DZB-Nachrichten

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 6 – 2006

November / Dezember

16. Jahrgang


Inhalt

Vorbemerkung

Postecke

DZB-Nachrichten Ausgabe 5

Tag der Offenen Tür

Zustand älterer Punktschriftbücher

Einblicke

Öffentliche Bibliothek für Blinde - Blinde in Öffentlichen Bibliotheken (III)

Praktikum in der DZB

Wie war das damals?

Isabella Keilberg - Begründerin der Blindenerholung in Sachsen (Schluss)

Die Kramkiste

Alphonse Daudet: "Tartarin von Tarascon"

Günther Kehnscherper: "Kreta, Mykene, Santorin"

Bookflash

"Das Parfüm"

Die 100 Lieblingsbücher der Deutschen

John Ronald Reuel Tolkien: "Der Herr der Ringe"

LOUIS

Hörbuchsuche leicht gemacht

Vergleich Victor Classic X plus -Victor Classic plus

Info-Service

Mitteilung der Bibliothek

Neue Struktur der Liste DAISY-Übernahmen

"Ein Schatz für helle Tage"

Museumsführer als mp3-Downloads

Wikipedia-eBook kostenlos

Meyers Taschenlexikon Online

Stiftung "Nordlicht"

"Grenzgänger - Recherchen in Mittel- und Osteuropa"

Impressum

Vorbemerkung

Das Jahr ist fast schon wieder 'rum, höchste Zeit für die Besorgung von Geschenken in Form von Büchern und Kalendern. Vielleicht kann Ihnen diesbezüglich die für dieses Jahr letzte Ausgabe der DZBN einschließlich "Bücherliste" doch die eine oder andere Anregung liefern - erinnert sei hier z. B. noch einmal an den neuen Großdruck-Adventskalender.
Apropos Bücherliste: falls Sie sich wundern, dass da so viele Titel aus der Reihe "Ohne Maus" von Frau Hippeli auftauchen: Seit Oktober hat die DZB den Vertrieb aller Titel von Frau Hippeli übernommen.
Bitte beachten Sie die Schließtage der DZB am 27., 28., und 29. Dezember. Zwischen Freitag, dem 23.12.06 und Dienstag, dem 02.01.07 sind wir nur über einen Anrufbeantworter erreichbar.
Ein friedvolles Weihnachtsfest und alles Gute zum Jahreswechsel wünscht Ihnen im Namen aller Kolleginnen und Kollegen der DZB
Ihr Karsten Sachse

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Postecke

Die Veröffentlichungen sind nicht identisch mit der Redaktionsmeinung. Aus redaktionellen Gründen müssen wir uns Kürzungen vorbehalten. Wenn Sie keine Veröffentlichung wünschen, vermerken Sie dies bitte.

DZB-Nachrichten Ausgabe 5

»(…) Sakra, der Druckfehlerteufel muss hinter mir her sein und sich am Scanner zu schaffen gemacht haben! Die in meiner Leserzuschrift genannte Blindenschriftdruckerei in Berlin heißt natürlich nicht Kuli, sondern Kull (…)«
[Dr. Werner Uhlig aus Leipzig]

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Tag der Offenen Tür

»(…) Am 09. September sind wir nach Leipzig gefahren um o. g. Angebot der DZB wahrzunehmen. Ich hatte es mir schon einige Male vorgenommen, aber irgendwie hat es terminlich immer wieder nicht gepasst. Ich muss im Nachhinein sagen, es lohnt sich! Es ist wirklich als z. B. Gruppenveranstaltung einer BG wärmstens zu empfehlen.
Die Tätigkeit der Mitarbeiter der DZB hat neben Hilfsmittelausstellung und Präsentation der Kreisorganisation Leipzig des BSVS den absoluten Vorrang. Dem Publikum steht es offen, ob man auf eigene Faust unterwegs ist, oder sich den immer wieder angebotenen Führungen anschließt. Wir haben uns für letzteres entschieden, nachdem wir schon im Vorfeld ein bisschen durchs Haus geschlendert waren.
Man bekommt mit hohem Maß an Kompetenz erklärt, wie Bücher, Zeitschriften, Hörbücher, Reliefs usw. entstehen. Wenn man einmal das Magazin, in dem die Punktschrift-Leihbücher lagern, ›gesehen‹ hat, dann begreift man, wie wichtig die Möglichkeit der Ausleihe ist. Es wäre unmöglich, jedes Buch, was man gern lesen möchte, im Anschluss bei sich zu Hause zu lagern.
Sicher hat da die Hörbücherei (vor allem DAISY) große Abhilfe geschaffen, es gibt aber doch noch jede Menge Interessenten für Punktschriftbücher. Und das ist - trotz aller moderner Technik - auch wichtig, denn die Punktschrift ist, was das Schreiben und Lesen betrifft, unser Hab und Gut.
Mein Fazit ist, dass ich jetzt die Zeitschriften und Bücher in Blindenschrift mit völlig anderen Händen betrachte. Einfach deshalb, weil ich bessere Kenntnisse über deren Entstehung erworben habe - und, dass ich bestimmt irgendwann mal wieder in die Gustav-Adolf-Str. nach Leipzig fahre.
Es war sehr interessant und es hat riesigen Spaß gemacht. Toller Nebeneffekt: Man trifft alte Bekannte und lernt bei Gesprächen neue Leute kennen.
Danke an alle Mitarbeiter der DZB! (…)«
[Herr Andreas Beinert per E-Mail]

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Zustand älterer Punktschriftbücher

»(…) Ich selbst bin Nutzer der Bibliothek seit 1962. In dieser langen Zeitspanne hatte ich viele Titel unter den Fingern. Es waren Bände dabei, deren ›Lesezeichen‹ einen Karnickel erfreut hätten! Salzstangen sind eigentlich wenig geeignet, um den Anschluss zum Weiterlesen zu finden. Auch fand ich Kleckse eines süßen Brotaufstrichs, fettflecken und Krümel. Ich kann einfach nicht begreifen, wie man mit ungewaschenen Fingern Bücher lesen kann, die einem nicht einmal gehören! Wer so etwas tut, denkt nicht daran, was er anderen Lesern zumutet.
Auch gehen einige Nutzer der DZB reichlich ungezwungen mit Hörbüchern um, egal ob auf Kassette oder CD-ROM. Seien wir doch einmal ehrlich, wo kann man noch Bücher gedruckt oder zum Hören kostenfrei ausleihen? In jeder öffentlichen Bibliothek muss man einen Obolus entrichten. Diesen tollen Service ›unserer DZB‹ dürfen wir uns doch nicht selbst verscherzen! (…)«
[Frau Renate Schuster aus Gera]

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Einblicke

Öffentliche Bibliothek für Blinde - Blinde in Öffentlichen Bibliotheken (III)

