreten.
Es ist ein wirklich zauberhafter Roman mit skurrilen Episoden, ein faszinierendes Porträt einer Schiffsgesellschaft mit ihrer Ober- und Unterschicht, kein bloßes Seefahrerabenteuer mit Piraten und Ungeheuern.
 
Michael Ondaatje: Katzentisch
München: Hanser, 2012
4 Bde., Kurzschrift, BNA 16922

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Paull, Laline : Die Bienen

Eine Biene als Hauptfigur in einem Roman für Erwachsene? Schnell begreift der Leser, dass das Leben im Bienenstock als Metapher für eine autoritäre Gesellschaft zu verstehen ist, in der es keine Individualität gibt. Honigbiene Flora, die als "Säuberungsbiene" in der untersten Kaste lebt, ist keine gewöhnliche Biene. Sie kann sprechen, sie ist größer, stärker, intelligenter als ihre Schwestern und sie übernimmt Aufgaben, die sie gar nicht ausführen darf: Sie wird Sammlerin und erschließt neue Nahrungsquellen. Sie kann aber auch Eier legen, was eigentlich nur die Bienenkönigin darf und schwer bestraft wird. Trotzdem gebiert sie ein Ei und erfährt, was Mutterliebe bedeutet. Ein gefährliches Unterfangen! Die Autorin inszeniert einen totalitären Überwachungsstaat, in dem Flora ihr Leben und das ihres Kindes zu bewahren versucht.
Eine aufregende, abenteuerliche Geschichte mit Fantasy-Elementen, die auf alle Fälle Lesevergnügen bereitet!
Stuttgart : Tropen-Verlag Label von Klett-Cotta, 2014
4 Bände, Kurzschrift,
BN-Ausleihe 17857, BN-Verkauf 8734, 48 €

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Rosoff, Meg: Davon, frei zu sein (Braillebuch)

Für Leser ab 14 Jahren
Am Morgen ihrer Hochzeit bricht Pell Ridley, 17 Jahre, gemeinsam mit ihrem Halbbruder Bean von zu Hause auf. Sie reitet gen Norden, in „die Richtung, in der im Augenblick für sie der Rest der Welt lag“. Obwohl es ihr schwer fällt, steht für Pell fest: Sie möchte kein Haus voller Kinder, denen sie als Mutter mühevoll die Mäuler stopfen muss, und keine tagtägliche Schufterei in einem armseligen Haushalt. Deshalb zieht sie in die ungewisse Fremde. Sie entschließt sich für ein selbstbestimmtes Leben ohne zu wissen, welche Konsequenzen ihre Entscheidung im viktorianischen England des 19. Jahrhunderts nach sich zieht.
Auf der Suche nach Arbeit fährt sie mit Zigeunern durch den südenglischen New Forest, verliert auf dem Pferdemarkt in Salisbury nicht nur ihr hart erarbeitetes Geld an einen Betrüger, sondern auch Bean und ihr Pferd. In ihrer Not gelangt sie zu Dogman, einem Wilderer, bei dem sie Zuflucht und so „etwas Ähnliches wie Liebe“ findet. Aber bei ihm kann sie nicht bleiben. Ihre Schuldgefühle drängen sie fort, zurück nach Nomandsland, ihren Heimatort. Doch auch dort trifft sie Bean nicht. Stattdessen muss sie Schreckliches entdecken Eine Zeit lang arbeitet sie als Stallknecht in einem Gutshaus und sorgt so für ihre Schwestern, die sie aus dem Armenhaus gerettet hat. Schließlich findet sie Bean bei Leuten, die sie gut kennt. Am Ende ihrer Odyssee kehrt Pell als junge Frau zu Dogman zurück, an dessen Seite sie sich gleichberechtigt und geborgen fühlt.

