DZB-Nachrichten

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 6 – 2007
November / Dezember
17. Jahrgang


Inhalt

Vorbemerkung

Postecke

Einblicke

Im Gespräch mit Stephan Pöhler - Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Vorschau auf die Zeitschrift "Literaturtreff" 2008 (21. Jahrgang)

Wie war das damals?

Vor 50 Jahren - Gründung des Allgemeinen Deutschen Blindenverbandes (Schluss)

Die Kramkiste

John Steinbeck: "Früchte des Zorns"

Fjodor M. Dostojewski: "Der Spieler"

Autorenportrait

Literaturnobelpreis für Doris Lessing

Die 100 Lieblingsbücher der Deutschen

Platz 7: Noah Gordon: "Der Medicus"

LOUIS

Die Zeitschrift "DAISY-TV" und ihre Programmbesonderheiten

Info-Service

Angebot der DZB Leipzig an alle Mitglieder des DBSV

"Leipziger Blätter" im DAISY-Format

Englischkurs auf DAISY-CD

Materialbilderbuch "Lucie - das kleine Gespenst"

"Mitteilung der Bibliothek

"Kinderland" ab 2008 nun auch in Kurzschrift und im Großdruck

Ab 2008 neue DAISY-Zeitschrift: "Rezeptheft zum ARD-Buffet Magazin"

DAISY-Rent: Kein Risiko beim Wechsel von Cassette zu DAISY-CD

Haus Storchennest lädt 2008 ein

Impressum

Vorbemerkung

Kaum zu glauben, das Jahr ist schon wieder ’rum! Nichtsdestoweniger können wir zum Jahresende mit der einen oder anderen Neuigkeit aufwarten - vor allem auch mit dem einen oder anderen neuen Produkt, z.B. einem "Materialbuch" und dem "Sprachlernkurs". Und natürlich halten wir schon Ausschau, was das nächste Jahr bringt, sei es bezüglich des Inhalts der Zeitschrift "Literaturtreff" oder hinsichtlich einer ganz neuen Zeitschrift aus der DZB.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, Ihnen zu danken für die in den vergangenen Monaten erwiesene Treue zu unserer Einrichtung, Ihre Vorschläge zur Verbesserung unserer Leistungen und Produkte und Ihre Nachsicht, wenn es mal nicht so hundertprozentig geklappt hat. Kommen Sie gut in das neue Jahr, bleiben Sie gesund und bleiben Sie uns auch im nächsten Jahr gewogen!
Herzlichst grüßt
Ihr Karsten Sachse

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Postecke

Die Veröffentlichungen müssen nicht mit der Redaktionsmeinung identisch sein. Aus redaktionellen Gründen behalten wir uns Kürzungen vor. Wenn Sie keine Veröffentlichung wünschen, vermerken Sie dies bitte.

Dank

»(…) Eigentlich kann ich mir, 80-jährig, fast selbst auf die Schulter klopfen, denn seit dem 5. 7. 2006 besitze ich einen Plextalk PTN 1. Ich kann gut damit umgehen, Tag und Nacht (wenn der Schlaf nicht kommen will) benutze ich es.
Welch ein Glück, die DZB liefert mir die CD ins Haus! Danke!, danke!
[Frau Gisela Weber aus Cottbus]

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Einblicke

Im Gespräch mit Stephan Pöhler - Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Katja Lucke
Unter der Moderation von Stephan Pöhler, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, fand am 15. Oktober, dem "Tag des weißen Stockes", ein Parlamentarischer Abend unter dem Motto "Zugang schaffen! Jetzt!" in der DZB statt. Nach kurzen Impulsreferaten von Vertretern der Blindenselbsthilfe und des Verbandes gehörloser Menschen in Sachsen sowie DZB-Direktor Dr. Thomas Kahlisch und der Medizin-Soziologin Dr. Marion Michel von der Universität Leipzig fand eine angeregte Diskussion unter den zahlreich anwesenden Parlamentariern, Mitgliedern von Vereinen und Verbänden sowie Betroffenen statt. Am Ende war man sich einig: Wichtige Dokumente und das Internet müssen für Betroffene barrierefrei zugänglich sein. "LOUIS - Leipziger Online Unterstützungs- und Informationsservice" gibt bereits jetzt Hilfe, Unterstützung und Anleitung für Betroffene und könnte zu einem "Kompetenzzentrum für barrierefreie Mediengestaltung in Mitteldeutschland" ausgebaut werden. Stephan Pöhler unterstützt dieses Anliegen, wie in dem folgenden Gespräch, das ich mit ihm führen durfte, deutlich wird:
Antwort: S. Pöhler: "Als Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Belange für Menschen mit Behinderungen ist es zum einen meine Aufgabe, für die Menschen mit Behinderungen im Freistaat als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und auf der anderen Seite die sächsische Staatsregierung bei behindertenpolitischen Fragestellungen zu beraten. In erster Linie ist es zunächst wichtig, dass das Kompetenzzentrum in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und dass es insbesondere auch von öffentlichen Einrichtungen als Kompetenzzentrum genutzt wird."
Frage: DZB: "Welche Aufgabe hat das Kompetenzzentrum?"
Antwort: S. Pöhler: "Aufgabe ist es, barrierefreie Informationsangebote zu entwickeln und zu verbreiten sowie Entscheidungsträger in diesen Fragen zu beraten. Dazu testen die Mitarbeiter des Zentrums Webseiten und Dokumente auf ihre Barrierefreiheit, erarbeiten Beratungs- und Trainingsleistungen und wirken in Arbeitsgruppen und Fachgremien mit.
Antwort: Dabei geht es nicht nur um blinde und sehbehinderte Nutzer, sondern auch um hörbehinderte Menschen, Menschen mit einer Lernbehinderung sowie einer geistigen Behinderung. Ziel ist es, auf dem Weg zu einer Informationsgesellschaft gleiche Chancen für Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Kommunikationsbarrieren sollen abgeschafft werden."
Frage: DZB: "Der Parlamentarische Abend in der DZB wurde am ’Tag des weißen Stockes’ durchgeführt. Welche Bedeutung hat dieser Tag für Sie?"
Antwort: S. Pöhler: "Mein Interesse ist begründet in meiner persönlichen Entwicklung: Ich komme aus dem Bereich der Hörgeschädigtenarbeit, habe selbst gehörlose Eltern, bin Gebärdensprachdolmetscher. Daher haben mich Sinnesbehinderungen immer stark bewegt. Man sucht natürlich Parallelen, wie andere Sinnesbehinderungen sich auswirken und deshalb ist es naheliegend, sich mit der Problematik blinder und sehbehinderter Menschen zu beschäftigen - wie blinde und sehbehinderte Menschen in der immer komplizierter werdenden Umwelt und wie sie auch besser in ihrem persönlichen Umfeld zurechtkommen. Helen Keller, eine taubblinde Schriftstellerin, hat mal gesagt: Nichts hören trennt von den Menschen, nichts sehen trennt von den Dingen - da steckt viel Wahrheit drin. Man muss sich mit den Dingen des Lebens auseinandersetzen, um begreifen zu können, was es heißt, blind zu sein bzw. eine Sehbehinderung zu haben. Wir haben in Sachsen einen ziemlich großen Anteil von Sehbehinderten, der aufgrund unserer demographischen Entwicklung auch immer weiter zunehmen wird. Deshalb gilt auch ein besonderes Augenmerk, wie sich das Leben in Sachsen für blinde und sehbehinderte Menschen entwickeln wird. Wir sagen oft: Wir wollen ein lebenswertes Sachsen für alle Menschen haben und dazu gehört für mich in erster Linie auch ein lebenswertes Sachsen für Menschen mit Behinderungen. Da spielen Menschen mit einer Sehbehinderung eine ganz große Rolle."

