DZB-Nachrichten

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 3 – 2007
Mai / Juni
17. Jahrgang


Inhalt

Vorbemerkung

Postecke

DAISY-Kauf und Kassetten-Aus

Einblicke

Lesen für Lesebehinderte - Chancen und Herausforderungen der Blindenbüchereien in Deutschland (1)

Wie war das damals?

Vor 50 Jahren - Gründung des Allgemeinen Deutschen Blindenverbandes (1)

Die Kramkiste

Ludwig Cohn: "Ein Weg zum Glück"

Leo Tolstoi: "Wie viel Erde braucht der Mensch"

Bookflash

Friedrich Dürrenmatt: "Der Besuch der alten Dame "

Die 100 Lieblingsbücher der Deutschen

4. Patrick Süskind: "Das Parfum"

LOUIS

Von DAISY-Leser 2.0 auf 2.0.1

Der DAISY-Player PTN1 pro - die Alternative zum PTN1

Milestone 311 DAISY (Ergänzung)

Info-Service

"Ich schenk dir eine Geschichte" für blinde Schüler

Den Kölner Dom ganz neu erfahren

"Konkret" weiter als Hörzeitschrift

Wissens-Piraten stechen in See

Seminarausschreibungen

Impressum

Vorbemerkung

Gleich mit zwei Fortsetzungsreihen gehen wir in die nächste Runde: Da ist zum Ersten das Referat, das der Direktor der DZB, Dr. Thomas Kahlisch, auf dem im März in Leipzig stattgefundenen Bibliothekskongress gehalten hat und zum Zweiten eine Betrachtung von Dr. Werner Uhlig zum 50. Jahrestag der Gründung des Allgemeinen Deutschen Blindenverbandes. - In der Hoffnung, dass die Verbindung von Aktuellem und Geschichtlichem Ihr Interesse findet,
grüßt herzlich
Ihr Karsten Sachse

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Postecke

Die Veröffentlichungen sind nicht identisch mit der Redaktionsmeinung. Aus redaktionellen Gründen müssen wir uns Kürzungen vorbehalten. Wenn Sie keine Veröffentlichung wünschen, vermerken Sie dies bitte.

DAISY-Kauf und Kassetten-Aus

»(…) Ich hatte eigentlich erwartet, dass es in den DZB-Nachrichten 2/2007 schon nähere Informationen zu den geplanten neuen DAISY-Kaufhörbüchern, zumindest bezüglich der Titel und der voraussichtlichen Erscheinungstermine, gibt. Leider war dieses nicht der Fall, und ich hoffe, dass diese Informationen dann in der nächsten Ausgabe der DZB-Nachrichten enthalten sind. …
Kann man mit dem PTR2 mit Hilfe eines Adapters wirklich SD-Karten beschreiben, denn ich war der Meinung, er verwendet CF-Karten? …
Ab 2010 DAISY-Ausleihe pur und Abschied von der Kassette in der Hörbuchausleihe: Sollen bis 2010 alle Kassetten, die sich in den Beständen der Hörbüchereien befinden, in das DAISY-Format konvertiert sein? Was soll mit Titeln geschehen, die bis dahin noch nicht konvertiert sind, sollen diese dann, ersatzlos aus dem Verleihangebot gestrichen werden, und wer entscheidet darüber? (…)«
[Quelle: Herr Karsten Bruening aus Hannover perE-Mail ]
Bemerkung der Redaktion
Über das Erscheinen der käuflichen DAISY-Titel informiert die "Leipziger Bücherliste". Neu im Angebot ist der "Koran", den wir gemeinsam mit der phonetics group im Rahmen der Kooperationsvereinbarung "DAISY für alle" anbieten. Die CD mit einer Spieldauer von über 21 Stunden (1.283 Minuten) kostet 29,90 €. Sprecher sind Burkhard Behnke und Patrick Imhof, die Bestellnummer lautet 5039.
Die derzeit in den MEDIBUS-Büchereien diskutierte Einstellung der Kassettenausleihe ab 2010 bedeutet, dass es dann keine Kassetten mehr auszuleihen gibt. Es bedeutet nicht, dass dann in der DZB keine Konvertierungen mehr möglich sind. Ausstehende Titel könnten natürlich auch nach 2010 immer noch entsprechend bearbeitet werden, da die Mutterbänder der Kassettentitel archiviert bleiben. Aber natürlich gehen wir davon aus, dass das Gros der Konvertierungen bis dahin abgeschlossen sein wird.
Zum Thema PTR2 und Speicherkarten bemerkt Herr Jander:
Der PTR2 verwendet tatsächlich CF-Karten (Compactflash) als weiteres Speichermedium neben der CD. Man kann allerdings mit einem Adapter, CF auf SD, auch SD-Karten im PTR2 betreiben. Es gibt jedoch mit dem PTR2 Schwierigkeiten, wenn der Adapter, wie üblich, mehrere Schächte für verschiedene Speicherkarten aufweist. Einen solchen Adapter erkennt der PTR2 nicht richtig, eine Kopie schlägt fehl. Es sollte auf jeden Fall ein Adapter sein, der lediglich einen Schacht für SD-Karten aufweist. Diese Adapterlösung funktioniert allerdings dann am PTR2 sehr gut. Das bestätigen auch Informationen anderer Nutzer des PTR2. Wichtig ist noch: Auch mit dieser Lösungsvariante kopierte DAISY-Werke werden über die SD-Karte auf dem Milestone 311 DAISY nur als mp3-Werk erkannt und als solches abgespielt. Das liegt am PTR2, der bei der Kopie auf die Karte alle Dateien umbenennt und somit der internationale DAISY-Standard verlassen wird.

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Einblicke

Lesen für Lesebehinderte - Chancen und Herausforderungen der Blindenbüchereien in Deutschland (1)

