DZB-Nachrichten

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 5 - 2008
September / Oktober
18. Jahrgang


Inhalt

Vorbemerkung

Postecke

Einblicke

Ein Sommer der Vielfalt

Späte Würdigung für einen Leipziger Gründer: DZB empfängt jetzt im Ephraim Carlebach Haus

Wie war das damals?

200 Jahre Blindenbildung in Sachsen (Teil 2)

Die Kramkiste

Füruzan: "Frau ohne Schleier"

Arthur Schnitzler: "Therese"

Die 100 Lieblingsbücher der Deutschen

Diana Gabaldon: "Feuer und Stein"

Umgang mit unverlangt eingesandten Manuskripten

LOUIS

Internetradio "NOXON" - Radio hören über das Internet ohne PC

Info-Service

Zum Tod von Siegfried Loyda

"Hörzu-Fon" - TV-Programminformationsdienst via Telefon

"stern" und "DIE ZEIT" in Punktdruck und "stern-podcast"

Silbermedaille für "Giftige Tiere"

Mailingliste "Fahrschein" geht an den Start

Punktschrift- und Computerkurse

Seminarausschreibungen BOB

Hörfilm-Sendetermine im Oktober

Impressum

Vorbemerkung

Die zwei neuen Zeitschriften, mit denen wir unser Angebot erweitern, stehen im Mittelpunkt dieser Ausgabe. Sie verdeutlichen die Spannbreite zwischen Tradition und Moderne: eine Zeitschrift in Braille einerseits, passend zum Tag des weißen Stockes, aber auch schon im Zeichen des bevorstehenden Braille-Jubiläums, und andererseits ein moderner Informationsdienst per Knopfdruck.
Daran wird deutlich, welchen Herausforderungen wir uns als Ihr Dienstleister zu stellen haben und zu stellen bereit sind.
Natürlich werden auch wir dabei immer mit der Wahrheit konfrontiert: "Ohne Moos nichts los". Die Produktion von Brailleschrift angesichts stagnierender bzw. sogar rückläufiger Nutzungsfrequenz kostet Geld, viel Geld, das nicht wieder "reinkommt" und dessen Ausgabe deshalb immer unter Rechtfertigungsdruck steht. Eine gute Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass unser Geldgeber die öffentliche Hand ist, die uns manches, jedoch nicht alles ermöglicht. Deshalb zum Schluss die freundliche Aufforderung, vielleicht doch die eine oder andere Leistung unseres Hauses selbst in Anspruch zu nehmen, anstatt sich etwas weiterreichen zu lassen, das schon bezahlt ist. Und, davon abgesehen, freuen wir uns natürlich über jede große und kleine Spende an unseren Förderverein!
Herzlichst grüßt
Ihr Karsten Sachse

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Postecke

Die Veröffentlichungen müssen nicht mit der Redaktionsmeinung identisch sein. Aus redaktionellen Gründen behalten wir uns Kürzungen vor. Wenn Sie keine Veröffentlichung wünschen, vermerken Sie dies bitte.

stern/Zeit (I)

»(…) Ich bin begeistert, dass es nun wieder in Blindenschrift weitergehen soll! Ich finde es nämlich schade, dass aus Kostengründen immer mehr die Tendenz besteht, von Braille- auf Hörmedien umzusteigen.
[Frau Frauke Bendixen, Flensburg]

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stern/Zeit (II)

»(…) endlich einmal eine positive Nachricht für Blinde, die eine Zeitung lieber lesen als hören!
Diese Ansicht teilen auch viele ehemalige Kollegen aus der seinerzeitigen Reha im BfW Veithöchsheim, in der wir Punktschrift noch als Hauptbestandteil unserer Ausbildung gelernt haben. Diese fundierten Kenntnisse bilden die Basis für unser Berufsleben und erleichtern uns auch den privaten Alltag ungemein.
Leider werden heutzutage fast ausschließlich akustische Hilfsmittel favorisiert. Dasselbe gilt für Hörbücher.
Deshalb freue ich mich umso mehr über die geplante Neuauflage der stern/Zeit und hoffe, dass sich genügend ehemalige Leser wieder für ein Abonnement entscheiden. (…)«
[Frau Petra Zwing aus Karlsruhe]
Anmerkung der Redaktion
Dieser Hoffnung dürfen wir uns anschließen. Die generell positive Resonanz bestätigt unser Vorhaben, vielen Dank. „stern/Zeit Braille“ gesellt sich nunmehr als neunte Zeitschrift in Braille zu den acht anderen, die die DZB seit Jahren herausgibt. Vergleicht man diese Jahre, so ist es nicht die Anzahl der Braille-Zeitschriften, die rückläufig ist, sondern die Anzahl der Abonnenten derselben. Gleiches lässt sich bezüglich der Bücher in Braille feststellen, die wir produzieren und zum Kauf anbieten. Bisher sinkt die Nachfrage, nicht das Angebot.

