DZB-Nachrichten

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 1 – 2012

Januar / Februar

22. Jahrgang


Inhalt

Vorbemerkung

Einblicke

Neue Arbeitsfelder in der DZB für einen modernen Service

Wo treffen wir uns 2012?

Die Kramkiste

Heinrich von Kleist: "Die Marquise von O. Das Erdbeben in Chili"

Franz Werfel: "Cella oder Die Überwinder"

Literatur von Christa Wolf

LOUIS

Kochbuch

Info-Service

Neuer Service in der Hörbücherei

Versand- und Portokosten

"Ein Herz für Tiere"

DIN 32984 "Bodenindikatoren im öffentlichen Raum"

10 Jahre Deutscher Hörfilmpreis

Schottland - ideales Reiseland für Menschen mit Handicap?

Impressum

Vorbemerkung

Zum neuen Jahr alles Gute und herzlich willkommen in der ersten Ausgabe der "DZB-Nachrichten" 2012!
Wie es sich Ende des vergangenen Jahres bereits andeutete, finden in der DZB Umstrukturierungen und Anpassungen statt. Einen Überblick über damit verbundene personelle Veränderungen einschließlich der Vorschau auf wichtige Veranstaltungen in diesem Jahr erhalten Sie in der Rubrik "Einblicke".
Auch die Rubrik LOUIS ist 2012 wieder mit an Bord. Die in dieser Ausgabe vorgestellte aktuelle Rezeptverwaltung wendet sich besonders an die Hobbyköche unter den PC-Begeisterten.
Natürlich kommen auch die literarischen Themen nicht zu kurz. Neben neuen Entdeckungen aus der bekannten "Kramkiste" haben wir sämtliche bei uns abrufbare Titel der Ende letzten Jahres leider verstorbenen Autorin Christa Wolf in einer Übersicht zusammengefasst. Vielleicht ergibt sich daraus der Anreiz für die eine oder andere Entdeckung bzw. Wiederauffrischung.
Ich freue mich, Sie auch im 22. Jahrgang der "DZBN" begrüßen zu können und wünsche eine interessante Lektüre!
Es grüßt herzlich
Ihr Karsten Sachse.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Einblicke

Neue Arbeitsfelder in der DZB für einen modernen Service

Heidrun Güntzel
Dieser kurze Artikel möchte Sie sowohl über personelle Veränderungen im neuen Jahr, als auch über neue Arbeitsbereiche informieren, die den Service für Sie moderner gestalten sollen.
Zu personellen Veränderungen:
Mit Frau Angelika Müller hat sich eine langjährige Mitarbeiterin der DZB in den Vorruhestand verabschiedet. Sie begann ihre Tätigkeit im Oktober 1990 als Bibliothekarin in der Wissenschaftlichen Bibliothek des Blindenwesens. Die meisten unserer Nutzer werden sie allerdings als Ansprechpartnerin in der Ausleihe für Punktschriftliteratur kennen.
Zum Ende des Jahres 2011 hat Michael Wallies die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig verlassen. Er arbeitete seit Mai 2010 in der Öffentlichkeitsarbeit. Sein Name ist insbesondere mit unzähligen Texten verknüpft, die er für die DZB-Nachrichten, unseren monatlichen Newsletter und für Pressemitteilungen verfasste, als auch mit Fachartikeln für Medien des Blindenwesens außerhalb der DZB. Außerdem war Herr Wallies mit der Organisation und Durchführung verschiedenster Veranstaltungen und Projekte betraut, wie z.B. dem parlamentarischen Abend unter dem Titel: "Die Zukunft: Barrierefrei!" oder mit dem vielbeachteten Projekt "Gesprochene Wikipedia". Er wird ein neues Tätigkeitsfeld finden, das seinen Fähigkeiten, neue Kontakte zu erschließen und auszubauen und eloquent über aktuelle Geschehnisse wie auch neue Produkte zu berichten, entgegenkommen wird.
Der Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, bisher von Katja Lucke geleitet, die sich in die Babypause verabschiedet, wird von Heidrun Güntzel übernommen. Sie wird sich in Zukunft um Veranstaltungen, Messebeteiligungen, kurz die Außenbeziehungen der DZB, bemühen.
Gabi Schulze arbeitete seit 1990 als Redakteurin einiger Punktschrift- und Hörzeitschriften, u. a. redigierte sie den "Ratgeber aktuell", das "Gesundheitsmagazin" und die "Deutschlandrevue". Ab Januar 2012 wird sie als Online-Redakteurin tätig sein und die Website der DZB neu konzipieren und strukturieren, so dass die Nutzer schnell und einfach zu wichtigen Informationen gelangen. Sie erstellt Text- und Bildmaterial, das über unsere Produkte und Serviceleistungen informiert und ist mit der ständigen Pflege und Aktualisierung der Website beschäftigt. Zu ihren Aufgaben gehört es zukünftig auch, die DZB in soziale Netzwerke einzubringen, die eine schnellere Kommunikation zwischen uns und unseren Nutzern ermöglichen sollen.
Die Hör- und Punktzeitschriften betreut ab 2012 Elke König. Bisher war sie ausschließlich für Hörzeitschriften zuständig. Nun wird sie mittels Computersoftware Schwarzdruckartikel mit Attributen versehen, neu formatieren und dafür sorgen, dass sie rasch auch als Punktschriftzeitschriften erscheinen können.
Mit den hier beschriebenen Umstrukturierungen innerhalb unseres Hauses hoffen wir sowohl den finanziellen Rahmenbedingungen als auch den technischen Anforderungen einer modernen Bibliothek zukünftig gewachsen zu sein.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Wo treffen wir uns 2012?