Meg Rosoff, greift auch in diesem Roman die Thematik des Erwachsenwerdens und Andersseins auf. Kunstfertig gelingt es ihr, diese frei von Raum und Zeit darzustellen, obwohl sie ihren Stoff in ein historisches Zeitalter legt. Die unendlichen Weiten der Heidelandschaft Südenglands mit ihren Hügeln und Kreuzungen, an denen sich die fahrenden Zigeuner Nachrichten übermitteln, das geschäftige Treiben auf dem Pferdemarkt in Salisbury, die herrschaftlichen Pferdeställe der Gutshöfe, das armselige und harte Leben der Bauern, Schmiede und Viehzüchter – all diese stimmungsvollen Bilder malt die Autorin in schillernden Farben und bringt dem Leser damit das Flair und die Stimmung dieser Landschaft und Zeit nahe. Mit ihrer alle Sinne beanspruchenden Sprache vermag es die Autorin, ihre Figuren plastisch und unverwechselbar darzustellen und tief in die innere Welt ihrer Protagonistin einzudringen.

Meg Rosoff: Davon, frei zu sein
Frankfurt am Main : S. Fischer, 2010.
Aus dem Engl.
2 Bde., Kurzschrift, 24,00 EUR
BNV 7427, BNA 16500

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Rowling, J.K. : Harry Potter und das verwunschene Kind

Das nunmehr achte Buch der Hogwarts-Abenteuer ist gar kein Roman, sondern ein Skriptbuch zum Theaterstück, in dem die Dialoge mit Regieanweisungen für die Schauspieler stehen. Inhaltlich setzt die Geschichte 19 Jahre nach den letzten Ereignissen um Harry Potter ein. Harry ist nun Angestellter des Zaubereiministeriums, mit Rons Schwester Ginny verheiratet und dreifacher Vater. Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis der Familie, mit dem er nichts zu tun haben will. Er hat sich stattdessen mit dem Sohn von Harrys Erzfeind Draco Malfoy angefreundet. Gemeinsam unternehmen sie eine Zeitreise in die Vergangenheit, mit ungeahnten Folgen …
Lassen Sie sich aufs Neue von der Pottermania anstecken und urteilen Sie selbst, ob der Hype gerechtfertigt ist.
3 Bände Kurzschrift, BN-Ausleihe 17875, BN-Verkauf 9142, 36 €,
3 Bände Vollschrift, BN-Ausleihe 17876, BN-Verkauf 9143, 36 €,
DAISY-Format, H037040

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Rowling, J.K. : Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Es geht hier um eines der Lehrbücher Harry Potters. Den Hauptteil des Buches bildet ein Verzeichnis fast aller Tier- und Zauberwesen aus der magischen Welt mit Beschreibungen zu Aussehen, Verhalten und Lebensraum - von der Acromantula bis zum Zentaur. Außerdem wird auf ihre Verwertbarkeit für magische Zwecke eingegangen. Diesem Hauptteil geht ein Vorwort von Albus Dumbledore voraus. Das Buch ist für alle Harry Potter-Fans eine informative Ergänzung.
Nun auch als Kinofilm! 2011 verfasste die Autorin J.K. Rowling das Drehbuch zum Film. Am 17.11. 2016 startete der erste von fünf Teilen in den Kinos.
1 Band, Kurzschrift, BN-Ausleihe 9431, BN-Verkauf 3422, 17,90 €,
2 Bände, Vollschrift, BN-Ausleihe 17707, BN-Verkauf 8963, 12,00 €

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Rumjanzewa, Marina: »Auf der Datscha« (Braillebuch)

