DZB-Nachrichten

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 6 – 2012

November / Dezember

22. Jahrgang


Inhalt

Vorbemerkung

Einblicke

Make-up in der Bücherei?

Vorschau "Literaturtreff" 2013

MDR auf dem Weg zur Barrierefreiheit

Zurück in die Zukunft

Literarisches Leben

Hörbuchportale

Die Kramkiste

Brendan Behan: "Der Spanner"

Klaus Mann: "Mephisto"

LOUIS

EasyTBS

Die Weiterentwicklung des DAB/UKW-Radios NOXON dRadio 110

Info-Service

Schließzeiten zum Jahreswechsel

Lesevergnügen für junge Bücherwürmer

Aus der Bibliothek

Auszeichnung für den Relief-Wandkalender 2013 der DZB

Blinde und sehbehinderte Kinder brauchen mehr Fachpädagogen

Blindenfußball

Der Deutsche Hörfilmpreis

Blindengerechten Audioguides gehört die Zukunft

BAGSO

Es weihnachtet schon …

Impressum

Vorbemerkung

Diese Ausgabe informiert Sie über unsere Schließzeiten zum Jahreswechsel, bitte beachten Sie den Eintrag im Info-Service.
Neben dem Bericht über eine ganz besondere Veranstaltung finden Sie die Vorschau auf den nächsten Jahrgang der Zeitschrift "Literaturtreff", Informationen über den Weg des Mitteldeutschen Rundfunks zu mehr Barrierefreiheit und die Forderungen des Bibliotheksverbandes hinsichtlich des Umgangs mit e-Books.
Außerdem werden Internet-Portale vorgestellt, die sich besonders mit dem Thema Hörbuch befassen. Als besonderen Service haben wir die angeführten Links einer Kurzprüfung hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit unterzogen. Und natürlich erwarten Sie auch die Rubrik LOUIS sowie die Kramkiste mit neuen Informationen.
Und wie es sich für die letzte Ausgabe des Jahres gehört, liefern wir weihnachtliche Empfehlungen für den Kauf von Geschenken.
Bleibt mir nur, Ihnen eine interessante Lektüre zu wünschen und in Anbetracht der Jahreszeit alles Gute für die sich nähernden Feiertage und den bevorstehenden Jahreswechsel. Bis nächstes Jahr!
Es grüßt herzlich
Ihr Karsten Sachse.

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Einblicke

Make-up in der Bücherei?

Heidrun Güntzel
Seit auf der SightCity 2012 ein junger blinder Mann am Stand der DZB vor mir stand und verzückt in meine Richtung strahlte: "Was, es gibt Hörbücher für Blinde"?, "Was, die werden kostenlos an mich verschickt"?, weiß ich, es ist nie sinnlos, auf sich als Einrichtung aufmerksam zu machen. Auch der hundertste Tag der offenen Tür, an dem man zum hundertsten Mal erklärt, dass die DZB seit 1894 Literatur für Blinde verleiht, erreicht doch Menschen, die unsere Bücherei kennen sollten, um sich Lebensqualität zu erhalten oder wieder zu schaffen.
Volker Lenk, Pressesprecher des DBSV, fragte an, ob sich die DZB in der Woche des Sehens, am Tag des Weißen Stockes am 15.10., vorstellen könnte, einen Make-up-Workshop für blinde und sehbehinderte Frauen auszurichten.
Einerseits könnte manch Sehender der Meinung sein, dass eine blinde Frau doch wahrscheinlich andere Probleme hat, als sich das Gesicht mit unterschiedlichen Farben zu bemalen.
Andererseits, warum soll sich eine blinde Frau nicht an einer zart gepflegten, samtweichen, duftenden Gesichtshaut erfreuen? Warum soll sie nicht in ihrem Gesicht die Konturen betonen, die der Schöpfung wirklich gut gelungen sind - sei es Lippenbogen, Wangenknochen oder Augenbrauen?
Einerseits könnten wir, wenn wir noch andere Kosmetikerinnen gewinnen, in Leipzig ein Netzwerk aufbauen. Und wenn eine blinde Frau in Leipzig Passfotos machen lassen will oder eine Familienfeier ins Haus steht, hat sie in der Stadt einen Ansprechpartner in Sachen Schönheit.
Andererseits kann ich als PR-Referentin die Presse motivieren am Tag des Weißen Stockes die DZB wieder in der Öffentlichkeit präsent zu machen und auf unsere eigenen Themen verweisen. Also gingen wir auf das Angebot von Herrn Lenk ein, eine Verbindung zu Frau Monika Ferdinand, der Vorsitzenden des Bundesverbandes Deutscher Kosmetiker/-innen und der DZB herzustellen.
Der BSV-Sachsen, Kreisorganisation Leipzig, organisierte die blinden und sehbehinderten Probandinnen. Die DZB stellte Räumlichkeit, Verpflegung, weitere zwei Kosmetikerinnen und ein Presse-Echo.
Und der Nachmittag, der weiblichen Schönheit gewidmet, begann mit einer guten Nachricht aus dem Munde des Kosmetikprofis: Wir haben keine Falten!
Es gibt überhaupt keine Falten! Das sind Erfahrungslinien. Bei Männern natürlich Denkmuster, meinte der Fotograf. Und dann begann die Herstellung eines Tages-Make-ups am lebenden Objekt. Ohne Spiegel. Aber mit 14 Augen, die jeden Handgriff begutachteten, was zu lautstarken Kommentaren führte. Logisch der Griff zu Naturfarben. Ein lichter, hautfarbener Lidschatten fällt bei nicht ganz exaktem Sitz auf dem Augenlid nicht weiter auf. Signalgrün wäre schlecht.
Ein etwas dunklerer Hautton kommt im Anschluss mit der Fingerspitze direkt auf die Unterkante des Oberlids. Beides sieht zusammen wirklich attraktiv aus. Und lässt sich auch für nicht sehende Frauen nach einiger Übung gut applizieren. Zur Auswahl einer Lippenstiftfarbe muss sich die blinde Frau auf den Rat einer guten Freundin oder einer Verkäuferin verlassen. Auftragen wiederum kann sie ihn mit der Fingerspitze allein. Selbst auf betonte Wimpern muss sie nicht verzichten. Allerdings nicht mit Wimpernspirale, sondern durch das alte kleine Kästchen, drin schwarze Farbe und ein kleines Bürstchen zum Auftragen. Gut bekannt aus alten Tagen. Inzwischen Mangelware.
13 Frauen verlebten einen entspannten und auf dem Gebiet der dekorativen Kosmetik auch bildungsreichen Nachmittag in der DZB. Und so konnten wir mit einer gelungenen Veranstaltung drei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