Dr. Thomas Kahlisch
(Vortrag auf dem 3. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek "Information und Ethik" in Leipzig, 19. - 22. März 2007)
Abstrakt
Die DZB arbeitet mit den anderen Blindenbüchereien im deutschsprachigen Raum in der Mediengemeinschaft "MEDIBUS" zusammen. Das von den Blindenbüchereien der Welt verfolgte Projekt DAISY (Digital Accessible Information System) bietet nicht nur für blinde und stark sehbehinderte Bibliotheksnutzer geeignete Ansatzpunkte, Wissen aufzubereiten und den Lesern/Hörern in moderner Form Angebote zu unterbreiten.
Nachfolgend werden Anwendungsmöglichkeiten von DAISY-Inhalten vorgestellt, ihre Einsatzfelder erläutert und Wege für eine verbesserte Gestaltung von Informationszugängen (nicht nur für blinde Menschen) diskutiert.
Von der Blindenbücherei zur Bibliothek für Lesebehinderte
Spezialbibliotheken für blinde Menschen - wie die 1894 gegründete Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig [DZB] - haben weltweit eine reiche Tradition. Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist es ihre Aufgabe, Literatur für Menschen, die mit starken Seheinschränkungen leben, aufzubereiten und dieser Personengruppe ihre Werke in einem leistungsfähigen Bibliotheksverbund weltweit zugänglich zu machen. Die Übertragung von Büchern und Zeitschriften in die nach ihrem Erfinder Louis Braille benannte Braille- oder Punktschrift war bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Hauptaufgabe dieser Einrichtungen. Der Einsatz von Aufnahme- und Wiedergabetechnik, wie dem Tonbandgerät oder dem Kassettenrekorder, ermöglicht es seit 1954 das Angebot gedruckter Werke in Brailleschrift und tastbaren Reliefs durch die Aufsprache von Hörbüchern zu ergänzen. Das führt nicht nur zu einem breiteren Informationsangebot für blinde Leser, sondern auch zu einer neuen ständig wachsenden Nutzergruppe. Die neuen Nutzer sind zu einem großen Teil Seniorinnen und Senioren mit wesentlichen Sehproblemen, die die Brailleschrift nicht beherrschen und trotzdem nicht auf den Zugang zu Literatur verzichten wollen. Experten weisen darauf hin: Älterwerden bedingt eine Zunahme an Augenerkrankungen wie Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD) in der Gesellschaft. Laut Deutschem Ärzteblatt rechnen Augenärzte mit einem Zuwachs um 30% an blinden und hochgradig sehbehinderten Menschen in den nächsten 20 Jahren.
Auf eine andere große Gruppe Lesebehinderter, die bislang in Deutschland kaum Unterstützung erfährt, weist die IFLA [1] hin: "Es ist äußerst wichtig, dass auch Legastheniker Zugang zu den Hörbüchern erhalten, die für Sehbehinderte produziert werden!"
Blindenbüchereien in den skandinavischen Ländern leihen schon heute ihre Werke (Wissenschaftliche-, Sach- und Fachbuchliteratur, aber auch Belletristik) zu 75% an Personen aus, die mit anderen als visuellen Leseeinschränkungen leben. Legastheniker oder stark körperbehinderte Menschen - die das gedruckte Wort nur sehr eingeschränkt wahrnehmen bzw. die die Seiten eines Buches nicht eigenständig umblättern können - finden dort längst Literatur in Formaten, die sie uneingeschränkt nutzen können.
Die im Verein "MEDIBUS" zusammengeschlossenen Blindenbüchereien im deutschen Sprachraum stehen vor der wachsenden Aufgabe, gemeinsam mit anderen Partnern die rechtlichen, politischen und technischen Voraussetzungen zu schaffen, um den Zugang zu Informationen für alle Personengruppen sicherzustellen, die ihr "Recht auf Lesen" wahrnehmen wollen, die dabei aber spezielle Bedürfnisse haben. Kurz gesagt, sicherzustellen, dass aus dem bibliothekarischen Schlagwort "open access" auch ein wirklich offener Zugang für jedermann wird!
DAISY-Bücher und andere MEDIBUS-Angebote
Den neuen Herausforderungen entsprechend schlossen sich 2004 die beiden Arbeitsgemeinschaften "AG der Blindenhörbüchereien" und "AG Blindenschriftdruckereien und Bibliotheken" in der Mediengemeinschaft für blinde und sehbehinderte Menschen (MEDIBUS) zusammen [2], [3]. Die Blindenbüchereien übertrugen im Jahre 2006 insgesamt ca. 500 Werke in Brailleschrift und sprachen etwa 1.200 neue Titel als Hörbuch im DAISY-Format auf. Setzt man diese Anzahl von weniger als 2.000 übertragenen Titeln ins Verhältnis zu den jährlich auf den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt angekündigten 100.000 neuen Publikationen, wird deutlich, wie groß trotz allem das Defizit an zugänglichen Informationen ist.
Der von den Blindenbüchereien der Welt gemeinsam entwickelte DAISY-Standard (Digital Accessible Information System, www.daisy.org) und die damit verbundenen modernen Technologien bieten vielfältige Ansatzpunkte, das Angebot an zugänglicher Literatur erheblich zu erweitern [4]. DAISY-Bücher, wie sie derzeit von den MEDIBUS-Büchereien zur Ausleihe angeboten werden, sind Hörbücher, in denen der Anwender blättern, suchen und stöbern kann. Eine DAISY-CD-ROM fasst bis zu 40 Stunden aufgesprochene Information. Komprimiert im MP3-Format und mit einem zusätzlichen Inhaltsverzeichnis ausgestattet, bieten die Werke rauschfreien Hörgenuss vollständiger Lesungen, der von seinen Gebrauchseigenschaften so manches gekürzte kommerzielle Hörangebot weit in den Schatten stellt. Allein die Tatsache, dass beim Abspielen eines DAISY-Buches sichergestellt ist, dass nach einer Unterbrechung wieder an der Stelle fortgesetzt wird, an der die Wiedergabe unterbrochen wurde, ist ein Vorteil, den der intensive Hörbuchhörer schätzt. Diese nützliche Funktion wird bislang leider von kaum einem handelsüblichen MP3- oder DVD-Spieler angeboten. Viele der marktüblichen Geräte sind heute kaum ohne Hinzuziehung eines digitalen Medienfachmannes zu benutzen bzw. setzen ein ungetrübtes Sehvermögen voraus, um die Displayaufschriften lesen zu können. Die Vorteile des DAISY-Formates auf dem allgemeinen Markt bekannt zu machen und verstärkt entsprechende Geräte anzubieten, ist deshalb eine lohnende Aufgabe.
DAISY-Bücher können derzeit am PC mit dem kostenfreien Programm DAISY-Leser (www.daisyleser.de), mit Einschränkungen auf leistungsstarken MP3-Spielern, aber vor allem auf den für die Bedürfnisse der Anwender ausgerichteten DAISY-Geräten PTN1, Victor Reader und Milestone 311 abgespielt werden. Beratung und Unterstützung, speziell auch bei der Beschaffung entsprechender Wiedergabetechnik, geben die Hörbüchereien, die selbst nicht den Vertrieb der Geräte übernommen haben.
Seit 2002 wurden neben der Neuproduktion in den MEDIBUS-Büchereien mit großem Engagement bereits über 16.000 der alten Hörkassettentitel in das neue praktische digitale Format gebracht. Das Angebot umfasst Belletristik aller Art, zunehmend Sach- und Fachbuchliteratur und eine breite Auswahl an Hörzeitschriften. Der MEDIBUS-Katalog ist seit Sommer 2006 im Internet unter der Adresse (www.medibus.info) recherchierbar. Für jedes Werk ist dort vermerkt, in welchen Hörbüchereien sich der jeweilige Titel befindet und ob das Buch bereits als DAISY-Buch oder nur in der alten Kassettenfassung von Blinden und Sehbehinderten ausgeliehen werden kann. Der Hörbuchkatalog wird im Sommer dieses Jahres um den Katalog der in Deutschland verfügbaren Brailleschriftwerke ergänzt.
Nutzer deutscher Blindenbüchereien können Personen werden, die einen Schwerbehindertenausweis besitzen, in dem ihre Sehschädigung vermerkt ist, oder die eine vom Arzt ausgestellte Bescheinigung vorweisen, in der die erhebliche Seheinschränkung attestiert wird. Die Ausleihe der Bücher sowie der Versand ist kostenfrei. DAISY-Bücher werden in praktischen Boxen versandt, die in jeden heimischen Briefschlitz passen und mit einer Wendeadresse versehen sind. Für die Rücksendung ist lediglich der Adresszettel umzudrehen und die Box in den Briefkasten der Deutschen Post AG einzuwerfen.
Im Urheberrechtsgesetz, §45a Behinderte Menschen, ist vermerkt, dass eine Übertragung und Zugänglichmachung von Informationen für behinderte Menschen zulässig ist, wenn die Informationen nicht bereits in einer zugänglichen Form vom Rechteinhaber angeboten werden. Dies ist in aller Regel leider nicht der Fall, denn viele elektronische Bücher sind nicht barrierefrei gestaltet und eine auf dem freien Markt angebotene Ausgabe in Brailleschrift unwirtschaftlich und völlig unvorstellbar. Auch die derzeit angesagten kommerziellen Hörbücher sind gekürzte oder dramaturgisch bearbeitete Lesungen und aufgrund fehlender Ansagen und Beschriftungen in Großdruck oder Brailleschrift nicht als eine adäquate Alternative zum gedruckten Buch anzusehen.
Wie das Beispiel der skandinavischen Länder zeigt, ist es sinnvoll, das Recht auf Zugänglichmachung von Informationen auf alle Personengruppen, die eine Lesebehinderung haben, anzuwenden und nicht auf blinde und sehbehinderte Menschen zu beschränken. Die innovativen Konzepte, die in DAISY stecken, bilden dazu einen hervorragenden Ansatz, entsprechende Angebote zu unterbreiten.
Literaturverzeichnis
[1] International Federation of Library Associations and Institutions [IFLA]: "Professional Reports, No. 91: Richtlinien für das Bibliothekswesen zur Unterstützung von Legasthenikern", Gyda Skat Nielsen und Birgitta Irvall unter den Auspizien der Sektion der Bibliotheken für benachteiligte Personen
[2] "Zugang für Alle - Soziale Bibliotheksarbeit in Deutschland"; Hrsg. Maxi Kindling und Ben Kaden; 1. Auflage, 2007, Verlag: BibSpider; Van Menxel, Francois: "Die Blindenhörbüchereien in Deutschland: Sozialer Auftrag und strukturelle Defizite", [Seite 110 bis 131]; Siems, Susanne: "Öffentliche Bibliothek für Blinde - Blinde in Öffentlichen Bibliotheken" [Seite 93 bis 109]
[3] Elke Dittmer: Vortrag auf dem Bibliothekartag Dresden am 23.3.2006: "Accessible Libraries - Lesen für Alle!!"
[4] DAISY-Day in Leipzig: 11. Januar 2007, www.dzb.de/daisyday
Wird in der nächsten Ausgabe fortgesetzt.

