DZB-Nachrichten

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 3 – 2012

Mai / Juni

22. Jahrgang


Inhalt

Vorbemerkung

Wir gratulieren!

Einblicke

Die DZB im Jahr 2011

Übersicht lieferbarer Zeitschriften

Kalender 2013

1. Großdruck-Kalender

2. Punktdruck-Kalender

3. Punktdruck mit Großdruck

Die Kramkiste

Patricia Highsmith: "Der Geschichtenerzähler"

Božena Nemcová: "Die Großmutter"

LOUIS

Große Dateien verschicken - aber wie?

Info-Service

Theater in der DZB!!!

Nachtragskataloge 2011 der Bibliothek sind lieferbar!

Unser Angebot zur SightCity 2012

"Blickpunkt Auge" online

Saisonstart im Blindenfußball

Filmfestival der Aktion Mensch

Die DZB beim Louis Braille Festival

Das Programm zum Louis Braille Festival steht

Preisträger beim 10. Deutschen Hörfilmpreis

Impressum

Vorbemerkung

Liebe Leserinnen und Leser, im Zentrum dieser Ausgabe steht der Jahresbericht des Direktors der DZB. Unter der Rubrik "Einblicke" informiert Dr. Kahlisch über die 2011 geleistete Arbeit.
Das im Juni stattfindende "Louis Braille Festival der Begegnung 2012" wird mit vielen Veranstaltungen und Höhepunkten aufwarten. Damit Sie sich schon im Vorfeld einen Überblick verschaffen können, enthalten die DAISY- und die Braille-Fassung dieser Ausgabe eine Beilage mit dem Programm des Großereignisses (Stand vom 12.03.12).
Wir wünschen den Veranstaltern und ihren Gästen ein großartiges Fest und werden uns natürlich ebenfalls entsprechend einbringen.
Es grüßt herzlich
Ihr Karsten Sachse.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Wir gratulieren!

Am 30. April feierte Dr. Werner Uhlig seinen 80. Geburtstag. Der Chronist des Blinden- und Sehbehindertenwesens in Sachsen und Ehrenmitglied des Fördervereins der DZB ist den Leserinnen und Lesern der „DZB-Nachrichten“ nicht zuletzt durch seine historischen Beiträge in der Rubrik „Wie war das damals?“ bekannt.
Werner Uhlig besuchte die Volksschule in Chemnitz und erlernte das Korbmacherhandwerk bis zur Gesellenprüfung. 1950 folgte die Delegierung zur ABF, um die Hochschulreife zu erreichen, das Abitur schloss sich 1953 an. In Leipzig und Berlin studierte Werner Uhlig Wirtschaftswissenschaften bis zum Diplom 1957. Anschließend schlug er die wissenschaftliche Laufbahn ein, mit den im Hochschulbereich gewissermaßen vorgezeichneten Schritten: Assistent, Oberassistent, Promotion auf dem Gebiet der ökonomischen Wissenschaften und Dozent. Seit Oktober 1957 ist Werner Uhlig Mitglied der Blindenselbsthilfe.
Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen Dr. Uhlig weiterhin gute Gesundheit und historischen Spürsinn!

