DZB-Nachrichten

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 5 – 2012

September / Oktoberr

22. Jahrgang


Inhalt

Vorbemerkung

Postecke

"argon daisy edition" in der DZB

argon daisy edition in der Ausleihe

argon daisy edition zum Kauf

Einblicke

Zum Artikel von George Kerscher

Die Zukunft der digitalen Literatur aus Sicht eines Optimisten

Umfrage zur DZB - eine erste Nachlese

Die Kramkiste

Hermann Hesse: "Kinderseele"

Wilhelm Hauff: "Die Bettlerin vom Pont des Arts"

LOUIS

Noxon dRadio 110

Info-Service

Medibus-Tagung

Talliner Tagung

Die DZB auf der REHACARE 2012

Das Telefon und seine Verbindungen

Hinweiskarte ermahnt Gehwegparker

Immer mehr ältere Menschen nutzen das Internet

Schon heute an Weihnachten denken

Impressum

Vorbemerkung

Mit einer ganz besonderen Neuerung dürfen die Hörerinnen und Hörer unter unseren Kunden rechnen: Die DZB erweitert ihren Service mit dem Kauf- und Ausleihangebot kommerzieller Hörbuchtitel aus der "argon daisy edition"! Mehr dazu erfahren Sie nach der "Postecke" in einem Beitrag von der Leiterin unserer Abteilung BBV. Zum gleichen Thema enthält die Brailleausgabe eine gedruckte Beilage mit dem Verzeichnis aller angebotenen Titel aus dem Argon-Verlag. Die Hörer erhalten diese Informationen auf der CD im Verzeichnis der "DAISY-Übernahmen und -Konvertierungen" in zwei neuen Kapiteln.
In den Inhalt der CD wurde außerdem noch einmal das Verzeichnis der DAISY-Übernahmen aus der letzten Ausgabe aufgenommen. Aufgrund eines technischen Fehlers war dieses auf vielen ausgelieferten CDs nicht lesbar. Wir bitten dies zu entschuldigen.
In der Rubrik "Einblicke" finden Sie einen Beitrag vom Geschäftsführer des DAISY-Konsortiums, George Kerscher, über die Zukunft der digitalen Literatur. In einem Vorwort stimmt Sie Dr. Thomas Kahlisch, Direktor der DZB, auf den Artikel ein und beschreibt die diesbezügliche Position der DZB.
Neben diesen beiden Hauptschwerpunkten erwartet Sie wie gewohnt eine bunte Informationsfülle.
Es grüßt herzlich
Ihr Karsten Sachse.

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Postecke

Die Veröffentlichungen müssen nicht mit der Redaktionsmeinung identisch sein. Aus redaktionellen Gründen behalten wir uns Kürzungen vor. Wenn Sie keine Veröffentlichung wünschen, vermerken Sie dies bitte.

Nachlese

»(…) Nach erfolgreicher Facharbeiterprüfung 1975 im Rehabilitationszentrum Karl-Marx-Stadt erhielt ich - wie damals üblich - eine 7-Punkt-Stenomaschine zur Berufsausübung. Diese habe ich seither bewahrt. Leider habe ich mich vom Zubehör getrennt, als ich sie nicht mehr nutzte.
Nun möchte ich diese Maschine einem Museum überlassen. Da wäre es natürlich schön, wenn auch Zubehör vorhanden ist.
Hat jemand noch irgendwo eine Spule zum Aufwickeln des Streifens oder gar die Umwickelvorrichtung, die sie oder er zur Verfügung stellen könnte? Kurbeln habe ich selbst noch. Wer helfen kann, melde sich bitte bei Roland Gotscha Tel. 0345 9773121. (…)«
[Herr Roland Gotscha aus Halle per E-Mail]

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"argon daisy edition" in der DZB

Christiane Felsmann
Rufus Beck, Dietmar Bär oder Senta Berger - Wer kennt sie nicht?! Diese und noch viele weitere Schauspieler, Sprecher und bekannte Persönlichkeiten geben seit 2008 ihre Stimmen den DAISY-Büchern des Argon Verlags Berlin. Die Titel der "argon daisy edition" verbinden die Vorteile eines kommerziellen Hörbuches mit dem DAISY-Format: Aktuelle Titel - von prominenten Sprechern gelesen - gibt es auf einer CD mit allen DAISY-Navigationsmöglichkeiten.
Da wir als Experten der DAISY-Technik von Beginn an in die Entwicklung dieser Buchreihe involviert waren, möchten wir nun unserer Zusammenarbeit besonderen Ausdruck verleihen: Wir werden mit Beginn des Monats September 2012 eine Reihe von Titeln in die Hörbücherei einstellen und das gesamte Spektrum von nunmehr 300 DAISY-Titeln zum Kauf anbieten. Verpackt sind die einzelnen Bücher in einer DVD-Box mit Braille-Aufschrift, so dass sich Autor und Titel bereits auf der Hülle erkennen lassen.
Die DAISY-Hörbücher sind dem "Typ 2.02" zuzuordnen, das heißt, sie verbinden Audioinhalte mit einem textlichen Inhaltsverzeichnis. Die Buchaufsprache entspricht dem jeweiligen Titel der Audio-CD. Dies bedeutet auch, dass der Großteil der Bücher gekürzt ist. Ungekürzte Lesungen sind immer entsprechend als solche gekennzeichnet. Den DAISY-Titeln werden vorwiegend Informationen aus dem Booklet wie etwa Pressestimmen oder Autoren- und Sprecherviten hinzugefügt. Zu einigen ausgewählten Titeln gibt es weitere ausführliche Hintergrundinfos. Die DAISY-Struktur lehnt sich an den Standard der Medibus-Hörbüchereien an, so dass sich grundsätzliche Informationen in allen Titeln an der gleichen Stelle befinden.
Wir informieren Sie in dieser Ausgabe ausführlich über das gesamte Angebot. In den kommenden Ausgaben Bücherliste finden Sie von nun an die aktuellen und neuen Angebote in Hörbücherei und Verkauf.
argon daisy edition in der Ausleihe
Die Hörbücherei erhält eine Auswahl von Hörbüchern des ARGON-Verlages, um diese in die Ausleihe aufzunehmen. Aktuell handelt es sich hierbei um 125 Titel aus den Jahren 2009 bis 2011. Eine Übersicht über diese Titel finden Sie in der Hörfassung der "DAISY-Übernahmen und -Konvertierungen" dieser Ausgabe unter "Übernahmen aus der argon daisy edition".
Sie können diese Hörbücher wie gewohnt bei uns bestellen. Die Titel werden ausschließlich in der Box angeboten, die individuelle Sofortausleihe - die Sofortbrennung der CD auf Hörerwunsch - ist für diese Bücher leider nicht möglich.
Wünschen Sie einen brandaktuellen Titel? Diesen erhalten Sie gern im Verkauf.
argon daisy edition zum Kauf
Aktuelle Bücher in großer Auswahl - und das im DAISY-Format. Als Geschenk, für zu Hause, oder einfach, um es selbst zu besitzen. Kinderbücher, Bestseller und auch Sachbücher; von "Suse Sausewind" bis zum aufgesprochenen "Bürgerlichen Gesetzbuch" finden Sie fast alles in der argon daisy edition.
Sie können die Bücher unkompliziert in der DZB per Internet, Mail, Telefon oder Brief bestellen. Gern beraten wir Sie bei der Auswahl.
Die zuständige Mitarbeiterin Ilona Portleroy erreichen Sie unter der Rufnummer 0341 7113 119 oder schreiben Sie eine Mail an verkauf@dzb.de!