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Wie war das damals

Vor 50 Jahren - Gründung des Allgemeinen Deutschen Blindenverbandes (1)

DR. WERNER UHLIG
Geh hin zum Verband - die helfen Dir! - diesen guten Rat gab man 1957 Leuten, bei denen die Kunst der Augenärzte am Ende war: Was machst du nun, wenn deine Augen immer schlechter werden oder du vielleicht schon gar nichts mehr siehst? Wenn es mit dem Sehen schlechter wird, dann sind für die medizinische Rehabilitation natürlich erst einmal die Augenärzte und andere Bereiche des Gesundheitswesens zuständig. Wie einer dann aber mit seinen Alltagsproblemen zurecht kommt, mit beruflichen Problemen usw., das kann er nirgendwo besser erfahren als beim Blinden- und Sehbehindertenverband. Für die sächsischen Blinden und auch andere finden z.B. regelmäßig in Rochsburg Seminare für Neuerblindete statt. Wie kannst du wieder Lesen und Schreiben lernen? Wie bekommst du deinen Haushalt wieder in den Griff? Welche Hilfsmittel gibt es für Blinde und Sehbehinderte und wo? Wie kannst du lernen, wieder mit dem Computer umzugehen? …
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges war in den ostdeutschen Ländern die Gründung von Vereinen - auch von Behindertenvereinen - nicht zugelassen. Es gab bestimmte Parteien und Organisationen, aber keine Vereine. Auf Grund der Spezifika der Gehörlosigkeit und der Blindheit war es kompetenten Persönlichkeiten schließlich 12 Jahre nach Kriegsende gelungen, die zuständigen staatlichen Organe von der Notwendigkeit der Gründung eines Gehörlosenverbandes und eines Blindenverbandes zu überzeugen. So konnte am 24. und 25. Mai 1957 in Halle an der Saale der Allgemeine Deutsche Blindenverband der DDR gegründet werden. Zum Verbandspräsidenten ist der Kriegsblinde Dr. Helmut Pielasch gewählt worden.
Allein gelassen waren die Blinden während der 12 Jahre zwischen Kriegsende und Verbandsgründung im Osten aber nicht. Es gab schon ab 1945 - zuerst in Sachsen - Blindenausschüsse auf Kommunal-, Kreis- und Landesebene. Weil 1952 mit der Verwaltungsreform in der DDR die 5 Länder im Osten Deutschlands abgeschafft und an ihrer Stelle 15 Bezirke gebildet wurden, entwickelte sich die Struktur der sächsischen Blindenselbsthilfe dreigliedrig, nämlich in Gestalt der Bezirksorganisationen Dresden, Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) und Leipzig.
Zu den großen Schwierigkeiten der ersten Nachkriegsjahre gehörte u.a., dass Blindenschrift bis 1948 verboten war (lt. Weisung des Alliierten Kontrollrates). Diesem Umstand ist z.B. geschuldet, dass "Die Gegenwart - Zeitschrift für Blindenfragen" in ihren ersten Jahrgängen 1947/48 nur in Schwarzschrift erschien.
Die Verbandsgründung im Mai 1957 war ein großer Erfolg der zielstrebigen Vorbereitungsarbeit, welche vom zweiten Arbeitsausschuss für Blindenfragen unter Leitung von Helmut Pielasch geleistet worden ist (es hatte bis 1953/54 schon einen ersten Arbeitsausschuss für Blindenfragen gegeben, der jedoch scheiterte - das wäre aber ein Thema für sich).
In der Präambel des in Halle beschlossenen Statuts stehen die Sätze: "Der ADBV setzt sich das Ziel, die gesellschaftliche, kulturelle und soziale Betreuung der Blinden zu fördern" und "der ADBV setzt sich für friedliche und demokratische Wiedervereinigung unseres Vaterlandes ein". Wer wollte da nicht mitmachen? Die DDR als eine Art Durchgangsstadium auf dem Wege zu einem wiedervereinigten Deutschland zu betrachten war zu dieser Zeit noch offizielle politische Linie. Das lässt sich nicht nur mit offiziellen Verlautbarungen belegen. Ich möchte es an einem anderen Beispiel zeigen: der aus München stammende Dichter Johannes R. Becher war bekanntlich Kulturminister der DDR und hat zur Melodie von Hanns Eisler den Text der DDR-Nationalhymne verfasst. Einige Ältere hier im Osten werden diesen Text schon noch kennen. Nicht so sehr bekannt geworden ist jedoch, es stimmt aber trotzdem: Becher hat diesen Text so gedichtet, dass er auch perfekt auf die Melodie des Deutschlandliedes passt. Ihr könnt es ja mal ausprobieren!
Wird in der nächsten Ausgabe fortgesetzt.