Susanne Siems
4. Besonderheiten der sozialen Bibliotheksarbeit in Bibliotheken für Blinde und Sehbehinderte
Soziale Bibliotheksarbeit ist immer an eine bestimmte Zielgruppe gebunden. Darum soll an dieser Stelle besonders auf die Zielgruppe blinde und sehbehinderte Bibliotheksbenutzer eingegangen werden.
Die meisten Menschen erblinden im höheren Lebensalter, 60 Prozent sind über 70 Jahre, wenn sie das Augenlicht verlieren. Oft ist die Blindenbücherei der entsprechenden Region einer der ersten Ansprechpartner für diese Menschen. Oft gilt es auch, neben der eigentlichen Literaturauswahl, über das Lesen die Akzeptanz der Behinderung zu fördern, manchmal ist das Zuhören wichtiger als die eigentliche Literatur-empfehlung.
Häufig wechselnde Ansprechpartner für die Bibliotheksberatung, zum Beispiel auslaufende ABM, Beratungstätigkeit durch Praktikanten, die durch unsichere Finanzierungssituationen entstehen, sind hier ein Problem.
Wenn es um die Leseinteressen blinder oder sehbehinderter Nutzer geht, unterscheiden diese sich nicht wesentlich von denen Sehender. Aufgrund der oben genannten Tendenz zur Erblindung im Seniorenalter ist die Zahl älterer Bibliotheksbenutzer insbesondere in der Hörbücherei recht hoch. Es ist möglich, auch mit achtzig Jahren noch die Blindenschrift zu erlernen, aber eben nicht jedem. Bei Blindheitsursachen wie zum Beispiel Diabetes kommen noch zusätzliche körperliche Probleme hinzu (eingeschränktes Tastvermögen).
Die Ausleihe erfolgt generell über den Postweg, dank einer Vereinbarung mit der Post sind Blindensendungen kostenlos. Die Umstrukturierungen im Postbereich, zum Beispiel die Ein-richtung von Packstationen, die Blinde nicht ohne Hilfe bedienen können, sind oft kontraproduktiv. Die Post bringt die in Koffern versandten Blindenschriftbücher der Bibliothek nach Hause, aber der Rücktransport ist dem Nutzer selbst überlassen.
Wenn ›Postämter um die Ecke‹ geschlossen werden, kann das für den Blinden ein Problem werden. Oft sind davon besonders blinde Menschen betroffen, die einen hohen Grad an Selbständigkeit erreicht haben, wegen Berufstätigkeit nicht den ganzen Tag zu Hause erreichbar sind, sich mit gut trainierter Orientierung und Mobilität durch den Alltag bewegen und durch solche Einschnitte in die Infrastruktur einmal mehr benachteiligt werden. Es gab in der Punktschriftbibliothek der DZB schon Abmeldungen mit der Begründung, dass der Rücktransport der entliehenen Literatur nicht mehr organisiert werden kann. Das ist sehr bitter, für den Leser in erster Linie, aber auch für das Engagement der Bibliothek. Andererseits sind Fahrbibliotheken, wie sie von vielen Stadtbibliotheken angeboten werden, auch nicht realisierbar, da das Distributionsprinzip der Blindenbibliothek ein deutschlandweites ist. Hier ergeben sich meines Erachtens für die Zukunft verstärkte Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den öffentlichen Bibliotheken vor Ort. Und hier liegt auch der Riesenvorteil in der zunehmenden digitalen Verfügbarkeit von Literatur.
Eine Blindenbibliothek hat nur in Ausnahmefällen direkten Nutzerkontakt, meist hören Bibliothekar und Leser am Telefon voneinander, per Post oder E-Mail. Dieser fehlende direkte Nutzerkontakt ist eine Besonderheit der sozialen Bibliotheksarbeit mit Blinden und Sehbehinderten. Die Bibliothekare müssen lernen, ihren Leser via Stimme oder geschriebenes Wort einzuschätzen. Dazu gehört eine gewisse Übung, so dass geschultes Bibliothekspersonal an dieser Stelle besonders wichtig ist. Neben der ausführlichen Literaturberatung, die entsprechende umfassende und stets aktuelle Kenntnisse voraussetzt, ist sehr oft großes psychologisches Einfühlungsvermögen gefragt.
Letztendlich ist ein Bibliothekar in einer Blindenbibliothek auch Verkäufer. Die Büchereien sind gemeinnützige Einrichtungen, die von staatlichen, regionalen bzw. kommunalen Organisationen gefördert werden. Ihre Eigenmittel erhalten sie zumeist aus Spenden ihrer Nutzerinnen und Nutzer bzw. aus Spenden Dritter. Auch darum ist es eine zentrale Aufgabe der Bibliothekare, den Kontakt zum Leser mit viel Geduld und Freundlichkeit zu pflegen. Die Identifikation des Nutzers mit ›seiner‹ Bibliothek ist meist viel intensiver als bei ›normalen‹ Bibliotheksbenutzern. Dieser Besonderheit Rechnung tragend hat die DZB, wie bereits andere Bibliotheken auch, seit Herbst 2005 das ›Projekt Buchpatenschaften‹ eingerichtet. Man kann die Produktion eines Blindenschrift- oder Hörbuches mit einer Spende unterstützen, entweder die gesamte Produktion, die bis zu 10.000 € kosten kann, oder teilweise mit einem Betrag ab 100 €. Das Projekt wird von den Nutzern recht gut angenommen, die DZB bekommt damit von ihren Kunden tatkräftige Unterstützung und wir haben als Bibliothek auch die Möglichkeit, einen noch persönlicheren Kontakt zu den Lesern aufzubauen.
Auch im Bereich Sponsorensuche und Öffentlichkeitsarbeit im ›äußeren‹ Sinn ist das Projekt von Bedeutung. Wenn man politischen Entscheidungsträgern, Institutionen und Vereinen die Möglichkeit gibt, auf diesem Weg soziales Engagement zu zeigen, ist das Hilfe und Sensibilisierung in gleicher Weise. Wer die Buchpatenschaftsprojekte z. B. der Staatsbibliotheken in Berlin oder München kennt, weiß auch, dass hier durchaus Parallelen zwischen unseren Spezial- und den Allgemeinen Bibliotheken bestehen.
Da es in diesem Abschnitt um die Besonderheiten der Zielgruppe blinde Bibliotheksbenutzer ging, sei noch einmal ausdrücklich auf die vielen Gemeinsamkeiten mit anderen Zielgruppen der Sozialen Bibliotheksarbeit hingewiesen und der sich damit bietenden großen Chance zur Zusammenarbeit. Es gibt, wie dargestellt, sehr viele blinde bzw. noch mehr sehbehinderte Senioren, auch blinde Patienten freuen sich sicher über Lektüre im Krankenhaus und, leider kann man auch das nicht leugnen, blinde Menschen befinden sich im Strafvollzug. Die Beispiele für eine Verbindung verschiedener Zielgruppen ließen sich beliebig fortsetzen, sollen aber hier nur einen gemeinsam begehbaren Weg für die Zukunft zeigen.
(Fortsetzung folgt)

