DZB-Nachrichten

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 2 – 2008
März / April
18. Jahrgang


Inhalt

Vorbemerkung

Postecke

Die DZB im Jahr 2007

Einblicke

Die Zukunft der Blindensendung

Die Kramkiste

Hjalmar Söderberg: "Doktor Glas"

Iwan S. Turgenjew: "Rauch"

Die 100 Lieblingsbücher der Deutschen

Joanne K. Rowling: "Harry Potter und der Stein der Weisen"

LOUIS

Victor Reader Stream - Ein DAISY-Gerät im Taschenrechnerformat mit SD-Speicherkarte

Info-Service

DBSV-Musical

Museumsnacht in der DZB

40 Jahre Programmierer-Ausbildung

Autorallye der KO Muldental

Hörproben

Tandem-Camp und Tandem-Tour

Ausgezeichnet: Hörbücher des Jahres 2007

Blinde Fadosängerin Dona Rosa

Villa Rochsburg lädt ein

Tandem, Schach und Schießen

Geheimtipps auf www.literaturport.de

Aktuelle Hörfilm-Sendetermine

Radio Tatort

Seminarausschreibungen BOB

Impressum

Vorbemerkung

Eine voll gepackte und mit zahlreichen interessanten Informationen versehene neue Ausgabe der "DZB-Nachrichten" erwartet Sie! Gleich nach der Postecke liefert Ihnen Dr. Kahlisch einen umfangreichen Rückblick auf die Tätigkeit der DZB im Jahr 2007. In der Rubrik "Einblicke" schließen sich nicht minder interessante Informationen zum Thema Blindensendung an. Und auch der Info-Service weiß mit zahlreichen Veranstaltungshinweisen aufzuwarten. Lassen Sie sich informieren!
Es grüßt herzlich
Ihr Karsten Sachse.

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Postecke

Die Veröffentlichungen müssen nicht mit der Redaktionsmeinung identisch sein. Aus redaktionellen Gründen behalten wir uns Kürzungen vor. Wenn Sie keine Veröffentlichung wünschen, vermerken Sie dies bitte.

Nachlese zum Stopp der Cassettenausleihe

»(…) Jeder, der Bücher auf CD hört, sei es per PC oder MP3-Player, kennt die Vorteile. Jeder weiß, das es deutliche Nachteile bei Cassetten gibt - schlechte Klangqualität, Bandabrieb und die Tatsache, dass es immer schwieriger wird, an Abspielgeräte zu kommen.
Ich finde es gut, dass Sie sich offenbar vorgenommen haben, möglichst schnell möglichst viele Bücher auf CD zu veröffentlichen. Gerade die DZB ist ja besonders fleißig, was das angeht.
Ich halte es aber für falsch, ab 2010 etwa 50 Prozent der produzierten Hörbücher nicht mehr zur Verfügung stellen zu wollen. Bibliotheken sind zum Aufbewahren, nicht zum Vernichten von Büchern da. Dies stammt nicht von mir, dies ist eine Aussage der DZB auf die Anfang der 90er Jahre gestellte Frage, ob man beabsichtige, politisch "überholte" Bücher aus dem Angebot zu nehmen.
Was vor 13 Jahren richtig war, ist heute nicht falsch. Ich möchte daher darum bitten, das Vorhaben noch einmal zu überdenken und schlage einen Kompromiss vor:
1. Die Produktion von DAISY-Büchern könnte noch beschleunigt werden, wenn man professionelle Tonstudios damit beauftragen würde. In vielen dieser Studios ist gerade in den Sommermonaten wenig zu tun, die Anlagen stehen ungenutzt herum, das Personal muss sich nach andere Jobs umsehen.
2. Möchte ich vorschlagen, dass die Cassetten-Ausleihe eines Hörbuchs dann endet, wenn es auf CD gebrannt worden ist, aber eben nicht früher. Der Verzicht auf nahezu 30.000 Bücher wäre für mich der Verlust der besonderen Attraktivität der Blindenhörbüchereien. Das wäre sehr schade. (…)«
[Herr Marko Schlichting per E-Mail]
Anmerkung der Redaktion
Der Medibus-weite Stopp der Kassettenausleihe zum Jahreswechsel 2009/2010 ist notwendig, da die entsprechenden technischen Einrichtungen für Kopie und Versand von Kassetten verschleißen und neue Anlagen nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die Digitalisierung der Altbestände ist mit diesem Datum jedoch nicht abgeschlossen. Nachgefragte, historisch wertvolle und technisch verarbeitbare analoge Titel werden weiterhin auch nach Ablauf dieser Frist digitalisiert und später im DAISY-Format zur Verfügung gestellt.