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Die Kramkiste

Im Bestand der Bibliothek gekramt
Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden - zur Erinnerung für die "Alten" und zur Information für die "Jungen".

Ludwig Cohn: "Ein Weg zum Glück"

Susanne Siems [Punktschriftbibliothek]
Wer, liebe Leserinnen und Leser, kennt das nicht im Leben: man muss Dinge tun, von denen man irgendwann leichtfertig behauptete, sie nie zu tun, weil man nicht will, sich das nicht zutraut oder was es auch immer für Argumente geben mag. Nicht immer haben wir hundertprozentigen Einfluss auf die Ereignisse, wir können oft genug nur darauf reagieren. Dann aber wird es richtig spannend und wir haben doch ein Stück eigenes Leben wieder in der Hand. Etwas Schweres, Ungutes anzunehmen und ihm die positiven Seiten abzutrotzen, das gehört zu den schwierigsten, aber auch glückbringendsten Aufgaben in einem Leben. Hier treffen sich meine wohl sehr theoretischen Ansichten mit denen des Autors, dessen Buch ich heute vorstellen möchte. Lange Zeit gehörte ich zu den Menschen, die sagten "über die eigene Behinderung lesen, das mag ich nicht. Mein Alltag ist voll davon, ich mag all die wahren, halbwahren und falschen Dinge nicht auch noch mit meinem Hobby Literatur verbinden". Diese Aussage ist etwas schwierig, wenn man als Bibliothekarin in der Wissenschaftlichen Bibliothek des Blindenwesens arbeitet. Denn noch schlimmer, als über die eigene Behinderung zu lesen ist für mich, Bücher zu verwalten, die ich nicht kenne. Und ich merke, je mehr ich mich mit dieser Bibliothek beschäftige, welchen Schatz ich behüten und bekannt machen darf.
In einer früheren Kramkiste stellte ich den Essay von Lusseyran "Ein neues Sehen der Welt" vor (Punktschriftausleihe 8612). Zwanzig Jahre früher, in der vorliegenden Ausgabe aus den Niederlanden, erschien das schmale Bändchen "Ein Weg zum Glück" von Ludwig Cohn. Beiden ist die Lebensbejahung, der Glaube an die eigene Kraft gemeinsam. Neben der profunden Sachkenntnis zu allen Fragen des Blindenwesens ist es dieser Optimismus, diese innere Stärke, die das Lesen so erfreulich macht.
Cohn lebte von 1877 bis 1962. Es war für mich schwierig, etwas über seine genauen Lebensdaten herauszufinden, im wesentlichen stammen die hier gemachten Angaben aus dem vorliegenden Buch. Mit 6 Jahren erblindete er und kam zunächst in die Bienersche Blindenanstalt nach Leipzig. Nach der erfolgreichen Grundausbildung besuchte er ein integratives Gymnasium, wie wir das heute sagen würden. Seit 1904 hat er sich vor allem auch mit zahlreichen Publikationen zur Blindenfrage, wie das damals hieß, und in seiner Tätigkeit als Blindenfürsorger verdient gemacht. Er war Mitbegründer des Reichsdeutschen Blindenverbandes, der 1912 gegründet wurde. Als Lehrer stand er schon früh im Spannungsfeld zwischen Blindenpädagogik und Selbsthilfe. Sein Lebensweg und seine Sicht auf das Wachsen der Selbsthilfe in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts, später auch die Erfahrungen und Entwicklungen der Kriegsblindenfürsorge und -selbsthilfe in Deutschland, habe ich mit großem Interesse gelesen.
Cohn war einer der ersten blinden Berufsberater. Ein nicht unbeachtlicher Teil seines Buches befasst sich mit den typischen Blindenberufen, aber auch mit den sogenannten Spezialfällen. Als einer der ersten ging er in die Betriebe und zeigte den Direktoren, dass auch ein Blinder viele von jenen Arbeiten verrichten kann, die allein für den Sehenden gemacht scheinen. Was wir heute als Training on the job bezeichnen, praktizierte er erfolgreich in den zwanziger Jahren. Dabei zeigte Cohn sehr ausgewogen Möglichkeiten und Grenzen auf. Er hob die besondere Leistung einzelner Blinder hervor, warnte im gleichen Atemzug aber auch vor der Verallgemeinerung.
Sein Herz schlug auf jeden Fall für den selbständigen, mobilen Blinden, der seiner sehenden Umwelt zeigt, dass er bestimmte Leistungen erbringen kann, nicht "weil" er blind ist, sondern "trotzdem".
Was mir aber besonders gefällt, Cohn verliert nicht den Boden unter den Füßen, den Blick dafür, dass es neben dem Selbständigen auch den Blinden gibt, der mehr als ein anderer auf die Fürsorge der Sehenden angewiesen ist und auch auf die Fürsorge der Selbsthilfe. Ausführlich wird auf Taubblinde eingegangen, am Ende des Buches findet sich eine Darstellung des Tastalphabetes nach Hieronymus Lorm. Auch Sehbehinderte (Schwachsichtige) finden ihren Platz, und zwar nicht als die zukünftigen Blinden, sondern in erster Linie als Menschen, deren geringes Sehvermögen geschult werden sollte.
Alle Neugierigen können diesen Titel in Punktschrift unter der Ausleihnummer 2368, 2 Bände, alte Kurzschrift, beziehen. In Schwarzschrift kann der Titel in der Wissenschaftlichen Bibliothek zu den hier üblichen Bedingungen ausgeliehen werden.

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Leo Tolstoi: "Wie viel Erde braucht der Mensch"

