DZB-NACHRICHTEN

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 3 / 2004, Mai / Juni, 14. Jahrgang

Inhalt

Vorbemerkung
Postecke
Einblicke
    Stuttgart: Bücherei beantragt Insolvenz, Vorsitzender nicht entlastet
    10 Jahre EDV-gestützte Hörbuchausleihe in der DZB Leipzig
Produktionsvorhaben 2004
Wie war das damals?
Die Kramkiste
   Christoph Hein: »Der Tangospieler«
   Émile Zola: »Das Fest von Coqueville««
Bücher des Jahrhunderts
   Jack Kerouac: »Unterwegs«
LOUIS
   Aufnahme und Bearbeitung von Audioinformationen am PC
   Vorlesesystem LeseAs
Info-Service
   Umstellung der DAISY-Bücher
   Forschungsprojekt: Wie reisen Behinderte ?
   Regierung macht Agenda 2010 hörbar
   Längstes Hörspiel aller Zeiten
   »AudioMagazine Lifestyle« auf CD
Impressum


Vorbemerkung

Licht und Schatten liegen auch im Frühjahr eng beieinander: Die DZB feiert in diesem Jahr ihr 110-jähriges Bestehen, unsere Hörbücherei kann im Juni immerhin schon auf 10 Jahre Ausleihe per PC zurückblicken - und gleichzeitig vernehmen wir aus dem Süden der Republik die Nachricht von der drohenden Insolvenz der Süddeutschen Blindenhör- und Punktschriftbücherei in Stuttgart. Den »Stuttgarter Nachrichten« war diese Angelegenheit einen Beitrag wert, uns ist sie es auch und deshalb können Sie den ganzen Artikel in dieser Ausgabe nachlesen. Anbetracht des 110-jährigen Bestehens der DZB hat Frau Siems in unserer Wissenschaftlichen Bibliothek des Blindenwesens gekramt und entführt Sie mit drei kleinen Zeitreisen in die Vergangenheit der DZB.
Es grüßt herzlich Ihr Karsten Sachse.

Postecke

Die Veröffentlichungen sind nicht identisch mit der Redaktionsmeinung. Aus redaktionellen Gründen müssen wir uns Kürzungen vorbehalten. Wenn Sie keine Veröffentlichung wünschen, vermerken Sie dies bitte.

Europa-Atlas »(…) Inzwischen gibt es viele Atlaskarten. Ihre Aufbewahrung und Nutzung ohne passenden Ordner macht zunehmend Schwierigkeiten. Auch der Verschleiß ohne Ordner ist viel schneller. Wann wollen Sie einen Ordner anbieten? (…)« [Adrian Fussek, Darmstadt]

ANMERKUNG DER REDAKTION
Ganz aktuell in der beiliegenden Bücherliste finden Sie solch einen Ordner. Vielen Dank für die Anregung!

Einblicke

Stuttgart: Bücherei beantragt Insolvenz, Vorsitzender nicht entlastet


Der Süddeutschen Blindenhör- und Punktschriftbücherei droht möglicherweise die Schließung. Eine Insolvenzverwalterin prüft zurzeit die Finanzen und will Anfang Mai über die Zukunft des Vereins entscheiden. Der Versand ist bereits eingestellt. Einige schlaflose Nächte hat Volcker Daub hinter sich, seit er im Februar zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt und mit einem Berg von Problemen konfrontiert wurde. Die Lage der Bücherei in Feuerbach ist prekär: Die Kasse ist leer, das Spendenaufkommen erheblich zurückgegangen, hohe Fixkosten und viele offene Rechnungen versprechen kein Ende der Misere. Am 26. März wurde die Insolvenz erklärt. Eine unerwartete Erbschaft hat zwar Ende 2003 den Druck gemindert, aber erwies sich nicht als Rettung in letzter Sekunde, wie der damalige Vorstandsvorsitzende Heinz Lichy vollmundig verkündet hatte. Seine Zuversicht teilten damals ohnehin nur wenige: Der ehemalige Vorstand trat nach heftiger Kritik bei der Mitgliederversammlung im März zurück. Entlastet wurde der 77-Jährige nicht. Ihm wird vereinsintern vorgeworfen, die Insolvenz verschleppt zu haben. Wie es mit der 1957 gegründeten Bücherei weitergeht, entscheidet die Insolvenzverwalterin. »Der Betrieb hätte schon lange umstrukturiert gehört«, kritisiert Daub. Es sei nicht langfristig geplant worden. Der ehrenamtliche Vorsitzende setzt jetzt auf ein verändertes Konzept. In den beiden Studios der Bücherei sind bisher jedes Jahr rund 400 Hörbücher aufgesprochen worden, und zwar vom Bestseller bis zur Fachliteratur. Auf Eigenproduktionen soll künftig verzichtet werden, um zu sparen. Erwogen werde außerdem eine verstärkte Kooperation mit anderen Blindenhör- und Punktschriftbüchereien in Deutschland. Vor allem das sinkende Spendenvolumen habe den Verein hart getroffen, weiß Daub. Die Finanzierung lief bisher über das Sozialministerium, die Landeswohlfahrtsverbände und eben die Spenden. Das Ministerium hat als Basis für die Finanzspritze 2004 ein Sanierungskonzept des angeschlagenen Vereins gefordert. Seit einigen Tagen ist der Versand zum Erliegen gekommen. Viele der 6.000 blinden und stark sehbehinderten Nutzer des kostenlosen Angebots warten vergeblich auf ihre Bestellungen. Die Beschäftigten der Leiharbeitsfirma Okin, die jährlich rund 120.000 Medien versandfertig gemacht haben, konnten nicht mehr bezahlt werden. Die neun Mitarbeiter der Bücherei zittern um ihre Jobs, sie wissen nicht mehr, als dass der Antrag auf Insolvenz gestellt wurde. Auf den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Lichy sind sie nicht gut zu sprechen. Er habe vor den Problemen die Augen verschlossen und einen autoritären Führungsstil gepflegt.
[Artikel von Christine Keck aus der Stuttgarter Zeitung - Stadtausgabe, Dienstag, 13. April 2004, Seite 22, © 2004 Stuttgarter Zeitung]