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Die DZB im Jahr 2007

Dr. Thomas Kahlisch
"Auch unsere Zukunft ist digital" überschrieb die LVZ am 12.1.2007 einen Bericht über den DAISY-Day, den die DZB - in Kooperation mit der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) - einen Tag zuvor veranstaltete. Über 100 Experten - teilweise aus dem Ausland - tauschten ihre Erfahrungen zum neuen Hörbuchstandard der Blindenbüchereien aus und steckten Ziele ab, die heute, ein Jahr danach, maßgebliche Arbeitsschwerpunkte landauf und landab geworden sind. Ein großer Teil der Fachvorträge an diesem Tag kamen aus der Gustav-Adolf-Straße selbst und unterstrichen eindrucksvoll die Vielfalt und Innovativität zahlreicher Projekte und Entwicklungen unseres Hauses. Für die Organisatoren einer solchen Fachtagung bedeutet dies viel Arbeit im Vorfeld und in der Nachbereitung, beispielsweise wurde der Tagungsmitschnitt durch die in den Vorträgen verwendeten Präsentationen ergänzt und als DAISY-Buch veröffentlicht.
Gleichzeitig wurde die Veranstaltung auch zu einem Schlüsselerlebnis in der täglichen Arbeit, zeigte sie doch, das DAISY längst bei den Nutzern angekommen ist und an Ideen kein Mangel herrscht, moderne Technik so zu nutzen, dass Literaturbegeisterte daran Spaß haben und Unterhaltung finden.
Zu Beginn des vergangenen Jahres zählte die Bibliothek 4.800 DAISY-Bücher, am Jahresende waren es bereits über 7.000 Werke, die neben den 8.000 Kassettentiteln kostenfrei zur Ausleihe angeboten werden. Den Lesern der Punktschriftbibliothek stehen über 12.000 und den Musiknotennutzern mehr als 5.500 Werke zur kostenfreien Ausleihe zur Verfügung.
Im gesamten letzten Jahr wurden mehr CD- als Kassettenhörbücher versandt, ein deutlicher Hinweis, dass sich die neue Technik bewährt. Die Nutzerzahlen in der Hörbücherei und der Punktschriftbibliothek sind 2007 erneut um ca. 6 % angewachsen. Während die Anzahl der ausgeliehenen Werke im Hörbuchbereich ständig steigt, verzeichnet die Punktschrift leicht sinkende Ausleihzahlen. Die Leserberatungen beider Bereiche vermelden, dass die Interessen der Nutzer spezieller werden, gezielt Titel nachgefragt werden und weniger auf die Pauschalangebote zurückgegriffen wird. Ein Trend, der davon zeugt, dass das Informationsbedürfnis der Leser gestiegen ist und demzufolge die Beratungsleistungen der Bibliothekare stärker nachgefragt werden. Erfreulich ist auch der wieder große Zuwachs, den die Musiknotenbibliothek zu verzeichnen hat. Zahlenmäßig eine kleine Gruppe, hat sie doch ein berufliches und privates Informationsbedürfnis, was mehr und mehr gestillt werden kann. So wird immer wieder deutlich: Angebote schaffen Nachfrage und dank des Projektes DaCapo II haben blinde Punktschriftleser wieder verstärkt Freude an den angebotenen Blindennoten.
Neues gibt es auch aus der Wissenschaftlichen Bibliothek des Blindenwesens zu vermelden. Mit der Einführung einer neuen Bibliothekssoftware, einem Onlinekatalog zur Recherche im Internet (www.dzb.de/wbb) und der Anschaffung eines neuen Buchscanners konnten die Angebote stark ausgebaut werden. Die Nachfrage zeigt, es gibt aus ganz Deutschland großes Interesse an den Themenfeldern, zu denen in der WBB geforscht werden kann. Unser Dank gilt an dieser Stelle den eifrigen Spenderinnen und Spendern, die mit ihrer Unterstützung des Fördervereins "Freunde der DZB" die Beschaffung der Bibliothekssoftware und des Buchscanners erst möglich machten. Im Sommer verschickte die DZB über 9.000 Exemplare der Info-CD bzw. Infokassette, auf der zu Spenden für den neuen Buchscanner aufgerufen wurde.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sagen herzlichen Dank den zahlreichen Helfern, die diese Modernisierung ermöglichten.
Das Projekt Buchpatenschaften wurde ebenfalls im vergangenen Jahr fortgeführt. Jetzt ist es möglich, seinen Lieblingstitel aus dem Bestand der Punktschrift- oder Hörbücherei zu subventionieren. Die auf diese Art und Weise eingenommenen Mittel werden unmittelbar in die Produktion neuer Werke gesteckt und helfen somit, neue Literatur für blinde und sehbehinderte Personen bereitzustellen. Technisch umgesetzt wurde die Internetseite www.buch-patenschaft.de, wie die Homepage der DZB, übrigens von Sebastian Brückner, der seit Februar 2007 mit dem Beratungsangebot BIK-Mitteldeutschland den Webdesignern in Sachsen und darüber hinaus auf die Sprünge hilft, wenn es um eine barrierefreie Gestaltung von Informationsangeboten geht. Ein weiteres Internet-basiertes sehr positiv aufgenommenes Informations- und Werbemittel der Öffentlichkeitsarbeit ist der Podcast der DZB - das sind kurze Audiobeiträge, die sich interessierte Hörer kostenfrei von der Internetseite herunterladen können. Im vergangenen Jahr wurden 23 Episoden veröffentlicht, ein weiterer Grund, die Seite www.dzb.de häufiger zu besuchen.
Damit das wachsende Interesse der Nutzer an Literatur befriedigt werden kann, müssen verstärkt neue Werke produziert werden. In den drei Studios der DZB wurden von über 40 Sprechern 1.658 Stunden für 137 neue DAISY-Ausleihtitel aufgesprochen. Rechnet man Hörbücher, Zeitschriften, Bedienungsanleitungen und viele andere Audioproduktionen zusammen, so waren es 497 neue DAISY-Produktionen im vergangenen Jahr. Dazu kommen noch 918 Werke des Altbestandes, die auf Tonbandspulen aus dem Masterbandarchiv geholt und an den speziell dafür eingerichteten PC-Arbeitsplätzen digitalisiert und strukturiert wurden.
In der Abteilung Blindenschriftherstellung wurden 2007 72.388 Seiten Brailleschrift für 186 neue Werke übertragen und korrigiert. Der Anteil der Zeitschriftenproduktion lag mit 12,7 % etwas höher als im Vorjahr. Gründe hierfür sind die Übernahme von Produktionen, die früher im Evangelischen Blindendienst in Wernigerode ausgeführt wurden, dessen Brailledruckerei im vergangenen Jahr geschlossen wurde.
"DaCapo II" heißt das Folgeprojekt, das, finanziert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), seit Sommer letzten Jahres die Braillenotenproduktion in Leipzig beflügelt. Die erzielten Ergebnisse sind beeindruckend: 2006 wurden 2.580 Seiten Musiknoten übertragen. Die Zahl konnte 2007 mit 4.571 fertig gestellten Seiten fast verdoppelt werden. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte der Projektmitarbeiter sind der Aufbau einer Musiknotendatenbank, der Ausbau der Internet-Dienstleistungen, siehe hierzu www.dzb.de/dacapo, und die Vorbereitung einer internationalen Notenfachtagung "Bach - Access to Music, 2. International Symposium on Braille Music" am 13. und 14. November 2008 in unserem Haus und im Museum für Musikinstrumente der Stadt Leipzig.
Im Bericht von Gabriele Richter, Abteilungsleiterin Druckerei/Buchbinderei, ist u. a. folgendes zusammengetragen:
2007 wurden für Zeitschriften und Bücher 34,0 Tonnen Blindenschriftpapier am Automaten, Tiegel und Schnelldrucker verarbeitet, um 4.579.778 Seiten in Punktschrift herzustellen. 4.295 neue Punktschriftbände wurden fertig gestellt und über 750 beschädigte Bände aus der Bibliothek konnten repariert werden.