Heidrun Güntzel
Natürlich an unserem Messstand auf der Leipziger Buchmesse vom 16.3.-18.3. 2012. Oder auf der Veranstaltung "Leipzig liest", wo während der gesamten Messezeit innerhalb der ganzen Stadt Leipzig Lesungen stattfinden. In unserem Haus wird in diesem Rahmen Interessantes aus der Wikipedia-Geschichte zu hören sein. Am 16.3. in der Zeit von 18.00 bis 19.00 Uhr erfahren Sie mehr über Vandalenjäger, Trolle und die Qualen der Löschhölle, können hinter die Kulissen von Wikipedia gucken und mit Wikipedianern diskutieren.
Natürlich könnten wir uns auch auf den verschiedenen Hilfsmittelausstellungen und -messen begegnen:
Nun zu den lokalen Highlights in unserem Haus und um unser Haus herum:
Aber beim Thema „Natur be-greifen“ wären wir dann schon wieder im Jahr 2013. Unser Reliefwandkalender wird sich ausführlich und künstlerisch anspruchsvoll mit dem Thema Natur auseinandersetzen.
Also, das wären die möglichen Treffpunkte für das Jahr 2012. Ohne jetzt schon den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.
Wir sehen uns!

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Die Kramkiste

Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden.

Heinrich von Kleist: "Die Marquise von O. Das Erdbeben in Chili"

Susanne Siems
[Punktschriftbibliothek]
Sie finden Außenseiter sympathisch? Dann sind Sie bei der heutigen Punktschriftkramkiste genau richtig. Denn Heinrich von Kleist, eigentlich Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist, gehörte zu den Außenseitern seiner Zeit. Die Literaturgeschichte will ihn weder der Klassik noch der Romantik zuordnen. Zeit seines kurzen Lebens, von 1777 bis 1811, blieb ihm auch nur mäßige Anerkennung beschieden. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts zeigte man mehr Interesse insbesondere an seinem dramaturgischen Schaffen, wie zum Beispiel "Dem zerbrochenen Krug" und dem "Käthchen von Heilbronn". Seinen Zeitgenossen, den Menschen im preußischen Deutschland um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, war Kleist zu radikal. Vielleicht ist es gerade diese Radikalität, die ihn auch im 21. Jahrhundert noch lesenswert macht. Manche seiner Kurzgeschichten lesen sich spannend wie moderne Kriminalromane. Zwei seiner bekannteren Novellen möchte ich in dieser Kramkiste kurz vorstellen.
"Die Marquise von O." gehört zu Kleists frühen Werken. Ein absurdes Ereignis steht am Beginn der Geschichte: über eine Zeitungsannonce sucht die Marquise den Vater ihres ungeborenen Kindes. Sie ist schwanger und weiß nicht, wann und von wem sie in diesen Zustand gebracht wurde.
Es meldet sich ein junger Adliger, den die Marquise bisher als ihren Retter angesehen hat. Bei einer kriegerischen Auseinandersetzung schützte sie Graf F. vor der Vergewaltigung durch die russischen Soldaten. Nun, da er ihr gesteht, dass er ihr während ihrer Ohnmacht dieses Kind gemacht hat, wird für die Marquise der bisherige Engel zum Teufel. Trotzdem heiratet sie den Grafen, um dem Ungeborenen eine sichere Zukunft zu geben. Ein jahrzehntelanges Ehemartyrium ist vorprogrammiert. Wie löst Kleist diesen Konflikt? Das sollen Sie, liebe Leserinnen und Leser, selbst herausfinden.
Die Novelle ist spannend und temporeich geschrieben. Die nichtlineare Handlung erhöht den Reiz beim Lesen, erst im letzten Satz gibt es wirklich eine Lösung für den Konflikt.
Die zweite Novelle, "Das Erdbeben von Chili", liest sich nicht weniger interessant und gegenwärtig. Kleist verwendet ein äußeres Ereignis, um menschliche Gefühle und Handlungsweisen in Extremsituationen darzustellen. Josephe und Jeronimo verbindet eine unglückliche, weil nicht standesgemäße Liebe. Das Erdbeben ist für das Liebespaar die Erlösung, sie können ein neues Leben beginnen - scheinbar. Wären da nicht die religiös eifernden Bewohner der Stadt. Nicht einmal das durch das Erdbeben ausgelöste persönliche Leid lässt die Städter ihre überholten Konventionen und falschen Wertmaßstäbe vergessen. Das Ende ist tragisch, realistisch und hart und würde jedem modernen Thriller zur Ehre gereichen.
Gern können Sie die beiden Novellen in unserer Punktschriftbibliothek ausleihen: 1 Bd., rkzp., BNA 3312.
Weitere Titel von Heinrich von Kleist im Punktschriftbestand
Titel von Heinrich von Kleist als Hörbuch

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Franz Werfel: "Cella oder Die Überwinder"