10 Jahre EDV-gestützte Hörbuchausleihe in der DZB Leipzig

JÖRG KLEMM

Ja, so lange gibt es sie schon - die EDV-gestützte Hörbuchausleihe in der DZB. Nachdem 1956 in der DZB die Ausleihe mit Offenspulen begonnen wurde, wo man jeden Titel auf den sogenannten Abstreichkarten vermerkte (für jeden Hörer einzeln natürlich), gab es seit 1972 die Kassetten. Die Arbeitsweise in der Ausleihe wurde allerdings beibehalten. Viele Bestellungen wurden vorgemerkt, damit die Nutzer auch irgendwann ihre Wunschtitel bekamen - alles per Hand. Aber Mitte 1994 änderte sich dies schlagartig. Wir konnten das Ausleihprogramm der Westdeutschen Hörbücherei in Münster erwerben, welches alle anfallenden Arbeitsschritte wesentlich verkürzt. In über 500 Stunden außerhalb der Arbeitszeit (auch an den Wochenenden) wurden 1993 bis 1994 die Titel und die Hörer nacherfasst. Durch Praktikanten wurden alle Hörbücher in die neuen hellblauen Versandboxen gepackt und diese wurden mit OCR-Code und der Bestellnummer versehen. Danach wurde Box für Box (ca. 25.000 Stück) mit der Lesepistole eingelesen. Außerdem haben wir für alle Hörer, die keine eigenen Wunschlisten hatten, anhand der zuvor erfragten Interessengebiete persönliche Listen erstellt und in der AS/400 (so heißt das Computersystem) erfasst. Eine Nacherfassung der bisher erhaltenen Titel konnte für jeden Hörer erst später erfolgen, da auch hier ein großer Zeitaufwand vonnöten war. So kann bei Eingabe neuer Wunschlisten gleich festgestellt werden, ob der Hörer diese Titel schon hatte oder nicht. Von allen Hörern, die eigene Wunschlisten bei uns eingereicht hatten, wurde diese natürlich ebenfalls registriert. Hier werden die doppelt genannten allerdings nicht gelöscht, da das Programm davon ausgeht, dass der Nutzer diese Titel ausdrücklich noch einmal haben möchte. Aber dann ging es endlich los: seit dem 21. Juni 1994 wird täglich die Ausleihe gestartet. Es ist allerdings bei weitem nicht damit getan, dass man nur noch auf ein paar Knöpfe drückt und alles läuft von selbst. Die Hörerpost muss vorher bearbeitet werden: Eingabe neuer Wunschlisten, Erstellen neuer Listen für Kunden, die sich nach vorgegebenen Interessengebieten durch uns beliefern lassen, Adressenänderungen, zeitweilige Adressenänderungen, Termine, in denen die Hörer nichts haben wollen, Dialogausleihen (das heißt, der Hörer fragt an, ob ein bestimmter Titel am Lager ist. Dieser wird dann extra ausgeliehen - unabhängig zur »großen« täglichen Ausleihe). Betreut wird die Hörbuchausleihe vorrangig durch Frau Waldt, unterstützt wird sie dabei durch mich, Herrn Klemm. Sie können sich also ruhig auch an mich wenden, ich kenne mich genauso gut wie Frau Waldt damit aus. Sie müssen auch nicht extra bei ihr nachfragen, ob die bestellten Hörbücher wirklich geschickt wurden, weil »nur« der junge Mann am Telefon war …. Begonnen haben wir die computergestützte Hörbuchausleihe übrigens mit 2.000 Hörern. Mittlerweile sind wir bei über 4.100. Und seit Januar 2004 gibt es nun auch die DAISY-Ausleihe. Das Programm dazu wurde von der Hörbücherei in Münster modifiziert. Wie Sie sicherlich festgestellt haben, gibt es viele neue Titel, die wir von den Hörbüchereien Hamburg und Münster übernehmen, nur noch auf DAISY. Dies wird auch der Trend auf längere Sicht sein. Denn die Kapazität unseres Kassetten-Magazins stößt langsam an seine Grenzen. Bereits über 400 Hörer lassen sich nun auch DAISY-Titel schicken (parallel zu den Kassetten oder nur noch als DAISY). Und das innerhalb eines Jahres - ein sichtbarer Erfolg für unsere Bemühungen bei der Einführung des neuen Mediums DAISY.