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Einblicke

Zum Artikel von George Kerscher

Dr. Thomas Kahlisch
Es freut mich besonders, dass wir in der aktuellen Ausgabe der DZB-Nachrichten einen Artikel des Geschäftsführers des DAISY-Konsortiums präsentieren können: "Die Zukunft der digitalen Literatur aus Sicht eines Optimisten" von George Kerscher. Ich habe Dr. Kerscher, der sich als blinder Informatiker schon seit vielen Jahren im Bereich des barrierefreien Zugangs zu Informationen engagiert, immer als Optimisten und Visionär erlebt. Angekurbelt durch stark wachsende e-Book-Verkäufe auf dem amerikanischen Buchmarkt stellt er in seinem Artikel anschaulich dar, welche Potenziale in der neuen Generation digitaler Buchangebote für blinde und sehbehinderte Literaturfreunde liegen.
Nach einem kurzen Blick in die Geschichte der digitalen Bücher widmet er sich dem neuen e-Book-Standard EPUB 3. Das Besondere an diesem neuen Format ist, das sowohl Verlage als auch die Anbieter von Lesegeräten und entsprechender Internetdienstleistungen an der Definition mitgewirkt haben, und der Standard somit eine breite Akzeptanz bei der Industrie und den Anbietern von Inhalten finden kann. Dazu kommt, dass neben Dr. Kerscher selbst, verschiedene Techniker des DAISY-Konsortiums an der Spezifikation des neuen Formates mitwirkten. Konsequent nennt das Konsortium die Bestandteile des EPUB 3 - Formates, die einen barrierefreien Zugang zu den Informationen sichern, "DAISY Version 4".
Der Autor deutet in seinem Artikel an, welche Möglichkeiten entstehen, wenn Texte, Grafiken, mathematische Ausdrücke aber auch Ton- und Video-Spuren in ein elektronisches multimediales Buch integriert werden. Das Potenzial des DAISY 4 - Formates wird dabei deutlich, in dem Buchinhalte für jedermann zugänglich gestaltet werden können. Der Autor weist gleichzeitig auf die Tatsache hin, dass diese Buchinhalte entsprechend gestaltete Endgeräte benötigen, wenn blinde oder sehbehinderte Anwender davon profitieren sollen. Am Ende des Artikels steht ein Appell an die Nutzer bzw. Käufer, barrierefrei gestaltete Endgeräte und Buchinhalte einzufordern und zu kaufen.
Als Fazit für unsere Arbeit in der DZB ziehe ich die Schlussfolgerung, dass wir diese neuen Entwicklungen unbedingt im Auge behalten und die Anwendungsfelder des neuen Standards genau kennen und nutzen sollten. Wie die wachsende Verbreitung sogenannter Smartphones bei blinden und sehbehinderten Anwendern zeigt, entsteht hier ein völlig neuer und komfortabler Weg zum Wissen der Welt, der vor einigen Jahren noch unvorstellbar war. Auch die Produktion von Braillebüchern und Großdruckpublikationen kann von diesen neuen Technologien wesentlich profitieren.
Als Blindenbibliothek sind wir angehalten, diese neuen Wege gemeinsam mit unseren Nutzern zu deren Vorteil zu erschließen. Ich stimme Dr. Kerschers optimistischer Einschätzung zu: Dank der gemeinsam mit den Verlagen zu entwickelnden Verfahren und Methoden zur barrierefreien Aufbereitung von Inhalten werden Lesefreunde zukünftig in einem bislang unvorstellbaren Umfang flexibel und mobil Bücher lesen und hören.

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Die Zukunft der digitalen Literatur aus Sicht eines Optimisten

