DZB-Nachrichten

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 5 – 2005

September / Oktober

15. Jahrgang


Inhalt

Vorbemerkung

Postecke

Werden Sie Buchpate!

Einblicke

Vorschau auf den "Literaturtreff" 2006

Der neue Duft- und Tastgarten in Leipzig

Wie war das damals?

50 Jahre Westdeutsche Blindenhörbücherei

Die Kramkiste

Boris Pasternak: "Dr. Schiwago"

Oscar Wilde: "Das Bildnis des Dorian Gray"

Bücher des Jahrhunderts

Gabriel García Márquez: "Hundert Jahre Einsamkeit"

LOUIS

Das neue DAISY-Abspielgerät "Victor Reader Classic plus mit Aufnahmefunktion"

Info-Service

Sonderaktion: DAISY im Doppelpack

Ruth Wunsch: "Mein buntes, blindes Leben" bald als Hörbuch ausleihbar

VII. Boltenhagener Tage für akustische Medien

"Wie Lichtstrahlen im Durcheinander des Lebens" - Verein Andere Zeiten e.V. präsentiert den "Anderen Advent" 2005

Harry Potter in Englisch

Kurssystem zum Erlernen der Braillevoll- und -kurzschrift

Seminarausschreibungen

Impressum

Vorbemerkung

Ziemlich literarisch geht es in unserer Herbstausgabe zu, also ganz im Sinne der ebenfalls im Herbst angesiedelten Buchmesse. Wir stellen Ihnen ein neues Projekt vor, das Paten sucht. Damit wollen wir aber keinesfalls sizilianische Verhältnisse schaffen, sondern es geht dabei um - wie kann es anders sein - Bücher. Um die geht es dann ebenfalls in der Rubrik "Einblicke" - mit den neuesten Informationen über die Zeitschrift "Literaturtreff". Neues gibt es auch vom Leipziger "Blindenpark" zu berichten, der nicht nur ein neues Domizil, sondern auch einen neuen Namen bekommt. Bleibt eigentlich nur noch, Sie besonders auf die sich anschließende Postecke aufmerksam zu machen, die ganz im Gegensatz zur letzten Ausgabe geradezu voluminös ausgefallen ist.
Ich verabschiede mich ganz herzlich bis zum nächsten Mal, Ihr Karsten Sachse.

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Postecke

Die Veröffentlichungen sind nicht identisch mit der Redaktionsmeinung. Aus redaktionellen Gründen müssen wir uns Kürzungen vorbehalten. Wenn Sie keine Veröffentlichung wünschen, vermerken Sie dies bitte.

Arbeitserleichterung für blinde Musiker - das Projekt Dacapo macht's möglich

»(…) Am Sonntag, dem 17.07.2005, fand in der evangelischen Friedensgemeinde in Frankfurt am Main ein besonderer Gottesdienst statt. Er wurde vom Chor und einer Band mit Gospelsongs und anderen modernen Kirchenliedern gestaltet. Dies war u.a. nur mit Hilfe des Projekts Dacapo der DZB Leipzig möglich. (…) Um Sehenden das Korrigieren von Braillenoten zu erleichtern, wurde ein Programm hergestellt, mit dessen Hilfe Braillenoten wieder zu Schwarzdrucknoten gemacht werden können. Dies kommt nun auch blinden Musikern zugute, die ihre selbst geschriebenen Braillenoten in Schwarzdruck benötigen. Jeder Kirchenmusiker oder Musiklehrer muss immer wieder selbst Noten für einen Chor oder ein Instrumentalensemble herstellen. Für Sehende ist das kein Problem, da sie entweder mit der Hand oder einem Computerprogramm schreiben können. Blinden Musikern blieb bisher nur die Möglichkeit, ihre Noten beispielsweise von einem Chormitglied schreiben zu lassen. Wenn dann die Noten für den Chor nicht brauchbar waren, war der Kummer groß und die Arbeit umsonst. Nun ist es seit kurzem möglich, die Noten in Punktschrift als TXT-Datei via E-Mail an die DZB zu schicken und sie dann als pdf-Datei (Schwarzdruck) und auch als Midi-Datei (hörbar) wieder zurückgeschickt zu bekommen. Ich hatte für oben genannten Gottesdienst alle Sätze und Instrumentalarrangements selbst geschrieben und war deshalb über diese Möglichkeit mehr als glücklich.
Allerdings ging es nicht ohne Schwierigkeiten ab, und ich muss Herrn Leopold für seine Engelsgeduld danken. Zum Einen ist es auch für den Berufsmusiker nicht immer ganz leicht, Noten druckreif zu schreiben. Da schleichen sich immer wieder Ungenauigkeiten ein, die man selbst bei mehrmaligem Durchlesen übersehen kann (Oktavzeichen, Fehlen von Verlängerungspunkten usw.). Außerdem brauchte ich eine gewisse Zeit, um mich an gewisse vom Computerprogramm geforderten Schreibweisen zu gewöhnen. So muss vor dem Präfix, das die Noten vom übrigen Text trennt, eine - oder bei neuen Abschnitten eine bestimmte Anzahl - von Leerräumen gesetzt werden. Bei Strophenliedern darf das Wiederholungszeichen nicht benutzt werden, da das Programm sonst nicht ›versteht‹, warum sich der Text, aber nicht die Noten ändern. Schwierigkeiten gab's auch bei den englischen Texten von Gospelsongs. Jedoch durfte ich erleben, dass die Schwierigkeiten immer weniger wurden. Erwähnen möchte ich vor allem die gute Zusammenarbeit mit Herrn Leopold: Er rief mich sofort an, wenn es Unklarheiten gab, und ich bekam die Noten sofort darauf zugeschickt. Ich hoffe, dass noch viele andere blinde Musiker von diesen großartigen Möglichkeiten profitieren können (…)«
[Herr Martin Feuerstein per E-Mail]

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Hundert Jahre Blindenanstalt Chemnitz

»(…) Der zuletzt veröffentlichte Teil des Berichts von Dr. Uhlig hat mich an meine eigene Schulzeit in Soest von 1928 bis 1939 erinnert. Jungvolk und Hitlerjugend gab es natürlich auch mit allem, was uns damals Spaß gemacht und auch unsere Kreativität gefördert hat. Aber von unserem Direktor hieß es, er sei Freimaurer gewesen. Davon und von seinem Christsein war das Anstaltsklima unverkennbar geprägt. Bei uns wurde auch vor und nach Tisch gebetet, und es gab nicht nur am Montag, sondern an jedem Werktag eine Morgenandacht, und für die Kinder, die noch nicht in den Gottesdienst der evangelischen Gemeinde gingen - Soest war evangelisch, Paderborn katholisch - , jeden zweiten Sonntag einen Kindergottesdienst - und das ohne jede nazistische Färbung. Der einzige politisch in Erscheinung getretene Lehrer, ein SS-Mann, hat sich nicht an alledem beteiligt, sondern nur den Turnunterricht gelegentlich dazu missbraucht, uns politisch zu indoktrinieren (…)«
[Dr. Hans-Eugen Schulze aus Karlsruhe]

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Neuerscheinungen als Newsletter?

»(…) Könnte man die Neuerscheinungen bzw. Übernahmen, die nicht mehr in der Bücherliste in Punktschrift angegeben werden, als Newsletter bekommen? So bin ich sicher, das ich immer die aktuellen Neueinstellungen bekomme.
Werden auch Hörbücher erwähnt, die vorher nur in Kassettenform vorlagen und neu konvertiert wurden? (…)«
[Herr André Rabe aus Hamburg per E-Mail]
Anmerkung der Redaktion
Die Möglichkeiten zur Erstellung und Versendung eines Newsletters werden gerade geprüft.
Zur vollständigen Information über neue DAISY-Titel muss man sich zurzeit noch 3 verschiedener Quellen bedienen:
Bis zur Fertigstellung des neuen DAISY-Kataloges, der dann die Angaben aus den verschiedenen Quellen vereinen wird, müssen wir alle Interessenten, die keinen PC besitzen, um Geduld bitten. Das sollte aber kein Problem sein, denn nach wie vor beantworten Ihnen unsere Mitarbeiterinnen am Telefon gern Fragen nach dem Vorhandensein eines bestimmten Titels im Ausleihbestand.

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Fragen an die DZB

»(…) Ist es angedacht, DAISY-Bücher für den Verkauf zu produzieren. So etwas wäre ja, wie das einst vorgestellte Kochbuch, für Nachschlagewerke und ähnliche Bücher gut.
Nächste Frage: hat man bei der DZB schon einmal daran gedacht, Zeitschriften auf CD-RW zu produzieren, so wie das in Holzminden gemacht wird. Ich kann mir vorstellen, dass es auch um Kosten bzw. Kapazitäten gehen kann, um so etwas umzusetzen.
Letzte Bemerkung: Bei Neuproduktion von Büchern, ob DAISY, Punktschrift, Verkauf oder Ausleihe kommt das Thema Rockmusik etwas kurz (…)«
[Herr Gerald Lohmann aus Schönebeck/Elbe per E-Mail]
Anmerkung der Redaktion
Um von uns produzierte DAISY-Titel zum Kauf anbieten zu können, bedarf es noch der Klärung rechtlicher Fragen.
Die Verwendung von CD-R ist für uns kostengünstiger.