Durch die im Jahr 2007 neu hinzu gekommenen Zeitschriften "Der beste Freund", "Kompassnadel", "Rundbriefe" und "Die Losungen" wurden unsere Druckmaschinen noch besser ausgelastet. Über die Zeitschriften "Ratgeber", "Gesundheitsmagazin" und "Vereinsbote", die in einem handlicheren A4 Format unseren Kunden zur Verfügung gestellt wurden, hörte man viel Positives. Eine große Nachfrage bestand vor allem nach unserem Großdruck-, Wochen-, Schreibtisch- und Schwarzdruck-Taschenkalendern. Das Reliefbuch "Kölner Dom" brachte uns einen hohen Zuwachs an Spiralbindungen. Auch nicht zu vergessen unsere Noten, die auf einem verbesserten hochwertigeren Zellstoffkarton ausgedruckt wurden, ein neues Outfit bekamen und unsere Kunden überzeugten und zufrieden stellten.
In der Reliefherstellung wuchs die Vielfalt der Aufträge. Der Weltatlas, ein neues Kinderbuch "Lucie, das kleine Gespenst", der bereits erwähnte sehr attraktive Führer zum Kölner Dom, verschiedene Grafiken, die für die Filatow-Schule hier in Leipzig gefertigt wurden und noch einige andere Aufträge führten dazu, dass insgesamt 137 Matrizen, 62 Zeichnungen erstellt und über 30.600 Folien tiefgezogen wurden. Vom Weltatlas wurden 2007 die Kartensätze Nordamerika und Südamerika fertig gestellt. Asien und Afrika befinden sich, ebenso wie der Wandkalender 2009 mit dem Titel "Giftige Tiere" in der Vorbereitung. Apropos Wandkalender, am 11. Januar 2007 erreichte uns während der Veranstaltung zum DAISY-Day die tolle Nachricht, dass der Wandkalender 2007 "Essbare Blüten" auf der internationalen Kalenderschau in Stuttgart eine Auszeichnung erhielt.
Die Absatzzahlen dieses Wandkalenders lagen über denen des Vorjahres, meldet der Verlagsleiter, Werner Nitschke. Besonders erfreulich ist der gute Start des Neulings flexi+, den wir auf Anregung einer Nutzerin erstmals in das Programm aufgenommen hatten. Auch die Großdruck-Kalender insgesamt verkauften sich deutlich besser als im Vorjahr und dürften sich endgültig etabliert haben. Insgesamt sind jetzt etwa 3.700 Titel im Verkaufsbestand der DZB verfügbar.
Das Spektrum der käuflichen DAISY-Bücher wurde deutlich erweitert und liegt jetzt bei über 30 Titeln. Besonderes Verkaufshighlight sind die Bücher aus der Reihe "Ohne Maus", die es in verschiedenen Editionsformen gibt.
Mit ca. 50 Neuzugängen ist das Musikalien-Angebot im Verkauf deutlich gewachsen.
Mit der Herstellung des bereits angesprochenen Tastbilderbuches "Lucie - das kleine Gespenst" beschreitet die DZB neue Wege in der Kinderbuch-Edition. Entgegen den üblichen Folien-Reliefs kommen dort natürliche Materialien wie Stoff, Gummi, Holz und Federn zum Einsatz. Wir sind gespannt, wie groß das Interesse an diesem neuen Angebot sein wird.
Die DZB produzierte 2007 17 eigene Zeitschriften in insgesamt 35 verschiedenen Ausgaben. Die Hörzeitschrift "Kultur und Freizeit" wurde ab Frühjahr 2007 auch als DAISY ausgeliefert, damit sind alle Hörzeitschriften im digitalen Format verfügbar.
In Zusammenarbeit mit der SWR Media Services GmbH ist die DAISY-Zeitschrift "Rezeptheft zum ARD-Buffet Magazin" vorbereitet und getestet worden. Die erste Ausgabe Januar 2008 wurde bereits im Dezember ausgeliefert. Eine Erweiterung des Angebots für Kinder soll durch die Ausgabe der Zeitschrift "Kinderland" in Voll- und Kurzschrift sowie in Großdruck ab 2008 erreicht werden. Dazu wurden 2007 die Voraussetzungen geschaffen.
Die folgenden Aufträge wurden u. a. übernommen:
Neue Kooperationen entstanden mit dem Hörbuchverlag Breuer&Wardin zur gemeinsamen DAISY-Ausgabe von Sprachkursen, mit der Autorin Barbara Haiduck zum neuen Kindertast- und Bastelbuch "Zehn Stangen Knetgummi", das im Frühjahr ausgeliefert wird.
2007 ist es gelungen, die Arbeit der DZB verstärkt in den Medien und auf Fachkongressen zu präsentieren. Große Resonanz erhielten wir beispielsweise auf den Beitrag in der MDR-Sendung "Einfach Genial", in dem das praktische DAISY-Hörbuchformat vorgestellt wurde. Bibliothekare aus ganz Deutschland zeigten großes Interesse an einem Fachartikel von Susanne Siems "Öffentliche Bibliothek für Blinde - Blinde in Öffentlichen Bibliotheken", und an einem Vortrag des DZB-Direktors auf dem Kongress "Information und Bibliotheken" im März im Congress-Center-Leipzig zum Thema: "Lesen für Lesebehinderte - Chancen und Herausforderungen der Blindenbüchereien in Deutschland". Beide Artikel erschienen bereits im vergangenen Jahr hier in den DZBN. Im September lud die DZB über 30 Augenärzte aus dem Leipziger Umfeld ein, sich von den Hör- und Leseangeboten für ältere Menschen einen Eindruck zu verschaffen. Die Reaktionen auf diesen Augenärztestammtisch zeigten, dass das Informationsbedürfnis groß ist bei den Medizinfrauen und -männern und solche Veranstaltungen sehr wichtig sind, um neue Nutzergruppen zu erschließen.
Neben einem Messestand auf der Leipziger Buchmesse beteiligte sich die DZB auch am 23. März an der Veranstaltungsreihe "Leipzig liest" mit einer Veranstaltung. Tetje Mierendorf präsentierte in der Druckerei der DZB das Kriminalhörspiel um einen blinden Kommissar: "Peter Lundt - und die Jagd nach Peter Lundt". Das Publikumsinteresse an der DZB war auch groß zu Veranstaltungen wie der Leipziger Museumsnacht am 21. April, der Eröffnung der Dauerausstellung zur Jüdischen Geschichte des Hauses Gustav-Adolf-Straße 7 am 9. Juli und dem Tag der offenen Tür am 8. September, der fast 400 Besucher anlockte.
"Chancen und Herausforderungen der Medienversorgung blinder und sehbehinderter Menschen im digitalen Zeitalter" war der Name des Workshops, den MEDIBUS in Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels am 21. September in der DZB durchführte. Eingeladen waren Experten der Verlagsbranche, die mit großem Interesse und mit dem einen oder anderen Erstaunen zur Kenntnis nahmen, welch hoher Aufwand in die Übertragung eines Fachbuches oder Musiknotenwerkes zu stecken ist, um die Informationen adäquat und zeitnah in Blindenschrift oder als DAISY-Buch anbieten zu können. Der Workshop hat, das kann hier ohne Übertreibung gesagt werden, so manches Eis gebrochen und das Verständnis für die Thematik vertieft und die Tür für zukünftige Kooperationsprojekte weit geöffnet.
Nur wenige Tage danach, am 24. September 2007, besuchte erstmals Staatsministerin Dr. Eva Maria Stange die DZB. Bei einem sehr persönlich gehaltenen Rundgang konnte sie sich von der Leistungsfähigkeit des ihrem Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstellten Staatsbetriebes und vom Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen guten Eindruck verschaffen.
Politisch brisant wurde es am 15. Oktober. Zum Parlamentarischen Abend waren Abgeordnete des Europaparlamentes und des sächsischen Landtages, der Beauftragte für die Belange Behinderter Menschen des Freistaates Sachsen, Vertreter zuständiger Ministerien und verschiedener Selbsthilfeorganisationen eingeladen, um sich mit dem Thema: "Zugang schaffen, Jetzt!" auseinander zu setzen. Gehörlose, ertaubte, blinde und sehbehinderte Menschen konnten gemeinsam mit Experten von Hochschulen und Universitäten deutlich machen, wie wichtig ein barrierefreier Zugang zu Informationen in der heutigen Zeit ist und welche Chancen in dieser Thematik für eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung liegen. Ermutigt durch den Erfolg dieser Veranstaltung, stellte die DZB beim zuständigen Ministerium den Antrag auf Finanzierung eines Kompetenzzentrums für barrierefreie Mediengestaltung, das im kommenden Doppelhaushalt seine Arbeit aufnehmen soll.
Wir dürfen gespannt sein, was uns die Haushaltsverhandlungen in diesem Jahr bringen werden. Leserinnen und Leser der DZBN werden, wie immer, gut informiert.