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Einblicke

Ein Sommer der Vielfalt

Dr. Thomas Kahlisch
Wo andere vom Sommerloch reden, standen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DZB 2008 in der warmen Jahreszeit vor zahlreichen Herausforderungen, was die Themen Öffentlichkeitsarbeit und Einführung neuer Produkte angeht. Hoher Besuch aus Politik und Gesellschaft und die Umsetzung von Kooperationen mit verschiedenen Verlagen sowie Informationsanbietern standen als wichtige Aufgaben in den Terminkalendern und waren zusätzlich zu den regulären Arbeiten umzusetzen. Ich möchte nachfolgend Höhepunkte der letzten 4 Monate zusammenfassen und zeigen, mit wie langer Vorbereitungszeit die eine oder andere Idee reifen musste, um erfolgreich umgesetzt zu werden.
Juni - Namensgebung des Gebäudes Gustav-Adolf-Straße 7
Am Mittwoch, dem 25. Juni 2009, lösen Stanislaw Tillich, neuer Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Andreas Müller, erster Bürgermeister der Stadt Leipzig und die Mitarbeiter der DZB vor über 100 Gästen ein Versprechen ein, das die Politik bereits vor einem Jahr Frau Channa Gildoni, der Vorsitzenden des Vereins ehemaliger jüdischer Bewohner Leipzigs, gegeben hat. Die genau vor 95 Jahren gegründete höhere Israelitische Schule in der Gustav-Adolf-Straße 7 erhält den Namen ihres Gründers Dr. Ephraim Carlebach, der diese Schule bis 1934 leitete und 1935 in Palästina verstarb. Carlebachs Wirken für die Stadt Leipzig und sein engagiertes Eintreten für Toleranz und ein menschliches Miteinander aller Glaubensrichtungen wird auf der Festveranstaltung von allen Rednern gewürdigt. Dies ist für den interessierten Hörer eindrucksvoll im Mitschnitt der Veranstaltung nachzuerleben, der auf der DAISY-Fassung der "DZB-Informationen 2008" an unsere Nutzer als ein zusätzliches Angebot versandt wurde.
Seit 1954 ist die Gustav-Adolf-Straße 7 Sitz der DZB. In den 60er Jahren kamen Neubauten links und rechts vom alten Schulgebäude dazu und nach der Wende sanierte der Freistaat Sachsen den gesamten Gebäudekomplex grundlegend. Immer wieder besuchen Menschen jüdischen Glaubens die DZB und sprechen ihre hohe Anerkennung für die hier geleistete Arbeit aus, aber auch ihre Zustimmung zu der an vielen Stellen im Haus dokumentierten "Kultur des Erinnerns", die hier praktiziert wird.
Es ist das erste Mal, und mit der Namensgebung ein historischer Anlass, dass ein Ministerpräsident die DZB besucht und wir haben Gelegenheit, in einer Führung durch die Produktionsbereiche Anliegen und Aufgaben der Einrichtung vorzustellen. Ministerpräsident Tillich zeigt sich beeindruckt von den Verfahren der Herstellung und des Verleihs von Blindenmedien. Besonders interessieren ihn die Reliefdarstellungen und die technischen Neuerungen in den Studios. Bei der Frage nach der verwendeten Software zeigt sich, er ist selbst interessierter Anwender von Audio-Schnittsoftware und setzt diese für sein musikalisches Hobby ein. Natürlich haben wir auch einige besondere Anliegen, was die Unterstützung und Entwicklung der DZB angeht. Am Rande unseres Rundgangs sagt er zu mir, dass er genau 4 Wochen im Amt sei und dies alles noch mit leichtem Staunen zur Kenntnis nehme. Von einem Privatleben, so hätte es ihm einmal ein Kollege gesagt, könne man sich größtenteils verabschieden, wenn man so im Rampenlicht stehe. Einen kleinen Eindruck erhalte ich im Anschluss an die Festveranstaltung. Die Medien stürzen sich auf die hohe politische Präsenz und auf die von der DZB erstellten Pressemappen. Leider zeigt es sich, dass trotz guter Vorbereitung, umfangreichen Textvorlagen und ausführlicher Pressearbeit einige Journalisten die Namensgebung auf die völlig unzutreffende Schlagzeile: "DZB wird in Carlebach-Haus umbenannt" verkürzen. Bloß gut, dass der Ministerpräsident bei der Veranstaltung dabei war und die Anliegen und Aufgaben der DZB an keiner Stelle in Frage gestellt wurden.
Juli - 40 Jahre Ausbildung blinder Programmierer in Sachsen
Der Brief von Dr. Lutz Weickert erreicht mich kurz vor den Weihnachtsfeiertagen 2007. Ob denn der heutigen Betriebsleitung der DZB bekannt sei, dass 1968 - also genau vor 40 Jahren - die Ausbildung Blinder zu Facharbeitern der Datenverarbeitung ihren Anfang in Leipzig nahm und der Direktor Herbert Jakob dafür verantwortlich ist, dass dieses neue erfolgreiche Berufsfeld zusammen mit dem damaligen VEB Maschinelles Rechnen ins Leben gerufen wurde? - Besser kann es gar nicht klappen, ich bin selbst ein Absolvent dieser 1969 nach Chemnitz verlegten Ausbildung und kenne einige der Protagonisten der ersten Stunde persönlich. Einer ist Gert Sandig, der in Vorbesprechungen gern bereit ist, die alten Kontakte wieder aufzunehmen, Informationen zu sammeln und sich zusammen mit anderen in die Vorbereitung und Umsetzung einer umfangreichen Broschüre zu diesem Thema einzubringen.
Das Jubiläum soll nicht nur einen Blick zurück in die Geschichte bieten, sondern aufzeigen, welche Chancen heute in den neuen IT-Berufen liegen und wie wichtig es ist, dass blinde und sehbehinderte Menschen Zugang zu Informationen erhalten, der ihnen von der DZB früher und heute gewährleistet wird.
Dank der Unterstützung von Gert Sandig und Lutz Weickert gelingt es, viele ehemalige und heutige Akteure zur Festveranstaltung einzuladen. Große politische Unterstützung erhält unser Anliegen dadurch, dass der Präsident des Sächsischen Landtages, Erich Iltgen, seine Bereitschaft erklärt, ein Vorwort für die Broschüre zu verfassen und auf der Festveranstaltung am 15. Juli ein Grußwort zu sprechen. Auch diese Veranstaltung wurde mitgeschnitten und kann auf der DAISY-CD "DZB-Informationen 2008" nachgehört werden.
August - "Hörzu-Fon": das aktuelle TV-Programm am Telefon
Dirk Herbst und Jan Zimmermann heißen die Gründer der Firma Phonepublisher, die sich hier in Leipzig für neue Informationsangebote via Telefon engagiert. Tageszeitung, Wetterbericht, Hörbuch oder Internetradio wollen sie zum Sprechen bringen - über das am weitesten verbreitete technische Kommunikationsmittel, das Telefon. Dank preisgünstiger Pauschalangebote, so genannter Flatrates, und verbesserter Sprachqualität ist Telefonieren sehr einfach und bequem geworden. Also hervorragend geeignet für Nutzer, die schlecht sehen können und nicht mit dem PC arbeiten, erklären mir die beiden jungen Leute an einem heißen Tag im Sommer 2007 bei Kaffee und Kuchen. Ich zeige ihnen unser TV-Programm im DAISY-Format und wir sind uns schnell einig, dass das Telefon in Fragen der Aktualität, Verbreitung und Flexibilität noch besser als eine wöchentlich versandte CD geeignet ist, um hörbar zu machen, was in TV und Rundfunk läuft.
Wo kriegen wir die Daten her für ein telefonisches Fernsehprogramm? Welche synthetische Stimme können wir einsetzen? Wie sollen die Navigationsmöglichkeiten gestaltet werden? Zur Sight-City 2008 läuft die erste Version und es dauert dann doch noch einige Monate, bis wir alle Partner im Boot haben und das neue Angebot "Hörzu-Fon", eine Kooperation mit dem Axel Springer Verlag, an den Start gehen kann.
September - "stern/Zeit" in Blindenschrift wieder verfügbar
Der Anruf erreicht mich auf meinem Handy im August 2007 während einer Fahrt im ICE. Frau Kerstin Beth, Redakteurin bei Gruner & Jahr, kommt gleich zur Sache: "Wir finden ihr Angebot sehr interessant und wollen Sie gern kennen lernen. Können Sie bitte zu uns nach Hamburg in den Verlag kommen?"
"Passt gut!", sage ich schmunzelnd. "Ich sitze gerade im Zug nach Hamburg."
"Na, wie wäre es mit 18 Uhr heute Abend?"
"Geht es auch eine halbe Stunde früher? Ich habe Karten für ein Rockkonzert um 19 Uhr und meine Kleiderordnung ist auch dementsprechend leger."
Sie ist einverstanden und ich - gekleidet in Poloshirt und Jeans - sitze zur vereinbarten Zeit mit Vertretern des Verlages zusammen und bemühe mich, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Im Gespräch verweise ich auf die Tatsache, dass die DZB eine Landeseinrichtung ist, die durch den Freistaat Sachsen finanziert wird und es ihre Aufgabe ist, Literatur für blinde und sehbehinderte Personen zugänglich zu machen. Wir haben angeboten, dass die DZB die Produktion der Zeitschrift "stern/ZEIT" in eigener Verantwortung übernehmen kann, wenn wir vom Verlag Gruner + Jahr die entsprechenden Textdaten in digitaler Form zur Verfügung gestellt bekommen. Die Herstellungs-, nicht die Übertragungskosten, für die Zeitschrift können wir über den Abopreis von 41,60 Euro im Jahr erwirtschaften.
Soll es wieder eine Blindenschrift-Fassung geben? Ist es unser gemeinsames Ziel, auch ein DAISY-Angebot des "stern" zu produzieren oder ist gerade die Mischung von Beiträgen aus beiden Zeitschriften das Interessante an dieser Publikation? Es dauert bis zum Juli 2008, dass ich den Kooperationsvertrag mit Gruner + Jahr unterschreiben kann. Und ab 15. Oktober diesen Jahres gibt es sie dann wieder, die beliebteste Blindenzeitschrift in Deutschland. Wir freuen uns über zahlreiche Abonnenten und schicken ihnen gern eine Probenummer zu, als kostenfreie Blindensendung versteht sich. Für Audiophile und gewissermaßen als Appetithappen gibt es zusätzlich pro Woche einen Artikel aus dem "stern" zum Nachhören im Internet. Der "stern-podcast" wird ab Oktober auf der Internetseite der DZB zu finden sein. Kerstin Beth sagt, "...damit geht Gruner + Jahr beim ’stern’ neue Wege."
Schön, dass wir sie dabei unterstützen können.
Der Sommer neigt sich seinem Ende zu. Der Tag der offenen Tür am 13. September ist vorzubereiten, die Auslieferung der Kalenderbestellungen hat begonnen und so manches neue Projekt harrt seiner Umsetzung. Was Herbst und Winter bringen werden, wird sich erweisen. Die Leserinnen und Leser der DZBN werden es erfahren in den folgenden Ausgaben dieser Zeitschrift. Viel Spaß dabei und bleiben Sie neugierig!