Jana Waldt
[Hörbücherei]
In der heutigen Kramkiste möchte ich Ihnen "Cella oder die Überwinder" von Franz Werfel vorstellen. Obwohl schon 1938/39 geschrieben, ist dieses Roman-Fragment erst 1952 (7 Jahre nach seinem Tod) erschienen.
Franz Werfel wurde 1890 als Sohn eines jüdischen Fabrikanten in Prag geboren. Schon in seiner Schulzeit veröffentlichte er Gedichte. Zu seinen bekanntesten Romanen zählt u. a. "Die vierzig Tage des Musa Dagh", in dem er das Schicksal von etwa 5000 Armeniern schildert , die sich vor den Jungtürken auf den Berg Musa Dagh geflüchtet hatten. 1945 starb Franz Werfel im Alter von 54 Jahren in den USA, wohin er emigriert war, an einem Herzinfarkt.
Nun zum Roman: Wien 1938. Der jüdische Rechtsanwalt Hans Bodenheim, der bisher nur für seine musikalisch hoch begabte Tochter Cella lebt, überhört die Warnungen seiner Freunde, mit seiner Frau Gretel und Cella das Land zu verlassen. Er lebt in bescheidenen Verhältnissen im burgenländischen Eisenstadt. Als k.u.k.-Offizier im Ersten Weltkrieg für Österreich sein Leben aufs Spiel gesetzt, empfände er es jetzt als Verrat, zu gehen. Als die Nazis im Freudentaumel über den Anschluss Österreichs durch Wiens Straßen ziehen, wird er, der sich gerade dort aufhält, verhaftet und ins Polizeigefängnis gebracht. Hier verbringt er einige Wochen mit Bekannten aus seiner Heimat. Er fragt nun, angesichts der Ungewissheit, ob seine Entscheidung, zu bleiben, richtig war. Wenig später sitzt er im Zug nach Dachau, die Hoffnung bereits aufgegeben. Doch ein früherer Freund, der zu den Nazis übergelaufen war, verhilft ihm unverhofft auf Bitten Gretels und Cellas hin zur Flucht in die Schweiz. Gretel und Cella werden folgen. Offen ist, ob sich alle drei wiedersehen werden.Dieser Roman wurde Anfang der 1970er Jahre in der DZB aufgelesen. Der Sprecher ist Peter Pichler - sein österreichischer Akzent passt hervorragend zum Buch. Es ist ein Genuss, ihm zuzuhören.
Sie können "Cella oder Die Überwinder" auf einer CD DAISY, HB-Nr. H003473 ausleihen.
Weitere Titel von Franz Werfel im Hörbuchbestand
Titel von Franz Werfel in Punktschrift