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Vorschau "Literaturtreff" 2013

KARSTEN SACHSE
Die im Abonnement wöchentlich in Blindenkurzschrift erscheinende Zeitschrift "Literaturtreff" enthält ausgewählte Romane und Erzählungen namhafter in- und ausländischer Autoren in Fortsetzungen.
Nachfolgend finden Sie die Vorstellung der für den nunmehr 26. Jahrgang 2013 vorgesehenen Titel:
Mit einer heiteren Wendekomödie wollen wir in das neue Jahr starten: Sascha Lange: "Das wird mein Jahr" (Aufbau-Taschenbuch-Verlag, 2011) handelt vom Abhauen und Ankommen im Spätsommer 1989. Friedemann ist 18. Alles, was der Gärtnerlehrling aus Leipzig vom Leben will, ist ein bisschen Rock 'n' Roll und Anke. Doch dann sind Anke und die Mauer plötzlich weg. Und Friedemann braucht einen neuen Plan. Was läge da näher, als im Westen zum Cannabis züchtenden Hausfrauentröster zu werden? - Dieses Buch ist turbulente Wendekomödie, Roadmovie und Love-Story in einem. Sascha Lange beschreibt Reise und Eindrücke seines Protagonisten auf klarsichtige und humorvolle Weise.
Der zweite Titel unserer Auswahl führt nach Südengland im 19. Jahrhundert: Die junge Pell Ridley will sich dem eintönigen Leben in Armut, das zu ihrer Zeit für Frauen nur aus Kinderkriegen, Hunger und harter Arbeit besteht, nicht fügen. Am Morgen ihres Hochzeitstages flieht sie mit ihrem stummen Pflegebruder Bean zu Pferd durch die raue und düstere Heidelandschaft im Südwesten Englands. Pferde sind Pells große Liebe, man könnte sie eine "Pferdeflüsterin" nennen. Meg Rosoffs Roman "Davon, frei zu sein" (S. Fischer, 2010) ist eine bemerkenswerte, handfeste, manchmal auch harte Geschichte über das Erwachsenwerden und eine ungewöhnliche Emanzipationsgeschichte in der Tradition des Reise- und Abenteuerromans.
Die Geschichte einer spektakulären Flucht beschreibt auch Massimo Carlotto in "Der Flüchtling" (Tropen-Verlag, 2010) - es ist seine eigene. Packender hätte er sie gar nicht erfinden können.
20. Januar 1976: Die 25-jährige Studentin Margherita Magello wird in ihrem Zimmer in Padua mit 59 Messerstichen ermordet. Massimo Carlotto, 19 Jahre, Student und Mitglied der linksradikalen Bewegung entdeckt das Opfer und geht zur Polizei, um den Vorfall zu melden. Er wird festgenommen und wegen Einbruchs angeklagt. Es beginnt ein beispielloser Schauprozess.
Nach wechselhaften Untersuchungen wird er 1978 wegen Mangels an Beweisen freigesprochen, im Revisionsprozess des Jahres darauf jedoch zu 18 Jahren Haft verurteilt. Nach drei Jahren Haft flieht er in den Untergrund, lebt mit Verbrechern und Verfolgten, zunächst in Paris, später in Mexiko. Als ihn die dortigen Behörden 1985 zurück in seine Heimat schicken, formiert sich eine internationale Gruppe von privaten Unterstützern und Menschenrechtlern, die 1989 die Wiederaufnahme seines Verfahrens erreichen. Elf Prozesse mit 86 Richtern und 50 Gutachtern steht Carlotto durch - und ist am Ende sterbenskrank. Schließlich wird er 1993 vom italienischen Staatspräsidenten Scalfaro begnadigt. Nach seiner Freilassung 1993 beginnt Carlotto sein zweites Leben: Er wird Krimi-Autor und ist damit sehr erfolgreich.
Leichteren Stoff liefert Kate Pullingers Roman "Eine Liebe in Luxor" (Bloomsbury, 2011): Als die englische Lady Duff Gordon 1862von ihrem Arzt nach Ägypten geschickt wird, um dort im trockenen, warmen Klima ihre Tuberkulose auszuheilen, bedeutet das auch für ihr Dienstmädchen Sally ein Exil auf unbestimmte Zeit. So begeben sich die beiden, schwankend zwischen Staunen und Angst vor der exotischen Fremde, gemeinsam auf eine Flussfahrt den Nil hinauf. Begleitet werden sie von Omar, einem erfinderischen Dragomanen und begnadeten Koch. Als Lady Duff Gordon in Luxor ihr Korsett gegen Männerkleider eintauscht, Arabisch lernt und zu wöchentlichen Salons einlädt, beginnt auch Sally, eine ungeahnte Freiheit zu genießen. Doch diese Freiheit hat ihre Grenzen. Kate Pullingers beschreibt in ihrem Roman den erstaunlichen Wandel der beiden Frauen, die sich von den Zwängen ihrer Herkunft befreien. Der Roman beruht auf der wahren Begebenheit der Lucie Duff Gordon, deren "Letters from Egypt" bereits 1865 erschienen.
Von der brütenden Glut Luxors begeben wir uns dann in die Hitze Sardiniens. Michela Murgia, bekannt durch ihren Roman "Accabadora", durchstreift in "Elf Wege über eine Insel" ihre Heimatinsel. Auf Sardinien gibt es Höhlen, in denen Hexen wohnen, es gibt Tote durch den Biss von Vampirfrauen und geheime Wasser, in denen der sich spiegelnde Mond die Zukunft und ihre Täuschungen enthüllt … Doch führen Michela Murgias elf Berichte nicht nur durch die Geschichte und die Natur Sardiniens, sondern sie erzählt auch von Mode, Musik, Malerei und Literatur, sodass dieses Büchlein durchaus Reiseführerqualitäten besitzt.
