Deutsche Zentralbücherei für Blinde

Projekt »Leibniz« (2009-2012)

Sach- und Fachbuchaufbereitung für blinde und sehbehinderte Menschen

Von 2009 bis 2012 wurde in der DZB mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) das Projekt »Leibniz« durchgeführt. Im Fokus des Projektes stand die Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen im beruflichen und akademischen Umfeld.

Aufgabe des Projektes war es, leistungsstarke IT-Verfahren für individuelle Übertragungsdienstleistungen von Sach- und Fachbüchern für blinde und sehbehinderte Menschen zu entwickeln. Es wurde eine Software hergestellt, die in der Lage ist, Text, Bilder, Diagramme, Tabellen - also auch graphische Details - automatisiert und effektiv zu übertragen. So können effektive Arbeitsabläufe zur Aufbereitung gedruckter Publikationen in sehbehindertengerechten Formaten gestaltet werden. Überdies wird der Zugang zu Bibliotheksausleihangeboten und -dienstleistungen für blinde und sehbehinderte Nutzer in den geeigneten Formaten Braille, DAISY und Großdruck forciert. Verschiedene Partner aus der kommerziellen Verlagsbranche unterstützten die DZB bei Testverfahren oder tauschten Erfahrungen auf dem Gebiet Barrierefreiheit aus. Die Zusammenarbeit mit der Branchenplattform »Libreka« war eine der ersten Ideen, um den Transfer bereits digitalisierter Publikationen zu erleichtern und zeitnah sicherzustellen. Die Einbindung der Projektergebnisse von Leibniz in bestehende nationale und internationale Aktivitäten zielt schließlich auf die Realisierung der Vision einer globalen Bibliothek für Menschen, die gedruckte Informationen nicht lesen können.

120 Jahre DZB

Am 12. November 1894 wurde die Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB) gegründet. Damals wie heute versorgt sie blinde und sehbehinderte Menschen mit Braille- und Hörbüchern, Reliefs, Logo Lesende Hände Zeitschriften und Musikalien.
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