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Einblicke

Die Zukunft der Blindensendung

Wir zitieren aus dem Newsletter dbsv-direkt Nr. 05-08. Newsletter "DBSV-direkt" ist der Online-Informationsservice des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV).
Am 31. Januar 2008 hat das Europäische Parlament in zweiter Lesung nun die Postrichtlinie verabschiedet, die die vollständige Öffnung der Postmärkte ab 2011 vorsieht. War es im Rahmen der ersten Lesung gelungen, solche Bestimmungen in den Richtlinienentwurf noch hineinzubekommen, so finden sich verbindliche Vorschriften zum Erhalt der Blindensendung in dem beschlossenen Kompromisspapier nun nicht mehr. Lediglich in den "recitals" wird unter Ziffer 37 noch empfohlen:
"In Anbetracht der Bedeutung der Postdienste für Blinde und Sehbehinderte als Kunden sollte bekräftigt werden, dass die Öffnung des Marktes die Fortführung bestimmter kostenloser Dienste, die in den Mitgliedsstaaten für Blinde und Sehbehinderte gemäß den internationalen Verpflichtungen eingeführt wurden, durch den (die) Universaldienstleister nicht einschränken sollte."
Bei der Abstimmung am 31. Januar hatten zwei noch einmal von den EU-Abgeordneten Richard Howitt und Udo Bullmann eingebrachte Änderungsanträge, die die gesetzliche Verankerung der Kostenfreiheit der Blindensendung aufgriffen, die erforderliche absolute Mehrheit nicht mehr gefunden. Das ist bedauerlich, zumal sich der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband und die Europäische Blindenunion bis zur letzten Minute durch schriftliche Eingaben, in Telefonaten und mit persönlichen Gesprächen im EU-Parlament intensiv darum bemüht hatten, die erforderliche Stimmenzahl zustande zu bringen. Dass dies misslang, lag nach Einschätzung von Beobachtern der Europäischen Blindenunion nicht zuletzt an den unfairen und emotionalisierenden Äußerungen des CSU-Politikers MdEP Markus Ferber in der Debatte am Vortag der Abstimmung.
Ferber, der als Berichterstatter des federführenden Parlamentsausschusses für Verkehr eine besondere Rolle in dem Legislativverfahren spielte, hatte sich gegen die Aufnahme der Anträge mit der Begründung ausgesprochen, die Entgeltfreiheit der Blindensendung sei nicht einzusehen, weil Rollstuhlfahrer schließlich auch für ihre Briefsendungen zahlen müssten. Und: Die Abschaffung des portofreien Postversandes sei blinden Menschen zumutbar, weil diese nicht gerade von Armut bedroht seien.
Hiergegen hatte DBSV-Präsidentin Renate Reymann in einem Schreiben protestiert und festgestellt: "Während das letzte Argument von geringer Sachkenntnis in Bezug auf die Vielfalt der Bedürfnisse der verschiedenen Behindertengruppen zeugt, müssen wir uns in aller Entschiedenheit gegen die im ersten Argument insinuierte Überversorgung blinder Menschen wenden. Nach Erkenntnissen von Studien der Europäischen Union gehören behinderte Menschen schon wegen der häufig unvollständigen Erwerbsbiografien zu den einkommensschwächeren Gruppen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union." Und Reymann weiter: "Zudem geht es bei den Regelungen, die mit den Änderungsanträgen 18 und 19 angestrebt werden, nicht um die persönliche Korrespondenz Blinder, sondern vor allem um die Arbeit und Existenz der Blindenbibliotheken und damit um den Zugang zu Informationen für Blinde und Sehbehinderte und ihre Teilhabe an der Kultur. Um Grundwerte der Europäischen Union also, die in ihrer Sozialcharta zum Ausdruck kommen und die in der UN-Konvention der Rechte und Würde behinderter Menschen verankert sind, die von der Europäischen Union unterzeichnet wurde."
Was folgt hieraus für die Zukunft der Blindensendung in Deutschland?
Die Mitgliedsstaaten haben in der gesamten Richtlinie bei der Organisation ihrer Postdienste einen großen Gestaltungsspielraum. Sie schreibt weder vor, dass es derartige Dienste geben muss, verbietet oder schränkt sie aber auch nicht ein. Mehr noch: die Richtlinie empfiehlt, dass die Abschaffung des Postmonopols nicht zum Nachtteil blinder Menschen geraten darf. Der DBSV erwartet jetzt von der Politik, dass sie diese Empfehlung aufgreift und die Forderung des DBSV zum Erhalt der Blindensendung gegenüber der Wirtschaft nachhaltig unterstützt. Besonders gefordert sieht DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke hier nun auch Bundeswirtschaftsminister Glos, dessen Parteikollege auf europäischer Ebene blinde Menschen so habe im Regen stehen lassen.
Nach Angaben des in Deutschland marktbeherrschenden Unternehmens Deutsche Post AG wird, wie heute im Wirtschaftsministerium zu erfahren war, dort derzeit nicht geplant, die Blindensendung abzuschaffen.

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Die Kramkiste

Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden - zur Erinnerung für die "Alten" und zur Information für die "Jungen".

Hjalmar Söderberg: "Doktor Glas"

Angelika Müller
[Punktschriftbibliothek]
Auf der Suche nach einem geeigneten Titel für unsere aktuelle "Kramkiste" bin ich auf ein interessantes kleines Werk gestoßen. Leider wurde dieses Buch nur in Vollschrift für unsere Leser übertragen. Es handelt sich hierbei um den Roman "Doktor Glas" von Hjalmar Söderberg.
Dieser Schriftsteller wurde 1867 in Stockholm geboren und starb 1941 in Kopenhagen. Er schrieb vorwiegend psychologische Romane. "Doktor Glas" erschien 1905 und obwohl das Buch damals vernichtend kritisiert wurde, heftig umstritten war, überdauerte es die Zeit und gilt heute als sein Meisterwerk. Söderberg selbst nannte es sein Bekenntnisbuch. Es ist in Tagebuchform gehalten, wobei auch Erkenntnisse der Psychoanalyse literarisch umgesetzt werden. Der Titelheld, Tyko Gabriel Glas, reflektiert seine Gedanken und Gefühle, doch was er dabei niederschreibt, ist für niemanden bestimmt. Nicht einmal er selbst liest, was er am Tag zuvor geschrieben hatte.
"Ich schreibe, um meine Hand zu bewegen, meine Gedanken bewegen sich von selbst, ich schreibe, um eine schlaflose Stunde totzuschlagen."
Durch diesen Kniff, dass das Geschriebene nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist, kann Söderberg seinen Helden Ansichten äußern lassen, die zum Teil noch heute skandalträchtig sind. Da sind Themen wie Sterbehilfe, Euthanasie und die Heuchelei der Regierenden.
"Der Tag wird und muss kommen, da das Recht zu sterben, als ein weitaus wichtigeres und unveräußerlicheres Menschenrecht anerkannt werden wird, als das Recht, einen Wahlzettel in die Wahlurne zu stecken. Wenn die Zeit reif ist, wird jeder unheilbar Kranke - und auch jeder Verbrecher -, ein Recht auf Hilfe des Arztes haben, sofern er diese Erlösung wünscht."
Glas ist ein einsamer, dabei anerkannter Arzt, der eine Praxis führt, eine Haushälterin hat und allein lebt. Nach den täglichen Sprechstunden und Hausbesuchen verbringt er seine Freizeit mit abendlichen Spaziergängen, er sitzt im Café, er beobachtet die Menschen, genießt das Leben und vertraut seine Gedanken dem Tagebuch an. Der Leser erfährt wichtige Dinge über das Elternhaus, die Schulzeit und die erste, tragisch endende, daher traumatische Liebe des Doktor Glas. Auch Situationen aus seiner Praxis werden geschildert, etwa wenn Frauen ihn um eine Abtreibung anflehen. Und einmal bittet ihn die junge Frau eines älteren Pastors, ihren Mann dazu zu bringen, auf seine ehelichen Rechte zu verzichten, vordergründig um ihre oder seine Gesundheit zu schonen. Die Frau hat einen Geliebten, verabscheut ihren Mann, vermag aber keinen anderen Ausweg aus dieser Situation zu finden. Doktor Glas, dem diese Frau sehr sympathisch ist, verspricht ihr zu helfen, auch weil er diesen Pfarrer seit zwanzig Jahren kennt und zutiefst verabscheut.
Als alle Finten fehlschlagen und Glas zwischen dieser jungen Frau und ihrem Glück, nur diesen widerwärtigen Menschen sieht, beschließt er ihn zu töten. Was er mit seinen Möglichkeiten als Arzt auch in die Tat umsetzt. Doch das gewünschte Glück bleibt aus. Es bleibt nun dem Leser dieses Buches überlassen, sich eine eigene Meinung über die Beweggründe des Arztes zu bilden, die ihn schließlich zum Mörder werden ließen.
Sie erhalten die 3 Bände in Vollschrift unter der Bestellnummer 7369.
Titel von Söderberg in der Hörbücherei:

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Iwan S. Turgenjew: "Rauch"

Jörg Klemm
[Hörbücherei]
Turgenjew ist ein russischer Schriftsteller, der 1818 auf dem Gut Spasskoje (bei Orel) geboren wurde und 1883 in Bougival (bei Paris) starb. Er entstammte einer Adelsfamilie, studierte in Moskau und Sankt Petersburg, später in Berlin, wo er die Philosophie Hegels kennen lernte; er lebte seit 1855 vorwiegend im Ausland und war mit bedeutenden Autoren wie Gustave Flaubert, Paul Mérimee, Theodor Storm und Gustav Freytag befreundet.
Turgenjew begann sein Schaffen mit noch der Romantik verpflichteten Versdichtungen und Erzählungen sowie Dramen. Die Stücke nehmen mit ihrer Handlungsarmut und der einfühlsamen Charakter- und Stimmungszeichnung Züge der Dramatik Anton Tschechows vorweg. Seine Romane und Novellen zeichnen ein Panorama der zeitgenössischen russischen Gesellschaft, zu dem auch soziale und politische Probleme gehören. Er zeigt sich als Meister in der Erfassung von Zeitströmungen, der Darstellung passiver Menschen, versagender Fortschrittler und von Intellektuellen, denen der Antrieb zum Handeln fehlt.
Das Erzählwerk Turgenjews gehört zusammen mit den Romanen Leo Tolstois und Fjodor Dostojewskis zu den Höhepunkten der russischen realistischen Literatur des 19. Jahrhunderts.
Zum Buch: Hauptfigur ist ein junger russischer Gutsbesitzer, der sich 1862 auf der Rückreise vom Ausland, wo er zu landwirtschaftlichen Studien weilte, Halt in Baden-Baden macht, um sich dort mit seiner Braut zu treffen. Kaum angelangt, wird er in die Kreise der verschiedenen russischen Emigrantengruppen eingeführt. Er durchschaut jedoch bald die sich aufblähenden Pseudorevolutionäre und wendet sich von ihnen ab.
Doch eine private Affäre droht ihn in dem Modebad aus der Bahn zu werfen. Er gerät zum wiederholten Male in den Bann seiner ehemaligen Jugendliebe, einer verwöhnten und schönen Frau, die ihn früher schon einmal für Reichtum und gesellschaftlichen Aufstieg verraten hatte. Auch diesmal vermag sie dem äußeren Glanz nicht zu entsagen und lässt ihn abermals im Stich - nachdem er sich von seiner Braut Tatjana getrennt hat. Zutiefst enttäuscht und im Glauben, dass alles Gute und Edle nur eitler Dunst und Rauch sei, fährt der junge Mann auf sein Gut zurück und findet dort seinen inneren Frieden.
Neben der künstlerischen Menschengestaltung Turgenjews liefert der Roman ein eindrucksvolles Zeitbild und eine brillante Satire auf die grotesken Versuche des entwurzelten Provinzadels, der auch in dem sich nach den Reformen von 1861 in Russland anbahnenden Strukturwandel das ausschlaggebende Zünglein an der Waage bleiben wollte. Schon allein die Tatsache, dass der Roman im Ausland spielt und dort die "russische Frage" gestellt und konfus zerredet wird, charakterisiert diese Bewegung.
Die Sprecherin des Buches ist Marlies Schreck, der Umfang beträgt 6 Kassetten bzw. 1 CD DAISY mit 488 Minuten.
Weitere Titel von Turgenjew in der DZB:

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Die 100 Lieblingsbücher der Deutschen

Welche Bücher sind die Lieblingsbücher der Deutschen? Die ZDF-Aktion "Unsere Besten - Das große Lesen" ist 2004 dieser Frage nachgegangen. Die ersten 100 Plätze wurden in einer Liste zusammengefasst. Wir nennen Ihnen nacheinander diese Bücher. Titel dieser Liste, die Sie in der DZB ausleihen können, stellen wir Ihnen ausführlicher vor und setzen heute fort mit Platz Nr. 9:

Joanne K. Rowling: "Harry Potter und der Stein der Weisen"

Harry Potter und der Stein der Weisen (Originaltitel: Harry Potter and the Philosopher's Stone) ist der erste Band der siebenteiligen Harry-Potter-Romanreihe von Joanne K. Rowling.
Das Buch wurde am 30. Juni 1997 beim britischen Bloomsbury-Verlag erstveröffentlicht. Die deutsche Übersetzung erschien im Juli 1998 beim Carlsen Verlag, der Übersetzer ins Deutsche ist Klaus Fritz. Der Roman wurde 2001 vom Regisseur Chris Columbus mit großem Erfolg verfilmt.
Die Verkaufszahlen des ersten Bandes der Reihe liegen im zweistelligen Millionenbereich, einige Schätzungen gehen sogar von einem niedrigen dreistelligen Millionenbereich aus. Bis Juni 2007 wurden 5,4 Millionen Exemplare in deutscher Sprache vom Carlsen-Verlag verkauft. In den USA betrug die Zahl der gedruckten Exemplare bis Juli 2007 29 Millionen.
Das erste von sieben Büchern um Harry Potter steht für den Beginn einer neuen Ära der Fantasyromane. Joanne K. Rowling knüpft, ohne den Autor zu kopieren, an J. R. R. Tolkiens "Der Herr der Ringe" an und schafft es, das Genre der fantastischen Literatur wiederzubeleben.
Der erste Roman der Potter-Reihe ist als Einleitung und Kommentar der nachfolgenden Bände zu verstehen. In ihm wird Harrys Vorgeschichte erzählt, seine Erlöserrolle näher bestimmt und das Hauptthema der Serie, der Kampf um das Gute und gegen das Böse, eingeführt. Etwa die Hälfte des Buches ist der Schilderung einer äußerst skurrilen Welt gewidmet, die durch ihre farbenfrohen, aber auch streng geordneten Strukturen die langweilige Welt der Normalsterblichen karikiert. Zunächst als Nebenhandlung in den Verlauf der Erzählung integriert, rückt die Geschichte Voldemorts und die von ihm ausgehende Bedrohung immer stärker in den Vordergrund. Der Zweikampf zwischen Voldemort und Harry am Ende des Romans leitet bereits zum nachfolgenden Band über.
Mit elf Jahren erfährt Harry Potter, dass er ein Zauberer ist und eigentlich einer Parallelwelt angehört, die neben der Welt der Normalsterblichen existiert. Bis zu diesem Zeitpunkt ist er als Mündel bei den Dursleys aufgewachsen - seiner biederen Verwandtschaft, die Harry maßlos schikaniert. Durch Hagrid, einen Riesen, der Harry nach Hogwarts auf die Zauberschule bringen soll, erfährt der Junge die tatsächlichen Todesumstände seiner Eltern. Hatte er bislang geglaubt, sie seien bei einem Autounfall gestorben, erfährt er nun, dass seine Eltern im Kampf gegen den mächtigsten und niederträchtigsten Zauberer, den Magier Voldemort, ums Leben gekommen sind. Harry, der als einziger den Angriff überlebt hatte, konnte im Alter von einem Jahr auf unerklärliche Weise die Macht Voldemorts brechen und so die Zauberwelt von der schwarzen Magie befreien.
Mit seiner Ankunft in Hogwarts lernt Harry die Eigenheiten der Zauberwelt kennen. Der normale Schulalltag wird jedoch bald durch Voldemorts Gegenwart bedroht. Harry findet heraus, dass der geschwächte Magier an den Stein der Weisen gelangen will - ein Stein, der seinem Besitzer ewiges Leben und unermessliche Kraft verspricht. Seinen Aufbewahrungsort bringen Voldemort ebenso wie Harry und seine Freunde Ron und Hermine in Erfahrung, die nun versuchen, den Magier daran zu hindern, in den Besitz des Steins zu gelangen. Es kommt zu einer zweiten Konfrontation zwischen Harry und Voldemort, und erneut gelingt es dem jungen Zauberer, Voldemorts Macht zu bannen.
Joanne K(athleen) Rowling (*31.7.1965 Chepstow) ist die Erfolgsautorin der Jahrtausendwende. Mit dem Zauberlehrling Harry Potter schuf sie eine nicht nur junge Leser, sondern auch Erwachsene in aller Welt begeisternde Identifikationsfigur. Aufgewachsen in Wales, studierte sie in Exeter (Devon) und arbeitete nach dem Abschluss als Englisch- und Französischlehrerin in Paris und Portugal. 1993 wurde ihre Tochter geboren, mit der Rowling - mittlerweile geschieden - von Portugal aus nach Edinburgh zog. Arbeitslos und von der Sozialhilfe abhängig, begann die allein erziehende Mutter, die seit etwa 1992 gedanklich entwickelte Geschichte Harry Potters niederzuschreiben und schickte das Manuskript ab 1995 an mehrere Verlage. Der erste Band kam 1997 heraus und brachte ihr einige Autorenpreise, u.a. den British-Book-Award, ein. Rowling wurde zur gefeierten Autorin, die mit jedem weiteren Buch der Potter-Reihe eine immer größer werdende Fangemeinde um sich versammelt. Die Harry-Potter-Romane sind in 65 Sprachen übersetzt und in 200 Ländern weit über einhundert Millionen mal verkauft worden.
Alle sieben Teile der Harry-Potter-Reihe von Joanne K. Rowling sind in der DZB als Hörbuch und in Punktschrift erhältlich, in Kurzschrift sind die ersten drei Teile auch käuflich. Ausleihbar und käuflich sind außerdem die von J. K. Rowling unter Pseudonym verfassten zwei Zusatzbände der Schulbücher Harry Potters:
  1. "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind". 1 Bd., kzp.98rR, Ausleihe 9431 oder Verkauf 3422, 17,90 EUR
  2. "Quidditch im Wandel der Zeiten". 1 Bd., kzp.98rR, Ausleihe 9430 oder Verkauf 3423, 17,90 EUR

