DZB - NACHRICHTEN
 

 

 

 

 


Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 1/2002    Januar/Februar    12. Jahrgang

 


 

Inhalt

 

Willkommen im Euroland. 1

Unsere Postecke. 2

Einblicke. 2

Aura-Pension "Villa Rochsburg"2

Die Kramkiste. 4

Isabel Allende: »Eva Luna«. 4

Uwe Berger: »Das Verhängnis oder die Liebe des Paul Fleming«  5

Das Autorenporträt:5

Stefan Heym (1913-2001)5

Bücher des Jahrhunderts. 8

Aldous Huxley: Schöne neue Welt8

LOUIS. 9

Handy mit Sprachausgabe - Telefoneinstellungen, SMS und vieles mehr auch durch Blinde nutzbar9

Info-Service. 11

Neuer Redakteur der "Schachbrücke"11

Neu bei "Braille-Radio"11

Hörbuch hautnah. 11

Tag der offenen Tür11

Buchmesse. 12

D-Mark in Euro umrechnen und umgekehrt12

Öffentlicher Nahverkehr auf CD-ROM. 12

Jahresbestseller 2001. 12

Hardcover Belletristik12

Hardcover Sachbuch. 13

Taschenbuch Belletristik13

Taschenbuch Sachbuch. 13

Impressum.. 14

 

 

Willkommen im Euroland

von Dr. Thomas Kahlisch

 

Liebe Leserin, lieber Leser, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DZB wünschen Ihnen und ihren Angehörigen ein frohes, gesundes und erfolgreiches 2002! Das Thema des DZB- Wandkalenders "Brücken", die Menschen miteinander verbinden, möge zum Motto des neuen Jahres werden und zu Frieden und Sicherheit auf der Erde etwas beitragen.

 

Das neue Bargeld beschäftigt die Menschen in der EU. Auch in der DZB ist die Euroumstellung abgeschlossen. Im vergangenen Jahr haben steigende Materialkosten, allein der Einkaufspreis für Papier ist um 23 % gestiegen, zu Preisanpassungen bei unseren Produkten geführt. Ähnliches kann in der Zukunft zwar nicht ausgeschlossen werden. Jedoch erfolgte die Euroeinführung bei ausgewogener Rundung und klarer Anwendung des Umtauschsatzes, also ohne schleichende Erhöhung. Über die stabilen Europreise unserer Zeitschriften haben wir Sie ja in den vergangenen Ausgaben bereits informiert.

 

Neben der Herstellung unseres reichhaltigen Zeitschriftenangebotes hat sich die DZB viel vorgenommen. Im Bereich der Bibliothek sind wir dabei, die Weichen in Richtung digitales Hörbuch zu stellen. Keine Angst, der Verleih unserer DAISY-Bücher wird parallel zu den Audiokassetten erfolgen und zu einem zusätzlichen Angebot unseres Hauses führen. Seien Sie gespannt, was in Studio und Bibliothek derzeit ausgetüftelt wird.

 

Auch die Pläne der Blindenschriftherstellung sind reichlich gefüllt. Ein besonderes Highlight dürfte "Der Herr der Ringe" von J. R. R. Tolkien sein. Dieses Meisterwerk der Fantasy-Literatur, in Schwarzschrift mehr als 1300 Seiten, erscheint in neuer Übersetzung, Rechtschreibung und Blindenkurzschrift. Freuen Sie sich auf die Abenteuer in Mittelerde und den Sieg des Guten über das Böse. Ein Sieg der nicht durch das Schwert der Macht, sondern die Mühen der kleinen Leute zu erringen ist. Leider ging diese Aussage des Meisterwerkes in Teil eins "Die Gefährten" der effektreichen und aktionsgeladenen Kinofassung etwas verloren. Wie gut, dass es Bücher gibt.

 

In der Reliefherstellung wird weiter an Karten für den Europaatlas gearbeitet, hier sind derzeit 13 verschiedene Länder in Vorbereitung. Zur Buchmesse werden z.B. Frankreich und Dänemark vorgestellt. Darüber hinaus sind der Wandkalender 2003 und zwei neue Reliefbilderbücher für Kinder im Plan. Die Kolleginnen und Kollegen sind dabei, völlig neue computergestützte Arbeitstechniken für Reliefentwurf und –herstellung zu entwickeln. Dank der umfangreichen Spenden unserer Leser konnten im Dezember leistungsfähige Workstations, moderne Software und ein Schneidplotter angeschafft werden. Auf der letzten Infokassette stellten wir ihnen unser Projekt MUSTER "Modellierungs- und Schneide-Technik zur effektiven Reliefherstellung" vor. Ihren finanziellen Zuwendungen ist es zu verdanken, dass diese erhebliche Investition realisiert werden konnte. Vielen Dank dafür.

 

Am 6. Januar jährt sich zum 150. mal der Todestag von Louis Braille. Ein Anlass für angemessene Öffentlichkeitsarbeit. Auf der Leipziger Buchmesse, vom 21. bis 24. März 2002, präsentiert sich die DZB auf einem erheblich vergrößerten Stand. Gezeigt wird neben unseren Produkten, wie ein Buch in Blindenschrift entsteht und welchen großen Stellenwert die 6 tastbaren Punkte für blinde Menschen im Computerzeitalter einnehmen. Besuchen Sie unseren Stand. Vom 8. bis 11. April 2002 können sie "Hörbuch hautnah", eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem sächsischen Blinden- und Sehbehindertenverband, erleben. Mehr Informationen dazu und zu unseren zwei Tagen der offenen Tür erfahren Sie im Infoservice dieser Ausgabe.

 

Nun aber viel Spaß beim Lesen der Literatur aus "Ihrer DZB", die sich auch in diesem Jahr ganz Ohr und zum Greifen nah präsentieren wird.

Unsere Postecke

Die Veröffentlichungen sind nicht zwangsläufig identisch mit der Redaktionsmeinung. Aus redaktionellen Gründen müssen wir uns Kürzungen vorbehalten. Wenn Sie keine Veröffentlichung wünschen, vermerken Sie dies bitte.

 

"(...) seit ich die DZB-Nachrichten erhalte, stelle ich erfreulicherweise fest, dass sich die Leserbezogenheit verbessert hat (...) Ich bin nach einer Makula-Operation am sogenannten Cjarles-Bonnet-Syndrom (auch als Halluzination benannt) erkrankt. Für telefonische Kontaktaufnahme mit Leidensgenossen (Tel.: 0 36 41 - 44 23 09) oder schriftlich (Hennig, Wiegelstraße 7, 07743 Jena) wäre ich dankbar (...)."

[Dr. A. Hennig, Jena]

 

Einblicke

Aura-Pension "Villa Rochsburg"

Die Aura-Pension "Villa Rochsburg", die Begegnungs-, Beratungs-, Bildungs- und Erholungsstätte des Blinden-und-Sehbehinderten-Verbandes Sachsen e. V. (BSVS) lädt nach ihrer umfassenden Sanierung und Modernisierung und Wiedereröffnung am 19. November 2001 zu vielfältigen Veranstaltungen und Aufenthalten ein. Doch lassen wir das Team aus Rochsburg selbst zu Wort kommen:

 

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr herzlich laden wir Sie in unsere gemütliche Aura-Pension "Villa Rochsburg" ein! Fühlen Sie sich bei uns ganz zu Hause und gestalten Sie Ihren Urlaub mit unseren Angeboten oder auch ohne diese nach Ihren Wünschen selbst.

