DZB-Nachrichten

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 6 – 2011

November / Dezember

21. Jahrgang


Inhalt

Vorbemerkung

Postecke

Brailleschrift - Relikt oder Chance?

Braille21 - Begeisterung für Braille

Braille21: Daten und Fakten

Einblicke

Vorschau auf die Zeitschrift "Literaturtreff" 2012

Die Kramkiste

Mark Twain: "Leben auf dem Mississippi"

Charles de Coster: "Die Hochzeitsreise"

Weihnachtliche Empfehlungen

LOUIS

Das Programm "Guide" von Dolphin

Info-Service

Schließzeiten zum Jahreswechsel

DAISY-CD "DZB-Informationen 2011"

Anzeigenpreisregelung 2012

Louis Braille Festival der Begegnung 2012

Wolfgang Angermann neuer Präsident der Europäischen Blindenunion

Bundesweite Orientierungsveranstaltung

Impressum

Vorbemerkung

Der Weltkongress "Braille21" liegt hinter uns. Eine erste Zwischenbilanz liefert Michael Wallies.
Passend zum Thema Braille: Mit der Zeitschrift „Literaturtreff“ leistet die DZB schon seit vielen Jahren einen Beitrag zur Förderung des Lesens der Brailleschrift. Welche Titel im Jubiläumsjahrgang 2012 des „Literaturtreff“ erscheinen werden, erfahren Sie in der Rubrik „Einblicke“.
Wichtig ist außerdem die Übersicht der ab 2012 in den DZB-Zeitschriften gültigen Anzeigenpreise. Hier ist besonders die Regelung für Inserenten aus der Selbsthilfe zu beachten.
Last not least steht Weihnachten vor der Tür. Vielleicht kann sich ja die eine oder andere weihnachtliche Empfehlung Ihrer besonderen Aufmerksamkeit erfreuen und somit den Weg auf den Geschenktisch finden. Viel Spaß beim „Stöbern“ unter den speziell für diesen Anlass und für unterschiedliche Interessen ausgewählten DZB-Titeln!
Frohe Festtage und kommen Sie gut ins neue Jahr!Es grüßt herzlichIhr Karsten Sachse.

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Postecke

Die Veröffentlichungen müssen nicht mit der Redaktionsmeinung identisch sein. Aus redaktionellen Gründen behalten wir uns Kürzungen vor. Wenn Sie keine Veröffentlichung wünschen, vermerken Sie dies bitte.

Nachlese

»(…) Ehrlich gesagt, weiß ich nicht recht, was uns Herr Illig in den DZB-Nachrichten 5/2011 sagen möchte.
Welche Entwicklung ist für ‚uns' nicht günstig (…)
Wer ‚verlangt' von Blinden allein einkaufen zu gehen? Die Sehenden doch eher nicht. Ich selbst will es und habe es auch schon genug gemacht. Ich akzeptiere aber auch wenn ein blinder Mensch sagt, ich traue es mir nicht zu, oder mir ist es zu stressig, ist das völlig in Ordnung. Und wenn es Herr Illig für eine Zumutung hält, er muss ja nicht alleine einkaufen gehen, aber er soll doch bitte schön jedem überlassen, wie er es handhaben möchte. (…)Das klingt für mich sehr verbittert oder entmutigt, wie auch immer, aber ich lasse mich davon nicht anstecken, und hoffe, dass es nicht so viele Nachahmer findet. (…)«
[Herr André Rabe aus Hamburg per E-Mail]

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Brailleschrift - Relikt oder Chance?

Im September fand in Leipzig der Weltkongress "Braille21" statt. Veranstalter war die DZB.