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Literatur von Christa Wolf

Am 1. Dezember letzten Jahres ist Christa Wolf verstorben (18.3.1929 bis 1.12.2011). Nachfolgend eine Zusammenstellung ihrer bei uns erhältlichen Werke nebst kurzer Inhaltsangabe.
"Auf dem Weg nach Tabou"
Diese Sammlung von Reden und Aufsätzen, Prosatexten und Tagebuchaufzeichnungen ist Zeugnis für die Offenheit, mit der sich die Autorin den Konflikten und Veränderungen in ihrer eigenen Geschichte und der Geschichte dieses Landes nach 1989 stellt. Sie begibt sich auf eine Reise, deren Richtung erkennbar, deren Ende offengehalten wird. Mit Neugier und befreitem Blick verfolgt sie ihren Weg zwischen Trauer und Hoffnung.
"Die Dimension des Autors"
Essays und Aufsätze, Reden und Gespräche 1959 - 1985. [1]
"Die Dimension des Autors"
Essays und Aufsätze, Reden und Gespräche 1959 - 1985. [2]
"Ein Besuch : Erzählung"
1969 besuchte die Schriftstellerin ein Pflanzeninstitut und sprach mit dessen Professor über Menschen, Natur, Humanismus, Genetik, aber auch über die Geschichte des Instituts.
Sprecher: Beate Riemann (Leipzig).
"Ein Tag im Jahr : 1960 - 2000"
Christa Wolfs (geboren 1929) persönlichstes Werk: Vierzig Jahre lang protokolliert sie jeden 27. September und notiert, was sie an diesem Tag erlebt, gedacht, gefühlt hat. Entstanden ist ein beeindruckendes Zeugnis ihrer Existenz als Autorin, als Zeitgenossin, als Frau, Mutter, als Bürgerin der DDR und schließlich der Bundesrepublik.
Sprecher: Maja Chrenko (Leipzig).
"Gesammelte Erzählungen"
"Der geteilte Himmel : Erzählung"
Christa Wolf erzählt die Geschichte einer tiefen Liebe, die im geteilten Deutschland der 60er Jahre keinen Bestand hat.
Sprecher: Karin Buchali (Leipzig).
"Hierzulande. Andernorts : Erzählungen und Texte 1994 - 1998"
In diesen Prosatexten, Reden und Aufsätzen versammelt Christa Wolf ferne und nahe Freunde um sich, Lebende und Tote, die persönlichen und gesellschaftlichen Konflikten nicht ausgewichen sind. Neben den Erzählungen und Selbsterfahrungsberichten stehen Texte von 1994 bis 1998 über Schriftstellerkollegen und Künstler, deren Leben von Hoffnung und Verzweiflung, von Hingabe und Widerstand gezeichnet ist. - Eine Wegsuche im Labyrinth unserer Zeit.
"Kein Ort, nirgends"
Christa Wolf schildert die fiktive Begegnung zwischen Heinrich von Kleist (1777 bis 1811) und Karoline von Günderrode (1770 bis 1806) im Juni in Winkel am Rhein. In dem Bewusstsein, dass sie sich ein einziges Mal in ihrem Leben sehen, entwickelt sich eine Beziehung zwischen ihnen, die ihrer beider Lebensprobleme offen legt.
Sprecher: Ingeborg Ottmann (Leipzig).
"Kassandra : vier Vorlesungen ; eine Erzählung"
Im Mittelpunkt steht die Gestalt der Kassandra aus der mythischen Zeit des Trojanischen Krieges mit der Fähigkeit zur Weissagung, doch geschlagen mit dem Fluch, dass niemand ihr glaubt.
Sprecher: Ingeborg Ottmann (Leipzig).
"Kindheitsmuster"
Das problemreiche, teilweise autobiografische Werk reflektiert die Kindheit der Nelly Jordan von den 30er Jahren bis 1946 in einer Stadt, die später zu Polen gehört. Diese Lebensmuster stellen eine differenzierte Form der Bewältigung des Faschismus dar.
Sprecher: Ingeborg Ottmann (Leipzig).
"Leibhaftig : Erzählung"
Leibhaftig ist die namenlose Heldin dieser Erzählung einer existenziellen Krise ausgesetzt: Der Riss der Zeit, der Endzeit der DDR, geht mitten durch sie hindurch. Und eine Krankheit bringt sie an den Rand des Todes, macht ihren Körper zum Seismographen des allgemeinen Zusammenbruchs und damit auch zum erregenden Schauplatz für Wolfs ureigenes Thema: den Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft.
Sprecher: Sabine Wandelt-Voigt (Stuttgart/Leipzig).
"Lesen und Schreiben : Aufsätze und Betrachtungen"
Die Autorin setzt sich mit den gesellschaftlichen Problemen dieser Zeit auseinander.
"Medea : Stimmen ; Roman"
Medea ist eine der faszinierendsten und zugleich widersprüchlichsten mythischen Gestalten. Heilerin, Priesterin, Liebende, Eifersüchtige, Verräterin, Intrigantin - Christa Wolf erzählt die Geschichte jenseits solcher Urteile neu, entwirft das Porträt einer ungewöhnlichen Frau zwischen zwei Welten, die sich - fremd hier wie dort - zu behaupten versucht. Ihr Verhalten, so steht zu vermuten, gilt als Provokation der Macht und der Mächtigen, seit Geschichte überliefert und geschrieben wird.
Sprecher: Verschiedene Sprecher (Leipzig).
"Mit anderem Blick : Erzählungen"
Bald nach der Wende 1990 verbrachte Christa Wolf längere Zeit am Getty Center in Los Angeles. Aus der fremden Welt blickt sie auf ihr Leben im Osten des 1990 vereinigten Deutschland zurück, lässt Erinnerungen aufsteigen und nimmt mit allen Sinnen die neue Umgebung auf: Die Menschen, die Landschaft am Rande des Pazifiks, das Leben in Kalifornien, in der Stadt der Emigranten, unter ihnen Bertolt Brecht, Thomas Mann und Lion Feuchtwanger.Sprecher: Ursula Berlinghof (München).
"Moskauer Novelle"
Christa Wolf erzählt die Geschichte der Liebe zwischen der Deutschen Vera und dem Russen Pawel, die 1945 getrennt werden und fast 15 Jahre später in Moskau einander wiedertreffen.
Sprecher: Margot Ziegenrücker; Ursula Limpert (Leipzig).
"Nachdenken über Christa T."
Eine junge Frau und Mutter stirbt an einer unheilbaren Krankheit. Über ihr Schicksal denkt die Autorin nach und sucht den Wesenskern dieses Menschen zu erforschen und zu durchleuchten.
Sprecher: Ingeborg Ottmann (Leipzig).
"Neue Lebensansichten eines Katers"
Die Fassung von E.T.A. Hoffmanns "Lebensansichten des Katers Murr" nimmt die unbedingte Zukunftsgläubigkeit im Sozialismus aufs Korn und spürt satirisch der Machbarkeit vollkommenen Glücks nach.
"Reden im Herbst"
"Sommerstück"
In einem mecklenburgischen Dorf entwickeln Intellektuelle aus der Stadt eine feste Gemeinschaft Gleichgesinnter, die dem Einzelnen Kraft bei der Meisterung von Lebens- und Schaffenskrisen geben soll.
Sprecher: Petra Stuber (Leipzig).
"Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud"
Los Angeles, die Stadt der Engel: Dort verbringt die Erzählerin Anfang der Neunziger einige Monate auf Einladung des Getty-Center. Ihr Forschungsobjekt sind die Briefe einer gewissen L. aus dem Nachlass einer verstorbenen Freundin, deren Schicksal sie nachspürt - eine Frau, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigrierte.
Sprecher: Sylke-Kristin Deimig (Leipzig).
"Störfall : Nachrichten eines Tages"
Die Nachrichten dieses einen, hier minutiös beschriebenen Tages waren von der Art, dass man nach ihnen nicht weiterdenken konnte wie bisher. Christa Wolf erzählt, wie sie die Meldungen, die nach einem Atomreaktorunglück um die Welt gingen, zugleich mit denen vom Ausgang einer gefährlichen Operation des Bruders erreichten und wie beide Ereignisse sie erneut über Einfluss von Wissenschaft und Technik auf unser aller Leben in diesem Jahrhundert nachdenken ließ.
Sprecher: Ingeborg Ottmann (Leipzig).
"Till Eulenspiegel"
Erzählung für den Film mit Gerhard Wolf.
Christa und Gerhard Wolf schrieben zu den derb-grotesken Abenteuern der legendären Gestalt die Filmerzählung. Die anarchische Lebensgeschichte haben sie in das 16. Jahrhundert, in die Zeit des Bauernkrieges, verlegt und ihr damit historische und soziale Tiefe gegeben.
"Unter den Linden : drei unwahrscheinliche Geschichten"
Versuch der Autorin, Realität nicht nur mit realistischen Mitteln darzustellen.
Sprecher: Sybille Hitzler (Münster).
"Was bleibt : Erzählung"
Beschrieben wird die Zeit, in der Staatssicherheitsbeamte wochenlang vor dem Haus der Wolfs standen. Und thematisiert wird die Trauer über den Abschied von einer Utopie und die psychischen Folgen staatlichen Terrors. Kein anderes Werk der deutschen Literatur hat in den Jahren nach der Vereinigung so viele kontroverse Meinungen hervorgerufen wie diese 1990 erschienene Erzählung. An diesem Buch entzündete sich der Streit westdeutscher Kritiker über die Rolle der Intellektuellen in der DDR.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

LOUIS

Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander (Tel.: 0341 7113-145, Fax: 0341 7113-125, E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de).
Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