George Kerscher, PhD.
Während der Verkauf von Printerzeugnissen stagniert, steigen die Zahlen für digitale Bücher und andere Materialien sprunghaft an. Dieser erneute Höhenflug des digitalen Buchs begann 2009, und heute, 2012, haben wir bereits den Wendepunkt erreicht.
Zu dieser Revolution des digitalen Buchs hat vieles beigetragen, doch der wichtigste Einzelfaktor ist die zunehmende Verfügbarkeit digitaler Geräte. Wir können heute aus einer schier unbegrenzten Auswahl an Smartphones, iPhones, Tablets, iPads, Kindles, Nooks, Netbooks und Laptops wählen und so alles jederzeit und überall lesen.
Ein Blick zurück
Traditionell war barrierefreier Zugang kein Thema im Bereich der Printveröffentlichungen, war es doch unmöglich, ein gedrucktes Buch mit Funktionen auszustatten, die den Inhalt auch für blinde Leser erschlossen hätten. Es war ja gerade die Beschaffenheit gedruckter Bücher, die eine Neu- oder Andersnutzung unmöglich machte. Ein Buch war an Zeit, Ort und Format gebunden. Für blinde und lesebehinderte Nutzer musste eine komplett neue Version erstellt werden.
Anfang der 1990er-Jahre begannen die Verlage, Computer zur Erstellung von Dateien einzusetzen, die dann anschließend als gedruckte Bücher erschienen. Zu dieser Zeit konnten sich nur wenige Verleger eine Zukunft vorstellen, in der ihre Kunden digitale Bücher am Computer oder auf anderen Geräten lesen würden. So machten sich die Verlage auch keine Gedanken über Möglichkeiten, ihre Dateien für auf einzelne Kundengruppen zugeschnittene Produkte, wie z. B. eine Zusammenstellung einzelner Kapitel aus verschiedenen Büchern für eine bestimmte Lehrveranstaltung, anzupassen.
1999 sah es bereits so aus, als sei die Bewegung hin zu elektronischer Literatur für alle am Ende, und als 2003 auch noch die Technologieblase platzte, brach die E-Book-Industrie völlig ein. Das wird vielen Verlagen ganz recht gewesen sein, hatten sie sich doch in ihrer von Druckerzeugnissen beherrschten Welt ganz bequem eingerichtet. Sie sahen einfach nicht, welch gutes Geschäft mit digitalen Büchern zu machen wäre.
Doch bei einer Handvoll aufgeklärter Verlage wurde erkannt, wie wichtig es ist, Inhalte, d. h. geistiges Eigentum, im Hinblick auf Neu- und Wiederverwertung so wie Langlebigkeit zu erstellen, was ihnen schließlich einen Anfangsvorsprung im Wettbewerb der digitalen Verlagsangebote einbrachte.
Barrierefreiheit an vorderster Front
Digitale Verlagsangebote unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht stark von Druckerzeugnissen. Für Menschen mit Behinderungen ist der gravierendste Unterschied, dass ein barrierefreier Zugang in den Bereich des Möglichen gerückt ist, können doch sowohl Inhalte als auch Ausgabesysteme entsprechend angepasst werden. So sollte ein digitales Buch von vornherein für blinde oder lesebehinderte Menschen zugänglich sein.
Blinde Nutzer von Braillezeile und Screenreader waren von den 80er-Jahren an unter den ersten E-Text-Lesern. Daher war es nur konsequent, diesen reichen Erfahrungsschatz in die Entwicklung kommerzieller digitaler Bücher einzubeziehen. So haben sich blinde Menschen und sie vertretende Einrichtungen von Beginn an bei der Entwicklung kommerzieller digitaler Verlagsangebote eingebracht. Das DAISY-Konsortium (DAISY = Digital Accessible Information System) führte fortwährend Dialoge mit Verlagen und gab für viele Entwicklungen sogar den Anstoß. Im DAISY-Konsortium haben sich Einrichtungen aus aller Welt zusammengeschlossen, die blinde Menschen mit Literatur versorgen. Vollmitglieder aus den USA sind die Nationalbibliothek für Blinde und Körperbehinderte (NLS), Learning Ally (ehemals Recording for the Blind and Dyslexic), Bookshare und der nationale Blindenverband (NFB).
Auch die US-Regierung zeigt großes Engagement für Barrierefreiheit. So verfasste das Justizministerium 2011 einen Brief an die Bildungseinrichtungen und forderte sie darin zur Beschaffung und Nutzung barrierefreier digitaler Bücher und entsprechender Abspielgeräte auf. Im internationalen Bereich fordert die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen von den Staaten, den Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien zu gewährleisten. Bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) wurde der Entwurf zu einem Abkommen eingebracht, das den grenzüberschreitenden Austausch barrierefreier digitaler Bücher ermöglichen würde. Die Weltblindenunion (WBU), eine Lobbyorganisation mit Delegierten aus 190 Ländern, gehört zu den treibenden Kräften hinter der Initiative zum WIPO-Abkommen. Blinde Menschen machen in den Industrieländern nur einen geringen Teil der Bevölkerung aus. In den Entwicklungsländern dagegen ist ein viel größerer Anteil der Bevölkerung blind. Barrierefreie Produkte werden schließlich zur Erschließung neuer Märkte und zur Erhöhung der Verkaufszahlen beitragen.
Die ersten Lesegeräte
Die ersten digitalen Bücher waren einfach nur elektronische Versionen kommerzieller Titel, die auf ein kleines Lesegerät übertragen wurden. Die Verlage verstehen unter kommerziellen Büchern Romane oder populäre Sachbücher wie Biografien und Ratgeber, die hauptsächlich aus Text bestehen. Da sie einfach strukturiert und formatiert sind, konnten sie leicht für die ersten Lesegeräte angepasst werden. Schnell erkannten die Kunden, dass diese digitalen Bücher zwei große Vorteile hatten: Zum Einen konnten sie jederzeit, Tag und Nacht, gekauft werden und standen sofort zum Download bereit. Außerdem konnte man viele Titel gleichzeitig auf einem Lesegerät mitnehmen.
Doch die ersten Lesegeräte unterlagen noch großen Einschränkungen. Komplex gestaltete Materialien wie Lehrbücher mit Marginalien, Illustrationen und verschiedenen Schriftgrößen ließen sich darauf nicht anzeigen. Es gab auch keine Möglichkeit, Texte in Sprachen wie Japanisch anzuzeigen, die nicht mit römischen Buchstaben geschrieben werden. So blieben die gedruckten Bücher doch noch konkurrenzfähig. Schließlich stellten sie Inhalte perfekt dar, konnten überall hin mitgenommen werden und kamen ohne Akku aus. Und trotzdem Überstiegen in den USA ende 2010 die Verkäufe digitaler Versionen kommerzieller Bücher diejenigen für gedruckte Bücher.
EPUB 3: das erweiterte E-Book der Zukunft
EPUB 3 ist der vom International Digital Publishing Forum (IDPF), entwickelte offene Standard für die neue E-Book-Generation, der an der Dateiendung "epub" zu erkennen ist. Von Anfang an wurde bei der Entwicklung auf barrierefreien Zugang für blinde und lesebehinderte Nutzer geachtet. Die Experten für Barrierefreiheit und Verlagstechnologie des DAISY-Konsortiums arbeiteten Hand in Hand mit den großen Technikanbietern und Verlagen, und gemeinsam haben sie ein überaus leistungsfähiges Format entwickelt.
EPUB 3 liegt HTML 5 zugrunde, ein Format, das in immer mehr Geräte eingepflegt wird. Darüber hinaus unterstützt EPUB 3:
Da kann das gute alte gedruckte Buch doch gar nicht mehr mithalten!
Barrierefreier Zugang für blinde Menschen ein Muss
Es ist unerlässlich, dass sowohl die digitalen Publikationen im EPUB-Format als auch die genutzten Lesesysteme barrierefrei sind, denn ein perfektes EPUB-Dokument bleibt unzugänglich, solange es nicht auf einem sprechenden und für blinde Menschen bedienbaren Lesegerät angezeigt wird. Lesesysteme und EPUB-Inhalte müssen aufeinander abgestimmt werden. Beides muss zugänglich sein.
EPUB-3-Dokumente sind schon von Grund auf gut zugänglich. Der gesamte Text muss in korrekter Lesereihenfolge für Hilfsmittel oder eingebaute Lesesysteme abgreifbar sein. Wenn Sie z. B. über die iBooks-Anwendung ein EPUB 3 auf dem iPhone oder iPad öffnen, kann VoiceOver den gesamten Inhalt des EPUBs lesen. Gleiches gilt für die anderen Lesesysteme, die EPUB 3 verarbeiten können.
Am 11.10.2011 wurde EPUB 3 offiziell als Standard für digitale Publikationen angekündigt. Wie alle Standards wird auch dieser sich mit der Zeit durchsetzen. Als Mitentwickler des Standards erwarten wir, dass er ungefähr innerhalb des nächsten Jahres in die Lesesysteme vieler unterschiedlicher Hersteller eingearbeitet wird. Außerdem erwarten wir, dass Autorenwerkzeuge demnächst auch die Erstellung von EPUB 3 unterstützen. Zwar können wir nicht wissen, wie lange es dauert, aber man darf guten Mutes sein, denn ich habe noch nie erlebt, dass ein Standard so schnell akzeptiert wurde!
Coole neue Funktionen in digitalen Büchern
Es ist nicht leicht, vorauszusagen, welche Funktionen als Erste in EPUB-3-Publikationen zu finden sein werden. Wahrscheinlich wollen die Verlage die Gestaltung der Seiten zunächst besser kontrollieren können. So wird man das Schriftbild verändern, was das Lesen mit den Augen angenehmer macht. Auch Lehrbücher, die schon in gedruckter Form über ein kompliziertes Layout verfügen, werden im EPUB-3-Standard erstellt werden. Mit eingebauten Videos werden viele Verlage ihre digitalen Bücher zum Multimediaerlebnis machen. Animationen und mit Javascript erstellte interaktive Übungen und Quizzes gehören sicher auch bald zum Standard.
Wo stehen aber blinde Menschen in dieser digitalen Zukunft? Ich bin da optimistisch, denn ich glaube, dass kommerzielle digitale Bücher schon jetzt beim Kauf problemlos zugänglich sein müssten, und die Hersteller von Lehrbüchern werden dafür sorgen müssen, dass ihre digitalen Multimediabücher auch für Menschen mit Behinderungen nutzbar sind. Damit diese Formate barrierefrei sind, müssen Bild- und Videobeschreibungen eingearbeitet werden. Die Entwickler der Lesesysteme müssen Mechanismen entwickeln, über die diese Funktionen ein- und ausgeschaltet werden können. Natürlich muss der gesamte Text der Lehrbücher barrierefrei zugänglich sein.
Grafiken müssen beschrieben und taktile Materialien erstellt werden. Zurzeit werden Methoden zur Beschreibung von Grafiken entwickelt. Auch an Möglichkeiten zur Erstellung der Dateien für taktilen Druck oder sogar eines 3-D-Modelldrucks wird gearbeitet. All diese Innovationen müssen so eingearbeitet werden, dass sie die Mainstream-Leseerfahrung nicht behindern.
Sogar der Mathematikunterricht wird viel mehr Spaß machen, wenn erst MathML in digitalen Büchern genutzt wird. Denn MathML ist kein Bild, es trägt vielmehr dazu bei, mathematische Inhalte auf interessante Weise zu vermitteln und zu verändern. Es wird ein ganz besonderes Vergnügen sein, die Entwicklungen in diesem Bereich zu verfolgen, deren Beginn sich jetzt schon abzeichnet.
Schließlich kann ich mir die Animationen und Interaktionen digitaler Bücher ausmalen. Stellen Sie sich ein Rechteck vor, das ein Gewächshaus darstellt. Der Leser kann nun das Sonnenlicht und dem zufolge auch das Wachstum der Pflanzen beeinflussen. Er kann Feuchtigkeit und Temperatur verändern, und deren Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum direkt erkennen. Das ist ein einfaches Beispiel, aber ich bin ganz sicher, dass solche Übungen ein fester Bestandteil des digitalen Buchs oder ähnlicher Lernerfahrungen werden. All diese Innovationen können für blinde und lesebehinderte Menschen voll zugänglich gemacht werden.
Ich kann nur jedem empfehlen, die wunderbaren digitalen Bücher zu kaufen. Bestehen Sie dabei darauf, dass die digitalen Bücher und das Lesesystem Ihrer Wahl barrierefrei zugänglich sind. Über Bücher und Geräte, die wir heute kaufen, legen wir den Grundstein für die Zukunft.
[Quelle: Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift "Future Reflections", Band 32 Nr. 2. "Future Reflections" ist eine Zeitschrift für Eltern und Lehrer blinder Kinder, die vom American Action Fund for Blind Children and Adults in Zusammenarbeit mit der National Organization of Parents of Blind Children herausgegeben wird. Copyright © 2012 American Action Fund for Blind Children and Adults. Redaktion: Deborah Kent Stein]