Braille21 - Begeisterung für Braille

Michael Wallies
Unter dem Motto "Brailleschrift - Relikt oder Chance" haben wir in den vorangegangen Ausgaben der DZB-Nachrichten einen Ausblick auf den Weltkongress "Braille21 - Innovationen in Braille im 21. Jahrhundert" gegeben. Nach knapp zwei Jahren der Vorbereitung ist der Kongress nun vorbei. An dieser Stelle wollen wir Ihnen einen ersten Rückblick bieten. Demnächst wird auch eine englischsprachige Tagungsdokumentation mit allen Beiträgen erscheinen, über die wir Sie dann zu gegebener Zeit in den Medien der DZB informieren.
Vom 27. bis zum 30. September 2011 nahmen 410 Teilnehmer aus 49 Ländern am Weltkongress Braille21 teil, was uns als Ausrichter stolz macht, denn dies beweist, wie wichtig ein internationaler Dialog über die Blindenschrift ist und wie richtig es war diesen Kongress zu organisieren. Die internationale Fachkonferenz machte - mit über 70 Vorträgen und Workshops, dem Markt der Möglichkeiten und der Hilfsmittelausstellung - deutlich, in welcher Vielfalt die Brailleschrift in der ganzen Welt angewendet wird. Dazu wurde der Dialog der Blindeneinrichtungen aus der ganzen Welt intensiviert, insbesondere zu den Entwicklungsländern. Wir möchten an dieser Stelle auch allen Sponsoren, Ausstellern und Partnern danken, die es möglich gemacht haben, dass das Projekt Braille21 komplett über Drittmittel finanziert wurde.
Die besondere Qualität von Braille21 lag darin, dass der Kongress nachdrücklich zeigte, wie vielfältig und komplex die Diskussionen in der ganzen Welt sind. Einen ersten wichtigen Impuls setzte die Keynote von Dr. Judith Dixon, die das Kongressprogramm eröffnete. Die Amerikanerin arbeitet als Referentin für Kundenbeziehungen beim "National Library Service for the Blind and Physically Handicapped" in Washington. Dixon, die begeistert zahlreiche Vorträge besuchte, war insbesondere von den vielseitigen Methoden beeindruckt, die im Rahmen des Kongressprogramms vorgestellt wurden, um Braille zu vermitteln: "Braille ist für Menschen jeden Alters relevant. Es gab bei Braille21 sehr viele Präsentationen die gezeigt haben, wie viele Strategien es gibt, um die Punktschrift gerade auch älteren Menschen erfolgreich beizubringen."
Hervorzuheben ist, dass nicht nur Teilnehmer aus den Industrie- oder Schwellenländern die Möglichkeit hatten, nach Leipzig zu kommen. Durch die Unterstützung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes, der Christoffel-Blindenmission (CBM) und der Herbert Funke-Stiftung konnten auch Vertreter aus Entwicklungsländern zu der mehrtägigen Kongressveranstaltung reisen. So wurden Teilnehmern aus Ländern wie Äthiopien, Peru oder Kenia die Reisekosten erstattet.
Uwe Bruchmüller, Richter am Landgericht Magdeburg und Vorstandsmitglied des DVBS, der im internationalen Programmkomitee mitwirkte, sieht hier eine große Herausforderung für die Zukunft: "Ein Diskussionsteilnehmer aus Äthiopien rief uns diese Tatsache ins Bewusstsein, als er uns überversorgte Nutzer darauf hinwies, dass sich für Blinde in Afrika die Frage stelle, wie sie überhaupt Zugang zur Brailleschrift finden könnten. Eine Aussage, die mich nachdenklich gestimmt hat. Was können, was müssen wir tun, um blinden Menschen in den Entwicklungsländern Zugang zur Brailleschrift zu ermöglichen?"
Auch Peter Brass, Mitglied im DBSV-Präsidium, führte viele Gespräche, die zeigten, dass in den Entwicklungsländern viel bewegt werden muss: "Die Kosten der heutigen Braillezeilen sind immer noch viel zu hoch, was vor allem zu Zugangsproblemen bei dieser Technologie in Entwicklungsländern führt. Beide Kostenfaktoren, qualitativ hochwertige Brailletexte und -Zeilen, erschweren den ohnehin stark eingeschränkten Zugang zu Bildung mit allen bekannten Nachteilen in diesen Ländern."
Dr. Thomas Kahlisch, Direktor der DZB, stellt in diesem Kontext auch heraus, dass selbstverständlich auch die Nutzer in Deutschland von günstigen Braillezeilen und -druckern profitieren, was wiederum zeigt, wie vielschichtig diese Thematik ist und dass man die Probleme der Entwicklungsländer auf keinen Fall isoliert betrachten darf: "Vertreter internationaler Organisationen sind davon überzeugt, dass es bei einer stärkeren Verbreitung von Brailleschrift - speziell auch in Ländern der sogenannten Dritten Welt - möglich sein wird, eine 40-er Braillezeile für den Preis von 200 Euro zu erhalten. Die britischen Kollegen suchen Partner aus anderen Ländern, um die Entwicklung einer preisgünstigen Braillezeile zu forcieren."
Ferner zeigte Braille21, wie wichtig es ist, dass auch weiter engagiert an innovativen Standards gearbeitet wird. So ist Peter Brass vom Thema Open Braille begeistert: "Wenn es tatsächlich zu einem universellen Standard kommt, der es erlaubt, Brailledisplays mit allen möglichen Geräten zu verbinden, vom Bankautomaten zur Kaffeemaschine, dann bringt das eben nicht nur beachtliche Fortschritte für die PC-Nutzung."
Andrea Katemann, von der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. in Marburg, sieht in gut abgestimmten Formaten und Verfahren entscheidende Potenziale für die Zukunft der Blindenschriftübertragung: "Braille21 hat gezeigt, dass weltweit mit ähnlichen Problemen gekämpft wird. Jeder möchte möglichst schnell und automatisiert ein Dokument mit wenig Fehlern erhalten, das dann auch noch in verschiedene Formate umgesetzt werden kann."
Mit der Verleihung des WBU Braille21 Awards setzte die Weltblindenunion ein wichtiges Zeichen für universelle digitale Standards, durch die Zugänglichkeit und Bezahlbarkeit gefördert wird. Dabei wurde die Swedish Library of Braille and Talking Books für ihr PEF (Portable Embosser Format) prämiert. Das digitale Format PEF ist ein ausgezeichnetes Beispiel, denn es ermöglicht, dass Braille-Texte auf jedem Blindenschriftdrucker der Welt ausgedruckt werden können. Dieses Format ist sehr gut dazu geeignet Informationen auszutauschen, was wiederum den grenzübergreifenden Austausch unterstützt. Einen besonderen Farbtupfer bot die ebenfalls für den WBU Braille21 Award nominierte Firma Kampmann GmbH-international, die sich darauf spezialisiert hat die wichtigsten Produktinformationen in Kleidung einzusticken.
Besonders stolz ist der DZB-Direktor über die Nominierung und Ehrung des Notenservice Dacapo, welcher ebenfalls auf die shortlist des Awards gesetzt wurde.
Weitere zentrale Themen des Weltkongresses waren der weltweite Einsatz der Braille-Notenschrift und die Bedeutung der Blindenschrift für taubblinde Menschen. So war nicht nur Maryanne Diamond, die Präsidentin der Weltblindenunion, von der zweiten Keynote, in der Peter Hepp über die Rolle der Brailleschrift für taubblinde Menschen referierte, beeindruckt: "Der Vortrag von Peter Hepp, einem taubblinden Mann, war für mich sehr inspirierend und bewegend."
Dr. Thomas Kahlisch ist mit der Resonanz zu Braille21 mehr als zufrieden: "Die Teilnehmer des Kongresses waren begeistert von Leipzig, der tollen Organisation, dem vollgepackten Programm und den kulturellen Angeboten. Viele Menschen brachten dies auch sehr persönlich mir gegenüber zum Ausdruck. Es ist unbeschreiblich schön zu erleben, wie Menschen aus der ganzen Welt sich für ein Thema begeistern und eine gemeinsame Kraft entwickeln. Dies hilft im Nachgang sehr, sich dann wieder mit den eigenen lokalen Schwerpunkten auseinanderzusetzen. Der Funke des Braillenetzwerkes ist übergesprungen und es liegt jetzt bei uns, aus dem Funken eine Flamme der Begeisterung und des Selbstbewusstseins in der Anwendung und Weiterentwicklung von Braille zu schaffen."
Braille21: Daten und Fakten
Schirmherrschaft: Bundeskanzlerin Angela Merkel
Anzahl der Partner: 27
Anzahl der Sponsoren: 9
Anzahl der Aussteller: 32
Anzahl der Braille-Botschafter: 33
Anzahl der Teilnehmer: 410
Herkunftsländer der Teilnehmer: Argentinien, Äthiopien, Australien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Burkina Faso, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Ghana, Großbritannien, Hongkong, Indien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Kenia, Kroatien, Lettland, Libanon, Litauen, Malaysia, Marokko, Neuseeland, Niederlande, Nigeria, Norwegen, Österreich, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Südafrika, Südkorea, Tschechien, Ungarn, Uruguay, USA.