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Praktikum in der DZB

Franziska Neuendorf
Vom 9. Juni 2006 bis zum 7. Juli 2006 absolvierte ich ein Praktikum in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig, abgekürzt DZB. Innerhalb dieses Praktikums war ich hauptsächlich in der Punktschriftbibliothek tätig. Dort verrichtete ich verschiedene Arbeiten. Ich sortierte z.B. die zurückgekommenen Adresskarten von Punktschriftnutzern in die Leserkartei ein und meldete neue Nutzer der Punktschriftbibliothek an, indem ich ihre persönlichen Daten und ihre individuellen Literaturwünsche in ein vorgefertigtes Formular in den Computer eintippte. Außerdem recherchierte ich im Online-Katalog der Deutschen Bibliothek (DDB) und im Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) nach Annotationen zu Punktschriftbüchern. Leider blieb diese Suche erfolglos. Also suchte ich nach Schwarzschriftvorlagen von Punktschriftbüchern, die keine Annotationen haben. Nach diesen Vorlagen verfasste ich Annotationen zu Punktschriftbüchern. Ebenfalls aktualisierte ich den gedruckten Punktschriftkatalog der Punktschriftbibliothek. Auch trug ich die von einem Leser gewünschten Punktschriftbücher, die er per Telefon, Brief, E-Mail oder Fax mitgeteilt hat, in dessen elektronische Wunschliste ein. Ich suchte unter anderem die Adresskarten von Lesern, die Punktschriftliteratur ausleihen wollten, aus der Leserkartei heraus. Außerdem heftete ich den Schriftverkehr zwischen Lesern und Mitarbeitern der Punktschriftbibliothek und die Neuanmeldungen von Lesern in dafür vorgesehene Ordner ab.
Neben meiner hauptsächlichen Arbeit in der Punktschriftbibliothek konnte ich auch einen Einblick in die Hörbücherei und die Wissenschaftliche Bibliothek des Blindenwesens gewinnen.
Frau Waldt aus der Hörbücherei erläuterte mir das Computerprogramm, in dem der Bestand der Hörbücher und die Nutzer der Hörbücherei enthalten sind. Ebenfalls lernte ich den Ablauf der Hörbuchausleihe kennen.
Frau Siems aus der Wissenschaftlichen Bibliothek des Blindenwesens erklärte mir die Aufgaben dieser Abteilung der DZB, von denen ich einige wahrnahm. Zum Beispiel sortierte ich im Schwarzschriftmagazin der Wissenschaftlichen Bibliothek Schwarzschriftbücher nach ihren Signaturen und stellte sie in die Regale ein. Außerdem kopierte ich Zeitungsartikel und Kapitel eines Buches für Nutzer.
Ich nahm auch an einer Führung durch die DZB teil. Eine Mitarbeiterin erzählte Einiges über die Geschichte und erläuterte mir und anderen Interessierten, mit welchen Maschinen und Arbeitsmitteln Punktschriftbücher und Reliefs hergestellt werden. Sie führte uns auch durch ein Studio, in dem Hörbücher von professionellen Sprechern, z.B. Schauspielern, aufgesprochen werden. Außerdem zeigte sie uns die Räumlichkeiten, in denen Mitarbeiter Schwarzschriftbücher in Blindenschrift mittels eines besonderen Codes übertragen.
Meine Aufgabenbereiche in der Punktschriftbibliothek waren recht vielfältig. Das Recherchieren nach Annotationen zu Punktschriftbüchern und die Anmeldung neuer Leser bereitete mir am meisten Freude, während ich das Abheften des Schriftverkehrs zwischen Lesern und Mitarbeitern der Punktschriftbibliothek und der Neuanmeldungen von Lesern als weniger spannend empfand. Trotz dessen gefiel mir mein Praktikum in der DZB und ich konnte viele nützliche Erfahrungen sammeln, die meine praktischen Kenntnisse bereichert haben.

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Wie war das damals

Isabella Keilberg - Begründerin der Blindenerholung in Sachsen (Schluss)

Dr. Werner Uhlig
Wie kam das Keilbergbild nach Rochsburg?
Von 1913 an hing es im Korridor des Grimmaer Blindenerholungsheimes. Dort blieb es auch nach dem 2. Weltkrieg, nachdem der Verein zur Beschaffung von Hochdruckschriften und Arbeitsgelegenheiten für Blinde zu Leipzig aufgelöst worden war. Grundstück und Heim hatte die Landesblindenstiftung Sachsen übernommen. Das Haus diente noch bis 1953 der Blindenerholung. Nach Eröffnung des Blindenerholungsheimes Bad Gottleuba ist das Grimmaer Heim zur Dauerwohnstätte für alleinstehende blinde Frauen geworden. Das Bild hing immer noch an seinem Platz. 1961 sah sich die Landesblindenstiftung Sachsen außerstande, die Finanzierung erforderlicher Baureparaturen (vor allem Dachreparaturen) zu gewährleisten. Aus diesem Grunde verkaufte sie das Isabella-Keilberg-Heim an das staatliche Sozial- und Gesundheitswesen des Kreises Grimma. Beim Rat des Kreises Grimma war jemand der Meinung, eine Wohltätigkeitsdame aus der Kaiserzeit gehöre nicht in eine Einrichtung des staatlichen Sozial- und Gesundheitswesens der DDR. Diese Auffassung ist Heinz Rietzschel überbracht worden, der der langjährige Vorsitzende des Kreisvorstandes Grimma des BSV der DDR war. Der Zufall wollte es, dass der Kriegsblinde Heinz Rietzschel beim Rat des Kreises Grimma arbeitete und sofort energisch protestierte. Zunächst hatte er Erfolg. Zwanzig alleinstehende sehschwache Frauen wohnten im Isabella-Keilberg-Heim, bildeten dort eine Betreuungsgruppe der Kreisorganisation Grimma und hatten Heinz Rietzschel oft und gern zu Gast. Als er nach seinem Jahresurlaub eines schönen Tages wieder einmal die 20 Frauen besuchte, war das Bild der Isabella Keilberg verschwunden. Man hatte es während seiner Abwesenheit in das Kreisheimatmuseum gebracht. Voller Empörung hat er damals von dieser Aktion berichtet. Als ich 1994 im Stadtarchiv Grimma arbeitete, erinnerte ich mich an dieses Ereignis. Es gab natürlich eine Inventarliste - ich suchte und fand.
Unser sächsisches Blindenerholungsheim war inzwischen die Villa Rochsburg geworden. Dorthin gehörte das Bild der Isabella Keilberg. Mit der Bitte, die Herausgabe des Bildes durch das Heimatmuseum zu veranlassen, habe ich mich 1994 an den Geschäftsführer des BSVS in Dresden gewandt. Mir wurde zwar Zustimmung signalisiert, doch das Bild blieb in Grimma.
Im Herbst 2004 - 10 Jahre später! - bat mich die Vorsitzende der Kreisorganisation Muldentalkreis des BSVS, Frau Christa Zeidler, aus Anlass des 80. Gründungstages der Kreisorganisation der Amtshauptmannschaft Grimma, Sitz Wurzen, mit einigen Ausführungen aus der Geschichte des Kreisverbandes zur Jubiläumsfeier beizutragen. Im Festsaal des Grimmaer Rathauses war bei dieser Veranstaltung bemerkenswert viel Prominenz versammelt. Der Landrat war vertreten, Bürgermeister, Pfarrer, Lehrer, Landtagsabgeordneter und ein Bundestagsabgeordneter waren anwesend - das rechte Publikum, um am Ende meines Vortrages auf das Keilbergbild im Heimatmuseum zu sprechen zu kommen.
Frau Zeidler engagierte sich mit Nachdruck für meinen Vorschlag, und der Redakteur der Kreisseite der Leipziger Volkszeitung, Herr Latschiniar, veröffentlichte mehrere Zeitungsartikel mit Bildern vom ehemaligen Blindenerholungsheim und Isabella Keilbergs. Noch vor Jahresende 2004 war die Übergabe des Ölgemäldes an unsere Villa Rochsburg nun beschlossene Sache. Frau Wolf-Liebscher, die Geschäftsführerin des BSVS und Frau Mühlberg, die Leiterin unserer Rochsburger Einrichtung, sorgten für die Erledigung der notwendigen rechtlichen und organisatorischen Schritte. Zum Neujahrsempfang des Landesvorstandes des BSVS im Januar 2005 erfolgte die offizielle Übergabe des Bildes der Gründerin der sächsischen Blindenerholung an die Villa Rochsburg.
Nachbemerkung: Das Grundstück des ehemaligen Isabella-Keilberg-Heimes in Grimma, Nerchauerstr. 9, ist unter dem Datum 30. Dezember 1960 im Grundbuch Grimma auf Blatt 900 unter der Rechtsträgerschaft Landesblindenstiftung Sachsen Dresden N &, Sängerstr. 6, als Flurstück 1950 in der Größe von 0,734 Hektar eingetragen. Ursprünglich sollte es an den Rat des Kreises Grimma auf der Grundlage eines Mietvertrages übergeben werden, was jedoch auf Ablehnung stieß. Seit 1.4.1992 befindet sich das Grundstück in Rechtsträgerschaft des Diakonischen Werkes.