David Foenkinos schildert in "Größter anzunehmender Glücksfall" (Deutscher Taschenbuch-Verlag, 2009) die Geschichte eines Ehepaares: Jean-Jacques und Claire sind seit acht Jahren verheiratet, und zwischen der sonntäglichen Lammkeule bei Claires Eltern auf dem Land und dem zukunftspessimistischen Chinesischunterricht für die sechsjährige Tochter Louise spulen sie monoton und routiniert ihr Ehe- und Liebesleben ab. Aus Neid auf seinen Kollegen Édouard, der sich nach seiner Scheidung zu einem rasanten Casanova entwickelt hat, beginnt Jean-Jacques eine Affäre mit der attraktiven Arbeitskollegin Sonia. Doch bald verlässt er Sonia wieder. Claire, die sich nicht lange von der neuen Liebeslust ihres Mannes täuschen lässt, engagiert ihrerseits den schüchternen Russen Igor zunächst als Detektiv und dann als Liebhaber. Bei einer gemeinsamen Reise nach Berlin erkennt Claire, dass sie ihr größtes Glück gerade aufgegeben hat ... Voller Anspielungen auf Filme wie "Der Himmel über Berlin" und "Jules und Jim" erzählt David Foenkinos in ironischer und bisweilen skurriler Manier, aber auch mit melancholischen Untertönen die Geschichte einer großen Liebe.
Eine gescheiterte Ehe ist der Ausgangspunkt für die Erlebnisse, die Sue Hubbell in ihrem Buch "Ein Jahr in den Ozark Mountains" (SchirmerGraf, 2007) beschreibt, einem Jahrbuch der besonderen Art, das mit dem Frühling beginnt und endet. Hubbell, ehemals Bibliothekarin in Toronto, wurde nach ihrer Scheidung zur Bienenzüchterin auf einer einsam gelegenen Farm im nördlichen Missouri. In einem ganz eigentümlichen, ruhig gelassenen Stil und mit feinem Humor berichtet sie über ihre Beobachtungen von Insekten, Bienen, Vögeln, Pflanzen und auch von den Menschen ihrer Umgebung. Mit diesem persönlichen, gleichzeitig so universellen Buch gelingt es ihr, uns für Dinge in der Natur zu faszinieren, die zuvor der Wahrnehmung verschlossen blieben.
Im Jahr 1872 schrieb der irische Schriftsteller Joseph Sheridan Le Fanu eine düstere Novelle, die nicht nur eine der bedeutendsten Vampirgeschichten überhaupt wurde, sondern auch einen der ersten weiblichen Blutsauger der Literaturgeschichte präsentierte. In "Carmilla, die Vampirin" (Diogenes-Verlag, 2011) bewohnt die hübsche Laura mit ihrem Vater und wenigen Bediensteten ein prunkvolles, aber abgelegenes Schloss in der idyllischen Steiermark. Das Leben ist beschaulich - bis eines Nachts eine wundersame junge Frau ins Leben der Schlossbewohner tritt. Niemand weiß, wer die schöne Carmilla ist; sie selbst muss sich auf Geheiß ihrer Mutter in Schweigen hüllen. Schnell wächst zwischen den jungen Frauen eine tiefe Freundschaft, deren wahre Natur jedoch vorerst im Verborgenen bleibt. Erst als Laura von einer mysteriösen Mattigkeit heimgesucht und von Tag zu Tag schwächer wird, sucht ihr Vater verzweifelt nach den Gründen - und kommt ungewollt der dunklen Vergangenheit Carmillas auf die Spur. Ein echter Vampirroman voll Spannung, böser Träume und süßer Hingabe!
Auch in "Pestmarie" (Fischer-Schatzinsel, 2011) von Sylvia Görnert-Stuckmann treffen wir eine weibliche Hauptperson. Die Handlung führt nach Schwaben zur Zeit der Bauernkriege. "Pestmarie, Hexenkind, Teufelsbalg" - das sind die Worte, die Marie hinterhergezischt werden, wenn sie in den Gassen von Rottweil unterwegs ist. Mit ihren feuerroten Haaren und den katzengrünen Augen gilt sie ohnehin als Ausgeburt des Teufels. Und als sie auch noch die Pest verschont, muss sie mit dem Teufel im Bunde sein … die 14-Jährige muss aus ihrer Heimatstadt Rottweil vor den Hexenjägern fliehen und wird die Magd einer Marketenderin. Doch auch hier ist sie nicht sicher, denn ihre Dienstherrin verfolgt ganz bestimmte Absichten …. Der gründlich recherchierte und hervorragend erzählte Roman beschreibt nicht nur die Welt des 16. Jahrhunderts sondern ist auch ein Entwicklungsroman.
Mit diesem gleichzeitig für jugendliche und erwachsene Leser geeigneten Roman wollen wir den "Literaturtreff"-Jahrgang 2013 beschließen.
"Literaturtreff"- eine Empfehlung für alle Freunde der schönen Literatur!
Sichern Sie sich diese Vorteile für nur 1,20 Euro pro Heft! (Jahresabonnement: 62,40 Euro)
Auskünfte und Bestellungen unter Telefon 0341 7113-120, Telefax 0341 7113-125, E-Mail abo@dzb.de.