Produktionsvorhaben 2004

KARSTEN SACHSE

(Fortsetzung)
Im zweiten Teil unserer Vorschau beschäftigen wir uns mit der Hörbuchproduktion. Gleich zum Anfang wird es schon politisch - zumindest lassen wir Politiker zu Wort kommen: einmal direkt Heiner Geißler mit seinem Buch »Intoleranz. Vom Unglück unserer Zeit«, in dem Geißler ein Konzept für eine Verständigung zwischen den Kulturen und eine gemeinsame ethische Grundlage für das Zusammenleben der Menschen entwirft, und dann eher indirekt den Altbundeskanzler: »Helmut Kohl - Leben mit Macht« heißt eine Biografie von Klaus Dreher, der den steilen Aufstieg des Pfälzers aus der Provinz zum Staatsmann von Welt beschreibt und dabei auch mit hartnäckigen Legenden aufräumt. Solch ernst und gewichtig daherkommenden Menschen müssen wir ein kleines Gegengewicht einbringen: der Leipziger Kabarettist Bernd-Lutz Lange nannte seine Aufzeichnungen über den Alltag in den sechziger Jahren »Mauer, Jeans und Prager Frühling«. »Nach dem Bau der Mauer saßen wir in der Falle, ein ganzes Land hatte Stubenarrest bekommen«, so beschreibt er die Situation in der DDR nach dem 13. August 1961. Doch bei aller Abschottung: die Grenze verhinderte weder den Siegeszug der Beatmusik noch den Aufstieg der Jeans zum Kultobjekt junger Leute. Zur Abrundung sollen schließlich noch Werner Eberleins Erinnerungen dienen »Geboren am 9. November«. Die FAZ schrieb: »Eberlein zeichnet ein Gemälde sozialistischen Zeitgeistes des vergangenen Jahrhunderts.« Biografisches gibt es dann noch von der Tochter des berühmten Architekten Mies van der Rohe: Femme Fatale, liebende Mutter und große Künstlerin - all das ist die 1914 in Berlin geborene Georgia van der Rohe. »Eine einzigartige Chronique scandaleuse des 20. Jahrhunderts« verspricht der Klappentext von »La donna è mobile: mein bedingungsloses Leben«. Aus dem Russischen stammen die Memoiren des Schriftstellers Anatoli N. Rybakow mit dem Titel »Roman der Erinnerung«. Die Autobiografie des Autors der »Kinder vom Arbat« ist nicht nur die Geschichte von Rybakows Leben und seiner Werke, sondern auch die Geschichte der Sowjetunion, der sowjetischen Literatur, des Stalinismus, der Entstalinisierung, der Perestroika und der Präsidentschaft Jelzins. Im November 1993, drei Monate vor seinem Tod, beendete Erwin Strittmatter seine Aufzeichnungen mit dem Titel »Vor der Verwandlung«. Neben skurrilen Geschichten und ironischen Reflexionen schildert Strittmatter, wie er selbst seinen Ruhm und den Erfolg des »Laden« erlebte und versuchte, das Altwerden zu lernen. »Die Jahrhundertflut« ist das Thema und der Titel des offiziellen ARD-Buches zur Flutkatastrophe, herausgegeben von Wolfgang Kenntemich. Renommierte Wissenschaftler auf den Gebieten der Klimaforschung, Meteorologie, Landschaftsplanung und Geschichte analysieren die kausalen Zusammenhänge der Hochwasserkatastrophe und wagen Prognosen für die Zukunft. Eine Erfindung, die derartige Katastrophen zu verhindern hilft, wäre sicherlich einen Nobelpreis wert. Was es mit diesem Preis auf sich hat, verrät Autor Hubert Filser in seinem Buch »Nobelpreis, der Mythos, die Fakten, die Hintergründe«. Ein faszinierendes Buch über Indien voller spannender und skurriler Begebenheiten und einem guten Schuss Humor heißt »Wo die Elefanten sterben«. Ein grausam gequälter Arbeitselefant im Nordosten Indiens bricht aus und tötet Dutzende von Menschen. Der britische Journalist Tarquin Hall nahm an der Jagd auf die unglückliche Kreatur teil, auf der er viel über Indien, seine Menschen, seine Kultur und Religion und vor allem über seine geheimnisvollen Elefanten erfuhr. Im Bereich der Literatur für Kinder und Jugendliche gehört ein Titel, der sicher auch unter Erwachsenen Freunde finden wird. Der literarische Erstling der vierzehnjährigen Flavia Bujor »Das Orakel von Oonagh« beschreibt eine zweigeteilte Welt, bedroht vom Rat der Zwölf, drei junge Mädchen, denen an ihrem vierzehnten Geburtstag das Schicksal in Gestalt einer alten Prophezeiung begegnet, die Macht der Steine und die Kraft der Hoffnung, die alle Schrecken überwindet. Franz Fühmann schrieb »Anna, genannt Humpelhexe«, die Geschichte von Anna, dem Hexenkind, deren eines Bein länger ist als das andere. Und die sich weigert, es auf die Größe des kürzeren hobeln zu lassen. Denn: »Ich habe nun mal zwei verschiedene Beine, da muss ich eben was daraus machen.« Mögen die Gleichbeiner anfangs noch so spotten … Spannend, abenteuerlich, nachdenklich stimmend und unterhaltend lässt sich nur annähernd die Wirkung der zahlreichen und thematisch vielfältigen Romane beschreiben, die in der nächsten Zeit aufgesprochen werden. Bekannte Autoren spielen dabei eine Rolle: John Grisham mit »Die Schuld«, Dashiell Hammett mit »Das große Umlegen und andere Detektivstories«, Maarten 't Hart mit »Die Sonnenuhr oder Das geheime Leben meiner Freundin Roos«, Tom Coraghessan Boyle mit »Drop City« oder Michael Crichton mit »Beute«. In »Himmelskörper« von Tanja Dückers macht sich eine junge Meteorologin aus Berlin daran, die Geheimnisse ihrer Familie zu ergründen. »Hätte einer Ihrer Vorfahren vor fünfhundert Jahren ein paar tausend Mark mit einem bescheidenen Zins für Sie angelegt, würden Sie heute ein unvorstellbar großes Vermögen erben, das einfach durch Zins und Zinseszins entstanden ist. Die Grundidee meines Romans ist, DASS DAS EINMAL JEMAND TATSÄCHLICH GETAN HAT. Doch es gibt einen Grund dafür: eine geheimnisvolle Vision, eine rätselvolle Prophezeiung. Der Held des Buches, über Nacht zum reichsten Mann aller Zeiten geworden, sieht sich konfrontiert mit der Frage, was Geld eigentlich in Wirklichkeit ist - und die Antworten darauf sind mehr als überraschend... «, sagt der Autor von »Eine Billion Dollar«, Andreas Eschbach. Amin Maalouf schildert in »Die Reisen des Herrn Baldassare« eine abenteuerliche Suche durch ganz Europa im Jahre 1666: über Tripolis nach Smyrna und Konstantinopel, nach Genua und London und Gerald Messadié lässt in »Die Kinder der Isis« sechs Menschen sich zufällig in Kairo begegnen, deren Lebenswege von da an miteinander verbunden sind. In »Der Liebesbetrug« von Ruth Rendell begegnen wir einem die Frauenwelt verunsichernden Hallodri, während Robert James Waller mit »Der Weg der Liebe« eine Geschichte fortschreibt, die eigentlich schon beendet war: 16 Jahre sind vergangen, seit Robert und Francesca ihre große Liebe, die nur wenige Tage und Nächte währte, aufgegeben haben. Während Robert seine Reise fortsetzte, blieb Francesca bei ihrem Mann und ihren Kindern. Inzwischen ist der Ehemann gestorben, die Kinder sind aus dem Haus und Francesca hofft auf ein Wiedersehen mit dem Geliebten. In seinem sprachlich furiosen Roman »Herero« greift Gerhard Seyfried ein verdrängtes Kapitel deutscher Geschichte auf und Philipp Vandenberg beschreibt in »Der König von Luxor« das Leben von Howard Carter, dem Entdecker des Tut-ench-Amun-Grabes in Luxor. Diese wie immer sehr verknappte Darstellung hat hoffentlich Ihr Interesse an den Neuerscheinungen unserer Hörbücherei geweckt. Über das Erscheinen der genannten und ungenannten Titel werden Sie dann wie gewohnt in der »Leipziger Bücherliste« informiert.

Wie war das damals?

Drei Tage in 110 Jahren ? Streiflichter zur Geschichte der Punktschriftbibliothek der DZB

SUSANNE SIEMS

Zum hundertsten Geburtstag der DZB vor 10 Jahren gab es eine Chronik. Helmut Schiller hat durch umfangreiche Recherchen zusammengetragen, was es Wissenswertes an DZB-Geschichte gibt. Jeder Interessierte kann sich diese Chronik in Punktschrift, auf Kassette oder DAISY-CD und auch in Schwarzschrift bei uns ausleihen. Trotz rasanter Zeitläufe ist es nicht notwendig, nach 10 Jahren die Chronik neu- oder fortzuschreiben. Aber reizvoll ist es, sich einmal einzelne Bereiche herauszugreifen, den Alltag der DZB in Vergangenheit und Gegenwart erneut zu beleuchten, Dinge zu nennen, die der Leser sicher auch in der Chronik findet, aber vielleicht in einem anderen Zusammenhang oder als erneute Erinnerung an diese Zeit. Vielleicht mag auch dieser Beitrag für DZB-Nutzer, die das Buch von Helmut Schiller noch nicht kennen, Anlass sein, es in die Hand zu nehmen. Was wäre für den historischen Blick geeigneter als die Blindenschriftbibliothek. Sie ist es doch, die wirklich die meisten Jahre auf dem Rücken trägt, sie war von Anfang an da, hat die anderen aufgenommen, ist für sie, z. B. für die Hörbücherei 1956, ein Stück zur Seite gerückt und hat auch zugelassen, dass die jüngere und modernere Schwester das größere Zimmer und mehr Gehör bekam. Greifen wir drei Tage aus ihrer langen Geschichte heraus, um zu zeigen, dass sich in dieser Zeit gleichermaßen sehr viel und eigentlich doch auch beruhigend wenig geändert hat.