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Einblicke

Vorschau auf die Zeitschrift "Literaturtreff" 2012

Die wöchentlich in der DZB erscheinende Zeitschrift "Literaturtreff" stellt ausgewählte Romane und Erzählungen namhafter in- und ausländischer Autoren in Fortsetzungen vor. Im nächsten Jahr werden wir den 25. Jahrgang dieser Zeitschrift ausliefern! Passend zum Jubiläum erhält sie ein neues Gewand: ab 2012 wird "Literaturtreff" im handlichen A4-Format erscheinen. Beibehalten wird der Plattendruck als Garant für das hohe Niveau des Brailledrucks. Weitere Vorteile der Zeitschrift: Woche für Woche neues Lesevergnügen, Informationen über Autor und Werk bei jedem neuen Titel sowie der absolute Vorzugspreis in Höhe von 1,20 € pro Heft!
Hier nun die Vorschau auf die im nächsten Jahr vorgesehenen Titel:
Der Start erfolgt im Januar mit dem Roman "Winter in Maine" von Gerard Donovan (Luchterhand, 2009).
Der Autor entführt Sie in die Wälder von Maine, wo der Winter kalt und einsam ist, was aber den Einsiedler Julius Winsome nicht stört. Er lebt hier schon lange allein mit seinem treuen Gefährten, dem Pitbullterrier Hobbes. Als der Hund eines Nachmittags offenbar absichtlich erschossen wird, bricht Julius' Welt zusammen. Kurzerhand nimmt er, der bisher friedlich mit seinen geerbten Büchern und den antiquierten Worten Shakespeares lebte, sein ebenfalls geerbtes Scharfschützengewehr und macht Jagd auf die Mörder seines Hundes.
"Das Regenorchester" von Hansjörg Schertenleib (Aufbau-Taschenbuch-Verlag, 2010) erzählt die Geschichte einer besonderen Freundschaft:
Irland sollte für einen Schweizer Schriftsteller zu dem Ort werden, an dem er und seine Frau ihre Liebe leben. Doch nun sitzt er betrogen in seinem Haus, seine Frau hat ihn verlassen. Als der Mittvierziger die über 60-jährige Irin Niamh trifft, bekommen seine Tage wieder einen Sinn. Denn Niamh erzählt ihm, dem Fremden, ihr Leben. Mit betörend schönen Worten nimmt sie ihn mit auf die Reise zurück zu ihrer vielköpfigen Familie, zu ihrer deutschen Freundin, ihrer traurigen, verlorenen Liebe - und sie zeigt ihm eine andere Seite der Musik, die Musik des Regens, die man nur in Irland hören kann. Dass auch der traurigsten Geschichte Hoffnung und Möglichkeiten für einen Neuanfang inne wohnen, das kann man aus dieser kleinen und poetisch fein erdachten Geschichte lernen.
Viel weniger zurückhaltend, sondern sehr direkt ist der Stil von Roberto Bolaños "Lumpenroman" (Hanser, 2010).
"Alles eine große Schweinerei! - Roberto Bolaño hat einen kleinen, teuflischen Roman über den Himmel geschrieben", titelte die ZEIT in ihrer Besprechung. Schauplatz ist Rom. Seit ihre Eltern bei einem Autounfall starben, ist Bianca Waise. Gemeinsam mit ihrem Bruder, der in einem Fitnessstudio aushilft, lebt sie sinnleer zwischen TV-Shows und Pornofilmen. Da ziehen zwei ebenso farblose wie zwielichtige Gestalten in ihre Wohnung, ein Bologneser und ein Nordafrikaner, besetzen das Ehebett und nehmen die Rolle der Eltern und der Liebhaber ein. Und Biancas Bruder macht über das Fitnessstudio Bekanntschaft mit dem ehemaligen Bodybuilding-Meister und Sandalenfilmstar Maciste, der inzwischen erblindet in einer labyrinthischen Villa haust und dessen sagenumwobenen Tresor Bianca ausfindig machen soll. Aber Bianca verliebt sich in den traurigen Mann - und sorgt am Ende doch fast dafür, dass er in einer Katastrophe ums Leben kommt.
"Ein kleiner, teuflischer Roman über den Himmel" (Adam Soboczynski, DIE ZEIT, 26.08.10).
"Das Licht der Flüsse" ist das Debüt des späterhin weltbekannten Robert Luis Stevenson (Aufbau-Verlag, 2011).
Drei Wochen paddelte er mit einem Freund durch Belgien und Frankreich. Im Herbst 1876 lassen die zwei unerfahrenen Kanuten die "Cigarette" und die "Arethusa" zu Wasser und beginnen, was mehr als eine Kanufahrt durch Belgien und Frankreich werden soll. Stevenson berichtet in seiner bestechend modernen Erzählung von entrückten Orten, schildert herzliche und komische Begegnungen und beschreibt die besonderen Momente, die man nur beim Reisen erlebt. Unterwegs fand der Autor übrigens auch sein privates Glück. Geschickter kann man eine erfolgreiche Schriftstellerkarriere wohl kaum beginnen: Mit einem charmanten kleinen Reisebuch, einem Stück hochkomische, leichte und erhellende Literatur über die zeitlose Magie einer kleinen Reise, über das Aufbrechen, Ankommen und die großen Fragen des Lebens.
Wir wechseln Ort, Zeit und Genre: Um eine von Anfang an gefährdete Liebe geht es im Roman "Gestern noch" von Kathrin Groß-Striffler (Aufbau-Verlag, 2007).
Als Maria im Frühling auf den Hof zum Reiten kommt, ist es dem 15-jährigen Nikolas, als entstamme sie einer anderen Welt, so anmutig wirkt sie. Maria ist Gymnasiastin und wohnt im Millionenviertel einer fränkischen Kleinstadt. Aber es scheint sie weitaus mehr auf den ärmlichen Hof zu ziehen als nur die Pferde. Von dem schlichten, ganz unidyllischen Leben ist Maria fasziniert, und so bleibt es nicht aus, dass sie sich in einen der Brüder verliebt. Ein Rückgriff auf die sechziger Jahre, fränkisches Dorfambiente und eine vermeintlich konventionelle Figurenanordnung - das reiche Stadtmädchen Maria heiratet den ungebildeten melancholischen Jungbauern Johann - stimmen zunächst auf einen trivialen Heimatroman ein. Doch das Buch entwickelt eine berückende Intensität. Und ganz nebenbei gelingt es der Autorin, immer wieder neue, wunderbare Stimmungen und Bilder heraufzubeschwören.
In die Natur entführt auch Peter Schanz' "Mitten durchs Land" (Aufbau-Verlag, 2009).
Fast drei Monate und 1500 Kilometer ist Schanz gelaufen: Dort, wo Bayern, Sachsen und Tschechien aneinanderstoßen, nahm er die Spur auf und folgte der alten Grenze zwischen zwei Welten bis ans Meer. Heute trifft man hier viel Natur und nur sehr wenige Menschen: fröhliche Apothekerinnen, traurige Wirte und verwirrte Veteranen. Schon bald merkt er: Er hat viel zu lernen über die Deutschen. Und er muss sich selbst ertragen, geht durch Krisen mit Knie- und Kreuzschmerzen, erlebt aber auch Momente der Euphorie. Es hat ihn ergriffen, die Landschaft ebenso wie das Gehen an sich auf seinem Weg, der ihm längst zum Pilgerpfad geworden ist: Denn diese Wanderung führt ihn zu sich selbst und uns zum tieferen Verständnis des vereinten Landes und seiner Menschen.
Autorin Elly Griffiths liefert mit "Totenpfad" (Wunderlich, 2009) nicht nur eine spannende Geschichte.
Sie macht auch erstmals mit ihrer Heldin Ruth Galloway bekannt: Lehrauftrag an der University of Norfolk am Stadtrand von King's Lynn, Spezialistin für Überbleibsel aus der Eisenzeit, Katzenliebhaberin, Leseratte, Genussmensch, Single (und mit aktuell 79 Kilo nach eigener Auffassung entschieden zu voluminös). Sie liebt ihr kleines Haus am Rande des Sumpflands, die Schwärme von Wildgänsen am Himmel, die ganze grauweißgrüne Einsamkeit dieses wilden Fleckchen Lands an der Küste von Norfolk. - Nicht ganz so entspannt geht es dann allerdings weiter: Vor zehn Jahren verschwand die fünfjährige Lucy. Seitdem schreibt ein Unbekannter verstörende Briefe an die Norfolk Police. An einem nebligen Herbsttag werden in den Salzwiesen nahe der Küste Mädchenknochen gefunden. Lucys? Ruth Galloway sieht auf einen Blick: Sie steht vor einem Fund aus vorgeschichtlicher Zeit. Damals opferte man Menschen, wo Land und Wasser aufeinandertreffen. Zufall? Ein weiteres Mädchen verschwindet, und Ruth ahnt, dass sie dem Täter nahe ist. Wie nahe, ahnt sie nicht.
Von einer unerfüllten Liebe erzählt Otto de Kat in seinem Roman "Julia" (Insel-Verlag, 2010).
An einem Sommernachmittag 1981 findet der Chauffeur van Dijk seinen Chef Chistiaan Dudok tot in dessen Arbeitszimmer - der Inhaber einer Maschinenfabrik hat sich das Leben genommen. Ein Abschiedsbrief fehlt, doch auf seinem Schreibtisch liegt eine vergilbte deutsche Zeitung vom 2. April 1942. Auf der Titelseite wird über den verheerenden Luftangriff auf Lübeck berichtet, eine Liste verzeichnet die Todesopfer dieser Bombennacht: Der Name Julia Bender ist mit einer Markierung versehen. Die Titelfigur ist eine junge Ingenieurin aus Lübeck, die der holländische Erzähler 1938 in der Hansestadt kennen- und lieben lernt. Mit ihrem Mut und ihrer entschiedenen Ablehnung der Nationalsozialisten hat die junge Deutsche den Holländer Christiaan einst unwiderstehlich in ihren Bann gezogen, als er 1938 ein Praktikum in Lübeck absolviert. Doch noch im selben Jahr verlässt er fluchtartig Deutschland und die Frau, die er liebt, obwohl er ahnt, dass er einen nicht wieder gutzumachenden Fehler begeht. Als ein Bombenhagel über Lübeck niedergeht, ist alles vorbei. "Julia" erzählt die kurze eindrückliche Chronik einer Liebe, die scheitern muss an fehlender Zivilcourage und am Fanatismus, eine bittere aber lesenswerte Liebes- und Lebensgeschichte.
Eine Mischung aus Autobiografie, französischem Familien- und englischem Kriminalroman ist der Roman "Paris - Brest" von Tanguy Viel (Wagenbach, 2010).
Die Großmutter erbt viel Geld und eine Putzfrau. Der Vater veruntreut die Kasse des lokalen Fußballvereins. Die tyrannische Mutter bemüht sich um Kontrolle der Situation. Der Bruder hat wenig Talent und ein Geheimnis. Und der Erzähler seinerseits will alles ans Licht bringen. Nachdem seine Familie der Bretagne gezwungenermaßen den Rücken gekehrt hat, bleibt Louis, der Erzähler, bei seiner Großmutter in Brest und verbringt die Abende mit dem zwielichtigen Sohn ihrer Putzfrau bei Rotwein und Zigaretten. Ein böser Plan entsteht. Im Tonfall eines Geständnisses geschrieben ist die Sprache dieses Familienkriminalromans ironisch und elegant. Es geht um viel Geld, um bodenlosen Verrat. Genau und schlicht entwickelt der Autor die Geschehnisse, Figuren und das Bühnenbild seiner Geschichte. Mit wenigen, eindrücklichen Strichen baut er eine Spannung auf, die eines alten britischen Krimis würdig und zugleich voller Humor ist.
Ein Roman über eine Frau, deren Welt aus den Fugen gerät, soll den Jahresreigen 2012 beenden: "Die Frau, die sich verlor" von Willa Cather (Knaus, 2009).
Marian Forrester ist jung, attraktiv und voller Lebenslust, der strahlende Mittelpunkt des Forrester-Hauses in Sweet Water. Mit ihrem 25 Jahre älteren Mann verbringt sie dort die Sommermonate. Niel, der Nachbarjunge, hat schon früh sein Herz an Marian verloren. Für ihn ist sie das Sinnbild jenes Westens, in dem die Träume der Siedler Wirklichkeit geworden sind. Als Niel einige Jahre später als Erwachsener nach Sweet Water zurückkehrt, hat sich Marians Leben von Grund auf geändert. Ihr Mann ist alt und krank, das Vermögen fast aufgebraucht. Verzweifelt versucht Marian den Schein zu wahren. Aus Einsamkeit flüchtet sie in die Arme junger Männer. Niel verliert jeden Respekt vor ihr, der Zauber ist verflogen. Erst am Ende ihres Lebens begreift er das Geheimnis dieser Frau. "Cather schafft ein sinnliches Bild der Epochenwende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Eine gierige neue ‚Elite' wertloser Finanzkapitalisten stürzt die Pioniergeneration in die Krise. Neben der lyrischen Schönheit von Cathers Sprache schenkt uns der Roman also auch eine hochaktuelle Krisen-Lektüre" (NZZ am Sonntag).
Damit ist unsere kleine Vorschau beendet. Hier noch einmal eine Zusammenfassung der einzelnen Titel in der vorgesehenen Reihenfolge:
  1. Donovan, Gerard: Winter in Maine.
  2. Schertenleib, Hansjörg: Das Regenorchester.
  3. Bolaño, Roberto: Lumpenroman.
  4. Stevenson, Robert Louis: Das Licht der Flüsse.
  5. Groß-Striffler, Kathrin: Gestern noch.
  6. Schanz, Peter: Mitten durchs Land.
  7. Griffiths, Elly: Totenpfad.
  8. Kat, Otto de: Julia.
  9. Viel, Tanguy: Paris-Brest.
  10. Cather, Willa: Die Frau, die sich verlor.
Der Jubiläumsjahrgang hat also einiges zu bieten und es würde uns freuen, wenn Sie unserer literarischen Exkursion 2012 folgen würden. Das Jahresabonnement für 52 Hefte in Blindenkurzschrift kostet nur 62,40 EUR (1,20 EUR pro Heft). Helfen Sie uns weiterhin das Lesen der Brailleschrift zu fördern, abonnieren Sie "Literaturtreff" 2012!
Kontakt:
Sylvia Thormann
Tel.: 0341 7113-120
E-Mail: abo@dzb.de