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Vorschau auf die Zeitschrift "Literaturtreff" 2008 (21. Jahrgang)

Karsten Sachse
Wir beginnen den nächsten Jahrgang mit einem Klassiker, der ursprünglich schon vor einem Jahr erscheinen sollte, aus Platzgründen aber leider in die Warteschleife musste: "Babettes Fest" von Tania Blixen (1885-1962).
Angestellt als unbezahlte Magd im Haushalt konservativer Schwestern lebt die französische Meisterköchin Babette jahrelang unerkannt in Sparsamkeit und Schlichtheit. Kritisch und unverständig akzeptieren ihre Geldgeberinnen schließlich ihren sehnlichsten Wunsch, ein außergewöhnliches Festmahl zubereiten zu dürfen. Dieses Mahl wird zum Rausch des Geschmacks und ein Meisterschauspiel der Kochkunst, ergänzt um die hoch lobenden und anerkennenden Bemerkungen kulinarisch erfahrener Gäste des gehobenen Standes. Ein 'lukullisches Märchen' und eine Parabel für die Befreiung von Schicksals- und Alltagszwängen.
Die in Edinburgh geborene Muriel Spark (1918-2006) schrieb den Kurzroman "Der letzte Schliff" mit über 80 Jahren. Es handelt sich dabei um ein originelles wie intelligentes Stück Literatur, irgendwo zwischen hintergründiger Farce und skurriler Kriminalgeschichte. Es geht um Liebe und Eifersucht, Leidenschaft und Neid in einem Internat.
Der Roman "Die Stunde zwischen Hund und Wolf" beschäftigt sich mit komplizierten zwischenmenschlichen Beziehungsgefügen. Autorin Silke Scheuermann wurde 1973 in Karlsruhe geboren und ist schon als Lyrikerin bekannt, 2001 bekam sie den Leonce-und-Lena-Preis. Die Handlung: Ines, eine erfolgreiche Malerin um die 35, säuft bis zum Umfallen und wird aufgefangen von ihrem Freund Kai, einem Fotografen, und ihrer Ex-Affäre Carol, mit der sie eine Nacht verbrachte, an die sich Ines zwar nicht erinnern kann, die aber Carol das Herz gebrochen hat. In diesen Scherbenhaufen an Beziehungen tritt die Ich-Erzählerin, jüngere Schwester von Ines, eine Journalistin. Obwohl sie die "Prinzessin" nicht ausstehen kann, in deren Schatten sie seit 30 Jahren steht, fühlt sie sich auf eine diffuse Weise verpflichtet, zu helfen. Was unvorhergesehene Folgen mit sich bringt.
Ebenfalls in der Gegenwart angesiedelt ist der Roman "Boot Camp" des New Yorkers Morton Rhue: Der 15-jährige Connor wird entführt, mit Handschellen gefesselt und in ein Auto geworfen. Das Besondere an dieser Entführung ist nicht die überflüssige Brutalität, mit der die Entführer ihr Opfer behandeln, sondern der Grund für die Tat. Die Auftraggeber sind Connors wohlhabende Eltern, die sein Verhalten ihren eigenen Normen anzupassen versuchen. Das Boot Camp ist ein Lager für jugendliche Gewalttäter und schwer Erziehbare, in dem es um Umerziehung, um Wertevermittlung und Anpassung geht. Erniedrigung, körperliche Gewalt und eine brutale Hackordnung gehören zum Alltag. Connor durchschaut das Prinizip der "Erziehung" und findet zwei Gleichgesinnte. Die drei starten einen Fluchtversuch … Ein nachhaltig beeindruckendes Buch!
Erstmalig auf deutsch lieferbar ist Janos Székelys "Der arme Swoboda". Die Erstauflage der Parabel um einen böhmischen Dienstmann erschien bereits 1941 in New York und feierte 1944 als Theaterstück am Broadway Triumphe: Der in einem beschaulichen böhmischen Städtchen lebende Exzentriker Swoboda lungert im Bahnhof herum und wartet darauf, dass einer der wenigen Reisenden, die sich hierher verirren, ihn damit beauftragt, die Koffer zu tragen. Aber eines schneereichen Tages im März 1939 fallen die deutschen Truppen ein, und schon wird der Gepäckträger aus heiterem Himmel beschuldigt, ein Attentat gegen Hitler geplant zu haben … Székely, geboren 1901 in Budapest, kam auf der Flucht vor dem Horthy-Regime als Achtzehnjähriger nach Berlin. Er verfasste zahlreiche Drehbücher für Stummfilmstars wie Brigitte Helm, Willy Fritsch, Marlene Dietrich, Emil Jannings. 1934 lud Ernst Lubitsch ihn zur Arbeit nach Hollywood ein; 1938 wanderte Székely endgültig aus. Während der McCarthy-Ära wiederum verfolgt, verbrachte er mit seiner Frau und seiner Tochter einige Jahre in Mexiko, bevor er, bereits schwer erkrankt, 1957 einem Angebot der DEFA nach Berlin folgte. Er starb dort 1958.
Apropos Film: Mehrfache Verfilmungen sowie die Vermarktung in Comics und im Rundfunk erfuhren die "Paul-Temple"-Romane von Francis Durbridge (1912-1998). Die Geschichten dieser Serie waren in Form eines Fortsetzungsromans konstruiert, der im spannendsten Moment abbrach und so die Hörer der nächsten Folge entgegenfiebern ließ. Momentan erlebt dieser "Cliffhanger"-Effekt sowohl in der Literatur wie auch im Film eine Renaissance, ungeachtet der Tatsache, dass sein inflationärer Gebrauch sich eher als kontraproduktiv erweist. Meister Durbridge wusste aber noch, was er tat, und so war der Erfolg der jeweils meist achtteiligen Reihe, die bei der BBC bis 1968 über den Äther ging, phänomenal. Auch die deutschen Zuhörer kamen in den Genuss von "Paul Temple", Ende der 40er Jahre adaptierte der Rundfunk die erfolgreichen Geschichten als Hörspielreihe mit René Deltgen. In "Paul Temple und der Fall Z" will Paul Temple mit seiner Frau in Schottland Urlaub machen, aber dann übergibt ihm ein junger Mann einen geheimnisvollen Brief, in dem von einem Spionagering und einer mörderischen Erfindung die Rede ist. Wenig später wird der Mann tot aufgefunden, und Temple selbst gerät in höchste Gefahr.
Die 56-jährige Schweizerin Elisabeth Binder erzählt in "Orfeo" die Geschichte der unglücklichen Liebe zwischen Hans und Stella. Das geschieht sehr kunstvoll und anspielungsreich, zwischen den Zeilen schwingt eine Melodie von Orpheus und Eurydike mit: Der Textilunternehmer Hans Bauer war vor vierzig Jahren - gegen den Widerstand seiner Angehörigen - für kurze Zeit mit der Gastarbeiterin Stella aus Triest verheiratet. Die Italienerin flüchtete bald aus ihrem goldenen Käfig. Bauer hat ihr ein Leben lang nachgetrauert und als betagter Mann reist er nach Venedig, um noch einmal seiner großen Liebe zu begegnen, im Gepäck den "Geruch von vierzig Jahren Einsamkeit".
Der Franzose Ludovic Roubaudi, der selbst einmal als Feuerwehrmann arbeitete, hat ein unterhaltsames Buch zum ewigen Kampf der Geschlechter geschrieben: Eine Feuerwehrkaserne bekommt "Die Feuerwehrfrau" als Chefin vorgesetzt. Klar, dass sie von den Männern in Uniform, deren Ego sich aus Heldentaten und schnellem Autofahren aufbaut, skeptisch bis ablehnend empfangen wird. Wie sie sich Respekt verschafft, ist wiederum eine sehr bekannte, männliche Methode. Den beleidigten Obermacho Malavoie müssen die Kollegen schließlich bremsen, weil er in seinem blinden Hass auf die Chefin beginnt, die ganze "Truppe" zu desavouieren. Das alles wird ziemlich actionreich und oft auch mit schwarzem Humor beschrieben. Ludovic Roubaudi, geboren 1963 in Paris, hat nach dem Abitur beim Zirkus gearbeitet, dann als Feuerwehrmann, bevor er einen revolutionären Austernöffner auf Vorstadtmärkten feilbot. Heute arbeitet er als Software-Entwickler. "Die Feuerwehrfrau" wird in Frankreich verfilmt.
Einer der Urväter des sizilianischen Ehedramas ist Luigi Pirandello (1867-1936). Obwohl er selbst in eine katastrophale Ehe verwickelt war, konnte der gefeierte Romancier und Dramatiker den Bindungen zwischen Frau und Mann immer wieder komische Aspekte abgewinnen. Das belegt auch seine 1902 veröffentlichte Novelle "Einer nach dem anderen", eine Burleske über die Tücken der Vermählung und die Folgen der falschen Wahl. Es geht um die Geschicke einer jungen Frau namens Stellina, deren Vater sie mit einem stadtbekannten lüsternen Greis verheiraten will und gleichzeitig dem tumben Muttersöhnchen Pepè Versprechungen macht: Sobald der zukünftige Ehemann das Zeitliche segne, sei die Bahn frei für den jüngeren Verehrer.
Schließlich begeben wir uns in den hohen Norden nach Grönland. Dort handelt Jørn Riels "Vor dem Morgen": Die Inuit-Großmutter Ninioq und ihr Lieblingsenkel Manik verbringen den Sommer auf einer kleinen, unbewohnten Insel vor der Küste. Sie trocknen den Fang des Frühjahrs, und während der hellen Nächte vertreiben sie sich die Zeit mit Geschichtenerzählen. Als der Herbst kommt, bleiben die Boote, die sie in die heimatliche Siedlung zurückholen sollten, aus. Was wäre, wenn sie den unbarmherzigen arktischen Winter alleine überstehen müssten?
Die Landschaftsbeschreibungen in der Erzählung sind beeindruckend. Der 1931 geborene Autor hat 16 Jahre lang in Grönland gelebt.
"Die letzte Geschichte des Miguel Torres da Silva" von Thomas Vogel handelt 1772 in Portugal: Als der Großvater von Manuel Torres da Silva inmitten einer seiner berühmten Geschichten schlagartig stirbt, muss der Enkel ständig an das niemals erzählte Ende des Märchens denken. Von diesem inneren Drang erfüllt, macht er sich auf die Reise nach Coimbra, wo sich eine der berühmtesten Universitäten Portugals befindet. Dort erkennt er, dass eine Verbindung zwischen dem Zauber des Erzählens und der Magie der Zahlen existiert … "Ein kleines Wunder märchenhafter Erzählkunst." (Neue Westfälische)
Der 1965 in Dublin geborene Keith Ridgway lebt in London. Übersetzungen seiner Bücher erschienen bereits in Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Belgien und Holland. Der Roman "Wolkenpferde" handelt von einem Sturm, von Trauer, Brandstiftung und Rache: Ein kleiner Ort in Irland am Rand der Berge wird zum Schauplatz eines Verbrechens. Ein Feuerteufel treibt sein Unwesen. Mathew Doyle, den die meisten für einen harmlosen Narren halten, kennt die Brandstifter, aber erst nach einer Reihe dramatischer Ereignisse ist er bereit, sein Wissen preiszugeben …
Soweit unsere Vorschau auf die kommenden Titel, Änderungen aus aktuellem Anlass bleiben wie immer vorbehalten.