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Späte Würdigung für einen Leipziger Gründer: DZB empfängt jetzt im Ephraim Carlebach Haus

Dörthe Stanke
Als Rolf Isaacsohn neun Jahre alt war, musste er sich von seiner Großmutter verabschieden. Er wusste, dass er sie niemals wieder sehen würde, denn "sie ging auf Transport". Die Erinnerung daran hat den heute 75-jährigen Ehrenvorsitzenden der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig nie aufgehört zu schmerzen.
In der "Höheren Israelitischen Schule" in der Gustav-Adolf-Straße 7, in die Isaacsohn da-mals ging, blieb ihm nur Zeit, den ersten Buchstaben des hebräischen Alphabetes - Aleph - zu lernen, dann wurde die Schule zum "Judenhaus". Das war 1939. Zum Abschied versammelten sich die wenigen verbliebenen Schüler und Lehrer in der Aula und summten das Lied "Die Gedanken sind frei". Laut singen durften sie es nicht, denn draußen lauerte die Gestapo.
Insgesamt 47 solcher "Judenhäuser" gab es damals in Leipzig, in denen die von den Nationalsozialisten aus ihren Wohnungen vertriebenen jüdischen Bürger zusammengepfercht lebten. Rolf Isaacsohns Schule, in der er damals neben dem deutschen auch das hebräische Alphabet lernen wollte, war das größte von diesen Häusern. Für die meisten Bewohner waren sie die letzte Station vor dem Transport in die Vernichtungslager.
Erst 26 Jahre zuvor, am 25. Juni 1913, war diese erste jüdische Schule in Leipzig durch ihren Gründer, den Gemeinderabbiner Dr. Ephraim Carlebach eingeweiht worden. Die jüdische Gemeinde hatte ihren Bau über viele Jahre hinweg vollständig aus eigenen Mitteln getragen. Es war Carlebachs Anliegen, durch die Verbindung geistiger und weltlicher Erziehung jungen Menschen eine feste Verankerung sowohl in der jüdischen Religion als auch im deutschen Staat zu geben.
Die Schule prosperierte und zog weitere Gründungen nach sich, so dass in den 1920er Jahren ein ganzes jüdisches Schulwerk in Leipzig entstand, das von der Grundschule über die Berufsausbildung bis zum Gymnasium alle Bildungsbereiche abdeckte.
Rund 12.000 Juden lebten damals in Leipzig, es war die sechstgrößte jüdische Gemeinde in Deutschland. Die Naziherrschaft zerstörte diese große Gemeinde, die das kulturelle und wirtschaftliche Leben der Stadt seit Mitte des 19. Jahrhunderts stark geprägt hatte, nahezu vollständig. Über 60 Jahre später zählt die jüdische Gemeinde Leipzigs circa 1.300 Mitglieder.
Das an ihr begangene Unrecht ist nicht wieder gutzumachen, was bleibt, ist das Gedenken an die bedeutende jüdische Vergangenheit der Stadt lebendig und präsent zu halten.
Am 25. Juni 2008, genau 95 Jahre nach seiner Einweihung, wurde dem Gebäude, in welchem das jüdische Schulwesen in Leipzig seinen Anfang genommen hatte, der Name seines Gründers verliehen. Es heißt nun ihm zu Ehren "Ephraim Carlebach Haus". Zwar hat das Gebäude nach 1939 nie wieder eine Schule beherbergt, doch ist es nach wie vor ein Haus, das der Vermittlung von Wissen und Bildung verpflichtet ist. 1954 bezog die Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB) das imposante Haus in der Gustav-Adolf-Straße 7.
Gegründet 1894 als "Verein zur Beschaffung von Hochdruckschriften und Arbeitsgelegenheit für Blinde zu Leipzig" war es eine der ersten Institutionen in Sachsen, die blinde Menschen mit Literatur in Brailleschrift versorgte. In den nächsten vier Jahrzehnten wuchs der Bestand der jetzt "Deutsche Zentralbücherei für Blinde" genannten Einrichtung auf über 30.000 Brailleschrift-Bände an, die ab 1935 im Druckhaus "Klepzig" im Täubchenweg untergebracht waren. Davon blieben nach einem Bombenangriff im Jahre 1943, der das Druckhaus vollständig zerstörte, gerade 1.802 Bücher erhalten.
Auch die nicht sehr weit entfernte, ehemalige jüdische Schule wurde im selben Jahr durch Bomben stark beschädigt. Zehn Jahre später kaufte das Bildungsministerium der DDR das leer stehende Gebäude und ließ es für die DZB, die ein neues Zuhause brauchte, instandsetzen. Lange blieb die jüdische Vergangenheit des Hauses unbeachtet. Doch dann setzte sich in den 1980er Jahren Rolf Kralovitz mit der DZB in Verbindung. Kralovitz war ein Schüler der "Höheren Israelitischen Schule" gewesen und später auch Bewohner des "Judenhauses", in das die Schule zwangsweise umfunktioniert worden war. Als einziger seiner Familie überlebte er den Holocaust und ging nach dem Krieg fort aus Leipzig. Jahrzehnte später erblindete Rolf Kralo-vitz und kam deshalb zufällig wieder in Kontakt mit seiner ehemaligen Schule, jetzt als Nutzer der inzwischen dort beheimateten Blindenbücherei. Und die DZB wurde ihrerseits an die jüdische Vergangenheit ihres Hauses erinnert.
Der Direktor der DZB, Dr. Thomas Kahlisch, betonte sichtlich bewegt auf der Festveranstaltung am 25. Juni: "Als Leiter der ältesten Blindenbücherei Deutschlands bin ich sehr stolz darauf, in einem solch denkwürdigen Gebäude Bücher für Blinde und Sehbehinderte produzieren und verleihen zu dürfen". Den Impuls für die Benennung des Zentralgebäudes der DZB in "Ephraim Carlebach Haus" hatte die Vorsitzende des "Verbandes ehemaliger Leipziger in Israel" Channa Gildoni gegeben. Damit schließt sich ein Kreis, der hoffen lässt für die Zukunft der Israelitischen Religionsgemeinde in Leipzig. Der Keim von Wissen, Bildung und Zivilisiertheit, den der Rabbiner Dr. Ephraim Carlebach 1913 an diesem Ort gesät hatte, ist aufgegangen und bleibt lebendig.
[Quelle: www.lizzy-onli-ne.de]