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Die Kramkiste

Im Bestand der Bibliothek gekramt
Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden.

Mark Twain: "Leben auf dem Mississippi"

Anatoli Krüger
[Punktschriftbibliothek]
In diesem Jahr gab es in den USA einen überraschenden Spitzenreiter in der Liste der meistverkauften neuen Bücher. Es war der 1. Teil der Autobiografie des Schriftstellers Mark Twain. Er hatte in seinem Testament verfügt, dass seine Erinnerungen erst 100 Jahre nach seinem Tod erscheinen durften. So konnte er aus der Sicherheit des Grabes heraus sprechen, ohne irgendwelche Rücksichten nehmen zu müssen. Man kann es kaum glauben, aber so viele Werke wie Mark Twain in seinem Leben auch veröffentlicht hat, genauso viele Werke ließ er auch bis heute unter Verschluss liegen. Davon ist diese Autobiografie das erste, was an die Öffentlichkeit gelangt ist. Und im vorigen Jahr war im Deutschen eine hervorragende Neuübersetzung des "Huckleberry Finn" durch Andreas Nohl erschienen, die auch die Grundlage für eine gelungene Hörspielfassung des Romans im Radio abgab. Das alles lenkte auch mein Interesse wieder auf Mark Twain. Als ein Beispiel für sein Schaffen habe ich sein Buch "Leben auf dem Mississippi" herausgegriffen.
Es umfasst vieles, wie ein richtiges Sammelsurium. Auf den ersten Seiten gibt er einen Abriss der geologischen Geschichte und Zukunft dieses Stromes, seine Erkundung durch europäische Reisende, wie sich die Neuankömmlinge an seinen Ufern ansiedelten. Er erzählt auf dem Fluss kursierende Gruselgeschichten, einen spannenden Kriminalfall mit anschließender Schatzsuche, er gibt die Nacherzählung eines indianischen Märchens wieder, er schreibt über Begräbnisrituale in New Orleans und dortige Bausünden sowie Modetorheiten und manches andere mehr. Es sind humoristische Geschichten eingeflochten, wie die von dem einfältigen Hufschmied, der vom Schauspielfieber gepackt wird. Etwas ermüdend wirken die Zeitungsberichte über vorangegangene große Überschwemmungen des Mississippi, vor allem, wenn einem die geografischen Angaben und amerikanischen Längeneinheiten nicht allzu geläufig sind.
Besonders interessant waren für mich jene Passagen, wo er von seiner eigenen Zeit als Lotse auf dem Mississippi erzählt. Am Anfang stand die Lehrzeit, für Twain waren es siebzehn Monate, bevor er sein Patent als Lotse erhielt. Mit sarkastischem Humor schildert er, wie es ihm bei seiner anfänglichen Naivität langsam aufging, auf was er sich da eigentlich eingelassen hatte. Er sollte das Lotsenhandwerk auf der Strecke St. Louis - New Orleans erlernen, das sind etwa 2000 km. Und das hieß nichts anderes, als den Fluss auf diesem Abschnitt auswendig zu lernen - jede Sandbank, jeden ins Wasser gefallenen Baum, dessen Äste eine Gefahr für das Schiff sein könnten, jede Besonderheit des Ufers und die Verhältnisse bei unterschiedlichem Wasserstand. Auch ändert der Fluss häufig seinen Verlauf, so dass man alles, was man sich schon eingeprägt hatte, ständig aktualisieren musste. Deshalb fuhren auch meist auf jedem Schiff etliche Lotsen mit, die gerade keine Arbeit hatten, nur um sich den Fluss anzuschauen, um so auf dem Laufenden zu bleiben und jederzeit ein Schiff übernehmen zu können. Auch waren die Bedingungen, wenn man flussaufwärts fuhr, andere, als wenn man flussabwärts fuhr, also musste man nicht nur 2000 km Flusslauf auswendig lernen, sondern den doppelten Umfang. Und das alles auch noch so, dass man buchstäblich mit geschlossenen Augen, auch nachts, wissen musste, wo man sich gerade auf dem Fluss befand.
In diesen Jahren als Lotse auf dem Mississippi lernte Mark Twain alle nur möglichen menschlichen Charaktere und Typen kennen. Eine reiche Erfahrung, aus der er später, als Schriftsteller, schöpfen konnte. In der ersten Hälfte des Buches entsteht ein farbiges Bild von dem Leben im Mississippi-Tal in der Frühzeit der USA, noch vor dem Bürgerkrieg. Den Kontrast dazu bilden die Eindrücke, die Twain zwanzig Jahre später gewann, als er, ein schon erfolgreicher Schriftsteller, die gleichen Gegenden noch einmal bereiste.
"Leben auf dem Mississippi", BNA 4844, 10 Bände, rkh.
Weitere Titel von Mark Twain im Punktschriftbestand
Titel von Mark Twain als Hörbuch

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Charles de Coster: "Die Hochzeitsreise"