Wenn Sie sich einfach in aller Beschaulichkeit entspannen und erholen wollen, sind Sie bei uns vollkommen richtig. Unsere Villa liegt in ruhiger Umgebung mitten im sächsischen "Tal der Burgen" zwischen Chemnitz und Leipzig. Wer an Geschichte interessiert ist, kann hier manche Entdeckung machen. Unsere reizvolle sächsische Landschaft ist für alle Wanderfreunde ein wahres Paradies. Und wer auch im Urlaub die Großstadt nicht völlig missen will, kann sich unseren Ausflügen nach Chemnitz, Dresden oder Leipzig anschließen.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, unsere thematischen Urlaubsaufenthalte zu buchen, bei denen Sie sich z.B. unter dem Motto "Winnetou in Sachsen" auf die Spuren Karl Mays begeben können (fordern Sie unser spezielles Angebot an).

Ob Sie's nun ruhig angehen lassen oder möglichst viel erleben möchten - während Ihres gesamten Aufenthalts bei uns wollen wir Sie mit gediegener sächsischer Hausmannskost verwöhnen und bei vielfältigen kleinen Geselligkeiten in der Villa unterhalten und fröhlich stimmen.

Für die Vor- und Nachsaison (Januar bis April und Mitte Oktober bis Jahresende) haben wir ein breitgefächertes Begegnungs- und Veranstaltungsangebot, das thematisch von der Rehabilitation zur Bewältigung des Alltags über Kultur und Freizeitgestaltung bis zu Weiterbildungsmaßnahmen unserer Fachgruppen reicht.  Auf Wunsch gestalten wir auch gern Ihre persönlichen Feiern mit Verwandten und Bekannten bei uns aus. Wir versorgen Sie nach Ihren Vorgaben mit Speisen und Getränken und vermitteln Ihnen, wenn Sie das möchten, die passende Musik zur Unterhaltung und zum Tanzen. Wir garantieren Ihnen, dass Sie völlig unter sich sind, wenn Ihre Festgesellschaft mindestens fünfzehn Personen umfasst und Sie mehr als eine Übernachtung in unserem Haus buchen.

Besonders freuen wir uns darauf, Gruppen aus unseren Kreisorganisationen, Bezirksgruppen und anderen Verbänden bei uns begrüßen zu können. Es entspricht dem familiären Charakter unseres Hauses, dass auch unsere kleinen Gäste beste Bedingungen für ihren Aufenthalt vorfinden. Rechtzeitige Vorbestellung sichert Ihnen Ihre Plätze!

Das Informations- und Orientierungssystem in unserer Villa und um sie herum ist blinden- und sehbehindertengerecht. Wir haben drei Einbettzimmer (davon ein rollstuhlfahrergerechtes), vier Zweibett- und zwei Dreibettzimmer, die bequem eingerichtet sind und alle über eine Nasszelle (WC, Dusche und Waschbecken), Telefon, Kassetten- und CD-Spieler sowie ein Fernsehgerät verfügen. In drei Zimmern sind Aufbettungen möglich. Unser Speisezimmer ist - wie alle Räume - hell und zweckmäßig gestaltet. In unserem Clubraum und in einer verglasten Veranda (für die Raucher) können sich unsere Gäste zu Gesprächen treffen, Musik hören, in den Büchern unserer reichhaltigen Bücherei schmökern oder Brett- und Kartenspielen frönen. Die im Keller befindliche Lehrküche wird für Hauswirtschaftslehrgänge und Kochkurse genutzt.

Ein Aufzug ermöglicht Rollstuhlfahrern und gehbehinderten Gästen den Zugang zu allen Ebenen des Hauses (außer dem Dachgeschoss). Führhunde sind bei uns willkommen.
Unsere Mitarbeiter und ein ehrenamtlicher Begleitdienst stehen Ihnen bei Spaziergängen, Ausflügen, Einkäufen und Arztbesuchen zur Seite. Der Fahrdienst holt Sie bei Ihrer Anreise vom Bahnhof ab und bringt Sie bei der Heimfahrt wieder dorthin. Unser speziell geschultes Personal ist stets bemüht, Ihnen den Aufenthalt in Rochsburg so angenehm wie möglich zu machen und arbeitet ständig an der Verbesserung der Serviceleistungen. 

Übrigens: Unser Pensionspreis beträgt bei Vollverpflegung 40 Euro pro Tag und Person. Kinder bis drei Jahre wohnen bei uns kostenlos und bis zum vollendeten 12. Lebensjahr zahlen sie nur 50 Prozent.

Auf Ihren Besuch in der Aura-Pension "Villa Rochsburg" freuen sich die Pensionsleiterin und das gesamte Team!

 

Vorhaben für 2002:

- Informationswoche für Neu- und Späterblindete vom 03. bis 09. März

- "Fit in den Frühling - Bewegung, Ernährung, Freizeit" vom 10. bis 15. März

- Seminar zum Zeitmanagement vom 15. bis 17. März

- "Ostern in Rochsburg" vom 28. März bis 07. April

- "Hörbuch hautnah" - eine Veranstaltung mit der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig vom 08. bis 12. April

- Aktivwochenende für Sehbehinderte vom 12. bis 14. April

- Informationswoche für Neu- und Spätsehbehinderte vom 15. bis 19. April

- Weiterbildungsveranstaltung der Fachgruppe "Kommunikations- und kaufmännische Berufe im BSVS" vom 19. bis 21. April

- "Rochsburger Wanderwochen mit Walpurgisnacht und Tanz in den Mai" vom 22. April bis 03. Mai

 

Da sich die meisten Vorhaben noch im Stadium der Planung und Vorabsprache befinden, bleiben Änderungen - auch der Termine - vorbehalten. Dennoch können ab sofort Voranmeldungen abgegeben werden. Frau Weser und Frau Hermann nehmen diese entgegen und geben gern Auskunft über den aktuellen Stand der Vorbereitungen. Sie schicken Ihnen auf Wunsch auch detaillierte Programme der einzelnen Veranstaltungen mit Zeitplan, Preisen usw. zu, sobald diese vorliegen.

 

Auskünfte und Buchung von Plätzen bei:

Aura-Pension "Villa Rochsburg"

Schlossstraße 17

09328 Lunzenau / OT Rochsburg

Tel.: 037383 / 8 34 01
Fax.: 037383 / 8 34 99


Und so kommen Sie zu uns:

- Mit der Bahn fahren Sie bis nach Chemnitz oder aus Richtung Leipzig bis Burgstädt bzw. Narsdorf. Von dort werden Sie dann auf Wunsch abgeholt.

- mit dem Auto fahren Sie entweder auf der Autobahn A4 bis Chemnitz-Nord, von dort auf der B95 in Richtung Leipzig bis Penig und weiter nach Lunzenau/Rochsburg (ist ausgeschildert) oder aus Richtung Leipzig ebenfalls auf der B95 bis Penig.

 

Die Kramkiste

Im Bestand der Bibliothek gekramt

Wir stellen Ihnen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden - zur Erinnerung für die "Alten" und zur Information für die "Jungen". Vorgestellt werden die Titel von unseren Bibliothekaren.

 

Isabel Allende: »Eva Luna«

 empfohlen von Susanne Siems

 

Sie ist die Nichte Salvador Allendes. Auf die Idee für die heutige Kramkiste brachte mich ein Leser, der mich fragte, ob Isabel Allende mit dem 1973 ermordeten chilenischen Präsidenten verwandt ist. Diejenigen von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die den Roman "Das Geisterhaus", übrigens ihren ersten, gelesen haben, werden wissen, welch bedeutende Rolle die politischen Ereignisse in Chile für die südamerikanische Autorin spielen. Das hat sich auch in den nachfolgenden Büchern nicht geändert, sicher auch, weil in den meisten Ländern Südamerikas über Jahrzehnte ein Leben ohne Diktatur und politische Auseinandersetzungen nicht denkbar war und leider oft noch ist.

"Eva Luna" ist der dritte, eher weniger besprochene Roman der Autorin. Für meine Begriffe steht er den beiden vorangegangenen "Das Geisterhaus" und "Von Liebe und Schatten" in nichts nach.