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Einblicke

Die DZB im Jahr 2011

Dr. Thomas Kahlisch
"Brailles Urenkel zu Gast in Leipzig", so könnte man das Jahr 2011 überschreiben. Der Weltkongress BRAILLE21 war ein ganz besonderes Ereignis für die DZB und ihre 25 Partnerorganisationen. Eröffnet von Maryanne Diamond, der Präsidentin der Weltblindenunion, und Prof. Sabine von Schorlemer, der Staatsministerin des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen, schaffte es der Braille-Tag in Deutschland sogar in die Tagesschau und fand Platz in zahlreichen überregionalen Publikationen. Auf die Ergebnisse des Kongresses soll am Ende dieses Jahresberichtes noch einmal eingegangen werden. Schwerpunkt dieses Artikels sind die im vergangenen Jahr erzielten Ergebnisse der Produktions- und Servicebereiche der DZB.
Zu Beginn ein ausdrückliches und herzliches Dankeschön an Sie, liebe Leserinnen und Leser, Freunde und Gönner! Ihre Treue und Ihre Zuwendungen ermöglichten es, dass in der DZB trotz umfangreicher Sparmaßnahmen die Übertragung und der Verleih von Literatur aufrecht erhalten werden konnte.
Im Jahr 2011 konnten in der Hörbücherei über 3.600 Titelzugänge verzeichnet werden. Die Anzahl der Fernleihen ist stark gewachsen. Um der Nachfrage Rechnung zu tragen, wurde im vergangenen Jahr die sogenannte Sofortausleihe entwickelt und im Januar dieses Jahres eingeführt. Ein besonderer Service der Hörbücherei ist, dass Interessierte sich die Listen der Neuerscheinungen der Hörbücherei bequem per Mail zukommen lassen können. Die sogenannten DAISY-Listen sind per E-Mail (bibliothek@dzb.de), aber auch einfach per Telefon zu bestellen.
Dank der Unterstützung durch eine Studentin der Bibliotheks- und Informationswissenschaften begann Mitte des Jahres die Zusammenarbeit mit der Datenbank Bookshare. Dies ist eine US-amerikanische digitale Datenbank, die blinden und sehbehinderten Menschen fremdsprachige Literatur in Brailleschrift und synthetischer Sprache zur Verfügung stellt. Innerhalb des Bibliotheksservices bieten wir nun zusätzlich die Vermittlung zu Bookshare an. Frau Jana Waldt ist unsere Ansprechpartnerin, die Interessenten zu diesem neuen Angebot berät.
Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 228 neue Titel in der Punktschriftbibliothek zur Ausleihe angeboten werden.
Die Diplombibliothekarin Angelika Müller verließ 2011 die DZB. Frau Müller war viele Jahre in der Leserberatung tätig. Wir danken ihr an dieser Stelle herzlich für die geleistete Arbeit.
Im vergangenen Jahr stellte die DZB aus Kostengründen die Produktion von 6 Zeitschriften ein. Das jetzt 12 Periodika umfassende Angebot ist in einer Übersicht diesem Artikel nachgestellt.
Die begehrten Taschenkalender der DZB haben neue Namen erhalten, sie heißen jetzt Mini, Maxi und Flexi. Der Wandkalender 2012 "Chinesische Tierkreiszeichen" wurde ergänzt durch eine Publikation in Blindenschrift, welche großes Interesse bei unseren Nutzern fand.
Neben den Kalendern zählen Kataloge der Hörbücherei und Grußkarten sowie das Lehrheft zum Erlernen der Vollschrift und das Braille-Alphabet zu den gefragtesten Produkten aus unserem Haus.
Die Neuproduktion von Titeln des Verkaufsangebotes ist gegenüber 2010 in allen Genres deutlich gestiegen. Die Produktion des deutschsprachigen Welt-Atlas konnte mit der Karte Australien fortgesetzt werden. Anlässlich des Weltkongresses BRAILLE21 wurden die englischsprachigen Ausgaben der Kontinente Afrika und Asien umgesetzt.
Als besonders hochwertige Produkte für Blinde und Sehende kamen als Eigenproduktion das Reliefbuch "KAMASUTRA" sowie in Kommission das Kochbuch "Trust in Taste" aus dem Justina-Verlag in den Verkauf. Anlässlich der Leipziger Buchmesse 2011 erschien, in Zusammenarbeit mit J. Sonntag, "Zigaretten danach" als DAISY-Buch.
Die Einnahmen des Verlages konnten im vergangenen Jahr um ca. 7% gesteigert werden. Besonders die Übernahme von Aufträgen ist dafür verantwortlich. Zu nennen sind hier der Brailledruck für das Buch "Trust in Taste", die Aufsprache verschiedener Bescheide und die barrierefreie Umsetzung digitaler Vorlagen und Dokumente.
Über das Angebot der Buch- und Zeitschriftenproduktion hinaus engagiert sich die DZB bereits seit Jahren für das Themenfeld Barrierefreiheit im Internet. Im vergangenen Jahr unterstützte die DZB das Fraunhofer-Institut bei der Gestaltung eines barrierefreien Web-Auftritts der in Vorbereitung befindlichen Deutschen Digitalen Bibliothek. Im Herbst gelang es, einen Rahmenvertrag BIKOSAX (Barrierefreie Informations- und Kommunikationsangebote in Sachsen) mit der sächsischen Staatskanzlei abzuschließen.
Gefördert durch das BMAS arbeiten die im Projekt "Leibniz - Sach- und Fachbuchaufbereitung für blinde und sehbehinderte Menschen" an der DZB angestellten Experten an IT-Verfahren, um aufwändig gestaltete Druckvorlagen weitestgehend automatisiert in barrierefreie Formen zu übertragen. Die Projektförderung endet im aktuellen Haushaltsjahr. Im Vordergrund der letzten Projektphase stehen dabei die Einführung der neuen Produktionswerkzeuge in die Produktionsabläufe und die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Sinne der Nachhaltigkeit des Projektes werden mit Abschluss der Förderung jedoch die Arbeiten an diesen sehr komplexen Verfahren nicht abgeschlossen sein.
Auf dem Weltkongress BRAILLE21 präsentierte die DZB den Stand und die Ziele des ambitionierten Vorhabens. Insgesamt 400 Fachexperten aus 49 Ländern der Welt besuchten in der letzten Septemberwoche den Kongress. Allein 400 Besucher des vorgeschalteten Braille-Tages in Deutschland brachten ihre große Freude zum Ausdruck, dass in der Bücherstadt Leipzig so viel für die Verbreitung von Wissen an Menschen, die gedruckte Bücher nicht mit den Augen lesen können, getan wird. Ergebnis dieses bislang einmaligen Braille-Experten-Treffens ist ein umfangreicher Tagungsband, welcher in der DZB in Brailleschrift, als Buch in Schwarzschrift und auch in digitaler Form bestellt werden kann.
Die Öffentlichkeitsarbeit war im Jahr 2011 natürlich vor allem durch den Weltkongress geprägt. Außerhalb der Kongressplanung und Umsetzung gab es zahlreiche Aktivitäten, um das Angebot der DZB zu präsentieren. Neben der deutschlandweit relevanten Frühjahrs-Fachmesse SightCity im Mai waren wir auch auf der vergleichbaren Herbstschau Rehacare in Düsseldorf. Die Leipziger Buchmesse wie auch kleinere Verkaufsmessen gehörten zum Jahresprogramm.
Ein Blick in den Kalender des aktuellen Jahres zeigt, dass es reichlich Anlässe und Ideen gibt, die DZB-Angebote zu präsentieren. Die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe in Deutschland feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Ein großes Festival im Juni und der offizielle Festakt im Oktober bieten Raum zu feiern, aber auch aktuelle Themen wie die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention und den digitalen Wandel in der Verlagswelt zu diskutieren. Die SightCity wird zum zehnten Mal in Frankfurt durchgeführt und auch auf dem internationalen Kongress der Blinden- und Sehbehindertenpädagogen engagieren sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unserem Haus. Die Museumsnacht im Mai sowie der fast traditionell zu nennende Tag der offenen Tür am 8. September seien hier der Vollständigkeit halber zum guten Schluss genannt.
Übersicht lieferbarer Zeitschriften
"Deutschlandrevue"
Entdecken Sie Deutschland. Eine Reise zu Städten, Landschaften, Sehenswürdigkeiten, berühmten Personen u.v.a.m. Vierteljährlich; Heft A4 Blindenkurzschrift oder CD DAISY; Jahresabo: 16,00 €
"DZB-Nachrichten"
Informationen aus der DZB und dem Blindenwesen, mit praktischen Tipps für blinde Computernutzer sowie Literaturhinweisen. Zweimonatlich; Heft Blindenkurzschrift oder CD DAISY oder Heft Schwarzschrift; Jahresabo: 9,00 €. Außerdem gratis online unter: www.dzb.de/zeitschriften
"Geolino"
Das Erlebnisheft für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren. Monatlich; Heft Blindenvollschrift oder Heft Blindenkurzschrift; Jahresabo: 30,00 €
"Das Gesundheitsmagazin"
Ihr Ratgeber für eine gesunde Lebensweise. Monatlich; Heft Blindenkurzschrift oder CD DAISY; Jahresabo: 30,00 €
"Leipziger Bücherliste"
Neue Literatur aus Verlag, Punktschriftbibliothek und Hörbücherei. Zweimonatlich; Heft Blindenkurzschrift oder CD DAISY oder Heft Schwarzschrift; Jahresabo: 9,00 €. Außerdem gratis online unter: www.dzb.de/zeitschriften. Kostenlos für Bezieher der "DZB-Nachrichten"
"Literaturtreff"
Spannende Romane und Erzählungen in Fortsetzung. Wöchentlich; Heft A4 Blindenkurzschrift; Jahresabo: 62,40 €
"NEON"
Das moderne Magazin für junge Menschen. Mit Themen aus Beruf, Gesellschaft und Politik, Partnerschaft, Reise sowie Musikkultur. Monatlich; CD DAISY; Jahresabo: 30,00 €
"Radio/TV" Informationsdienst
Tagesaktuelle Programminformationen am Telefon für ca. 120 Fernseh- und 60 Radiosender. - Immer aktuell; Jahresabo: 48,00 €
"Ratgeber Aktuell"
Für den kritischen Verbraucher von Produkten und Dienstleistungen. Aktuelles aus "test" und "Finanztest". Monatlich; Heft Blindenkurzschrift oder CD DAISY; Jahresabo: 30,00 €
"Sechs mal Sex"
Erotische Geschichten - lustvoll, verführerisch und sinnlich. Zweimonatlich; CD DAISY; Jahresabo: 24,00 €
"stern/Zeit Braille"
Das Nachrichtenmagazin - Aktuelle Hintergründe, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Soziales und Kultur. Zweiwöchentlich; Heft Blindenkurzschrift oder Daten in Blindenkurzschrift per E-Mail; Jahresabo: 41,60 €
Ein Abonnement kann jederzeit gebucht werden. Erfolgt die Buchung eines Abonnements im laufenden Kalenderjahr, so erfolgt eine anteilige Berechnung der Abonnementsgebühr. Für Rückfragen und weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gern telefonisch zur Verfügung:
Tel.: 0341 7113-120 oder schreiben Sie eine E-Mail an abo@dzb.de.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Kalender 2013