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Wie war das damals

200 Jahre Blindenbildung in Sachsen (Teil 2)

Dr. Werner Uhlig
Zeittafel der Königlich-Sächsischen Blindenanstalt in Dresden 1809 bis 1905
Zeittafel der Landesblindenanstalt Chemnitz 1905 bis 1945
Blindenschule Leipzig
Wird in der nächsten Ausgabe fortgesetzt.

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Die Kramkiste

Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden - zur Erinnerung für die "Alten" und zur Information für die "Jungen".

Füruzan: "Frau ohne Schleier"

Susanne Siems
[Punktschriftbibliothek]
Literatur kann uns oft genug die Welt nach Hause bringen, die Welt unseres Nachbarn, aber auch die Welt ganz weit weg in einem anderen Land, auf anderen Kontinenten. Manchmal ist es auch umgekehrt, dass uns eine andere Umgebung Literatur nahe bringt, die sonst vielleicht in der Vielfalt des Angebotes untergegangen wäre. So erging es mir mit den Erzählungen der heutigen Kramkiste. Wäre da nicht die Suche nach passender Urlaubslektüre gewesen, ich hätte sicher noch lange nicht das dünne Bändchen der türkischen Autorin Füruzan in die Hand genommen und hätte somit auch für lange Zeit nicht erfahren, welch feinfühlige Betrachtung einer fremden und doch auch nachvollziehbaren Welt mir entgangen wäre.
Füruzan ist eigentlich nur der Vorname der in Istanbul geborenen Füruzan Selçuk. Auf der Rückseite meines Paperbackbändchens sieht man eine junge blonde Frau, von der man sich nur schwerlich vorstellen kann, dass sie heute bereits 73 Jahre ist. Ihr Blick ist freundlich, sehr wach und auch ein wenig skeptisch distanziert. Er drückt genau das aus, was ihre Erzählungen widerspiegeln - liebevolles Verständnis für die Menschen in ihrem Land und die notwendige Prise Humor und Skepsis, um realistische und interessante Lebensgeschichten aufzuschreiben.
Der 1978 im Aufbau-Verlag erschienene Band enthält drei Erzählungen. Die erste "Der Konak" ist als innerer Monolog einer 60-jährigen Frau gestaltet. Auf ihrem beschwerlichen Nachhauseweg lässt sie den Leser am Rückblick auf ihr Leben teilhaben. Als junges Mädchen wurde sie nach Istanbul in einen Konak, das Haus eines Paschas, verkauft. Der Hausherr missbrauchte sie und die eifersüchtige Ehefrau ließ Servet, so der Name der Icherzählerin, mutterseelenallein im Konak zurück. Später verheiratete man die junge Frau an einen viele Jahre älteren befreundeten Anwalt der Familie. So hat Servet niemals erfahren, wie es ist, von anderen Menschen geliebt zu werden. Ein tragisches, niederdrückendes Schicksal. Ja. Aber ein Leben eben, wie es sicher viele Frauen in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg in der Türkei hatten.
In der zweiten Geschichte lernt der Leser die junge Cevahir kennen. Sie arbeitet im Herzen Istanbuls als Prostituierte. Als sich der Lastwagenfahrer Kamil in Cevahir verliebt und sie wegholt von der Straße, überwindet Cevahir ihren Fatalismus und wagt die Liebe. Ob beide es schaffen, ein glückliches Paar zu werden? Das mögen die Punktschriftleser selbst erkunden.
Finanzielle Not ist eher nicht das Thema der dritten Geschichte. Dennoch zeigt sich auch im Leben der Gattin eines Beamten aus Ankara, wie kompliziert das Leben für viele Frauen in der Türkei war und auch sicher noch ist. Dabei steht die Heimat dieser Frauen eigentlich erst an zweiter Stelle. Das, was den Leser berührt und verstehen lässt, ist das Wissen, dass solche Biographien nur bedingt mit geographischen und kulturellen Gegebenheiten zu tun haben. Und, wie viele bessere Möglichkeiten und Wege es heute und in Zukunft geben kann und wird.
Die Literaturtreff-Abonnenten unter den Punktschriftlesern werden den Titel aus den 80er Jahren kennen. Er ist auch heute noch zum Preis von 14,32 € unter der Bestellnummer 2109 käuflich zu erwerben. Auf jeden Fall kann das Buch in unserer Punktschriftbibliothek ausgeliehen werden: 1 Band Kurzschrift, BNA 6482.

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Arthur Schnitzler: "Therese"