Es ist die Lebensgeschichte einer jungen Frau in den ersten Jahren der Pinochet-Diktatur. Sie wächst bei ihrer Mutter auf, den Vater hat sie nie kennen gelernt. Zunächst bleibt ihr jede Schulbildung versagt, ihr einziger Schatz sind die Geschichten, die sie im Radio hört. Dabei entdeckt sie auch ihr eigenes Talent. Sie ist selbst wie die Scheherezade aus Tausend-und-einer-Nacht. Wenn Eva Geschichten erzählt, vergisst sie Armut und Unzufriedenheit, verzaubert ihre und gleichzeitig die Welt ihrer Zuhörer. Und diese Welt der Zuhörer ist sehr bunt. Aus ihrer Anstellung als Dienstmädchen läuft sie weg, begegnet erstmalig dem Straßenjungen Huberto und landet im Rotlichtmilieu der Stadt. Dort lernt sie endlich Lesen und Schreiben. Nach einer Razzia rausgeflogen, geht sie mit dem arabischen Kaufmann Riad Halabi in dessen Dorf. Eigentlich will sie nichts weiter, als ihre Geschichten erzählen, aber durch die Menschen um sie herum wird sie in die politischen Auseinandersetzungen hineingezogen und beginnt auch, die Notwendigkeit des Widerstandes zu begreifen.

Das persönliche Schicksal einer einfachen, lebenslustigen Frau, verbunden mit den wechselvollen Geschicken des Landes Chile unter der Herrschaft Pinochets, sind die Themen dieses Romans. Eva Luna selbst ist nicht nur so faszinierend wie Scheherezade, auch die Menschen die sie trifft, kommen aus allen Himmelsrichtungen. Da ist der chilenische Straßenjunge und spätere Geruillero Huberto, der in einer deutschen Kolonie aufgewachsene Dokumentarfilmer Rolf Carle oder der arabische Kaufmann. Der Stil Allendes ist klar und gleichzeitig phantastisch unwirklich, so wie das wirkliche Leben und die Geschichten Evas sich ergänzen. An manchen Stellen erinnert das Buch an die großen Romane von Garcia Marquez, der Vorwurf des Abschreibens ließ auch nicht lange auf sich warten. Mag sein, dass dem an manchen Stellen so ist, aber liegt ein ähnlicher Stil bei gleicher Muttersprache und fast identischer Erlebniswelt nicht nahe? Meine Freude am Lesen war jedenfalls keineswegs durch die Nähe zu den Geschichten des großen Kolumbianers beeinträchtigt. Ich schlage Ihnen vor, liebe Leserinnen und Leser - urteilen Sie selbst. Der Titel steht Ihnen in der Punktschriftbibliothek unter der Signatur 7973 in 6 Bänden rkzp. zur Verfügung. Die Hörbuchfassung ist in der DZB von Käthe Koch aufgesprochen und kann unter der Signatur 6880 auf 9 Kassetten ausgeliehen werden.

 

Uwe Berger: »Das Verhängnis oder die Liebe des Paul Fleming«

 empfohlen von Jörg Klemm

 

Die mir vorliegende Ausgabe erschien 1983 im Aufbau-Verlag zu Berlin und Weimar und ist seit 1985 als Hörbuch in der DZB vorhanden.

Der Autor wurde 1928 in Eschwege bei Kassel geboren und trat als Lyriker und Erzähler in Erscheinung. Er verbrachte seine Kindheit in Emden, Augsburg und Berlin, wurde als Oberschüler mit 15 Jahren Flakhelfer und erlebte als Marinesoldat die letzten Monate des Zweiten Weltkrieges, nach 1945 studierte er Germanistik und Kunstwissenschaft in Berlin, arbeitete dann als Redakteur und Verlagslektor, später als freischaffender Schriftsteller und Lektor.

Worum geht es in diesem Buch?

Es ist ein biografischer Roman über den Lyriker Paul Fleming, der 1609 in Hartenstein, Kreis Zwickauer Land, geboren wurde und 1640 in Hamburg starb. Der Roman beginnt in Reval, wo Fleming die schöne Elsabe kennen lernt, die ihn an Rubella, seine große Jugendliebe, erinnert. Als Teilnehmer einer Gesandtschaft reist er für längere Zeit nach Russland und später nach Persien. Dadurch werden die Liebenden getrennt, wie sich später herausstellt: für immer. Doch Fleming schreibt Gedichte - wie stets ...

Die feurige Leidenschaft zu der jungen, ursprünglichen Russin Katja vertieft sein Verständnis für fremde Länder und Kulturen. Besonders diese Zeit wirkt sich auf seine Gedichte aus. Nach Reval zurückgekehrt, trifft er Elsabes Schwester Anna wieder, die ihn noch immer liebt und deren Liebe er nun tief erwidert. Er verlobt sich und geht nach Leiden, um den medizinischen Doktorgrad zu erwerben. Da erkrankt er und stirbt.

In dem biografischen Roman über den großen Lyriker des 17. Jahrhunderts werden auch Einblicke in Streitfragen und Ansichten jener Zeit gegeben. Berger bemüht sich um eigenständige literarische Aufarbeitung des vorhandenen Stoffes. Er vermag allgemein Gültiges und Zeitnahes mit einzubeziehen.

Wen ich nun ein wenig dafür interessieren konnte: Sprecherin Ingeborg Ottmann. 5 Kassetten. Bestellnummer: 6231.

 

Das Autorenporträt:

Stefan Heym (1913-2001)

 von Susanne Siems

 

Vor einiger Zeit erreichte uns die traurige Nachricht, dass der Schriftsteller Stefan Heym im Alter von 88 Jahren gestorben ist. Sicher mag mancher sagen, "Eine schöne Spanne Leben", dennoch kam die Meldung für viele unerwartet. Es gibt wohl Persönlichkeiten, von denen man annimmt, sie bleiben uns ewig, zumal wenn es so unermüdliche, schaffensfreudige Menschen sind, wie Heym einer war. Ein Autorenporträt finden Sie auf den folgenden Seiten. Zunächst möchte ich aber einen langjährigen DZB-Mitarbeiter und begeisterten Leser Stefan Heyms über seine ganz persönlichen Leseerfahrungen mit dem Autor befragen:

S.S.: Heiko, kannst Du Dich erinnern, wann Du zum ersten Mal ein Buch Stefan Heyms gelesen hast und welcher Titel das war?

H. Kampa: Das müsste in der 7. Klasse gewesen sein, als ich bei meiner Mutter die "Kreuzfahrer" aus dem Bücherschrank "stibitzt" habe.

S.S.: Hast Du alle seine Bücher gelesen?

H. Kampa: Leider noch nicht. Die Romane "Lasalle" und "Radek" muss ich noch lesen ebenso wie die biographische Skizze "Pargfrider".

S.S.: Ich habe "Radek" als DZB-Hörbuch gelesen. Mit Hans Lanzke als Sprecher ein wirkliches Vergnügen. Dennoch habe ich nach der Hälfte abgebrochen, da mir das Thema, die Verbannung des Kommunisten Radek durch Stalin, doch etwas zu speziell war. Davon einmal abgesehen - könntest Du Dir vorstellen, die noch "ausstehenden" Titel als Hörbuch zu lesen oder würdest Du die schriftliche Form vorziehen?

H. Kampa: Nein, ich würde durchaus auch mal den "Radek" oder "Pargfrider" als Hörbuch lesen. Mit "Lasalle" ist das schon schwieriger. Der Roman, den Heym wie so viele Bücher zunächst nur in Westdeutschland veröffentlichen konnte, ist ja eher unbekannt und in der DZB nicht als Blindenschrift- oder Hörbuch vorhanden. Da müssten sich die interessierten Leser der DZB-Nachrichten nach München wenden, denn die dortige Hörbücherei hat diesen Titel aufgesprochen. Natürlich können Sie auch bei uns eine Fernleihe beantragen.