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Umfrage zur DZB - eine erste Nachlese

Christiane Felsmann
Vielleicht wurden auch Sie kürzlich erst angerufen oder erhielten eine Mail, um an der DZB-Nutzerbefragung teilzunehmen? Uns erreichten eine Vielzahl von Rückfragen und Meldungen. Ein Grund mehr, die Umfrage und ihre Hintergründe vorzustellen.
Die Umfrage ist Teil eines Projektes und einer Masterarbeit an der Leipziger Universität. Mit dem Studiengang Empirie [entspricht: Erfahrungswissen] am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft hat sich nun eine angehende Fachgruppe dem Thema Nutzerbefragung gewidmet. Ein Thema, was uns in der DZB schon lange bewegte, jedoch ohne Hintergrundwissen und entsprechende Instrumente bisher nicht realisierbar war.
Drei Seminargruppen haben sich über ein Semester der Aufgabe zur Erstellung dieser Befragung gestellt, eine Studierende bearbeitet den gesamten Gegenstand in ihrer Abschlussarbeit.
Die Umfrage wurde nun also durch die Studierenden vorbereitet und erstellt. Es gab vorab Führungen und eine Vielzahl von Vorstellungen und Erläuterungen zu unserm Haus und den Services. Es folgten Tests mit blinden Nutzern am Telefon und am Computer. Eine von vornherein feststehende Bedingung war die Nutzung kommerzieller Software für die Online-Befragung. Im Hintergrund laufen hierbei parallel Auswertungsprogramme und statistische Erhebungen. So war es von Anfang klar, dass ein Word-Dokument oder eine einfache Mail dem Ziel der Arbeit nicht entsprechen. Dennoch müssen wir unser Bedauern darüber aussprechen, dass die Umfrage nicht den technischen Standards der Barrierefreiheit entsprach. Ein Umstand, für den wir uns entschuldigen.
Umso erfreulicher ist es, dass Nutzer das Telefon nahmen, um uns um Rat zu fragen bzw. mit uns oder Angehörigen gemeinsam die Umfrage auszufüllen. Andere schrieben uns eine Mail, erhielten Tipps und versuchten sich erneut. Alles in allem haben rund 1.500 Personen an der Umfrage teilgenommen. Ein sehr positives Ergebnis für die Qualität der Auswertung.
Wir möchten uns bei allen bedanken für die Geduld, das Verständnis und die Mühe!
Gern werden wir weitere Informationen veröffentlichen, wenn die Daten verarbeitet sind und die Abschlussarbeit vorliegt.

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Die Kramkiste

Im Bestand der Bibliothek gekramt
Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden.

Hermann Hesse: "Kinderseele"

Susanne Siems
[Punktschriftbibliothek]
"… und er liest ein Buch von Hermann Hesse, und dann macht er Meditation..." - so singt Udo Lindenberg in seinem Song "Er wollte nach London". In London war ich dieses Jahr nicht, war mir zu voll im Sommer während der Olympischen Spiele. In Paris war ich vor zwei Jahren. Aber genau wie der Junge in Lindenbergs Song dachte ich mir, vielleicht kommt es nicht so sehr auf die Umgebung, sondern doch eher auf einen selber an. So folgte ich der literarischen Anregung, blieb im Urlaub im Lande und beschäftigte mich u. a. mit den Büchern von Hermann Hesse. In diesem August erinnerten wir uns an seinen 50. Todestag. Der Schriftsteller wurde 1877 in Calw in Baden-Württemberg geboren. All seine Bücher sind autobiographisch. Hesse war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bei vielen Jugendlichen Kultautor und wird auch heute noch von jungen Menschen in der Selbstfindungsphase gern gelesen. Mit seiner Anti-Kriegshaltung und der ständigen Suche nach der inneren Mitte erkoren ihn die Flower-Power-Bewegung und die Popkultur zu ihrer zentralen Figur. Seine literarischen Helden, also auch er selbst, zeichnen sich aus durch hohe Sensibilität, Einfühlungsvermögen und gleichzeitig Stärke und Festigkeit im Charakter. Von vielen Kritikern wurde er angegriffen oder belächelt - wie kann die Selbstfindung der eigenen Persönlichkeit ein Thema sein für Literatur mit Nobelpreischarakter? Von vielen Lesern wurde und wird er aber gerade dafür gemocht. Den Nobelpreis erhielt er 1946 für sein literarisches Gesamtwerk.
Die DZB-Punktschriftbibliothek hat einige Titel von Hermann Hesse im Bestand. Mir ist am liebsten ein kleines Bändchen mit dem Titel "Kinderseele".
Der elfjährige Ich-Erzähler hat seinem Vater heimlich eine Süßigkeit gestohlen. Nun plagt ihn das schlechte Gewissen und die Sehnsucht nach gerechter Strafe für diese Tat. Wie ein Spiegel des Erwachsenenlebens sind die Gedanken und Gefühle des Jungen. Die selbstquälerischen Gewissensbisse, das Wohlwollen der Menschen, die ihn lieben und nichts von seiner "Bösartigkeit" wissen, all das erscheint gleichnishaft für viele Menschen in ähnlicher Lage. Was aus der Sicht des Erwachsenen als eine Lappalie erscheint, ist für das Kind kaum zu bewältigen. Seine Seelenqualen stehen in Nichts denen eines wirklichen Verbrechers nach.
Doch die Tat bleibt am gleichen Tag unentdeckt, erst am kommenden Morgen stellt ihn der Vater zur Rede. Und da hat sich das Seelenleben des Jungen schon wieder verändert, die Reue ist nicht mehr so stark, an ihre Stelle tritt jetzt sogar Zorn auf den Vater, der ihn hat so lange warten lassen auf die Strafe.
Gedanken und Gefühle eines elfjährigen Jungen versteht Hesse so zu beschreiben, dass man das spannende Buch gar nicht aus der Hand legen mag. Kennen wir nicht alle dieses Gefühl, etwas zu tun, von dem wir wissen, dass es falsch ist? Aber nichts kann diesen Drang in uns bezwingen, es dennoch zu tun. Dann die Hoffnung, dass wenigstens die Menschen um uns erkennen, dass wir falsch handeln und die Enttäuschung darüber, dass niemand etwas bemerkt. Und wenn jemand etwas bemerkt, dann ist es meist zu spät, sind wir in unserer Gedanken- und Erlebniswelt schon wieder weitergewandert.
In unserer Punktschriftbibliothek finden Sie diese Erzählung unter der Bestellnummer 7401 in einem Band reformierter Kurzschrift. Auch viele andere Erzählungen Hesses sind als Einzelausgaben ausleihbar. Viel Spaß beim Lesen!
Hesse-Titel in der Punktschriftbibliothek
Titel von Hermann Hesse als Hörbuch