Jana Waldt
[Hörbücherei]
Arthur Schnitzler wurde 1862 in Wien geboren und starb dort 1931. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne. "Therese" ist sein letztes großes Prosawerk und erschien 1928.
Schnitzler erzählt in seinem Roman ein Frauenleben aus dem Wien des ausklingenden 19. Jahrhunderts: Therese kommt aus gutbürgerlichem Haus. Ihr Vater, ein Oberstleutnant a. D., stirbt nach Jahren geistiger Verwirrung. Die Mutter versucht, den Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Liebesromanen zu bestreiten.
Therese geht nach Wien und findet dort schnell Anstellung als Erzieherin in privilegierten Familien. Doch sie wechselt ihre Stellungen oft. Auf der Suche nach der großen Liebe gerät sie immer wieder an die falschen Männer, wird nur ausgenutzt und schließlich schwanger sitzengelassen. Das Kind, einen Sohn, gibt sie zu einer Bauernfamilie, damit sie weiter als Erzieherin arbeiten kann. So lebt sie einige Jahre - wechselt die Stellen und verliebt sich hin und wieder. Als sie nach Jahren endlich glaubt, die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben, einen Mann, der sich gern auch um ihren Sohn kümmern will, stirbt dieser Mann wenige Wochen vor der Hochzeit und Therese steht wieder allein da. Ihr Sohn hat nicht die gewünschte Entwicklung genommen - er hat die Schule nicht beendet, ist aufbrausend, sitzt wegen Diebereien immer mal wieder für kurze Zeit im Gefängnis. Er bedroht Therese oft, um an Geld zu kommen. Sie, die sich schuldig an seiner Entwicklung fühlt, gibt immer wieder nach. Bis es schließlich zur Katastrophe kommt …
Das Buch ist 1979 im Aufbau-Verlag Berlin erschienen und wurde 1982 in der DZB aufgelesen. Gesprochen wird es von Dorothea Garlin. Sie können es unter der Bestellnummer 4832 als CD DAISY oder auf 9 Kassetten ausleihen.
Weitere Bücher von Arthur Schnitzler im Hörbuchbestand:
Bücher von Arthur Schnitzler in Punktschrift:

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Die 100 Lieblingsbücher der Deutschen

Welche Bücher sind die Lieblingsbücher der Deutschen? Die ZDF-Aktion "Unsere Besten - Das große Lesen" ist 2004 dieser Frage nachgegangen. Wir nennen Ihnen nacheinander die ersten 100 Plätze. Titel, die Sie in der DZB ausleihen können, stellen wir ausführlicher vor. Wir setzen heute fort mit Platz Nr. 12:

Diana Gabaldon: "Feuer und Stein"

Die US-amerikanische Autorin mexikanisch-englischer Herkunft Diana Gabaldon wurde 1952 in Williams, Arizona geboren. Die studierte Tiefseebiologin war zunächst als Honorarprofessorin und Computerspezialistin tätig und verfasste u.a. als freie Mitarbeiterin Storys zu Mickey-Maus-, Donald-Duck- und anderen Disney-Comicbüchern.
Gabaldons erster Roman "Feuer und Stein" ("Outlander", 1991) wurde international zu einem riesigen Erfolg, schon 1992 veröffentlichte sie einen weiteren Roman ihrer Saga, "Die geliehene Zeit", und beendete gleichzeitig ihre Universitätskarriere. Seitdem lebt sie als freie Schriftstellerin mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Scottsdale, Arizona.
Die Highland-Saga um Claire Randall und Jamie Fraser besteht mittlerweile aus sechs Bänden. 2003 erschien mit "Das Meer der Lügen" zudem der erste von mehreren Romanen um Lord John, eine Nebenfigur der Highland-Serie.
"Feuer und Stein" ist eine publikumswirksame Mischung aus Geschichts-, Fantasy- und Liebesroman rund um eine moderne, aufgeklärte Frau in einer archaischen und martialischen Männerwelt: Man schreibt das Jahr 1945. Claire Beauchamp Randall, die bis vor kurzem als Krankenschwester an der Front gearbeitet hat, verbringt die zweiten Flitterwochen mit ihrem Mann Frank in den schottischen Highlands. Als sie bei einem Spaziergang nichts ahnend einen magischen Steinkreis berührt, verliert sie das Bewusstsein - und erwacht mitten im Schlachtgetümmel schottischer Rebellen, im Jahr 1743.
Das Schottland dieser Epoche unterscheidet sich beträchtlich von dem friedlichen Ort, den Claire soeben mysteriöserweise verlassen hat: Die schottischen Clans kämpfen erbittert gegen die englische Besatzung. Und mitten unter ihnen Claire - eine Frau des zwanzigsten Jahrhunderts, eine beargwöhnte Fremde, die die Menschen durch ihr seltsames Auftreten, ihre ungewöhnliche Sprache und ihre eigenartigen Kenntnisse in Aufruhr versetzt.
Da begegnet sie James Fraser, dem mutigen Clanführer, der ihr mehr als einmal in lebensbedrohlichen Situationen zu Hilfe eilt. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, und bald schon spürt Claire, dass sie an seiner Seite Liebe und Leidenschaft, Rebellion und tödliche Gefahr erleben wird. Claire muss schließlich die Entscheidung ihres Lebens treffen: zwischen der Zukunft und der Vergangenheit, zwischen ihrem Mann Frank und dem rothaarigen Rebellen James Fraser.
"Die Geschichte ist so wildromantisch, humorvoll, aber auch geschichtstreu, dass man sie nicht mehr aus den Händen gibt." (Berner Zeitung)
Weitere Hörbuch-Titel von Diana Gabaldon in der DZB:
"HIGHLAND-SAGA"
Spr.: Lisa Bistrick (Münster).
[Quelle: www.dianagabaldon.de, http://unserebesten.zdf.de]

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Umgang mit unverlangt eingesandten Manuskripten

Karsten Sachse
Aufgabe der DZB ist es, Menschen mit visuellem Handicap Zugang zu Medien zu verschaffen, die Sehenden allgemein zur Verfügung stehen. Dies geschieht, indem Medien der Sehenden in spezielle Formate übertragen werden, die den sinnlichen Wahrnehmungsformen Blinder und Sehbehinderter angepasst sind.
Nur ein ausgewählter Bruchteil des umfangreichen Buchmarktangebotes von jährlich ca. 100.000 Neuerscheinungen kann Aufnahme in das DZB-Programm finden. Darunter befinden sich Werke berühmter Autoren der Weltliteratur, aktuelle Bestseller und literarische Neuentdeckungen aus den Bereichen Sachbuch, Belletristik und Kinderliteratur. Die dann für Blinde und Sehbehinderte zugänglichen Medien werden exklusiv an diesen Personenkreis abgegeben oder verliehen, ein Vertrieb im Sortiment des Buchhandels findet nicht statt.
Die DZB ist in erster Linie ein Nachdruckverlag und verfügt über keine Kapazitäten bzw. Mittel, um Autoren und ihre Manuskripte zur Druckreife zu bringen und deren gedruckte Werke in den Buchmarkt zu lancieren.
Im Rahmen ihrer Aufgabenstellung stehen der DZB nur einige wenige Programmplätze zur Verfügung, um Projekte zu editieren, an deren Realisierung der eingegrenzte Adressatenkreis der DZB ein spezielles Interesse hat, welches von kommerziellen Publikumsverlagen nicht abgedeckt wird.
Wenn Sie uns in diesem Kontext ein Manuskript speziell zur Verfügbarmachung für Blinde und Sehbehinderte anbieten möchten, bitten wir Sie angesichts der geschilderten Bedingungen um Verständnis für folgende Vorgehensweise:
Prüfen Sie bitte sorgfältig, ob Ihr Angebot thematisch und stilistisch zu uns passt. Bevor Sie uns etwas schicken, sollten Sie sich selbstkritisch fragen, ob Ihr Werk tatsächlich den an eine Veröffentlichung gestellten professionellen Anforderungen genügt. Die Erfahrung zeigt, dass viele Menschen Freude daran haben, selber Texte zu verfassen. Im Familien- und Bekanntenkreis stoßen solche Werke häufig auf Zustimmung. Das bedeutet aber keineswegs, dass dasselbe Werk beim neutralen Leser auf ähnliche Zustimmung stößt. Hier gilt professionelles Können als unabdingbare Voraussetzung, ebenso der sichere Umgang mit Orthographie und Grammatik.