Jörg Klemm
[Hörbücherei]
Der Titel erschien 1964 im Verlag Volk und Welt zu Berlin und umfasst 280 Seiten.
Charles de Coster, belgischer Schriftsteller, geboren 1827 in München, gestorben 1879 in Ixelles, wählte für seine Hauptwerke Stoffe aus flandrischen Volkserzählungen. Überwiegend in Brüssel lebend, wo er auch sein Jurastudium abschloss, zeigte Coster wenig Interesse am bürgerlichen Erwerbsleben und schlug sich als Journalist, Finanzbeamter, Deutschlehrer und freier Schriftsteller durch. Die unglückliche Liebe zu Eliza Spruyt verstärkte seinen Außenseiterkomplex.
In seinem Roman aus den Unabhängigkeitskämpfen der Niederlande gegen Spanien "Uilenspiegel und Lamme Goedzak" erhob er die Gestalt des derben Spötters Eulenspiegel zum Freiheitskämpfer gegen jede tyrannische Herrschaft. Dieser wird zum unsterblichen Symbol des "ewigen" Flanderns. Das Werk gewann eine wichtige ideologische Funktion für das Selbstverständnis des seit 1830 unabhängigen Königreiches Belgien.
Zum Buch "Die Hochzeitsreise":
Die alternde Schankwirtin Roosje ist von maßloser Habgier und Geiz besessen, sie liebt nur einen Menschen, ihre einzige Tochter Grietje. Als das Mädchen einen jungen Arzt, der sie aus einer todesähnlichen Bewusstlosigkeit wieder ins Leben zurückbringt, liebgewinnt und heiratet, schlägt die Freude und Dankbarkeit der Mutter über die wiedergeschenkte Tochter in wilden Hass und maßlose Eifersucht um. Mit übermenschlicher Geduld ertragen die beiden jungen Leute die Quälereien der Alten, die erst zur Besinnung kommt und endgültig Frieden schließt, als sie die Tochter mit ihren boshaften Intrigen fast in den Tod getrieben hat. Obwohl es de Coster vor allem um Charakterdarstellungen ging, ist es ihm demnach gelungen, in den vier Hauptpersonen, der Wirtin Roosje, ihrer Tochter Grietje, des Arztes und der Dienstmagd Siska, die typischen Gestalten des 19. Jahrhunderts realistisch darzustellen und mit ihnen ein Bild der Gesellschaft zu geben, wie Fontane in Deutschland. In dieser zarten Liebesgeschichte schildert der Dichter Menschen seiner Gegenwart, die bis in unsere Zeit lebendig geblieben, ja eigentlich erst uns Heutigen lebendig geworden sind. Roosjes tragikomischer Kampf zwischen Mutterliebe und Geiz, ihre teils grotesken, teils ausgeklügelt grausamen Bemühungen, das Glück des jungen Paares zu zerstören, und die tragischen Verwirrungen, die sich daraus ergeben, sind mit einer Meisterschaft dargestellt, die höchstes dichterisches Können verrät. Die Anerkennung seien Zeitgenossen blieb Coster versagt, aber die Worte, die der Dichter Camille Lemonnier an seinem Grabe sprach, sind Wahrheit geworden: Aus dem Verkannten von gestern wurde der Lebende von morgen.
Ein mit flämischer Farbigkeit und oft recht drastischem Humor geschriebener Roman.
Sprecher: Hanskarl Hoerning, 382 Minuten, Bestellnummer: H001436
Weitere Titel von Charles de Coster im Hörbuchbestand
Titel von Charles de Coster in Punktschrift