1. Großdruck-Kalender

Großdruck-Taschenkalender 2013
Format 14 x 12 cm, Ringbroschur
Der Kalender im handlichen Taschenformat ist in ein Monats- und ein Wochenkalendarium gegliedert. Die einzelnen Wochen sind mit den Mondphasen auf einer Doppelseite abgebildet. Sie verfügen pro Tag über zwei Zeilen für eigene Notizen. Beide Kalendarien enthalten die bundesweiten Feiertage. Der Service-Teil informiert u. a. über wichtige Telefonnummern und die Termine der Schulferien. Schriftgröße: 8 mm.
7,90 €, BNV 7110
Großdruck-Tischkalender 2013
Wochenübersicht
Querformat A4, Ringbroschur
Das praktische Format bietet je eine Woche im Überblick. Im Kalendarium gibt es genügend Raum für eigene Notizen. Die Schriftgröße ist 12 mm. Die Ringbindung gestattet ein flexibles Auf- oder Umschlagen der Seiten. Enthalten sind die bundesweiten Feiertage, Ferientermine sowie die Mondphasen.
9,90 €, BNV 7111
Großdruck-Wandkalender 2013
Wochenübersicht
Hochformat A3, Ringblock mit Aufhängung
Die Zahlen und Buchstaben in diesem Kalender sind 2,5 cm groß! Für Notizen steht mit fast 50 mm hohen Zeilen ausreichend Platz zu Verfügung. Enthalten sind u. a. die Ferientermine sowie die Mondphasen.
11,90 €, BNV 7112

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

2. Punktdruck-Kalender

Jahreswandkalender 2013
Format 50 x 42 cm, Blatt mit Aufhängung
Ein Kalendarium für das ganze Jahr in Vollschrift auf weißer Folie. Jeweils drei Monate sind nebeneinander, die Quartale untereinander angeordnet. Tastbare Kennzeichnung der gesetzlichen bundesweiten Feiertage und der Mondphasen.
5,90 €, BNV 7113
Taschenkalender MINI 2013
Vollschrift
Format 13 x 11 cm, Heft, 16 Seiten
Handlich, praktisch, konzentriert: Ein Monatskalendarium mit Angabe der gesetzlichen bundesweiten Feiertage.
4,50 €, BNV 7118
Taschenkalender MAXI 2013
Kurzschrift
Format 13 x 11 cm, Ringbroschur
Handlich, informativ, ausführlich: Feiertage, Ferientermine, Wochenzahl, Arbeitstage, Mondphasen sowie ein Service-Teil mit wichtigen Telefonnummern.
Die Ringbindung ermöglicht ein bequemes Umblättern der Seiten und bei Bedarf eine Nutzung als Tischkalender.
7,90 €, BNV 7117
Taschenkalender FLEXI 2013
Kurzschrift, mit Leerblättern
FLEXI bietet die inhaltlichen Vorzüge des Kurzschriftkalenders in einem flexiblen Einband. Die Zwei-Ring-Rund-Mechanik erlaubt das flexible Einheften von Notizblättern bis zu einer Füllhöhe von 20 mm. Ein Lesezeichen garantiert jederzeit die Orientierung. Im Lieferumfang sind 25 Notizblätter enthalten.
9,90 €, BNV 7115
Taschenkalender FLEXI
Kalendarium 2013Nachfüllpack für Kurzschriftausgabe + Leerblätter.
6,50 €, BNV 7116
Taschenkalender FLEXI
Nachfüllpack Notizblätter, 25 gelochte Einlegeblätter.
2,50 €, BNV 6089

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

3. Punktdruck mit Großdruck

Relief-Wandkalender 2013: "Natur be-greifen"
Format 27 x 34 cm, Ringblock mit Aufhängung
Dieser Kalender ist in Kooperation mit dem Naturkundemuseum Leipzig entstanden.
Jedes Motiv ist auf einem transparenten Relief dargestellt, das mit einem Farbdruck unterlegt ist.
Der Abbildungs- bzw. Reliefteil des Kalenders dokumentiert unter dem Motto "Natur be-greifen" eine Auswahl naturkundlicher Sachzeugen aus den Sammlungen des Naturkundemuseums Leipzig. Es sind Beispiele aus den umfassenden Fachgebieten der Geologie, Botanik und Zoologie. Kurztexte machen auf Besonderheiten aufmerksam und sollen weiteres Interesse wecken. Kalendarium und Texte sind in Blindenvoll- und Schwarzschrift verfasst.
19,90 €, BNV 7114

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Kontakt für Ihre Bestellungen:
Tel.: 0341 7113-119
E-Mail: verkauf@dzb.de

Die Kramkiste

Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden.