Ein Tag im Jahr 1900
Frau Marie Lomnitz-Klamroth ist Leiterin der Bibliothek. Der Bestand umfasst immerhin schon 196 Werke mit 252 Bänden. Im Jahresbericht von 1901 finden wir einen Aufruf an »Damen, die Neigung haben für unsere Bibliothek Werke in Blindenschrift zu übertragen«. 'Warum eigentlich nur Damen?', frage ich mich. Die Herren hatten andere Dinge zu erledigen? Jedenfalls werden 1900 diese handschriftlich übertragenen Werke mit Griffel und Schreibtafel gefertigt, ein Gerät, dass heute, im Jahr 2004, wohl leider etwas aus der Mode gekommen ist, ungerechtfertigter Weise, wie mir eingefleischte »Tafelschreiber« unter den Blinden immer wieder bestätigen. Die Nutzung der Bibliothek ist damals offensichtlich kostenlos - zum Teil, wohlgemerkt. Eine Regelung der Post, nach der Blindensendungen kostenlos transportiert werden, gibt es noch nicht. Die Portokosten müssen von den Nutzern getragen werden. Ein Katalog liegt vor, die Ausgabe in Blindenschrift ist zurzeit der Erstellung des Jahresberichtes gerade in Arbeit. Die Ausleihmodalitäten lesen sich im Bericht von Frau Lomnitz ungefähr so: »Wegen Entnahme von Büchern wende man sich gefälligst an Herrn Küster Böttcher, Leipzig, Äußere Löhrstraße 11p«. Wie sich doch Sprache wandelt. Was damals überaus höflich war, liest sich heute wie eine ziemliche Unverschämtheit, oder? Jedenfalls wissen wir nun, dass der »Verein zur Beschaffung von Hochdruckschriften« damals ganz in der Nähe des jetzigen Hauses untergebracht war, wie ja auch die eigentliche Gründung hier in der Nähe ihren Anfang nahm. Was mir neu war: nicht nur die eigens übertragenen Blindenschriftbücher bilden den Bibliotheksbestand, sondern auch Einkäufe aus anderen Druckereien. Sind die Anstaltsdruckereien gemeint?

Ein Tag im Jahr 1950
Die Bibliothek hat während der Bombennacht im Dezember 1943 alle nicht ausgeliehenen Punktschriftbücher verloren. Dennoch gibt es einen Neubeginn. Die zuständige Bibliothekarin heißt Herta Fröhlich, Direktor ist zu jener Zeit Max Schöffler. Die Bibliothek ist in einer Villa in der Baumgarten-Crusius-Straße untergebracht. Aber die Räume reichen nicht, noch dazu, wo gerade in jenem Jahr die Bestände der Punktschriftdruckerei Wernigerode eingestellt werden. Obwohl nun zahlreiche Blindenschriftbibliotheken und -druckereien bestehen, u. a. in Hamburg und Marburg, ist die DZB wieder fast die Einzige - in Ostdeutschland. Max Schöffler schreibt 1950 in seinem Bericht: »… der Bibliothekar wird mit seiner Arbeit in das Leben des Volkes hineingestellt und hat dort von Mensch zu Mensch mit dem Buch als seinem Handwerkszeug zu wirken«. Im Stil der damaligen Zeit geschrieben, heißt das nichts anderes als soziale Bibliotheksarbeit: Die Bibliothek hat einen Bildungsauftrag. Das Ziel ist also das gleiche wie 1900, es herrschen andere gesellschaftliche Bedingungen, aber es gibt genauso wenig materielle Voraussetzungen. Denn der Bestand der Bibliothek beträgt 1950 gerade mal oder besser gesagt immerhin schon wieder knapp 6.500 Werke mit etwas über 14.000 Einzelbänden. Kennt man heute den Bestand der Punktschriftbibliothek ein wenig, weiß man, dass dabei viele Schenkungen besonders aus Marburg waren. Weiterhin kann man im Bericht erfahren: »So wurde die Musikalien-Abteilung mit der Literatur-Abteilung im Ausleihverkehr verbunden«. Interessant liest sich auch die Neuerscheinungsliste von 1950: Tolstoi: »Krieg und Frieden«, Scholochow: »Der stille Don«, Egon Erwin Kisch: »China geheim«. Mehrfach betont wird, dass ein hoher Vertreter das Bestandsprofil der DZB mit »verschwommenen Konturen« umrissen hat. Gemeint ist, dass nicht alle Neuerscheinungen des DDR-Buchmarktes sofort eingestellt werden konnten und sich die Aussonderung wirklich nur auf nationalsozialistische Literatur bezog, Karl May und Ganghofer blieben also weiter im Bestand, neben oben genannten Neuerscheinungen. Das sollte auch in späteren Zeiten immer gelten - alle Titel, auch wenn sie später auf einer DDR-Index-Liste standen, blieben im Bestand. Auch heute noch, im Jahr 2004, ist die Punktschriftbibliothek in Leipzig stolz auf ihren Bestand gerade an Klassikern der Weltliteratur und der Moderne.

Ein Tag im Jahr 2000
Die Aufgaben sind die gleichen geblieben - blinden Menschen den Zugang zu Literatur zu ermöglichen, über den Weg der kostenlosen Ausleihe. Die Zeit hat sich gewandelt - im wahrsten Sinne des Wortes. Die kleine aber feine Punktschriftbibliothek in der Gustav-Adolf-Straße ist Teil eines größeren Ganzen geworden, wie ja der gesamte Osten Deutschlands. Die Leserschar ist treu geblieben, seit Jahren steigen die Ausleihzahlen. 800 blinde Menschen leihen mindestens einmal im Jahr ein Blindenschriftbuch aus, ca. 1.500 sind angemeldet und nutzen die Bibliothek in größeren Abständen. Die Zahlen klingen nicht beeindruckend, liest man sie für sich. Sieht man aber auch das, was im Lande, in den öffentlichen Bibliotheken, passiert, kann man optimistisch sein. Die öffentlichen Bibliotheken kämpfen angestrengt darum, nicht nur als Video- und Computerverleih missbraucht zu werden und dem gedruckten Buch den Rang zu sichern, der ihm zukommt. Bei uns melden sich blinde Menschen an, um wirklich zu lesen. Die Bibliothek sucht seit Jahren nach einer modernen Lösung für das Ausleihverfahren. Noch, im Jahr 2000, ist das Problem nicht gelöst. Die jüngere Schwester Hörbücherei hat seit Jahren die computergestützte Ausleihe, in der Blindenschriftausleihe wird es noch eine kleine Weile dauern. Individualität ist nach wie vor ihr größtes Plus. Auch im 21. Jahrhundert steht soziale Bibliotheksarbeit ganz oben. Der Bestseller des Jahres 2000 heißt »Harry Potter und der Stein der Weisen«. »Krieg und Frieden«, den Bestseller von 1950, gibt es inzwischen leider nicht mehr im Bibliotheksbestand. Auf irgendeiner Fernreise ging ein Punktschriftband verloren, oder, der Gedanke wäre angenehmer, die Punkte sind vom vielen Lesen so abgegriffen, dass dieser Titel schweren Herzens ausgesondert werden musste. Ein Problem der vielen Bände im Magazin. Kein geringer Teil davon sind Unikate, Sie erinnern sich, liebe Leserinnen und Leser, 1900 wurden Schreibtafeln und Griffel ausgeteilt für die ehrenamtlichen Übertragungsarbeiten. Auch 1950 noch standen 135 handschriftlich (damals mit Bogenmaschinen) übertragenen Werken lediglich 21 Drucktitel gegenüber. Umso beachtlicher der heutige Bestand von 14.000 Werken und knapp 40.000 Einzelbänden. Und, Lob der modernen Computertechnik, jeder einmal übertragene Titel wird elektronisch gespeichert und kann damit auch wieder gedruckt werden. Langsam verschwinden die Katalogkästen mit den vielen Karteikarten nun auch aus der Punktschriftbibliothek. Die Arbeit wird schneller, leichter. Dennoch ist das Wesentliche so geblieben. Vielleicht noch, dass die Ansprechpartner nicht mehr dreißig Jahre zur Verfügung stehen, sondern dass der Leser oft mal eine neue Stimme am Telefon hört. Da sich alle Mitarbeiter in gleichem Maße um kompetente und freundliche Beratung bemühen, bringt das eher Abwechslung als Verwirrung. Mir bleibt am Ende die Frage, was wohl zum hundertfünfzigsten Geburtstag über die Punktschriftbibliothek der DZB zu berichten sein wird. Sicher ist, die Form des Buches kann sich geändert haben, aber immer noch wird es blinde Menschen geben, die Tolstoi, Goethe und Rosamunde Pilcher lesen möchten, indem sie Punkte unter den Fingern fühlen. Mit Sicherheit wird der Weg zum Leser ein einfacherer sein.