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Die Kramkiste

Im Bestand der Bibliothek gekramt
Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden - zur Erinnerung für die "Alten" und zur Information für die "Jungen".

Alphonse Daudet: "Tartarin von Tarascon"

Anatoli Krüger
[Punktschriftbibliothek]
1963 ist in der DZB der Roman "Die gewaltigen Abenteuer des Tartarin von Tarascon" des Franzosen Alphonse Daudet in Blindenschrift produziert worden, dieses Buch ist 1989 in reformierte Blindenschrift übertragen worden (BNA 898, 2 Bde., rkh.).
Alphonse Daudet (1840 - 1897) stammte aus Südfrankreich. Sein Vater war Seidenfabrikant, musste allerdings Bankrott anmelden, so dass sich Daudet schon im Alter von 16 Jahren als Hilfslehrer verdingen musste. Er ging 1857 nach Paris, wo er sich zunächst als Journalist durchschlug, bis er 1860 Privatsekretär des Herzogs von Morny wurde, eines Halbbruders Napoleon III., der gleichzeitig Minister und Direktor der Zeitung "Figaro" war. Damit hatte Daudet eine finanzielle Absicherung gewonnen und konnte sich nun ziemlich frei seiner schriftstellerischen Arbeit widmen.
Die Hauptfigur in diesem 1872 erschienenen Roman ist ein Held der besonderen Art. Schon wenn man in sein Haus kam und dabei seinen Garten passieren musste, war man davon überrascht, dass es da keine einzige heimische Pflanze gab. Sondern da standen lauter exotische Gewächse - Kokospalmen, Bananenbäume, ein Baobab etc. Allerdings hatten diese Pflanzen einen Makel, sie erreichten nicht ihre natürliche Größe. Die Kokospalme war kaum größer als eine Runkelrübe. Alles blieb auf Bonsai-Größe.
So träumte auch Tartarin von nichts anderem als gefährlichen Abenteuern, weiten Reisen. Er verschlang die Bücher von James Fenimore Cooper und anderen Abenteuerschriftstellern, an den Wänden seines Hauses hingen Waffen aus aller Welt. Aber mit seinen 45 Jahren war er noch nie weiter als bis zu den Hügeln um sein Heimatstädtchen gekommen. Selbst der Weg in die Nachbarstadt schien ihm schon zu gefährlich: "… man braucht nur über die Hängebrücke zu gehen. Aber diese verfluchte Brücke ist so oft vom Mistral davongetragen worden, sie ist so lang, so schwankend, und die Rhone hat hier eine Breite … Nun ja, ihr versteht …."
Zum Ausgleich für die fehlenden Abenteuer widmete er sich, wie die meisten Männer von Tarascon, der Jagd. Jeden Sonntag zogen sie mit ihren Büchsen vor die Stadt. Doch gab es im Umkreis der Stadt schon seit Menschengedenken kein Wild mehr, selbst die Zugvögel machten einen Bogen um die Stadt. So kamen die Jäger darauf, ihre eigenen Mützen in die Höhe zu werfen und auf sie zu ballern. Wer die meisten Löcher in seiner Mütze aufweisen konnte, war der Mützenkönig. Und darin war Tartarin ihr aller Meister.
Einmal hätte Tartarin die Möglichkeit gehabt hinauszukommen, er sollte eine Handelsniederlassung in China übernehmen. Wochenlang spekulierte man in der Stadt, ob er nun geht oder nicht. Und er blieb in Tarascon, denn er hatte zwei Seelen in seiner Brust, eine abenteuerlustige die ihm stets zurief: "Bedecke dich mit Ruhm Tartarin!", und eine bequeme, verweichlichte, die ihm dagegen sagte: "Bedecke dich mit Flanell!". Nichtsdestoweniger hielten ihn alle im Städtchen für einen großen Helden und er sich nicht weniger.
"Und da man soviel von Tartarins Reise gesprochen hatte, glaubte man schließlich, er sei schon zurückgekommen, und alle Herren baten ihn abends im Klub um Auskünfte über das Leben in Schanghai, über Land und Leute, über das Klima, über das Opium, über den Welthandel. Tartarin, sehr gut unterrichtet, wartete bereitwilligst mit allen Einzelheiten auf, die man verlangte, bis der Gute mit der Zeit selbst nicht mehr ganz sicher war, ob er nicht doch in Schanghai gewesen wäre."
Nun kam eines Tages eine Tierschau in die Stadt, die auch einen lebendigen Löwen vom Atlasgebirge in Algerien mitführte. Wie nun Tartarin Aug in Auge dem Löwen gegenüberstand - natürlich getrennt durch die Käfigstäbe - sprach er: "Das, ja, das lohnt die Jagd." Und alle, die es hörten, verstanden es so, als hätte Tartarin soeben den Entschluss gefasst, nach Algerien auf Löwenjagd zu gehen. Natürlich hatte er das nie gedacht, doch die ganze Stadt erwartete das nun von ihm. Als er aber auch nach drei Monaten noch immer keine Anstalten dazu machte, verspotteten ihn bereits die Gassenjungen deswegen. Da blieb ihm, wollte er sich nicht in der ganzen Stadt unmöglich machen, keine andere Wahl mehr, als nach Algerien aufzubrechen.
Von seiner Fahrt in das Land der "Törken" und wie dort ein solcher "Held" eine Löwenjagd bewerkstelligt, wo es in der freien Wildbahn schon keine Löwen mehr zu finden gab, davon handelt dieses Buch.
Daudet wollte mit seinem humorvollen Roman, eine liebevolle Charakteristik des südfranzösischen Menschenschlages geben. Davon zeugt auch das vorangestellte Motto: "In Frankreich ist jedermann ein wenig aus Tarascon."
Von allen seinen Werken blieben gerade diese Bücher über seine südfranzösische Heimat am lebendigsten. In seinen späteren Jahren schrieb Daudet noch die Tartarin-Fortsetzungen "Tartarin in den Alpen" (1885) und "Port-Tarascon" (1890).
Wir haben in unserer Punktschriftausleihe noch die Titel "Port-Tarscon" (BNA 4697, 3 Bde., kh.) und "Briefe aus meiner Mühle" (BNA 2571, 2 Bde., kzp.)
In der Hörbücherei gibt es von Alphonse Daudet etliche Erzählungen in der Reihe "Kurzgeschichte International". Außerdem sind die Hörbücher "Der kleine Dingsda" (BN 1172, 7 Kass.), "Tartarin von Tarascon" (BN 58, 3 Kass.), "Tartarin in den Alpen" (BN 4039, 5 Kass.), "Port-Tarascon" (BN 3290, 4 Kass.), "Seine Exzellenz, der Herr Minister" (BN 1400, 8 Kass.) vorhanden.