Im Übrigen gibt es einige Titel inzwischen auch auf dem kommerziellen Hörbuchmarkt, aber damit habe ich noch keine Erfahrung.

S.S.: Welcher Titel hat Dich besonders beeindruckt und warum?

H. Kampa: Die "Kreuzfahrer von heute" - ein historischer Roman, der die Endphase des 2. Weltkriegs schildert. Beeindruckend für mich ist es, wie Stefan Heym auf über 1000 Seiten die Handlung vielschichtig aber flüssig entwickelt und ohne Spannungsabfall vorantreibt und gleichzeitig eine tiefe Menschlichkeit vermittelt.

S.S.: Heym war ein "Umgetriebener", ein auch gesellschaftlich engagierter Mensch. Hattest Du auch dazu eine Beziehung oder waren es doch vor allem seine Bücher?

H. Kampa: Ich muss sagen, dass mich seine "Tagesarbeit", das Mitwirken am politischen Geschehen, eher weniger berührt hat. Für mich sind vor allem die Bücher beeindruckend, besonders möchte ich hier auch noch mal den "Ahasver"  und "König David Bericht" erwähnen. Für Heym war ja der jüdische Bezug auch immer besonders wichtig.

S.S.: Welches Buch würdest Du für die "Erstbegegnung" mit Heym empfehlen?

H. Kampa: Zum Einstieg würde ich "Schwarzenberg" oder "5 Tage im Juni" empfehlen, für Kinder die Märchen.

S.S.: Welchen Roman würdest Du jetzt unbedingt gern mal wieder lesen?

H. Kampa: Ich habe sie trotz der Länge schon fünf- oder sechsmal gelesen - die "Kreuzfahrer von heute". Ich würde es wieder tun.

S.S.: Kann man Dir noch einen Titel schenken, oder ist Deine Sammlung vollständig?

H. Kampa: Von den knapp 20 Titeln, die auf dem Markt sind, habe ich 8 im eigenen Bücherregal stehen. Aber einmal wird die Sammlung komplett sein!

S.S.: Wir drücken Dir die Daumen, dass bis dahin nicht mehr so viel Zeit vergehen muss.

(Heiko Kampa arbeitet in der Punktschriftbibliothek der DZB und berät Sie sicher besonders gern, wenn Sie mal eine ganz spezielle Frage zu einem Titel von Stefan Heym haben.)

 

Eigentlich könnte man sich biographische Details zum Leben des ostdeutschen Schriftstellers Stefan Heym sparen. Bereits vor 13 Jahren, mit Mitte Siebzig, zog er mit der Autobiographie "Nachruf" ein erstes Resümee seines ereignisreichen Lebens. Aber wer seine Bücher gelesen, sein Engagement verfolgt hat, wird wissen, dass er die Zeit bis zum Jahr 2001 nutzte, um sich weiterhin einzumischen. So erscheint der Ort und die Zeit seines Todes auch irgendwie dazuzugehören. Nach eigenen Aussagen hat Heym Israel sehr geliebt, viele seiner Bücher leben von der jüdischen Tradition, sein anspruchsvollstes Buch hat den ewigen Juden "Ahasver" zum Titelhelden. Auch, dass der streitbare Literat nach einer Rede anlässlich eines Kongresses zum 204. Geburtstag Heinrich Heines verstarb, wirkt wie beabsichtigt. Bereits als Primaner fühlte er sich zu fortschrittlichen Dichtern hingezogen, damals galt seine Vorliebe Erich Kästner. Diese Neigung, ein erstes, in einer Schülerzeitung veröffentlichtes eigenes Gedicht und die Tatsache, dass er Jude ist, bringen dem 1913 in Chemnitz geborenen Helmut Flieg frühzeitig Scherereien mit den Nazis. So beendet er seine Schulzeit nicht wie geplant in Chemnitz, sondern legt in Berlin das Abitur ab. Gleichzeitig mit dem Studium der Fächer Philosophie, Germanistik und Zeitungswissenschaft beginnt er erste Beiträge für Berliner Zeitungen zu veröffentlichen, u. a. auch für Ossietzkys "Weltbühne". Vor den Nazis flieht er bereits 1933 nach Prag, zu diesem Zeitpunkt schreibt er schon unter dem Pseudonym Stefan Heym. Die familiären Dramen, die jede jüdische Familie in der Zeit des deutschen Nationalsozialismus treffen, verschonen auch nicht die Familie Flieg. Der Vater begeht Selbstmord, viele Angehörige sterben in Vernichtungslagern. Helmut Flieg bzw. von nun an Stefan Heym siedelt 1935 in die USA über, wo er bis 1952 eine Heimat finden wird. Eine bewegte Zeit, in der er als amerikanischer Soldat nach Europa zurückkehrt und 1950 den Roman veröffentlicht, der ihm Weltruhm einbrachte - "The crusaders", in der deutschen Übersetzung als "Kreuzfahrer von heute" bekannt. Aber McCarthy’s Politik lässt dem überzeugten Sozialisten in Amerika keine Ruhe. Aus Protest gegen diese Politik und den Korea-Krieg gibt er alle Kriegsauszeichnungen zurück und verlässt 1952 die USA in Richtung Ostberlin. Hier wird er von nun an leben, aber immer als kritischer Betrachter, die DDR ist nach seiner Auffassung ein "Zerrbild der Idee des Sozialismus". Schwierigkeiten lassen auch hier natürlich nicht auf sich warten. Die Ereignisse des 17. Juni 1953 verarbeitet er literarisch. Jahre später wird er diese Fassung des entstandenen Buches als "apologetisch" bezeichnen, aber selbst dass bringt ihm die Kritik Ulbrichts und Honeckers und das Druckverbot für den Titel ein. 1974 erscheint eine stark überarbeitete, kritischere Fassung in der BRD unter dem Titel "5 Tage im Juni". Erst im November 1989 konnten DDR-Leser dieses Buch auf dem eigenen Buchmarkt finden.

Trotz dieser und zahlreicher anderer Schwierigkeiten betont Heym immer wieder, dass er sich als Kritiker, nicht als Gegner des Regimes sieht. Man merkt ihm und seinen Büchern an, dass er die DDR als Lebensort bewusst gewählt hat. Seine eigene Entscheidung ist ihm immer wichtig, er tritt keiner Partei bei. 1976 ist er Mitunterzeichner gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Oft wird er von beiden Seiten angegriffen. 1979 schließt man ihn auch infolge seines Romans „Collin“ aus dem Schriftstellerverband der DDR aus. Die Tatsache, dass er nicht in den Westen geht, wird ihm von einigen als Feigheit ausgelegt und man wirft ihm oft vor, dass er Privilegien genießt, die andere Regimekritiker nicht haben, z. B. die große Wirksamkeit in Westdeutschland. Wo sollte einer, der vom Westen in den Osten kam und dort auch nicht seine Welt findet, aber auch hingehen? Geduldet, bleibt er bis zu deren Ende in der DDR, veröffentlicht, meist zuerst in der BRD, zahlreiche Romane, z. B. "Ahasver", "Schwarzenberg" und die Autobiographie "Nachruf".