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LOUIS

Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander (Tel. 0341 7113-145, Fax 0341 7113-125, E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de). Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

Victor Reader Stream - Ein DAISY-Gerät im Taschenrechnerformat mit SD-Speicherkarte

Ulrich Jander
Zu diesem neuen DAISY-Gerät konnte man bereits vieles lesen bzw. hören, nicht zuletzt im Internet, z. B. unter www.iscb.de/audio. Was ist das Besondere an diesem Victor?
Der Victor Reader Stream ist ein relativ kleines Gerät, ähnlich einem Taschenrechner; er ist vielseitig einsetzbar, und er vermag als einziges DAISY-Gerät, Textdateien im txt- und im html-Format abzuspielen. Allerdings ohne Computer kann man den kleinen Victor Stream zwar nutzen, jedoch schränkt das den Gebrauch ein; z. B. DAISY-Bücher können im Stream nicht komfortabel genutzt werden.
Es ist ein sehr vielseitiges Gerät, besonders geeignet für Vielleser, Interessierte an möglichst vielfältigen Funktionen und für Computeranwender, denn eine DAISY-CD muss zuerst auf die Speicherkarte kopiert werden, bevor man sie auf dem Victor Reader Stream hören kann.
Das Gerät verfügt über ein handliches, stabiles Gehäuse, die Abmessungen sind: 11,7 x 6,6 x 2,2 cm (Tiefe, Breite, Höhe im liegenden Zustand, in der Hand haltend). Das gewicht beträgt 180 g einschließlich Akku. Die Oberfläche umfasst neben dem Lautsprecher und Mikrofon eine komplette Zifferntastatur, Seitenzahlen- und Lesezeichentaste sowie Schlafmodus- und Start/Stopptaste einschließlich Pfeiltasten für rückwärts und vorwärts Spulen. An der linken Seite kann die Lautstärke, Abspielgeschwindigkeit und der Klang eingestellt werden.
Der Victor Stream nimmt keine CD, sondern eine SD-Speicherkarte, Kapazität bis acht GB, in seinem Schlitz auf; ein USB-Anschluss 2.0 bietet die Möglichkeit, USB-Sticks am Gerät zu betreiben. Zum Datenaustausch mit dem PC dient das mitgelieferte USB-Kabel (erst ab Windows XP wird der Treiber automatisch erkannt). Die SD-Karte kann auch in einem Kartenleser am PC direkt ausgelesen und beschrieben werden.
Der Victor Reader Stream ist ein Player mit Aufnahmefunktion für kürzere oder längere Notizen. Er vermag DAISY-, MP3- und Audible-Bücher abzuspielen. Er ist als Audiogerät sowohl für Sprach- als auch für Musikwiedergabe geeignet. Als einziges DAISY-Gerät auf dem Markt verfügt der Victor Stream über eine integrierte Sprachausgabe, einen Screenreader, der das Vorlesen von Textdateien im txt- oder html-Format ermöglicht. Die Bedienungsanleitung wird über diesen Weg vom Gerät vorgelesen, wenn man die Zifferntaste Eins länger drückt, bis eine Ansage erfolgt. Das Beenden der Anleitung, welche ein komplettes DAISY-Buch ist, geschieht ebenfalls durch das längere Drücken der Zifferntaste Eins.
Weitere Leistungsmerkmale:
Bezogen werden kann der Victor Reader Stream bei folgenden Firmen und Einrichtungen:
Zwei Nachteile des Victor Reader Stream sollen nicht verschwiegen werden:
  1. Der kleine, eingebaute Lautsprecher ist gegenwärtig bezüglich der Lautstärke relativ schwach, also nicht sehr laut; der Lautsprecher des Milestone ist im Vergleich dazu lauter einstellbar; zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses ist zwar bekannt, dass eine neue Version der Betriebssoftware des Victor Stream erscheinen soll, die insbesondere eine höhere Lautstärke des kleinen Lautsprechers zulässt, jedoch ist das Erscheinungsdatum der Betriebssoftware noch nicht bekannt.
  2. Die mit dem Stream durchgeführten Aufnahmen werden in einem Format im Gerät gespeichert, welches einem amerikanischen Handy-Dateiformat entspricht; auch ein PC erkennt dieses Format nicht; jedoch stellt Humanware als Hersteller ein Programm bereit, das die Umwandlung in Wave- oder MP3-Format ermöglicht.
Nach meiner persönlichen Einschätzung sind die Nachteile nicht so gravierend, dass das Gerät nicht interessant wäre. Vor allem, wenn durch die neue Betriebssoftware die Lautstärke deutlich angehoben werden kann, dann ist auch dieser Punkt nicht mehr relevant.
Der Victor Reader Stream wird sicher viele Interessenten finden, die etwas handliches und vielseitiges als DAISY-Gerät suchen. Er ist eine Bereicherung auf diesem Gerätefeld.
Ich wünsche Ihnen viel Freude mit dem Victor Reader Stream, wenn Sie sich für ihn entscheiden sollten.