Patricia Highsmith: "Der Geschichtenerzähler"

Susanne Siems
[Punktschriftbibliothek]
Kann ein normaler, seinen Alltag lebender Mensch, zum Mörder werden? Was braucht es dazu? Wie müssen die Umstände aussehen, welche Charakterzüge muss solch ein Mensch haben? Fragen, denen die US-amerikanische Schriftstellerin Patricia Highsmith in vielen ihrer Krimis nachgeht. "Mich haben immer nur die kriminellen Möglichkeiten des Normalmenschen beschäftigt, dabei ist mir die Aufklärung des Mordfalles gleichgültig. Gibt es etwas Langweiligeres und Gekünstelteres als Gerechtigkeit? Das Leben schert sich einen Deut darum, ob einem Gerechtigkeit widerfährt. Ich erzähle Geschichten, mein Ziel ist nicht, den Leser moralisch aufzurüsten, ich will ihn unterhalten. Leute ohne Moral, wenn sie nicht sture brutale Typen sind, amüsieren mich, sie sind phantasievoll, geistig beweglich und nicht bereit, sich der Gesellschaft zu beugen, und sie sind dramatisch nahrhaft."
Diese tiefsinnigen Betrachtungen finden sich in allen Werken der 1921 in Texas geborenen Schriftstellerin. Berühmt ist sie mit dem Roman "Zwei Fremde im Zug" geworden, den einige von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, vielleicht als spannenden Hitchcock-Film kennen. Bis zu ihrem Tod 1995 entstanden ca. 50 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten und Erzählungen. Patricia Highsmith gilt als eine der Meisterinnen des psychologischen Kriminalromans.
Der Roman "Der Geschichtenerzähler" erschien im amerikanischen Original 1965, deutsch erstmals unter dem Titel "Mord mit zwei Durchschlägen" 1967, später dann mit dem Titel "Der Geschichtenerzähler“.
Die Geschichte fängt, wie so oft bei Highsmith, gemächlich und harmlos an. Sydney und Alicia Bartleby leben in Suffolk, zurückgezogen von der Welt in einer scheinbaren Idylle. Aber ihre Ehe ist nicht glücklich, Alicia ist eine Malerin ohne Inspiration und Sydney ein erfolgloser Schriftsteller. Ab und an verschwindet Alicia für ein paar Tage, Sydney feilt an seinen Geschichten und Drehbüchern. Inhalt dieser Geschichten sind Morde, Morde an seiner Frau Alicia. Oft hat er sie aufgeschrieben und eines Tages holt ihn die Realität ein - Alicia kehrt nicht wieder nach Hause zurück. Zur gleichen Zeit stirbt die alte Nachbarin, deren Tod man längst schon befürchtet hat, auf mysteriöse Weise und die Polizei sucht im Wald nach einer vergrabenen Leiche. Sydney ist immer wieder der Hauptverdächtige. Ist er ein Mörder nicht nur in der Phantasie? Dass er Aggressionen gegenüber seiner Frau schon lange hegte, das bleibt dem Leser nicht lange ein Geheimnis. Hat er diese mordlüsternen Gedanken wirklich nur in seinen Geschichten verarbeitet? Man hegt als Leser viel Sympathie für Sydney, denn die Gefühle, die er in Geschichten verarbeitet, sind ehrlich und real. Zum Ende des Romans sei nur so viel verraten: es gibt Tote und es gibt auch einen Mörder. Aber wie so oft bei dieser lesenswerten Schriftstellerin kommt es vollkommen anders, als der Leser vielleicht vermutet hat.
Selten habe ich bei einem Krimi, in dem es kaum Blut und wenige Tote gibt, so viel Spannung empfunden. Der Leser erkennt: gerade unsere Alltäglichkeit, die kleinen, scheinbar nebensächlichen Dinge im Leben, machen das Besondere, Einzigartige aus. Dadurch wird jeder Tag zum Erlebnis und jede menschliche Begegnung spannend.
Ich lege Ihnen diesen Roman von Patricia Highsmith ans Herz, lesenswert ist er für den Krimi- und jeden anderen Bücherfreund, der Spaß an tiefgründiger Unterhaltung hat.
In der Punktschriftbibliothek können Sie das Buch in 3 Bänden Kurzschrift unter der Bestellnummer 13587 ausleihen. Das DAISY-Hörbuch umfasst knapp 10 Stunden und kann unter der Bestellnummer 14398 ausgeliehen werden.
Weitere Titel von Patricia Highsmith im Punktschriftbestand
Als Hörbuch sind insgesamt 25 Titel von Patricia Highsmith ausleihbar, unsere Bibliothekare beraten Sie gern!

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Božena Nemcová: "Die Großmutter"

Jana Waldt
[Hörbücherei]
Božena Némcová gilt als bedeutendste Vertreterin der tschechischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Das nun von mir näher vorgestellte Buch ist ihr bekanntestes "Babicka", dt. "Die Großmutter". Es erschien erstmals 1855. In ihm verarbeitete sie u. a. ihre Kindheitserlebnisse.
Im Mittelpunkt des Romans, der im Riesengebirge spielt, steht die Großmutter. Sie ist gütig, warmherzig - genau das, was man sich als Kind wünscht. Als ihr Schwiegersohn eine neue Arbeit antritt, durch die er nur in den Sommermonaten bei seiner Familie sein kann, bittet ihre Tochter darum, zu ihnen zu ziehen, damit sie ihr im Haus und bei den Kindern helfen kann. Schweren Herzens gibt sie ihre geliebte kleine Hütte auf, verabschiedete sich von ihren Nachbarn, die sie nicht gern gehen ließen, und fährt zur Tochter. Dort wird sie voller Freude von ihren Enkeln empfangen. Božena Némcová schildert nun das tägliche, doch recht einfache Leben mit der Tochter und den Enkeln. Sie tut dies in einer klaren deutlichen Sprache, schmückt nichts aus. Die Großmutter ist das Zentrum der Familie. Egal, mit welchem Anliegen die Enkel kommen, Großmutter weiß immer Rat. Durch ihre liebenswürdige Art sucht sogar die Fürstin, in deren Diensten ihr Schwiegersohn steht, ihre Nähe.
Eigentlich geschieht im ganzen Buch nichts Aufregendes - die Menschen leben harmonisch miteinander - und trotzdem ist das Buch nicht langweilig.
Ich kann es jedem empfehlen, der in unserer doch recht schnelllebigen und hektischen Zeit entspannen möchte. Es macht Freude, es zu lesen und erinnert - wenn man Glück hat - an die eigene Großmutter. Mir ging es jedenfalls so.
Sie können diesen Roman auf einer CD DAISY unter der Bestellnummer H001910 hören. Die Spieldauer beträgt 11:43 h. Gelesen wurde er von Renate Cyll.
Auch in Kurzschrift ist er ausleihbar - hier unter der Bestellnummer 2380. Er umfasst 6 Bände.
Zudem befindet sich im Bestand der Hörbücherei von Božena Némcová das Hörbuch "Das goldene Spinnrad und andere tschechische und slowakische Märchen", welches das bekannte Märchen "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" enthält - Bestellnummer: H003102.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

LOUIS

Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander (Tel.: 0341 7113-145, Fax: 0341 7113-125, E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de).
Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

Große Dateien verschicken - aber wie?