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Weihnachtliche Empfehlungen

Das "edle Geschenk"
Hoffmann, Michael: "Trust in Taste [‚dem Geschmack vertrauen']: Kochbuch für Blinde und Sehende.
Justina-Verlag, 2011.
In enger Zusammenarbeit mit Betroffenen hat sich der Berliner Sternekoch Michael Hoffmann auf ein kulinarisches Abenteuer eingelassen. Die Rezepte sind für den sehenden Leser in Schwarzschrift abgedruckt und in Blindenkurzschrift auf die Food-Fotografien der jeweiligen Gerichte geprägt.
Für die Blindenschrift war es notwendig, sämtliche Buchseiten zu zellophanieren, damit das Papier durch den Prägevorgang nicht aufbricht und die Brailleschrift auch nach mehrmaligem Gebrauch des Buchs erhalten bleibt. Neben der sensitiven Darstellung der Gerichte unterstützt ein Hörbuch - eingesprochen von den Schauspielern Viktoria Brahms, Ralf Bauer und Hans-Jürgen Stockerl - mit eigens komponierten Koch-Musikstücken und den gelesenen Rezepten die Sinnlichkeit des erlebten Kochens.
2 Bde. im Schuber, 275 x 310 mm, 264 Seiten, über 164 Fotografien, CD mp3, kzp.98/ND, 125,00 €, BNV 7226
"KAMASUTRA Die 21 besten Stellungen".
Auswahl aus: Randi Foxx: Das Foto-Kamasutra. Bassermann, 2007. Aus dem Engl.
Das Kamasutra (Sanskrit: = "Verse des Verlangens") wurde vermutlich zwischen 200 und 300 n. Chr. geschrieben. Das Werk gilt als einer der einflussreichsten Texte der Weltkulturgeschichte zum Thema der erotischen Liebe und enthält detaillierte Darstellungen von Koituspositionen.
Der vorliegende Band enthält in Wort und Bild eine Auswahl von 21 Positionen. Die transparenten Reliefs sind mit künstlerischen Schwarz-Weiß-Grafiken unterlegt, durch die Sehbehinderte und natürlich auch sehende Interessierte angesprochen werden. Jeder Darstellung ist ein Text in Großdruck und Blindenvollschrift zugeordnet, der die betreffende Paar-Position beschreibt.
Die Ausstattung des Buches ist aufwändig: Die Seiten haben das Format von 310 x 300 mm, das Papier ist elfenbeinfarben und zeichnet sich aus durch einen feinen Strich, das Buch ist mit einem Lesebändchen ausgestattet. Ein roter, seidiger Vollleineneinband, Fadenheftung sowie Front- und Buchrücken--beschriftung runden den hochwertigen Eindruck ab. Wer möchte, kann diesen sogar noch steigern, indem er den optional gegen Aufpreis erhältlichen Schuber erwirbt, der ebenfalls vollständig mit dem Einbandleinen überzogen ist.
1 Bd., Format 310 mm x 300 mm, vzp.98rR/GD, 21 Rel./Ill., 98,00 €, BNV 6963 bzw. 1 Bd. im Schuber, 128,00 €, BNV 6963
Das "dekorative und praktische Geschenk"
Relief-Wandkalender 2012: "Chinesische Tierkreiszeichen".
DZB, 2011.
2012 ist das Jahr des Drachen! Der Drache war das Symbol des chinesischen Kaiserhauses, Ratten gelten als ehrgeizig, die Schlange zeigt sich verführerisch und der Tiger strotzt vor Kraft und Kühnheit - das und noch mehr erfahren Sie in unserem neuen Relief-Wandkalender. Die Abbildungen zeigen die Darstellungen der zwölf Tiere und der entsprechenden chinesischen Schriftzeichen.
Die Texte beschreiben die wesentlichen Eigenschaften, die mit den einzelnen Tierkreiszeichen verbunden sind. Für die genaue Zuordnung befindet sich im Anhang eine Zeittafel. Kalendarium und Texte sind in Blindenvoll- und Schwarzschrift verfasst. Jedes Motiv ist auf einem transparenten Relief dargestellt, das mit einem farbenfrohen Druck unterlegt ist.
Dieser Kalender entstand in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Leipzig.
1 Ringblock mit Aufhängung, Format 26,5 x 33,5 cm, 18,00 €, BNV 6951
passend dazu:
"Das chinesische Horoskop - eine Einführung in die chinesische Astrologie. Geschichte, Grundlagen und detaillierte Beschreibung der zwölf Tierkreiszeichen."
Parragon Books, o.J.
2 Br., kzp.98rR, 12,00 €, BNV 7108
2 Br., vzp.98rR, 12,00 €, BNV 7107
GESCHENKE "von der Großmutter"
Adam, Linda: "Was Großmutter noch über Hunde wusste. [Hausmittel, Tipps & Tricks]"
Kynos-Verlag, 2003.
Wunde Pfoten, Haare auf dem Sofa oder Flöhe im Wohnzimmerteppich? Linda Adam hat bewährte Hausrezepte gesammelet, wie man diesen und vielen anderen Problemen mit verblüffend einfachen, billigen und unschädlichen Mitteln wirkungsvoll begegnen kann.
1 Bd., kzp.98rR, 12,00 €, BNV 6662
1 Bd., vzp.98rR, 12,00 €, BNV 6663
Lichter, Horst: Großmutters geheime Rezepte[mit kleiner Kochschule!]
vgs Egmont, 2007.
Der kölsche Koch Horst Lichter kocht auf einem 150 Jahre alten Kohleofen. Er erklärt traditionelle Gerichte und ihre herkömmliche Zubereitung, verrät aber auch, wo man durchaus einmal pfuschen darf und sich Zeit und Mühe sparen kann, ohne Einbußen im Geschmack zu haben. Garniert ist das Ganze mit Geschichten aus seinem Leben.
1 Bd., kzp.98rR, 17,90 €, BNV 6267
Geschenke "für Kreative"
"Die 100 schönsten Socken für die ganze Familie."
Frechverlag, 2009.
Wenn Sie zu den Fans des Sockenstrickens gehören, wird dieses Buch Sie begeistern.
3 Bde., kzp.98rR, 42,00 €, BNV 6829
"Topflappen - witzige & dekorative Häkelideen"
Christophorus-Verlag, 2009.
Endlich alle Topflappen-Lieblinge in einem Band - von schnell gearbeiteten Einsteigermodellen bis hin zu anspruchsvollen Stücken für Häkelprofis.
2 Bde., kzp.98rR, 34,00 €, BNV 6701
Geschenke "für Genießer"
Feuersee, Hermann: "Der kleine kulinarische Adventsbegleiter."
Piper, 1997.
Hermann Feuersee weiht in diesem vergnüglichen Adventsbegleiter in 24 kulinarischen Kapiteln in die verschwiegenen Geheimnisse der Advents- und Weihnachtsküche ein, verrät originelle Varianten von Fasan und Ente, Karpfen und Zander, erzählt von einem vergessenen Rezept für wirklich gute Trinkschokolade und lässt den Leser auch bei dem Versuch, Anisplätzchen selbst zu machen, nicht allein.
2 Bde., vzp.98, 22,50 €, BNV 6005
2 Bde., kzp.98, 22,50 €, BNV 6006
Guter, August: "Festlich kochen und backen für Advent und Weihnachten."
Falken-Verlag, 1989.
Dieses Buch spiegelt den ganzen Reiz der Weihnachtsküche wider.
2 Bde., kzp.98rR, 22,50 €, BNV 6559
Zander, Hans Conrad: "Warum waren die Mönche so dick? Wahre Komödien aus der Geschichte der Religion."
Gütersloher Verlagshaus, 2005.
Etwa zwei Kilo Brot pro Tag, bis 30 Eier, rund drei Liter Wein und zweimal täglich Fleisch - so eine 6882-Kalorien-Diät hat es in sich. "Dicke Männer sind intelligenter als dünne" - diese Feststellung des Aristoteles diente Thomas von Aquin als Antwort auf Hänseleien seiner Mitbrüder ...
2 Bde., kzp.98rR, 24,00 €, BNV 6513
3 Bde., vzp.98rR, 36,00 €, BNV 6514
Geschenke "für Leseratten"
Gordian, Robert: "Die Germanin. Roman zur Varusschlacht."
Zabern, 2009.
2000 Jahre nach der Varusschlacht schildert Robert Gordian die Ereignisse aus Sicht der Germanenfürstin Thusnelda, Frau des Heerführers Arminius. Auch wenn der spannende Historienroman manchmal unrealistisch wirken mag: Faktisch stimmt jedes Detail. (Hörzu 10/2009)
2 Bde., kzp.98rR, 36,00 €, BNV 6598
Heidenreich, Elke: "Alte Liebe."
Hanser, 2009.
Alte Liebe rostet nicht. Aber die Zeit ist an Lore und Harry nach 40 Jahren Ehe nicht spurlos vorbeigegangen. Elke Heidenreich und Bernd Schroeder erzählen in umwerfenden Dialogen die Geschichte eines Ehepaars, in der sich eine ganze Generation wiedererkennen kann.
2 Bde., kzp.98rR, 36,00 €, BNV 6873
Schümann, Matthias: "Einsatzort Wanderweg. Mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers durch Mecklenburg-Vorpommern."
Rostock : Hinstorff, 2010.
Sie sind mit Abstand das beliebteste "Tatort"-Ermittler-Duo: Thiel und Börne alias Axel Prahl und Jan Josef Liefers. Ein Traumpaar - und dies' nun auch noch in einer wahren Traumlandschaft. Denn Prahl und Liefers sind in den Nordosten gezogen, um dort die Welt zu erkunden.
1 Bd., kzp.98rR, 12,00 €, BNV 6978
1 Bd., vzp.98rR, 12,00 €, BNV 6979
Geschenke "für junge Löwenbändiger"
Hagen, Hans: "Das Löwenamulett."
Dtv, 1996.
Ein mitreißender Abenteuerroman aus der Zeit der Sumerer um 4400 vor Christus, in dem ein junger Mann hart um seine Freiheit kämpfen muss: Yarmin hat einen Löwen erlegt. Das bringt ihm zunächst große Bewunderung ein, als aber eine Dürreperiode einsetzt, gibt die Dorfgemeinschaft Yarmin die Schuld am Zorn der Götter. Er wird von seinen Leuten als Sklave verkauft.
2 Bde. + 3 Rel., kzp.98, 23,60 €, BNV 4479
Janosch: "Die Löwenreise. Jeden Abend eine Geschichte."
Beltz & Gelberg, 1995.
Auf dem Dachboden steht die Kiste mit den Spielzeugleuten. Dort ist Lari Fari Mogelzahn, der größte Lügner aller Zeiten, zu Hause. Und er kann es wieder mal nicht lassen: Diesmal lügt und mogelt er sich aus der Spielzeugkiste buchstäblich in die Welt hinaus, zusammen mit seinem Freund und Widersacher, dem ehrlichen Löwen Hans. Die beiden erleben auf ihrer Reise unglaubliche Abenteuer, bis sie wieder die Spielzeugkiste erreichen.
1 Bd., kzp.98, 11,25 €, BNV 3154
2 Bde., vzp.98, 22,50 €, BNV 3153
Scheffler, Ursel: "Leselöwen-Weihnachtsgeschichten."
Loewes Verlag, 1991.
In neun heiteren und besinnlichen Geschichten vom Nikolaustag bis Weihnachten erschließt die Autorin den Zauber dieser Zeit der Vorfreude und der Geheimnisse. Sie erzählt vom Hasen Fränzi, der ein Weihnachtsbraten werden sollte; von einem aufregenden Krippenspiel; von Jans und Evas Erlebnissen auf dem Weihnachtsmarkt; von der Freude am Schenken und der Überraschung der Beschenkten.
1 Bd., vzp., 11,25 €, BNV 2419
Grußkarten zur Weihnachtszeit
1. mit transparenten Reliefs, mit Umschlag und Einlegeblatt, Kartenformat 21 x 10 cm; Preis pro Stück: 2,00 Euro
2. mit farbigen Reliefs, mit Umschlag und Einlegeblatt, Kartenformat 21 x 10 cm; Preis pro Stück: 2,50 Euro
3. mit farbigen Reliefs, mit Umschlag und Einlegeblatt, Kartenformat 21 x 10 cm und mit CD; Preis pro Stück: 5,50 Euro
Wir beraten Sie gern! Weitere Informationen:
Ilona Portleroy
Telefon: +49 341 7113-119
Telefax: +49 341 7113-125
www.dzb.de
verkauf@dzb.de

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LOUIS

Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander (Tel.: 0341 7113-145, Fax: 0341 7113-125, E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de). Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