Jana Waldt [Hörbücherei]
Ich habe mir für die heutige Kramkiste eine meiner Lieblingserzählungen aus den "Volkserzählungen" von Leo Tolstoi (1828-1910) ausgesucht. Diese sind zwischen 1881 und 1886 zum ersten Mal erschienen, Jahre nach seinen wohl bekanntesten Romanen "Krieg und Frieden" und "Anna Karenina".
Bauer Pachom ist mit seinem Leben und der Größe seines Besitzes nicht mehr zufrieden. Es ergibt sich die Gelegenheit, Land dazuzukaufen, doch auch dies befriedigt ihn nicht, denn er gerät mehr und mehr mit seinen Nachbarn aneinander. Eines Tages kehrt ein fremder Muschik bei ihm ein, der ihm von einer Gegend vorschwärmt, in der fruchtbares Land günstig zu erwerben ist. Pachom ist begeistert. Was hält ihn denn noch zu Hause? Seinen Grund und Boden kann er nicht mehr vergrößern, mit den Nachbarn lebt er in Zwietracht. Also macht er sich auf den Weg. Nach drei Jahren in der Fremde tut sich erneut eine Möglichkeit auf, seinen Besitz zu vergrößern. Also macht er sich auf Anraten eines Kaufmanns auf zu den Baschkiren. Dort angekommen, wird ihm zu Ehren sogar ein Fest gerichtet. Erst spät in der Nacht findet er Schlaf und ihm erscheint im Traum der Teufel. Vom Grauen gepackt erwacht er und macht sich wenig später mit den Baschkiren auf den Weg, sein Land abzumessen. Was er an einem Tag umschreiten kann, gehört alles ihm - für 1000 Rubel. Er läuft los, noch ist früher Morgen, und die Sonne scheint noch nicht. Bald zieht er seine Schuhe aus - mit bloßen Füßen läuft es sich leichter - , dann zieht er seine Jacke aus. Die Sonne brennt, er schwitzt, das Laufen fällt ihm immer schwerer ...
Am Ende des Tages hat er genau so viel Erde, wie er braucht.
Wer von Ihnen die Geschichte vom habgierigen russischen Bäuerlein gern hören möchte, kann dies auf einer Kassette oder einer CD DAISY unter der Bestellnummer 31 tun. Gelesen wurde sie von Rosemarie Scholz.
Im Bestand der Hörbücherei als auch im Bestand der Punktschriftbibliothek werden eine ganze Reihe weiterer Romane und Erzählungen von Leo Tolstoi angeboten. Fragen Sie uns!

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Bookflash

In dieser Rubrik wollen wir den Kramkisten-Empfehlungen gestandener Bibliothekare ein jugendliches Pendant zur Seite stellen: Buchempfehlungen von jungen Leuten für junge Leute. Natürlich wird dazu auch im Bestand der DZB gekramt, aber ausschließlich unter dem Gesichtspunkt, was besonders junge Leserinnen und Leser interessiert und begeistert. Denn die Autorinnen und Autoren der Buchempfehlungen sind Schüler.

Friedrich Dürrenmatt: "Der Besuch der alten Dame "

Luise Hebecker
Der im 20. Jahrhundert lebende Friedrich Dürrenmatt gilt neben Berthold Brecht als Revolutionär des Theaters. Für mich war vor allem seine These: "Im Theater muss auch Theater gemacht werden" ganz besonders interessant, da er sich somit von den meisten anderen Theaterautoren abgrenzt. Seine Stücke sollten auf teilweise satirische und groteske Art und Weise auf Probleme seiner Zeit aufmerksam machen und so auch beim "Besuch der alten Dame".
Inhalt der Tragikomödie ist der Besuch von Claire Zachanassian, ihres Zeichens Milliardärin. Die in Güllen aufgewachsene Frau kommt erstmals nach 40 Jahren in ihre Geburtsstadt zurück. Doch die Geschichte Güllens ist eine sehr tragische. Anfangs noch eine moderne und fortschrittliche Stadt ist sie im Laufe der Zeit immer ärmer geworden und zerfallen. Die Bürger sind größtenteils arbeitslos und ihre einzige Beschäftigung besteht darin, Schnellzügen nachzuschauen. Somit stecken die Bürger all ihre Hoffnung in den Besuch der Milliardärin, die wohl schon in anderen Städten sehr viel gespendet haben soll und ihrem zerrütteten Heimatort nun auch helfen soll. Und so geschieht es auch. Claire Zachanassian bietet der Stadt eine Milliarde an, jedoch um einen sehr hohen Preis; sie fordert dafür Gerechtigkeit. Diese wurde ihr in ihrer Jugendzeit, in der sie in Güllen lebte, nämlich nicht gewährt. Grund dafür ist ihr ehemaliger Geliebter Alfred Ill, der sie vor Gericht anschwärzte und sie zu einer Prostituierten erklärte.
Doch nun ist Claire zurück, sie ist reich und fordert den Tod Alfred Ills und ihr Ausspruch "Ich kann es mir leisten" wird bestimmend für den gesamten Inhalt des Buches. Die Milliardärin spekuliert hierbei auf die menschliche Gier, welche die Leute dazu bringen kann, Unmenschliches zu tun. Hierbei stellt sich die Frage, wie weit die Güllener Bürger gehen werden. Werden sie trotz ihren anfänglichen Ablehnungen das Geld annehmen und Alfred Ill töten oder beweisen sie, dass der Mensch noch Moral besitzt?
Ein Grund, warum dieses Buch für mich so interessant und fesselnd war, ist der Bezug zur Realität. Egal wann und wo man es liest, es ist immer realitätsnah, denn Geld, Bestechlichkeit, Unmoral und Macht sind Dinge, die immer zum menschlichen Leben gehörten und gehören werden. Doch auch andere Themen, die nur subtil angedeutet werden, spielen eine Rolle; die Macht der Medien, verratene Liebe und Eifersucht und die daraus wachsende Kraft. Eben ganz normale Dinge, mit denen der Mensch Tag für Tag kämpfen muss. Auch die Sprache Dürrenmatts empfand ich als großartig, da sie sich perfekt in das Gesamtwerk einfügt. Sie ist einfach und doch voll von Wortspielen und Ironie, wodurch das Lesen unglaublich Spaß gemacht hat.
Geradezu einzigartig ist allerdings die Umsetzung der Problematik, denn diese allgemeingültigen Konflikte werden mit Hilfe des schwarzen Humors widergespiegelt, wodurch man zum einen die Probleme an sich besser erkennt und sich vielleicht sogar Lösungswege andeuten. Dieses Werk Dürrenmatts kann man nur mit einem lachenden und einem weinenden Auge lesen, doch genau aus diesem Grund ist es humorvolle Kritik, die zum Nachdenken anregt.
Bemerkung der Redaktion
"Der Besuch der alten Dame":
Friedrich Dürrenmatt ist in der DZB mit zahlreichen weiteren Titeln vertreten, die hier nicht alle im Einzelnen aufgeführt werden können. Unsere Bibliothekarinnen beraten Sie gern.

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Die 100 Lieblingsbücher der Deutschen

Welche Bücher sind die Lieblingsbücher der Deutschen? Die ZDF-Aktion "Unsere Besten - Das große Lesen" ist 2004 dieser Frage nachgegangen. Die ersten 100 wurden in einer Liste zusammengefasst. Jene, die Sie auch in der DZB ausleihen können, stellen wir Ihnen vor.