Ulrich Jander
Früher war das meistens kein großes Problem, die Dateien waren nicht sehr groß, gerade im MS-DOS-Betriebssystem konnte man Dateien von ihrer Größe her bequem auf eine Diskette kopieren. Diese Zeiten sind lange vorbei; jetzt nimmt man eine entsprechend große Speicherkarte mit genügend großer Speicherkapazität und kopiert viele und auch sehr große Dateien auf diese Karte. Aber wie verhält man sich, wenn man keine Karte verschicken möchte, aber Dateien trotzdem an einen anderen Ort gelangen sollen? Sehr häufig wird hierfür das im Computer vorhandene E-Mailprogramm verwendet, z.B. Outlook oder Outlook Express. An eine verfasste E-Mail kann man eine Datei oder auch mehrere Dateien einfügen und auf diesem Weg verschicken. Jedoch die Größe der E-Mail ist sehr beschränkt und hängt von mehreren Faktoren ab, u.a. von der Größe des Postfaches des Empfängers. Ca. 10 MB sollten in aller Regel nicht überschritten werden.
Was kann man tun, wenn die einzelne Datei jedoch größer ist? Man könnte die Datei mit einem Programm teilen und dann verschicken. Es gibt aber auch Situationen, in denen die beiden technischen Geräte, Absender und Empfänger, nicht ohne weiteres zusammenpassen. Z. B. ist das der Fall, wenn man ein iPhone der Firma Apple sein Eigen nennt und die damit aus dem Internet geholten Informationen bzw. Dateien auf einen PC mit Windows-Betriebssystem übertragen werden sollen. Man könnte in diesem Fall die Software iTunes von Apple einsetzen, an deren Bedienung man sich jedoch erst einmal gewöhnen muss.
Als Alternative für solche Einsatzfälle der Übertragung von Dateien bietet sich heutzutage auch das Internet an; und das funktioniert einfacher als man denkt. Dazu möchte ich heute das kostenfreie Angebot von File to send vorstellen, eine deutschsprachige Internetseite, die man mit seinem Internetprogramm, dem Browser, mit der folgenden Adresse erreicht:
www.file2send.de
Es ist bei Adressen im Internet durchaus gebräuchlich, dass für das englische Wort "to" die Ziffer zwei eingesetzt wird. Wenn man die Internetadresse aufgerufen hat, wird man zuerst aufgefordert, eine sichere Verbindung, die andere nicht einsehen können, mit Okay zu bestätigen. Die jetzt vorliegende Internetseite besteht, abgesehen von Werbung, im Wesentlichen aus vier Überschriften, die sowohl Text als auch Eingabemöglichkeiten enthalten. Vor der ersten Überschrift mit der Bezeichnung "Absender" steht folgender kleiner Hinweistext, Zitatbeginn:
"Zielpostfach zu klein oder E-Mail zu groß?
Sie wollen schnell und einfach große Dateien verschicken?
Dann testen Sie file2send.de!
Sparen Sie Bandbreite, indem Sie große Dateien über unseren Dienst verschicken. Die Datei muss somit nicht in das größere E-Mail-Format umgewandelt werden." Zitatende.
Nach der ersten Überschrift "Absender" kann man den eigenen Namen und seine E-MailAdresse eintragen, man muss es aber nicht. Im Bereich der zweiten Überschrift "Empfänger" kann man den Namen angeben, an welchen die Datei geschickt werden soll. Die Angabe der E-Mail-Adresse ist Pflicht, denn der Empfänger erhält eine Mail, in der u.a. ein Link auf eine Internetseite enthalten ist, auf der dann die gesandte Datei heruntergeladen werden kann. Eine Sprache kann in der zweiten Überschrift auch ausgewählt werden; vorausgewählt ist deutsch. Die dritte Überschrift befasst sich mit der Dateiauswahl. Wichtig ist: 500 MB als Obergrenze darf die Datei groß sein, und es kann bei einer Übertragung im Internet immer nur eine Datei verschickt werden. Möchte man eine ganze Reihe an Dateien versenden, dann muss man vorher all diese Dateien mit einem Programm packen, z. B. mit Winzip oder Winrar. Es ist dann auf der Internetseite in einem Eingabefeld innerhalb der Überschrift "Dateiauswahl" der komplette Pfad und der Dateiname anzugeben, der gesendet werden soll. Diese Mühe braucht man sich auch nicht zu machen, wenn man stattdessen den nach dem Eingabefeld befindlichen Schalter "durchsuchen" betätigt. Dargestellt wird das typische Öffnen-Fenster mit der Möglichkeit der Angabe des Dateinamens, mit der Auswahl des konkreten Ortes der zu versendenden Datei (Laufwerk und Ordner) sowie mit der Auswahlliste der Dateien bezogen auf den eingestellten Ordner. Die Datei, die man in diesem Fenster ausgewählt und mit dem Schalter „Öffnen“ bestätigt hat, wird in das darüberliegende Eingabefeld mit Laufwerk und Pfad übernommen. Wenn man möchte, dann besteht in der vierten Überschrift "Erweiterte Angaben" die Möglichkeit, an den Empfänger eine Nachricht und ein Betreff zu schicken. Anschließend gelangt man zum Schalter "Abschicken", der die Übertragung der Datei startet. Vor dem Schalter steht der wichtige Hinweis, dass das während der Übertragung, also des Hochladens oder Uploads, geöffnete Fenster nicht geschlossen werden darf, da sonst dieser Übertragungsprozess abbricht. Ist die Übertragung oder der Upload komplett und erfolgreich durchgeführt, dann wird dies auf einer neuen Internetseite von file2send.de in einer eigenen Überschrift benannt, und es wird durch einen Link darauf hingewiesen, dass bei Aktivierung des Links eine weitere, auszuwählende Datei gesendet werden kann. Der Übertragungsvorgang ist mit dieser Meldung beendet.
Der Empfänger erhält von file2send.de eine E-Mail, die einige Erläuterungen und den Link enthält, der zum Herunterladen der Datei auf den Rechner des Empfängers führt. In der E-Mail wird u.a. erklärt, wie oft die Datei heruntergeladen werden kann und in welchem Zeitraum dies möglich ist. Aktiviert man den Link zum Herunterladen, dann wird eine Internetseite von file2send.de aufgerufen. Unter der dortigen Überschrift "Dateidownload" ist der Link "download" zu finden, der bei Aktivierung das Fenster mit der Fragestellung öffnet, ob die konkrete Datei mit Namensnennung gespeichert oder geöffnet werden soll. Betätigt man den Schalter "speichern", wird das Fenster zum Speichern der Datei mit Nennung und Auswahlmöglichkeit des Speicherortes angezeigt. Die Datei kann jetzt in den angezeigten bzw. ausgewählten Ordner beim Empfänger gespeichert werden. Das Herunterladen funktioniert zwar schneller als das Hochladen, benötigt aber dennoch eine gewisse Zeit. Sowohl beim Hoch- als auch Herunterladen werden Prozentangaben, abgelaufene und noch bevorstehende Zeit genannt und angezeigt. Auch der PC-Nutzer mit einem Bildschirmausleseprogramm, Screenreader, wird bei diesen Abläufen nicht im Unklaren gelassen. Insgesamt ist einzuschätzen, dass die Internetseiten von file2send.de durch den Einsatz von Überschriften gut aufgebaut und bedienbar sind.
Zum Schluss ist noch anzumerken, dass es neben file2send.de auch andere Internetangebote zur Übertragung von Dateien gibt. Zu nennen ist dabei z. B. www.dropbox.com als sehr bekannte Internetplattform zum Übertragen von Dateien. Hier können sogar Dateien bis zu einer Größe von 2 GB kostenfrei übertragen werden. Der Umgang mit Dropbox ist jedoch nicht ganz so einfach wie bei file2send.de; denn es muss zuerst ein Programm heruntergeladen und installiert werden. Bei file2send.de ist dies nicht erforderlich.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Übertragen von Dateien über das Internet. Bei Fragen und Anregungen stehe ich Ihnen gern in der DZB zur Verfügung.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Info-Service