Kochbuch

Michael Staib
- eine kompakte Rezeptverwaltungs-Freeware für den Schnelleinstieg
Einleitung
Das kostenlose und prinzipiell mit Screen-Reader bedienbare Programm KOCHBUCH speichert alle ihre Kochrezepte, die sie irgendwo gesammelt oder im Internet gefunden haben. Man kann beliebige Rezeptkategorien anlegen (Suppen, Vorspeisen, Beilagen, Fisch, Tapas und so weiter), in jeder Kategorie sehr viele Rezepte speichern, zu jedem Rezept den Titel, die Zutatenliste, die Beschreibung der Zubereitung und Bilder oder Fotos speichern. Bilder werden automatisch auf eine Vorschaugröße minimiert. Rezepte lassen sich über die Suchfunktion schnell wiederfinden. Über die Druckfunktion hat man den Rezepttext für die Zubereitung auch in der Küche zur Hand.
Programmbeschreibung
Am Softwarehimmel ist ein neuer Stern erschienen: die Rezeptverwaltung KOCHBUCH 1.74 für Windows sowie weitere Versionen dieses Programms für Linux und Android. Diese Freeware wird von Flo & Seb Engineering auf der Webside www.mal-was-anderes.de/de/kochbuch/ bereitgestellt. Die Windowsversion von KOCHBUCH, mit der wir uns hier beschäftigen werden, läuft unter allen moderneren Windows-Versionen und es existiert sogar eine portable Programmvariante für den Betrieb auf USB-Stick. KOCHBUCH ist ohne Schnickschnack und mit Sinn fürs Wesentliche recht übersichtlich programmiert und bietet für die Programmoberfläche multilinguale Sprachunterstützung für 15 europäische Sprachen wie Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch und weitere Sprachen, was den internationalen Rezeptaustausch und die Verbreitung von KOCHBUCH sicher sehr fördern wird. Das Programm ist mit Screen-Reader bedienbar und damit für die Nutzung durch Blinde geeignet. Der Screen-Reader NVDA 2011.3 und JAWS 12 (32-Bit-Version) gestatteten ohne weitere Anpassung die Bedienung der Menüs und der wesentlichen Programmfunktionen, Schaltflächen, Text- und Eingabefelder. Getestet wurde das auf einem Computer mit Windows XP. Der Screen-Reader Cobra 9.1 hatte dabei Geschwindigkeitsprobleme, was an Verzögerungen der Sprachausgabe und dem ständigen lauten Geräusch der Festplatte zu bemerken war.
Die Installation von KOCHBUCH 1.74 ist einfach. Beim ersten Programmstart wird ein Intro-Fenster (Einführung mit den ersten Schritten zur Rezepteingabe usw.) angezeigt, was man später im Menü Extras bei den Optionen zur Programmeinstellung deaktivieren kann.
Aktiviert lassen sollte man dort "Fensterposition beim Beenden speichern" und "beim Start zum zuletzt ausgewählten Rezept gehen", dann kommt man beim nächsten Programmstart wieder bei dem zuletzt ausgewählten Rezept an, was besonders für Nutzer von Screen-Readern und Braille-Zeilen praktisch ist. Nach dem Programmstart befindet man sich in der scrollbaren Rezeptliste und kann sich (sofern man vorher Rezepte eingegeben oder importiert hat) dann mit Pfeil-auf/ab von Rezepttitel zu Rezepttitel und durch mehrmaliges Drücken von Umschalt-Tabulator über die Kategorienauswahl bis zum Anleitungstext und zur Zutatenliste bewegen und diese Textfelder lesen bzw. dort Einstellungen vornehmen. In einigen Feldern lassen sich Rezepte nach Schwierigkeit und Geschmack bewerten. Mit Tabulator kommt man zurück bis in die schon erwähnte alphabetisch geordnete Rezeptliste, die eine schnelle und wiederholbare inkrementelle Suche in den Rezepttiteln gestattet. Drückt man dort z, so landet man auf dem ersten Rezepttitel der mit z beginnt, drückt man schnell hintereinander die Buchstaben p e s t o, so landet man auf dem ersten Rezepttitel der mit dem Wort Pesto beginnt, vorausgesetzt natürlich, dass ein solcher Rezepttitel in der Rezeptliste existiert. Mit der Alt-Taste gelangt man in die Menüs, die die Import- und Exportfunktion, die leistungsfähige Suchfunktion (Volltextsuche mit Angabe der Treffer-Relevanz), die optional anpassbare Druckfunktion, die Bearbeitung der Rezeptablage, sowie die Möglichkeiten zur Programmeinstellung und den Zugang zur Hilfe enthalten. Um das alles mal ausprobieren zu können, sollte man sich beispielsweise das im Rezeptlabyrinth für Blinde
http://www.5ws0tkottoz8.webpage.t-com.de/kochen.htm
befindliche Getränkebuch Getraenke.zip (251 KB)
http://www.5ws0tkottoz8.webpage.t-com.de/Getraenke.zip
herunterladen, in einen Ordner auspacken und einfach eins von den 7 Rezeptbüchern im Rezkonvformat (z.B. Cocktails.rk) über das Menü Datei/Importieren in das Programm KOCHBUCH einlesen. Als nächsten Schritt kann man ein Rezept manuell eingeben. Die Hilfe beschränkt sich dazu auf einige erste Schritte, was bei der Übersichtlichkeit des Programms für Sehende eigentlich ausreicht:
Zitat:
"...Um ein Rezept hinzuzufügen folgen Sie den folgenden Schritten:
  1. Klicken Sie auf "Neues Rezept".
  2. Auf der rechten Seite können Sie nun den Namen, die Zutaten, Zubereitung eingeben und ein/mehrere Bilder hinzufügen.
  3. Außerdem können Sie weitere Infos (z.B. Dauer, Personenanzahl, Bewertung) angeben.
  4. Rechts unten wählen Sie die Kategorie, in die das Rezept gehört. Es können mehrere Kategorien ausgewählt werden.
  5. Kategorien, die nicht in der Liste sind, fügen Sie mit "Bearbeiten\Kategorien bearbeiten" im Menü hinzu:
  6. a) Klicken Sie auf "Neu" und geben den Namen ein.
    b) Bestätigen Sie mit "Ok"...
Ende des Zitats.
Das Programm hat eine Kategorienverwaltung, so dass die Rezepte mehreren Kategorien zugeordnet und später danach sortiert werden können. Man kann mehrere Bilder pro Rezept (für Schritt-für-Schritt-Anleitungen) einfügen, die automatisch als Vorschaubild platziert werden, und dann Rezepte mit Bildern ausdrucken. Man kann in die Rezeptliste immer weitere Rezepte importieren. Es ist der Import von *.MM (MealMaster) und *.RK (RezKonv) Rezeptdateien möglich, die Kategorien werden dabei mit importiert. Die Rezeptablage ist eine weitere Rezeptliste, in die man ausgewählte Rezepte (zum Beispiel alle Rezepte einer bestimmten Kategorie, möglicherweise alle Suppen oder alle Salate usw.) zwischenspeichern und dann gesondert weiterbearbeiten, drucken und exportieren kann. Der Export als formatierte Textdatei *RTF (zur weiteren Bearbeitung mit Word), als HTML-Datei *.HTM (als Website mit CSS fürs Internet) oder als Rezeptdatei *.REZE (zum Beispiel für ein Backup zum Wiederimportieren, optional auch in ZIP-Archivdatei eingepackt) bietet gute Möglichkeiten zum Austausch, Veröffentlichen, Lesen und Archivieren der Rezepte. Exportierte Rezepte können direkt aus dem Programm als E-Mail verschickt werden. Bei bestehender Internetverbindung werden automatisch Updates des Programms geladen, das lässt sich aber auch in den Optionen zur Programmeinstellung abschalten. Menüs lassen sich auch vom Anwender erstellen, was aber momentan nicht besonders dokumentiert ist. Die Rezeptanzahl ist praktisch begrenzt auf reichlich 2 Milliarden Rezepte, fraglich ist aber, ob dabei die Datenbank überhaupt noch, beziehungsweise mit vertretbarer Geschwindigkeit arbeitet, man könnte ja mal in dieser Größenordnung Rezepte importieren oder eingeben und das überprüfen. Bei reichlich 2000 Rezepten in der Rezeptliste läuft das Programm noch recht gut. Wie kann ich nun meine Rezepte aus dem Kochbuch sichern? Um ein Backup zu erstellen, ist die Exportfunktion der einfachste Weg: im Menü Datei auf Exportieren gehen und dann auswählen, wo die Dateien gesichert werden sollen. Dabei werden auch die Bilder, Rezeptinfos und Menüs mitgesichert. Nach einer Neuinstallation kann man diese Dateien wieder über das Menü Datei/Importieren zurücksichern.
Noch einige Gedanken zur Weiterentwicklung dieser Rezeptverwaltung
Für das massenhafte Erfassen von unformatierten Rezepttexten wäre eine Importfunktion von freistilformatierten Rezepten, wie sie bei dem Programm RezkonvSuite vorhanden ist, sinnvoll. Das Programm sollte auch die Möglichkeit zum Rezeptexport in die Formate Rezkonv und andere übliche Rezeptformate und vielleicht auch DOCX, LaTeX sowie eine Option für den Export in die Zwischenablage enthalten. Für blinde Nutzer wäre ein Focus auf die Zutatenliste (Strg-1) und ein Focus auf den Zubereitungstext (Strg-2) sowie ein dritter Focus zurück auf die Rezeptliste (Strg-3) sehr sinnvoll. Ein Focus ist eine Tastenkombination, die das direkte Anspringen dieser Text- und Listenfelder gestattet und damit den Nutzern von Screen-Readern und Braillezeilen das Lesen dieser Text- bzw. Listenfelder ungemein erleichtert. Diese Tastenkombinationen sollten so ausgewählt werden, dass sie nicht mit den Tastenkombinationen der Screen-Reader kollidieren.
Fazit
KOCHBUCH ist ein in dieser frühen Version 1.74 sehr gelungenes kostenloses Programm, das sicher bei vielen Hobbyköchen, Hausfrauen und Rezeptsammlern und durch sein barrierefreies Design auch bei blinden Computernutzern Anklang finden kann.
Download und Systemvoraussetzungen für KOCHBUCH Version 1.74
Kontakt
Für weitere Fragen zu diesem Beitrag können Sie Herrn Staib auf der Startseite seiner Homepage unter
http://www.5ws0tkottoz8.webpage.t-com.de
eine Nachricht senden.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Info-Service