4. Patrick Süskind: "Das Parfum"

Mit seinem Debütroman von 1985, einer Kriminalgeschichte über einen Mörder im Frankreich des 18. Jahrhunderts, die zugleich ein Sittengemälde seiner Zeit entwirft, erzielte Patrick Süskind binnen weniger Jahre eine Millionenauflage.
Inhalt
Jean-Baptiste Grenouille wird 1738 als unehelicher Sohn einer Fischverkäuferin geboren; er überlebt den versuchten Kindsmord seiner Mutter und das entbehrungsreiche Leben als Kostkind sowie die Zeit als Hilfskraft bei einem Gerber, wo er lebensgefährliche Arbeiten verrichten muss. Ausgestattet mit einem absoluten Geruchssinn, ist er selbst jedoch ohne Geruch. "Sie konnten ihn nicht riechen. Sie hatten Angst vor ihm."
Als Mensch ohne Geruch zum Außenseiter verurteilt, erschließt er sich die Welt von Gerüchen und Düften, die er förmlich in sich aufsaugt. So folgt Grenouille über mehrere Pariser Stadtviertel dem Duft eines jungen schönen Mädchens, das er schließlich tötet, um ihren Duft in allen Feinheiten in sich aufzunehmen. Grenouille erkennt seine Begabung und beschließt, der größte Parfumeur aller Zeiten zu werden.
In einer Lehre erwirbt er die Fähigkeit, Düfte zu gewinnen und haltbar zu machen. Erst mit 25 Jahren wird ihm seine eigene Geruchsslosigkeit bewusst und so entwickelt er verschiedene Menschendüfte, die er anwendet, um unerkannt zu leben und seinem Ziel näher zu kommen. Im französischen Parfumzentrum Grasse tötet Grenouille 25 junge schöne Frauen, um ihren Duft zu konservieren.
Ihr Duft bewahrt den überführten Mörder vor der Todesstrafe, denn am Tag der Hinrichtung erscheint er den Menschen in seiner Duftmaske nicht mehr als das hässliche Scheusal, sondern als überaus liebenswerter Mensch: "Er hatte sich eine Aura erschaffen, strahlender und wirkungsvoller, als sie je ein Mensch vor ihm besaß. Und er verdankte sie niemandem ... als einzig sich selbst. Er war in der Tat sein eigener Gott, und ein herrlicherer Gott als jener weihrauchstinkende Gott, der in den Kirchen hauste."
Der größte Triumph seines Lebens, Macht über andere zu gewinnen und von ihnen geliebt zu werden, bedeutet Grenouille jedoch nichts. Er kehrt nach Paris zurück, wo er sich von Dieben, Mördern und Huren auf dem Cimetière des Innocents, seiner Geburtsstätte, ermorden lässt: Die Begierde, an seinem überwältigenden Duft teilzuhaben, ist so groß, dass sie ihn verschlingen.
Wirkung
Als literarische Sensation gefeiert, ist der Roman eine Verbindung von ernsthafter und unterhaltender Literatur und zählt zu den meistverkauften Büchern der deutschen Nachkriegszeit. "Das Parfum" erreichte eine Weltauflage von über sechs Millionen Exemplaren und wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt.
Der Autor
Mit wenigen Werken wurde Patrick Süskind (geboren am 26.3.1949 in Ambach) einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart, der mit seinem Erstlingsroman "Das Parfum" einen Welterfolg verzeichnete. Seit einem Geschichtsstudium in München und Aix-en-Provence 1968-74 ist Süskind als freier Autor tätig. Sein erstes Drama, das Einpersonenstück "Der Kontrabass", ein Monolog eines Musikers über Musik und das eigene Leben, wurde 1981 uraufgeführt und von der Kritik begeistert aufgenommen.
Es war in der Spielzeit 1984/85 das meistgespielte Stück im deutschsprachigen Raum und wurde in viele Sprachen übersetzt, es wurde unter anderem in London und New York aufgeführt. 1987 erschien die Novelle "Die Taube" über einen ordnungsliebenden Menschen, der in seinem Leben am Zufälligen und Unvorhergesehenen, symbolisiert durch eine Taube, scheitert.
1991 publizierte Süskind die kleinere Erzählung "Die Geschichte von Herrn Sommer". Zusammen mit dem Regisseur Helmut Dietl verfasste der Schriftsteller Drehbücher zu den Fernsehserien "Kir Royal" und "Monaco Franze".
Süskind erfährt mit seinem Werk bei Kritik und Publikum gleichermaßen positive Resonanz. Gelobt wird vor allem seine souveräne Sprachbeherrschung und die Leichtigkeit des Aufbaus. Der zurückgezogen lebende Autor lebt in München und Paris.
[Quelle: Harenberg - Das Buch der 1000 Bücher, Meyers Lexikonverlag; http://www.zdf.de]
Titel von Patrick Süskind in der DZB
Hörbuch:
Punktschrift:

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LOUIS

Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander (Tel. 0341 7113-145, Fax: 0341 7113-125, E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de). Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

Von DAISY-Leser 2.0 auf 2.0.1

Ulrich Jander
Ab sofort steht der DAISY-Leser Version 2.0.1 auf CD-ROM oder im Internet unter www.daisyleser.de zur Verfügung. Was ist neu dazugekommen?
  1. Die Stabilität des Programms wurde verbessert,
  2. die markierte Phrase wird in der Mitte des Textfensters angezeigt, sodass bereits gelesener und folgender Text sichtbar sind,
  3. beim Öffnen eines Buches wird zuerst der Buchtitel (max. 10 Sekunden) angesagt,
  4. die Zeitschrift "Der Spiegel" läuft jetzt bei eingeschalteter automatischer Wiedergabe fortlaufend und bleibt nicht, wie bisher, bei jeder Seitenzahl stehen.
Hinweise zur Installation:
Die genannten Komponenten stehen unter www.microsoft.de kostenfrei zum Download zur Verfügung.
Die Installation des DAISY-Leser 2.0.1 ist relativ einfach. Wählen Sie nach Start der Installation die Schaltfläche "Öffnen" und folgen den Installationsanweisungen.
Gern können Sie auch den DAISY-Leser 2.0.1 auf CD-ROM von uns anfordern. Die genannten Module, wie auch einige Beispielbücher, werden kostenfrei mitgeliefert.
Tipp: Wenn Sie Ihre Einstellungen und/oder Resume-Marken behalten wollen, speichern Sie die Dateien MResume.dl, AResume.dl und Settings.dl in einen anderen Ordner und ersetzen diese nach dem Setup wieder.
Ein eventuell vorhandener DAISY-Leser 2.0 muss vor der Installation von 2.0.1 deinstalliert und der Inhalt des Ordners "DAISY-Leser 2.0" gelöscht werden.

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Der DAISY-Player PTN1 pro - die Alternative zum PTN1