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Wie war das damals

Vor 50 Jahren - Gründung des Allgemeinen Deutschen Blindenverbandes (Schluss)

Dr. Werner Uhlig
Urlaub machen ist wunderschön - wisst ihr noch wie das bei uns war? Der Blinden- und Sehschwachenverband hatte im Zusammenwirken mit dem FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) und der Sozialversicherung umfassende Voraussetzungen geschaffen. Wir konnten in die schon genannten Blindenerholungsheime oder aber auch in zwei normale Gewerkschaftsferienheime an der Ostsee fahren, nach Heringsdorf und Kühlungsborn. Die Ausstattung der Ferienhäuser entsprach natürlich den damaligen Gegebenheiten in der DDR und ist mit heutigem Komfort in keiner Weise vergleichbar. Toilette und Dusche waren Gemeinschaftseinrichtungen über den Gang. Schlangestehen vor dem Stillen Örtchen bei bedrückenden Befindlichkeiten kam schon manchmal vor. Telefon und Fernsehen im Zimmer gab es nicht. Alles schon vergessen? In der Warteschlange gestanden haben wir in den Gewerkschaftsferienhäusern auch vor den Mahlzeiten, denn da ist in zwei oder drei Schichten gegessen worden, 30 Minuten pro Schicht. Trotzdem sind wir gern in die Ferien an die Ostsee, in den Harz, den Thüringer Wald oder das Elbsandsteingebirge und das Zittauer Gebirge gefahren. Heute kennen manche unsere heimatlichen Urlaubsgebiete leider kaum. Sie fahren in die weite Welt. Schilder mit der Aufschrift "Zimmer frei" gab es in unseren Urlaubsgebieten damals nicht. Urlaub am Mittelmeer? Undenkbar. Wir konnten aber ans Schwarze Meer. Der BSV der DDR hatte im engbegrenzten Rahmen mit dem Reisebüro der DDR Hotelplätze für Blinde in Sotschi (UdSSR) reservieren lassen und mit dem Bulgarischen Blindenverband war vereinbart, dass eine kleine Anzahl blinder Urlauber Ferien am Goldstrand in einem bulgarischen Blindenheim verleben konnte. Unabhängig vom BSV war es natürlich für jeden möglich, individuelle Urlaubsreisen beim Reisebüro der DDR nach Polen, Ungarn, in die CSSR, nach Bulgarien, Rumänien und die UdSSR zu buchen. Ein Urlaub mit der Familie in den Bayerischen Alpen oder am Rhein war aber genauso unrealistisch wie eine Reise auf den Mond.
Wisst ihr noch, wie niedrig unsere Löhne, Gehälter und Renten gewesen sind? Trotzdem konnten manche bei den ebenfalls niedrigen Preisen und auf Grund der anhaltenden Lücken im Warenangebot sparen - in nicht konvertierbarer Binnenwährung. "Sozialistisch" Einkaufen bedeutete etwa: du suchst einen Wintermantel, kamst aber mit einem Rasenmäher aus dem Kaufhaus zurück, die waren gerade da - denn ob es noch welche gibt, wenn im Frühjahr das Gras wieder wächst? Wer das erlebt hat, der vergisst es nicht.
Zu den Höhepunkten im Verbandsleben zählten unvergessliche Kulturveranstaltungen und Sportwettkämpfe. Nicht nur, dass es beinahe selbstverständlich war, ins Theater und in die Oper zu gehen - in Großstädten wie Leipzig oder Dresden hatte der Verband für seine Mitglieder vorteilhafte Anrechtsverträge mit den städtischen Bühnen abgeschlossen und nur "Kulturbanausen" nahmen keine Theaterkarten - es kamen auch große Künstler und sogar Weltmeister in unsere Mitgliederveranstaltungen. Als Thomaskantor Hans-Joachim Rotzsch mit einem Teil des Thomanerchores für Leipziger Blinde im Jugendklubhaus "Erich Zeigner" auftrat oder Täve Schur uns in einem Saal der Kongresshalle von der Friedensfahrt erzählte (ein Bild hat mir Täve zur Erinnerung bei dieser Veranstaltung in die Hand gedrückt), das sind Erlebnisse gewesen, an die man gern zurückdenkt.
Am schönsten war aber wohl, dass sich unter uns Blinden und Sehschwachen selbst eine beachtliche Anzahl von Sängern und Musikanten zu Chören und Instrumentalgruppen zusammenfand, die anderen und sich selber zur Freude unsere Verbandsveranstaltungen bereicherten. Das Kulturensemble des Blinden- und Sehschwachenverbandes der DDR hat erfolgreich an mehreren Arbeiterfestspielen teilgenommen, und zwischen den Bezirksorganisationen des Verbandes gab es regelmäßig kulturelle Leistungsvergleiche. Das Mädchenterzett in Schwerin und das Flötenquartett in Karl-Marx-Stadt haben in Rundfunksendungen mitgewirkt. In Leipzig hatten wir einen Frauenchor, eine Tanzkapelle und die landesweit beliebte Folkloregruppe "Porlamondo" ("Für die Welt").
Natürlich gab es auch Kegler und Skatspieler. Richtig heftige Wettkämpfe lieferten sich Rollballmannschaften - heute heißt dieses Kampfspiel für Blinde international Goalball. Die Hochburg des Blindensports ist Karl-Marx-Stadt gewesen. Das galt bei Rollball wie beim Schwimmen. Wir blinden Schwimmer von Chemie Leipzig mussten uns aber auch nicht verstecken. In den besten Zeiten haben wir viermal in der Woche trainiert, davon zweimal auf der 50-Meter-Bahn im Schwimmstadion. Dreimal sind wir bei Schwimmwettkämpfen "im Westen" dabei gewesen - in Westberlin, in Lüdenscheid und in Konstanz.
Im Jahre 1982 ist auf einem Kolloquium "Urbane Ökologie" an der Karl-Marx-Universität der Vorschlag gemacht worden, in Leipzig einen Blindenpark zu schaffen. So etwas gab es damals in der DDR noch nicht. Universität, Grünflächenamt, Deutsche Zentralbücherei für Blinde und der Blinden- und Sehschwachenverband arbeiteten zielstrebig Hand in Hand für dieses Projekt, und 1986 konnte der Blindenpark im Rosental eröffnet werden. Leider ist diese Anlage in den 90er Jahren wiederholt sinnlos zerstört worden. Wir haben um einen neuen Blindengarten gekämpft. Nun liegt er als Duft- und Tastgarten im Friedenspark, direkt gegenüber dem Apothekergarten. Dem Rat der Stadt, der Universität, dem Grünflächenamt und der Deutschen Zentralbücherei für Blinde sind wir dafür sehr dankbar.
Der Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen muss sich heute in vieler Hinsicht anderen Aufgaben stellen als vor 50 Jahren. Doch was sich als gut und nützlich erwiesen hat, muss weitergeführt werden. Herzlichen Dank allen Persönlichkeiten und Einrichtungen, die dabei helfen.
Zwei Nachbemerkungen:
  1. Ich habe das hier aufgeschrieben für alle, die nicht dabei gewesen sind, die es aber wissen sollten.
  2. Vieles konnten wir erreichen, manches auch nicht. Entmutigen lassen haben wir uns aber nicht!