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MDR auf dem Weg zur Barrierefreiheit

Treffen von Senderverantwortlichen und Spitzenvertretern der Blinden- Sehbehinderten- und Gehörlosenverbände in Leipzig - Stufenplan soll Behinderten teilhabe erleichtern
Der MDR wird in seinen Fernsehprogrammen und in seinen Internetangeboten die Nutzungsbarrieren für Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen deutlich reduzieren. In Leipzig trafen am 4. Oktober 2012 Spitzenvertreter von Blinden-, Sehbehinderten- und Gehörlosenverbänden, der Deutschen Zentralbücherei für Blinde, des Antidiskriminierungsbüros in Leipzig sowie Regierungsbeauftragte aus Mitteldeutschland, mit MDR-Verantwortlichen zusammen, um sich über die nächsten Schritte auf dem Weg zur Barrierefreiheit im Fernsehen und im Netz auszutauschen. Fazit: Es ist einiges erreicht, vieles auf den Weg gebracht und manches noch zu tun.
Das Treffen in Leipzig fand vor dem Hintergrund statt, dass nach dem neuen Rundfunkbeitragsstaatsvertrag zum nächsten Jahresbeginn künftig auch Menschen mit Behinderungen zur Zahlung von Rundfunkbeiträgen herangezogen werden, die davon bisher befreit waren. Dies betrifft blinde und sehbehinderte Menschen, Hörgeschädigte und schwerbehinderte Menschen. Sie müssen künftig einen ermäßigten Beitrag in Höhe von einem Drittel des Rundfunkbeitrags entrichten. Nach wie vor gibt es unter bestimmten Voraussetzungen auch die Möglichkeit der Befreiung von der Zahlungspflicht. Das betrifft etwa taubblinde Menschen und Empfänger von Blindenhilfe oder Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Grundsicherung oder BAföG (detaillierte Informationen dazu gibt es im Internet unter www.rundfunkbeitrag.de).
Die von der Gesellschaft getragene Finanzierung garantiere, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk allen Bürgern frei von wirtschaftlichen und politischen Einflüssen Angebote unterbreiten kann, sagte MDR-Intendantin Karola Wille zur Eröffnung der Leipziger Begegnung. Wille: "Wir sind für alle da und deshalb wollen wir auch allen Gruppen ein Angebot machen, das informiert, berät, bildet und unterhält. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist uns wichtig, deshalb wollen wir nicht nur punktuelle Aktionen zum Abbau von Barrieren sondern ein umfassendes Angebot, das möglichst alle nutzen können."
In den nächsten drei Jahren sollen Barrieren für seh- und hörbehinderte Menschen in einem Stufenplan Schritt für Schritt schwinden. Am Ende dieses Jahres werden etwa 30 Prozent der MDR-Fernsehsendungen für Gehörlose und Hörbehinderte untertitelt sein. Bis 2015 soll dieser Anteil auf mindestens 75 Prozent steigen, kündigte der MDR an. Dies gilt dann schon 2014 für alle Erstsendungen, auch die regionalen Informationsprogramme, in der Hauptsendezeit am späten Nachmittag und am Abend. Für 2015 plant der MDR mit einer lückenlosen Untertitelung aller Sendungen von 11 bis 22 Uhr. Hinzu kommt eine Verdoppelung der Herstellung von Hörfilmfassungen und Sendungen mit Audiodeskription aus dem Bestand des MDR. Das Regionalmagazin "MDR um 11" (ab 8. Oktober als Nachfolger von "MDR um 12") wird vom 2. Januar 2013 an im Live-Stream im Internet und zeitversetzt in der MDR-Mediathek mit Gebärdensprache angeboten. Ohnehin werden künftig alle bei Erstausstrahlung untertitelten Sendungen auch bei Nachnutzungen in der Mediathek mit Untertiteln angeboten. Die Untertitel sollen zu einem späteren Zeitpunkt auch über mobile Ausspielungen sowie in den Mediatheken des hybriden Fernsehens (HbbTV) nutzbar sein.
Einige Beiträge des MDR im ARD-Gemeinschaftsprogramm "Das Erste" werden heute schon mit Live-Untertiteln versehen (zum Beispiel "Brisant", "Feste der Volksmusik" und das Kulturmagazin "ttt - titel thesen temperamente"). Für Filme und Serien werden die Untertitel vorproduziert ("Tatort", "Polizeiruf 110", "In aller Freundschaft", Dienstag-Hauptabendserien, Mittwochsfilm). Vom 1. März 2013 an wird der MDR ausschließlich untertitelte Sendungen ins Gemeinschaftsprogramm "Das Erste" einbringen. Ebenfalls schon vom nächsten Jahresbeginn an wird der MDR die Dienstagabendserien sowie seine Tierdokumentationen im "Ersten" in einer Hörfunkfassung anbieten. Bei "Tatort", "Polizeiruf 110" und Mittwochsfilmen des MDR für das ARD-Gemeinschaftsprogramm gibt es diesen Service für Sehbehinderte schon seit 2009.
Die anwesenden Vertreter der Behindertenverbände aus Mitteldeutschland sowie die Beauftragten der Länder für die Belange von Menschen mit Behinderungen würdigten ausdrücklich den Stufenplan des MDR auf dem Weg zur Barrierefreiheit, forderten ihrerseits aber noch weiter gehende Schritte. So sollen ihrer Meinung nach Menschen mit Behinderung häufiger und selbstverständlicher von den Medien und damit von der Gesellschaft wahrgenommen werden. MDRIntendantin Karola Wille griff diese Anregung auf und verwies auf die in diesem Jahr eingeführten Programm-Schwerpunktsetzungen durch spezielle Thementage im MDR. Dieses Instrument könne sie sich gut vorstellen, um die Anliegen von Menschen mit Behinderung auffällig einem großen Publikum bekannt zu machen.
Bemängelt wurde aus der Runde der Verbände und Institutionen, dass unter den 43 Mitgliedern des MDR-Rundfunkrates keine Vertreter der Menschen mit Behinderung seien. So forderte der Behindertenbeauftragte der Landesregierung Sachsen-Anhalt, Adrian Maerevoet, im Einklang mit mehreren Vertretern der Behindertenverbände: "Auch der MDR-Rundfunkrat sollte in seiner weiteren Begleitung der Angebote des MDR die Perspektive von Menschen mit Behinderungen stärker berücksichtigen. Dazu wäre es hilfreich, wenn der Gesetzgeber einen festen Sitz für Menschen mit Behinderungen in diesem Gremium vorsehen würde."
Ein weiterer Vorschlag galt der Zusammensetzung der Redaktionsteams, die sich mit dem Abbau von Barrieren beschäftigen. Die Einbeziehung von Betroffenen könne hier Fehler vermeiden helfen, die Nicht-Behinderte nur schwer vorhersehen können, argumentierte beispielsweise der Direktor der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig, Dr. Thomas Kahlisch. Den Wunsch, das Gespräch zwischen behinderten Menschen und Senderverantwortlichen zu verstetigen, hat die MDR-Intendantin aufgegriffen und eine Einladung zu einem jährlichen Gedankenaustausch ausgesprochen. Das Treffen von dieser Woche sah sie als Beginn eines kontinuierlichen Dialogs: "Auf einige Ihrer Fragen haben wir noch keine Antworten und werden sie mit den Programmverantwortlichen diskutieren. Aber sicher ist: Wir brauchen Ihren Rat bei der Lösung der Probleme. Unser dauerhaftes Gesprächsangebot steht."
[Quelle: Presseinformation des mdr vom 8.10.12]