Was für ein paradiesischer Ort wird uns vorgestellt! Raum und Zeit für etwas Ruhiges, für etwas Intellektuelles, für Spaziergänge, für Gespräche. Zeit für intensives Zusammensein, für Gartenfeste. Auch für Exzesse – aber das nur ganz nebenbei.
Das Motto der Datschenentwicklung war: „ungezwungen und leger“ und das war wohl in der steifen, überritualisierten Hofwelt Petersburgs Mitte des 19. Jahrhunderts bitter nötig. Bis der Datschenbesitz seinerseits wieder zum MUSS wurde, was jede Petersburger Familie verpflichtete, raus zu fahren. Die Datsche, das Leben im Grünen, war Teil des großstädtischen Lebenskonzeptes. Bald schwappte die Datsche an sich von Petersburg nach Moskau, um bei der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert seine Blütezeit zu erleben. Und wer hatte nicht alles eine Datsche! Wir kennen sie alle: Turgenjew, Tolstoi, Dostojewski, Tschechow, Gorki, auch Stalin. Selbst während des Bürgerkriegs, auch während der Oktoberrevolution besuchte man seine Datsche. In Rahmen der Kollektivierung oder Zwangsenteignung brach wirklich eine Leidenszeit für die Datsche an. Der Maler Ilja Repin befand sich gerade auf seiner Datsche, als die Grenzziehung zwischen Russland und Finnland vollzogen wurde. Seine Datsche kam auf finnischem Gebiet zu stehen. Repin zog es vor, in Finnland zu bleiben. Quasi ein Datschen-Emigrant.
Aber die Kollektivierungsversuche auf russischer Seite schlugen letztlich fehl. Schon in den 20er Jahren wurden wieder neue Datschen gebaut. Letztlich diente „Datscha-Land“ auch dazu, wirtschaftliche Fehlentwicklungen in Ernährungsfragen auszugleichen.Die Perestrojka und der zurückgekehrte Kapitalismus lösten den größten Datschenbauboom der Geschichte aus. Das alles wird mit sehr viel Liebe zur Natur und auch zum jeweiligen „Datschnik“ kenntnisreich beschrieben. Soweit die erste Hälfte des Buches.
Die zweite Hälfte ist das Lesebuch „Auf der Datsche“. Es enthält die schönsten Datscha-Texte aus zwei Jahrhunderten von Puschkin, Tschechow, Sostschenko und Tatjana Tolstaja und vielen anderen mehr. Und uns wird klar, welch hohen Stellenwert die Datsche als Dreh- und Angelpunkt der russischen Literatur, des russischen Lebens, ja der russischen Seele hat.
Ach, keinen Neid! Es ist ja nicht so, dass wir in Deutschland in den Ferien oder am Wochenende keinen Hang zur Natur haben. Nur heißt es bei uns eben Wochenendgrundstück oder Schrebergarten.
Rumjanzewa, Marina: Auf der Datscha – eine kleine Kulturgeschichte und ein Lesebuch. Zürich, Dörlemann 2009. 3 Bde., SchA4, kzp.98 und rR, 36 Euro, BNV 7142, BNA 16417

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Schneider, Rolf: »Das Mittelalter« (Braillebuch)

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt in Leipzig. Hinter dem alten Rathaus auf dem Naschmarkt verkaufen Budenbetreiber in grob gewebten Umhängen, egal ob grün oder rot alles irgendwie erdfarben und gern auch mehrfach übereinander geschichtet, aus kleinen nachempfundenen Fachwerkbuden heraus Fladenbrot, Fleischspieße und heißen Met. Eine für uns heute hübsche Kulisse im sonstigen Industrie-Einerlei. Aber was ist wirklich Mittelalter? Welchen Zeitraum der Entwicklung umfasst der Begriff genau? Gab es bedeutende Köpfe und leuchtende Ereignisse im als dunkel und finster bezeichneten Zeitalter?
Für den Leser leicht verständlich betrachtet Rolf Schneider die Zeit zwischen dem Zerfall des Römischen Reiches und der Völkerwanderung bis kurz vor dem Auftauchen Martin Luthers in der Geschichte. Der Betrachtung werden Kriege, Religionen, künstlerische Leistungen, das Leben der Herrschenden, aber auch der gelebte Alltag - vor allem in Mitteleuropa - unterzogen. Ost- und Südeuropa werden nur beiläufig erwähnt. Asien, Afrika oder Lateinamerika, die zeitgleich eine ganz andere Entwicklung nehmen, bleiben außen vor.
Neben dem offiziellen Mittelalter erfährt der Leser aber auch etwas über die Weltsicht, das »Ich – Bewusstsein«, über Ängste, Träume und Hoffnungen der europäischen Einwohner verschiedenster Stände und Stellungen. Welches Lebensgefühl hatten die Zeitgenossen Karls des Großen oder Störtebeker oder die der Medicis? Nach dieser Lektüre steht der Leser ganz anders auf dem Mittelaltermarkt und lässt sich sein Fladenbrot mit Schmand schmecken.
[Rolf Schneider : Das Mittelalter | Berlin : Rowohlt Berlin, 2009 | 3 Bde., SchA4, kzp.98rR, 36,00 €, BNV 7146, BNA 16377]