Theater in der DZB!!!

Heidrun Güntzel
Museumsnacht in Halle und Leipzig 2012: Zu Zeiten, an denen wir sonst langsam ans Schließen unseres Hauses denken, öffneten wir es unter dem Motto der Museumsnacht n a c h t -a k t i v erst recht. Und gleich gab's Theater. Die Schauspielerin und langjährige Sprecherin an unserem Haus, Maja Chrenko, spielte das Kindertheaterstück "Der Würfelkönig und das schönste Spiel der Welt". Und es war eine dreiviertel Stunde sehr vergnüglich, ein 4-Personen-Stück von nur einer Schauspielerin gespielt zu erleben.
Einige Kollegen öffneten ihre Produktionsbereiche. Der Besucher konnte erfahren, welche Mühe, Phantasie und Fingerfertigkeiten zur Erstellung eines Reliefs nötig sind. Der Druck eines Buches in Blindenschrift und auch die klassische Buchbindekunst waren erfahrbar. Besonderen Spaß machten unseren Besuchern auch die eigenen Versuche in Blindenschrift-Übersetzung, das Lösen eines Literatur-Quiz, welches barrierefrei angeboten werden konnte, und andere Spiele rund ums Thema "Lesen und Spielen mit Behinderung". Ein gelungener Abend für unsere Gäste und auch für die Kollegen des Hauses. Die Zeit verging wie im Flug. Aber im nächsten Jahr gibt's uns ja wieder bei der Museumsnacht.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Nachtragskataloge 2011 der Bibliothek sind lieferbar!

Jana Waldt
Ab sofort steht Ihnen für die Hörbuchauswahl der "Nachtrag 2011" in allen Editionsformen zur Verfügung - gedruckt als Broschur zum Preis von 15,00 EUR (BNV 7235) oder aber als CD DAISY mit synthetischer Stimme auf 4 CDs für 12,00 EUR (BNV 7234). Die DAISY-Version ist wie jedes Jahr auch ausleihbar (H020996). Zu beachten ist aber, dass der Nachtragskatalog auf DAISY-CD in MP3-Abspielgeräten aufgrund seiner tiefen Strukturierung nicht einwandfrei abspielbar ist.
Seit Anfang des Monats ist auch der Hörbuch-Gesamtkatalog auf CD-ROM für den Computer in der Fassung 31.12.2011 erhältlich. Hier erhalten Sie für 25,60 EUR fünf Jahre lang ein kostenloses jährliches Update sowie die monatliche Updatemöglichkeit über das Internet (BNV 7314).
Auch die Nachtragskataloge 2011 für die Punktschriftleser liegen nun fast vollständig vor. Sofort lieferbar sind der Nachtrag für die leihbare Vollschrift-Literatur - eine Broschur zum Preis von 5,10 EUR (BNV 7237) bzw. ausleihbar (BNA 16255) sowie der Musikaliennachtrag - eine Broschur zum Preis von 5,10 EUR (BNV 7238) bzw. ausleihbar (BNA M 6189).
Der Nachtrag für die leihbare Kurzschrift-Literatur wird ebenfalls in Kürze vorliegen. Ihre Bestellungen für dieses Verzeichnis nehmen wir gern schon entgegen.
Selbstverständlich sind auch weiterhin unsere Gesamtkataloge sowie Nachtragskataloge älterer Jahrgänge erhältlich. Wir beraten Sie gern:

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Unser Angebot zur SightCity 2012