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Info-Kassette

»(…) Die Qualität der Kassette ist leider nicht sehr gut, ich habe den Eindruck, dass sie zu locker gewickelt war, das habe ich schon gemerkt, bevor ich sie in den Recorder gelegt habe. (…) Das nur zu Info, denn für mich sollte es das Problem in Zukunft nicht mehr geben! Ich bitte Sie, die Zustellung der Info-Kassette ab der nächsten Ausgabe auf das DAISY-Format umzustellen.
(…) Auf der Info-Kassette habe ich in einem Interview, als es um die Ausleihfristen ging, unter anderem das Stichwort EDV-Literatur gehört. Bisher habe ich noch nicht sehr viel Fachliteratur zu diesem Thema bei Ihnen gefunden. Das Projekt LOUIS ist sicherlich eine sehr gute Einrichtung, als EDV-Fachmann habe ich aber leider bisher noch nicht so recht davon profitiert. Sie haben ja das Projekt Dacapo für die Blindennotenschriften, ich denke es wäre sinnvoll ein ähnliches Projekt für IT-Themen ins Leben zu rufen, denn wo wären wir Blinden ohne die moderne Computertechnik. In Marburg sind einige Fachbücher zu Windows XP, Access und Powerpoint erschienen, die auch recht gut sind, allerdings auch weitgehend nur für den Einsteiger geeignet. Da die DZB die inovativste und flexibelste Einrichtung ihrer Art ist, würde es mich freuen, wenn Sie hier etwas unternehmen würden!
Nun eine letzte Frage. Auf der Info-Kassette heißt es, Bezieher von DAISY-Zeitschriften sollten ihre Beiträge auf Kassette einsenden. Ich nehme an, weil die CD-ROMs lediglich CD-R sind? (…)«
[Herr Robert Ster aus Friedberg per E-Mail]
Anmerkung der Redaktion
Hörbeiträge können auf verschiedenen Trägern eingesandt werden: Kassette, CD-R/RW, MiniDisc …

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Werden Sie Buchpate!

Christiane Felsmann
Kinderbücher, Belletristik, Sachbücher, Liebesromane, Fachliteratur … auf dem Buchmarkt kursieren jährlich rund 80.000 deutschsprachige Neuerscheinungen! Diese Menge an Literatur kann Blinden und Sehbehinderten leider nur in Bruchstücken zugänglich gemacht werden. Dieser Mangel ist nicht zuletzt im zu leistenden materiellen und personellen Aufwand begründet. Die Produktion eines Blindenschriftbuches kann mit mindestens 2.000 € veranschlagt werden, die Produktion eines Lehrbuches für den Biologieunterricht beträgt sogar etwa 10.000 €. Um für blinde und sehbehinderte Menschen mehr Literatur verfügbar machen zu können, ist deshalb finanzielle Unterstützung notwendig.
Der Förderverein "Freunde der DZB e.V." unterstützt die DZB mit dem neuen Projekt www.buch-patenschaft.de bei der Qualitätssicherung und der Steigerung des Angebotes an Literatur. Hier bietet sich eine Gelegenheit, wie jeder dazu beitragen kann, ein Mehr an Büchern für Blinde und Sehbehinderte zu schaffen.
Was hat es nun mit dieser "Buchpatenschaft" auf sich? Gemeint ist damit, dass Einzelpersonen, Organisationen oder auch Unternehmen die Produktion eines ganz bestimmten Blindenschrift- oder Hörbuches finanziell unterstützen oder sogar ermöglichen können. In einer in bestimmten Zeitabständen wechselnden Liste werden dafür entsprechende Titelvorschläge veröffentlicht. Aktuell stehen jeweils 10 Buchtitel in 4 Gruppen zur Auswahl. Diese Gruppen gründen auf den infrage kommenden unterschiedlichen Produktionsstrecken:
  1. Neuproduktion Punktschrift
  2. Umschriften Punktschriftbibliothek
  3. Neuproduktion Hörbuch
  4. Hörbuch DAISYfizierung (Konvertierung vom Kassetten- ins DAISY-Format)
Jedem einzelnen Titel in den vier Gruppen ist die Pauschalsumme der für die entsprechende Übertragungsform zu veranschlagenden Kosten zugeordnet. Für jeden der zur Patenschaft ausgeschriebenen Buchtitel können bis zur Erreichung dieser Summe beliebig viele Patenschaften von beliebig vielen Paten übernommen werden. Eine Buchpatenschaft ist ab einem Betrag von 100 € möglich.
Als Anerkennung für die geleistete Unterstützung werden die Buchpaten in dem von Ihnen geförderten Buch nach dessen Fertigstellung namentlich erwähnt.
Nähere Informationen zum Thema Buchpatenschaft für die DZB erhalten Sie unter www.buch-patenschaft.de oder direkt bei Susanne Siems unter der Rufnummer 0341 7113115.
Liste der angebotenen Buchpatenschaften
Neuproduktion Punktschrift
Umschriften Punktschriftbibliothek
Neuproduktion Hörbuch
Hörbuch "DAISYfizierung"

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Einblicke

Vorschau auf den "Literaturtreff" 2006

Karsten Sachse
Die folgenden Zeilen stellen Ihnen jene Buchtitel vor, die im nächsten Jahr in unserer Punktdruckzeitschrift "Literaturtreff" erscheinen sollen. Kurze Erklärung: "Literaturtreff" ist eine von der DZB herausgegebene Zeitschrift in Blindenkurzschrift, die wöchentlich als Heft erscheint. Inhalt sind Romane und Erzählungen, die von Heft zu Heft fortgesetzt werden. Im Laufe eines Jahres (52 Hefte) kommen auf diese Weise zwischen 6 und 9 komplette Romane zusammen. Der Vorteil der Heftform gegenüber normalen Punktschriftbüchern besteht nicht nur im geringeren Gewicht, sondern vor allem auch im geringeren Preis: pro Heft sind im Abonnement lediglich 1,02 Euro zu zahlen. Das sind im Jahr 53,04 Euro für z.B. 8 Romane. Preiswerter kann man Punktschrift nur noch in der kostenlosen Ausleihe lesen, aber da ist gelegentlich mit Wartezeiten zu rechnen … Das soll zur Erklärung reichen, kommen wir endlich zu den Büchern.
Starten wollen wir in das Jahr 2006 - das ist dann schon der 19. Jahrgang - mit einem Klassiker: "Die neununddreißig Stufen" von John Buchan wurde bereits 1914 geschrieben und gilt als der Vorläufer aller Agenten-Romane: "…Buchan nahm, ehe an James Bond auch nur zu denken war - allerdings auf ungleich höherem literarischen Niveau - alle Höhepunkte der späteren Agentenwelle vorweg …," schrieb die Wiener Wochenpresse. Zur Handlung sei nur so viel verraten, dass am Beginn der Story der Romanheld Richard Hannay in London weilt, als ihn ein amerikanischer Agent um Hilfe bittet und ihm dabei eine völlig verrückte Geschichte erzählt … Der nächste Titel heißt "Ich, das Soldatenkind" und beruht auf tatsächlichen Erlebnissen. Bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs lebte Walter Tilemann mit seinen Eltern, die als begeisterte deutsche Kommunisten nach Russland ausgewandert waren, in Moskau. Als die Eltern im Zuge der "Säuberungen" verhaftet wurden, war Walter neun Jahre alt. Der Junge kam in ein Waisenhaus, von dort floh er jedoch bald und landete bei einer Gruppe russischer Partisanen. Von hier aus setzt sich sein abenteuerlicher Lebensweg fort bis nach Bonn. Ein beeindruckendes Buch, das tatsächliche Geschehnisse schildert. Über den Realismus der folgenden Geschichte möchte ich lieber keine Aussage machen; aber auf jeden Fall handelt es sich auch um einen Klassiker - dieses Mal allerdings der Science-Fiction-Literatur: "Per Anhalter durch die Galaxis" berichtet, wie Arthur Dent, der einzige überlebende Erdenbürger, durchs All reist - denn die gute alte Erde ist dem Bau einer Expressroute für Raumschiffe zum Opfer gefallen. Dent bleibt verschont, weil sich sein Freund als Außerirdischer entpuppt und ihn auf eine unglaubliche Odyssee durch das Weltall mitnimmt. Die Verfilmung des Buches ist seit Juni im Kino zu bewundern.
Sicher kennen Sie George Simenon und seine Klassiker der Kriminalliteratur, die mit der Figur des Kommissars Maigret verbunden sind. In "Maigrets erste Untersuchung" begegnen Sie dem Kommissar ganz am Anfang seiner Karriere und werden Zeuge bei der Lösung seines ersten Falles. Maigret ist noch nicht am Quai des Orfevres bei der berühmten Mordkommission, sondern Sekretär von Kommissar Le Bret im ruhigen Quartier Saint-Georges. Hier wird er in einen Fall verwickelt, der die Weichen für sein zukünftiges Leben stellen wird. Auch hier kann weiter nichts verraten werden.
Natürlich soll im neuen Jahrgang unseres "Literaturtreff" auch das allseits beliebte Genre des historischen Romans nicht zu kurz kommen: Colette Davenat, deren Roman "Die Favoritin" bereits in Punktschrift vorliegt, hat sich der literarischen Darstellung des Lebens einer berühmten spanischen Königin angenommen und beschreibt in ihrem Roman "Isabella von Kastilien", wie Isabella, das junge, selbstbewusste Mädchen, durch Verrat, Einsamkeit und Intrigen gehen muss, bis sie das von Machtfeldern zerrissene Spanien des 15. Jahrhunderts unter der Krone Kastiliens einigen kann. Noch weiter zurück ins alte Rom bis ins Jahr 58 v.Chr. führt folgende Detektivgeschichte. Julius Caesar steht mit seiner Armee im Rhonetal, belagert von wilden gallischen Stämmen. Da ereignet sich ein Mordfall im römischen Lager. Opfer ist Titus Vinius, ein korrupter Centurio, der bei seinen Soldaten allgemein verhasst ist. Decius Caecilius Metellus wird von Caesar mit der Untersuchung des Falles beauftragt. Geschrieben wurde "Tod eines Centurio" von John Maddox Roberts.
Was fürs Herz gibt es natürlich ebenfalls. Der Autor Brian Moore dürfte langjährigen Leserinnen und Lesern der Zeitschrift "Literaturtreff" kein Unbekannter sein. In "Saturnischer Tanz" erzählt er die Geschichte des katholischen Iren Diarmuid Devine. Der ist Lehrer in einer Knabenschule in Belfast, wo eine klösterliche Atmosphäre herrscht. Für die Schüler ist es ein gefundenes Fressen, als sich etwas anbahnt - zwischen Devine und der protestantischen Nichte eines Lehrerkollegen … Für die Einstimmung auf das Jahresende und die damit verbundene Weihnachtszeit sorgt dann David Baldacci mit seinem Roman "Das Geschenk". Hier geht es um einen Journalisten, den seine Erlebnisse in vielen Krisengebieten der Welt verbittert und mutlos gemacht haben. Da zwingt ihn ein Missverständnis bei einer Sicherheitskontrolle am Flughafen dazu, eine Fahrt mit der Eisenbahn quer durch die Vereinigten Staaten zu machen. Von den Macken und Marotten sowie den spannenden Geschichten, die er von den Priestern, Wahrsagern, Ausreißern und überraschend wiedergetroffenen Bekannten im Mikrokosmos der Eisenbahn erfährt, könnte er am Ende Romane füllen. Gewidmet hat Baldacci seinen Roman all jenen, "die Eisenbahnzüge und Weihnachten lieben".
Sollte diese kleine Vorschau Ihr Interesse am "Literaturtreff" geweckt haben, dann rufen Sie einfach an: 0341 7113-120.

