Deutsche Zentralbücherei für Blinde

Herstellung eines Braillebuches

Die DZB produziert jährlich ca. 180 Titel in Brailleschrift. Außer Büchern werden Zeitschriften, Kalender, Glückwunschkarten, geografische Karten und Notenwerke in Brailleschrift hergestellt.

Folgende Tätigkeiten sind für die Herstellung notwendig:

Texterfassung und Übertragung

Übertragung am Computer

Liegt der Originaltext des Buches nicht in elektronischer Form vor, muss er eingescannt werden. Bevor die Übertragung erfolgt, legt man Struktur und Layout des Textes fest. Mithilfe einer speziell für die Blindenschriftherstellung entwickelten Software wird der Originaltext in Brailleschrift übersetzt. Nach der Übertragung erfolgt ein Probeausdruck für die Korrektur.

Korrektur

lesende Hände

Das Korrekturlesen wird immer gemeinsam von einem blinden und einem sehenden Mitarbeiter durchgeführt. Dabei werden die Schwarzdruckvorlagen mit den Korrekturausdrucken in Blindenschrift genau verglichen. Die Korrekturleser kennzeichnen die Fehler, die der Übertrager später korrigiert.

Punzieren und Drucken

Punzierkopf auf Zinkblech Druckautomat

Beim Punzieren werden Druckvorlagen aus Zinkblech erstellt. Das heißt : Der korrigierte Text, der nun elektronisch in Blindenschrift vorliegt, wird in die Zinkblechplatten geprägt. Der eigentliche Druck auf Papier erfolgt mithilfe von Druckmaschinen, in welche die Zinkblechplatten gespannt werden. Die gedruckten Bögen werden gesammelt und an die Buchbinderei weitergegeben.
Der Text kann auch sofort über einen Schnelldrucker auf Papier gedruckt werden. Der Druck über die Zinkblechplatte hat jedoch eine bessere Qualität und ist länger lesbar, aber auch aufwändiger und kostenintensiver. Jährlich benötigt die DZB ca. 32.000 t Papier für Bücher und Zeitschriften.

Buchbinden

Heftmaschine Ganzleinen für Buchrücken

In der Buchbinderei bekommen die Bücher ihre endgültige Gestalt. Die einzelnen Lagen werden geheftet und gebunden. Sie erhalten Buchdeckel, Buchrücken und Beschriftungen in Braille- und Schwarzschrift.

120 Jahre DZB

Am 12. November 1894 wurde die Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB) gegründet. Damals wie heute versorgt sie blinde und sehbehinderte Menschen mit Braille- und Hörbüchern, Reliefs, Logo Lesende Hände Zeitschriften und Musikalien.
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