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Wilhelm Hauff: "Die Bettlerin vom Pont des Arts"

Jana Waldt
[Hörbücherei]
Wer kennt nicht "Das kalte Herz" oder "Zwerg Nase"? Geschrieben hat diese und andere Märchen der 1802 geborene Wilhelm Hauff. Bereits mit 23 Jahren war er ein bekannter Schriftsteller - wenige Tage vor seinem 25. Geburtstag starb er an den Folgen einer Typhus-Erkrankung.
Doch Wilhelm Hauff hat außer Märchen auch einen Roman - "Lichtenstein" - sowie einige Novellen geschrieben. Eine davon, die während einer Frankreichreise entstandene Novelle "Die Bettlerin vom Pont des Arts" stelle ich Ihnen heute vor.
In einer Stuttgarter Galerie treffen sich 1824 zwei völlig unterschiedliche Männer. Beide verweilen stundenlang vor ein und demselben Gemälde, auf dem eine unbekannte junge Frau dargestellt ist.
Der ältere der Männer, ein Spanier namens Don Pedro, glaubt die Frau zu kennen. Er hatte sich als junger Mann in sie verliebt, doch sie heiratete einen anderen. Fröben, der jüngere der beiden Männer, kannte ebenfalls einmal ein Mädchen, das dem auf dem Gemälde sehr ähnlich sieht. Im Laufe der Zeit verband beide Männer eine Art Freundschaft, man traf sich auch außerhalb der Galerie. Irgendwann verließen beide mit unterschiedlichen Zielen die Stadt.
Fröben, dem die Galeristen eine Kopie des Gemäldes anfertigen ließen, reist weiter zu Baron von Faldner, einem eher groben und unsympathischen Mann. Obwohl Fröben das ganze Gegenteil von ihm ist - höflich und gebildet - sind sie so etwas wie Freunde. Von Falden ist erst seit kurzer Zeit verheiratet und stellt Fröben nun stolz seine Frau Josephe vor. Nach wenigen Tagen merkt er, dass Josephe, obwohl sie nichts sagt, in ihrer Ehe sehr unglücklich ist, sich aber mit ihrem Schicksal abgefunden hat.
Eines Abends sind Gäste im Haus, man trinkt, ist vergnügt und die Männer machen Pfänderspiele. Auch Fröben muss sein Pfand mit einer Strafe auslösen. Der Baron drängt ihn, eine Geschichte zu erzählen - die Geschichte vom Pont des Arts. Fröben lernte damals in Paris, wo er sich mit dem Baron aufhielt, ein junges armes Mädchen kennen. Sie musste Geld für sich und ihre kranke Mutter verdienen und tat Fröben leid. Er gab ihr Geld und sie besserte als Gegenleistung seine Kleidung aus. Da sie immer einen Hut mit Schleier trug, konnte er nur ein einziges Mal kurz ihr Gesicht sehen und verliebte sich sofort in sie. Eines Tages jedoch, war sie dann plötzlich verschwunden. Fröben hat nie aufgehört, an sie zu denken. Der Baron belächelte ihn damals wie heute, und unterstellte ihm süffisant, ein Freudenmädchen unterhalten zu haben.
Unter den zuhörenden Gästen war auch Josephe. Sie lauschte Fröbens Erzählung aufmerksam und wurde plötzlich ganz bleich …
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Wenn Sie wissen möchten, wie es weitergeht und welche Rolle der Spanier Don Pedro noch spielt, müssen sie das Buch zu Ende hören oder lesen.
Gelesen hat diese Novelle Renate Cyll. Sie können sie unter H003056 bestellen.
Auch in Vollschrift können Sie dieses Buch ausleihen - hier unter der BNA 225.
Weitere Titel von Wilhelm Hauff im Hörbuchbestand
Titel von Wilhelm Hauff in Punktschrift

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LOUIS

Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander (Tel.: 0341 7113-145, Fax: 0341 7113-125, E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de).
Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