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Der neue Duft- und Tastgarten in Leipzig

Dr. Werner Uhlig
"Und wenn alles gut geht, dann lade ich Sie zur Eröffnungsveranstaltung in den neuen Duft- und Tastgarten für Blinde und Sehbehinderte nächstes Frühjahr in den Friedenspark ein!" Mit diesen Worten beendete Frau Schumann, Mitarbeiterin des Grünflächenamtes, ihre Ausführungen zur Präsentation des Modells der geplanten Anlage auf der Jahresversammlung der Kreisorganisation Leipzig Stadt des BSVS am 23. 4. 2005 im ehemaligen Ringcafé. Ehrlich - wir hatten an die Errichtung eines neuen Duft- und Tastgartens für Blinde und Sehbehinderte in Leipzig kaum noch geglaubt. Vor drei Jahren war unser alter Blindenpark im Rosental so verwüstet worden, dass es sinnlos erschien, an diesem Standort noch einmal zu investieren. Vertreter des Rates der Stadt, des Grünflächenamtes und unserer Kreisorganisation des BSVS einigten sich deshalb im Dezember 2002 darauf, nach Klärung finanzieller Probleme einen neuen Blindengarten im Friedenspark zu schaffen. Dazu ist damals auch ein Ratsbeschluss gefasst worden. Der Friedenspark liegt im Südosten der Stadt, nicht weit vom Ostplatz entfernt, ist gut erreichbar mit der Straßenbahnlinie 15 sowie Buslinie 60 und verspricht größere Sicherheit im Hinblick auf Stadtvandalismus. Bis dahin waren wir Ende 2002 gekommen. Dann herrschte Funkstille. Am guten Willen hat es nicht gefehlt. Niemand aber wusste, woher das nötige Geld nehmen.
So ganz ohne jeden konkreten Nutzen haben wir die zurückliegenden zwei Jahre nicht verstreichen lassen. Das Grünflächenamt war sehr aktiv - wie noch zu zeigen ist - und wir beim Verband auch. Ich habe zwischenzeitlich eine junge Frau als Mitstreiterin in Sachen Blindengarten gesucht und gefunden. Es ist Frau Susann Hanske, Diplomsozialpädagogin, Mitglied unserer Kreisorganisation. Sie leitet sehr erfolgreich den Blinden- und Sehbehindertendienst der Diakonie in Leipzig und ist wie ich vollblind. Im Hinblick auf die Gestaltung eines Blindengartens war mir das sehr wichtig. Nun werden Frau Hanske und ich vom Grünflächenamt der Stadt zu allen Beratungen über den künftigen Blindengarten herangezogen.
Unter dem Datum 2. 1. 2005 schickte mir Frau Sabine Christiansen - es ist nicht die vom Fernsehen, sondern die Sachgebietsleiterin Objektplanung vom Leipziger Grünflächenamt - ein Schreiben mit den schönsten Neujahrswünschen seit Langem. Es heißt da nämlich: "Verbunden mit den besten Wünschen für das neue Jahr können wir Ihnen mitteilen, dass es inzwischen berechtigte Hoffnung gibt, mit dem Bau des neuen Duft- und Tastgartens noch in diesem Jahr zu beginnen. Herr Tschense (Umweltbürgermeister) und Frau Kunath (Leiterin des Grünflächenamtes) bemühen sich, Gelder aus dem Verkauf der Westsächsischen Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (WEV GmbH) für das Projekt zu sichern. Damit wäre ein großer Teil der Bausumme abgedeckt. Zusätzlich hat die Firma Fielmann ihre Spendenbereitschaft im pflanzlichen Sektor signalisiert, im vergangenen Jahr untersuchten wir gemeinsam den neuen Standort im Friedenspark und planten anschließend das ›Grundgerüst‹ des Gartens gemeinsam mit dem Botanischen Institut. Mit diesem Hintergrund entstand ein Exposé, das potenziellen Sponsoren vorgelegt wurde. Nun, da reelle Hoffnung auf baldigen Baubeginn besteht, wurde dieses ›Gerüst‹ auf der Grundlage Ihrer Hinweise und des Seminars in Radeberg verfeinert und detailliert. (Auf meine Anregung hin hatte Frau Schumann vom Grünflächenamt im September 2004 an dem von Frau Zacharias im ›Storchennest‹ in Radeberg durchgeführten Seminar zur Gestaltung von Gärten für Blinde und Taubblinde teilgenommen). Die Ergebnisse dieser Detaillierung möchten wir gern mit Ihnen am 14. Januar im Grünflächenamt beraten und diskutieren."
Na, das war doch was! Mit viel Optimismus und voller innerer Spannung gingen wir hin zu dieser Beratung, Frau Hanp und ich, und alle unsere Erwartungen wurden weit übertroffen. Ein Modell stand auf dem Tisch. Es war das Modell vom neuen Leipziger Duft- und Tastgarten - in liebevoller Kleinarbeit im Maßstab 1 : 100 angefertigt. Die Beratungen, an denen auch die Behindertenbeauftragte der Stadt, Frau Hirsemann, teilnahm, begannen mit der Aufforderung an Frau Hanske und mich, erst einmal mit unseren Fingern im neuen Blindengarten "spazieren" zu gehen und dann unsere Eindrücke mitzuteilen bzw. unsere Fragen zu stellen. Ich wette, die Anwesenden haben mit großer Aufmerksamkeit zugeschaut, und ich kann versichern, wir beide haben wohl ganz schön erstaunte Gesichter gemacht.
Wie wird der neue Leipziger Duft- und Tastgarten aussehen? Es handelt sich um ein quadratisches Areal 45 x 45 Meter. Vier Themenbereiche bilden das Zentrum des Gartens, zwölf gruppieren sich darum herum. Es werden also 16 Komplexe gestaltet. Die Breite der Wege beträgt max. 3 Meter, an den engsten Stellen 1,60 Meter, sodass auch Rollstuhlfahrer überall hingelangen können. Zur Orientierung und zur Förderung bewussten Wahrnehmens erhalten die Wege unterschiedlichen Belag. So wird es Ziegelweg, Kiesweg, Holzweg und auch Waldweg geben, der tatsächlich durch ein kleines Waldstück führt. Es sind doch gewiss die wenigsten Blinden, die auf Bäume klettern, um zu erkunden, wie die Krone einer Esche oder einer Buche aussieht. Ganz hinauf kann sowieso keiner, weil oben die Äste zu dünn werden. Hier aber werden die typischen Vertreter unserer Mischwälder niedrig gehalten, etwa 1,80 Meter, sodass ein Erwachsener im Stehen die Baumkrone ertasten kann. Um auch einen aufgelockerten optischen Eindruck zu gewährleisten, sollen die Hochbeete keine einheitliche Höhe haben. Die niedrigsten Hochbeete werden 60 Zentimeter, die höchsten 100 Zentimeter hoch sein. Eine kleine Sommerwiese wird angelegt, auf der sich hoffentlich summende und zirpende Insekten einfinden werden, und links und rechts an der Rückseite des Gartens wird je eine Pergola von Blattranken überdacht Sitzplätze bereithalten. Man möchte in einem Garten schließlich nicht nur stehen und gehen, sondern auch Gelegenheit haben, ein gutes Weilchen beieinander sitzen und schwatzen zu können. Bei Interesse sind Mitarbeiter des Botanischen Instituts bereit, allerlei Wissenswertes aus der Pflanzenwelt zu erklären. Weil Wasser verfügbar ist, wird ein Teich angelegt, auch ein Sumpf, und im Hochbeet werden Wasserpflanzen wachsen. Auch ein Springbrunnen soll plätschern. Das Romantischste im neuen Leipziger Duft- und Tastgarten wird eine begehbare Grotte sein. Für einen "Dialog im Dunkeln" wird sie nicht reichen, aber ein bisschen kühl, feucht und dunkel wird es schon sein da drinnen.
Es gehört zum Standardangebot von Blindengärten, Nutz- und Zierpflanzen betrachten zu können. In unserem neuen Garten wird das auf sehr eindrucksvolle Weise gewährleistet. Die Anordnung der Pflanzplätze ist so gestaltet, dass der Besucher den jahreszeitlich bedingten Werdegang des Wachsens, Blühens und Reifens gut folgen kann.
Wie der Name der Anlage schon besagt, wird den Gästen eine Fülle von Düften entgegen wehen. Das werden Düfte von Blüten, aber auch von Blättern, z.B. Minzearten sein, und es gibt nicht wenige Pflanzen, die als Ganzes einen charakteristischen Duft verströmen. Der Besucher wird dabei nicht nur auf wohlriechende Düfte stoßen. Kohlarten z.B. haben einen herben strengen Geruch. Es wird nämlich ein kleines Krautfeld geben, nicht wegen des herben Geruchs, sondern wegen der charakteristischen Blattstrukturen der Kohlköpfe. Wie kochfertiges Rotkraut aus der Dose aussieht, das wissen heute alle, aber wie wächst das Kraut und wie riecht so ein Krautfeld? Ein kleines Getreidefeld wird es ebenfalls im Blindengarten geben. Müsli, Brot und Kuchen kennt jeder, wer aber kann noch Sommer- und Wintergerste unterscheiden, Roggen, Weizen, Hafer und Mais? Auch ein reifendes Getreidefeld hat seinen ganz charakteristischen, für meine Nase angenehmen Geruch. Obstgehölze und einige ihrer Anbauformen sind vorgesehen, so Spalierobst, Spindeln usw. Auf Zierpflanzen einzugehen erspare ich mir hier. Schließlich muss auch alles erst einmal wachsen. Zugesagt ist, dass es auch einige Exoten geben wird z.B. aus den Tropen stammende Riesenkräuter, die rasch eine Höhe von 3 Metern erreichen können. Soviel zum ersten groben Überblick.n
Die Anlage wird mit einem Zaun umgeben, abends zugesperrt, morgens wieder aufgeschlossen. Während des Winterhalbjahres bleibt der Duft- und Tastgarten geschlossen. Die erforderliche Beschilderung in Blindenschrift übernimmt die DZB. Aus diesem Grund hat an einer Beratung bereits Frau Nitsche teilgenommen. Für Sehbehinderte ist - wie im alten Blindenpark im Rosental - Großdruck vorgesehen. Zugang zum Duft - und Tastgarten sollen alle haben. Insofern wird die Anlage der Begegnung von Behinderten und Nichtbehinderten dienen. Hauptsächlich und vor allem jedoch soll unser neuer Duft- und Tastgarten ein Ort der Erholung, des Wohlbefindens an frischer Luft im Grünen sein. Zugleich soll man dort aber auch etwas lernen und kennen lernen können. Das gilt keineswegs nur für Blinde, sondern auch für Kinder und Studenten.
Wer führt die Regie im neuen Leipziger Duft- und Tastgarten? Wer betreibt und finanziert die neue Anlage? Es gibt da keine Geheimnisse. Trotzdem möchte ich dazu aber vorweg sagen: Dass unter den gegenwärtigen Verhältnissen dieses Projekt verwirklicht werden kann, das ist schon ein Meisterstück Leipziger Geschäftstüchtigkeit und Kooperationsfähigkeit. Der neue Duft- und Tastgarten kostet die Stadt nämlich keinen Cent. Trotzdem verwirklicht die Stadt ihren Ratsbeschluss aus dem Jahre 2002. Und wie funktioniert das? Das Grünflächenamt wandte sich an das Botanische Institut der Universität mit der Anfrage, ob es bereit sei, einen Blindengarten anzulegen und zu betreiben. Der Chef des Botanischen Instituts ist Professor Wilfried Morawetz, der sofort zusagte. Prof. Morawetz kennt Blindengärten verschiedener Länder und übernahm diese Aufgabe mit großem Interesse. Dem Botanischen Institut untersteht der Botanische Garten mit seinem Freiland und seinen Gewächshäusern. Pflanzenbeschaffung und Überwinterung ist also kein Problem. Parallel zu den Arbeiten des Grünflächenamtes setzte Prof. Morawetz seinen ganzen Ehrgeiz daran, auch von seinem Institut ein handfestes Konzept für den Blindengarten erarbeiten zu lassen, welches zahlungskräftigen Sponsoren vorgelegt werden konnte. Vielleicht hatte er auf diesem Gebiet schon so seine Erfahrungen, denn der gleich gegenüberliegende sehenswerte Apothekergarten ist vor wenigen Jahren auch schon unter seiner Regie für die Stadt angelegt worden. Das Botanische Institut sowie der Botanische Garten und die Medizinische Fakultät der Universität - ja, die Mediziner sind auch mit ins Boot gestiegen - werden das Areal des Duft- und Tastgartens von der Stadt pachten. Natürlich wollen diese Universitätsbereiche den Blindengarten auch für Forschungszwecke und Projektarbeit nutzen. Damit wird für uns die Sache noch interessanter. Um die Erhaltung und Pflege der Anlage sicher zu stellen, wird zwischen Grünflächenamt einerseits und dem Botanischen Institut und der Medizinischen Fakultät der Universität andererseits ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Die finanziellen Mittel zur Errichtung des Gartens haben dankenswerterweise das Entsorgungsunternehmen SITA Deutschland aus ihrem Umweltfonds (200.000 Euro) und die Fielmann AG (50.000 Euro) zur Verfügung gestellt. Der neue Leipziger Duft- und Tastgarten wird also mit einem Aufwand von 250.000 Euro angelegt. Ich schließe mit einer Bemerkung von Professor Morawetz (er ist ein Österreicher aus Wien): "Wann's fertig ist, dann geh' ich mit verbundenen Augen und Langstock hinein, und wenn ich dann alles find', dann finden 's die richtigen Blinden alle auch!"