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Günther Kehnscherper: "Kreta, Mykene, Santorin"

Jörg Klemm
[Hörbücherei]
Dieses Mal gehen wir in der Zeit zurück: Ein Titel von Günther Kehnscherper: "Kreta, Mykene, Santorin : zwei Jahrtausende kretisch-mykenische Kulturgeschichte", produziert vom Urania-Verlag in Leipzig und Jena, 1973.
Das Buch vermittelt einen Einblick in die Entstehung, Blüte und den Untergang der Hochkultur des minoischen Kreta und Mykene zwischen dem 3. und 2. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Auf der Grundlage der damaligen archäologischen Forschungsergebnisse sowie Quellenstudien an den Ausgrabungsorten wird ein Abriss gegeben. Wichtige wissenschaftliche Leistungen der Jahre vor der Herausgabe des Buches geben der Chronologie Alt-Kretas eine neue Grundlage. Breiten Raum nehmen die kulturellen Leistungen Alt-Kretas und Mykenes ein, die vor allem in einer reichgeformten Keramik, in der Bronzemetallurgie, in der Baukunst und im Städtebau sowie in der Herausbildung linearer Silbenschriften ihren Ausdruck fanden.
Ereignisse und Gestalten aus den homerischen Epen, bisher weitgehend in die Sagenwelt verwiesen, erhalten damit erstmalig einen historisch fixierbaren Hintergrund. Ursachen des plötzlichen Unterganges der minoischen Hochkultur werden im Zusammenhang mit der Vulkan-Katastrophe des Santorin-Ausbruchs (um 1400 vor unserer Zeitrechnung) neu gedeutet. Rolle und Funktion der minoischen Paläste als gesellschaftliche Zentren werden im Zusammenhang mit kulturellen Verbindungen des Reiches der Ägäis dargestellt.
Ein anschaulich geschriebenes Buch über einen wenig bekannten Kulturbereich der Antike, der dem klassischen Griechenland voranging.
Das Buch erzählt von den vorgeschichtlichen Menschen in der Ägäis, über die frühminoische Epoche der älteren Bronzezeit, über die Zeit der bewegten Baugeschichte mit ihren reichen Palästen, über Erdbeben und die Zerstörung der Paläste, über neue Paläste und damit das goldene Zeitalter Kretas, über Kriege und Burgen, über Vulkanausbrüche, über Handel und Sagen, über den Untergang - doch es bleibt die Unsterblichkeit echter Kultur.
Sprecher: Bernhard Scheller. 5 Kassetten bzw. 1 CD DAISY mit 387 Minuten. Bestellnummer: 4721.

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In dieser neuen Rubrik wollen wir den Kramkisten-Empfehlungen gestandener Bibliothekare ein jugendliches Pendant zur Seite stellen: Buchempfehlungen von jungen Leuten für junge Leute. Natürlich wird dazu auch im Bestand der DZB gekramt, aber ausschließlich unter dem Gesichtspunkt, was besonders junge Leserinnen und Leser interessiert und begeistert. Denn die Autorinnen und Autoren der Buchempfehlungen sind Schüler.

"Das Parfüm"

Luise Hebecker
Gekannt hatte ich das Buch "das Parfüm" schon lange und wusste auch, dass es sehr gut sein musste, wo es doch in sämtlichen deutschen und vor allem europäischen Kritiken gelobt wurde, doch wirklich überzeugt hatte mich erst der Kommentar meiner Freundin: "Es ist absolut unglaublich, wie man sich so eine Geschichte ausdenken kann." Also beschloss ich, die vom deutschen Autor Patrick Süßkind geschriebene "Geschichte eines Mörders" zu lesen.
Alles beginnt mit der Geburt von Jean-Baptiste Grenouille im Armenviertel vom Paris des 18. Jahrhunderts. Er ist ein abscheulicher Mensch, der sich nicht um das Wohl anderer kümmert und allen Leuten in seiner Umgebung nichts als Unglück bringt. Überhaupt ist er sehr sonderbar. Nichts scheint ihm auch nur im geringsten Maße Schaden zuzufügen. Er überlebt die größten Qualen und schlimmsten Krankheiten, um sich dann jedes Mal mit voller Energie seinem Ziel zu widmen: der größte Parfumeur der Welt zu sein und die besten Gerüche herzustellen. Auf der Suche nach neuen Düften durchkämmt er die Straßen von Paris, bis er irgendwann einen Geruch wahrnimmt, dessen Schönheit ihm geradezu Angst einjagt. Dieser berauschende Duft kommt von einem jungen Mädchen, welches von Grenouille getötet wird. Grenouille, von seinem Wunsch begeisterter als je zuvor, begibt sich daraufhin auf den Weg nach Grasse, der Stadt der Parfümeure, um dort das Geheimnis dieses unglaublichen Geruches zu entschlüsseln. Nach einigen Unterbrechungen verschiedenster Art schafft er es auch, endlich dort anzukommen. Inzwischen ist er so gut in sämtlichen Methoden der Duftgewinnung, dass ihm keiner mehr etwas beibringen könnte und genau in dem Moment, als er anfängt sich zu langweilen, passiert wieder etwas Unglaubliches. Erneut entdeckt er etwas Neues, etwas Wunderschönes, wieder ist es ein junges Mädchen und wieder wird sie von Grenouille getötet. Und er raubt ihr das Kostbarste, was sie hat: ihren Geruch. Daraufhin scheint er das Geheimnis erkannt zu haben und was danach kommt, ist eine grausame Mordserie und die Wahrheit über den wohl schönsten Duft der Welt.
Nachdem ich das Buch nun selbst gelesen habe, muss ich sagen, dass es wirklich unglaublich ist, sich so etwas auszudenken. Es ist etwas vollkommen Anderes und Neues und in seiner Wirkung nicht zu beschreiben. Irgendwie scheint es realistisch, aber auch fantastisch zu sein - man weiß es nicht, man kann es nicht einschätzen. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, so sehr faszinierte und fesselte mich diese Geschichte. Hinzu kommt noch die wunderbare Schreibweise des Autors, an genau den richtigen Stellen ist es entweder lustig, spannend oder traurig. Das Ende ist etwas gewöhnungsbedürftig und vielleicht nicht jedermanns Sache, aber wenn man es genauer betrachtet, passt doch alles irgendwie zusammen. Ein Buch, welches man unbedingt lesen muss.