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Die Kramkiste

Im Bestand der Bibliothek gekramt
Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden - zur Erinnerung für die "Alten" und zur Information für die "Jungen".

John Steinbeck: "Früchte des Zorns"

Martin Nietsche
[Punktschriftbibliothek]
Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Kramkiste! Ich mache zurzeit ein Praktikum hier in der DBZ und möchte Ihnen eines meiner Lieblingsbücher aus dem Fundus der Punktschriftbibliothek vorstellen. Entschieden habe ich mich für "Früchte des Zorns" von John Steinbeck.
Der 1939 erstmals erschienene Roman erzählt die Geschichte der Familie Joad aus Oklahoma während der wirtschaftlichen Depression der 1930er Jahre.
Nach einer langen Dürre ist die Farmerfamilie nicht mehr in der Lage die Schuldzinsen für ihr gepachtetes Land zu zahlen und wird von den Grundbesitzern vertrieben. Wie viele andere wollen sie dem Aufruf der überall verteilten Handzettel folgen, die gut bezahlte Arbeit in Kalifornien versprechen. Also wird ein beinahe schrottreifer Lastwagen gekauft und die restliche Habe verladen.
Dann brechen die Eltern, die Großeltern, der Onkel, die erwachsenen Söhne Tom, Al, Noah, die schwangere Tochter Rose of Sharon mit ihrem jungen Ehemann Connie sowie die Kinder Ruthie und Winfield und der Wanderprediger John Casy auf. Die Reise verläuft jedoch alles andere als problemlos: Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen die den Zusammenhalt der Familie auf eine harte Probe stellen. In Kalifornien angekommen erwarten sie, anstatt der versprochenen, gut bezahlten Arbeit, wirtschaftliche Ausbeutung, Hunger und Anfeindungen der ansässigen Bevölkerung.
Der Roman lebt von seiner eindrucksvollen Bildsprache. Nie hätte ich geglaubt, dass es möglich ist, Leser mit einer mehrseitigen Beschreibung eines vertrockneten Getreidefeldes zu fesseln. John Steinbeck schafft das.
Von Kapitel zu Kapitel wechseln sich immer zwei Erzählstränge ab. Einer beschreibt direkt die Geschichte der Familie Joad, der andere verdeutlicht den gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang. Dadurch ist es immer möglich die Wendungen und Ereignisse im Verlauf der Handlung zu verstehen, auch wenn man gerade auf diesem Gebiet der Geschichte nicht ganz sattelfest ist. Außerdem versteht es der Autor die persönliche Entwicklung der Charaktere sehr spannend darzustellen und bleibt dabei immer glaubhaft. Hatte er doch, um für einen Artikel für die Zeitung "San Francisco News" zu recherchieren, selbst an einem solchen Treck teilgenommen.
Jedoch bekam das Buch, auf Grund seiner schonungslosen und realistischen Darstellung der sozialen Missstände dieser Zeit, nicht nur positive Kritiken. Es löste Verärgerung bei den Großgrundbesitzern und der politischen Rechten aus, wurde in Fachkreisen kontrovers diskutiert und wurde teilweise verboten, gar öffentlich verbrannt.
Trotzdem verlieh man dem Autor für dieses Werk im Jahr 1940 den Pulitzer-Preis und 1962 den Nobelpreis für Literatur.
Eine kleine Anekdote am Rande: Im Jahr 1997 gewann der Musiker Bruce Springsteen einen Grammy für sein Folk-Album "The Ghost of Tom Joad", das dem Protagonisten des Romans gewidmet ist.
Sollte Ihr Interesse nun geweckt sein, können Sie das Buch gern in der Punktschriftbibliothek der DZB entleihen: 8 Bde., rkzp., BNA 3371. Als Hörbuch ist es ebenfalls erhältlich (1163).
Gern informieren wir Sie auch über die weiteren vorhandenen Punktschrift- und Hörbuchtitel von John Steinbeck.