Die Kramkiste

Im Bestand der Bibliothek gekramt

Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden - zur Erinnerung für die »Alten« und zur Information für die »Jungen«.

Christoph Hein: »Der Tangospieler«

Susanne Siems [Punktschriftbibliothek]

Anlässe für die Auswahl dieser Erzählung von Christoph Hein gab es mehrere. Da war zum einen der 60. Geburtstag des Autors am 8. April. Zum anderen gab es den kürzlich erschienenen Roman »Landnahme«, der besonders auch hier in Leipzig nicht wenig von sich reden machte. Sympathisch sind sie mir schon immer, die Unbequemen, Nichtangepassten, die sagen was sie denken. Die dennoch darüber nachdenken, wie hoch der Preis ist für das Unbequemsein, ob er es lohnt, ob Kompromisse nicht nur faul sind, sondern ein Weg, anderen Chancen zu geben und trotzdem das Eigene zu bewahren. Der Schriftsteller Christoph Hein zählt seit spätestens Anfang der 80er Jahre zu diesen Unbequemen, die auf ihrem Platz bleiben. 1979 als Dramaturg bei der Berliner Volksbühne »rausgeflogen«, lebte er fortan als freischaffender Schriftsteller in der DDR. Er genoss Privilegien, aber musste auch den Leidensweg aller kritischen Menschen dieser Zeit gehen. In einem Interview mit Sigrid Löffler zeigte er die zwei Seiten auf; zum einen war da die Zensur des Staates DDR, zum anderen die oft überzogenen Erwartungen der Leser, die von »ihren« Schriftstellern Lösungen für das Dilemma erwarteten. Dem Leser das Denken abzunehmen, das war aber nie Ziel des Autors. In dem Gespräch mit Sigrid Löffler sagt Hein: »Ich verstehe mich als Chronist, der mit großer Genauigkeit aufzeichnet, was er gesehen hat … der Schriftsteller ist kein Prediger, der den Sachverhalt, den er darstellt, auch noch selber kommentiert. Ich vermeide es zu predigen, aber dennoch ist meine Haltung erkennbar. Man kann nicht schreiben und sich bedeckt halten. Ohne Rückgrat ist Schreiben nicht möglich.« Was erklärt besser als jene Sätze seine Beliebtheit in Ost und West. Der Tangospieler heißt im wirklichen Leben Hans-Peter Dallow, lebt in Leipzig und arbeitete dort mehrere Jahre als promovierter Historiker an einem Institut. Das war, bevor die Erzählung beginnt, vor seiner Zeit im Gefängnis. »Im Namen des Volkes« verurteilte ihn der Richter Dr. Berger zu 21 Monaten Haft. Was war geschehen? Dallow war kurzfristig für den Pianisten eines Studentenkabaretts eingesprungen. Ein Tango, genauer gesagt der Text dazu, war der Staatsgewalt Anlass, alle Mitglieder des Kabaretts ins Gefängnis zu stecken, damals, in der zweiten Hälfte der 60er Jahre in der DDR. Die Erzählung beginnt mit Dallows Haftentlassung im Februar 1968. Er möchte diese zwei Jahre löschen, sie als einfach nicht da gewesen abhaken und sein Leben wieder aufnehmen. Es funktioniert nicht. Die Dozentenstelle im Institut ist inzwischen von seinem ehemaligen Kollegen besetzt, seine Frau hat ihn bereits während der Haft verlassen. Dallow fühlt sich fremd in dieser Welt, alle begegnen ihm mit Unverständnis, weil er sich nicht bereitwillig wieder anpasst. Zunehmend wird der Zorn auf das, was ihm wiederfahren ist und die Menschen, die es ihm antaten, größer. Er verkriecht sich, seine Wohnung wird zu einer Art neuer Zelle. Und er beginnt um sich zu schlagen - treibt in den Tag, nach dem Misserfolg im Institut will er von seinem bisherigen Leben nichts mehr wissen. Eine schüchterne ernsthaftere Beziehung gelingt ihm zu Elke, aber auch sie hat zunehmend weniger Verständnis für seine Orientierungslosigkeit. Die Arbeitssuche als Kraftfahrer misslingt, die Kontaktversuche der Stasi weist er zurück. Sein Hass über die ungerechte Verurteilung gipfelt schließlich in einer Auseinandersetzung mit dem damaligen Richter. Dies ist gleichzeitig der Ausgangspunkt für eine erneute Wende in Dallows Schicksal. Das Ende der Erzählung kam für mich plötzlich und unerwartet. Was hatte ich eigentlich erwartet? Eine Lösung? Ich hatte sie bekommen, warum gefiel sie mir nicht. Unzufriedenheit machte sich bei mir breit. Lohnte es sich, so etwas vorzustellen. Nach einem Tag - ja doch, was war einzuwenden gegen dieses Ende, fand ich es vielleicht einfach nur zu realistisch? Aber das einzig Machbare wäre es doch auch für mich gewesen. Warum dann diese Unzufriedenheit? Oh, dieser Schriftsteller! Sind es nicht die besten Bücher, die man zwar aus der Hand, aber nicht aus dem Kopf legt? Gerade das macht jetzt meine Bewunderung für den Autor Christoph Hein aus. Mein nächster Gang führte in die Buchhandlung. Nun steht der »Tangospieler« auch bei mir zu Hause zwischen Elisabeth George und Hermann Hesse. Möchten Sie wissen, liebe Leserinnen und Leser, welchen Weg Dallow gewählt hat, oder, wenn Sie die Erzählung oder vielleicht auch ihre Verfilmung kennen, sie noch einmal lesen, jetzt, im Jahr 2004? Leihen Sie das Buch in unserer Punktschriftbibliothek aus, unter der Bestellnummer 7458, 5 Hefte, rkzp. Auch käuflich können Sie den ursprünglich als Literaturtreff erschienenen Titel erwerben - 2 Broschuren zum Preis von 14,32 € unter der Bestellnummer Verkauf 2187.