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Schnierle-Lutz, Herbert : »Alles ginge besser, wenn man mehr ginge«: Lob des Gehens und des Wanderns (Braillebuch)

Der Titel klingt wie der witzige Slogan einer witzigen Werbeagentur. Dem ist aber nicht so. Der Satz stammt von Johann Gottfried Seume. Vielleicht geprägt auf seinem heute noch oft gelesenen »Spaziergang nach Syrakus«. Aber der Spätaufklärer aus Sachsen und Goethe-Zeitgenosse spazierte mal eben auch von Leipzig nach Sizilien, Rom, Paris oder auch Moskau. Na gut, könnte man sagen, damals gab es noch keine Fahrräder, Autos oder flächendeckenden Schienenverkehr. Seume musste laufen. Es blieb ihm nichts anderes übrig.
Bedenke ich aber unsere autoverstopfte, luftverpestete Welt, bedenke ich weiter die Zunahme von Fettleibigkeit, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Depressionen, ist es vielleicht heute noch dringender als damals angeraten zu gehen, zu laufen, zu wandern, zu spazieren. Heutzutage werden wir bewegt von Flugzeug, Auto und Fahrstuhl. Und wir lassen uns auf der Couch vorm Fernseher bewegen. Alles nicht sehr aktiv. Also raus an die frische Herbstluft! Freuen wir uns auf unerwartete Begegnungen in goldener Oktobersonne. Freuen wir uns an der zunehmenden Leichtgängigkeit unseres Körpers, der doch tatsächlich für diese Fortbewegungsart wie geschaffen scheint.
Und wenn wir nach Hause kommen, lesen wir, dass alles, was in der Weltliteratur Rang und Namen hat, läuft bzw. gelaufen ist – Goethe, Büchner, Dickens, Frisch, Handke. Um nur einige der dreißig Wanderer zu nennen. »Wer gut geht, dem geht’s gut«. Ja, na klar, auch Seume!
[Herausgeber: Herbert Schnierle-Lutz: »Alles ginge besser, wenn man mehr ginge«: Lob des Gehens und des Wanderns | Stuttgart: Hohenheim-Verlag, 2010 | 1 Bd., SchA4, kzp.98, 12,00 €, BNV 7100, BNA 16316 oder 1 Bd., SchA4, vzp.98, 12,00 € BNV 7101, BNA 16315]

Diese Punktschriftbücher in unserem Online-Katalog: BNA 16316, BNA 16315.
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Schwarzbuch [verkannte] Genies: verkannt, vergessen, abgezockt (Braillebuch)

