Deutsche Zentralbücherei für Blinde

»Literaturtreff«

Eine Empfehlung für alle Freunde der schönen Literatur!

Die im Abonnement wöchentlich in Blindenkurzschrift erscheinende Zeitschrift »Literaturtreff« stellt ausgewählte Romane und Erzählungen namhafter in- und ausländischer Autoren in Fortsetzungen vor.

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Bücherauswahl 2018

(Wir behalten uns Änderungen vor.)

Emmanuelle Pirotte: Heute leben wir
S. Fischer, 2017
Die Handlung von "Heute leben wir" setzt 1944 im Kriegswinter ein. Das jüdische Mädchen Renée fällt zwei Deutschen in die Hände, die sich als Amerikaner verkleidet haben. Emmanuelle Pirotte erzählt von der Verrohung der Menschen durch den Krieg und davon, dass Menschlichkeit manchmal ausgerechnet dort zu finden ist, wo man sie am wenigsten erwartet.

Anthony McCarten: Licht
Diogenes, 2017
Thomas Edison ist weltweit als Erfinder der Glühbirne bekannt. Mit ihm und dem Bankier J. P. Morgan inszeniert Anthony McCarten in seinem Roman »Licht« die Geschichte des Zusammentreffens von zwei sehr unterschiedlichen Männern. Während J. P. Morgan aus der Beziehung als reichster Mann der Welt hervorgeht, lässt sich der Erfinder der Glühbirne von der schillernden Welt Morgans verführen und setzt nicht nur seine Erfindungskraft, sondern auch seine Liebe und sein Seelenheil aufs Spiel.

Isabelle Autissier: Herz auf Eis
Mare, 2017
Isabelle Autissier ist eine bekannte Seglerin. In ihrem Roman lässt sie ein Paar – sie Steuerbeamtin, er Kommunikationswissenschaftler – auf einer einsamen Insel stranden. Was als kleiner Ausbruch aus dem Alltagsleben moderner Großstädter gedacht war, mündet in einen existenziellen Kampf gegen Hunger und Kälte. Dabei die Würde, die Liebe und das Menschsein zu bewahren, ist allerdings nicht leicht.

Alina Herbing: Niemand ist bei den Kälbern
Arche, 2017
Der Roman führt auf ein winziges Dorf in Nordwestmecklenburg. Die Aufbruchsstimmung der Nachwendejahre ist längst dahin, Christin lebt mit ihrem Freund Jan und dessen Vater auf dem Bauernhof. Die Tage verbringt sie mit Melken, Mähen und Männer Bekochen. Sie hasst das. Sie liebt Schminke, Frauenzeitschriften und schicke Klamotten. Aber dafür ist hier kein Platz. Alina Herbing erzählt vom Landleben, wie es wirklich ist, von einer Jugend ohne Zukunft und einer vergessenen Region.

Vincent Almendros: Ein Sommer
Berlin : Wagenbach, 2017
Es wird sommerlich. Pierre erhält von seinem Bruder Jean und dessen Frau die Einladung zu einem Segeltörn vor der Küste Neapels. Er kommt in Begleitung seiner Freundin zum Hafen und ahnt, dass ihn alles andere als ein harmloser Ausflug erwartet. Seine Affäre mit der Gattin des großen Bruders ist zwar schon einige Jahre her und fast vergessen, aber auf dem kleinen Boot vor der Kulisse von Capri kann man sich ja kaum aus dem Weg gehen … Der Roman wurde mit dem Prix Françoise Sagan ausgezeichnet.

Alfred Hayes: Alles für ein bisschen Ruhm
Nagel und Kimche, 2016
In "Alles für ein bisschen Ruhm" hält Autor Alfred Hayes (1911-1985) der hysterischen, verlogenen Filmwelt ihre mitleidlose Realität entgegen: Auf einer Party am Strand Hollywoods rettet ein Mann eine junge Frau vor dem Ertrinken. Er arbeitet erfolgreich für die Studios, hat eine Ehefrau in New York, aber zufrieden ist er nicht. Die junge hübsche Gerettete, ein Mädchen vom Land, träumt von einer Karriere als Schauspielerin, scheiterte bisher immer schon beim Vorsprechen und es kommt, wie es kommen muss ….

James Lloyd Carr: Ein Monat auf dem Land
DuMont, 2016
Als ein moderner Klassiker der englischen Literatur gilt der Roman von James Lloyd Carr (1912-1994). Im Sommer 1920 kommt ein Londoner ins nordenglische Oxgodby. Tom Birkin ist der Restaurator, der das mittelalterliche Wandgemälde in der örtlichen Kirche freilegen soll. Als traumatisierter Veteran des I. Weltkriegs wurde er von seiner Frau verlassen und hofft nun, in der Ruhe und Einfachheit Yorkshires zu gesunden. Und tatsächlich: Langsam gelingt es ihm, sich der Welt um sich herum zu öffnen, vielleicht sogar der Liebe …

Ismail Kadare: Die Pyramide
S. Fischer, 2014
Weiter zurück in die Vergangenheit führt der historische Roman "Die Pyramide". Der albanische Schriftsteller erzählt von der Errichtung der gewaltigen Cheops-Pyramide und entwickelt in mehreren Erzählsträngen eine vielsagende politische Parabel von der Brutalität des Despotismus und die Erfahrung totalitärer Herrschaft.

Kent Haruf: Unsere Seelen bei Nacht
Diogenes, 2017
Der amerikanische Autor erzählt eine ganz besondere Geschichte: In einer Kleinstadt in Colorado klingelt eines Tages Addie, eine Witwe von 70 Jahren, bei ihrem Nachbarn Louis, der seit dem Tod seiner Frau ebenfalls allein lebt. Sie macht ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag: Ob er nicht ab und zu bei ihr übernachten möchte? Louis lässt sich darauf ein. Und so liegen sie Nacht für Nacht nebeneinander und erzählen sich ihre Leben. Doch ihre Beziehung weckt in dem Städtchen Argwohn und Missgunst …

Ralf Günther: Das Weihnachtsmarktwunder
Kindler, 2015
Der Roman erzählt vom 15-jährigen Martin, der noch nie einen Fuß aus seinem Dorf im Erzgebirge gesetzt hat und sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit seinem Schlitten ganz allein auf den verschneiten Weg nach Dresden macht, um Holztiere auf dem Striezelmarkt zu verkaufen. In Dresden angekommen, erkennt Martin schnell, dass sein Vorhaben nicht so leicht umzusetzen ist. Bald schon glaubt er, unverrichteter Dinge heimkehren zu müssen. - Eine herzerwärmende Geschichte für die ganze Familie. Natürlich werden am Ende die Guten belohnt und die Bösen bestraft, sonst wäre es ja kein richtiges Weihnachtsmärchen.

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