Weitere Titel von Christoph Hein:

Hörbuch:

Émile Zola: »Das Fest von Coqueville«

Jörg Klemm
[Hörbücherei]

Der große französische Schriftsteller Èmile Zola hat neben seinem Werk »Die Rougon-Macquart« - nun vollständig in der Hörbücherei vorhanden - auch kleinere Titel wie der nun von mir besprochene geschrieben. Er lautet »Das Fest von Coqueville«. Unsere Ausgabe ist 1959 im Verlag Das Neue Berlin erschienen und Teil einer Anthologie mit anderen Autoren. Und nun zum Autor: Émile Zola, geboren am 02. 04. 1840 in Paris, gestorben 29. 09. 1902 ebenfalls in Paris. Der Sohn eines italienischen Ingenieurs, mütterlicherseits französischer Abstammung, verlebte Kindheit und Jugend in Aix-en-Provence. 1862 erlangte er die französische Staatsbürgerschaft und machte sich in der Folge zunächst als Journalist, ab 1866 auch als Kunst- und Literaturkritiker sowie als selbstständiger Schriftsteller einen Namen. Im öffentlichen Bewusstsein ist er nicht allein als Begründer und Wegbereiter des literarischen Naturalismus, sondern auch auf Grund seines publizistischen Engagements in der Affäre Dreyfus. Ein elfmonatiges Exil in England bewahrte Zola vor der über ihn verhängten Gefängnishaft. 1899 konnte er nach Frankreich zurückkehren. Wenige Jahre später erlag er an den Folgen einer Kohlenmonoxydvergiftung: 1908 folgte die Überführung ins Pantheon. Zur Geschichte: Das kleine Dorf Coqueville an der normannischen Küste wird ständig in Atem gehalten durch den jahrhundertealten Hass zwischen den Familien der Floches und der Mahés. Augenblicklich gilt die leidenschaftliche Anteilnahme der Dorfbewohner der Liebe des jungen Delphin Mahé zu der hübschen, resoluten Bürgermeistertochter Margot aus der Familie der Floches. Eines Morgens ist das Schiff der Mahés trotz eines Sturmes ausgefahren und seit Stunden überfällig. Plötzlich taucht es, scheinbar ohne Besatzung, vor den erwartungsvollen Coquevillern auf. Erstaunt sehen sie die Insassen stockbetrunken auf den Planken schlafen. Delphin stammelt, dass sie statt Fisch kleine Fässer gefangen hätten. Anderntags beginnt der Wettlauf der Boote der Mahés und Floches nach den übrigen Fässern. Mit deren Likörinhalt gibt sich ganz Coqueville einem gewaltigen Rausch hin. Die früher nicht möglich gewesene Versöhnung der beiden verfeindeten Familien stellt jetzt der Alkohol her, und die Liebe Delphins zu Margot endet mit einem Hochzeitsfest. Zola schildert mit gleicher Eindringlichkeit Mensch und Landschaft. Diese wunderbare Geschichte besticht durch ihre Leichtigkeit, ihren Witz und ihre tiefe Weisheit. Die Begebenheit hat etwas Zeitloses; denn all das, was den Menschen in Coqueville widerfährt, kennen wir bis zum heutigen Tage. Und wer diesen Titel nun ausleihen möchte: Sprecher ist: Sonja Theobald, 1 Kassette bzw. 1 CD-ROM, Bestellnummer: 637. Kleiner Nachsatz: Hörbücherei und Punktschriftausleihe halten weitere Titel von Èmile Zola bereit.

Bücher des Jahrhunderts

Welche Bücher haben das 20. Jahrhundert am stärksten geprägt? Eine internationale Jury ist dieser Frage nachgegangen. Das Ergebnis wurde im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels veröffentlicht (Petra Gass: Meilensteine. Börsenblatt des Deutschen Buchhandels Nr. 81 vom 12.10.99). Wir nennen Ihnen nacheinander diese Bücher. Titel dieser Liste, die Sie in der DZB ausleihen können, stellen wir Ihnen ausführlicher vor.
Wir setzen heute fort mit Position:


J. Kerouac: Unterwegs.

(ON THE ROAD)

In der DZB in Punktschrift:
5 Bde., SchG, rkzp., 56,25 €, BNV 4217, BNA 9260
als Hörbuch: 11 Kass. 4524
Roman von Jack Kerouac, erschienen 1957. - Mit diesem bereits in den Jahren 1949–1951 entstandenen Buch wurde der Autor zum bekanntesten Vertreter der Beat-Generation der 50er Jahre in der amerikanischen Literatur. Ständig unterwegs auf den Straßen und in den Städten der USA sind die Figuren des episodenhaft strukturierten, in den späten 40er Jahren spielenden Romans über Beatniks und Hipsters, als deren Prototyp Dean Moriarty, der Freund des Ich-Erzählers Sal Paradise, erscheint. Moriarty, im Westen der Staaten als Sohn eines Wanderarbeiters geboren, führt nach der Entlassung aus einer Erziehungsanstalt ein Leben, das in krassem Gegensatz zu den bürgerlichen Vorstellungen von Sesshaftigkeit, Verantwortungsbewusstsein und geregelter Arbeit steht. Sein und seiner Weggenossen Lebenszweck ist die Suche nach »Intensität« - Intensität im Erleben der Weite und Schönheit des nordamerikanischen Kontinents, des Sexus, des Jazz (damals hatte die Begeisterung für den Be-pop ihren Höhepunkt erreicht) und der vom Alkohol stimulierten Diskussion mit Freunden und Fremden; kicks, Momente ekstatischen Hingerissenseins, und diggings, spontanes Verstehen eines anderen, sind Schlüsselwörter der Beat-Sprache. Sal, im Osten der Staaten aufgewachsen, Student mit schriftstellerischen Ambitionen, gerät in New York in den Bann Deans. Als dieser westwärts trampt, fährt er ihm nach, findet ihn nach längerem Suchen in Denver, Colorado, und teilt während des größten Teils der folgenden zwei Jahre sein Vagabundenleben. Immer deutlicher erkennt er, dass Deans Ruhelosigkeit und Erlebnisgier aus seiner Unfähigkeit, sich der Gesellschaft anzupassen, resultieren, dass seine Flucht vor jeder festen Bindung aber auch einen Protest gegen diese Gesellschaft, gegen das amerikanische »Spießerparadies« (A. Kazin) darstellt. In seinem maßlosen Freiheitsdrang und seiner hektischen Suche nach Selbstbestätigung handelt er menschlich verantwortungslos, sowohl gegenüber zahlreichen Mädchen und Frauen als auch gegenüber Sal, den er eines Tages krank und elend in Mexiko zurücklässt. Dennoch entschuldigt Sal Deans Verhalten, auch die gelegentlichen Autodiebstähle und Betrügereien, immer wieder, weil Dean in seinen Augen als Ausnahmemensch geradezu eine Verkörperung der Kreativität, auch in ihren destruktiven Aspekten, ist. Nach jeder Reise fühlt sich der Erzähler erschöpfter und ausgebrannter als zuvor; er sehnt sich nach einem neuen Anfang, einer sinnvollen Arbeit, einem »normalen« Leben und beginnt schließlich, auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Dean jedoch wird nach jedem Versuch, sich irgendwo niederzulassen, von seiner inneren Unruhe auf die Landstraßen zurückgetrieben; denn unterwegs zu sein ist für ihn »zugleich Befreiung und Narkotikum« (M. Cunliffe). Bis zuletzt empfindet Sal Bewunderung für ihn, für die »unmögliche Komplexität seines Lebens«, für die Absolutheit, mit der er sich dazu bekennt und die ihn in Sals Augen zum »Idioten, Blödian und Heiligen dieser Gesellschaft« macht. Die Suche der Protagonisten, die Ähnlichkeit mit Neal Cassady und Kerouac haben (der Dritte im autobiografischen Bund der Freunde ist William Burroughs als Old Bull Lee), nach Erlebnissen jenseits des Erfahrungsbereichs früherer Generationen und ihr Drang, Amerika neu zu entdecken, stellt Kerouacs Roman in eine literarische Tradition der USA, die von Emerson und Thoreau über Whitman bis zu Thomas Wolfe und Henry Miller reicht. Kerouacs Bemühung, die Sprache dieses Romans dem spontanen, unreglementierten Leben seiner Protagonisten anzupassen, überzeugt nur dort, wo deren Jargon in direkter Rede wiedergegeben wird. Die ebenfalls betont lässige Sprache des Ich-Erzählers hat dagegen in visionären Momenten oft etwas Forciertes. (Entgegen Kerouacs Theorie vom spontanen, improvisierten Schreiben als Ausdruck des wahren Selbst wurde On the Road vor der Publikation intensiv und mehrfach überarbeitet.) Den Eindruck der Unausgegorenheit erwecken gelegentlich auch die Bildungsreminiszenzen aus den verschiedensten Bereichen, die Anspielungen auf Goethe, Nietzsche, Dostoevskij u. a. Das Buch, das trotz bissiger Kritiken weit über die USA hinaus eine ähnliche Resonanz fand wie Salingers »The Catcher in the Rye« (1951), gilt, obgleich es in erster Linie ein Dokument des Lebensgefühls der amerikanischen Nachkriegsgeneration ist, inzwischen als ein Klassiker der amerikanischen Nachkriegsliteratur und als wichtigstes Prosawerk der Beat-Generation. Gerade weil »On the Road« nicht wie Kerouacs folgende Bücher - alles Teile einer großen autobiografischen Konfession - in »spontaner Prosa« geschrieben ist, sondern nur von der Suche nach Spontaneität handelt, erreichte es eine Breitenwirkung wie von allen Werken der Beat-Generation sonst nur noch Ginsbergs »Howl« (1956). (Quelle: Kindlers neues Literaturlexikon © CD-ROM 1999 Systhema Verlag GmbH, Buchausgabe Kindler Verlag GmbH)