Die Wende begrüßt er euphorisch, ist aber nach Maueröffnung sehr schnell desillusioniert und trauert um die verpasste Gelegenheit einer neuen, wirklich sozialistischen Republik. Aber er wäre nicht Stefan Heym, wenn er nicht gesellschaftliche Veränderungen suchen würde. Gemeinsam mit der Schriftstellerin Christa Wolf initiiert er 1990 den Aufruf "Für unser Land" und zählt 1992 zu den Mitbegründern des "Komitees für Gerechtigkeit". Die Erzählung "Auf Sand gebaut" und der Band "Filz: Gedanken über das neueste Deutschland" befassen sich literarisch mit den politischen Ereignissen zu Beginn der 90er Jahre. Der breiten Öffentlichkeit wird Stefan Heym als Politiker 1994 bekannt. Als parteiloser Kandidat, von der PDS aufgestellt, zieht er 1994 in den Bundestag ein und hält im November des gleichen Jahres die Eröffnungsrede als Alterspräsident. Demonstrativ wird ihm von der Mehrheit der CDU/CSU-Fraktion der Applaus versagt. Ein Jahr später legt Heym aus Protest gegen die weitere Diätenerhöhung sein Bundestagsmandat nieder.

Es folgen noch wichtige literarische Werke, neben "Radek" und "Pargfrider" das 2001 auch in der DZB aufgesprochene Buch "Die Architekten" und das für meine Begriffe beste Spätwerk Heyms "Immer sind die Weiber weg".

Nun können wir auf keine neuen Bücher von Stefan Heym mehr warten. Schade! Andererseits ist das, was er hinterlassen hat, so vielfältig, dass es noch lange als Lesestoff reichen wird.

Mir erschien er immer als ein "Heimatloser". An vielen Orten, in vielen Gesellschaften hat er gelebt. Nirgends fand er Ruhe. Vielleicht ist er deshalb für Viele gerade aus dem Osten der Republik eine so wichtige Figur geworden, jemand, dessen Suchen einem vertraut war und noch weiterhin ist.

 

Hier die in der DZB vorhandenen Werke Stefan Heyms:

Im Hörbuch:

Ahasver : Roman. Spr.: Hans Lanzke. 8 Kass. 6721

Der Fall Glasenapp : Roman. Spr.: Wolfgang Dehler. 11 Kass. 882

5 Tage im Juni : Roman. Spr.: Gert Gütschow. 10 Kass. 6870

Immer sind die Weiber weg und andere Weisheiten. Spr.: Volker Lohmann. 2 Kass. 5152

Der König David Bericht : Roman. Spr.: Wolfgang Schmidt. 7 Kass. 3904

Das kosmische Zeitalter : Reportage von den Erbauern des Sputniks. Spr.: Wolf Goette. 3 Kass. 383

Kreuzfahrer von heute : Roman unserer Zeit = "The Crusaders". Spr.: Siegfried Loyda. 27 Kass. 597

Nachruf. Spr.: Gert Gütschow. 30 Kass. 6887

Die Papiere des Andreas Lenz : ein Roman. Spr.: Hans Lanzke. 29 Kass. 1230

Pargfrider : Roman. Spr.: Klaus Zippel/Hans Lanzke. 6 Kass. 5530

Radek : Roman. Spr.: Hans Lanzke. 16 Kass. 2972

Die Schmähschrift oder Königin gegen Defoe : erzählt nach den Aufzeichnungen eines gewissen Josiah Creech. Spr.: Hans Lanzke. 2 Kass. 6249

In Punktschrift:

Ahasver : Roman. 3 Bde., rkzp., BNA 7963

Auf Sand gebaut : 7 Geschichten aus der unmittelbaren Vergangenheit. 1 Bd., rkh., BNA 7696

Die Augen der Vernunft : Roman. 11 Bde., kh., BNA 2366

Casimir und Cymbelinchen : zwei Märchen. 1 Bd., kh., BNA 4416

Collin : Roman. 3 Bde., rkzp., BNA 7623

Der Fall Glasenapp : Roman. 5 Bde., rkzp., BNA 3284

Filz :           Gedanken über das neueste Deutschland. 1 Bd., rkzp., BNA 8294

Goldsborough : Roman. 11 Bde., kh., BNA 2260

Immer sind die Weiber weg : und andere Weisheiten. 1 Bd., rkzp., BNA 8928

Die Kannibalen und andere Erzählungen. 1 Bd., kzp., BNA 747

Der König David Bericht : Roman. 2 Bde., rkzp., BNA 5527

Das kosmische Zeitalter : ein Bericht. 2 Bde., kh., BNA 2698

Kreuzfahrer von heute. 18 Bde., kh., BNA 1713

Die Papiere des Andreas Lenz : ein Roman. Teil I: 9 Bde., kh., BNA 3817. Teil II: 9 Bde., kh., BNA 3818

Schatten und Licht : Geschichten aus einem geteilten Lande. 3 Bde., rkh., BNA 3006

Schwarzenberg : Roman. 4 Bde., rkh., BNA 7752

Bücher des Jahrhunderts

Welche Bücher haben das 20. Jahrhundert am stärksten geprägt? Eine internationale Jury ist dieser Frage nachgegangen. Das Ergebnis wurde im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels veröffentlicht (Petra Gass: Meilensteine. Börsenblatt des Deutschen Buchhandels Nr. 81 vom 12.10.99). Wir nennen Ihnen nacheinander diese Bücher. Titel dieser Liste, die Sie in der DZB ausleihen können, stellen wir Ihnen ausführlicher vor.

 

Wir setzen heute fort mit Position

Nr. 33:

Aldous Huxley: Schöne neue Welt

ausleihbar als Hörbuch, 7 Kass., BN 4639,

in Punktschrift: 3 Bde., rkzp., BNA 7118.

 

Der englische Romanschriftsteller, Essayist und Kulturkritiker Aldous (Leonard) Huxley wurde am 26. 7. 1894 in Godalming/Surrey geboren und starb am 29. 11. 1963 in Hollywood. Er entstammte einer bedeutenden Gelehrtenfamilie, war der Enkel von Thomas Henry H., dem Vorkämpfer der Evolutionslehre, Großneffe von Matthew Arnold. Huxley wurde in Eton erzogen. Ein schweres Augenleiden führte vorübergehend zur Erblindung. Später studierte er in Oxford, wo er dann auch als Dozent für englische Literatur arbeitete.

1919 heiratete er die Belgierin Maria Nys. Nach Kriegsende bis 1921 war Huxley als Journalist und Kunstkritiker tätig, veröffentlichte verschiedene eigene literarische Arbeiten. 1923-30 folgte ein Italienaufenthalt, während dem er Freundschaft mit D. H. Lawrence schloss. 1934 erfolgte eine Reise nach Zentralamerika und 1938 ließ sich Huxley in Kalifornien nieder.

In seinen Essays wie in den Romanen galt Huxley in erster Linie als geistreicher Kulturkritiker und glänzender Stilist. Sein frühes literarisches Schaffen war durch Baudelaire und Anatole France beeinflusst, seine späteren Arbeiten durch den Buddhismus. Die frühen Schriften zeigen ihn als amüsierten Beobachter einer dekadenten Gesellschaft, die er satirisch, oft auch zynisch schildert. In allen späteren Werken sieht Huxley die Lösung des Lebensproblems in mystischer Kontemplation. Er will hinführen zu einem allseitigen Lebensbewusstsein und verfasst auch zwei politisch-wissenschaftliche Utopien von der Herrschaft der Naturwissenschaft und der Welt nach einem Atomkrieg.