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Wie war das damals

50 Jahre Westdeutsche Blindenhörbücherei

Susanne Siems
"Der Westfälischen Blindenbücherei in Münster wurde eine Hörbücherei angegliedert. Sie wird die von der Deutschen Blindenbücherei G.g.m.b.H. in Marburg besprochenen Bänder zu Gehör bringen. Sie wird aber auch eigene Bänder besprechen lassen, was insbesondere für die mundartliche Literatur Westfalens von Bedeutung sein wird." So lapidar steht es in der Ausgabe 12 der "Blindenwelt" von 1955. Über die Jahre ist da etwas herangewachsen, eine attraktive Frau, die ihre Mädchenzeit schon lange überschritten hat und jetzt, mit 50 in den Wechseljahren, mit der Produktion und Ausleihe von DAISY-Büchern noch einmal aufblüht. Die DZB möchte der Jubilarin recht herzlich zum Geburtstag gratulieren.
Geburtstage sind auch immer Anlass zum Rück- und Ausblick. Was ist geschehen, was hat die Bibliothek erlebt seit dem Beginn 1955?
Ihr erster Direktor, Dr. Hans Thiekötter, war gleichzeitig Leiter der Stadtbücherei Münster. Vorbildlich mutet uns heute das Engagement der Stadt für die Literaturversorgung Blinder in Nordrhein-Westfalen an. Zu den Hintergründen war in den älteren Zeitschriftenausgaben nicht viel zu finden, vielleicht erfahren wir ja von der Westdeutschen Hörbücherei anlässlich ihres Jubiläums mehr dazu. Nachzulesen auf den Internetseiten der WBH ist aber, dass die bundesweit bekannte Sprecherin Margret Schmidt-John von Anfang an dabei war. Ihre und die Stimme von Günter Rohkämper verbinden sicher viele Blinde und Sehbehinderte mit dem Literaturbestand der Westdeutschen Blindenhörbücherei. Denn nur von der Aufsprache mundartlicher Dichtung, wie in der kurzen Gründungsnotiz erwähnt, konnte schon recht bald keine Rede mehr sein. Im Dezember 1956 standen 100 Bücher mit 350 Kopien für die Ausleihe bereit, heute, im Jahr 2005, können blinde und sehbehinderte Nutzer aus über 19.000 Titeln auswählen. Auch die Hörerzahl wuchs entsprechend, von 414 im Dezember 1956 auf über 9.000 im Jahr 2000. Doch nicht nur die Zahlen sind beeindruckend. Immer auch überzeugte die WBH durch Qualität. Die bereits erwähnte Sprecherin Margret Schmidt-John erhielt zweimal, 1981 und 1986, den vom Deutschen Blindenverband gestifteten Preis für die beliebteste Sprecherin.
Nicht zuletzt wurde die WBH auch bekannt durch die Herausgabe der Hörfassung der "Zeit". Seit über vierzig Jahren wird diese Wochenzeitung am Erscheinungstag in Münster produziert und an die Abonnenten versandt.
Die vielen Stationen, Umwege, manchmal wohl auch Stolpersteine würden den Rahmen des Beitrages sprengen. Stellvertretend genannt, weil ja auch schon einige Jahre zurückliegend, seien hier die vielen Veränderungen in den 70er Jahren. Da war zunächst der Umzug in ein eigenes Gebäude im Januar 1970. 1971 wurde das Hörbuch auf Kassette eingeführt, 1976 erfolgte eine gravierende Satzungsänderung und die Bücherei erhielt den bis heute gültigen Namen "Westdeutsche Blindenhörbücherei e.V." Außerdem gehörte nun auch Rheinland-Pfalz zum Zuständigkeitsbereich. Heute, nach weiteren 30 Jahren, ist die WBH bereits wieder mehrfach umgezogen und hat auch eine größere Wohnung bekommen. Wer von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, selbst Bücher sammelt, weiß, wie schnell man da in Platznöte geraten kann. Beim Lesen des Berichtes über den Erweiterungsbau vom Oktober 1999 bis März 2000 fallen mir sofort die DZB-Umbauzeiten ein. Münsteraner wie Leipziger haben die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb vollzogen. Ähnliche "Umzugsgeschichten" wie in Leipzig mag es auch in der WBH gegeben haben. Damals, in der Zeit der Provisorien, waren sie anstrengend, heute sind sie längst Erinnerung, manch heitere ist sicher hier wie dort dabei.
Mit dem Beginn der digitalen Produktion und der Ausleihe von CD-ROMs begann eine neue Etappe in der Geschichte der Westdeutschen Blindenhörbücherei. Wir, die Nutzer und Kollegen freuen uns über die neue Qualität der Medienversorgung für Blinde und Sehbehinderte auch in Münster. Beim Bericht zum hundertsten Geburtstag wird dieser Schritt sicher als ein Meilenstein genannt werden. Bis dahin wünschen wir der WBH viele neue Hörbücher, fleißige Nutzer und großzügige Spender.