LOUIS

[Leipziger Online Unterstützungs- und Informationsservice für Sehgeschädigte]
Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander. (Tel. 0341 7113-145, Fax: 0341 7113-125, E-Mail:Ulrich.Jander@dzb.de). Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

Aufnahme und Bearbeitung von Audioinformationen am PC

Ulrich Jander
Heute möchte ich kurz darstellen, wie man relativ einfach analoge Aufnahmen (Tonbandspule, Kassette oder Schallplatte) in den Computer aufnimmt, sie dort als mp3-Dateien, also komprimiert, ablegt bzw. im Computer auch bearbeiten kann. Ein kleines Programm mit Namen mp3DirectCut, Version 1.35, steht hier als frei verfügbare Software (Freeware) zur Verfügung. Herrn Lothar Rehdes aus Berlin bin ich sehr dankbar, der mich darauf aufmerksam gemacht und mir das Programm, einschließlich Anleitung, zur Verfügung gestellt hat. Aus dieser Anleitung geht u.a. folgendes hervor:

Zur Installation:
Die Dateien werden in ein Verzeichnis, z. B. mp3DirectCut, auf der Festplatte kopiert; eine Installationsroutine gibt es nicht. Das Programm umfasst 14 einzelne Dateien, die mühelos auf eine Diskette passen. Darunter befindet sich die eigentliche Programmdatei mp3directcut.exe. Damit man nicht jedes Mal die exe-Datei suchen muss, sollte über das Kontextmenü der exe-Datei zum Desktop eine Verknüpfung erzeugt werden. Auch kann man im Kontextmenü festlegen, dass mp3-Dateien immer mit dieser exe geöffnet werden sollen; das erleichtert den Aufruf von mp3-Dateien aus dem Arbeitsplatz.

Zur Aufnahme:
Wie schon angedeutet, werden mit diesem Programm bereits auf externen Geräten vorhandene, analoge Aufnahmen in den Computer als mp3-Dateien aufgezeichnet. Dies geschieht über ein Kabel (Klinkensteckeranschluss) an der Soundkarte des PC’s. Für die Aufnahmefunktion ist ein Modul Lame-Encoder wichtig, welcher Bestandteil der 14 Dateien ist. Dieser Encoder erlaubt die Erzeugung von MP3-Dateien in Echtzeit. Die Konfiguration erfolgt unter F12. Die Aufnahmen werden in die Datei »recording.mp3« geschrieben, die anschließend unter anderem Namen gespeichert werden muss, damit sie bei der nächsten Aufnahme nicht überschrieben wird. Man kann für die Aufnahmen einen eigenen Ordner anlegen, muss dann aber den Pfad der recording-Datei in der Registerkarte für den Encoder unter F12 ändern.

Zur Bearbeitung:
Im Rechner vorhandene MP3-Dateien können bearbeitet werden. Hierzu werden sie z. B. aus dem Arbeitsplatz heraus oder über das Dateimenü des Programms geöffnet. Für die Bearbeitung stehen mannigfache Menüfunktionen und auch Schalter auf dem Bildschirm zur Verfügung. Einfacher - insbesondere für blinde Nutzer - ist die Arbeit mit Tastenkürzeln (s. dazu die entsprechende Datei im Verzeichnis). Die Bearbeitung umfasst das punktgenaue Schneiden der Aufnahmen, die Pegelkorrektur, das Ein- und Ausblenden sowie etliche Speicheroptionen (z. B. für das Zerlegen großer Dateien - evtl. von Radiomitschnitten - in einzelne Tracks).
Einige Tastenkürzel seien nachfolgend beispielhaft genannt:

Der Autor dieses kleinen Programms ist Martin Pesch. Auf der Internetseite www.rz.uni-frankfurt.de/~pesch kann das Programm heruntergeladen werden. Dort steht es als zip-Archiv bereit, man muss es daher zuerst entpacken. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, das komplette Programm, die 14 Dateien, von mir zu beziehen. In diesem Falle ist es mit Grundeinstellungen des Lame-Encoders vorkonfiguriert. Ich bitte Sie, mir dann eine leere Diskette in einer Versandtasche mit Wendeadresse an meinen Namen in die DZB nach Leipzig zu schicken. Sie erhalten umgehend Ihre Diskette mit den Programmdateien zurück. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg mit diesem kleinen, nützlichen Programm mp3DirectCut.

Vorlesesystem LeseAs

Dr. A. Hennig
Das Vorlesesystem LeseAs wandelt gescannte Textdokumente in Sprache um und liest diese auf Knopfdruck vor. Bestandteile des Systems sind ein Scanner und ein Bedienteil. Der Scanner dient zur Übertragung der Textvorlagen zur Systemeinheit. Die Tonwiedergabe gestattet die Einstellung der Lautstärke und die Wahl weiblicher oder männlicher Stimmen. Nach kurzer Einhörzeit besteht für den Anfänger keine Schwierigkeit, den Text zu verstehen. Pro Stunde können etwa sechs bis zehn DIN A4-Seiten gehört werden.