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Zurück in die Zukunft

Die Uhren dürfen bei E-Books nicht 50 Jahre zurückgedreht werden. Deutscher Bibliotheksverband fordert Gleichstellung von E-Books und gedruckten Büchern.
Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) begrüßt die zunehmende Verbreitung von E-Books in Öffentlichen Bibliotheken als sinnvolle Erweiterung zu klassisch gedruckten Büchern. Mehr als 500 Bibliotheken - das entspricht 25 % der hauptamtlich geleiteten Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland - verleihen E-Books an Ihre Kunden. Mit zunehmender Sorge beobachtet der Bibliotheksverband jedoch, dass Verlage verstärkt versuchen, Bibliotheken aus dem Markt der elektronischen Bücher auszuschließen, indem sie entweder gar keine Angebote an Bibliotheken machen oder Preise verlangen, die jene für das gedruckte Buch um ein Vielfaches übersteigen.
"Bibliotheken waren schon immer Vorreiter, wenn es darum ging, neue Medien zu nutzen und sie einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen", erklärte Monika Ziller, Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) anlässlich der Vorstellung des "Berichts zur Lage der Bibliotheken 2012" am heutigen Tag [19.10.12]. "Menschen mit ganz unterschiedlichen Lesegewohnheiten kommen in Bibliotheken. Manche lesen lieber in gedruckten Büchern, andere bevorzugen die elektronische Version. Hier gibt es keine Konkurrenz. Die unterschiedlichen Medienformen ergänzen sich vielmehr."
Einige Verlage sehen jedoch ihren Absatz beim Verkauf von E-Books an Endkunden als dramatisch gefährdet, wenn Bibliotheken durch Verleih dem regulären Vertrieb weiterhin Konkurrenz machten. Diese These von Bibliotheken als den Totengräbern der Verlage ist so alt wie die Bibliotheksausleihe und die damaligen Volksbüchereien. Bereits als die Bibliotheken im 19. Jahrhundert ihre traditionelle Rolle als Exklusivinstitution von Fürsten oder Wissenschaftlern aufgegeben haben, um in Form von Volksbüchereien auch andere Bevölkerungsgruppen zu versorgen, gab es Proteste des Buchhandels. Schon damals gab es die Auffassung, der Absatz im Buchhandel sei dramatisch gefährdet, wenn Bibliotheken den Zugang zu Büchern allen Menschen "gratis" anbieten würden. 1965 fand der Gesetzgeber in diesem Streit eine salomonische Lösung, die bei gedruckten Büchern unverändert bis zum heutigen Tag Bestand hat: Bibliotheken dürfen jedes beliebige gedruckte Buch zum regulären Ladenpreis kaufen und an alle Bürgerinnen und Bürger ausleihen. Der angenommene geringere Umsatz durch die "bibliothekarische Konkurrenz" wird als "Bibliothekstantieme" pauschal über eine Verwertungsgesellschaft vom Bund und den Bundesländern entschädigt. Damit kann bei gedruckten Büchern kein Verlag mehr verhindern, dass seine Publikationen allen Bevölkerungsschichten zur Information zur Verfügung stehen. 1965 war man sich der demokratiesichernden Funktion eines offenen, unabhängigen und leicht zugänglichen Informationssystems für die Bevölkerung qua Bibliotheken vielleicht bewusster als heute.
Der dbv setzt sich dafür ein, dieses beiderseitige Erfolgsmodell auch auf E-Books zu übertragen und somit zu verhindern, dass bei E-Books die Uhren um 50 Jahre zurückgedreht werden. Wie bei gedruckten Büchern sollten Bibliotheken jedes E-Book zu Endkundenpreisen im regulären Handel erwerben können und es dann auch verleihen dürfen. Selbstverständlich müssen Bibliotheken dabei sicherstellen, dass nie mehr digitale Exemplare gleichzeitig genutzt werden, als Einzellizenzen erworben wurden. Die Bindung der legalen Kopien an erworbene Lizenzen ist im Softwarebereich ja längst gängige Praxis. Um den Bedenken der Verleger entgegenzukommen, kann sich der dbv eine E-Buch-Tantieme vorstellen, durch welche vermutete Umsatzeinbrüche bei Verlagen ausgeglichen werden könnten.
Leider sieht sich der Börsenverein des Deutschen Buchhandels im Moment außerstande, Vorschläge wie diesen zu diskutieren. Es spricht daher einiges dafür, dass die fraktionsübergreifende Forderung der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Internet und digitale Gesellschaft", Bibliotheken müssten jedes elektronisch erscheinende Buch "analog dem gedruckten Buch" erwerben und anbieten können, doch wieder erst gesetzgeberisch durchgesetzt werden muss.
"Wir erwarten vom Gesetzgeber die Gleichstellung von E-Books mit gedruckten Büchern in allen Bereichen", so Ziller weiter. "Es kann nicht angehen, dass Verlage beim unabhängigen Bestandsaufbau einer Bibliothek indirekt mitbestimmen. In den USA werden unsere Befürchtungen gerade wahr: Dort verkaufen drei große Verlage keine Lizenzen mehr an Bibliotheken. Die 169 Millionen Nutzer haben folglich keinen öffentlichen Zugang mehr zu diesen Publikationen."
Dr. Frank Simon-Ritz, Direktor der Universitätsbibliothek der Bauhausuniversität Weimar und Vorstandsmitglied im dbv, ergänzt: "Buchhandel, Verlage und Bibliotheken haben - bei allen Differenzen im Detail - seit vielen Jahrzehnten kooperiert, damit Bücher allen Menschen zugänglich sind. Es ist sehr bedauerlich, wenn die Verlage nun bei elektronischen Büchern diesen Konsens einseitig aufkündigen. Der Bibliotheksverband wird sich weiterhin dafür einzusetzen, dass die Position der Bibliotheken in der digitalen Welt gestärkt wird. Sie brauchen Zugang zu elektronischen Medien, um ihren Bildungsauftrag erfüllen zu können und dürfen deshalb nicht von diesem neuen Marktsegment abgeschnitten werden."
Bibliotheken sind Orte, an denen breiter Zugang zu publizierter Information für Alle eröffnet wird. Viel umfassender als im Handel mit aktuellen Titeln dienen Bibliotheken der Gesellschaft als strukturiertes Gedächtnis, denn sie verfügen auch über Bestände, die sonst gar nicht oder nur antiquarisch zu kaufen sind.
Daher fordert der Deutsche Bibliotheksverband e.V. Bund und Länder auf, eindeutige und einschlägige Regelungen für faire Lizenzvergabemodelle und eine entsprechende Aktualisierung des Urheberrechts vorzunehmen und so für Rechtssicherheit zu sorgen.
Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv)
Im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) sind ca. 2.100 Bibliotheken aller Sparten und Größenklassen Deutschlands zusammengeschlossen. Der gemeinnützige Verein dient seit mehr als 60 Jahren der Förderung des Bibliothekswesens und der Kooperation aller Bibliotheken. Sein Anliegen ist es, die Wirkung der Bibliotheken in Kultur und Bildung sichtbar zu machen und ihre Rolle in der Gesellschaft zu stärken. Zu den Aufgaben des dbv gehören auch die Förderung des Buches und des Lesens als unentbehrliche Grundlage für Wissenschaft und Information sowie die Förderung des Einsatzes zeitgemäßerInformationstechnologien.
Kontakt: Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Barbara Schleihagen, Geschäftsführerin, Tel.: 0 30/644 98 99 12
E-Mail: dbv@bibliotheksverband.de,
http://www.bibliotheksverband.de,
http://www.bibliotheksportal.de
[Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Bibliotheksverbandes vom 19.10.2012]