 

Der Roman "Schöne neue Welt" (Brave New World) erschien erstmals 1932 in London. Die in ihrer Zynik an Swift und Voltaire erinnernde satirische Anti-Utopie von einer enthumanisierten Menschheit 'im Jahre 632 nach Ford' ist eine Antwort auf H. G. Wells' Fortschrittsoptimismus, Dostojevskijs Legende vom Großinquisitor und die Zukunftsvision in Evgenji Zmajatins "Wir". Mit unheimlicher Logik entwickelt sich das Bild einer erbbiologisch und psychologisch konditionierten, total manipulierten Wohlstandsgesellschaft, deren Axiome Überbevölkerung, Überproduktion und Überkonsum sind. Ford, Freud und Marx sind die heilige Trinität dieser Welt. Angewandte Naturwissenschaft und eine totalitäre Oligarchie haben ein Utopia geschaffen, in dem Menschen nach Rezept und aufs präziseste hierarchisch genormt in Fließband-Retorten gezüchtet werden, und in dem die schrankenlose sexuelle Promiskuität aller Fortpflanzungsaufgaben entledigt und unterschiedslos in dem ansehnlichen Katalog staatlichgarantierter Vergnügen eingeordnet ist. Luxus ist für alle da, Unruhe, Elend und Unsauberkeit sind ausgerottet. Auf der Strecke geblieben sind ferner: Freiheit, Religion, Kunst, Imagination. Synthetisches Glück wird allen gleichermaßen beschert, Individualismus gilt als asozial. Jedes Individuum ist ersetzbar; man stirbt ohne Altersleid und der Toten Asche wird zwecks Neuverwendung chemisch erschlossen.

Das Bild dieser vollkommen 'formierten' Gesellschaft wird von drei rebellischen Außenseitern gestört, die von den Entdeckungsreisenden der utopischen Tradition die romantechnische Funktion des ironischen Perspektivenwechsels übernommen haben: Bernard Marx, der in der Retorte einem Fabrikationsfehler zum Opfer gefallen ist und deshalb 'wie in der guten alten Zeit' lieben möchte; Helmholtz Watson, der wegen seines sträflichen Hanges zum Schreiben ins Exil muss; und ein wider alle Regeln natürlich geborener (aber durchaus nicht 'edler') 'Wilder' aus einem Indianerreservat, der in der besten aller Welten am wenigsten heimisch wird. Von Krankheit geplagt, schmutzig, masochistisch, atavistisch an Gott glaubend und Shakespeare zitierend, begeht er Selbstmord und wird posthum zu einer Touristenattraktion. - 27 Jahre nach dem Erscheinen seiner Zukunftsvision, die zu einem Welterfolg wurde, veröffentlichte Huxley einen Essayband "Dreißig Jahre danach" (Brave New World Revisited); unter dem Eindruck der zweiten industriellen Revolution und der Fortschritte in der Technik der Gehirnwäsche und der psychologischen Manipulation des abendländischen Wohlstandsbürgers durch Massenmedien und Reklame argumentierte er, dass seine grausigen Vorhersagen auf dem bestem Wege seien, sich in einem bescheidenen Bruchteil der veranschlagten Zeitspanne zu verwirklichen.

[Quelle: Digitale Bibliothek Band 13: Wilpert: Lexikon der Weltliteratur. (c) Alfred Kröner Verlag]

 

LOUIS

(Leipziger Online Unterstützungs- und Informationssystem für Sehgeschädigte)

Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander. Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

 

Handy mit Sprachausgabe - Telefoneinstellungen, SMS und vieles mehr auch durch Blinde nutzbar

 von Ulrich Jander

 

Wer Mobilfunktelefone, also Handys, als Blinder nutzt, weiß diese inzwischen recht kleinen Geräte als Hilfsmittel zu schätzen und gleichzeitig zu verfluchen. Es ist sehr schön und oft auch notwendig, fast von überall aus telefonieren zu können. So ein Handy bietet jedoch noch mehr Funktionen, welche meistens entweder über das Display oder umständlich bedient werden; für Blinde schwierig bzw. überhaupt nicht auszuführen. Inzwischen gibt es auf dem Markt einige Lösungswege, von denen ich einen hier kurz vorstellen möchte.

Das Mobiltelefon Typ Nokia Communicator 9110 wurde von der Firma Torsten Brand Software Service zum Sprechen gebracht. Dieses Handy ist sowohl Mobiltelefon als auch persönlicher Assistent, mit dessen Hilfe Termine verwaltet, Verzeichnisse (Adressen- und Telefonverzeichnis z. B.) angelegt, Notizen eingetragen und Faxe verschickt werden können. Auch das World Wide Web, der E-Mail-Verkehr sowie SMS sind nutzbar. Dazu muss man das rechteckige, etwas dick gestaltete Gerät wie ein Etui aufklappen. Nun hat man auf der einen Hälfte die pda-Tastatur (persönlicher digitaler Assistent) mit den gesamten Funktionsmöglichkeiten und auf der anderen Hälfte den Bildschirm mit weiteren sieben Funktionstasten vor sich. Außerdem befindet sich auf der Hälfte mit der pda-Tastatur auch der kleine Lautsprecher, der bei Telefongesprächen zum Freisprechen und sonst bei der Anwendung der möglichen Funktionen als Wiedergabe für die Sprachausgabe genutzt werden kann. Der Nokia Communicator enthält eine zusätzliche Speicherkarte, auf welche die Sprachausgabesoftware "TALX" aufgespielt wird. Diese Software liest den jeweils aktuellen Bildschirminhalt vor und stellt weitere Hilfsfunktionen akustisch zur Verfügung. So kann TALX die jeweils gedrückte Taste benennen bzw. das geschriebene Wort vorlesen; das Datum mit Uhrzeit wird angesagt oder der Status des Gerätes gemeldet (die zur Zeit geöffnete Anwendung, die Uhrzeit, die Empfangsstärke des Mobilfunknetzes und die gegenwärtige Kapazität des Akkus). Der Nokia Communicator in seinen Ausführungen 9110 und 9110I wird komplett mit Hilfe der Tastatur bedient, sodass es in dieser Hinsicht keine Barrieren für blinde Nutzer gibt. Telefonbucheintragungen vornehmen, SMS verschicken und empfangen, sind auch für Blinde am Communicator kein Problem. Die E-Mailfunktionen und das World Wide Web können jedoch nicht mit der internen Sprachausgabe genutzt werden. Hierfür ist die externe Sprachausgabe „Speechbox“ der Firma ETEX erforderlich, die an die serielle Schnittstelle des Nokia angeschlossen wird, über welche auch die Sprachausgabesoftware TALX vom Computer auf das Nokia zu übertragen ist. An diese Schnittstelle des Nokia kann man auch die Braillezeile "Braillewave" der Firma Handytech anschließen und darüber den Bildschirminhalt in Brailleschrift ausgeben lassen. Wenn der Nokia Communicator zugeklappt ist, steht die übliche Handytastatur für die Bedienung des Telefons zur Verfügung. Diese zweite, auf dem Nokia befindliche Tastatur kann von der Sprachausgabesoftware TALX nicht unterstützt werden, sodass die nur darüber bedienbaren Funktionen, wie z. B. der Wechsel des Funknetzbetreibers, meistens ohne sehende Hilfe nicht ausgeführt werden können. Jedoch dürften derartige Funktionen eher selten benötigt werden.

Der Nokia Communicator 9110 bzw. 9110I ist ein handelsübliches Handy mit pda-Teil und somit im Fachhandel erhältlich. Der Preis beträgt ca. 700 €. Da diese Communicator sich in der Auslaufphase befinden, ist es möglich, dass der Preis differieren kann, dass jedoch die Geräte leider nicht mehr überall angeboten werden. Die Firma Torsten Brand Software Service, welche die Software TALX entwickelt und vertreibt, hat bisher auch gebrauchte Nokia Communicator 9110 zu günstigeren Preisen, ca. die Hälfte des Neuwertes, angeboten. Auf dem Markt ist inzwischen auch das Nachfolgemodell: Nokia Communicator 9210. Da dieses Gerät mit dem Betriebssystem Epoc arbeitet, muss TALX daraufhin weiterentwickelt werden. Die voraussichtliche Markteinführung von TALX für den Epoc-Standard ist Ende März 2002. Erkennbar ist bereits, dass weitere künftige Handys, wie z. B. Nokia 7650, das Betriebssystem Epoc einsetzen werden und damit die Sprachausgabesoftware TALX verwendbar ist.