Dieses Buch sollten alle gelesen haben, die bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär?“ mitraten, denn des Öfteren werden dort Fragen nach Menschen gestellt, die verkannt und vergessen sind, eigentlich aber Großes geleistet haben. Geniale Erfinder, Entdecker und Künstler, insgesamt 85 Frauen und Männer sind in dem Buch aufgeführt, deren dramatische, absurde und tragikomische Schicksale erzählt werden. Künstler wie Paul Gauguin, Edgar Allan Poe und Rembrandt van Rijn starben verarmt. Ruhm und Ehre blieben ihnen zu Lebzeiten verwehrt. Ihre Leistung wurde erst posthum geehrt. Oder aber clevere Abzocker brachten die Erfinder um ihr Geld, wie zum Beispiel John Pemberton, den Erfinder der Coca-Cola oder Louis Chevrolet, den Autorennfahrer.
Vergnügliche Lektüre, unterhaltsam und informativ!
Schwarzbuch [verkannte] Genies: verkannt, vergessen, abgezockt
Gütersloh : Wissenmedia, 2011
2 Bände, Kurzschrift, 24,00 €, BNV 8449, BNA 17428

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Seiler, Lutz: Kruso (Braillebuch)

Zwei „Schiffbrüchige“, gestrandete Aussteiger, und die Ostseeinsel Hiddensee in den letzten Jahren der DDR stehen im Mittelpunkt Lutz Seilers Debütroman „Kruso“. Edgar Bendler hat seine Freundin verloren, sein Studium abgebrochen und versucht nun seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Er findet als Tellerwäscher auf Hiddensee eine Arbeit. In der Gaststätte „Zum Klausner“ trifft er auf Saisonkräfte, die wie er das Leben neu ordnen müssen. Mit Kruso, eigentlich Alexander Krusowitsch, verbindet „Ed“ eine ganz besondere Freundschaft. Kruso, der Inselguru, der Chef der Abwäscher, der Gründer der „Freien Republik Hiddensee“, führt Ed in die Rituale der Saisonkräfte ein, die neben ihrer täglichen Arbeit am Tag ein ganz anderes nächtliches Leben führen. Ed bewundert Kruso, der auch sein Beschützer ist. Er unterstützt ihn in seinen Aktionen und gerät dabei selbst in Lebensgefahr.
Eindrucksvoller Roman über eine große Freundschaft in Umbruchszeiten deutsch-deutscher Geschichte, poetisch erzählt, meisterhafte Sprache!

Lutz Seiler: Kruso
Berlin : Suhrkamp, 2014.
5 Bde., Kurzschrift, 60,00 €
BN-Verkauf 8415, BN-Ausleihe 17222

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Sonntag, Jennifer: Liebe mit Laufmaschen (Braillebuch)

Jennifer Sonntag interessiert sich für die Laufmaschen in den Lebensgeschichten der Menschen. Sie spinnt erotische Fäden, nicht um die Laufmasche zu stoppen, sondern auf diesen unerwarteten Riss aufmerksam zu machen. Die Autorin erzählt von obskuren Begebenheiten, skurrilen Situationen, vor allem aber von Menschen, die anders sind – in ihrer Lebensart, in ihren Anschauungen und Sichtweisen. Ihre frivolen Geschichten haben oft einen doppelten Boden und irritieren zum Teil auch durch plötzliche Wendungen. Da verliert eine Frau immer wieder ganz subtil ihren Slip auf der Straße – aus Leidenschaft. Oder eine Sehende lebt ihre erotischen Träume als Blinde aus. Am Ende überrascht den Leser oft eine unvermutete, originelle Pointe.
Die Ich-Erzählerinnen leben ihre extravaganten Vorlieben im realen Leben selbstbewusst aus, andere wiederum sehnen sich in ihren erotischen Träumen nach Leidenschaft und Lust: Eine Frau befreit sich mit ihrer Lust von inneren Zwängen, eine andere wiederum hat endlich den Mut, sich ihrer Begierde hinzugeben. Eine Lehrerin träumt vom Sex mit dem Mann ihrer unsympathischen Direktorin und eine andere Frau wird Zeugin einer exzessiven, bizarren Backstage-Party eines alternden Rockstars.
 