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LOUIS

Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander (Tel. 0341 7113-145, Fax 0341 7113-125, E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de). Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

Internetradio "NOXON" - Radio hören über das Internet ohne PC

Ulrich Jander
Wer im Internet, z. B. über www.surfmusik.de, Radioprogramme aufgesucht und gehört hat, weiß, wie umfangreich und vielfältig das Angebot ist. Jedoch hat man dabei am Rechner zu tun, der für das Radiohören in Betrieb sein muss. Das mag der Eine oder Andere sicher nicht immer.
Als Alternative gibt es seit einiger Zeit separate Radiogeräte, die als solche, auch mit Fernbedienung, funktionieren und an der Stelle den Rechner ersetzen. Bislang war es immer schwierig, solche Geräte als blinder Nutzer bedienen zu können. Im Frühjahr 2007 kam für blinde Interessenten aus den Niederlanden, von www.solutionsradio.com, das Webradio "Orion" heraus, welches eine integrierte Sprachführung besitzt. Leider vermag dieses Gerät die umfassende Vielfalt des Radioangebotes aus dem Internet noch nicht zu verwalten. Lediglich 25 Radiostationen soll man auf der Radioliste, dem User Interface, stehen haben; das ist entschieden zu wenig.
Seit ca. einem halben Jahr habe ich ein handelsübliches Internetradio im Einsatz, welches eine solche Begrenzung, wie zuvor genannt, nicht aufweist. Jedoch um es gleich zu sagen: man kann vieles am Radio nicht selbst bedienen, natürlich läuft die Kommunikation über das Display. Aber eine vorher erstellte Favoritenliste der gewünschten Radiosender kann man als blinder Nutzer selbständig bedienen. Es ist auch möglich, die Favoritenliste zu editieren, Sender zu löschen, neue Sender in die Liste einzufügen. Somit ist man auch als blinder Nutzer in der Lage, das vielfältige Angebot der Radioprogramme im Internet herauszufinden, abzuspeichern und später aufzurufen.
Das Internetradio ist ein "NOXON 2 radio for iPod" von der Firma TerraTec. Es erschien auf dem Markt anlässlich der CEBIT Hannover 2007. TerraTec bietet es jetzt auf seiner Internetseite www.terratec.de für 299 Euro an. Dafür bekommt man ein Gerät, was aus dem eigentlichen Internetradio als Tuner und dem Verstärker mit 2 + 1 Lautsprecher besteht. Für den Radiobetrieb kann dieses NOXON-Gerät mit dem Internetrouter per Kabel oder über W-Lan verbunden werden. Auf der TerraTec-Seite ist zum NOXON 2 radio u.a. folgendes zu lesen:
"Internetradio und iPod-Speakerbase"
Sorgt die auf verschiedene Medien und Technologien verteilte Musik heute bei vielen Anwendern noch für Kabelchaos, Stapel gebrannter CDs und allgemeine Format-Verwirrung, ist TerraTecs bislang mächtigstes Mitglied der NOXON-Familie die einfache Lösung für alle Anwendungsmöglichkeiten.
Mit dem integrierten Universal Dock verwandelt sich der iPod in eine Stereoanlage und lässt sich dabei auch noch aufladen. Genauso einfach lässt sich einer von über 10.000 Internet-Radiosendern weltweit auswählen und abspielen - ohne dass der Rechner überhaupt eingeschaltet werden muss. Für Übersicht in dem gewaltigen Angebot sorgt eine ausgefeilte Sortierung, die sich Favoriten auf Knopfdruck merken kann und zudem im Detail anpassen lässt. Auch eine Vielzahl von Podcasts lässt sich auf Knopfdruck ohne großes Technikstudium abspielen und bringt genau die Informationen und Shows, die man immer gesucht hat.
Dank des ausgeprägten Netzwerksinns des NOXON 2 radio for iPod lässt sich die Musik von der Festplatte zudem endlich im ganzen Haus abspielen. Egal ob per Wireless LAN, LAN oder HomePlug, endlich kommt die digitale Musik ans Bett, ins Wohnzimmer, die Küche oder sogar ins Bad und der Rechner bleibt, wo er hingehört. Im Arbeitszimmer. Dabei zeigt sich der Musikwürfel extrem anschlussfreudig. Der USB-Host ermöglicht es, mobile Festplatten oder Speichersticks anzuschließen. Aktive Lautsprecher oder sogar eine ausgewachsene HiFi-Anlage lassen sich per Line-Out und Digital-Out ebenfalls integrieren, falls mal eine richtig große Party ins Haus steht. Ein Kopfhöreranschluss für stille Genießer rundet das Angebot ab.
Steuern lässt sich der NOXON 2 radio for iPod bequem per Fernbedienung oder über die Tasten am Gehäuse, wobei ein gut lesbares und großes Display immer alle relevanten Informationen anzeigt.
Technisch stehen Sicherheit und Kompatibilität im Vordergrund. Alle gängigen Musikformate (inklusive DRM10 für Songs von Musicload und anderen Anbietern), WLAN-Standards und Verschlüsselungen werden unterstützt. Und natürlich spielt das Betriebssystem keine Rolle - Software für PC, Mac und Linux liegt bei.
Lieferumfang:
Wenn das NOXON 2 radio for iPod in Betrieb genommen werden soll, ist dies nur mit sehender Hilfe erfolgreich möglich. Gerade wenn es über W-Lan Sender empfangen soll, muss die Abstimmung zwischen dem NOXON radio und dem W-Lan-Router erfolgen, die entsprechende Schlüsselnummer ist erforderlich. Da das NOXON-Gerät eine sehr umfangreiche und weltweite Senderauswahl mitbringt, diese aber über das Display bedient wird, ist auch hier sehende Hilfe nötig. Aus diesem Angebot kann man, wenn man will, seine Favoritenliste schon einmal zusammenstellen. Aber an der Stelle geht es auch anders, und das geht für den blinden Nutzer selbständig, lediglich die IP-Adresse muss er sich sagen lassen, die im Gerätestatus des NOXON am Display abgelesen werden kann. Man ruft im Rechner, der im selben Netzwerk wie das NOXON radio arbeitet, seinen Internetbrowser auf und gibt in der Adressleiste die IP-Adresse des NOXON 2 radio ein. Man befindet sich dann im User Interface seines NOXON-Gerätes, welches wie eine Internetseite aufgebaut ist. Unter anderem besteht hier die Möglichkeit, den Link "Favoriten" zu aktivieren, worauf dann eine Seite erscheint, auf der die bisherige Favoritenliste abgebildet ist. Außerdem kann der Nutzer hier Favoriten löschen oder neue Radiostationen als Favoriten in die Liste einfügen. Zu jeder Radiostation muss der Sendername und natürlich die URL des Life-Stream eingetragen werden; letzteres ist von der Internetseite des entsprechenden Senders bzw. Programms zu kopieren. Der Erfolg dieses Editierens zeigt sich sofort, wenn man das NOXON 2 radio einschaltet und die Favoritenliste anwählt.
Das Anwählen und Bedienen der Favoritenliste am Gerät ist einfach. Immer, wenn man das NOXON radio einschaltet, befindet es sich am Auswahlpunkt Favoriten. Dies bestätigt man mit Pfeil nach rechts am Cursorkreuz entweder direkt am Gerät oder auf der Fernbedienung, die sehr gut fühlbar ist. Jetzt steht man am Senderfavoriten eins, und man kann entweder mit Pfeil nach rechts diesen auswählen, worauf er nach wenigen Sekunden zu hören ist, oder man geht die Senderliste mit Pfeil nach unten (vorwärts) bzw. Pfeil nach oben (rückwärts) durch und bestätigt dann den Sender seiner Wahl.
Es gibt noch viele weitere Funktionsbereiche des NOXON 2 radios, die ich noch nicht getestet habe. Man findet sehr viele Informationen zu diesem Gerät, auch zu den Systemvoraussetzungen und zu technischen Daten, im Internet unter www.terratec.de, dort NOXON bzw. NOXON 2 radio auswählen oder danach suchen. Übrigens, der Windows-Rechner im Netzwerk soll über das Betriebssystem Windows 2000 oder XP verfügen. Mein Gerät wechselt manchmal automatisch die IP-Adresse, so dass ich gezwungen bin, sie mit sehender Hilfe erneut festzustellen, wenn ich im User Interface etwas verändern möchte. Das ist leider nicht so schön.
In diesem Beitrag kann ich leider nicht alles zum NOXON 2 radio darstellen. Diese Technik dürfte sicher vor allem für etwas im Internet Erfahrene interessant sein. Ich wünsche allen, die sich dem Feld Internetradio zuwenden möchten, viel Erfolg und Freude am nationalen und internationalen Radiohören.