Noxon dRadio 110

Ein ausführlicher Testbericht für blinde und sehbehinderte Nutzer von Ulrich Jander
In der letzten Ausgabe der DZB-Nachrichten berichtete ich bereits kurz über das neue Digitalradio "NOXON dRadio 110" der Firma Terratec, welches für blinde bzw. sehbehinderte Nutzer gut bedienbar ist. Ich stützte mich im Kurzbericht auf Informationen des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes sowie der Internetseiten der Herstellerfirma. Das Radiogerät hat mir inzwischen die Firma Terratec zum Testen zur Verfügung gestellt. Ich möchte nun nach ausführlichen Tests darüber berichten.
Gleich zu Beginn muss ich wirklich feststellen: Es ist für blinde oder sehbehinderte Nutzer sehr gut bedienbar, auch wenn man es ausgepackt hat und das erste Mal in Betrieb nimmt. Erleichtert wird das nicht zuletzt durch die zum Lieferumfang gehörende akustische Bedienungsanleitung auf MP3-CD. Das Radio ist ein reines Netzgerät. Wenn man es mit dem mitgelieferten Netzkabel an die Steckdose angeschlossen, die beiliegende Teleskopantenne an der Rückseite ohne Probleme angeschraubt hat und der Netzschalter betätigt wurde, dann sucht das dRadio 110 automatisch zuerst alle verfügbaren digitalen Sender, das kann ca. eine Minute dauern. Sobald es die Suche abgeschlossen hat, ertönt ein digitales Radioprogramm. Da man hier in Leipzig zur Zeit 26 digitale Radiostationen empfangen kann, konnte ich nicht feststellen, ob das NOXON-Radio etwas Akustisches vernehmen lässt, wenn gar kein digitaler Sender empfangbar ist; auf dem Display wird in dem Fall sicher etwas angezeigt. Gegenwärtig ist in Deutschland die Versorgung mit digitalen Radiostationen nicht gleich gut; es gibt vor allem im ländlichen Bereich durchaus noch Empfangslücken, die aber sicher in nächster Zeit geschlossen werden. Bezüglich der Empfangssituation digitaler Sender und der näheren Zukunft kann sicherlich die jeweilige Länderstation der ARD, wie z. B. SWR, NDR oder RBB, Auskunft geben.Das Digitalradio "NOXON dRadio 110" empfängt Sender digital und analog über DAB und DAB plus sowie über UKW. Digitale Sender sind insbesondere interessant, weil es kein Rauschen gibt, der Sender wird empfangen oder nicht, und weil eine Sendersuche nach Ortswechsel, vor allem bei bundesweit empfangbaren Radiostationen, entfällt; außerdem können Sender gegenüber UKW hinzukommen, z. B. bereits gegenwärtig Deutschlandradio Wissen oder das Fußballradio 9011. Das sind Punkte, auch für den blinden oder sehbehinderten Hörer, die die Nutzung eines digitalen Empfängers leichter machen. Die akustische Qualität digitaler Stationen kann besser sein als bei UKW, das ist es jedoch sicher nicht immer. Es hängt von mehreren Faktoren ab, wie z. B. von der Qualität des abgestrahlten Signals (die Bitrate) oder von der Qualität des Empfängers und des darin befindlichen Lautsprechers.
Das dRadio 110 von Terratec macht einen gut verarbeiteten Eindruck und besitzt funierartige Seitenflächen. Zehn fühlbare Bedientasten in zwei hintereinander liegenden Reihen zu je fünf Tasten befinden sich auf einem Art kleinen Bedienpult auf der Oberseite des Gerätes. Die vordere Reihe beinhaltet die jeweils fünf Stationsspeicher für DAB und UKW. In der zweiten Reihe liegen fünf Funktionstasten, von links nach rechts, Scan- oder Sendersuchlauftaste, Umschalttaste zwischen UKW und DAB, die Infotaste für Angaben am Display, die Stummschalttaste und die Standby-Taste. An der Vorderseite befindet sich im linken Bereich der Lautsprecher, im rechten Bereich oben das Display, darunter ein großer Drehknopf und gleich links daneben eine kleinere, flache Taste. Der Drehknopf rastet sanft ein, wenn man ihn nach links oder rechts dreht. Wird ein Radiosender wiedergegeben, so bedient man mit dem Drehknopf die Lautstärke. Will man einen anderen Sender einstellen, dann drückt man den Drehknopf kurz hinein und dreht nach links für rückwärts und nach rechts für vorwärts im Suchlauf. Bei UKW muss man den Drehknopf nur einmal nach links oder rechts einrasten, damit das Gerät automatisch den nächsten stärkeren Sender sucht und dort stehenbleibt. Im digitalen Empfang ist ab der zweiten Einrastung jedes Rasten ein digitaler Sender, der im Display angezeigt und gegebenenfalls akustisch angesagt wird. Um den neuen digitalen Sender aufzurufen, drückt man wieder den Drehknopf kurz in das Gerät. Der Beginn bzw. das Ende der Bandbreite auf UKW oder DAB plus wird jeweils durch einen Piepton angezeigt. Mit der gleich neben dem Drehknopf befindlichen, flachen Taste ruft man das Funktionsmenü auf. Dies ist in den meisten Bereichen und Untergliederungen mit akustischer Unterstützung versehen. Vieles, gerade im Sendersuchlaufbereich, geschieht im NOXON-Radio automatisch. Aber erst durch die akustische Unterstützung ist es möglich, den Wecker des Gerätes zu benutzen und zu bedienen. Hat man die Menütaste betätigt, so bewegt man dann den Drehknopf nach rechts, um von Menüpunkt zu Menüpunkt zu gelangen. Sobald man den richtigen Menüpunkt erreicht hat, der angesagt wird, drückt man den Drehknopf kurz in das Gerät, so dass man sich im entsprechenden Untermenü befindet. Die Vorgehensweise ist dann genauso, wie bereits für das Hauptmenü beschrieben. Hat man die richtige Einstellung erreicht, so betätigt man mehrmals die Menütaste solange, bis wieder ein Radiosender ertönt.
Die Sprachunterstützung im digitalen Empfangsbereich und im Menü geschieht nicht durch Auslesen des Displays, sondern hierfür ist ein USB-Speicherstick erforderlich, der an der Rückseite des Gerätes an den USB-Steckplatz angesteckt wird. Auf diesem Speicherstick müssen sich alle akustischen Dateien befinden, da das digitale Radio von dort seine Sprachunterstützung bezieht. Die Firma Terratec liefert einen Speicherstick mit den nötigen Sprachdateien, wenn man dies bestellt. Man kann auch die Sprachdateien als zip-Paket aus dem Downloadbereich der Internetseite von Terratec unter www.terratec.de herunterladen. Gute Erfahrungen habe ich mit einem 4-GB-Stick gemacht, wo hingegen mit einem 2-GB-Speichermedium das dRadio 110 die Sprachdateien nicht erkannt hat. Sowohl der Umfang der Sprachdateien als auch die Betriebsversion des Radios wurde bereits erweitert und aktualisiert. Gerade im Bereich der akustischen Ansage der digitalen Stationen sollen auch zukünftig bezüglich der einzelnen Bundesländer Erweiterungen und Vervollständigungen erfolgen, denn die bundesweiten Sender sind zwar vorhanden, jedoch viele Länderstationen der ARD und private Stationen in den verschiedenen Ländern fehlen noch als akustische Unterstützung.
Mit dem einen Lautsprecher ist das NOXON-Radio akustisch ein Monogerät, jedoch an den beiden Anschlüssen für Kopfhörer und Line-out als 3,5-mm-Buchsen auf der Rückseite wird das Radiosignal stereofon wiedergegeben, wobei an diesen Anschlüssen das Radiosignal etwas leise übertragen wird. Ebenfalls an der Rückseite befinden sich im gleichen Bereich die bereits genannte USB-Anschlussbuchse und der Anschluss für das Netzkabel. Direkt über dem Netzanschluss ist ein Kippschalter zu fühlen, der das Digitalradio richtig vom Netz trennt. Kippt man den Schalter nach oben, ist das Gerät eingeschaltet; nach unten gekippt wird das NOXON-Radio ausgeschaltet. An der Rückseite, oben links in der Ecke, befindet sich der Schraubanschluss für eine Antenne, entweder für die mitgelieferte Teleskopantenne oder, mit beigelieferten Kopplungsstück, für eine externe Antenne, z. B. ein Kabelanschluss. Das Aufschrauben der Antenne funktioniert einfach und dürfte im Allgemeinen kein Problem darstellen.
Die Abmessungen des NOXON dRadio 110 sind: 240 x 150 x 160 mm (B x H x T), das Gewicht beträgt 900 gramm. Das dRadio 110 kostet 89,99 Euro zuzüglich ca. 10 Euro für den USB-Speicherstick mit den Sprachdateien.
Das NOXON dRadio 110 von Terratec ist kein Spezialgerät, sondern ein handelsübliches Digitalradio, welches dort im Fachhandel angeboten wird, wo Geräte der Firma Terratec vertrieben werden. Jedoch Anfragen und Kaufbestellungen können auch direkt gestellt und abgegeben werden bei der Firma Terratec unter Telefon (0 21 57) 81 79-14 (Montag bis Freitag, 10-13 und 14-18 Uhr) sowie per E-Mail unter briefkasten@terratec.de.
Als blinder Nutzer komme ich von Anfang an mit diesem einfach gehaltenen Digitalradio sehr gut zurecht. Im Wesentlichen gibt es bei der Bedienung des Gerätes keine Probleme, vor allem dann, wenn einmal die akustische Sendernennung für möglichst alle Stationen der einzelnen Bundesländer auf dem Speicherstick bzw. der Internetseite von Terratec zur Verfügung steht. Wenn Sie weiteres von diesem Radiogerät wissen möchten, so können Sie mich gern in der DZB in Leipzig erreichen. Der Firma Terratec danke ich für die Zurverfügungstellung des Testgerätes. Es bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung auch auf diesem Marktsegment unter Berücksichtigung blinder und sehbehinderter Bedürfnisse weitergeht. Mit dem NOXON dRadio 110 von Terratec ist ein guter Anfang gemacht. Ich wünsche Ihnen viel Freude mit diesem neuen Digitalradio.