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Fjodor M. Dostojewski: "Der Spieler"

Jörg Klemm
[Hörbücherei]
Fjodor Michailowitsch Dostojewski - diesen berühmten Schriftsteller habe ich dieses Mal ausgewählt, da ich mich - spät, aber besser jetzt als nie - zurzeit sehr mit russischen Autoren beschäftige.
Er wurde 1821 in Moskau geboren, starb 1881 in Sankt Petersburg. Die meiste Zeit verbrachte Dostojewski in Moskau, litt schon früh an epileptischen Anfällen, studierte von 1838 bis 1843 an der Militäringenieurschule in Sankt Petersburg; seit 1844 war er freier Schriftsteller.
Als Mitglied eines geheimen Zirkels wurde er 1849 verhaftet und zum Tod verurteilt, 1850 auf dem Richtplatz aber zu vier Jahren Zuchthaus in Sibirien begnadigt. Nach dem anschließenden fünfjährigen Militärdienst kehrte er nach Sankt Petersburg zurück. Der Tod des Bruders 1865 brachte ihn in finanzielle Not, sodass er ein Jahrzehnt lang unter Zeitdruck schreiben und meist in Westeuropa, unter anderem auch in Italien und Deutschland, wo der heute besprochene Roman "Der Spieler" handelt, leben musste.
Kein anderer Schriftsteller der russischen Literatur ist in der Welt so beachtet worden, wie er. Der Grund liegt vor allem in seiner genialen Gabe, existenzielle Fragen in einer Erzählform darzustellen, die unterhaltsam in ständiger Spannung hält. Dostojewski schildert ungewöhnliche Ereignisse aus der Sicht vieler verschiedener Figuren - auch mehrfach aus der Sicht derselben Figur in gewandelter psychologischer Situation.
"Der Spieler : aus den Erinnerungen eines jungen Mannes" entstand 1867. Die hier verwendete Ausgabe wurde 1967 im Reclam-Verlag Leipzig gedruckt.
Im Jahr 1863 reiste Dostojewski zum zweiten Mal nach Westeuropa, mit dem Ziel, sich mit seiner Geliebten Polina Suslova zu treffen. Finanzielle Schwierigkeiten waren wohl der Anlass zum Besuch der Wiesbadener Spielbank; dort kam seine über Jahre anhaltende, verhängnisvolle Spielleidenschaft zum Ausbruch. Ende 1863 kehrte er vorübergehend nach Russland zurück, doch schon 1865 verspielte er in kurzer Zeit in Wiesbaden 3.000 Rubel, die ihm sein Verleger für die Rechte an einer Ausgabe seiner bisherigen Werke und unter der Bedingung, dass er bis 1. November 1866 einen neuen Roman vorlege, ausgezahlt hatte. Unter dem Druck dieser Forderung diktierte Dostojewski im Oktober 1866 seiner späteren zweiten Frau Anna Grigorjewna den kurzen Roman "Der Spieler", in dessen Hauptgestalt er sich selbst porträtierte.
In einer fiktiven deutschen Stadt wartet die Familie eines verschuldeten russischen Generals voller Ungeduld auf eine in Aussicht gestellte reiche Erbschaft. Doch statt des ersehnten Geldes trifft eines Tages die reiche Moskauer Verwandte persönlich ein und verspielt in wenigen Tagen ihr gesamtes Vermögen. In dieser Situation sucht Polina, die Tochter des Generals, Zuflucht bei dem Erzähler und gesteht ihm ihre Liebe. Obwohl die Leidenschaft zu Polina sein eigentlicher Lebensinhalt war, stürzt er unmittelbar darauf fort, um das dringend benötigte Geld zu beschaffen, setzt das letzte Goldstück ein und gewinnt an einem Abend 100.000 Florin. Doch als er zu Polina zurückkehrt, fühlen beide, dass seine Liebe einer mächtigeren Leidenschaft gewichen ist - dem Spiel. Und so verlässt sie ihn.
In diesem unter Zeitdruck geschriebenen Roman klingen bereits Zentralmotive der späteren großen Romane an: die Hassliebe und die am Reichtum sich entzündende Machtgier.
Und wenn ich Sie nun dafür begeistern konnte: 5 Kassetten bzw. 1 CD DAISY mit 402 Minuten. Sprecher ist Hans Teuscher. Bestellnummer 3181.
Zahlreiche weitere Titel von Dostojewski erhalten Sie bei uns als Hörbuch oder in Punktschrift, wir beraten Sie gern.

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Autorenportrait

Literaturnobelpreis für Doris Lessing

Die britische Schriftstellerin Doris Lessing erhält in diesem Jahr den Nobelpreis für Literatur. Dies gab die Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt. Lessing wurde gewürdigt als "Epikerin weiblicher Erfahrung, die sich mit Skepsis, Leidenschaft und visionärer Kraft eine zersplitterte Zivilisation zur Prüfung vorgenommen hat".
Als Doris Lessing am 22. Oktober 1919 in Kermanschah (Persien) geboren wurde, hieß sie Doris May Tayler. Der Vater war britischer Kolonialoffizier. Im 1. Weltkrieg erlitt er eine Verwundung, in deren Folge er ein Bein verlor. Während des Krankenhausaufenthaltes lernte er Doris' spätere Mutter kennen, die dort Krankenschwester war.
Im Jahre 1925 zog Lessings Familie in die britische Kolonie Südrhodesien (heute Simbabwe), wo sie ein hartes Leben auf dem Land führte. Doris erlebte eine schwierige und unglückliche Kindheit, sie besuchte eine katholische Klosterschule und die Girls High School in der Hauptstadt Salisbury (dem heutigen Harare). Mit vierzehn Jahren brach sie die Schule ab. Sie arbeitete zuerst als Au-Pair (1934-35) und dann als Telefonistin und Büroangestellte (1937-39).
1939 heiratete sie Frank Charles Wisdom, mit dem sie einen Sohn und eine Tochter hatte. Die Ehe wurde 1943 geschieden, die Kinder blieben beim Vater. Während der Kriegsjahre engagierte sich Lessing in der "Southern Rhodesian Labour Party", sowie in einer kleinen marxistischen Gruppe, die sich vor allem mit der Rassenfrage beschäftigte. Über diese politische Arbeit lernte sie ihren zweiten Ehemann, den deutschen Emigranten Gottfried Lessing, kennen, den sie 1945 heiratete und mit dem sie einen weiteren Sohn hatte (Peter). Durch diese Heirat wurde sie Schwägerin von Klaus Gysi und Tante von Gregor Gysi.
Lessing arbeitete als Stenotypistin (1946-48) und Journalistin für den Cape Town Guardian (1949), bis sie nach erneuter Scheidung 1949 mit ihrem Sohn nach London ging, wo sie bis heute lebt. Lessing unternahm in den folgenden Jahren zahlreiche Reisen, u.a. in die UdSSR. Als die Stalinistischen Verbrechen enthüllt wurden, trat sie aus der englischen KP aus. Später engagierte sie sich in der Abrüstungsbewegung und war Mitherausgeberin einer renommierten Zeitschrift der Neuen Linken.
Der erste Roman mit dem Titel "Afrikanische Tragödie" erschien im Jahr 1949 in London nach der Übersiedlung aus Rhodesien. Die Texte der Autorin über das Leben in den britischen Kolonien Afrikas sind voller Mitgefühl mit dem inhaltsleeren Dasein der britischen Siedler wie auch der trostlosen Lage der einheimischen Bevölkerung. Lessings literarisches Schaffen wird derzeit in drei Perioden eingeteilt: 1944 bis 1956 das kommunistische Thema, als sie radikale Gedanken über soziale Fragen verarbeitete, 1956 bis 1969 das psychologische Thema und danach das Sufismus-Thema (islamische Mystik), das ausführlich in der Romanfolge Canopus in Argos bearbeitet wird. Nach dem Sufi-Thema beschäftigte sich Doris Lessing mit allen drei Themengebieten.
Verschiedene Kritiker vergleichen Doris Lessing mit Virginia Woolf und nennen sie die beiden großen Frauen der englischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Andere, wie der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, zeigen sich enttäuscht über die Vergabe des Literaturnobelpreises an Doris Lessing. Mit ihren 87 Jahren ist sie die älteste Person, die bisher den Literaturpreis erhalten hat und die drittälteste Nobelpreisträgerin überhaupt.
Die DZB hat zahlreiche Titel der Nobelpreisträgerin im Bestand, unsere Bibliothekarinnen beraten Sie gern.
[Quelle: http://wiki.bildungsserver.de/, http://en.wikipedia.org/]

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Die 100 Lieblingsbücher der Deutschen

Welche Bücher sind die Lieblingsbücher der Deutschen? Die ZDF-Aktion "Unsere Besten - Das große Lesen" ist 2004 dieser Frage nachgegangen. Die ersten 100 Plätze wurden in einer Liste zusammengefasst. Wir nennen Ihnen nacheinander diese Bücher. Titel dieser Liste, die Sie in der DZB ausleihen können, stellen wir Ihnen ausführlicher vor.