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Info-Service

Zum Tod von Siegfried Loyda

Der Rundfunksprecher und Schauspieler Siegfried Loyda ist am 5. August im Alter von 86 Jahren verstorben. Rundfunkhörern in der DDR war Loyda als Moderator von Wunschsendungen, Ansager großer Abendprogramme und öffentlicher Konzerte bekannt. Der am 22. 8. 1921 in Senftenberg geborene Loyda nahm nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst am Leipziger Konservatorium Schauspielunterricht. Er brach die Ausbildung ab und debütierte 1946 beim Mitteldeutschen Rundfunk als Sprecher. Dem Medium Funk blieb er in den folgenden Jahrzehnten treu, erst in Leipzig, dann in Berlin. Zudem spielte er in einigen Fernseh- und Filmproduktionen mit. Loyda war u.a. auch in der beliebten DDR-Fernseh-Serie "Das unsichtbare Visier" in der Rolle des "Herzog" zu sehen.
Den Hörerinnen und Hörern der DZB ist Siegfried Loyda bestens bekannt als Sprecher von rund 50 Hörbüchern, die er von Mitte der 50er bis Mitte der 60er Jahre in der DZB aufgelesen hat.
Lange vor dem Aufkommen kommerzieller Hörbücher lieh er seine Stimme bekannten Werken wie "Das siebte Kreuz" von Anna Seghers, "Marktplatz der Sensationen" von Egon Erwin Kisch oder den Romanen Jack Londons, drückte Stefan Heyms "Kreuzfahrer von heute" und Bernhard Kellermanns "Der Tunnel" seinen akustischen Stempel auf.
Den Hörerinnen und Hörern unserer Hörbücherei werden Siegfried Loydas Name und seine Stimme verbunden bleiben mit Namen und Werken einiger der bekanntesten Autoren der Weltliteratur wie Jorge Amado, Alexandre Dumas, Alessandro Manzoni, Guy de Maupassant, Prosper Mérimée, Anton Tschechow, Frank Wedekind, Friedrich Wolf.

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"Hörzu-Fon" - TV-Programminformationsdienst via Telefon

In Kooperation mit der Axel Springer AG Hamburg und PhonePublisher Leipzig bietet die DZB blinden und sehbehinderten Interessenten die Möglichkeit des telefonischen Zuganges zu den in der Zeitschrift "Hörzu" enthaltenen Programminformationen der TV-Sender.
Dieser TV-Programminformationsdienst via Telefon trägt den Titel "Hörzu-Fon" und startet im August 2008.
Der kostenpflichtige Service kann in zwei Varianten genutzt werden:
"Hörzu-Fon" enthält tagesaktuelle Programminformationen zu ca. 150 TV-Sendern, von denen ca. 25 Standardsender beim Start voreingestellt sind. Nach Einwahl über eine Rufnummer erfolgt die Wahl von Tag, Sender und Uhrzeit über die Telefontasten.
Die anschließende Programmansage erfolgt mit synthetischer Stimme.
Als Besonderheiten dieses Dienstes sind neben der einfachen Navigation zahlreiche Filtermöglichkeiten zu Sendern und Sendungskategorien vorhanden. Es gibt die Möglichkeit, eine Merkliste für bestimmte Sendungen anzulegen. Außerdem sind aktuelle Sendungen direkt anwählbar. Über die Hilfe-Taste werden Bedienhinweise angesagt.
Zum Testen ist ein Probe-Abo verfügbar: Unter der Abonnement-Einwahl 0341 4999-222 kann jeder neue Anrufer den Dienst in vollem Funktionsumfang unverbindlich und ohne Registrierung einen Monat lang nutzen. Nach Ablauf der vier Wochen ist der Dienst ohne Abonnement nur noch bruchstückweise abrufbar.
Es folgt die Beschreibung der zwei Nutzungsvarianten:
Nutzung per Abonnement
  1. Anmeldung des Abos in der DZB über Tel. 0341 7113-120, Fax -125, E-Mail verlag@dzb.de oder per Post.
  2. Mitteilung Ihrer Anschlussnummer, damit sie später beim Zugang automatisch erkannt wird.
  3. Die Bereitstellungsgebühr für den Service "Hörzu-Fon" beträgt 48 € pro Kalenderjahr.
  4. Sie erhalten von der DZB eine schriftliche Bestätigung des Abonnements mit einer PIN. Diese PIN ermöglicht zusätzlich eine Einwahl von einem anderen Apparat.
  5. Einwahl über Telefonnummer 0341 4999-222, hierfür werden die normalen Telefongebühren Ihres Telefonanbieters für Orts- bzw. Ferngespräche fällig. (Nutzer von Pauschalangeboten, engl. Flatrates, sind hier im Vorteil.)
Das Abonnement gilt zunächst für den Rest des Jahres 2008 und anschließend bis zum 31.12.2009. Die Rechnungslegung erfolgt getrennt, für 2008 anteilig und für 2009 per Jahresrechnung. Das Abonnement verlängert sich automatisch um ein Jahr, wenn nicht drei Monate vor Ablauf des Kalenderjahres gekündigt wird.
Nutzung per Sonderrufnummer
  1. Einwahl über die kostenpflichtige Servicenummer 01805-131613
  2. Es sind keine weiteren Anmeldungen notwendig, Sie zahlen pro Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom eine Nutzungsgebühr in Höhe von 0,14 € pro Minute. Ein Anruf aus anderen Netzen kann mit Mehrkosten verbunden sein.
Auskünfte und Beratung unter:
0341 7113-145 technische Beratung (Herr Jander)
0341 7113-120 Abo-Anmeldung (Frau Thormann)