Am Verkaufstisch im Handel verfügt der Nokia Communicator natürlich noch nicht über die Sprachausgabe. TALX muss zusätzlich erworben werden. Es kostet zur Zeit 256 € zuzüglich 16% MwSt. Alle Informationen über die Sprachausgabesoftware TALX bzw. TALX selbst sowie gebrauchte Nokia Communicator erhalten Sie bei:

Firma Torsten Brand Software Service

Wittinger Str. 5

29379 Wittingen

Tel.: (0 58 34) 98 97-0

Fax: (0 58 34) 98 97-14

E-Mail: talx@tbss.de

Internet: www.tbss.de.

 

Seit einigen Monaten besitze ich einen Nokia Communicator 9110I mit TALX und bin mit diesen Produkten sehr zufrieden. Für Blinde eröffnet sich hier die Möglichkeit, einen modernen, kleinen Schreibtisch zu haben, den man weitgehend selbstständig verwenden kann.

Wenn Sie Fragen oder Hinweise an mich haben, so stehe ich gern zur Verfügung. Sie erreichen mich unter:

Tel.: (03 41) 71 13-145,

Fax: (03 41) 71 13-125 oder

E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de.

 

Info-Service

 

Neuer Redakteur der "Schachbrücke"

 von Renate Burghardt

 

Mehr als 23 Jahre hat Reinhard Kehl die Zeitschrift geprägt. Er hatte gute Kontakte zu den Schachfreunden und so das richtige Gespür für die Themen. Ob es World-Cup war, Endspieltricks und -tipps, große deutsche Problemmeister, Theorie aktuell oder die beliebte Schachanekdote. Er war immer im Bilde und kannte sich aus. Deshalb hat er uns Standardwerke empfohlen oder selbst Schachliteratur geschrieben. Seine "Praxisnahen Endspielstudien" mit Bauernendspielen, Turmendspielen und Damenendspielen möchten die Kunden in unserem Angebot nicht missen. Ein herzliches Dankeschön für die immer sehr pünktliche und gute Zusammenarbeit an Herrn Kehl. Jetzt hat er den Staffelstab an einen jüngeren Schachliebhaber weitergegeben und war erst beruhigt, als uns Herr Eckhard Kröger seine Nummer 1 für 2002 lieferte. Somit haben Sie liebe Leser der "Schachbrücke" einen nahtlosen Übergang, hoffentlich mit genau so viel Freude an der Zeitschrift.

 

Neu bei "Braille-Radio"

 von Gabriele Schulze

 

Die Zeitschrift mit dem Rundfunkprogramm erscheint wöchentlich in Blindenschrift. Enthalten ist das Programm von 10 Sendern: Deutschlandfunk, Deutschlandradio, MDR Kultur, Radio Kultur, radio 3, WDR 3, Hessen 2, Bayern 2, Bayern 4 und SWR 2. "Braille-Radio" enthält neben der Sendefolge zusätzliche Programminformationen: Berühmte Orchester, bekannte Solisten und ausgezeichnete Konzerte werden genannt. Neu im Programm sind kurze Annotationen zu einigen Hörspielen und Features.

Immer wiederkehrende Sendungen werden in einem Standardprogramm, das Anfang jedes Jahres aktualisiert wird, zusammengefasst.
"Braille-Radio" hat einen Umfang von zwei Heften Kurzschrift, jeweils mit ca. 40 Seiten.
Nutzer einer Braillezeile können diese Kurzschriftfassung auf Diskette erhalten.

 

 

Hörbuch hautnah

 von Susanne Siems

 

Sie wollten schon immer wissen, wie ein Hörbuch oder eine Hörzeitschrift produziert wird? Sie wollten einen Sprecher der DZB oder sogar einen Autor kennen lernen? Das Hörbuch der Zukunft, die DAISY-Welt, finden Sie spannend und erwarten ungeduldig die nächsten Entwicklungen? Dann sollten Sie sich im Frühling 2002 auf den Weg in das sächsische Muldental machen. Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig lädt gemeinsam mit dem Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen zur Veranstaltung "Hörbuch hautnah" in die Aura-Pension "Villa Rochsburg" ein. Termin: 8. bis 12. April 2002. Mitarbeiter aus Studio und Bibliothek werden ihre Tätigkeiten vorstellen, der Direktor der DZB, Dr. Thomas Kahlisch, gibt Auskunft zum aktuellen Stand der DAISY-Bücher. An einem Tag stehen Hörzeitschriften sowohl der DZB als auch der Selbsthilfe im Mittelpunkt.

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter folgender Anschrift in Rochsburg an. Ein genaues Programm wird Ihnen rechtzeitig zugeschickt.

Aura-Pension "Villa Rochsburg"

Schlossstr. 17

09328 Lunzenau/OT Rochsburg

Tel.: (03 73 83) 8 34 01

Fax.: (03 73 83) 8 34 99

 

Tag der offenen Tür

 von Susanne Siems

 

Aufgrund des großen Interesses in den vergangenen Jahren haben wir uns entschlossen, 2002 den "Tag der offenen Tür" zweimal durchzuführen.

Am Dienstag, den 14. Mai 2002 bieten wir vor allem Kreisorganisationen Gelegenheit, unser Haus zu besichtigen und den Mitarbeitern bei der Arbeit über die Schulter zu sehen. Um längere Wartezeiten an diesem Tag zu vermeiden, bitten wir Sie, sich bei Interesse unter der Telefonnummer 0341/7113-148 bei Frau Neumann anzumelden. Da wir an diesem Tag unser Haus bis 17.00 Uhr geöffnet halten werden, sind auch Führungen in den Nachmittagsstunden möglich.

Der zweite Tag der offenen Tür wird wieder ein Sonnabend sein, in erster Linie für Berufstätige und kleinere Gruppen gedacht. Termin ist wieder der erste Sonnabend im September, der 7. September 2002. Nähere Informationen erhalten Sie rechtzeitig.

 

Buchmesse

von Susanne Siems

 

Die Leipziger Buchmesse findet vom 21. bis 24. März 2002 statt. Die DZB wird in diesem Jahr mit einem etwas größeren Stand vertreten sein. Ab Anfang März finden Sie die genaue Standnummer im Veranstaltungskalender auf unseren Internetseiten (Link "Neuigkeiten") oder Sie können die Nummer bei uns erfragen (03 41/71 13-1 15).

 

D-Mark in Euro umrechnen und umgekehrt

von Ulrich Jander

 

Unter der Internetadresse

http://www.berlin.de/euro

besteht u.a. die Möglichkeit, D-Mark in Euro oder umgekehrt bzw. auch mit anderen Währungen der Europäischen Währungsunion, die ebenfalls zum 1. Januar 2002 umgestellt werden, umrechnen zu lassen. Auf der angegebenen Seite muss man den Link Währungsumrechner bzw. Euroumrechner auswählen und anklicken. Es erscheinen zwei Eingabefelder und ein Listenfeld, letzteres zum Auswählen der Währung. Im ersten Eingabefeld wird der D-Markbetrag eingegeben und danach der Schalter "berechnen" betätigt. Damit erhält man die Umrechnung von D-Mark in Euro. Lediglich das zweite Eingabefeld ist auszufüllen, wenn umgekehrt, von Euro in D-Mark, umgerechnet werden soll.

Dieser Umrechner im Internet funktioniert leider nicht unter MS-DOS mit Verwendung des Textbrowsers Lynx.