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Die 100 Lieblingsbücher der Deutschen

Welche Bücher sind die Lieblingsbücher der Deutschen? Die ZDF-Aktion "Unsere Besten - Das große Lesen" ist 2004 dieser Frage nachgegangen. Die ersten 100 Plätze wurden in einer Liste zusammengefasst. Wir nennen Ihnen nacheinander diese Bücher. Titel dieser Liste, die Sie in der DZB ausleihen können, stellen wir Ihnen ausführlicher vor.
Wir starten mit Platz Nr. 1:

John Ronald Reuel Tolkien: "Der Herr der Ringe"

Entstehung
Nach dem Verkaufserfolg des Romans "Der Kleine Hobbit" (1937), zunächst eine Erzählung für seine Kinder ohne Absicht der Veröffentlichung, drängte der Verlag Allen & Unwin Tolkien zu einer Fortsetzung der Abenteuer in der mythischen Welt Mittelerde. Insgesamt zwölf Jahre arbeitete Tolkien in seiner Freizeit an dem Manuskript, weitere fünf Jahre vergingen wegen notwendiger Überarbeitungen am Manuskript bis zum Erscheinen 1954 beziehungsweise 1955.
Inhalt
Im dritten Zeitalter spielt die Geschichte um die Vorherrschaft in Mittelerde und den Kampf um den Besitz eines mächtigen Rings und seine Vernichtung. In grauer Vorzeit vom finsteren Herrscher Sauron geschmiedet, verleiht er dem Träger große Macht. Der wieder erstarkte Sauron braucht den Ring, um ganz Mittelerde unterwerfen zu können. Lange Zeit verschollen, ist der Ring im Auenland wieder aufgetaucht.
Bilbo Beutlin gibt ihn dort an seinen Neffen Frodo weiter. Beide sind Hobbits, menschenähnliche Wesen, jedoch kleiner als Zwerge. Der Ringträger Frodo wird vom Rat der Bewohner Mittelerdes dazu ausersehen, den Ring ins Land des Feindes, Mordor, zu bringen, um ihn dort zu vernichten. Begleitet wird er von acht Gefährten mit Vertretern der Völker Mittelerdes. Die Ringgemeinschaft wird jedoch vom Feind getrennt; jeder beteiligt sich nun auf seine Art am Kampf gegen die Heerscharen Saurons.
Letztlich siegreich sind die Völker Mittelerdes erst, als es Frodo mit seinem Freund Sam schließlich gelingt, den Ring im Berg des Feuers zu vernichten: Saurons Macht ist damit gebrochen und das dritte Zeitalter beendet. Der König der Menschen tritt letztendlich seine rechtmäßíge Herrschaft an; die Hobbits kehren ins Auenland zurück, die unsterblichen Elben verlassen den Kontinent Mittelerde und segeln zu den Ewigen Landen im Westen - begleitet von Bilbo und Frodo.
Das 1000-seitige Werk umfasst drei Teile: Die Gefährten, Die zwei Türme und Die Rückkehr des Königs, von denen jeder wiederum aus zwei Büchern mit zahlreichen Episoden besteht. Der Prolog enthält neben der Vorgeschichte eine Einführung zum Volk der Hobbits, ein umfangreicher Anhang und ein Register geben historische Überblicke, informieren über Schriften und Sprachen Mittelerdes sowie über Tiere, Orte und Personen.
Wirkung
In den 1960er Jahren zum Bestseller avanciert - das spannend erzählte Werk verkaufte sich allein in Deutschland fünf Millionen Mal, weltweit wurden 50 Millionen Exemplare der Trilogie verkauft - gab das groß angelegte Werk der Fantasy-Literatur entscheidende Impulse.
Es beeinflusste zahlreiche Autoren wie Michael Ende in seiner "Unendlichen Geschichte" (1979), Marion Zimmer Bradley (1930-99) mit dem Roman "Die Nebel von Avalon" (1982) und schließlich in jüngster Zeit die britische Autorin Joanne K. Rowling mit der Serie um den Zauberlehrling Harry Potter (Teil 1: 1997), mit der das Genre eine Renaissance erlebte.
Ebenso griff US-Filmproduzent und Regisseur George Lucas in seinem Sciencefiction-Epos "Star Wars" (1977) auf den Roman zurück. Wegen seiner vermeintlichen Trivialität war "Der Herr der Ringe" jedoch in Teilen der Literaturkritik umstritten. Zweimal wurde der Stoff verfilmt: 1978 vom Zeichentrickfilmer Ralph Bakshi, 2001 feierte der erste Teil der aufwändigen und überaus erfolgreichen Verfilmung von Peter Jackson Premiere (Anm. d. Red.: 2002 folgte Teil 2, 2003 Teil 3).
John R(onald) R(euel) Tolkien
Der Autor: Der Mythenforscher und Professor für englische Literatur des Mittelalters, J. R. R. Tolkien, wurde als Kultautor der Fantasy-Literatur weltbekannt. Er studierte englische Sprache und Literatur in Oxford, wohin er nach kurzer Teilnahme am Ersten Weltkrieg und einer Dozententätigkeit in Leeds 1925 zurückgekehrt war. Bis 1959 war er Professor für englische Literatur des Mittelalters.
Vor dem Hintergrund sprach- und literaturwissenschaftlicher Studien über angelsächsische und altnordische Kultur ("A Middle English Vocabulary" 1922; "Chaucer as a Philologist" 1924) schuf Tolkien Erzählungen über die fiktive, keltisch-germanisch geprägte Märchenwelt Mittelerde.
[Quelle: www.zdf.de; www.zdf-jahrbuch.de/2004/; Harenberg - Das Buch der 1000 Bücher; Meyers Lexikonverlag.]

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Titel von Tolkien in der DZB:
Hörbuch
Punktschrift

LOUIS

Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander. (Tel. 0341 7113-145, Fax: 0341 7113-125, E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de).
Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

Hörbuchsuche leicht gemacht

Rita Schroll
… dann ist www.medibus.info genau die richtige Internetseite für Sie.
Unter dem Link: "Onlinekatalog" finden Sie nun den Buchbestand aller Hörbüchereien aufgelistet. Bequem und komfortabel können Sie in dem Onlinekatalog nach Autoren, Buchtiteln, Sachgebieten und Sprecher/innen suchen. Auch können Sie auswählen, ob Sie nur Bücher im DAISY-Format, im Kassetten-Format oder Bücher in beiden Formaten angezeigt bekommen möchten. Der Onlinekatalog umfasst derzeit ca. 60.000 Titel. Die Aktualisierung erfolgt monatlich.
Sie stöbern im Katalog, finden Bücher, die Sie interessieren, doch ist es Ihnen zu umständlich, die gewünschten Titel aufzuschreiben? Dann klicken Sie - nachdem Sie ein interessantes Buch gefunden haben - auf: "weitere Informationen".
Hier erfahren Sie dann etwas zum Inhalt, in welcher Hörbücherei das Werk verfügbar ist, von wem das Buch aufgesprochen wurde und einiges mehr.
Haben Sie dann durch Aktivierung des entsprechenden Kontrollkästchens ausgewählt, über welche Hörbücherei Sie das Buch bestellen möchten, können Sie den Schalter: "auf die Merkliste" aktivieren.
Auch die Merkliste müssen Sie sich nicht selbst abspeichern. Am Ende Ihrer Gesamtrecherche können Sie im entsprechenden Eingabefeld Ihre E-Mail-Adresse eingeben und sich Ihre Merkliste per E-Mail bestellen.
Dies soll als kleiner Überblick an dieser Stelle genügen. Ausführliche Informationen, Tipps und Hinweise für die Suche finden Interessierte in der Hilfe - die als Extralink in der Rubrik: "Onlinekatalog" ausgewiesen ist.
Der barrierefreie Onlinekatalog wurde im Auftrag von Medibus Mediengemeinschaft für blinde und sehbehinderte Menschen von Thomas Wendling, Leiter der Blindenbibliothek der Blista, mit viel Herzblut konzipiert und von dem Programmierer Daniel Gundlach mit ebenso viel Engagement programmiert.
Wer noch weitere Fragen zum Katalog hat, oder Hilfestellung bei der Suche benötigt, kann sich gerne an zk@medibus.info wenden.