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Info-Service

DBSV-Musical

Irene Klein in dbsv-direkt
"Stärker als die Dunkelheit" ist der Titel des ersten Musicals, das gemeinsam von blinden und sehenden Autoren geschrieben wurde und von jungen Darstellern, die ihrerseits blind beziehungsweise sehbehindert sind, aufgeführt wird. Die Premiere wurde bereits im Oktober 2006 in Berlin unter der Schirmherrschaft von Katja Ebstein gefeiert. Nach einer weiteren Aufführung in Hamburg bringt der Paritätische Landesverband Sachsen-Anhalt das Musical nun im "Alten Theater" Magdeburg auf die Bühne. Die Initiative zu diesem Gastspiel ging vom Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen-Anhalt e.V. aus.
Veranstaltungsdaten:
Samstag, 29. März 2008, 17 Uhr,
"Altes Theater", Tessenowstr. 11 (am Jerichower Platz), 39114 Magdeburg,
Eintritt: 10 Euro (ermäßigt 8 Euro); Reservierung: 0391 6293530
Eine CD und der Text des Musicals können beim DBSV erworben werden. Telefon: 030 285387-13, E-Mail: i.nicolai@dbsv.org.

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Museumsnacht in der DZB

"Privat" - Anlässlich der 9. Leipziger Museumsnacht am 26. April zeigen DZB-Mitarbeiter von 18.00 bis 23.30 Uhr, welche Dimensionen die Privatbibliothek eines Blinden oder Sehbehinderten annehmen kann.
In den Produktionsabteilungen erfahren Besucherinnen und Besucher alles über die Herstellung von Brailleschriftbüchern und tastbaren Abbildungen. An einem Computer-Arbeitsplatz zeigt ein blinder Kollege, wie er recherchiert und arbeitet.
Seherlebnisse und Mitmachaktionen sollen den sehenden Besuchern helfen, sich selbst in die Situation eines blinden Lesers hineinzuversetzen.
Also: Am 26. April in der DZB!

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40 Jahre Programmierer-Ausbildung

Am 7. Juli 2008 findet in der DZB eine Festveranstaltung zum 40. Jubiläum der Ausbildung blinder Programmierer in Sachsen statt.
Der Grundstein für die damals mit der Berufsbezeichnung "Facharbeiter für elektronische Datenverarbeitung - Spezialisierungsrichtung Programmierung" belegte Ausbildung zum Fachinformatiker wurde 1968 in Leipzig in der DZB gelegt.
Die Punktschriftexperten aus der Gustav-Adolf-Straße fanden in den Mitarbeitern des Leipziger Rechenzentrums für elektronische Datenverarbeitung kompetente Kooperationspartner, die sich für den Aufbau dieses völlig neuen Tätigkeitsfeldes blinder und stark sehbehinderter Menschen engagierten. Die Lebensläufe der Absolventen der 1970 an das Rehabilitations-Zentrum für Blinde in Karl-Marx-Stadt verlegten Ausbildung zeigen, welches Potenzial in diesen anfänglichen Schritten lag.
Vier Jahre nach den ersten Leipziger Aktivitäten wurde in der ehemaligen BRD in Heidelberg mit der Ausbildung blinder EDV-Fachkräfte begonnen.
"Heute ist der Zugang zu Computern zur Selbstverständlichkeit geworden und die Ausbildung im IT-Sektor bietet immer noch gute Berufschancen", sagt Heiko Folkerts, Sprecher der Berufsfachgruppe Informationstechnologien des DBSV.
Die Organisatoren der Festveranstaltung laden interessierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter der letzten 40 Jahre ein, in einem Rückblick auf die Vergangenheit das Engagement der Akteure der ersten Stunde zu würdigen und in einem Ausblick in die Zukunft die Chancen in diesem Berufsfeld auszuleuchten.
Ehemalige und gegenwärtige Akteure und Absolventen, die Interesse an der Veranstaltung haben, melden sich bitte bis zum 30. April 2008 in der DZB (E-Mail: programmiererausbildung@dzb.de).

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Autorallye der KO Muldental

Zum 7. Mal wird von der Kreisorganisation des BSVS-Muldental die "Autorallye für Blinde" organisiert.
Die Veranstaltung wird am 24. Mai 2008 ab 10.00 Uhr auf dem Gelände der Leipziger Messe durchgeführt. Zu diesem Termin findet auch die Reha-Messe statt.
Info:
Beratungsstelle KO Muldental, Markt 1, 04683 Naunhof
Tel.: 034293 42149

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Hörproben

Wie bereits im letzten Jahr präsentiert die Literaturplattform www.literaturport.de Audio-Ausschnitte aus allen nominierten Texten für die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse. Die Hörproben sind jeweils ca. fünf Minuten lang und bieten direkt auf der Startseite einen ersten Einblick in die gewürdigten Texte der Nominierten:

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Tandem-Camp und Tandem-Tour

Vom 20. bis 29. Juli 2008 findet in Burg (Spreewald) das 5. Internationale Tandem-Camp für blinde und sehbehinderte Jugendliche statt. Erwartet werden Teilnehmer aus mehreren osteuropäischen Ländern sowie aus Deutschland.
Die Tandem-Tour "Blickfang für Blinde" führt vom 26. Juli bis 3. August 2008 von Burg (Spreewald) nach Potsdam und wirbt für die Unterstützung eines Hilfsprojektes zugunsten von Blindenschulen in Osteuropa. Teilnehmen können Tandem-Teams, die sich für die Ziele von Tandem-Hilfen einsetzen wollen.
Beide Veranstaltungen mit Anmeldeschluss 01.04.2008 werden von der privaten Initiative Tandem-Hilfen in Kooperation mit mehreren Partnern organisiert.
Info:
Tel.: 030 2081720
E-Mail: ThomasNicolai@gmx.de
www.tandem-hilfen.de

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Ausgezeichnet: Hörbücher des Jahres 2007

Das Hörspiel "Die Ästhetik des Widerstands" nach dem Roman von Peter Weiss und die Lesung "Das Buch von allen Dingen" von Guus Kuijer sind die "Hörbücher des Jahres 2007".
  1. Peter Weiss: Die Ästhetik des Widerstands: Die Jury der hr2-Hörbuch-Bestenliste hat das zwölf CDs umfassende Hörspiel von Peter Weiss aus dem Hörverlag München im Bereich der Hörbücher für Erwachsene prämiert. Die Jury würdigt "Die Ästhetik des Widerstands" von Peter Weiss als Schlüsselwerk zur Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte. Buch und gleichnamiges Hörspiel thematisieren Geschichte und Kultur der Arbeiterbewegung zur Zeit des Faschismus. Nach Meinung der Jury setzt Karl Bruckmaier, Bearbeiter und Regisseur, mit diesem "Kraftakt der Hörspielarbeit öffentlich-rechtlicher Sender" Maßstäbe. Das Hörspiel ist eine Koproduktion von Bayerischem und Westdeutschem Rundfunk.
  2. Guus Kuijer: Das Buch von allen Dingen: Die Lesung von Guus Kuijer, erschienen beim Verlag Oetinger Audio, wurde zum besten Kinder- und Jugendhörbuch gewählt. In "Das Buch von allen Dingen" erzählt Guus Kuijer von dem neunjährigen Thomas, der sich nur eines wünscht: "Glücklich werden, sonst nichts". Doch bevor er sein Ziel erreichen kann, muss er seine Ängste überwinden. Eine Nachbarin unterstützt ihn dabei, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen und seinen eigenen Weg zu gehen. Nach Meinung der Jury gelingt es Rainer Strecker durch seine eindringliche Lesung Magie, Poesie und Kraft des Kinderbuchs zu entfalten.
Im Radio gibt es die Hörbuch-Tipps unter anderem in der Sendung "Mikado-Spezial", samstags von 17:05 bis 18 Uhr in hr2-kultur.