Das Programm "Guide" von Dolphin

Ein Helfer für Computeranfänger
Mit dem Computer zu arbeiten, ist für blinde oder sehbehinderte Menschen ohne weiteres in aller Regel nicht möglich. Deshalb werden oft Hilfsprogramme im Computer installiert, die man als Bildschirmausleseprogramm oder Screenreader bezeichnet. Diese Programme versuchen den Bildschirminhalt in vergrößerter Form oder akustisch über die angeschlossenen Lautsprecher bzw. für blinde Nutzer als Blindenschrift auf dem Zusatzgerät Braillezeile darzustellen. Die Programme sind nicht billig und auf Grund ihrer Komplexität mit umfangreicher Einführung zu bedienen. Gerade letzteres ist oft eine Hürde für den Kreis der Computerneulinge. Die Screenreaderprogramme weisen zur Bedienung viele Tastenkombinationen auf, die man als Anfänger lernen und dann beherrschen soll.
Hier wird ein Programm interessant, welches sich vor allem durch seine einfache Bedienung auszeichnet. Es kommt mit relativ wenigen Tasten aus; die Pfeiltasten nach oben und unten, die Eingabe- oder Enter-Taste und die Escape-Taste (ganz oben links in der Ecke) zum Verlassen. Das Programm heißt Guide, stammt von der Firma Dolphin und kostet 595 Euro. Eine 30-tägige Demoversion mit vollständigem Funktionsumfang gibt es natürlich auch. Herunterladen können Sie das Programm, ca. 408 Megabyte groß, von der Internetseite www.dolphinguide.de. Anfragen richten Sie an B&M Ingenieurbüro GmbH, Strandallee 101, D-23683 Scharbeutz, Tel.: 0180-5006822 (14 Ct/Min aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen), Fax: 04503 702399, E-Mail: bm@bm-ing.de. Oder Sie können Guide als CD-ROM anfordern bei:
Herrn Helmut Ernst
Reha-Beratung für Sehgeschädigte
Heinrich-Schütz-Allee 287
D-34134 Kassel
Tel.: 0561 4009560
E-Mail: info@he24.de
Internet: www.he24.de
Herr Ernst schreibt auf seiner Internetseite u.a. zur Bedienung von Guide:
"Dolphin Guide macht den einfachen Umgang mit einem Computer für jedermann möglich!
Dolphin Guide ist für alle, die mit der Bedienung vieler Programme Probleme haben, ein willkommenes ideales Hilfsmittel. Viele Personen, die keine Braille-Zeile nutzen können, die allein mit der Sprachausgabe bei den vielen Fenstern auf dem Bildschirm Ihre Probleme haben, können mit Dolphin Guide ohne Schwierigkeiten E-Mail-Funktionen nutzen, Texte schreiben und drucken, im Internet surfen und vieles mehr.
Das Programm ist so aufgebaut, dass Ihnen Dolphin Guide über eine qualitativ hervorragende deutsche Stimme mitteilt, welche Zifferntaste Sie für die einzelnen Bedienschritte drücken können. Machen wir es an einem konkreten Beispiel deutlich:
Im Hauptmenü teilt Ihnen das Programm mit, dass Sie durch Drücken der Ziffer 1 die E-Mail-Funktionen anwählen können.
Wenn Sie die 1 gedrückt haben, teilt Ihnen Dolphin Guide folgendes mit:
Genau in dieser Art ist die gesamte Bedienung aller Programme aufgebaut. Allein durch Drücken der Ziffern 1-9 können Sie das Programm bedienen.
Sie müssen auch nicht auswendig wissen, welche der Zifferntasten Sie wann drücken müssen. Dolphin Guide sagt Ihnen immer, welche Tasten für welche Funktionen gedrückt werden können. In Dolphin Guide sind die nachstehenden Programme enthalten: E-Mail-Funktionen, Textverarbeitung, Internet-Funktionen, Scann-Funktionen, Adressbuch, Abspielen von Hörbüchern oder Musikdateien, Kalender, Versenden von Sprachmemos, Taschenrechner, Hören von Podcasts, Internet-Radio, kostenfreies Telefonieren über das Internet, tägliches Hören einer von Ihnen frei wählbaren Zeitung."
Zitatende.
Statt der Zifferntasten kann man auch zur Auswahl der Anwendung, z. B. E-Mail, Internet oder Briefe schreiben, die Pfeiltasten nach oben oder unten benutzen; die Funktion wird angesagt, man bestätigt dann mit Enter.
Da Guide ein übliches Windows-Programm ist, kann man es relativ einfach über die einzelnen Installationsschritte im Computer installieren. Als Standard ist es so eingestellt, dass Guide automatisch aufgerufen wird, wenn der Computer gestartet worden ist. Guide lässt sich natürlich auch gesondert starten und beenden. Das Programm bietet sowohl Sprachunterstützung als auch Vergrößerung am Bildschirm. Über die Funktionstasten lässt sich hier einiges, wenn man will, einstellen.
Im Hilfetext zu Guide, den man über die Funktionstaste F1 aufrufen kann, wird weiter zur Programmbedienung ausgeführt:
Zitatbeginn:
"Mit der Taste 9 gelangen Sie in das ‚Hauptmenü - weitere Optionen'. Es beinhaltet Taschenrechner, Wörterbuch, Vergrößerer von Bild und Handschrift, Fotokopierer, Dateimanager, Internet News Reader, Tastaturübung, Systemeinstellung und Guide Extras. Der Menüpunkt 8 ‚Systemeinstellung' ist wichtig, da Sie dort die Darstellung von Guide, die Spracheinstellungen sowie die E-Mail- und Interneteinstellungen vornehmen können.
Das Guide Hauptmenü kann im Menüpunkt ‚Eigenes Menü' völlig auf Ihre Bedürfnisse angepasst werden. Außerdem können Sie für jeden Menüpunkt Schnelltasten vergeben, indem Sie mit den Pfeiltasten den gewünschten Menüpunkt auswählen und mit der Steuerungs-Taste und einem Buchstaben eine Schnelltaste festlegen. Wählen Sie zum Beispiel den Menüpunkt ‚E-Mail', drücken Sie dann die Steuerungs-Taste und die Taste E. Ab dann können Sie mit der Taste E den Menüpunkt ‚E-Mail' öffnen.
Um diese Schnelltaste wieder aufzuheben, drücken Sie die Steuerungs-Taste und die Entfernen-Taste am jeweiligen Menüpunkt.
Um die Sprache kurzfristig zu stoppen, drücken Sie entweder die Steuerungs-Tasten oder die Taste F9. Sobald Sie eine andere Taste drücken, spricht Guide weiter. Damit Ihnen Guide den gesamten Bildschirminhalt vorliest, drücken Sie die Taste F8."
Zitatende.
Zu empfehlen ist, damit Guide gut funktioniert, ein aktueller Computer mit der Betriebssystemversion Windows XP, Windows Vista oder Windows 7. Die Mindestanforderungen an den Rechner sind gemäß Aussagen von www.dolphinguide.de:
Zitatbeginn:
Zitatende.
Es ist möglich, dass nicht jedes Anwendungsprogramm mit Guide zusammen funktioniert. Entsprechende Wunschanwendungen müssen mit dem Verkäufer von Guide besprochen werden. Einzelne Funktionen, z. B. ein Computerlaufwerk formatieren, sind mit Guide nicht möglich. Dateien kopieren, einfügen oder löschen ist über den Dateimanager von Guide ausführbar. Außerdem kann man noch ein Zubehör erwerben: Für ca. 50 Euro erhält man eine Fernbedienung mit gut fühlbaren Tasten, um Guide ganz bequem vom Wohnzimmersessel bedienen zu können.
Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen zum Programm Guide haben, so stehe ich Ihnen gern in der DZB zur Verfügung oder Sie wenden sich an die oben genannten Händler.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Computereinstieg mit Guide.

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Info-Service

Schließzeiten zum Jahreswechsel

Jana Waldt
Die Weihnachtszeit rückt näher, und wir möchten Sie daran erinnern, dass die DZB vom 27. Dezember 2011 bis einschließlich 1. Januar 2012 geschlossen bleibt.
Somit können am 22.12. letztmalig Bestellungen von Ihnen realisiert werden.
Wenn Sie also zwischen den Feiertagen nicht auf Hör- oder Punktschriftbücher verzichten und eine größere Lieferung erhalten möchten, teilen Sie uns dies bitte bis spätestens 13. Dezember mit.
Liebe Hörer, sollten Sie konkrete Weihnachtsliteratur-Wünsche haben, können Sie uns diese ab sofort mitteilen, denn die Hörbuchtitel sind nicht in unbegrenzter Zahl verfügbar. Erinnern möchten wir an dieser Stelle außerdem, dass alle Hörer, die ständig mehr als 3 Hörbücher im Umlauf haben, wie jedes Jahr automatisch zusätzliche Titel erhalten werden. Informieren Sie uns bitte rechtzeitig, falls Sie dies nicht wünschen.