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Die Kramkiste

Im Bestand der Bibliothek gekramt
Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden - zur Erinnerung für die "Alten" und zur Information für die "Jungen".

Boris Pasternak: "Dr. Schiwago"

Susanne Siems [Punktschriftbibliothek]
Warum ein Buch hier vorstellen, das doch viele zu kennen meinen, sagen Sie, liebe Leserinnen und Leser? Ja, bewusst habe ich geschrieben, zu kennen meinen. Bücher leben mit jedem Mal lesen mehr auf, werden reifer sozusagen mit jeder Hand, die ihre Seiten umblättert. Auch begegnet man einem Buch, schon einmal gelesen, doch immer wieder auf andere Weise, in anderen Zusammenhängen. Auch hege ich Zweifel, ob, wenn man sagt, man kennt Pasternaks "Dr. Schiwago", mit Kennen wirklich das Buch gemeint ist oder eine der zahlreichen Verfilmungen.
Mir begegnete der Roman erstmalig während meiner Arbeitszeit in der Deutschen Bücherei. Dort hatte ich das große Glück, Bücher lesen zu können, die man in einem DDR-Buchladen nicht fand. War es nur die Spannung, ein Buch zu lesen, dass in der DDR nicht erwünscht war oder was fesselte mich schon damals an diesem Roman?
Von der ersten Seite an spürte ich das Flair russischer Literatur, die epische Breite. Viele Namen, Menschen, Landschaften stürzen da zu Beginn auf den Leser ein. Die Handlung spielt in Moskau und im Ural in der Zeit nach 1900 bis 1929, wenn man mal vom Epilog absieht.
Man muss sich darauf einlassen wollen, in diese für uns recht fremde Welt einzutauchen, immer wieder neue Personen kennen zu lernen. Den ungeduldigen Lesern sei verraten, dass uns fast alle Personen, die wir im Kindesalter kennen lernen, wieder begegnen werden. Jura, dem heranwachsenden Jungen und späteren Dr. Schiwago begegnen wir zum ersten Mal am Grab seiner Mutter. Und wir trennen uns von Schiwago bei seinem Begräbnis im Sommer 1929. Was dazwischen liegt? Das interessante, manchmal glückliche, oft aber auch sehr entbehrungsreiche Leben eines russischen Arztes, Wissenschaftlers und Poeten in den Wirren der Geschichte, des Verstandes und der Gefühle.
Die Literaturkritik liest sich durchweg lobend, aber nüchtern, wie das Wissenschaft leider allzu oft an sich hat. "Das Grundthema des Pasternak-Romans ist das totale Nicht-Engagement eines Menschen" liest man da im Klappentext der 1992 erschienenen Erstauflage des Aufbau-Verlages. "Der Lebenskonflikt Schiwagos wird dadurch verstärkt, dass das Nicht-Engagement des Doktors in eine Zeit fällt, die stärker als irgendeine Epoche … das Engagement geradezu verlangte."
Wenn man sich vertieft hat in die Geschichte, gelacht und geliebt und gelitten hat mit Juri und seinen Freunden, seinen Frauen Tonja und Lara, dann bleibt einem die nüchterne Einschätzung geschichtlicher und biographischer Vorgänge irgendwie im Halse stecken.
Moskau in den eiskalten Wintern 1917 und 18. Wo kann man Kohlen klauen, was heißt es für eine reiche bürgerliche Familie, sich statt eines ganzen Wohnhauses auf 3 Zimmer zu beschränken? Die Abreise in den Ural auf das Gut Warykino, die Zeiten des Bürgerkriegs, wie er Familien zerriss und vernichtete, aber auch Freundschaften und neue Liebe erst möglich machte. Menschen, die an den Umständen zugrunde gingen, aber auch andere, die daran wuchsen, stärker wurden. Dennoch möchte ich Sie warnen, liebe Leserinnen und Leser, der Roman hinterlässt einen tiefen Eindruck, aber wohl auch eine ziemliche Portion Traurigkeit.
Sicher ist es Geschmackssache, ob man das Buch auf die filmisch allzu tränenergreifend inszenierten Liebesbeziehungen zweier Familien reduziert oder ob man es als ein großes Werk der russischen Literatur betrachtet. Für mich steht im Mittelpunkt, dass ein Mensch versucht, bewegte Zeiten zu verstehen und seinen eigenen Sinn darin zu finden. Tragisch, dass er daran scheitern wird. Es soll nicht anmaßend sein, aber ein klitzekleiner Hauch dessen wehte vielleicht zu uns, als man arbeiten ging, den Alltag in Familie lebte und zur gleichen Zeit Tausende von Menschen auf dem Leipziger Innenstadtring demonstrierten und die Geschichte die sogenannte Wende schrieb. Dies ist für mich das eigentlich Faszinierende an diesem Buch - das Zusammenspiel von Geschichte und Privatem, vom Jetzt und dem Blick darauf in einer ferneren Zukunft.
Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben sicher gemerkt, wie schwer ich mich mit der Beschreibung der Handlung getan habe. Aber es ist auch nur schwer möglich, Gedanken und Gefühle, ja selbst Handlungen, die auf 700 Seiten geschildert werden, in so einem kurzen Beitrag anzupreisen. Darum mein Tipp - selber lesen! In Punktschrift oder als Hörbuch - Sie haben die Wahl.
In der Punktschriftausleihe:
In der Hörbücherei:

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Oscar Wilde: "Das Bildnis des Dorian Gray"

Jörg Klemm [Hörbücherei]
Liebe Leserinnen und Leser, vom folgenden Titel haben Sie sicherlich schon einmal gehört: "Das Bildnis des Dorian Gray" von Oscar Wilde. Unsere Ausgabe erschien 1966 im Insel-Verlag in Leipzig und wurde 1968 von Günter Bormann in der DZB aufgelesen.
Oscar Wilde, kein unbekannter Autor, anglo-irisch, wurde am 16.10.1854 in Dublin geboren und starb am 30.11.1900 in Paris. Er studierte in Dublin und Oxford. Ab 1879 führte er in London als Dandy und Exzentriker ein glanzvolles Leben. Die Bewunderung für Wilde und dessen Schönheitskult endete 1895, als er wegen homosexuellen Neigungen angeklagt wurde. Der Schuldspruch bedeutete seinen gesellschaftlichen und finanziellen Ruin. Im Zuchthaus zu Reading verbüßte er eine zweijährige Freiheitsstrafe. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Frankreich.
Die Veröffentlichung seines ersten Romans "Das Bildnis des Dorian Gray" löste Proteststürme aus, da er den viktorianischen Moralkodex bewusst provozierte, indem er ihn durch den narzisstischen Schönheitskult des Ästhetizismus ersetzte, bei dessen Anhängern der Roman rasch zum Kultbuch avancierte: Es ist der Traum eines jeden Menschen, nicht altern zu müssen. Für den jungen, aufstrebenden Dorian Gray geht dieser Traum auf mysteriöse Weise in Erfüllung. Nachdem der Maler Basil Hallward ihn für einen Freund porträtiert, geschieht das Unglaubliche: Während das Gesicht auf dem Bild von Tag zu Tag älter wird, scheint Dorian ewig jung zu bleiben. Jahr für Jahr geht ins Land, doch sein Antlitz ist immer noch das eines Jünglings. Sein blendendes Aussehen verschafft ihm Erfolg bei Frauen und Männern, die fasziniert sind von seiner jugendlichen Schönheit. Doch Dorian hat auch etwas Beunruhigendes: Je länger der Spuk dauert, desto verwunderter fragen sich die Leute, was es mit seiner unvergänglichen Jugend auf sich hat. Der Maler Hallward sucht nach seinem Porträt von einst, und Dorians Geheimnis droht entdeckt zu werden. Doch das kann Dorian nicht zulassen. Was als Traum ewiger Schönheit begonnen hat, wird zum Albtraum …
Nun, sind Sie interessiert am Hören dieses Buches? Es hat 8 Kassetten bzw. 1 CD-ROM mit der Bestellnummer 3067.
Weitere Titel von/über Oscar Wilde im Hörbuch:
In der Punktschriftausleihe:

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Bücher des Jahrhunderts

Welche Bücher haben das 20. Jahrhundert am stärksten geprägt? Eine internationale Jury ist dieser Frage nachgegangen. Das Ergebnis wurde im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels veröffentlicht (Petra Gass: Meilensteine. Börsenblatt des Deutschen Buchhandels Nr. 81 vom 12.10.99). Wir nennen Ihnen nacheinander diese Bücher. Titel dieser Liste, die Sie in der DZB ausleihen können, stellen wir Ihnen ausführlicher vor.
Wir setzen heute fort mit Position:
in der DZB in Punktschrift ausleihbar: 8 Bde., rkh., BNA 5891
als Hörbuch: Spr.: Hans-Joachim Hegewald. 14 Kass. 4467

Gabriel García Márquez: "Hundert Jahre Einsamkeit"

Gabriel García Márquez ist der berühmteste Autor Lateinamerikas. In seinen Werken versteht er es meisterhaft, seine vom kolumbianischen Volksglauben geprägte Erzählkunst mit politischem und sozialkritischem Engagement zu verbinden.
García Márquez wurde am 6. März 1928 in Aracataca, Kolumbien als Sohn eines Telegraphisten geboren und wuchs als Ältester von 16 Geschwistern bei seinen Großeltern mütterlicherseits auf. (Einige Quellen geben 1927 als sein Geburtsjahr an. Dies geht u.a. darauf zurück, dass sein Bruder Luis Enrique erklärte, Gabriel sei bereits 1927 geboren worden.) Seine Großmutter ist eine Geschichtenerzählerin, deren zahlreiche Geschichten später nachhaltigen Einfluss auf seine schriftstellerische Entwicklung nehmen werden.
Nach dem Tode des Großvaters besucht García Márquez ein Internat in der Hafenstadt Baranquilla und ab 1940 mit einem Stipendium das Jesuiten-Kolleg von Zipaquirá im Binnenland. 1947 nimmt er in Bogotá ein Jurastudium auf und setzt es nach der politisch bedingten Schließung der Universität in Cartagena fort. Zu dieser Zeit lernte Márquez auch Mercedes Barcha Pardo, seine spätere Ehefrau, kennen. Das Studium bricht García Márquez ab, da er sich immer mehr für das Schreiben und die Literatur begeistert. In den Jahren zwischen 1948 und 1952 wird García Márquez in Baranquilla bei der dortigen Regionalzeitung "Heraldo" eingestellt und macht als politisch engagierter Journalist mit der Kolumne "Die Giraffe" auf sich aufmerksam. Schon in jener Zeit erschienen Kurzgeschichten und der erste Roman "Laubsturm" (1954). Ab 1955 ist er dann Reporter und Filmkritiker bei einer der wichtigsten Zeitungen Kolumbiens, dem liberalen "El Espectator" in Bogotá. Für diese Zeitung berichtet er als Auslandskorrespondent 1955 von der Gipfelkonferenz in Genf. Seine Arbeit als Journalist führte ihn in den folgenden Jahren nach Rom, Polen, Ungarn, Paris, Caracas und New York, wo 1959 auch sein erster Sohn Rodrigo geboren wurde. Nach dem vorübergehenden Verbot des Blattes durch Diktator Rojas Pinilla lebt García Márquez eine Zeitlang unter schwierigsten Bedingungen in Frankreich. 1959 nimmt Márquez eine Einladung Fidel Castros an, um über die siegreiche Revolution in Kuba zu berichten, und wird dessen Freund. 1961 berichtet er von der amerikanischen Invasion in der kubanischen Schweinebucht. Im selben Jahr eröffnet er das Büro der kubanischen Nachrichtenagentur "Prensa Latina" in Bogotá und ist kurze Zeit als deren Korrespondent bei der UNO in New York tätig. Zwischen 1968 und 1975 lebt García Márquez in Barcelona, Spanien, danach in Mexiko City. Als Mitherausgeber der oppositionellen Zeitschrift "Alternativa" gilt García Márquez nicht nur als ein engagierter Verfechter des demokratischen Sozialismus, sondern auch als ein Aushängeschild der kolumbianischen Linken, die ihn als Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen 1978 aufstellt. Im Jahr 1982 erhält García Márquez den Literatur-Nobelpreis für sein wohl wichtigstes Buch "Hundert Jahre Einsamkeit", das 1967 entsteht.
Nach einem zweijährigen Exil kehrt García Márquez 1983 in seine Heimat zurück und gründet dort die Zeitung "El Otro". Sein nach wie vor politisches Engagement dokumentiert er unter anderem in einer Rede, die er am 6. August 1986 zum Jahrestag der ersten Atombombenexplosion hält. In den folgenden Jahren wird García Márquez vor allem von Gegnern Fidel Castros angegriffen, darunter der früher mit García Márquez befreundete peruanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa, der im Januar 1986 auf dem New Yorker PEN-Kongress eine "Brandrede" gegen García Márquez hält und ihn einen "Höfling Castros" nennt. Am 28. November 1986 werden in Valparaiso, Chile, rund 15.000 Exemplare seines Buches "Das Abenteuer von Miguel Littin während eines geheimen Aufenthaltes in Chile" verbrannt.
García Márquez und seine Frau haben zwei Söhne und leben häufig in Mexiko. Über sich selbst sagt García Márquez: "Ich bin Schriftsteller aus Schüchternheit. Mein eigentlicher Beruf ist Taschenspieler, aber der Versuch, einen Trick hinzukriegen, bringt mich jedes Mal so durcheinander, dass mir nichts anderes übrig geblieben ist, als mich in die Einsamkeit der Literatur zu flüchten. Mit beiden Tätigkeiten erreiche ich jedoch das, was für mich seit meiner Kindheit allein wichtig ist: dass meine Freunde mich lieber mögen."
Bildhaft und anekdotenreich erzählt García Márquez in "Hundert Jahre Einsamkeit" die hundertjährige Familiengeschichte der Buendias - eine Geschichte von Siegen und Niederlagen, hochmütigem Stolz und blinder Zerstörungswut, unbändiger Vitalität und ihrem endgültigem Untergang. Die ganze Tragödie Lateinamerikas spiegelt sich in der phantastischen Welt von Macondo. Es ist der Höhepunkt der als ›magischer Realismus‹ bekannten lateinamerikanischen literarischen Strömung.
Das Dorf Macondo liegt unerreichbar mitten im Urwald, nur von Zigeunern regelmäßig besucht. Im Laufe weniger Jahrzehnte durchlebt der einst ruhige, scheinbar idyllische Ort alle Stufen der Menschheitsgeschichte: große Erfindungen, blutige, langjährige Bürgerkriege mit hohen Opferzahlen, wirtschaftlichen Aufschwung durch ausländische Firmen, die Ausbeutung der Einheimischen sowie gewaltige Naturkatastrophen, deren zerstörerischer Kraft die Menschen letztlich wehrlos ausgeliefert sind. Das Haus von Ursula und José Arcadio Buendía, der Begründer der Sippe und des Orts, bildet den Mittelpunkt des Geschehens, von welchem aus das Leben der nachfolgenden Generationen erzählt wird: die Schicksale der drei Kinder des Ehepaars und der zahlreichen unehelichen Abkömmlinge. Der Erzähler beschreibt Eifersucht und Inzest, unerfüllte Fantasien sowie die fatale Sinnlichkeit und Vitalität der Männer und die Klugheit der Frauen. Immer wieder kehrt er jedoch auf die beiden Kernthemen des Romans zurück, die im Kolumbien des 19. und 20. Jahrhunderts allgegenwärtige Gewalt und die alle Mitglieder der Familie Buendía in der einen oder anderen Weise prägende, oftmals zermürbende Einsamkeit. Letztendlich erfüllt sich die von Melquíades, dem Zigeuner, vor langer Zeit in Pergamenten niedergeschriebene Prophezeiung. Der Letzte der Sippe - hervorgegangen aus einer inzestuösen Beziehung - kommt mit einem Schweineschwanz zur Welt, kurz bevor ein "biblischer Taifun" den Ort und alles Leben in ihm für immer auslöscht.
Der 1967 zunächst in Buenos Aires, Argentinien, veröffentlichte Roman von García Márquez, der sich bis zu diesem Zeitpunkt vor allem durch Erzählungen und Kurzgeschichten einen Namen gemacht hatte, löste einen weltweiten Boom lateinamerikanischer Literatur aus. "Hundert Jahre Einsamkeit" wurde hochgelobt und in über 20 Sprachen übersetzt, in nur zwei Jahren erschienen zwölf Auflagen und in den letzten 30 Jahren unzählige Interpretationen. Der Autor sprach indes in einem Interview von einem eher oberflächlichen Buch, das längst nicht sein Bestes sei.
[Quelle: www.zdf.de; www.nobelpreis.org; www.ausgezeichnetes.de; de.wikipedia.org; Wilpert: Lexikon der Weltliteratur]

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Weitere Titel von Gabriel García Márquez im Hörbuch:
Punktschrift:

LOUIS

[Leipziger Online Unterstützungs- und Informationsservice für Sehgeschädigte]
Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander. (Tel. 0341 7113-145, Fax: 0341 7113-125, E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de). Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

Das neue DAISY-Abspielgerät "Victor Reader Classic plus mit Aufnahmefunktion"

Ulrich Jander
Die kanadische Firma "Visuaide", jetzt "Humanware", hat bislang vier verschiedene DAISY-Abspielgeräte der Victor-Familie auf den Markt gebracht. Das sind Victor Reader pro, Victor Reader Classic in verschiedenen, leicht abgewandelten Ausführungen, Victor Reader Classic plus und Victor Reader Vibe. Ein weiteres Abspielgerät kommt hinzu: Victor Reader Classic plus mit Aufnahmefunktion.
Der Name verrät es: Einerseits ist es ein Victor Classic plus, andererseits besitzt das Gerät zusätzlich die Möglichkeit, Aufnahmen in verschiedener Weise durchzuführen. Darauf gehe ich weiter unten ein.
Zuerst ist festzustellen, dass dieses Abspielgerät von außen wie der Victor Reader Classic plus aussieht. Die rechteckige Form ist unverändert, der Tragegriff an der linken Seite, darüber der Lautsprecher und das Ziffernfeld als Zehnertastatur in der Mitte auf der Oberseite. Hier ist eine Taste hinzu gekommen, die Aufnahmetaste. Sie befindet sich auf der Oberseite des Gerätes ganz links unten, unterhalb der Taste für Lesezeichen. Auf der Aufnahmetaste ist ein runder Kreis fühlbar. Das Mikrofon befindet sich auf der Oberseite unter dem rechten Gitter. An der Rückseite hat sich etwas verändert; in der Mitte, obere Hälfte, ist ein schmaler Schlitz tastbar, der eine Speicherkarte, sog. SD-Card, aufnehmen kann. Rechts daneben liegen zwei Anschlussbuchsen, zuerst die für ein externes Mikrofon und als zweites daneben der Anschluss für ein Kabel zum Aufnehmen von anderen Quellen, z. B. Kassettengerät. Diese beiden Eingänge sind in mono ausgeführt.
Die Funktionsweise zum Wiedergeben von DAISY-CDs und für den Einsatz von Lesezeichen und Seitenanwahl sowie die Navigation auf den CDs ist gegenüber dem bisherigen Classic plus völlig gleich geblieben. Mit Hilfe der Taste Bücherliste, Taste eins, konnte man bisher zwischen mehreren Buchtiteln auswählen, wenn auf einer CD mehrere Bücher enthalten waren. Die Taste Bücherliste bewirkt jetzt außerdem, dass man sowohl die Speicherkarte (SD-Card) als auch den internen Speicher auswählen kann. Beide Speichervarianten stehen im Victor Classic plus mit Aufnahmefunktion zur Verfügung. Der interne Speicher des Victor umfasst 21 Megabytes Speicherkapazität. SD-Cards sind handelsübliche Speicherkarten, die gegenwärtig bereits bis zu zwei Gigabytes Kapazität erreichen können. In der Anleitung zum Victor ist u.a. ausgeführt, dass Speicherkarten bis zu einem Gigabyte verwendet werden sollen. Man kann mit dem Victor-Gerät bis zu 999 Notizen aufzeichnen, die in bis zu 99 Kategorien, auch Ordner genannt, einsortiert werden können. Die jeweiligen Kategorien und Notizen werden für die Wiedergabe über die Navigationstasten, Tasten zwei, acht, vier oder sechs, herangesucht. Auch über die Seitenzahlentaste ist ein direktes Anwählen möglich.
Mit jedem DAISY-Abspielgerät ist man in der Lage, Lesezeichen zu setzen und herauszusuchen. Das geht natürlich beim Victor Classic plus mit Aufnahmefunktion auch; zudem kann man akustische Lesezeichen verwenden, um an der Stelle des Lesezeichens einen kurzen Gedanken festzuhalten, der später über die Lesezeichentaste wieder heranzusuchen ist. Am Victor können verschiedene Einstellungen über das Menü mit der Taste sieben vorgenommen werden. Das sind
  1. Aufnahmekompression niedrig oder hoch, also die Festlegung hoch, möglichst viel mit geringerer Qualität (13 KB pro Sek.) oder niedrig, weniger Aufnahmeumfang bei besserer Qualität (64 KB pro Sek.), beide Einstellungen in mono,
  2. Speichermanagement: hier bestehen sechs verschiedene Auswahlmöglichkeiten, wie z. B. Sichern der Aufnahmen vom internen Speicher auf die Speicherkarte bzw. dies umgekehrt oder Löschen der akustischen Lesezeichen,
  3. Einstellung des Datums und der Uhrzeit.
Ist keine Speicherkarte im Victor, so kann man außer auf die CD nur auf den internen Speicher zugreifen. Da dieser in der Kapazität sehr begrenzt ist, steht nur die hohe Kompression mit mehr Aufnahmeumfang in geringerer Qualität zur Verfügung. Eine Speicherkarte gehört nicht zum Lieferumfang des Victor. Besitzt man eine ausreichend große Speicherkarte, dann lässt sich ein komplettes DAISY-Buch oder eine -Zeitschrift auf die Karte übertragen, allerdings nicht im Victor-Gerät von CD auf Karte. Dafür muss man einen Computer mit Kartenlesefunktion einschalten. Das Bewegen im DAISY-Buch auf der Speicherkarte geschieht genauso wie auf der CD, nur das Motorgeräusch für die CD entfällt. Bringt man per Computer Stereoaufnahmen auf die Speicherkarte, so sind diese auch stereophon abspielbar, aber nur über Kopfhörer oder andere angeschlossene Systeme.
Leider verfügt der Victor Classic plus mit Aufnahmefunktion noch nicht über das Betriebssystem 3.0, welches die anderen beiden Geräte Victor Classic und Victor Classic plus besitzen. Dieser neue Victor meldet sich über die Infotaste, Taste null, mit der Betriebsversion 2.3.85. Die Victor-Geräte lassen eine Aktualisierung per CD zu, was hoffentlich bald geschehen wird. Dann ist eine Navigation per Zeitsprung, minuten- oder zehnminutenweise, möglich. Auch muss man nach dem Einschalten des Victor mit Aufnahmefunktion etwas Geduld mitbringen. Er meldet: "Willkommen beim Victor Reader, bitte warten." Dann dauert es ca. 20 Sekunden, bis der Speicher aktiviert und gegebenenfalls die CD bereit ist. Die anderen Victor-Classic-Geräte sind da schneller, weil sie keinen Speicher verwalten.
Der Victor Reader Classic plus mit Aufnahmefunktion kostet bei der Firma Handy Tech in Horb am Neckar, Telefon: 07451 55460, E-Mail: info@handytech.de, Internet: www.handytech.de, ca. 570 Euro einschließlich MwSt. Bei der Firma Papenmeier in Schwerte, Telefon: 02304 9460, E-Mail: info@papenmeier.de, Internet: www.papenmeier.de, wo er auch verfügbar ist, war kein Preis zu erfahren. Die Firma Marland-Versand, Telefon: 07525 92050, E-Mail: info@marland.de, Internet: www.marland.de, bietet den neuen Victor für ca. 699 Euro an. Viersinn, Telefon: 07584 92280, E-Mail: info@viersinn.de, Internet: www.viersinn.de, wird ebenfalls dieses Victor-Gerät in ihr Programm aufnehmen; ein Verkaufspreis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass dieser neue Victor den Personenkreis sehr ansprechen dürfte, der, wenn er ein Schwarzschriftbuch lesen würde, viele Notizen an die Seitenränder des Buches machen würde. Dafür ist das Gerät sehr geeignet. Wer hingegen lediglich Bücher hören und in ihnen navigieren möchte bzw. einfache Lesezeichen nutzt, der braucht die Aufnahmefunktion nicht und ist mit den Geräten Victor Classic oder Classic plus bzw. mit dem PTN1 von Plextor sehr gut bedient. Der neue Victor mit Aufnahmefunktion ist nicht mit dem DAISY-Recorder PTR1 von Plextor vergleichbar, der ein kompletter CD-Brenner mit großer Speicherkarte und vielfältigeren Funktionen ist. Der neue Victor besitzt dagegen im Wesentlichen eine Notizfunktion. Wer noch mehr über den Victor Reader Classic plus mit Aufnahmefunktion wissen möchte, kann sich im Internet einen fast halbstündigen Audiobeitrag von Michael Lang anhören. In einer Liste vieler verschiedener Beiträge kann er ausgewählt werden unter www.iscb.de/audio.
Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