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Blinde Fadosängerin Dona Rosa

Dona Rosa wurde 1957 in einer vielköpfigen Familie geboren, die sich ihren Lebensunterhalt durch Betteln verdiente. Sie erkrankte mit vier Jahren an einer schweren Meningitis und verlor dadurch das Augenlicht. Mit der Volljährigkeit trennte sie sich von ihrer Familie und lebte in Lissabon auf der Straße. Mit Betteln und dem Verkauf von Zeitschriften, Blumen und Lotterielosen hielt sie sich über Wasser, bis ihr eines Tages vorgeschlagen wurde, ihre schöne Stimme doch dazu zu nutzen, sich mit Singen ein Zubrot zu verdienen. Dieser Gesang in einer Lissaboner Fußgängerzone fiel einem Mitarbeiter des Künstlers André Heller auf und er erinnerte sich ihrer, als 1999 für eine Sendung des österreichischen Fernsehens eine Fadosängerin gesucht wurde. Und tatsächlich wurde DONA ROSA schließlich ausfindig gemacht. Inzwischen hat sie ihre dritte CD herausgebracht und tritt auf zahlreichen Konzertbühnen auf, am 08. Juni im Wolfsburger Schloss.

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Villa Rochsburg lädt ein

Die Villa Rochsburg - Erholungs- und Begegnungsstätte des BSV Sachsen - lädt auch im Frühjahr wieder zu interessanten Vorhaben ein:
Anfragen und Anmeldungen richten Interessenten an:
Aura-Pension "Villa Rochsburg", Schlossstr. 17, 09328 Lunzenau, OT Rochsburg
Tel.: 037383 83 800; Fax: 037383 83 80 25
E-Mail: villa@bsv-sachsen.de
Internet: www.villa-rochsburg.de

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Tandem, Schach und Schießen

Ein besonderes und einmaliges Angebot bietet am 7. September 2008 von 10 bis 17 Uhr der 8. cSc (capp Sport cup) in Langenfeld im Rheinland. Die Piloten des ADFC Langenfeld stellen sich unter der Leitung von Herbert Jakubiak ehrenamtlich zur Verfügung und fahren alle Teilnehmer der Blinden-Schachgruppe mit dem Tandem rund um den Freizeitpark. Nach diesen Aufwärmrunden kommt die nächste Disziplin, bei der die Konzentration ausschlaggebend ist: Blindenschach.
Ein weiterer Wettbewerb folgt dann im Schießen mit dem Luftgewehr. Hier wird nach Gehör geschossen. "Man hört einen Signal-Ton, und wenn er die höchste Stelle erreicht hat, trifft man die Zehn." Christina und Heinz van Well sowie Susanne Winther vom Blinden- und Sehbehindertenverein Rhein-Wupper geben Gästen gerne Auskunft, wie sich blinde Menschen am Schießsport beteiligen können.
Info:
Tel.: 02173 270233
www.gemeinsam-csc.de

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Geheimtipps auf www.literaturport.de

Pressemitteilung
Das Literaturportal www.literaturport.de bietet den Service Literatouren an: virtuelle Spaziergänge aus ungewöhnlichen Blickwinkeln mit vielen Geheimtipps, denen man im realen Leben nachgehen oder die man auch einfach als Text genießen kann.
Dreizehn Berliner Schriftsteller laden ein, Berlin auf ihren Spuren zu entdecken. Thorsten Becker, Thilo Bock, Bas Böttcher, Tanja Dückers, Julia Franck, Judith Hermann, Katja Lange-Müller, Kristof Magnusson, Veronika und Christoph Peters, Tilman Rammstedt, Elke Schmitter und Ingo Schulze präsentieren insgesamt zwölf Touren.
Die ersten Touren haben Tilman Rammstedt, Thilo Bock und Bas Böttcher gestaltet. Tilman Rammstedt führt durchs Nachtleben, Thilo Bock stellt Berliner Lesebühnen vor und Bas Böttcher zeigt die Rückseite der glitzernden Stadtfassaden. Die Touren der anderen Schriftsteller werden nach und nach auf der Seite zu sehen sein. Jede der reich bebilderten Touren kann auf der Seite gelesen, aber auch kostenlos als Podcast heruntergeladen werden.
Literatouren wird durch die Berliner Landesinitiative "Projekt Zukunft" ermöglicht und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

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Aktuelle Hörfilm-Sendetermine

Das Hörfilm-Service-Telefon der DHG informiert unter 030 21997711 über die aktuellen Sendetermine. Außerdem sind die Termine im Videotext auf Tafel 397 ARD und 775 ZDF zu finden.
Deutsche Hörfilm gemeinnützige GmbH
Novalisstr. 10, 10115 Berlin
E-Mail: service@hoerfilm.de
www.hoerfilm.de
Tel.: 030 23557340
Fax: 030 235573433

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Radio Tatort

Seit Januar hat ein neu entwickeltes Format zeitgleich auf neun öffentlich-rechtlichen Radiosendern Premiere: der "Radio Tatort". Elf weitere Episoden sollen in diesem Jahr folgen. Jeder ARD-Sender hat sein eigenes Ermittlerteam.
Im Monatsrhythmus werden neue Fälle laufen, immer innerhalb von fünf Tagen auf den Krimiplätzen der beteiligten Sender. Im Internet stehen die Folgen eine Woche lang zum kostenlosen Download bereit (www.radiotatort.ard.de).
Vorschau:

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Seminarausschreibungen BOB

Thema: Hardware Workshop Wochenende, den PC und dessen Innenleben praktisch kennen lernen.
Für alle, die ihre Kenntnisse über Aufbau und Anschlussmöglichkeiten eines Computerarbeitsplatzes sowie das Innenleben eines PC erweitern wollen. An diesem Wochenende wird viel gebastelt und geschraubt.
Termin: 16.05. - 18.05.2008
Hotel Ochsen, Kehl/Kork
Teilnehmerbeitrag: EUR 190,00
Anmeldeschluss: 15. April 2008
Thema: Einführung in Microsoft Access
Termin: 22.06. - 28.06.2008
AURA-Hotel, Kur- und Begegnungszentrum Saulgrub
Teilnehmerbeitrag: EUR 750,-
Anmeldeschluss ist der 30. April 2008
Info:
Bildung Ohne Barrieren
Postfach 1270, D-79547 Weil am Rhein
Tel.: 07844 - 918751
Fax 07844 - 918755
E-Mail: info@bildung-ohne-barrieren.de

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Impressum

»DZB-Nachrichten« erscheint zweimonatlich.
Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«.
Jahresabonnement: Kassette oder Blindenkurzschrift oder CD DAISY 7,68 €, Schwarzschrift 12,30 €.
Kündigungsfrist: 3 Monate vor Ende des Kalenderjahres.
Online unter: www.dzb.de/zeitschriften/index.html
Alle Rechte vorbehalten. Keine Reproduktion, Vervielfältigung oder Verbreitung ohne Genehmigung des Herausgebers.
Herausgeber, Verlag/Studio:
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig
Telefon: 0341 7113-0
Fax: 0341 7113-125
Internet: www.dzb.de
E-Mail: verlag@dzb.de
Redaktion:
Karsten Sachse
Telefon: 0341 7113-135
Abonnements, Anzeigen:
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Telefon: 0341 7113-120
Spenden:
Förderverein »Freunde der DZB e.V.«
Sparkasse Leipzig
BLZ 860 555 92
Konto-Nr.: 1 100 830 010
DZB 2008

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