Heidrun Güntzel
Auch 2012 ist die DZB mit einem Stand auf der SightCity in Frankfurt am Main vertreten. Die größte Hilfsmittel-Fachmesse findet vom 23. bis 25. Mai statt. An unserem Gemeinschaftsstand mit MEDIBUS e.V. und der Westdeutschen Blindenhörbücherei e.V. (Standnummer H1) können Sie in unserem aktuellen Angebot an Braille-Büchern, Atlanten und Kinderbüchern blättern und stöbern.
Das besondere Highlight unserer diesjährigen Messepräsentation wird mit Sicherheit unser neuer Reliefwandkalender für das Jahr 2013. Dieser Kalender entstand in Zusammenarbeit mit dem Naturkundemuseum Leipzig. Unter dem Titel "Natur be-greifen" sind ausgewählte Exponate aus den Sammlungen der Geologie, Zoologie und Botanik dargestellt. Dieser Kalender ist durch seine Farbdrucke, die Reliefdarstellungen, die kurzen Texte in Schwarz- als auch in Brailleschrift ein bildendes Kunstwerk. Und das Beste: Sie können sich den Kalender nicht nur ansehen, Sie können ihn auch gleich mit nach Hause nehmen.
Mit Eric T. Hansen, einem Amerikaner in Deutschland, haben schon unsere Bibliotheksnutzer mit seinem "Deutschland-Quiz" Bekanntschaft geschlossen. Mit dem Blick eines Fremden auf Deutschland hat er uns Unglaubliches über unser eigenes Land erzählt und auch zum Lachen gebracht. Ähnlich ist sein neues Buch "Forbetter your English". Er zeigt Stolperfallen der englischen Sprache auf, in die der deutsche Sprachbegabte zu gern stolpert und über die er als "Native-Speaker" immer wieder schmunzeln muss.
Da wir uns gerade auf der vergnüglichen Seite bewegen - passend zur Fußball-EM präsentiert die DZB "Keiner verliert ungern : neue Sprüche und Weisheiten der Fußballstars". Durchaus auch für Fußballmuffel ein witziges Buch.
Über ein sehr schönes Kinderbuch wäre auch zu sprechen. Wir bringen zur SightCity ein neues, altbekanntes Kinderbuch von S. Marschak mit: "Das Tierhäuschen".
In diesem Buch verteidigen Frosch, Maus, Hahn und Igel ihr kleines Häuschen gegen die drei schlimmen Räuber Wolf, Bär und Fuchs. Die leicht verständlichen Verse sind einprägsam, die Dialogform der Verse animiert zum Nachspielen schon mit den Kleinsten. Die farbig unterlegten Reliefdarstellungen unterstreichen die Poesie dieses Kinderbuchklassikers. Weiterhin können Sie Bekanntschaft mit zwei Prototypen der neuen Taschenbuchreihe für Kinder schließen: "Mini-Pocket". Mehr dazu in der nächsten Ausgabe der DZBN.
An unserem Stand gibt es auch die Möglichkeit, die neuesten Grußkarten gleich auszuprobieren. Sie können von der SightCity 2012 Grüße an Ihre Freunde, Bekannte und Verwandte schicken. Sie wissen, zwischenmenschliche Kontakte leben von Pflege und Literatur vom Weitersagen. Wir freuen uns auf Sie!

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

"Blickpunkt Auge" online

Seit 19. April können sich Augenpatienten, ihre Angehörigen und die interessierte Öffentlichkeit online unter www.blickpunkt-auge.de über die Patientenangebote des DBSV und der "Blickpunkt Auge"-Modellregionen informieren. Die Webseite des Beratungs- und Unterstützungsangebots für Menschen mit erworbenen Sehbeeinträchtigungen umfasst zurzeit Informationen zum Projekt "Blickpunkt Auge" (BPA) und dessen Angebot, eigene Seiten für die Modellregionen Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein sowie einen Terminkalender. In Vorbereitung sind noch ein Komplex "Wissen" mit Informationen zu Augenerkrankungen, spezialisierten Augenoptikern und Psychologen/Psychotherapeuten sowie ein interner Bereich für die BPA-Beratenden.
[Quelle: Newsletter "DBSV-direkt"]

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Saisonstart im Blindenfußball

Im April startete die Deutsche Blindenfußballbundesliga in ihre fünfte Saison. Acht Teams aus ganz Deutschland sind in diesem Jahr mit von der Partie. Neben Titelverteidiger MTV Stuttgart und Vize-Meister Sportfreunde Blau-Gelb Marburg ringen der PSV Köln, der VfB Gelsenkirchen und der Chemnitzer FC sowie die Spielgemeinschaften ISC Victoria Dortmund / FC St. Pauli, BFW Würzburg / Guide Dogs Mainz und LFC Berlin / Eintracht Braunschweig um die Plätze.
Vier der insgesamt sechs Spieltage werden unter dem Motto "Mit Fußball in die Mitte der Gesellschaft" in zentraler Innenstadtlage ausgespielt. So soll der breiten Öffentlichkeit gezeigt werden, dass auch blinde und sehbehinderte Menschen mitten im Leben stehen und zu sportlichen Höchstleistungen in der Lage sind.
Die Spieltage
In diesem Jahr wird die europaweit einzigartige Spielrunde als einer der 365 ausgewählten Orte im Wettbewerb "Deutschland - Land der Ideen" prämiert. Der DBSV fördert die Teams und finanziert die Hörkommentare. So können blinde und sehbehinderte Fußballfans die Beschreibungen der Ligaspiele direkt am Spielfeldrand über Funkkopfhörer oder zu Hause im Internet verfolgen (www.blindenfussball.de).
[Quelle: Newsletter "DBSV-direkt"]

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Filmfestival der Aktion Mensch

Am 20. September 2012 startet das 5. bundesweite Filmfestival der Aktion Mensch. Bis Mai 2013 wird es unter dem Titel "überall dabei" durch 40 deutsche Städte touren. In jeder Stadt werden sechs Filme aufgeführt, bei denen es um Behinderungen und außergewöhnliche Lebensentwürfe geht.
Die Aktion Mensch hat im Jahr 2006 erstmals die Frage gestellt: "In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?", und plädiert seitdem auch mit ihrem Filmfestival für das gemeinsame Diskutieren über eine lebenswerte, gerechte und menschenwürdige Gesellschaft.
Das Filmfestival "überall dabei" ist einzigartig in Deutschland, weil es barrierefrei organisiert ist und z.B. Audiodeskriptionen (Hörbeschreibungen) zu den Filmen bereitstellt sowie Gebärdensprachdolmetscher für die begleitenden Diskussionen einsetzt.
Vielfalt und Veränderung sind auch zentrale Themen der Filme des Festivals. In ihnen stehen Menschen im Mittelpunkt, deren Leben sich wandelt und die unterschiedliche Barrieren überwinden. Einer der Filme ist der spannende koreanische Thriller "Blind" mit einer blinden Polizeischülerin als Hauptfigur. Für alle sechs Filme wurden von der Deutschen Hörfilm gGmbH Audiodeskriptionen erstellt.
Die Filme und Spielorte im Einzelnen stellen wir Ihnen in der nächsten Ausgabe der DZBN vor.
[Quelle: Pressemitteilung]