Ulrich Jander
Im November/Dezember 2006 kam das DAISY-Abspielgerät "PTN1 pro" auf den Markt. Äußerlich ist er völlig identisch mit dem PTN1. Die Anzahl und Anordnung der Bedientasten ist ebenfalls gleich geblieben. Der PTN1 pro hat jedoch eine neue Betriebssoftware bekommen, Version 1.07 pro. Die Tastenbelegung ist in den Grundfunktionen identisch gegenüber dem PTN1, z. B. die vier Navigationstasten. Die Infotaste ist nicht mehr separat auf der rechten, ovalen Taste, sondern man muss für die Informationen die Wiedergabe/Stopptaste drücken und gedrückt halten. Die ovale Taste auf der rechten Seite besitzt eine Doppelfunktion: Seitenzahlen und Überschriften, ein- oder zweimal drücken. Betätigt man die Taste auf diese Weise, so schalten sich zehn Tasten für die Zifferneingabe um.
Dies sind in der Reihenfolge von eins bis null:
Reihe ganz oben in der Mitte des Gerätes mit drei Tasten:
Darunter liegende Reihe in der Mitte des Gerätes mit drei Tasten:
Die vier Navigationstasten:
Die Zifferneingabe wird mit der Wiedergabe/Stopptaste bestätigt. Eine Korrektur der Zifferneingabe oder der Abbruch ist mit der linken Phrasentaste möglich.
Die dreieckig gestaltete Lesezeichentaste kann beim PTN1 pro viermal umgeschaltet werden:
Beim PTN1 kann dreimal umgeschaltet werden. Der PTN1 pro schaltet beim Drücken der Lesezeichentaste die oben genannten zehn Tasten auf Zifferneingabe um, so dass konkrete Lesezeichen gesetzt und angewählt werden können. Nutzt man die Seitenzahlen/Überschriftentaste und die Lesezeichentaste nicht, dann ist der PTN1 pro weitgehend wie ein PTN1 zu bedienen. Die gute Lautsprecherqualität ist auch beim PTN1 pro wieder festzustellen.
Der PTN1 pro setzt die bewährte Qualität und Funktionalität des PTN1 mit weiteren Verbesserungen und Erweiterungen fort. Bezogen werden kann dieses Gerät bei verschiedenen Anbieterfirmen, wie z. B. beim LHZ in Dresden, Marland-Versand, bei der Firma Baum oder bei der Firma Ludwig Becker, bei Letzterer für 379 Euro einschließlich Versand. Der Preis bei den anderen genannten Firmen dürfte ähnlich sein, wobei sich bei allen Firmen Preisveränderungen nicht ausschließen lassen.

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Milestone 311 DAISY (Ergänzung)

Ulrich Jander
In der letzten Ausgabe der "DZB-Nachrichten" schrieb ich u.a. über den Milestone 311 DAISY, das Sprachnotizgerät mit DAISY-Funktion im Kreditkartenformat. Ich erklärte im Beitrag, dass ein DAISY-Werk auf die SD-Karte kopiert werden muss, damit man es im Milestone abspielen kann. Dies geschieht am praktischsten mit Hilfe des Computers. Ich erwähnte, dass mit dem DAISY-Recorder Plextalk PTR2 und einem Adapter für SD-Karten ein Kopieren auch möglich wäre. Hier muss ich eine Korrektur anbringen:
Das Kopieren mit Hilfe des PTR2 ist zwar möglich, jedoch wird durch diesen Vorgang keine Eins-zu-eins-Kopie erstellt. Der PTR2 benennt beim Kopieren alle Dateien um, so dass der Milestone das entstandene DAISY-Produkt nicht als solches erkennt und daher auch nicht als DAISY-Buch abspielt. Der Milestone spielt aber das DAISY-Buch als mp3 in der entsprechenden Betriebsart ab. Die Herstellerfirma des Milestone "Bones" hat zugesagt zu prüfen, ob durch Weiterentwicklung der Betriebssoftware auch das mit Hilfe des PTR2 kopierte Buch als DAISY erkannt und wiedergegeben werden kann. Gegenwärtig funktioniert die DAISY-Kopie auf der SD-Karte nur dann, wenn man die Kopie mit Hilfe eines Computers erstellt. Ansonsten bleibt es mp3.
Sobald es eine Verbesserung im Milestone 311 DAISY geben wird, werde ich in dieser Zeitschrift darauf hinweisen.

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Info-Service

"Ich schenk dir eine Geschichte" für blinde Schüler

Katja Hoffmann
Den 23. April als "Tag der Leselust" zu etablieren ist das Hauptanliegen des Bör-senvereins des Deutschen Buchhandels zum "Welttag des Buches". Gemeinsam mit Partnern wie "Stiftung Lesen", Deutsche Bahn AG und Omnibus werden dazu in zahlreichen Buchhandlungen, Verlagen und Bibliotheken bundesweit verschiedenartige Aktionen und Veranstaltungen für alle Altersgruppen angeboten. Es werden Leseparties, Märchenstunden und Lesungen organisiert. Buchhandlungen halten dazu gratis das Buch "Ich schenk dir eine Geschichte" mit Geschichten aus aller Welt für Fünftklässler bereit.
Um auch blinde und sehbehinderte Kinder deutschlandweit an dem Lesefest teilhaben zu lassen, unterstützt die DZB die Kampagne.
In Eigenregie überträgt die DZB in diesem Jahr das Buch "Ich schenk dir eine Geschichte" in Blindenschrift und versendet es Dank der Unterstützung ihres Fördervereins kostenfrei an rund 60 Blindenschulen deutschlandweit. Für das kommende Jahr sind bereits weiterführende Kooperationen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Lesen geplant.
Seit über hundert Jahren sieht die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig ihre Aufgabe darin, Literatur und Informationen in blinden- und sehbehindertengerechter Form zu erstellen und anzubieten. Besonders blinde Kinder haben einen erschwerten Zugang zum Lesen, da sie sich dieses tastend über die Brailleschrift erschließen müssen. Dabei stellt nicht nur die Schwierigkeit des Erlernens einer Tastschrift besondere Anforderungen, sondern auch die Tatsache, dass es im deutschsprachigen Raum gegenwärtig unmöglich ist, blinden Kindern auch nur annähernd die Literaturauswahl zum Lesen zur Verfügung zu stellen, die sehenden Kindern zugänglich ist.
In diesem Sinne stellt gerade hier Leseförderung eine große Herausforderung dar und bedarf des Zusammenwirkens von Sponsoren, politischen Verantwortungsträgern, der Verlags--wirtschaft sowie deren Interessenverbänden.

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Den Kölner Dom ganz neu erfahren