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Vergleich Victor Classic X plus -Victor Classic plus

Ulrich Jander
Ein neues DAISY-Abspielgerät ist auf dem Markt: Victor Classic X plus, Modell 203 mit Betriebsversion 3.3.8 - es folgt ein Vergleich zum vorhergehenden Victor Classic plus, Modell 103:
Der neue Victor Classic X plus ist auf dem ersten Blick sehr ähnlich dem bisherigen Modell 103. Das Gehäuse ist im Großen und Ganzen identisch. Einzelne, wenige Details sind abgewandelt, z. B. der Netzanschluss, statt an der rechten Gehäuseseite, an der Rückseite (mit modifiziertem Steckernetzteil und stärkerem Anschlusstecker am Victor), wobei es vorteilhaft ist, dass das Gehäuse des Netzteils eine schlankere Form besitzt und somit auf der Steckdosenleiste die Nachbaranschlüsse nicht völlig verdeckt werden. Das neue Gerät hat eine extra Taste für den Schlafmodus bekommen, unterhalb der Lesezeichentaste. Bislang lag dieselbe Funktion auf der Zifferntaste neun. Die Bedienung des Schlafmodus war am früheren Gerät auch gut möglich, mit der extra Taste ist sie noch eindeutiger und einfacher geworden. Die Funktionsauswahl im Schlafmodus ist geblieben (15, 30, 45 und 60 Min. sowie Aus); und das ist völlig ausreichend. Zwei LED-Anzeigen sind jetzt hinzugekommen, an der Ein- bzw. Ausschalttaste und an der Schlafmodustaste. Für blinde Nutzer ist dies ohne Bedeutung, Anwender mit Sehrest werden sich darüber freuen. Noch eine Kleinigkeit an der Unterseite: Die Schraube am Batteriedeckel ist jetzt sicht- und fühlbar, eine Schraube mit Kreuzschlitz. Die Handhabung für den Akkuwechsel ist jetzt entschieden leichter. Allerdings handelt es sich hier um einen Akkublock mit Steckverbindung zum Victor, nicht, wie in den vorhergehenden Modellen, um handelsübliche LR6-Akkus (Typ AA). Dieser Akkublock dürfte im Fachhandel nicht überall vorrätig sein. Im Übrigen ist der neue Classic X plus zum vorhergehenden Classic plus äußerlich völlig gleich geblieben (Tastatur mit komplettem Ziffernblock und Lesezeichen- sowie Seitenzahlentaste, der Lautsprecher links oben im Gehäuse und direkt davor angebracht, der Henkel zum besseren Tragen).
Im intensiveren Vergleich mit dem früheren Classic plus scheint der Classic X plus einen leicht besseren Klang des eingebauten Lautsprechers zu besitzen, ausgehend von der Normaleinstellung ein etwas besseres, ausgewogeneres Verhältnis von hohen und tiefen Tönen. Das Gehörte wirkt verständlicher, die hohen Töne etwas klarer. Eine neue Betriebsversion ist am Classic X plus festzustellen, Version 3.3.8. Die vorhergehende Version am Victor Classic plus ist 3.1.25. Große Unterschiede in den Funktionseigenschaften waren am Anfang des Tests nicht herauszufinden, jedoch auf dem zweiten Blick hat sich doch einiges getan. Folgende Verbesserungen bzw. Änderungen sind zu nennen:
  1. der Batteriezustand wird in größeren Bereichsangaben angesagt, bisher keine Meldung,
  2. auf der Wo-bin-ich-Taste, Zifferntaste fünf, gibt es exaktere Ansagen zur jeweiligen Position,
  3. das Menü, Zifferntaste Sieben, hat weitere Funktionen erhalten; drückt man die Sieben einmal, kann man mit Pfeil auf- bzw. abwärts zwischen Wiedergabemodus und Navigation beim Zeitsprung auswählen; drückt man die Sieben ein zweites Mal, ist eine Auswahl zwischen "Fußnote", "Seitenzahl", "Anmerkungen des Buchherstellers" und "Randtext" in der Weise möglich, dass man sich auf das Abspielen, Überspringen oder Abspielen nach Aufforderung festlegen kann; diese Funktionsmöglichkeiten stehen nur zur Verfügung, wenn während der Produktion des DAISY-Werkes die entsprechenden Merkmale berücksichtigt worden sind.
Andere Erweiterungen der Funktionseigenschaften waren gegenüber dem vorhergehenden Modell nicht festzustellen. Hervorzuheben ist, wie schon bei Version 3.1.25, dass es sehr viele Einstell- und Suchmöglichkeiten, auch bei der Lesezeichenfunktion, sowohl bei Classic plus als auch bei Classic X plus gibt. Das Bedienkonzept ist durchdacht.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass sich zwar äußerlich nicht so sehr viel verändert hat, jedoch im Inneren des Gerätes interessante Funktionsvarianten und -eigenschaften hinzugekommen sind. Der Victor Classic X plus, Modell 203, ist, wie sein Vorgänger ein vielseitiges DAISY-Abspielgerät, welches mit weiteren Verbesserungen und Erweiterungen aufwarten kann. Bei DAISY-Nutzern, die ein möglichst vielseitiges Gerät haben möchten, dürfte das neue Modell 203 des Victor sehr willkommen sein. Bestellen können Sie den neuen Classic X plus auf jeden Fall bei den Firmen Papenmeier und Handytech, sicher auch beim Marland Versand. Der Preis soll unverändert gegenüber dem Vorgänger Classic plus sein und bei ca. 400 Euro bzw. etwas darunter liegen.
Den Kaufentschlossenen wünsche ich viel Freude mit diesem vielseitigen Victor-Gerät.

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Info-Service

Mitteilung der Bibliothek

Die Weihnachtszeit rückt näher, und wir möchten Sie daran erinnern, dass die DZB zwischen den Feiertagen geschlossen bleibt. Somit können am Donnerstag, dem 21.12.2006 letztmalig in diesem Jahr Bestellungen von Ihnen realisiert werden.
Wenn Sie also über die Feiertage nicht auf Leihbücher (Punktschrift- und Hörliteratur) verzichten möchten, teilen Sie uns dies bitte rechtzeitig mit - bis spätestens 14. Dezember.
Erinnern möchten wir an dieser Stelle außerdem, dass alle Hörer, die ständig mehr als 3 Hörbücher im Umlauf haben, von uns automatisch zusätzlich Titel erhalten werden. Informieren Sie bitte die Hörbücherei, falls Sie dies nicht wünschen.

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Neue Struktur der Liste DAISY-Übernahmen

Das in der DAISY-Ausgabe der "DZB-Nachrichten" enthaltene Verzeichnis "DAISY-Übernahmen" wurde erweitert und enthält jetzt auch eine Liste mit Titeln aus dem Leipziger und Stuttgarter Kassettenbestand, die neu in das DAISY-Format konvertiert worden sind.