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Die DZB beim Louis Braille Festival

Heidrum Güntzel
Das Louis Braille Festival der Begegnung 2012 findet in der Zeit vom 1. Juni bis 3. Juni 2012 im und um das Tempodrom statt. Das Festivalgeschehen umfasst verschiedenste Möglichkeiten, Sport als Zuschauer oder als aktiver Sportler zu erleben, aber auch Musik von Bach über Irish Folk bis Jazz, bildkünstlerische Angebote, Filme, Tanzen, naturheilkundliche Workshops, auch Kochen für Blinde und Sehbehinderte und noch viele andere Angebote. Zum gesamten dreitägigen Festivalgeschehen sind Sie herzlichst eingeladen.
Wenn Sie die DZB auf dem größten europäischen Festival für Blinde und sehbehinderte Menschen treffen möchten, können Sie unseren Mitarbeitern an einem Gemeinschaftsstand mit der Westdeutschen Blindenhörbücherei e. V. auf dem Außengelände des Tempodroms begegnen. Dort findet am 2. Juni von 10-17 Uhr der "Markt der Begegnungen" statt. Natürlich werden wir Ihnen unsere diesjährigen Produkte präsentieren, vom neuen Relief-Wandkalender für 2013 bis hin zu Neuerscheinungen aus unserem Punktschrift- und Hörbuchangebot.
Und damit, wie es sich für zwei Büchereien gehört, ein Treffen mit Ihnen auch wirklich ein literarisches Treffen werden kann, haben wir uns etwas einfallen lassen. Lassen Sie sich überraschen!

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Das Programm zum Louis Braille Festival steht

Zu den Höhepunkten des Festivals, das vom DBSV und seinem Berliner Landesverein ABSV ausgerichtet wird, gehören die Abendveranstaltungen: ein Comedy-Programm am Freitag, unter anderem mit dem Berliner Kabarettisten und Bestsellerautor Horst Evers, und die 100-Jahre-DBSV-Show am Samstag - eine Quiz- und Spielshow mit prominenten Gästen, darunter TV-Moderatorin Nina Ruge, die gemeinsam mit dem blinden Kabarettisten Dr. Dietrich Plückhahn durch das Programm führt.
Joana Zimmer, Corinna May und die portugiesische Sängerin Dona Rosa bringen ihre ganz persönlichen Noten ein - von Pop über Jazz, Blues und Soul bis Fado. Und wenn die Bands "Overback" und "Blind Foundation" loslegen, wird es kaum noch jemanden auf den Stühlen halten. Aber Prominenz ist nicht alles! Beim Louis Braille Festival stehen gerade auch blinde und sehbehinderte Menschen auf der Bühne, die keinen großen Namen haben. Das Festival verspricht also viele Entdeckungen.
Entdecken können die Besucher auch sich selbst, etwa am Kletterturm oder im Fahrsimulator, beim Malen oder Modellieren, beim Schminken, Singen und Tanzen oder auch beim Blindenfußball-Schnuppertraining. Zahlreiche Mitmachangebote und Workshops erfüllen den Festivalnamen mit Leben: Das Louis Braille Festival der Begegnung bringt die Menschen einander näher und sorgt für neue Bekanntschaften und Freundschaften.
Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei! Wichtig ist nur, dass Sie sich so schnell wie möglich anmelden (Tel.: 0 30 / 25 00 23 84). Denn nur für angemeldete Besucher liegt der Festivalpass bereit, den Sie brauchen, um in das Tempodrom hineinzukommen.
Daten und Fakten zum Festival
Freitag, 1. Juni 2012, 14 Uhr, bis Sonntag, 3. Juni 2012, 14 Uhr, Berlin, Tempodrom am Anhalter Bahnhof. Eintritt frei!
Infos, Hotelbuchung und Anmeldung
Tel.: 0 30 / 25 00 23 84
Mo.-Fr. 9-19 Uhr, Sa. 10-18 Uhr,
So. 10-14 Uhr, feiertags 10-18 Uhr
oder www.dbsv-festival.de
Festivalbüro (Unterstützung bei Anmeldung, Reservierung und besonderem Assistenz-bedarf)
Tel.: 030 64081250
Mo., Di., Do. 9-12 Uhr, Mi. 9-17 Uhr,
sonst AB
E-Mail: info@dbsv-festival.de
[Quelle: Newsletter "DBSV-direkt" ]

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Preisträger beim 10. Deutschen Hörfilmpreis

Weitere Informationen unter: www.deutscher-hoerfilmpreis.de

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Impressum

Herausgeber, Herstellung, Vertrieb
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)
Staatsbetrieb des Freistaates Sachsen
Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig
Tel.: 0341 7113-0
Fax: 0341 7113-125
E-Mail: info@dzb.de
www.dzb.de
Redaktion
Karsten Sachse
Tel.: 0341 7113-135
E-Mail: verlag@dzb.de
Abonnements, Anzeigen
Sylvia Thormann
Tel.: 0341 7113-120
E-Mail: abo@dzb.de
»DZB-Nachrichten« erscheint zweimonatlich im Jahresabonnement wahlweise als CD-DAISY, in Blindenkurzschrift und in Schwarzschrift.
Jahresbezugspreis: 9,00 Euro.
Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«.
Online unter www.dzb.de/zeitschriften
Das Abonnement gilt bis zum Ende des Kalenderjahres und verlängert sich automatisch um ein Jahr, wenn es nicht spätestens bis zum 30. September gekündigt wird. Bei Bestellung im laufenden Kalenderjahr erfolgt die Preisberechnung anteilig.
Es gelten unsere AGB vom 01.01.2011. Die vollständigen AGB finden Sie im Internet unter www.dzb.de/agb, auf Wunsch senden wir Ihnen diese gern zu.
DZB 2012

Wir werden unterstützt von:

Förderverein »Freunde der DZB e.V.«
www.freunde-der-dzb.de

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Zurück zum Inhaltsverzeichnis