Platz 7: Noah Gordon: "Der Medicus"

Der amerikanische Schriftsteller Noah Gordon wurde am 11. 11. 1926 in Worcester (Massachusetts) geboren. Er war u. a. journalistisch tätig und arbeitete zeitweise im medizinischen Notdienst. Bereits sein Prosadebüt "The rabbi" (1965; deutsch "Der Rabbi") war ein Achtungserfolg. Seine weltweit zu Bestsellern avancierten Romane "The physician" (1986; deutsch "Der Medicus"), "Shaman" (1992; deutsch "Der Schamane"), "Matters of choice" (1995; deutsch "Die Erben des Medicus"), "The fast jew" (1999; deutsch "Der Medicus von Saragossa") beziehen ihren Unterhaltungswert vor allem aus der Verknüpfung medizinischer Themen mit der populären Gattung des detailgenau recherchierten historischen Romans.
Der im Mittelalter spielende Roman "Der Medicus", Noah Gordons erfolgreichstes Buch, erzählt vom Schicksal eines im 11. Jahrhundert lebenden Arztes und führt in die gesellschaftlichen Probleme der Zeit ein.
Protagonist des Romans ist der Londoner Waisenjunge Robert Jeremy Cole, der 1021, im Alter von neun Jahren, zum Badergesellen ausgebildet wird. Sein Lehrmeister Croft vermittelt ihm die Grundlagen der Heilkünste. Nach Crofts Tod erbt Rob dessen Baderwagen. Der Verkauf von Tinkturen zweifelhafter Wirkung an unwissende Bauern macht Rob allerdings nicht glücklich. Er träumt davon, den Menschen als ausgebildeter Arzt helfen zu können.
Als ihm ein Medicus von der Existenz der berühmten medizinischen Akademie im persischen Isfahan berichtet, hält Rob nichts mehr in London: Um von den Muslimen nicht als Christ verfolgt zu werden, verkleidet er sich als Jude und tritt 1032 über Frankreich seine Reise nach Persien an. Die Ärzteschule in Isfahan verweigert ihm zunächst die Aufnahme. Rob gewinnt jedoch den Schah als Protegé, der ihm einen Platz an der renommierten Ärzteschule vermittelt.
Rob kann sich nicht nur auf das Studium konzentrieren, sondern wird immer wieder auch in die Politik hineingezogen. Erst nach vielen Jahren - im Frühjahr 1043 - gelingt es ihm, mit seiner zwischenzeitlich gegründeten Familie, zu der neben Frau Mary die Söhne Rob James und Tam gehören, als Medicus nach London zurückzukehren. Mary gefällt es in der Großstadt jedoch nicht, und auch Rob kann seiner Arbeit nicht ungestört nachgehen. Die beiden beschließen, dass Mary mit den Jungen in ihre Heimat Schottland vorausfahren soll. Rob folgt einige Zeit später und hat in Kilmarnock endlich die Gelegenheit, den Menschen zu helfen, ohne dem Vorwurf der Hexerei ausgesetzt zu sein. Als Rob James neun Jahre alt ist, beginnt er, seinem Vater in der Praxis zu assistieren, da es offenkundig ist, dass er von Rob die Gabe geerbt hat, Menschen zu heilen.
Die US-amerikanischen Kritiker besprachen den Roman positiv, aber das amerikanische Publikum, das Gordons Erstling "Der Rabbi" zu einer 26 Wochen langen Präsenz auf der Bestsellerliste der "New York Times" verholfen hatte, verweigerte sich dieses Mal: Der New Yorker Verlag Simon & Schuster blieb auf der halben Auflage sitzen. Doch das Buch, für das Gordon seine journalistische Tätigkeit endgültig aufgegeben hatte, bekam eine zweite Chance in Europa.
Die deutschen Leser kürten den 1987 im Droemer Verlag erschienenen Roman zum Megaseller, der sich 43 Wochen auf Platz eins der "Spiegel"-Bestsellerliste hielt und insgesamt drei Jahre im "Spiegel"-Ranking behauptete. Die Taschenbuchausgabe des Romans über den schottischen Bader war drei Jahre in Folge (1991-93) Taschenbuch-Jahresbestseller. Insgesamt wurden allein im deutschsprachigen Raum mehr als 6 Millionen Exemplare verkauft.
[Quelle: Quelle: Harenberg - Das Buch der 1000 Bücher, Meyers Lexikonverlag.]
Hörbücher von Noah Gordon in der DZB:

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LOUIS

Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander (Tel. 0341 7113-145, Fax 0341 7113-125, E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de). Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

Die Zeitschrift "DAISY-TV" und ihre Programmbesonderheiten

Ulrich Jander
In erster Linie durch einen Nutzer der DAISY-TV wurde ich auf folgendes Problem aufmerksam, welches ich an zwei unterschiedlichen Beispielen verdeutlichen möchte:
  1. Beispiel: Im MDR-Fernsehen werden zu verschiedenen Zeiten Regionalprogramme ausgestrahlt, z. B. regelmäßig 19 Uhr Sendungen für die drei Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das sind also Sendungen, die zeitgleich, in den jeweiligen Bundesländern unterschiedlich, empfangen werden können. Da die Namen der Sendungen ähnlich sind und die Programmteilung in Regionen um diese Sendezeit wohl sehr bekannt ist, gibt es keine weiteren Probleme, wenn die Nutzerin bzw. der Nutzer der DAISY-TV hintereinander dreimal dieselben Sendezeiten hört.
  2. Beispiel: Hier ist es schwieriger. In SAT1 tauchten vor einiger Zeit im Abendprogramm zeitgleich um 20.15 Uhr eine Sportübertragung und ein Spielfilm auf. Hier fragt sich der Interessierte: Was stimmt nun für mich in meinem häuslichen Fernsehangebot? Die DAISY-TV gibt darauf keine Antwort; sie führt nacheinander beide Sendungen mit identischer Sendezeit auf und erklärt nichts dazu. Es ließen sich weitere Beispiele aufführen, die immer wieder in der DAISY-TV erscheinen, nicht in starker Häufung, aber es tritt auf und kann irritieren, wie das zweite Beispiel wohl zeigt.
Die Ursache im 2. Beispiel ist der im 1. ziemlich gleich. Im 2. Beispiel erfolgte die Sportübertragung in Deutschland, hingegen wurde in der Schweiz zeitgleich in SAT1 der Spielfilm ausgestrahlt. Auch andere Tests haben erbracht, dass es sich immer um Aufteilung in Regionen handelt, wenn zeitgleich in einem Programm mehrere Sendungen ausgestrahlt werden. Es sind also keine Fehler der Inhalte der Programmübersicht.
Es wäre jedoch für die Nutzerinnen und Nutzer der DAISY-TV sehr schön, wenn bei solchen Programmaufteilungen eine kurze Information in der DAISY-TV an der entsprechenden Stelle zu hören wäre. Gegenwärtig funktioniert das in der DAISY-TV leider nicht. Der Inhalt der Programmübersicht für die gesamte Woche wird von uns in der DZB als Datenmaterial von einem Anbieter aus dem Internet bezogen. Der gesamte Inhalt steht dort so zur Verfügung, wie wir ihn dann auf der CD in strukturierter Form hörbar machen. Wir können in der DZB nicht die Inhalte der Programmzeitschrift verändern; dazu ist das Material viel zu umfangreich, personelle Ressourcen zur Überprüfung der Inhalte sind leider nicht vorhanden.
Einen kleinen Lichtblick zur Verbesserung gibt es jedoch künftig eventuell. Wir sind gegenwärtig in der DZB dabei, die DAISY-TV wirksam für das Jahr ab 2008 technisch zu verändern und zu verbessern. In diesem Zusammenhang könnte auch ein Anbieterwechsel möglich sein, der dann im Inhalt der Programmübersicht die Informationen über zeitgleiche Sendungen in verschiedenen Regionen zusätzlich aufgenommen hat. Konkrete Entscheidungen darüber und über die DAISY-TV insgesamt sind noch zu treffen.