Neuer Service in der Hörbücherei

Ab Mitte Januar 2012 gibt es neben der bisher praktizierten Bestandsausleihe auch eine Sofortausleihe in der Hörbücherei. Auf direkte Bestellung kann gleich das Brennen und der Versand der Hörbücher erfolgen. Verschickt werden diese Hörbücher in speziellen Papierumschlägen, die über einen wieder verwendbaren Klebeverschluss und zwei Fächer verfügen. Wenn die CD von uns versandt wird, liegt sie im kleineren Fach. Die Höreradresse ist direkt auf die CD gedruckt.
Für die Rücksendung wird die CD einfach in das größere Umschlagfach gesteckt, der Umschlag verschlossen und dann - wie gehabt - in den Briefkasten gesteckt.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Versand- und Portokosten

Der Versand von Blindensendungen erfolgt mit der Deutschen Post gebührenfrei. Ein glücklicher Umstand. So fallen bei Bestellungen zum Kauf lediglich die Kosten für die Verpackung an. Sendungen die auch Schwarzdruck enthalten, werden so berechnet, dass zum Produktpreis die Verpackung und das Porto addiert werden.
Im Folgenden informieren wir Sie über die ab 01.01.2012 geltenden Versandkonditionen. Sie finden hier konkrete Produkte wie auch Artikelgruppen. Ab einem Einkaufswert von 100 € erhalten Sie die Ware versandkostenfrei.
Wenn Sie zu den Versandbedingungen Fragen haben, so erreichen Sie Ilona Portleroy unter der Rufnummer 0341 7113-119 oder schreiben Sie eine Mail an verkauf@dzb.de.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

"Ein Herz für Tiere"