Jennifer Sonntag: Liebe mit Laufmaschen
Edition periplaneta, Berlin 2015
2 Bde., Kurzschrift, 24,00 €, BNV 8896
1 Bd. mit CD Audio, Normalschrift, 13,90 €

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Trolle, Schnee und Saunakult : skandinavische Lebensarten (Braillebuch)

Die Lesereise führt uns in Europas hohen Norden und macht uns mit skandinavischen Lebensarten, Lebensgewohnheiten und Traditionen bekannt. Hier debattieren erwachsene Männer mit Hingabe darüber, wo genau der Weihnachtsmann herkommt. Hier brutzeln in der Sauna die Würstchen am heißen Stein vor sich hin und wird gern mal ein kühles Bier getrunken. So sind die Skandinavier eben ─  der Finne, die Schwedin, der Däne und die Norwegerin. Die Reise zeigt uns aber auch die Naturschönheiten der skandinavischen Länder: einsame Hütten in den tiefen Wäldern, den Zauber der nordischen Nächte, Abenteuer unter freiem Himmel in Lappland. Der Leser erfährt mehr von der norwegischen Königsfamilie, von den Besonderheiten der Finnen und ihrem Saunakult und von dem einzigartigen Genuss eines dänischen Hotdog.
 
Interessante Lesereise, die den facettenreichen Norden Europas widerspiegelt.
Wien : Picus-Verlag, 2009
2 Bände, Kurzschrift, 24,00 €, BNV 6983, BNA 16161

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Walker, Martin: Schwarze Diamanten (Braillebuch)

Der dritte Fall für Bruno, Chef de police
Bruno Courrèges’ dritter Fall beginnt ganz harmlos und hat mit der kulinarischen Spezialität des Périgord zu tun – den schwarzen Trüffeln. Wie schwarze Diamanten liegen sie tief vergraben unter alten Eichen und sind, so erfährt man im Buch, eher mit Hunden als mit Trüffelschweinen zu finden. Als Bruno von seinem alten Jagdfreund und Trüffelfachmann Hercule erfährt, dass die heimischen Trüffel mit billigen chinesischen Trüffeln verschnitten werden, und sein Freund wenig später bestialisch ermordet wird, muss der Chef de police tief in der Vergangenheit und Geschichte Frankreichs graben. Bei seinen Recherchen entdeckt er, dass Hercule in Indochina und Algerien als Geheimagent für die Franzosen tätig war. Dort kämpfte er an der Seite der Vietnamesen. Doch Hercule hatte auch nach dem Krieg viele Verbindungen zur vietnamesischen Mafia und zu kriminellen Chinesen. Bei seinen Ermittlungen gerät Bruno immer mehr zwischen die Fronten eines brutalen Machtkampfes um Drogenhandel, Menschenschmuggel und Schutzgelderpressung.
Ein packender politischer Krimi, rasant und fesselnd geschrieben!
Walker, Martin: Schwarze Diamanten der dritte Fall für Bruno, Chef de police
4 Bde., Kurzschrift, 48,00 €,
BN-Verkauf 8382, BN-Ausleihe 17239

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Wendeberg, Annelie: Teufelsgrinsen: ein Fall für Anna Kronberg (Braillebuch)

Das Buch ist definitiv keine weitere Adaption der vielen Sherlock Holmes-Kriminalromane. Die Autorin hat sich an den originalen Sherlock Holmes gehalten und lässt die Handlung auch in seinem Umfeld spielen, dem viktorianischen England Ende des 19. Jahrhundert. Hauptsächlich geht es aber um Dr. Anton Kronberg, alias Anna Kronberg, der  in London als Bakteriologe im Guys Hospital arbeitet. Als er zur Aufklärung eines Mordfalls hinzugezogen wird, begegnet er zum ersten Mal Sherlock Holmes.  Kronberg findet heraus, dass der Tote absichtlich mit tödlichen Bakterien infiziert wurde. Gemeinsam kommen sie einem scheußlichen Verbrechen auf die Spur.
 
Spannender historischer Krimi, auf dessen Fortsetzung man sich freuen kann! 
 