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Info-Service

Sonderaktion: DAISY im Doppelpack

Die gemeinsame Aktion von DZB und der Firma Handy Tech ist ab sofort gültig bis einschließlich 30. November 2005!
Beim Abschluss eines Abonnements der Hörzeitschrift "DAISY-TV" im angegebenen Zeitraum erhalten Sie die ersten 5 Ausgaben der "DAISY-TV" kostenlos und haben die einmalige Möglichkeit zum kostengünstigen Erwerb eines Exemplars des DAISY-Players "PTN1" zum Handy Tech-Vorzugspreis von 370,62 € (inkl. MwSt, zzgl. Versandkosten).
Die "DAISY-TV" umfasst wöchentlich über 60 Stunden aktuellste Audioinformationen mit synthetischer Stimme zum Programm von 32 Fernsehsendern auf einer einzigen CD-ROM. Sie können wie in einer Programmillustrierten blättern und gezielt nach Inhalten suchen. Jedem Tag ist eine Auflistung der mit Audio-Deskription verfügbaren Sendungen vorangestellt.
Voraussetzung für die Nutzung dieser einzigartigen TV-Zeitschrift ist ein DAISY-Abspielgerät. Der Plextalk PTN1 ist ein speziell für blinde und sehbehinderte Anwender entwickeltes DAISY-Abspielgerät der neuesten Generation:
Mit "DAISY im Doppelpack" erhalten Sie 5 kostenlose Ausgaben der "DAISY-TV" (Ersparnis = 8,75 €) und 10 % Rabatt auf die normalen Anschaffungskosten eines "PTN1" (Ersparnis = 41,18 €).
Informationen und Bestellungen unter Tel. 0341 7113-120 oder per E-Mail: info@dzb.de

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Ruth Wunsch: "Mein buntes, blindes Leben" bald als Hörbuch ausleihbar

Der auf der Info-Kassette der DZB angesprochenen Mitschnitt der Lesung mit Ruth Wunsch während der Leipziger Buchmesse hat vielleicht das Interesse geweckt, Frau Wunschs Buch einmal komplett zu hören. Wir möchten deshalb darüber informieren, dass das Buch in unserem Studio komplett aufgelesen wird, auch der angesprochene Mitschnitt wird ›angehängt‹.
Bestellungen werden bereits in der Hörbücherei unter 0341 7113-116 registriert.

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VII. Boltenhagener Tage für akustische Medien

Dr. Jürgen Trinkus
Die VII. Boltenhagener Tage für akustische Medien finden vom 27. bis 30. Oktober 2005 im Ostseebad Boltenhagen statt zum Thema: "Das Ohr sieht mit! - visuelle Bilder in Wort und Klang."
"Das Ohr sieht mit" - ist ein Anspruch akustischer Medien, den auf eigene Weise die Sportreporter einzulösen haben. Zwei prominente Vertreter ihres Faches konnten als Referenten und Gesprächspartner gewonnen werden. Seine Teilnahme zugesagt hat unter dem Vorbehalt aktueller Verhinderungsgründe Jens Kluttig. Sollte er durch eine internationale Verpflichtung verhindert sein, werden wir Ersatz gewinnen aus der zuständigen NDR-Redaktion.
Von 17 Olympischen Spielen des Sommers und des Winters hat für den DDR-Rundfunk Heinz Florian Oertel berichtet. Während der Fußball-WM 1953 mit dem berühmten Berner Endspiel lag er mit operiertem Blinddarm in einem Schweizer Hospital und erlebte zur Untätigkeit verurteilt prägende Sternstunden französisch- und italienisch-sprachiger Reporterkultur. Was ihn, der auch als gefragter Fernsehmann dem Hörfunk treu geblieben ist, sonst noch prägte und formte, davon wird sowohl in einem intimen Gespräch als auch einer öffentlichen Lesung zu hören sein.
Fest zugesagt hat auch das Hörfilmteam Nord um Hela Michalski. Der von ihnen beschriebene "Untergang" von Bernd Aichinger ist auf DVD allgemein zugänglich. Der Berlinale-Preisträger "Gegen die Wand" des Hamburger Regisseurs Fatih Akin wird uns als Demonstrationsstoff dienen.
Als kleines Extra von der Wunschliste der Teilnehmer früherer Jahre habe ich dem NDR die Zusage abgewonnen, mit einem Hörfunk-Ü-Wagen vorbeizuschauen. Unser Programm ist so aufgebaut, dass der Wagen über die Mittagszeit des Freitags bei uns sein wird, sodass die Enthusiasten auch die Pause für nähere Erkundungen nutzen können.
Für den Mittag des Sonnabends ist geplant, dass sich Interessenten im Feldversuch mit der Fledermausbrille des aus Afghanistan stammenden Greifswalder Augenarztes Dr. Amin Gamael befassen können.
Was die Hörspiel- und Feature-Produktion angeht, so wird sie vor allem durch Vertreter der Berliner Szene präsent sein. Den Freitagabend wollen wir mit Hörproben und Gesprächen mit der Feature-Regisseurin Angelika Perl und dem Tonmeister Peter Kainz vom Studio H2 gestalten. Beide sind uns auch als Autorenpaar bekannt.
Für den Sonnabendvormittag ist Marc Eggert eingeladen. Für seine aktuelle Produktion "Das Bad" nach dem Roman der deutsch-japanischen Autorin Yoko Tawada hat er einen blinden Co-Dramaturgen gesucht. Marc Eggert hat seine Anfrage interessant begründet: "Bereits bei früheren Hörspielproduktionen fiel mir auf, dass ich mir den Ablauf eines Hörspiels meist Film-analog denke. Ich übersetzte mir Seh-Erfahrungen in Hör-Erfahrungen. Diesen Prozess halte ich mehr und mehr für schwierig bzw. für einseitig."
Einen vorläufigen Ablaufplan habe ich ins Netz gestellt. Die direkte URL lautet: www.klangkontext.de/boltenhagen/medientage/prg2005.html

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"Wie Lichtstrahlen im Durcheinander des Lebens" - Verein Andere Zeiten e.V. präsentiert den "Anderen Advent" 2005

Das Ergebnis zeugt von neun Monaten intensiver Arbeit: Der "Andere Advent" 2005 liegt vor. Vom 28. November bis zum 6. Januar lädt er erwachsene Leser dazu ein, sich zwölf Minuten Zeit für Stille zu nehmen. Ziel: Die Adventszeit bewusster zu erleben.
"Wir wollen den Menschen einen Gegenpol zur hektischen und schrillen Vorweihnachtszeit bieten. Denn viele haben die Sehnsucht, sich von Trubel und Kommerz eine Auszeit zu gönnen", sagt Chefredakteur Hinrich C.G. Westphal.
Gedichte von Eva Heller oder Antoine de Saint-Exupéry, Prosatexte von Iris Berben, Rafik Schami und Albert Camus, das alles macht in diesem Jahr die Vielfalt des Kalenders aus. Die Blindenschriftausgabe kann unter folgender Adresse bestellt werden:
EBS WernigerodePulvergarten 238855 WernigerodeTel.: 03943 5643-00Fax: 03943 5643-30E-Mail: druckerei@ebs-deutschland.de

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Harry Potter in Englisch

Die SBS Zürich bietet die englischsprachige Originalausgabe der aktuellen Fortsetzung der Harry-Potter-Abenteuer wahlweise in englischer Voll- oder Kurzschrift an. Anfang August sind die ersten Kapitel in Punktschrift erschienen, die Fortsetzung in Heften folgt ca. alle zwei Wochen.
Kontakt:Schweizerische Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte / SBS MedienverlagGrubenstr. 12, CH-8045 ZürichTel.: +4143 33332-32 Fax: +4143 33332-33medienverlag@sbszh.chwww.sbs-online.ch

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Kurssystem zum Erlernen der Braillevoll- und -kurzschrift

Wieder selbständig schreiben und lesen - welcher Blinde oder hochgradig sehbehinderte Mensch möchte das nicht? Diesen Wunsch können Sie sich erfüllen. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Mecklenburg-Vorpommern e.V. führt auch 2006 (zum 4. Mal) ein 5-wöchiges Kurssystem zum Erlernen der Braillevoll- und -kurzschrift durch.
Termine der Kurswochen (Kw):
1. Kw 26.02. - 03.03.2006 Vollschrift
2. Kw 19.03. - 24.03.2006 Kurzschrift
3. Kw 23.04. - 28.04.2006 Kurzschrift
4. Kw 29.10. - 03.11.2006 Kurzschrift
5. Kw 26.11. - 01.12.2006 Kurzschrift
Das Kurssystem wird gefördert. 2005 wurde auch Bildungsurlaub bewilligt.
Nähere Informationen und Anmeldung bei
Aura-Hotel "Ostseeperlen" BoltenhagenStrandpromenade 5323946 Ostseebad BoltenhagenTel. 038825 3700E-Mail: ostseeperlen@t-online.de

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Seminarausschreibungen

Beide Veranstaltungen finden statt im Rudolf-Kraemer-Haus, 75378 Bad Liebenzell. Kontakt:
Bildung ohne Barrieren - Bildungsinstitut für Blinde und Sehbehinderte e.V.Hauptstr. 4079576 Weil am RheinTel.: 07621 799230Fax: 07621 799231E-Mail: info@bob-institut.org

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Impressum

»DZB-Nachrichten« erscheint zweimonatlich. Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«. Jahresabonnement: Kassette oder Blindenkurzschrift oder DAISY-CD-ROM 7,68 €, Schwarzschrift 12,30 €.
Diskette mit Jahreszusammenfassung ohne Beilage (nur für Braillezeile) 7,68 €. (Preise zzgl. gesetzlicher MwSt.)
Online unter www.dzb.de/zeitschriften/index.html
Alle Rechte vorbehalten. Keine Reproduktion, Vervielfältigung oder Verbreitung ohne Genehmigung des Herausgebers.
Herausgeber, Verlag/Studio:
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
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Telefon: 0341 7113-0, Fax: 0341 7113-125
Internet: www.dzb.de
E-Mail: info@dzb.de
Redaktion:
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Telefon: 0341 7113-135
Abonnements, Anzeigen:
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Spenden:
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Sparkasse Leipzig
BLZ 860 555 92
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DZB 2005

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