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DAISY-CD "DZB-Informationen 2011"

Michael Wallies
Wir freuen uns auch in diesem Jahr eine abwechslungsreiche Info-CD anbieten zu können, die an alle Kunden versendet wird. Die von Susanne Siems moderierten DZB-Informationen beginnen mit einem langen Gespräch von Sylke-Kristin Deimig (Förderverein "Freunde der DZB e. V.") mit Dr. Thomas Kahlisch (Direktor der DZB Leipzig), das ausführliche Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in unserem Haus gibt. Weiterhin erfahren Sie von der Leiterin der Abteilung Bibliothek-Beratung-Verkauf (BBV) Christiane Felsmann, warum es zu Veränderungen im Zeitschriftangebot gekommen ist. Dazu stellen wir Ihnen unseren Programmdienst "Radio-TV" und das neue DAISY-Buch "Grundkurs zum Erbrecht" von Otto Kawalle genauer vor. Ferner hören Sie ein Mitarbeitergespräch mit Angelika Müller, die über viele Jahre die Punktschriftbibliothek leitete. Außerdem bietet unsere Info-CD zwei anschauliche Reportagen zum Weltkongress Braille21. So berichtet die Kongressmanagerin Jenni Schwan, wie sie im Vorfeld des Kongresses in den unterschiedlichen Abteilungen der DZB Leipzig unterstützt wurde. Außerdem haben wir für Sie zahlreiche Stimmen vom Braille-Tag in Deutschland eingefangen. Die DAISY-CD wird mit einem Überblick zu den Spendenmöglichkeiten und dem DZB-Ticker komplettiert. Dazu bieten wir auch in diesem Jahr einige interessante Bonusangebote. So können sie die Lesung von Else Buscheuer nochmals erleben. Die beliebte Schriftstellerin, Fernsehmoderatorin und Journalistin hatte in der DZB im Rahmen der Veranstaltungsreihe Treffpunkt Bibliothek aus ihrem Erfolgsroman "Masserberg" gelesen. Weiterhin finden Sie im Bonusbereich einen unterhaltsamen Vortrag zu chinesischen Tierkreiszeichen vom Konfuzius-Institut sowie ausgewählte Episoden aus dem DZB-Podcast.

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Anzeigenpreisregelung 2012

Nachfolgend veröffentlichen wir die ab 01.01.2012 gültige Anzeigenpreisliste für folgende Zeitschriften der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig:
Anzeigen werden automatisch in allen Editionsformen der jeweiligen Zeitschrift (außer im Internet) veröffentlicht.
Veröffentlichungen in mehreren Zeitschriften werden mehrfach berechnet.
Für Inhalt und Aussage der Anzeige sind die Inserenten verantwortlich.
Die Anzeigentexte sind schriftlich (Mail, Fax, Brief) an die DZB zu richten.
Anzeigen können auf Wunsch unter einer Kennziffer geschaltet werden.
Preise
Die Preise verstehen sich netto zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer.
Anzeigenverwaltung
Sylvia Thormann
Telefon: 0341 7113-120
Telefax: 0341 7113-125
E-Mail: abo@dzb.de

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Louis Braille Festival der Begegnung 2012

DBSV-direkt
Vom 1. bis 3. Juni öffnen sich die Tore des Berliner Tempodroms. Auf Einladung des DBSV und seines Berliner Landesvereins ABSV kommen blinde, sehbehinderte und sehende Menschen aus ganz Deutschland zusammen, um miteinander ein fröhliches Wochenende zu verbringen.
Das Festivalprogramm hat für alle etwas zu bieten: für Musikfans von Klassik bis Rock, für Anhänger des spitzen Wortes, für Hörfilm- und Punktschriftfreunde, für Spieler und Sportler, ja sogar für Hobbyköche. Der Kabarettist Horst Evers wird die vielen Geschichten, die sich tagtäglich in Berlin abspielen, die Absurditäten, die sich oftmals daraus ergeben, und die extreme Mischung der Menschen aufs Korn nehmen. Auf der Künstlerliste, die von Tag zu Tag länger wird, stehen Namen wie Corinna May, Joana Zimmer, Plückhahn & Vogel, Blind Foundation und Overback. Wer es lieber aktiv mag, kann sich auf jede Menge Mitmachangebote freuen, von einer großen Malaktion über Tanz- und Schmink-Workshops bis zu Showdown und Blindenfußball. Und ein Geburtstagskind gibt es auch zu feiern: Der DBSV wird 100 Jahre alt.
Anmeldung und Hotelbuchung sind sieben Tage die Woche telefonisch unter 030 / 25 00 23 84 möglich sowie rund um die Uhr im Internet unter www.dbsv-festival.de.
Aktuelle Infos zum Festival: Informieren Sie sich im Internet unter www.dbsv-festival.de oder in der "Gegenwart", dem Mitgliedermagazin des DBSV.

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Wolfgang Angermann neuer Präsident der Europäischen Blindenunion

DBSV-direkt
Die 9. Generalversammlung der Europäischen Blindenunion (EBU), die vom 4. bis 7. Oktober 2011 in Fredericia, Dänemark, tagte, hat Wolfgang Angermann zu ihrem neuen Präsidenten gewählt.
Das EBU-Präsidium ist das höchste Entscheidungsorgan der EBU zwischen den alle vier Jahre stattfindenden Generalversammlungen. Die EBU ist die Dachorganisation der Blinden- und Sehbehindertenverbände in 45 Ländern Europas und vertritt die Belange von 30 Millionen blinden und sehbehinderten Menschen.

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Bundesweite Orientierungsveranstaltung

PRESSEINFORMATION
Jährlich bietet das Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) blinden und sehbehinderten Oberstufenschülern/-innen und Schulabsolventen/innen eine bundesweite Orientierungsveranstaltung an.
Über drei Tage können Fragen zu Universitäten und Hochschulen, Studienfächern und -abschlüssen, fachlichen Anforderungen, einzelnen Studienorten, studentischem Wohnen, Orientierung und Mobilität und vor allem zu spezifischen pädagogischen und technischen Unterstützungen im Studium diskutiert werden.
Dazu stehen Experten der jeweiligen Themenkomplexe, studentische Vertreter und ältere sehgeschädigte Studierende zur Verfügung.
Die diesjährige Orientierungs-Phase findet vom 14. - 16. Mai 2012 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) statt.
Für interessierte Eltern, die ihre Tochter/ ihren Sohn begleiten möchten, wird ein gesondertes Programm angeboten.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei; Anfahrt und Unterkunft müssen von den Teilnehmenden selbst getragen werden.
Detaillierte Informationen, einschließlich Programm und Anmeldung, können entweder online oder telefonisch abgerufen werden. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor und melden Sie sich bis spätestens 17. April an!
Anmeldung und nähere Informationen:
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS)
Susanne Schneider
Engesserstr. 4 (Campus Süd)
76128 Karlsruhe
Tel.: 0721 608-41937
E-Mail: susanne.schneider@kit.edu
http://www.szs.kit.edu

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Impressum

»DZB-Nachrichten« erscheint zweimonatlich im Jahresabonnement wahlweise als CD-DAISY, in Blindenkurzschrift und in Schwarzschrift.
Kündigungsfrist: 3 Monate vor Ende des Kalenderjahres.
Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«.
Online unter: www.dzb.de/zeitschriften/index.html
Herausgeber, Herstellung, Vertrieb
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)
Staatsbetrieb des Freistaates Sachsen
Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig
Tel.: 0341 7113-0
Fax: 0341 7113-125
E-Mail: info@dzb.de
www.dzb.de
Redaktion
Karsten Sachse
Tel.: 0341 7113-135
E-Mail: verlag@dzb.de
Abonnements, Anzeigen
Sylvia Thormann
Tel.: 0341 7113-120
E-Mail: abo@dzb.de
Spenden
Förderverein »Freunde der DZB e.V.«
Sparkasse Leipzig
BLZ 860 555 92
Konto 1 100 830 010
DZB 2011

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