Wendeberg, Annelie:Teufelsgrinsen: ein Fall für Anna Kronberg
Köln: Kiepenheuer und Witsch, 2014
2 Bände, Kurzschrift, 24,00 €, BNV 8383, BNA 17271

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Wnuk, Oliver: Luftholen (Braillebuch)

Im Leben des Bademeisters Josch ist so einiges schiefgelaufen: Seine Frau und sein Sohn haben ihn verlassen, er ist hoch verschuldet. Im Leben richtig Halt gefunden hat der Mittdreißiger nur am Beckenrand. Auch wenn er tagaus tagein den gleichen Trott als Bademeister erlebt, hier weiß er, was zu tun ist. Als er sich für den Tod eines 14-jährigen Mädchens im Schwimmbecken verantwortlich fühlt, flieht er aus der Stadt, um Luft zu holen und sein Leben neu zu ordnen. Er begegnet der lebensfrohen, blinden Maria …
Eine spannende und zugleich berührende Geschichte mit Tiefgang, authentisch geschrieben, mit lebendigen Dialogen. Regt zum Nachdenken an!
 
Wnuk, Oliver: Luftholen
Frankfurt am Main: Krüger, 2013
7 Hefte, Kurzschrift, BN-Verkauf 8511, 16,10 €
 

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Zschokke, Matthias: »Auf Reisen« (Braillebuch)

Für Leser, die es weiter in die Ferne hinauszieht, empfehle ich das Reisebuch von Matthias Zschokke. Neben europäischen Metropolen und ein paar verführerischen Landschaften besuchen wir mehrfach New York und machen auch einen Abstecher in die arabische Welt. Bemerkenswert ist an diesem Buch aber die vermittelte Reisephilosophie.
Jeder kennt die Situation: Als Tourist mit begrenztem zeitlichen wie finanziellen Budget in einer völlig unbekannten Stadt, von der man aber theoretisch alles weiß, ist man immer am falschen Ort. Die schönste Stelle in der Stadt ist immer dort, wo die anderen gerade sind: die Eingeborenen, die die sich auskennen, die die sich alles leisten können. Stress stellt sich ein.
Erster Rat des Autors: Nirgends in dieser Stadt ist es besser, als da, wo ich jetzt gerade bin. Und sofort macht sich Entspannung breit, die man braucht, um eine neue Umgebung in sich aufnehmen zu können. »Dann fängt die Stadt an, sich zu entfalten.«
Und auch von der Abarbeitung eines Tagespensums, das unbedingt bewältigt werden muß, sollte der Reisende Abstand nehmen. Das führt nur zu Enttäuschung und Frustration. Auf diese Weise erschließt sich einem klugen Menschen kein fremdes Terrain. Tja, auch Reisen im Urlaub will gelernt sein.
Eine Verführung, aber auch Anleitung zum Reisen, damit nicht nur von Orten, Köstlichkeiten und unerwarteten Ereignissen einer Reise geredet wird!
[Matthias Zschokke : Auf Reisen | Ammann Verlag & Co. | Zürich | 3 Bde., SchA4, kzp.98, 36,00 €, BNV 7042, BNA 16328]

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Top 5 Belletristik (Ausleihe)

Hörbuch

1 Jussi Adler-Olsen: Takeover H037764 2 Charlotte Link: Die Entscheidung H037755 3Iny Lorentz: Die Wanderapothekerin H032691 4 Nele Neuhaus: Im Wald H038585 5Joanne K. Rowling: Harry Potter und das verwunschene Kind: Teil 1und 2. H037040

Braillebuch

1 Ludwig Ganghofer: Das brennende Tal 017533 2 Jennifer Sonntag: Liebe mit Laufmaschen 017536 3 Jojo Moyes: Über uns der Himmel, unter uns das Meer 018116 4 Håkan Nesser: Die Lebenden und Toten von Winsford 018054 5 Chris Womersley: Beraubt 017874

Buchtipps von Lesern

Wer liest, kann andere auf Bücher neugierig machen!