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Literarisches Leben

Der nachfolgende Text stammt aus dem Newsletter des Börsenvereins vom 9. August. Die darin vorgestellten Webseiten wurden vom Betreuer der Rubrik LOUIS, Herrn Ulrich Jander, einem Grobtest hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit unterzogen. Zum Einsatz kam der Screenreader JAWS 10, um auch Nutzer älterer Versionen einzubeziehen (aktuell ist Version 13). Herr Jander beschränkte sich auf die Handhabbarkeit der Eingangsseite und wählte dort ein oder zwei Links als Testbeispiele aus. Die Ergebnisse seiner Tests finden Sie am Ende der den jeweiligen Link betreffenden Textpassage. Vielen Dank an Herrn Jander!

Hörbuchportale

Hier hört der Fan
Sie sind leidenschaftliche Hörbuchhörer, schaffen ein Pensum von bis zu 20 Titeln im Monat und bilden sich dazu ihre dezidierte Meinung, die sie auf ihren Seiten online stellen. Hörbuch-Blog-Betreiber sind meist recht fleißig.
Doch warum nehmen sie die Arbeit auf sich, wenn sie doch, wie in den meisten Fällen, keine Einnahmen damit erzielen? Der Wunsch, den Überblick über all die selbstgehörten Hörbücher zu behalten und der Impuls, anderen mit den eigenen Rezensionen Orientierung zu geben - das, so sagen die Blogger, motiviere sie zu ihrer "Öffentlichkeitsarbeit". Wie viele von ihnen sich im Netz tummeln, lässt sich kaum schätzen. Boersenblatt.net stellt einige dieser Blogs vor. Sie kennen weitere gut gemachte, unabhängige Hörbuch-Blogs und finden sie hier nicht wieder? Die Redaktion freut sich, wenn Sie die folgende Liste mit Ihren Hinweisen ergänzen.
www.hoerbuch-blog.com
Zu Sebastian Püschels Überraschung war die prägnante Domain "hoerbuch-blog" noch zu haben, und so griff er zu und entwickelte 2010 unter dieser Adresse einen der wenigen unabhängigen, privaten Hörbuch-Blogs mit monatlichen Neuvorstellungen und Rezensionen. Ursprünglich wollte er den Überblick über all das behalten, was er schon gehört hat. So begann er vor zwei Jahren, seine Titel online zu archivieren. Mittlerweile hat Püschel fast 200 Titel rezensiert, der Schwerpunkt liegt auf Belletristik (hier vor allem Krimis) und Sachbüchern. Die Auswahl entspricht seinen eigenen Hörvorlieben. Wenn es die Zeit erlaubt, schreibt Püschel auch Artikel zu Hörbuchthemen und führt Autoreninterviews. Hoerbuch-blog.com hat, so schätzt Püschel, bis zu 1000 Zugriffe im Monat - Tendenz steigend.
http://hoerspiel-freunde.de/ und www.hergehoert.de
Krimis, Grusel, Mysterie - das sind die Genres, die Ronny Dohmen mag. Seit acht Jahren betreiben er und sein Freund Patrick Holtheuer das Forum http://hoerspielforum-freunde.de. Hier tauschen sich Hörbuchfans, Regisseure und Autoren aus, Hörbuchverlage stellen ihre Programme vor, registrierte Fans schreiben Rezensionen; im Forum geht es vorwiegend um Krimis, deshalb gibt es dort auch einen speziellen John-Sinclair-Bereich. Der Blog zählt derzeit mehr als 2700 Mitglieder. Um seine eigenen, recht ausführlichen Rezensionen systematisch sammeln zu können, rief Ronny Dohmen vor zweieinhalb Jahren seinen Blog www.hergehoert.de als reine Informationsseite ins Leben. Derzeit schreibt er fünf Empfehlungen im Monat, aber wenn der derzeitige berufliche Stress nachlässt, sollen es 20 und mehr werden. Durchschnittlich 7500 Zugriffe auf seine Rezensionsseite zählt er pro Monat.
http://gelderblom-arthur.de
Vorwiegend Thriller und Krimis rezensiert Myriam Gelderblom auf ihrem "Hexenritt-Blog", der seit Juni vergangenen Jahres aktiv ist. Sie habe, sagt Gelderblom, selbst so viel von Hörbuchrezensionen profitiert, dass sie auch etwas von ihrem Wissen an die Hörbuchgemeinde zurückgeben wollte. Die Internetadresse http://gelderblom-arthur.de nennt den Namen ihres Mannes, Autor des Krimis "Hexenritt", für den die Seite mit markantem Logo und Informationen zum Buch wirbt. Seit Bestehen hat Gelderblom mehr als 100 Rezensionen gepostet, ein Zehntel davon bezieht sich auf gedruckte Bücher, der Rest auf Hörbücher. Die Rezensionen sind locker-subjektiv formuliert und enden mit einer Punktezahl auf der Skala von eins bis zehn. Die Anzahl der Zugriffe auf ihre Seite beziffert Gelderblom auf 22.000 pro Monat. Sie veröffentlicht ihre Rezensionslinks auch bei Twitter und Facebook - ein Grund für die hohe Reichweite der Zugriffe. Der "Hexenritt-Blog" ist an das Audible-Rezensionsprogramm angeschlossen.
www.hoerspatz.de
Viele Hörbuchfans suchen offenbar lieber den Dialog über Twitter und Co., anstatt sich direkt auf den Hörbuchblogs zu äußern. Die Blog-Seitenbetreiber wünschen sich jedenfalls mehrheitlich, dass die Kommentarfunktion ihrer Seiten stärker genutzt wird. Stephanie Pelzer-Bartosch jedenfalls verzichtet auf die Kontaktfunktion. Ihre Html-basierte Seite "Hörspatz" kann wie ein Archiv genutzt werden. Sie enthält rund 720 ausführliche Rezensionen, vorwiegend zu Krimis und Science Fiction. Die stattliche Zahl erklärt sich dadurch, dass es die Seite schon seit 2005 gibt. Viele der Rezensionen finden sich auch auf Foren wie "Hörspieltalk" und "Hörgruselspiele". Pro Monat wird ihre Seite 30.000 mal angeklickt, berichtet die Betreiberin. Um den Kontakt zu ihren Lesern zu halten, hat Pelzer-Bartosch schon zweimal mit Unterstützung von Hörbuchverlagen ein Gewinnspiel auf ihrer Seite veranstaltet.