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"stern" und "DIE ZEIT" in Punktdruck und "stern-podcast"

Start einer Kooperation der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) mit dem Verlagshaus Gruner + Jahr, Hamburg
Der "Tag des weißen Stockes" am 15. Oktober 2008 ist in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) Starttermin für die neue Braillezeitschrift "stern/Zeit". Sie erscheint im Abonnement und hat ausgewählte Artikel aus den aktuellen Ausgaben der bekannten Wochenzeitschriften "stern" und "DIE ZEIT" zum Inhalt.
Die Auswahl der Artikel besorgt das Verlagshaus Gruner + Jahr, die Produktion und der Vertrieb der Brailleschriftausgabe erfolgen in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB).
"stern/Zeit" erscheint 14-tägig und wird in 2 Versionen angeboten: als Druckausgabe "stern/Zeit Braille" und im Datenformat "stern/Zeit Braille digital".
Der Preis für das Jahresabonnement beträgt pro Version 41,60 Euro.
Das Abonnement gilt zunächst für den Rest des Jahres 2008 und anschließend bis zum 31.12.2009. Die Rechnungslegung erfolgt getrennt, für 2008 anteilig und für 2009 per Jahresrechnung. Das Abonnement verlängert sich automatisch, wenn nicht drei Monate vor Ablauf des Kalenderjahres gekündigt wird.
Darüber hinaus bietet die DZB jede Woche zum Erscheinungsdatum des gedruckten "stern" einen ausgewählten Text der aktuellen Ausgabe als Podcast-Episode "stern-podcast" bzw. zum Audio-Download auf der von der DZB betriebenen Internet-Plattform kostenlos an.
Bereits im September können Kunden eine kostenlose Probeausgabe von "stern/Zeit Braille" und "stern/Zeit Braille digital" testen. Wenn Sie zu den Interessenten gehören, dann teilen Sie uns die Anschrift mit, an die die Probeausgabe adressiert werden soll. Unter den folgenden Telefonnummern wird Ihre Bestellung angenommen: 0341 7113-114, -115, -116, -117, -118, -119, -120.

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Silbermedaille für "Giftige Tiere"

Die jährlich stattfindende internationale Kalenderschau in Stuttgart ist die bedeutendste Ausstellung ihrer Art weltweit.
Insgesamt 1.066 Kalender wurden eingereicht, 800 schafften es in die finale Auswahl. Letztlich wurden dann 84 Kaufkalender in 22 Kategorien ausgezeichnet, 12 Kalender mit dem Prädikat Gold, 30 Silber, 42 Bronze.
Der Reliefwandkalender 2009 "Giftige Tiere" aus der DZB konnte in der Kategorie "Tiere" den Silberpreis erringen.

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Mailingliste "Fahrschein" geht an den Start

Vor einigen Wochen wurde die Mailingliste "Fahrschein" ins Leben gerufen. Sie wendet sich sowohl an blinde und sehbehinderte Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel und Beförderungsmöglichkeiten, als auch an Menschen, die in diesen Bereichen tätig sind.
Es geht um die Themen Bus und Bahn, Fahrpreisgestaltung, Regelungen für Schwerbehinderte und vieles mehr. Moderatorin ist Lydia Zoubek (Tel. 06102 599660).
Anmeldung über das Online-Formular unter www.merkst.de/listen. Alternativ eine E-Mail an majordomo@merkst.de senden mit dem Mailtext (nicht Betreffzeile): Subscribe fahrschein-merkst.de.

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Punktschrift- und Computerkurse

Der Blinden- und Sehbehindertenverein Mecklenburg-Vorpommern e. V. führt auch 2009 wieder sein Punktschrift/Kurssystem zum Erlernen der Braillevoll- und -kurzschrift sowie Computerkurse für Einsteiger und fortgeschrittene Anwender im Aurahotel "Ostseeperlen" Boltenhagen durch.
Die erste von fünf übers Jahr verteilten Kurswochen für das Erlernen der Brailleschrift beginnt am 18. 01. 2009. Die Kurse werden gefördert. Kurstermine und Pauschalpreise finden Sie im Jahresprogramm des Aurahotels "Ostseeperlen" Boltenhagen für 2009. Anmeldungen und Informationen unter Tel.: 038203 62993 (abends) bzw. unter E-Mail: lydia.barkhau@online.de.
Weitere Informationen zum Jahresprogramm 2009:
Tel.: 038825 3700
E-Mail: ostseeperlen@t-online.de
Internet: www.ostseeperlen.de

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Seminarausschreibungen BOB

"Powerpoint 2000/2003"
"Einführung in Microsoft Word"
"Journalistisches Texten - Eine Einführung"
Kontakt:
Bildung Ohne Barrieren
Bildungsinstitut für Blinde und Sehbehinderte e. V.
Birnenwaldstr. 17
D-77866 Rheinau
Tel.: 07844 918751
Fax: 07844 911502
E-Mail: info@bildung-ohne-barrieren.de

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Hörfilm-Sendetermine im Oktober

Das Hörfilm-Service-Telefon der DHG infor-miert unter 030 21997711 über die aktuellen Sendetermine.
Außerdem sind die Sendeter-mine im ARD-Videotext auf Tafel 397 zu finden, im ZDF-Text auf Tafel 775.

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Impressum

»DZB-Nachrichten« erscheint zweimonatlich.
Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«.
Jahresabonnement: Kassette oder Blindenkurzschrift oder CD DAISY 7,68 €, Schwarzschrift 12,30 €.
Kündigungsfrist: 3 Monate vor Ende des Kalenderjahres.
Online unter: www.dzb.de/zeitschriften/index.html
Alle Rechte vorbehalten. Keine Reproduktion, Vervielfältigung oder Verbreitung ohne Genehmigung des Herausgebers.
Herausgeber, Verlag/Studio:
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig
Telefon: 0341 7113-0
Fax: 0341 7113-125
Internet: www.dzb.de
E-Mail: verlag@dzb.de
Redaktion:
Karsten Sachse
Telefon: 0341 7113-135
Abonnements, Anzeigen:
Sylvia Thormann
Telefon: 0341 7113-120
Spenden:
Förderverein »Freunde der DZB e.V.«
Sparkasse Leipzig
BLZ 860 555 92
Konto-Nr.: 1 100 830 010
DZB 2008

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