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"Ein Schatz für helle Tage"

Pressemitteilung
Hamburg. Vorweihnachtsrummel und Geschenkestress? Der Dezember bietet mehr. Zum Beispiel den "Anderen Advent"!
Vom 2. Dezember bis zum 6. Januar lädt dieser Kalender erwachsene Leserinnen und Leser ein: Gönnen Sie sich täglich eine kleine Auszeit - um zu träumen, nachzudenken, zu schmunzeln und zu meditieren. "12 Minuten Stille am Tag reichen oft schon, um die hektischen Dezemberwochen gelassener und bewusster zu erleben", sagt Chefredakteur Hinrich C.G. Westphal. Über eine halbe Million Menschen nehmen bereits an der Aktion teil. Die liebevoll ausgewählte Mischung von Texten, die aufwändig gestaltete Grafik und stimmungsvolle Bilder zeigen, wie viel Zeit sich das achtköpfige Redaktionsteam für den Kalender genommen hat.
"Ihre seelenberührenden und herzerfrischenden Beiträge machen den Kalender zu einem Schatz, der dunkle Tage heller scheinen lässt", schreibt ein Leser. Mit dem diesjährigen Kalender betritt das Redaktionsteam Neuland: An den Sonntagen übertragen Fotos und neue Texte die uralte, vertraute Weihnachtsgeschichte auf die Gegenwart. Durch die Wochentage begleiten unter anderem Gedanken von Franz Kafka, Elke Heidenreich, Matthias Claudius und Hanns Dieter Hüsch.
Zu beziehen in Blindenschrift bei der Blindenschriftdruckerei des EBS in Wernigerode:
Pulvergarten 2, 38855 Wernigerode
Tel.: 03943 564300
Fax: 03943 564330
E-Mail: druckerei@ebs-deutschland.de

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Museumsführer als mp3-Downloads

Unter www.libri.de werden auch Audiotouren für die größten Ausstellungen und Museen in Deutschland als MP3-Download angeboten - kostenpflichtig. Die Preisspanne reicht von 9,90 bis 19,90 €.

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Wikipedia-eBook kostenlos

Kostenlos dagegen ist der Download der "Wikipedia" als eBook. Libri bietet das aktuelle Internetlexikon zum Download für Handy, alle gängigen PDAs und Windows-PCs an. Es beinhaltet das komplette deutschsprachige Wikipedia-Wissen zu über 400.000 Einträgen mit interaktivem Inhaltsverzeichnis und hat eine Speichergröße von rund 790 MB (http://llibriwikipedia.s3.amazonaws.com/eBook.zip).

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Meyers Taschenlexikon Online

Bereits am 25. August vermeldete Meyers Lexikonverlag auf seiner Homepage (http://www.meyers.de/) folgende Neuigkeit:
"Neu am Start: Meyers Lexikon online - für alle die schnell mehr wissen wollen. Nutzen Sie unser kostenloses Angebot und schlagen online nach!":
http://lexikon.meyers.de/meyers/Meyers-Meyers_Lexikon_online

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Stiftung "Nordlicht"

Pressemitteilung
Kiel, 19. September 2006 - Alle Jugendlichen, die gerne ein Schuljahr im Ausland verbringen möchten, damit verbundene Kosten aber nicht aus eigener Kraft tragen können, haben jetzt zum vierten Mal die Möglichkeit sich für das Nordlicht-Stipendium zu bewerben.
Entscheidend für die Vergabe eines Stipendienplatzes der im Jahre 2004 ins Leben gerufenen Stiftung "Nordlicht-Stipendium" sind nicht nur die Schulnoten, sondern vor allem das soziale Engagement der Schüler. Dazu zählen insbesondere Aktivitäten zur Förderung der internationalen Verständigung, aber auch beispielsweise die Mitarbeit in einer Gemeinde, an einer Schülerzeitung, im Altenheim oder aktive Nachbarschaftshilfe. Als Belohnung lockt ein Schuljahr in den USA, Mexiko oder Argentinien. Die Kieler Austauschorganisation KulturLife stellt der Stiftung diese drei Programme als Förderer zur Verfügung.
"Auslandserfahrungen während der Schulzeit sind bei jungen Menschen nicht nur immer gefragter, sondern werden heutzutage für den beruflichen Werdegang auch immer wichtiger - auch im Zuge der aktuellen PISA-Diskussion", erklärt Martin Elbeshausen, einer der beiden Vorsitzenden der Stiftung, die für das Schuljahr 2007/2008 sowohl Voll- als auch Teilstipendien vergibt.
Bewerben können sich Schüler der zehnten Klassen aus ganz Deutschland. Nähere Beschreibungen zu den Programmen, Voraussetzungen sowie Bewerbungsunterlagen finden sich unter www.nordlicht-stipendium.de. Auch interessierte Unternehmen, die sich als Förderer an der Stiftung beteiligen wollen, können sich gerne melden. Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2006.
Kontakt:
Stiftung "Nordlicht"
Dirk Geest
Exerzierplatz 9
24103 Kiel
Tel.: 0431-88814-131
Fax: 0431-88814-19
E-Mail: presse@nordlicht-stipendium.de

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"Grenzgänger - Recherchen in Mittel- und Osteuropa"

Das Förderprogramm "Grenzgänger - Recherchen in Mittel- und Osteuropa", das die Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit dem Literarischen Colloquium Berlin durchführt, wird zum 31. Oktober 2006 erneut ausgeschrieben.
Wer Mittel- und Osteuropa entdecken möchte, wer eine Veröffentlichung über Mittel- und Osteuropa plant und auf Recherchereise Richtung Osten aufbrechen will, kann sich bei diesem Förderprogramm bewerben. Gesucht werden Autoren, die einen eigenen Blick wagen, Informationen aus erster Hand sammeln und authentische Orte besuchen wollen. Die Veröffentlichungen sollen ein breites Publikum erreichen können, zu Diskussionen anregen und zu einem differenzierten Bild der Länder Mittel- und Osteuropas beitragen. Willkommen sind literarische und essayistische Prosa, aber auch andere Formen wie Drehbücher, Hörfunkreportagen und Foto-Bildbände.
Unter folgenden Internetadressen erhalten Sie ausführliche Informationen und können die aktuellen Bewerbungsunterlagen herunterladen:
www.bosch-stiftung.de/grenzgaenger,
www.lcb.de/grenzgaenger (inkl. Antworten auf die häufigsten Fragen/Kostenplanbeispiel)
Ansprechpartner:
Literarisches Colloquium Berlin
Aylin Rieger
Am Sandwerder 5
14109 Berlin
030 816996-39

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Impressum

»DZB-Nachrichten« erscheint zweimonatlich.
Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«.
Jahresabonnement: Kassette oder Blindenkurzschrift oder CD DAISY 7,68 €, Schwarzschrift 12,30 €.
Kündigungsfrist: 3 Monate vor Ende des Kalenderjahres.
Online unter www.dzb.de/zeitschriften/index.html
Alle Rechte vorbehalten. Keine Reproduktion, Vervielfältigung oder Verbreitung ohne Genehmigung des Herausgebers.
Herausgeber, Verlag/Studio:
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig
Telefon: 0341 7113-0
Fax: 0341 7113-125
Internet: www.dzb.de
E-Mail: info@dzb.de
Redaktion:
Karsten Sachse
Telefon: 0341 7113-135
Abonnements, Anzeigen:
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Telefon: 0341 7113-120
Spenden:
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Sparkasse Leipzig
BLZ 860 555 92
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DZB 2006

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