Ein Kirchenführer für blinde und sehbehinderte Menschen
Im Mai wird im Verlag Kölner Dom ein neuer Kirchenführer erscheinen, mit dem blinde und sehbehinderte Menschen nun erstmalig den Kölner Dom selbstständig für sich entdecken können.
In den Texten stellt Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner die Geschichte der berühmten Kathedrale und einige ihrer bedeutendsten Kunstwerke vor. Alle Texte sind sowohl in Großdruck 21 Punkt als auch in Blindenkurzschrift abgedruckt. Jedes Kapitel wird von Reliefbildern begleitet, mit denen sich nun erstmals u.a. der Grundriss und die Westfassade des Domes, gotische Fensterformen, das Gerokreuz oder der Dreikönigenschrein ertasten lassen.
Auf einer beiliegenden Audio-CD sind zu den einzelnen Themen ausführlichere Texte zu hören, die von Mitarbeitern der Dombauverwaltung gesprochen werden. Das Geläut der Petersglocke, französische Orgelmusik und zwei Lieder gesungen von den Domchören, geben zudem ein klangliches Bild des Domes. [Anm. der Red.: Klangbeispiel in Audio-Fassung]
Den Kölner Dom für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich zu machen, war der Dombauverwaltung schon seit langem ein besonderes Anliegen. Für einige wenige Städte in Deutschland gibt es bereits spezielle Führer, für ein einzelnes Kirchenbauwerk aber gab es solche bisher nicht. Hier macht der Kölner Dom nun den ersten Schritt. Dank der großzügigen Unterstützung durch das Erzbistum Köln, das Deutsche Katholische Blindenwerk e.V., die Deutsche Bank Stiftung, die Kämpgen-Stiftung und besonders die Conterganstiftung für behinderte Menschen konnte das Reliefbuch für blinde und sehbehinderte Menschen realisiert werden.
Die aufwändige Produktion des Domführers wurde von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig übernommen. Die Umsetzung der Texte in Blindenschrift und die Folien-Reliefs mit Siebdruck sind in großen Teilen in Handarbeit gefertigt worden. Bei der Herstellung wurde auf eine besonders hohe Qualität geachtet, damit die Texte und Reliefs auch längerfristig lesbar bleiben. Insgesamt ist nicht nur ein inhaltlich anspruchsvolles, sondern auch ästhetisch sehr ansprechendes Reliefbuch entstanden.
Erhältlich ist der neue Domführer vor Ort im Domladen, im Onlineshop des Verlages Kölner Dom (www.verlag-koelner-dom.de, info@verlag-koelner-dom.de, Tel.: 0221 17940-390) sowie bei der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (www.dzb.de, verlag@dzb.de, Tel.: 0341 7113-119).
Zum Buch
Barbara Schock-Werner: Der Kölner Dom : ein Reliefbuch für blinde und sehbehinderte Menschen.
38 Seiten, davon 11 Folien-Reliefs mit Siebdruck, Text in Blindenkurzschrift und Großdruck 21 Punkt, Spiralbindung, 27 x 34 cm; mit Audio-CD, Art.-Nr. 951; 10,00 Euro
Angeregt durch das Erscheinen des Reliefbuches ist geplant, voraussichtlich ab August im Kölner Dom für blinde und sehbehinderte Menschen spezielle Führungen anzubieten. Sie werden sowohl für einzelne Teilnehmer als auch für angemeldete Gruppen zur Verfügung stehen. Informationen hierzu erhalten Sie im DOMFORUM (Tel. 0221 925847-30).

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"Konkret" weiter als Hörzeitschrift

Das Magazin "Konkret" wurde seit über 20 Jahren von der Schweizerischen Blindenhörbücherei als Hörzeitschrift vertont. Wegen zu geringer Nachfrage (30 Abos) wurde diese Produktion zum Jahreswechsel 2006/07 eingestellt.
Der Konkret-Verlag plant nun in Zusammenarbeit mit dem DVBS (Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf) ein Angebot der "Konkret" als Hörzeitschrift auf CD (im DAISY-Format); darüber hinaus richtet sich dieses Angebot nicht nur - wie bisher - ausschließlich an Blinde bzw. Sehbehinderte, sondern steht allen interessierten Hörern und Hörerinnen offen.
Kontakt:
KVV Konkret Vertriebs Gmbh& Co
Ruhrstr. 111
22761 Hamburg
Tel. 040 85125-30; Fax: 040 8512514
E-mail: redaktion@konkret-magazin.de

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Wissens-Piraten stechen in See

Neue spannende Lernplattform für Kinder geht online
Lernen kann auch ein Abenteuer sein. Diese Erfahrung können seit kurzem Eltern und ihre Kinder mit den Wissens-Piraten machen. Diese neue Lernplattform ermöglicht ein zeitunabhängiges und zielgerichtetes Lernen - selbstständig und von zu Hause aus. Per Animation geht es mit einem Schiff auf die Reise zu verschiedenen Wissens-Inseln, wo den Kindern Aufgaben aus den Bereichen Deutsch, Englisch und Mathematik gestellt werden. Für das richtige Lösen der Übungen können sich die Kinder Piraten-Taler verdienen. Diese werden in der Schatztruhe gesammelt und können später eingetauscht werden: Für 3 Taler zum Beispiel gibt es die Möglichkeit, eine kostenlose SMS von der Wissens-Piraten-Seite an Freunde zu verschicken. Man kann die Taler aber auch gegen Klingeltöne, Hörbücher, Hintergrundbilder für Handy und PC oder T-Shirt-Bilder eintauschen.
Die Plattform gibt Lernhilfen für die 3. und 4. Klassen Grundschule sowie für die 5. und 6. Jahrgangsstufen der Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien. Sie orientiert sich dabei an den Lehrplänen. Behandelt werden neben Deutsch, Englisch und Mathematik auch die Schwerpunkte der Übertrittsfächer. Die Schüler können mit Hilfe der Wissens-Piraten aktuellen Lernstoff flexibel und unabhängig von den Eltern aufarbeiten. Die Eltern wiederum haben die Möglichkeit, die Ergebnisse ihrer Kinder in einer wöchentlichen Auswertung zu kontrollieren und so den Leistungsstand nachzuverfolgen. Das gibt ihnen die Möglichkeit, auf Schwächen sofort zu reagieren. Dabei ist die Lernplattform wesentlich günstiger als Nachhilfestunden, die zudem unflexibel an feste Zeiten gebunden sind.
Die Wissens-Piraten bieten zahlreiche Übungen zu jedem relevanten Fach. Neue Entwicklungen werden regelmäßig integriert und somit dem Schüler didaktisch der aktuellste Stand geboten. Neben dem Lernerfolg gewinnt das Portal durch zahlreiche interessante Features an Attraktivität: In verschiedenen Themenforen können die Kinder - mit kontrollierter Freischaltung - neue Freunde kennen lernen, sich austauschen und gegenseitig helfen.
Die Aufgaben werden von fachlich versierten Pädagogen entwickelt und lektoriert. Und sie werden monatlich durch neue Übungen ergänzt. Diese sind nach Schwierigkeitsstufen sortiert und einzeln erläutert. Die Übertrittsaufgaben können separat gelöst werden. Als besonderes Special bietet die Plattform tagesaktuelle, altersgerecht aufbereitete Nachrichten, welche die Kinder auch in den Foren diskutieren können. Die Wissens-Piraten setzen sich durch ständig neue, qualitativ anspruchsvolle Übungen von den Lern-CDs ab, sie bieten sozusagen eine Flatrate für erfolgreiches Lernen.
Infos unter: www.wissens-piraten.de

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Seminarausschreibungen

Computergestützte Erstellung von Musiknoten von und für sehgeschädigte Musiker
Tiefere Einblicke in Ihr Geburtshoroskop
Kontakt:
BOB Bildungsinstitut für Blinde und Sehbehinderte e. V.
Postfach 1270
D-79547 Weil am Rhein
Tel.: 07844 918751, Fax: 07844 918755
E-Mail: info@bob-institut.org

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Impressum

»DZB-Nachrichten« erscheint zweimonatlich.
Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«.
Jahresabonnement: Kassette oder Blindenkurzschrift oder CD DAISY 7,68 €, Schwarzschrift 12,30 €.
Kündigungsfrist: 3 Monate vor Ende des Kalenderjahres.
Online unter www.dzb.de/zeitschriften/index.html
Alle Rechte vorbehalten. Keine Reproduktion, Vervielfältigung oder Verbreitung ohne Genehmigung des Herausgebers.
Herausgeber, Verlag/Studio:
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig
Telefon: 0341 7113-0
Fax: 0341 7113-125
Internet: www.dzb.de
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Redaktion:
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Abonnements, Anzeigen:
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Sparkasse Leipzig
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DZB 2007

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