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Info-Service

Angebot der DZB Leipzig an alle Mitglieder des DBSV

Ab 2008 gewährt die DZB einen Rabatt von 5% auf alle Abonnements der durch sie herausgegebenen Zeitschriften. Für eine Legitimation ist lediglich die Übermittlung der DBSV-Kartennummer erforderlich.
Der Rabatt kann nicht rückwirkend für bereits gestellte Rechnungen bzw. erhaltene Leistungen gewährt werden. Weitere Informationen dazu sowie zum gesamten Zeitschriftenangebot unter
Tel. 0341 7113-120
Fax: 0341 7113-125
E-Mail: verlag@dzb.de
www.dzb.de

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"Leipziger Blätter" im DAISY-Format

Die seit 1982 erscheinende Kulturzeitschrift "Leipziger Blätter" gibt es mit der 51. Ausgabe vom Oktober 2007 erstmalig auch im DAISY-Format, zeitgleich mit der Schwarzschriftausgabe für Sehende. Realisiert wurde das Projekt durch die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig [DZB] auf Initiative des Leipziger "Passage-Verlages", Herausgeber der "Leipziger Blätter".
Das Journal begleitet zweimal jährlich Architektur und Denkmalpflege in Leipzig, das Buchwesen, die Stadtkultur, Geschichte und Traditionen sowie die ökologische Stadterneuerung in kritischer und aufwendig-anspruchsvoller Weise.
Für die Leipziger Nutzer der DZB-Hörbücherei wurde die DAISY-Fassung der Zeitschrift einmalig kostenlos versandt. Die Hörbücherei hält die Zeitschrift fortan zur Ausleihe bereit. Interessenten können eine Probe-Ausgabe kostenlos unter Tel.: 0341 7113-119 oder E-Mail: verlag@dzb.de anfordern.

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Englischkurs auf DAISY-CD

Lieferbar ist der in Kooperation zwischen der DZB und dem Breuer & Wardin Verlagskontor (www.verlagskontor.com) entstandene erste Fremdsprachlernkurs im DAISY-Format.
Es handelt sich dabei um den ersten rein auditiven Sprachlernkurs nach der "Birkenbihl-Methode", die beim Erlernen von Fremdsprachen auf Schriftliches verzichtet und das Erlernen von Vokabeln und Grammatikregeln durch Hören ersetzt - davon ausgehend, dass man seine Muttersprache durch Imitation erlernt hat. Die "Birkenbihl-Methode" verspricht somit 60 bis 80 % Zeitersparnis gegenüber herkömmlichen Sprachlehrgängen.
"Rein auditiv" bedeutet zwar, dass zum Absolvieren dieses Kurses keinerlei schriftliche Materialien oder Ausarbeitungen benötigt werden. Die verwendeten Texte sind dennoch als pdf-Daten auf der CD vorhanden. Gegen Aufpreis können diese Daten auch gedruckt in Braille- und Großschrift in der DZB bestellt werden.
"Englisch für Einsteiger" von Vera F. Birkenbihl im DAISY-Format kostet 19,80 € (BNV 5056).

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Materialbilderbuch "Lucie - das kleine Gespenst"

Lucie, ein kleines weißes Gespenst, wünscht sich sehnlichst ein buntes Kleid. Lucies Geschichte kann angeschaut, gelesen und ertastet werden. Dazu wurden bunte Materialreliefs, Großdruck und Brailleschrift miteinander kombiniert.
Neben dem Unterhaltungszweck verfolgt die Geschichte auch einen pädagogischen Zweck, die Autorinnen Petra Kämmerer und Sabine Leuschner stammen aus dem Kindergarten- und Schulbereich. So soll die Bedeutung der Grundfarben bzw. diverser Oberflächenmaterialien erlernt, gefestigt, wieder erkannt und zugeordnet werden. Die emotionale Verfassung des kleinen Gespenstes können die Kinder durch Ertasten miterleben. Zur Wahrnehmungsschulung wurden unterschiedliche Materialien verwendet. Zum Einsatz gelangten Filz, Pappe, Buntpapier, Wolle, Tuch, Teppich, Moosgummi, Marabufedern und sogar ein Holzlöffel.
Um die Geschichte des kleinen Gespenstes nacherzählen und nachgestalten zu können, wurden dem Buch eine Lucie-Puppe sowie ein Bastelbogen zur Gestaltung einer eigenen Lucie-Figur beigegeben. Aufgrund der Kleinteile ist das Buch für Kinder unter drei Jahren ungeeignet, was der Entdeckungsfreude der „älteren“ aber sicher keinen Abbruch bereitet.
"Lucie - das kleine Gespenst" mit Bastelbogen und Handpuppe, Vollschrift und Großdruck, kostet 16,50 € und ist unter der Bestellnummer 4962 in der DZB erhältlich.

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"Mitteilung der Bibliothek

Jana Waldt
Die Weihnachtszeit rückt näher, und wir möchten Sie daran erinnern, dass die DZB zwischen den Feiertagen geschlossen bleibt (24.12. bis 1.1.). Somit können am Donnerstag, dem 20.12.2007 letztmalig in diesem Jahr Bestellungen von Ihnen realisiert werden.
Wenn Sie also über die Feiertage nicht auf Leihbücher (Punktschrift- und Hörliteratur) verzichten möchten, teilen Sie uns dies bitte rechtzeitig mit - bis spätestens 14. Dezember.
Erinnern möchten wir an dieser Stelle außerdem, dass alle Hörer, die ständig mehr als 3 Hörbücher im Umlauf haben, von uns automatisch zusätzlich Titel erhalten werden. Informieren Sie bitte die Hörbücherei, falls Sie dies nicht wünschen.