http://hoerbuchforum.wordpress.com
Im Hörbuchblog "Quodlibet" von Ute Distel findet man auch Titel, die nicht dem Mainstream folgen. Mit ihren Rezensionen deckt sie eine beachtliche Bandbreite der Belletristik ab - von Krimis über historische Romane bis zu literarischen Klassikern. Auch Sach- und Jugendbücher finden Eingang in Distels Archiv. Nur Fantasy findet man hier eher selten. Die passionierte Hörbuchhörerin hat seit 2001 mehr als 910 Rezensionen geschrieben. Seit 2010 sind sie auf ihrem Blog zu finden. Ihre Rezensionen enden stets mit einer Bewertung von einem bis zu fünf Sternen. Wie der "Hexenritt-Blog" ist "Quodlibet" an das Audible-Rezensionsprogramm angeschlossen und entsprechend mit Audible verlinkt. Seit 2010 verzeichnet Diestel 23.000 Zugriffe auf ihre Seite. Ihrem Blog folgen 34 User - über Twitter und Facebook pflegt sie weitaus mehr Kontakte.
www.der-hoer-buch-blog.de
"Gnadenlos ohne Rücksicht auf Verlag oder Autor" rezensiere sie in ihrem Blog, sagt Susanne Remm. Sie legt großen Wert darauf, sich nicht von anderen beeinflussen zu lassen. Derzeit sind Krimi, Horror und Jugendbücher ihre bevorzugten Genres - was man an der Tag-Cloud ihrer Startseite gut nachvollziehen kann. Der Name "Hoer-buch-blog" täuscht ein wenig, denn Remm, die als Rezensionsleserin und -hörerin für Audbible aktiv ist, stellt darin auch Buchrezensionen online. Ihren Blog, den Remm auch über Twitter und Facebook bekannt macht, gibt es seit Dezember 2010; mehr als 90 Buch- und Hörbuchrezensionen sind dort inzwischen chronologisch - eben in Blog-Form - aufgelistet. Pro Monat kommen zwei bis fünf Rezensionen dazu. Unter diversen Schlagworten von "Zombie" bis "leichte Frauenliteratur" lassen sich alle Titel recherchieren.
[Quelle: Boersenblatt Newsletter vom 09.08.2012; http://www.boersenblatt.net/544752/?t=newsletter]

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Die Kramkiste

Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden.

Brendan Behan: "Der Spanner"

Anatoli Krüger
[Punktschriftbibliothek]
Brendan Behan (1923 - 1964) veröffentlichte unter einem Pseudonym 1953 eine Kriminalparodie in Fortsetzungen in einer irischen Tageszeitung. Erst nach seinem Tod wurde das entdeckt und der Text erstmals als Buch herausgegeben.
Der deutsche Titel ist etwas irreführend, denn der Spanner hat nichts mit einem Voyeur zu tun. Im Original heißt er "The Scarperer", das ist jemand, der andere verduften oder abhauen lässt. Und damit beschäftigt sich der Spanner: für gute Bezahlung Ausbrüche aus Gefängnissen organisieren. So auch hier. In einem Dubliner Gefängnis sitzt der englische Gangster Tommy, er soll demnächst nach England überstellt werden, wo ihn mindestens lebenslänglich, wenn nicht die Todesstrafe erwartet. Also beauftragt er den Spanner, ihn herauszuholen. Aus scheinbaren Kleinigkeiten entwickelt der einen weitgespannten Plan. Sehr eindrücklich wird hier das Obdachlosen- und Kneipenmilieu von Dublin geschildert, und auch der damalige Gefängnisalltag.
Der Ausbruch gelingt. Doch nun treten Komplikationen auf - von wegen Ganovenehre -, einer versucht den anderen hereinzulegen. Der Spanner hat einen Klienten in Frankreich, der von der französischen Polizei gehetzt wird. Und der besitzt zufällig eine große Ähnlichkeit mit Tommy. Weil dieser französische Gangster mehr Geld bietet, beschließt der Spanner, Tommy dafür zu verwenden, die französische Polizei auf eine falsche Fährte zu setzen. Alles scheint aufzugehen, doch der Zufall, in Gestalt einer älteren Dame von der "Gesellschaft zum Schutz des Pferdes", mischt sich auf groteske Weise dazwischen.
Übrigens wurde dieses Buch von keinem Geringeren als Heinrich Böll übersetzt.
Brendan Behan führte ein unstetes Leben. Schon mit 14 Jahren trat er in die I.R.A. (Irisch Republikanische Armee) ein und 1939 wurde er zu drei Jahren Jugendhaft verurteilt, weil er sich an einem Sprengstoffattentat der I.R.A. in Liverpool beteiligte. Es folgten weitere Gefängnisaufenthalte. Diese Zeit hat er in seiner Autobiographie "Borstal Boy" beschrieben.
Ab 1951 war er freischaffender Schriftsteller, vor allem Dramatiker. In seinen Stücken setzte er sich gegen die Todesstrafe ein und distanzierte sich von der terroristischen Praxis der I.R.A. Er war ein ungebärdig-streitlustiger, respektloser Geist. Dabei pendelte er zwischen Irland und Frankreich hin und her, war in den Dubliner Kneipen ebenso zu Hause, wie in Pariser Absteigen.
Brendan Behan: "Der Spanner" (2 Bände, kh., BNA 4778). In der Hörbücherei kann man von Brendan Behan "Der Spanner" (H003298) und "Borstal Boy" (H006878) ausleihen.