Leistung
Gelesen werden mit Schreibmaschine geschriebene Seiten bzw. Bücher in lateinischen Buchstaben, aber keine handgeschriebenen Texte oder Frakturschriften. Die Wiedergabe erfolgt in deutscher Sprache, zudem ist es möglich, das LeseAs mit Fremdsprachen wie z. B. Englisch, Französisch oder Niederländisch zu erweitern. Tabellen werden gelesen, sind aber für den blinden Anwender im Prinzip nicht nutzbar. In manchen Fällen sind Bilder auf den eingelegten Seiten störend und schlechte Papierqualitäten können die Funktion des Scanners sehr beeinträchtigen.

Bedienung
Der Hersteller bzw. Lieferant verbindet mit dem Kauf oder Leasing des Gerätes ein mehrstündiges Training durch einen Mitarbeiter der Firma. In der Regel ist der Anfänger nach der Einführung in der Lage, das Gerät zu nutzen, da für diese Phase nur die Bedienung von wenigen Knöpfen des Systems erforderlich ist. Bei kleineren Problemen empfiehlt sich ein Blick in die umfangreiche Bedienungsanleitung oder die Inanspruchnahme der akustischen Hilfe-Funktion per Knopfdruck.

Weitere Funktionen
Fortgeschrittene und Experten können das Angebot des LeseAs vollständig nutzen. Von Vorteil ist die Speicherung des Textes in einer Art »Bibliothek«. Es können etwa 16 verschiedene Sachgebiete (Kategorien) eingegeben werden. Die Dokumente können auf die einzelnen Kategorien verteilt werden, wobei es möglich ist, eine weitere Unterteilung vorzunehmen, z. B. die Zuordnung verschiedener Briefe zu Personen, Firmen, Behörden etc. Die Speicherfähigkeit des Lesegerätes ist erheblich. Die einzelnen Texte können aufgerufen und dann beliebig oft vorgelesen werden. Das Gerät hat sich nach vierjähriger Anwendungsdauer gut bewährt. Nur in wenigen Fällen war eine Hilfe des Kundendienstes notwendig. Der Preis des Gerätes für Anspruchsvolle beträgt etwa 3.000 bis 4.000 Euro. Bezug des LeseAs über die Firma: Reinecker Reha-Technik GmbH Sandwiesenstr. 19, 64665 Alsbach-Hähnlein

Info-Service

Umstellung der DAISY-Bücher

Anke Hebecker

Das Studio der DZB plant seine Hörbücher in einem elektronischen Produktionsverlauf zu erstellen, dessen zentraler Ausgangspunkt der Hörbuchkatalog der Bibliothek ist. Im Zuge der Umstellung auf den DAISY-Standard 2.02, der dem Hörer mehr Service beim Hören von DAISY-Büchern bietet, z. B. Restzeitansage, mussten Voraussetzungen geschaffen werden, wichtige Informationen wie Verlagsangaben etc. (die sogenannten Metadaten) direkt aus dem Hörbuchkatalog verfügbar zu machen. Dafür musste zunächst ein elektronisches Werkzeug, also ein Programm, geschaffen werden. Diese Aufgabe ist momentan fast abgeschlossen, so dass in Kürze alle vorhandenen DAISY-Bücher aufbereitet werden und dann im DAISY-Standard 2.02 vorliegen.

Forschungsprojekt: Wie reisen Behinderte ?

blip vom April 2004
Im Rahmen eines empirischen Forschungsprojekts untersuchen Soziologen der Universität Mainz das Reiseverhalten von behinderten Menschen vor dem Hintergrund ihrer allgemeinen Lebensbedingungen. Die Untersuchung hat keine kommerziellen Zielsetzungen. Vielmehr soll auf einer wissenschaftlich fundierten Basis untersucht werden, ob und welche Barrieren das Reiseverhalten von Menschen mit Behinderungen beeinflussen. Aus den Ergebnissen sollen praxisnahe Vorschläge erarbeitet werden, wie solche Barrieren vermieden bzw. beseitigt werden können. Wer das Projekt als Interviewpartner unterstützen möchte, erhält weitere Informationen bei:
Jürgen Schiener, Telefon: 06131 3924705
E-Mail: juergen.schiener@uni-mainz.de

   

Regierung macht Agenda 2010 hörbar

blip vom April 2004
Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung gibt im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit für Blinde und Sehbehinderte die Broschüre »agenda 2010« als Audiobroschüre auf Cassette heraus. Darin werden die Grundzüge der aktuellen Gesetzesänderungen und die weiteren Planungen zur Zukunft der sozialen Sicherungssysteme sowie Wirtschaft, Arbeitsmarkt und anderer Bereiche dargestellt. Ein Stichwortverzeichnis und Kontaktadressen ermöglichen eine Vertiefung der Informationen. Die Audiocassette kann unentgeltlich bezogen werden beim:
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Postfach 301163, 53191 Bonn
Tel.: 0180 5221996, Fax: 0180 5221997
E-Mail: bestellung@publikationsversand.bpa.bund.de

Längstes Hörspiel aller Zeiten

Der Hessische Rundfunk produziert aktuell das längste Hörspiel aller Zeiten mit ca. 24 Stunden Laufzeit. Thema dieser Fantasy-Geschichte von Tad Williams ist der ewige Menschheitstraum von Unsterblichkeit und schlimmen Auswirkungen für die Menschen. Der Hörverlag wird dieses Hörspiel ab Herbst in insgesamt vier Teilen - entsprechend der Buchvorlagen - herausbringen.

AudioMagazine Lifestyle« auf CD

bit-Tipp Mai 2004
Die vom Münchener bit-Zentrum herausgegebene Hörzeitschrift ist auf jedem CD-Player abspielbar und enthält Artikel zu den Themenbereichen Lifestyle, Kultur, Sport, Gesundheit und Wissenschaft (aus »Cosmopolitan«, »Spektrum der Wissenschaft«, »Sport«/Schweiz, »ORT Magazin«, »Petra«, »Vital« u.a.) Das Magazin erscheint sechsmal im Jahr; Abonnementsbeginn ist voraussichtlich August 2004. Eine kostenlose Probeausgabe ist ab Ende Mai erhältlich: BIT
Arnulfstr. 22, 80335 München
Tel. 089 55988134
E-Mail: bit-bestellservice@bbsb.org

Impressum

»DZB-Nachrichten«
Erscheint zweimonatlich:
Kassette, Blindenkurzschrift, DAISY-CD-ROM (je 7,68 €), Schwarzschrift (12,30 €), online unter www.dzb.de/zeitschriften/index.html
(Die Preise gelten für ein Jahresabonnement zzgl. Versandkosten und der gesetzlichen MwSt.)
Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«

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Nur für Kassettenausgabe: Die Kassette bleibt Eigentum der DZB. Kassetten und Versandboxen sind innerhalb von 4 Wochen zurückzuschicken.

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