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"Kinderland" ab 2008 nun auch in Kurzschrift und im Großdruck

Gabi Schulze
"Kinderland" - das Leseabenteuer mit packenden Reiseberichten aus fernen Ländern und spannenden Reportagen über Tiere - wird es ab Januar 2008 nicht nur in Vollschrift, sondern auch in Kurzschrift geben.
Die Zeitschrift für Schüler im Alter ab 10 Jahren geht auf Entdeckungsreise in die Welt des Wissens und liefert jede Menge Buch- und Filmtipps, Infos über Rock- und Popstars, Witze und Rezepte. Großer Beliebtheit erfreuen sich bei den Schülern das Papierrelief auf dem Titelblatt und die beigelegten Sammelkarten zu verschiedenen Wissensgebieten!
Und noch etwas ist neu: Ab Januar 2008 können auch sehschwache Kinder das Schülermagazin lesen, denn es erscheint als Großdruck-Ausgabe im A4-Format und ersetzt damit das Schwarzdruck-A5-Heft, das vor allem von Lehrern, Erziehern und Eltern zum Mitlesen genutzt wurde.
Was Kinder gern wissen wollen - wir liefern es jeden Monat neu in Vollschrift, Kurzschrift und im Großdruck!
Das Jahresabonnement für die Kurz- und Vollschriftausgabe beträgt jeweils 15,36 €, für die Großdruckausgabe 24,60 €.
Bestellungen bzw. Änderungen im Abonnement richten Sie bitte an:
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig, PSF 100245, 04002 Leipzig
Telefon: 0341 7113-120
E-Mail: verlag@dzb.de

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Ab 2008 neue DAISY-Zeitschrift: "Rezeptheft zum ARD-Buffet Magazin"

Gabi Schulze
Ob Thüringer Klöße mit Rindergulasch oder orientalische Fischpfanne, Kartoffelkrapfen mit Lauchgemüse oder Apfelpfannkuchen mit gebratenen Walnüssen: Die Fernsehsendung "ARD-Buffet" bringt Ihnen Tag für Tag ein neues Gericht auf den Tisch, das von vier unterschiedlichen Köchen zubereitet wird. Wer gern kocht und etwas Neues ausprobieren möchte, kann die Rezepte der Sendung in der monatlich erscheinenden und wöchentlich thematisierten Print-Ausgabe, dem "ARD-Buffet Magazin", nachlesen.
Ab Januar 2008 produziert die Deutsche Zentralbücherei für Blinde das "Rezeptheft zum ARD-Buffet Magazin" in Zusammenarbeit mit der SWR Media Service GmbH als DAISY-Zeitschrift. Sie erscheint monatlich zeitgleich mit der Print-Ausgabe und kostet 18 Euro im Jahr.
Mit dieser Zeitschrift verpassen Sie keines der interessanten Rezepte der Sendung und Sie sind in der Lage, sich diese in aller Ruhe noch einmal anzuhören. So haben Sie Spaß am Kochen, können kreativ werden und das Essen richtig genießen!
Interessenten melden sich bitte in der DZB unter Tel. 0341 7113-120 bzw. E-Mail verlag@dzb.de. Natürlich senden wir Ihnen auch gern eine kostenlose Probeausgabe zu. Infos zum ARD-Buffet selbst erhalten Sie unter www.swr.de/buffet.

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DAISY-Rent: Kein Risiko beim Wechsel von Cassette zu DAISY-CD

Eine Information der KS-Cassetten GmbH
Bereits mehr als 1.000 Hörer und Hörerinnen der deutschen Blindenhörbüchereien haben in den vergangenen 12 Monaten die Möglichkeiten von DAISY-Rent genutzt um von Cassetten-Hörbüchern zu den modernen DAISY-CDs zu wechseln. Was ist DAISY-Rent?
DAISY-Rent, ein neuer Geschäftsbereich der Firma KS-Cassetten, vermietet und verkauft den DAISY-Player PTN1 der Firma Plextalk. Ganz bewusst hat man sich dort auf dieses eine Gerät konzentriert, um für die Kunden einen perfekten Service zu bieten:
Neben Miete und Kauf besteht die besondere Möglichkeit eines Mietkaufes, das heißt, dass ein zuvor gemietetes Gerät zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt gekauft werden kann. Erfolgt diese Übernahme innerhalb von 3 Monaten, so wird die bis dahin bezahlte Miete voll auf den Kaufpreis angerechnet. Bei einer späteren Übernahme verringert sich der Übernahmepreis um einen Großteil des bis dahin bezahlten Mietpreises.
Dies ermöglicht auch Hörern und Hörerinnen, die sich ein DAISY-Gerät nicht kaufen können oder wollen, ohne großen finanziellen Aufwand den Wechsel von der Cassette zur DAISY-CD.
Eine im Mietpreis von 12 Euro / Monat enthaltene Versicherung verringert das finanzielle Risiko bei Beschädigung des gemieteten Gerätes.
Hörer und Hörerinnen, die noch nie zuvor ein DAISY-Gerät in Händen hatten, haben so die Möglichkeit festzustellen, ob Sie mit dem Gerät gut zurechtkommen ohne gleich ein Gerät kaufen zu müssen.
Das Erlernen der Handhabung des DAISY-Players wird durch Bedienungsanleitungen in Schwarzdruck, auf CD und auf Cassette zu einer kinderleichten Angelegenheit. Bei Fragen besteht auch die Möglichkeit mit den Mitarbeitern von DAISY-Rent zu telefonieren.
Sollte es mit einem geliehenen oder gekauften Gerät doch einmal ein Problem geben, welches sich nicht telefonisch beheben lässt, so wird das Gerät in der eigenen Werkstatt von DAISY-Rent repariert oder einfach ausgetauscht. Innerhalb von 2-3 Tagen hat der Kunde dann wieder ein Gerät zur Verfügung.
Wer ein besonders preiswertes Gerät erwerben möchte, sollte nach einem Gebrauchtgerät fragen. Je nach Verfügbarkeit lassen sich so etliche Euro sparen. Dabei muss niemand Angst haben, ein schlechtes Gerät zu bekommen, denn alle Geräte werden vor dem Verkauf überprüft und gereinigt und sind so von einem Neugerät kaum zu unterscheiden. Zudem erhält auch der Käufer eines gebrauchten Gerätes eine Garantie von DAISY-Rent.
Falls Sie zunächst einmal einen DAISY-Player testen möchten ohne zuvor einen Mietvertrag abzuschließen, so können Sie die Firma KS-Cassetten besuchen und sich dort ein Gerät vorführen und dessen Vorzüge erklären lassen.
DAISY-Rent ist aber auch gern bereit auf Veranstaltungen von Blindenvereinen und Interessengruppen den DAISY-Player vorzustellen. Bei solchen Vorstellungen stehen auch immer Vorführgeräte zum Testen zur Verfügung, die anschließend mit einem Preisnachlass verkauft werden.
Kontakt:
Firma KS-Cassetten
DAISY-Rent
Brinkeweg 24, 33758 Schloss Holte
Telefon 05207 95410
E-Mail: daisy-rent@ks-cassetten.de

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Haus Storchennest lädt 2008 ein

Nähere Auskünfte:
Tel.: 03528 4397-0
Fax: 03528 4397-21
E-Mail: info@taubblindendienst.de

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Impressum

»DZB-Nachrichten« erscheint zweimonatlich.
Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«.
Jahresabonnement: Kassette oder Blindenkurzschrift oder CD DAISY 7,68 €, Schwarzschrift 12,30 €.
Kündigungsfrist: 3 Monate vor Ende des Kalenderjahres.
Online unter www.dzb.de/zeitschriften/index.html
Alle Rechte vorbehalten. Keine Reproduktion, Vervielfältigung oder Verbreitung ohne Genehmigung des Herausgebers.
Herausgeber, Verlag/Studio:
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig
Telefon: 0341 7113-0
Fax: 0341 7113-125
Internet: www.dzb.de
E-Mail: verlag@dzb.de
Redaktion:
Karsten Sachse
Telefon: 0341 7113-135
Abonnements, Anzeigen:
Sylvia Thormann
Telefon: 0341 7113-120
Spenden:
Förderverein »Freunde der DZB e.V.«
Sparkasse Leipzig
BLZ 860 555 92
Konto-Nr.: 1 100 830 010
DZB 2007

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