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Info-Service

Medibus-Tagung

Dr. Thomas Kahlisch | Christiane Felsmann
Seit nunmehr acht Jahren sind wir als DZB in Medibus - der Mediengemeinschaft für blinde und sehbehinderte Menschen e.V. - organisiert. Produzenten und Bibliotheken, die blinden- und sehbehindertengerechte Medien herstellen und verleihen sowie die landesweit tätigen Verbände der Selbsthilfe im deutschsprachigen Raum sind so in einem einzigen Verein organisiert. Alle Mitglieder sind gemeinnützig und erfüllen Bildungsaufgaben.
Die Arbeit miteinander stärkt uns als Bibliothek in der Lobbyarbeit gegenüber Verlagen und der Politik. Die gemeinsamen Absprachen und Einigungen zur Produktion der Bücher und auch der Austausch der DAISY-Titel sind Teil des Prinzips Medibus.
Während der Sommerpause trafen wir uns zur jährlichen Sitzung des Medibus-Vorstands. Hier geht es darum, Erfahrungen auszutauschen und künftige Entwicklungen zu planen. Ein besonderer Meilenstein war 2010 die gemeinsame Abkehr von der Kassette. Und dies mit vollem Erfolg, denn derzeit stehen über 40.000 DAISY-Bücher bereit.
Von besonderem Interesse sind Neuheiten und die sich rasch entwickelnden technischen Möglichkeiten. Themen wie die Herstellung von ebooks, die künftige Bereitstellung von DAISY-Titeln zum Download oder auch die Nutzergewinnung spielen für uns Bibliotheken eine übergeordnete Rolle.
Ziel ist es, die Zukunft gemeinsam umzusetzen und hierbei die jeweiligen Stärken der Einrichtungen zu berücksichtigen.
Das nächste Treffen steht schon im September an. Hier treffen alle 24 Mitgliedsinstitutionen von Medibus in Landschlacht [Schweiz] zusammen.

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Talliner Tagung

Christiane Felsmann
Lasst uns Lesen! Leseeinschränkungen und -verhalten junger Menschen - so der Titel der im August stattgefundenen internationalen Zusammenkunft der Bibliotheken für blinde, sehbehinderte und lesebehinderte Menschen [LPD] in Tallinn/Estland. Wir sind über die Mitgliedschaft in der Internationalen Vereinigung der Bibliotheken [IFLA] in dieser Sektion aktiv.
Im Mittelpunkt der dreitägigen Sitzung standen hierbei die jungen Nutzergruppen. Es wurden Projekte und Angebote verschiedener Bibliotheken vorgestellt und diskutiert. Ein Großteil der Einrichtungen darf neben blinden und sehbehinderten Nutzern auch lesebehinderte Menschen mit Medien beliefern. Viele Angebote im DAISY-Format 4.0 - mit Volltext und als ebook präsentiert - werden so vor allem von Legasthenikern genutzt. Großes Interesse galt überdies dem gesamten Themenkomplex der Online-Angebote. Sei es der Download von DAISY-Büchern, die automatisierte Übertragung von Schwarzdrucktiteln per Mail, die Verwendung von Apps oder die Öffentlichkeitsarbeit vor allem in den sozialen Netzwerken des Internets.
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie vielfältig in den verschiedenen Ländern Bibliotheksarbeit funktioniert. Vieles scheint in Norwegen, Schweden oder gar Südafrika einfacher - die Zusammenarbeit mit der Vielzahl von Verlagen und auch das deutsche Urheberrecht stellen uns doch in so mancher Hinsicht Grenzen auf. Dies betrifft den internationalen Austausch, unsere Nutzergruppen, aber auch die Regularien der künftigen Online-Angebote.
Dennoch, der beständige Austausch bringt neue Ideen und motiviert gleichermaßen.
Also: Lassen Sie uns Lesen!
Viel Spaß dabei!

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Die DZB auf der REHACARE 2012

Heidrun Güntzel
Vom 10.10. 2012 bis 13.10.2012 findet die REHACARE, die Internationale Fachmesse für Rehabilitation, Pflege, Prävention und Integration in Düsseldorf statt.
Gemeinsam mit der Firma F.H. Papenmeier GmbH & Co. KG aus Schwerte wird die DZB einen Gemeinschaftsstand eröffnen.
Wir wollen in Düsseldorf einen Überblick über unser Verlagsprogramm geben: Welche Buchneuerscheinungen in Punktschrift oder zum Hören, welche Zeitschriften und neugestaltete Glückwunschkarten gibt es aus Leipzig.
Den neuen Reliefkalender für das Jahr 2013 "Natur be-greifen", der Reliefdarstellungen aus Botanik, Zoologie und Geologie zeigt, können Messebesucher genauso in Augenschein nehmen, wie unsere neuen Mini-Pocket-Bücher für Kinder im Erstlesealter. Diese ganz neu entwickelte Reihe eignet sich sowohl für das erste selbstständige Lesevergnügen als auch zum Vorlesen.
Die Deutsche Zentralbücherei wird auf der REHACARE 2012 ein ganz neues Angebot vorstellen. Aktuelle Hörbücher vom Kinderbuch bis zum "Bürgerlichen Gesetzbuch" werden in der neuen "argon daisy edition" auch zum Kauf angeboten.
Die Titel dieser Edition verbinden die Vorteile kommerzieller Hörbücher mit dem DAISY-Format: Aktuelle Titel - von prominenten Sprechern gelesen - gibt es auf einer CD mit allen DAISY-Navigationsmöglichkeiten.
Natürlich haben Sie in diesen vier Tagen Gelegenheit, mit Mitarbeitern der DZB ins Gespräch zu kommen. Für Ihre individuellen Wünsche und Vorstellungen erfahren Sie kompetente Beratung.
Messeort der REHACARE ist das Messegelände Düsseldorf, Stockumer Höfe in 40474 Düsseldorf. Die Standnummer des Gemeinschaftsstandes: 5A09.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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Das Telefon und seine Verbindungen

Christiane Felsmann
Die Urlaubszeit ist gerade vorbei und die Mitarbeiterinnen kehren an ihre Arbeitsplätze zurück. Ferienzeit für den Einen bedeutet meist auch Arbeitszeit für den Anderen. Telefone und Mailempfänge werden weitergeleitet und vertretend beantwortet. Dies verläuft meist sehr eingespielt und unkompliziert. Jedenfalls für uns, die wir hier vor Ort sind.
Wie sich in dieser Urlaubszeit einmal mehr zeigte, ist es für Sie als Nutzer und Kunden unseres Hauses nicht immer ebenso bequem. Werden Telefonate weitergeleitet oder sind die Mitarbeiter bereits in einer fernmündlichen Beratung, so erklingt für den nun Anrufenden ein "Freizeichen". Es scheint, dass die Bibliothek oder der Verkauf nicht besetzt sind und Telefonate generell nicht angenommen werden. Dies kann durchaus zum Ärgernis werden, insbesondere wenn dies wiederholt passiert.
Leider gibt es keine technischen Möglichkeiten, um dieses "Freizeichen" in ein "Besetzt" umzuwandeln.
Sie sollten wissen, dass wir bemüht sind, alle Anrufe anzunehmen, um Ihnen persönlich zu antworten. Wir bitten an dieser Stelle um Geduld und Verständnis!