Christiane Felsmann
Mit Beginn des Jahres 2012 bieten wir Ihnen ein kleineres, aber sehr kompaktes Zeitschriftenangebot. Gründe für Zeitschrifteneinstellungen wurden bereits im vergangenen Jahr kommuniziert. Viele Kunden nahmen regen Anteil an diesem Schritt und brachten Ihr Bedauern in Zuschriften und Telefonaten zum Ausdruck. Zahlreiche Ideen und Wünsche gingen in unserem Hause ein. Längst nicht alle werden wir umsetzen können.
Nun ist es uns gelungen, Ihnen ab März 2012 in Kooperation mit dem Gong Verlag die Zeitschrift "Ein Herz für Tiere" als Hörfassung im DAISY-Format anzubieten.
"Ein Herz für Tiere" ist seit über 27 Jahren Europas größte Tierzeitschrift. Kein Wunder, denn hier dreht sich alles um das Tier. Mit allerhöchster Sachkompetenz macht die Zeitschrift Lust auf Tiere, setzt sich mit Engagement für sie ein und begleitet den Tierhalter durch seinen "tierischen" Alltag.
"Ein Herz für Tiere" wendet sich an alle großen und kleinen Tierfreunde. Die Informationen sind fachlich kompetent und verständlich präsentiert.
Es gibt aktuelle News aus der Tierwelt, aus Heimtierforschung, Wissenschaft und Tiermedizin. Sie finden hier praktische Tipps zu Umgang, Haltung, Erziehung, zur Gesundheit und Pflege der beliebtesten Hausgenossen. Es schließen sich Reisetipps, Ausflüge in Zoos und Wildparks, Events aus der Tierszene und Infos über die TV-Highlights des Monats an. Reportagen entführen zudem in die heimische und exotische Tierwelt und berichten über Menschen, die sich für Tiere und Umwelt engagieren.
"Ein Herz für Tiere" erscheint monatlich und kostet im Jahresabonnement 36,00 Euro. In 2012 gibt es beginnend mit der CD DAISY im März insgesamt zehn Ausgaben, die Berechnung erfolgt anteilig.
Alle Zeitschriften-Kunden der DZB erhalten in den nächsten Tagen eine kostenfreie Probeausgabe zugesandt. Wir wünschen viel Vergnügen beim Hören.
Interessieren Sie sich für ein Abonnement, nehmen wir gern Ihre Bestellung unter den Telefonnummern 0341 7113-0, -119, -118, -117, -116 und -115 entgegen.
Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie Frau Sylvia Thormann unter der Rufnummer 0341 7113-120 oder Sie schreiben eine Mail an abo@dzb.de!

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

DIN 32984 "Bodenindikatoren im öffentlichen Raum"

Die novellierte DIN 32984 ist seit Oktober 2011 in Kraft. Sie legt Anforderungen für Bodenindikatoren und sonstige Leitelemente fest, um damit die Sicherheit und Mobilität blinder und sehbehinderter Menschen im öffentlichen Raum zu verbessern.
Die neue Norm gliedert sich in einen Produktenteil (Beschreibung der Profilstrukturen, der Maße, der Anforderungen an die taktile und visuelle Erkennbarkeit) und in einen Anwendungsteil zum Einsatz der Bodenindikatoren im öffentlichen Raum. Ein wichtiger Punkt ist die Wahrnehmbarkeit der Bodenindikatoren: Es werden grundlegende Anforderungen an die Taktilität und den visuellen Kontrast formuliert und Mittel aufgezeigt, um die erforderlichen Kontrastwerte zu erreichen.
Die Profilmaße der Bodenindikatoren wurden stark vergrößert, ein Noppenprofil wurde ergänzt. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, die Funktionen der Profile zu differenzieren: Das Rippenprofil wird vorwiegend als Leitstreifen und zur Anzeige der Gehrichtung an Querungsstellen eingesetzt. Das Noppenprofil dagegen wird überall dort verwendet, wo eine erhöhte Aufmerksamkeit gefordert ist, etwa bei Abknickungen oder Verzweigungen im Leitstreifen, bei Querungsstellen, Treppen, Hindernissen oder Gefährdungen. Speziell für Planer und Architekten beschreibt die Norm typische Situationen und stellt Standardlösungen vor.
Zusammen mit den in den vergangenen Jahren überarbeiteten oder neu erstellten Normen, wie der DIN 18040-1 "Barrierefreies Bauen, Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude", der DIN 18040-2 "Barrierefreies Bauen, Teil 2: Wohnungen", der DIN 32975 "Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Bereich zur barrierefreien Nutzung", ist die Bodenindikatorennorm eine weitere wichtige Voraussetzung zur Herstellung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Nun kommt es darauf an, dass die neue Systematik konsequent angewendet wird, damit sich blinde und sehbehinderte Menschen auf einheitliche Orientierungshilfen verlassen können.
Bestellinfo
Die DIN 32984 kann beim Beuth-Verlag für 129,10 Euro als Schwarzschrift oder zum Download (allerdings nicht barrierefrei) bestellt werden: www.beuth.de
[Quelle: Newsletter "DBSV-direkt"]

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

10 Jahre Deutscher Hörfilmpreis

Am 27. März 2012 wird die begehrte Auszeichnung bereits zum zehnten Mal verliehen. Die nominierten Filme und Projekte stehen inzwischen fest:
Zudem wurden folgende Projekte nominiert:
Die festliche Preisverleihung findet am Dienstag, dem 27. März 2012, in Berlin im historischen Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden statt. Schirmherrin ist bereits zum vierten Mal die Schauspielerin Christine Neubauer. Zur prominent besetzten Jury gehören Claudia Roth (Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen), die Schauspielerinnen Brigitte Grothum und Bettina Zimmermann sowie Filmredakteur Lars-Olav Beier (Der Spiegel). Neu unter den Mitgliedern sind Filmproduzent Nico Hofmann und Regisseur und Produzent Thilo Graf Rothkirch.
Der Deutsche Hörfilmpreis wird seit 2002 vom DBSV verliehen und von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsor ist Pfizer Deutschland. Preisträger des 9. Deutschen Hörfilmpreises 2011 waren für ihre herausragenden Audiodeskriptionen Constantin Film mit der internationalen Produktion "Die Päpstin", Universum Film mit dem Familienfilm "Lippels Traum" und die Filmlichter GmbH mit der deutschen Beziehungskomödie "Ganz nah bei Dir". Dieser Hörfilm erhielt zudem den Publikumspreis.
Weitere Informationen unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de
[Quelle: Newsletter "DBSV-direkt"]

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Schottland - ideales Reiseland für Menschen mit Handicap?