 

Öffentlicher Nahverkehr auf CD-ROM

 von Ulrich Jander

 

Neben dem Kursbuch auf CD-ROM, welches auch der blinde Computernutzer gut nutzen kann, gibt es seit einiger Zeit auch den öffentlichen Nahverkehr der Großstädte auf der gleichen Scheibe. Im Reisezentrum der DB werden im Allgemeinen CD-ROM’s als Windowsfassung bzw. mit eingeschränkter DOS-Fassung angeboten. HAFAS - die elektronische Fahrplanauskunft – bietet auf einer CD-ROM neben dem Kursbuch auch den öffentlichen Nahverkehr, alles als reine DOS-Version, an. Will man den Nahverkehr installieren, so bezieht man gleichzeitig das Kursbuch der Deutschen Bahn mit ein. Diese Verzeichnisse sind sehr umfangreich. Wenn man dies alles auf die Festplatte im Rahmen der Installation überspielt, benötigt man mehr als 110 MB freien Festplattenspeicher. Von der CD-ROM direkt kann die Auskunft natürlich auch abgerufen werden. Der Computer sollte jedoch nicht ganz langsam sein, sonst muss man immer wieder sehr lange warten, bis die Auskunft oder das Programm bereit ist. Ein Pentium-Rechner mit einer Geschwindigkeit von mind. 133 MHz sollte es sein.

Diese DOS-Version für ca. 10 € kann man direkt bestellen bei:

CEDION GmbH

DB BestellCenter

Elektronische Medien

Postfach 11 57

53821 Troisdorf

Tel.: (0 22 41) 94 77 78

Fax:  (0 22 41) 94 77 99

Email: bestellung@bahnreisen.de

http://www.bahnreisen.de.

 

Jahresbestseller 2001

 

Wir nennen Ihnen jeweils die ersten zehn vom Fachmagazin Buchreport im Auftrag des SPIEGEL ermittelten Jahresbestseller 2001. Zu jedem Titel erfahren Sie, ob wir ihn im Bestand der DZB haben, oder – wenn das nicht der Fall ist - ob er nach unserem Kenntnisstand in einer anderen Einrichtung übertragen wurde.

Hardcover Belletristik

1. Rowling, Joanne K.:Harry Potter und der Stein der Weisen. (Carlsen) Punktschrift: BNV 3099, BNA 9024; Hörbuch: BN 5793

2. Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Feuerkelch. (Carlsen) Punktschrift: BNA 9304; Hörbuch: BN 5990

3. Rowling, Joanne K.: Harry Potter und die Kammer des Schreckens. (Carlsen) Punktschrift: BNV 3232, BNA 9023; Hörbuch: BN 5794

4. Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Gefangene von Askaban. (Carlsen) Punktschrift: BNV 3280, BNA 9151; Hörbuch: BN 5795

5. Mankell, Henning: Der Mann, der lächelte. (Zsolnay) Hörbuch in WBH Münster produziert

6. Coelho, Paulo: Der Alchimist.(Diogenes) Punktschrift: BNA 5349; Hörbuch: BN 5177

7. Grisham, John: Die Bruderschaft. (Heyne) Hörbuch in Vorbereitung

8. Mankell, Henning: Mittsommermord. (Zsolnay) Hörbuch: BN 7568

9. Link, Charlotte: Die Rosenzüchterin. (Blanvalet)

10. Pilcher, Rosamunde: Wintersonne. (Wunderlich) Hörbuch: BN 5946

Hardcover Sachbuch

1. Haffner, Sebastian: Geschichte eines Deutschen. (DVA)   Hörbuch in WBH Münster produziert

2. Schwanitz, Dietrich: Bildung. (Eichborn) Hörbuch: BN 7544

3. Henkel, Hans-0laf: Die Macht der Freiheit. (Econ)

4. Schäfer, Bodo: Der Weg zur finanziellen Freiheit. (Campus Verlag) Hörbuch in WBH Münster produziert

5. De Bruyn, Günter: Preußens Luise. (Siedler)

6. Carnegie, Dale: Sorge dich nicht, lebe! (Scherz) Hörbuch in SBH Stuttgart produziert

7. Ogger, Günter: Der Börsenschwindel. (C. Bertelsmann)

8. Illies, Florian: Generation Golf. (Argon)

9. Stern, Carola: Doppelleben. (Kiepenheuer & Witsch)

10. Kelder, Peter: Die Fünf Tibeter. (Scherz)

Taschenbuch Belletristik

1. Mankell, Henning: Die fünfte Frau. (dtv) Hörbuch in WBH Münster produziert

2. Cross, Donna Woolfolk: Die Päpstin. (Aufbau) Hörbuch: BN 5067

3. Schlink, Bernhard: Der Vorleser. (Diogenes) Punktschrift: BNV 2831, BNA 8785; Hörbuch: BN 921

4. Mankell, Henning: Mörder ohne Gesicht. (dtv) Hörbuch: BN 7566

5. Golden, Arthur: Die Geisha. (btb) Hörbuch in WBH Münster produziert

6. Mankell, Henning: Die weiße Löwin. (dtv) Hörbuch in SBS Zürich produziert

7. Mankell, Henning: Hunde von Riga. (dtv) Punktschrift: BNA 9305; Hörbuch in SBH Stuttgart produziert

8. Mankell, Henning: Die falsche Fährte. (dtv) Hörbuch in WBH Münster produziert

9. Leon, Donna: Nobilta. (Diogenes) Punktschrift: BNA 9365

10. Morgan, Marlo: Traumreisende. (Goldmann)

Taschenbuch Sachbuch

1. Gray, John: Männer sind anders. Frauen auch. (Goldmann) Hörbuch in SBS Zürich produziert

2. Hofmann, Corinne: Die weiße Massai. (Knaur) Punktschrift: BNA 9088; Hörbuch in SBS Zürich produziert

3. Carr, Allen: Endlich Nichtraucher. (Goldmann) Punktschrift: BNA 9321

4. Reich-Ranicki, Marcel: Mein Leben. (dtv) Hörbuch: BN 5737

5. Pease, A./Pease, B.: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken. (Ullstein)

6. Bambaren, Sergio: Der träumende Delphin. (Piper)

7. Dirie, Waris: Wüstenblume. (Ullstein) Hörbuch produziert in WBH Münster

8. Ehrhardt, Ute: Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin. (Fischer-TB) Hörbuch: BN 676

9. Massaquoi, Hans J.: Neger, Neger, Schornsteinfeger. (Knaur) Hörbuch produziert in WBH Münster

10. Strunz, Ulrich Th.: Forever young. Das Ernährungsprogramm. (Gräfe & Unzer)

 

 

 

Zum Schluss noch die Ausleih-Spitzenreiter des Jahres 2001 in unserer Bibliothek:

Hörbücherei:

1. Rowling, Joanne K.: Harry Potter Bd. I bis IV (BN 5793, 5794, 5795, 5990)

2. Cross, Donna Woolfolk: Die Päpstin (BN 5067)

3. Jacq, Christian: Ramses Bd. I bis V (BN 5357, 5358, 5413, 5692, 5836)

Punktschriftbibliothek:

1. Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Stein der Weisen. BNA 9024

2. Rowling, Joanne K.: Harry Potter und die Kammer des Schreckens. BNA 9023

3. Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Gefangene von Askaban. BNA 9151

 

Impressum

 

"DZB-Nachrichten" erscheint zweimonatlich in Blindenkurzschrift, auf Kassette (Jahresabo. je 7,67 €) und in Schwarzschrift (Jahresabo. 12,27 €).

 Kostenlose Beilage: "Leipziger Bücherliste".

 

 Herausgeber, Verlag und Druck:

Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB),

Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig,

Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig

Telefon: (03 41) 71 13 - 0,

Telefax: (03 41) 71 13 - 1 25

Internet: www.dzb.de, E-Mail: info@dzb.de

 

 Redaktion:

Karsten Sachse, Tel. (03 41)  71 13 - 1 35

 

 Abonnements, Anzeigen:

Sylvia Thormann, Tel. (03 41)  71 13 - 1 20.

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