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Hinweiskarte ermahnt Gehwegparker

Kennen Sie nicht auch das Problem: Ein Autofahrer parkt soweit auf dem Gehweg, dass dieser nahezu unpassierbar ist. Für Passanten mit Kinderwagen, Gehilfe oder für Rollstuhlfahrer bleibt dann oft nur die Möglichkeit, auf die Straße auszuweichen. Dass das nicht ganz ungefährlich ist, kann sich wohl jeder vorstellen.
Mit witzigen Hinweiszetteln macht der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) darauf aufmerksam, dass viele Menschen auf eine freie Durchfahrt auf dem Gehweg angewiesen sind. Die Kärtchen haben einen Haftstreifen an der Rückseite und können damit am Fahrzeug angebracht werden.
10 dieser Kärtchen erhält man kostenlos beim BSK e.V. gegen Einsendung eines frankierten (55 Cent) und adressierten Briefumschlags (C6 oder DIN-lang): BSK e.V., Gehwegparker-Karten, Postfach 20, 74236 Krautheim.
[Quelle: BSK-News]

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Immer mehr ältere Menschen nutzen das Internet

Ein neuer Ratgeber gibt Tipps zum sicheren Surfen
Immer mehr ältere Menschen nutzen das Internet: Wie die Initiative D21 in ihrem aktuellen "(N)ONLINER Atlas 2012" feststellt, nutzen in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen bereits mehr als 60 Prozent das Internet. Bei den über 70-Jährigen sind mittlerweile 28 Prozent regelmäßig online, wobei diese Altersgruppe den größten Zuwachs aufweist. Immer mehr ältere Verbraucher gehen mit Smartphones und Tablet-PCs ins Netz, außerdem erfreuen sich Soziale Netzwerke großer Beliebtheit auch bei Senioren - Trends, die sich in den nächsten Jahren fortsetzen werden.
Der von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) herausgegebene "Wegweiser durch die digitale Welt" gibt älteren Menschen wertvolle Ratschläge zum sicheren Surfen im Internet. Mit Unterstützung des Bundesverbraucherministeriums konnte die Broschüre seit 2008 bereits über 140.000 Mal kostenlos verteilt werden. Die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Technik und der Internetmärkte hat eine Überarbeitung des Ratgebers notwendig gemacht. Die aktualisierte und erweiterte Neuauflage informiert nun auch über neue Wege ins Internet durch Smartphones und Tablet-PCs. Der neue Ratgeber zeigt auch, wie die eigenen Daten beim Online-Einkauf durch die Wahl eines sicheren Passwortes geschützt werden können, und gibt Tipps, die Persönlichkeitsrechte in sozialen Netzwerken zu wahren.
"Ich freue mich, dass immer mehr Menschen das Netz für sich entdecken", sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner am Donnerstag in Berlin. "Gerade für Ältere bietet das Internet viele Chancen. Nachrichten austauschen, Freundschaften pflegen, Einkäufe tätigen, Behörden kontaktieren - das Internet erleichtert den Alltag, wenn man die vielen Möglichkeiten richtig nutzt, die Chancen erkennt und einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet." Auch die BAGSO-Vorsitzende und frühere Bundesfamilienministerin Prof. Dr. Ursula Lehr ist überzeugt, dass diejenigen, die den Einstieg wagen, begeistert sein werden und das Internet nicht mehr missen wollen.
Die kostenlose Broschüre "Wegweiser durch die digitale Welt für ältere Bürgerinnen und Bürger" kann über den Publikationsversand der Bundesregierung, Postfach 48 10 09, 18132 Rostock, E-Mail: publikationen@bundesregierung.de, oder telefonisch unter der Rufnummer 0 18 05-77 80 90 (0,14 €/Min, abweichende Preise aus den Mobilfunknetzen möglich) bestellt werden. Sie ist außerdem auf den Internet-Seiten der BAGSO, www.bagso.de, und des Bundesverbraucherschutzministeriums, www.bmelv.de, eingestellt.
Weitere Informationen im Internet unter:
www.bmelv.de
www.bagso.de

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Schon heute an Weihnachten denken

Christiane Felsmann
Kaum ist der Sommer hinter den bunten Blättern des Herbstes verschwunden, denken die Ersten schon an das Weihnachtsfest. Dies mag für manche abwegig klingen, ist aber gar nicht so falsch. Denn schnell ist das begehrte Produkt vergriffen oder nicht im gewünschten Format erhältlich.
Hinweisen möchten wir an dieser Stelle deshalb schon jetzt, dass Bestellungen von Büchern, CDs, Kalendern, Zeitschriften oder weihnachtlichen Glückwunschkarten gern schon zeitnah entgegen genommen werden. Anders als in kommerziellen Buchläden erhältlich, produzieren wir immer nur sehr kleine Auflagen und fertigen Bücher oft auch erst auf Bestellung individuell an.
Die Druckmaschinen und Mitarbeiter arbeiten bis zum Fest selbstverständlich auf Hochtouren. Und doch möchten auch wir gern sicher gehen, dass Ihr Fest eines der Freude und nicht des Stresses wird.
Gern beraten wir Sie bei Fragen zu Buchauswahl und geben persönliche Empfehlungen. Selbstverständlich können Sie auch einen Geschenkgutschein für den Weihnachtsmann erwerben.
Wir sind gern für Sie da!DZB | Ilona Portleroy
Telefon: 0341 7113 119
E-Mail : verkauf@dzb.de

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Impressum

Herausgeber, Herstellung, Vertrieb
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)
Staatsbetrieb des Freistaates Sachsen
Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig
Tel.: 0341 7113-0
Fax: 0341 7113-125
E-Mail: info@dzb.de
www.dzb.de
Redaktion
Karsten Sachse
Tel.: 0341 7113-135
E-Mail: verlag@dzb.de
Abonnements, Anzeigen
Sylvia Thormann
Tel.: 0341 7113-120
E-Mail: abo@dzb.de
»DZB-Nachrichten« erscheint zweimonatlich im Jahresabonnement wahlweise als CD-DAISY, in Blindenkurzschrift und in Schwarzschrift.
Jahresbezugspreis: 9,00 Euro.
Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«.
Online unter www.dzb.de/zeitschriften
Das Abonnement gilt bis zum Ende des Kalenderjahres und verlängert sich automatisch um ein Jahr, wenn es nicht spätestens bis zum 30. September gekündigt wird. Bei Bestellung im laufenden Kalenderjahr erfolgt die Preisberechnung anteilig.
Es gelten unsere AGB vom 01.01.2011. Die vollständigen AGB finden Sie im Internet unter www.dzb.de/agb, auf Wunsch senden wir Ihnen diese gern zu.
DZB 2012

Wir werden unterstützt von:

Förderverein »Freunde der DZB e.V.«
www.freunde-der-dzb.de

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