Menschen fliegen heute an die entlegensten Flecken dieser Erde. - Reisende mit einem Handicap sind davon vielfach noch ausgeschlossen. Von der Abreise bis ans Ziel türmen sich oft so viele Hindernisse auf, dass sie letztlich von einer Reise absehen müssen.
Mit "Schottland-für-Alle", dem einzigen deutschsprachigen Reiseanbieter für Menschen mit Handicap, der seinen Sitz in Schottland hat, bietet sich nun eine Alternative. "Schottland - für - Alle" wurde 2009 von Gabriele Tiedtke und Andreas Schneider gegründet und ist ihre Heimat geworden.
Dudelsack, Kilt und Whisky sind die international bekanntesten Elemente der schottischen Kultur. Aber es gibt mehr - zum einen die pulsierenden Metropolen Edinburgh und Glasgow, zum andern und vor allem, die schottischen Highlands, nordwestlich von Inverness, die geprägt sind von "peace und quiet".
Hieraus entstand die Idee, die Liebe zu Schottland zu teilen und Reisenden mit und ohne Handicap ein bekanntes und auch unbekanntes Schottland zu zeigen. Begünstigt wurde diese Idee durch das vorhandene Wissen um die speziellen Wünsche und Bedürfnisse von Menschen mit einem Handicap.
Aber…- Schottland - raues Klima, zerklüftete Steilküsten, Moorlandschaften, große Weiten. Ist dies ein ideales Reiseziel für Menschen mit den unterschiedlichsten Handicaps wie blind, gehörlos oder Mobilitätseinschränkungen? Ist Schottland auch für Rollstuhlfahrer geeignet? Auf den ersten Blick - Nein.
Doch bei näherer Betrachtung ist Schottland ein faszinierendes Land, das für Menschen mit Handicap sehr viel zu bieten hat. Etwa 600 barrierefreie Unterkünfte und 500 barrierefreie Sehenswürdigkeiten stehen für Gäste bereit, und diese Zahlen sind jährlich steigend. Wanderwege speziell für Rollstuhlfahrer, Audioguides oder umgebaute Mietfahrzeuge, die an jedem Airport angemietet werden können sind ebenso selbstverständlich, wie dass der öffentliche Personenverkehr uneingeschränkt nutzbar ist. Für Gruppenreisen stehen ausreichend Reisebusse mit elektrischer Rampe bereit.
Selbst in entlegeneren Gebieten, z.B. in den Highlands oder auf Islay, gibt es in Guesthouses und Hotels genügend behindertengerechte Zimmer, obwohl diese häufig nicht in Reiseführern erwähnt werden.
Hierbei unterliegen die Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten, egal ob B&B oder Hotel, strengen Kriterien. Aber selbst das reicht nicht - die Unterkünfte, die den Gästen angeboten werden, sind den beiden Inhabern von "Schottland-für-Alle" persönlich bekannt.
Vor allem aber zeichnet sich Schottland durch seine Gastfreundschaft, Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft als vorzügliches Reiseland aus. Gäste mit Handicap fühlen sich aufgenommen und spüren, wie gern gesehen sie sind.
Alle angebotenen Reisen sind geeignet für Gruppen- und Individualreisende und reichen von Städtetouren bis zu Rundreisen. Von den Lowlands bis an die Nordküste, von St. Andrews bis nach Oban und auch Inseltrips sind möglich.
Ob Besichtigung einer Whisky Distillery oder eines Castles, ob B&B oder Hotel … umfassendes Know-how, eine sorgfältige Vorbereitung und viel Liebe für das, was wir tun, machen es möglich, dass ein Urlaub für Gäste mit Handicap sich in Bezug auf Genuss, Vielfalt und Experience nicht von Urlauben für sehende, hörende oder auch gehende Reisende unterscheidet. (Fast) Nichts ist unmöglich. - Dies trifft für eine von Schottland-für-Alle organisierte Reise zu.
Mehr Informationen finden Sie im Anzeigenteil dieser Ausgabe.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Impressum

Herausgeber, Herstellung, Vertrieb
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)
Staatsbetrieb des Freistaates Sachsen
Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig
Tel.: 0341 7113-0
Fax: 0341 7113-125
E-Mail: info@dzb.de
www.dzb.de
Redaktion
Karsten Sachse
Tel.: 0341 7113-135
E-Mail: verlag@dzb.de
Abonnements, Anzeigen
Sylvia Thormann
Tel.: 0341 7113-120
E-Mail: abo@dzb.de
»DZB-Nachrichten« erscheint zweimonatlich im Jahresabonnement wahlweise als CD-DAISY, in Blindenkurzschrift und in Schwarzschrift.
Jahresbezugspreis: 9,00 Euro.
Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«.
Online unter www.dzb.de/zeitschriften
Das Abonnement gilt bis zum Ende des Kalenderjahres und verlängert sich automatisch um ein Jahr, wenn es nicht spätestens bis zum 30. September gekündigt wird. Bei Bestellung im laufenden Kalenderjahr erfolgt die Preisberechnung anteilig.
Es gelten unsere AGB vom 01.01.2011. Die vollständigen AGB finden Sie im Internet unter www.dzb.de/agb, auf Wunsch senden wir Ihnen diese gern zu.
DZB 2012

Wir werden unterstützt von:

www.freunde-der-dzb.de
Förderverein »Freunde der DZB e.V.«

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Zurück zum Inhaltsverzeichnis