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Klaus Mann: "Mephisto"

Jörg Klemm
[Hörbücherei]
Die nachfolgend besprochene Ausgabe stammt aus dem Jahr 1956 und erschien im Aufbau-Verlag zu Berlin.
Alles beginnt mit einem schwelgerisch geschilderten Fest, der Geburtstagsfeier des deutschen Ministerpräsidenten, hier "der Dicke" genannt, namenlos bleibend im gesamten Roman (außer in gelegentlichen Einlassungen seiner ihn "Männe" nennenden Geliebten). Dem geschichtsbewanderten Leser ist dieser "Dicke" sehr wohl als Fliegergeneral Herrmann Göring bekannt. Gastgeber des Fests ist der Protagonist des Romans, Hendrik Höfgen, Intendant der Deutschen Staatstheater.
Nach dem Feuerwerk von Romanbeginn liest man die Geschichte des begabten, noch wenig bekannten Schauspielers, der sich vom Hamburger Theater über ein Gastspiel in Wien den Erfolg im Berlin der späten zwanziger Jahre erarbeitet, um sein anfängliches Kokettieren mit der neuen Macht im Staate zu zementieren und am Ende des Romans, nach dem Über-Bord-Werfen vieler Ideale - an deren Echtheit uns Klaus Mann jedoch stets zweifeln lässt! - ebenjener Intendant der Deutschen Staatstheater zu sein. Auf seinem Weg nach oben verliebt, verlobt, verheiratet er sich mit einer Intellektuellentochter, die wir unschwer als Abbild Erika Manns identifizieren, tändelt herum mit linken Kulturkreisen und wird am Ende doch eine wichtige Stütze, eines der Aushängeschilder des Dritten Reiches sein.
Klaus Mann brachte das Buch 1936, er selbst damals bereits im Exil, auf das Ansinnen eines Kollegen heraus. Interessanter- und verwirrenderweise bezeichnete er es selbst keineswegs als Schlüsselroman, was jedoch schwer vermittelbar ist. Zu eindeutig sind die Ähnlichkeiten zwischen Hendrik Höfgen und Gustaf Gründgens, zwischen Barbara Bruckner und Erika Mann, zwischen Nicoletta von Niebuhr und Pamela Wedekind; selbst die Dunkle Venus, mit der Höfgen seine ungewöhnlichen Sexpraktiken ausübt, ist eine reale Künstlerin jener Tage.
Klaus Mann untertitelt sein Werk "Roman einer Karriere", und wahrlich, ein solcher ist es! Sehr genau, präzise bis zur Erbarmungslosigkeit beobachtete Klaus Mann die ihn inspirierenden Persönlichkeiten und schrieb diese Beobachtungen unglaublich packend nieder. Abgesehen vom riesigen Lesevergnügen und dem Philosophieren über die Flexibilität des menschlichen Charakters, der Freude am Erforschen der Abgründe in den großen Rollen von Höfgen-Gründgens, ob Mephisto oder Hamlet, macht es gewaltigen Spaß, nach der Lektüre Querverweisen zu folgen und die Lebensgeschichten der einzelnen Romanvorbilder - und natürlich die von Klaus Mann - zu studieren. Und doch: das allerwichtigste ist hier das Lesevergnügen! Den Mephisto kann man immer wieder genießen, und stets aufs Neue wird man sich an den grünen Stiefeln von Nicoletta von Niebuhr ergötzen. Doch mögen auch schon Dutzende Kritiker über "Mephisto" geschrieben haben: die beste PR für "Mephisto" war wohl doch das von Gründgens' Adoptivsohn erwirkte Erscheinungsverbot des Romans in der Bundesrepublik. Das Buch wurde als Schulstoff im Literaturunterricht der DDR von ostdeutschen Abiturienten Jahre eher gelesen als von der westdeutschen Leserschaft (die sich das Buch selbstverständlich aus der DDR beschaffte). Offiziell erschien der "Mephisto" in der Bundesrepublik erst 1981 bei Rowohlt. Was würde Klaus Mann dazu geschrieben haben?
Und nun: genug geschrieben, jetzt heißt es ZUHÖREN!
Und wer nun das Buch hören möchte: Ausleihnummer: H000137. Die Sprecherin ist Christine Nitsche-Geithner. Umfang gut 12 Stunden. Wer das Buch sofort haben möchte, bitte vermerken. Wir werden dann eine Sofortbrennung auslösen, wenn der Titel nicht am Lager ist. In Punktschrift ist der Roman ebenfalls erhältlich: 3 Bde., kzp.98, BNA 1611 bzw. 53,70 EUR, BNV 4535
Weitere Titel von Klaus Mann im Hörbuchbestand

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LOUIS

Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander (Tel.: 0341 7113-145, Fax: 0341 7113-125, E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de). Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

EasyTBS

Wiederkehrende Textbausteine in ein Schriftstück einfügen
Ulrich Jander
Sicher fast jeder Computernutzer stand schon einmal vor der Frage, ob es nicht eine einfache Möglichkeit gibt, immer wiederkehrende Textteile, wie z. B. den Absenderbereich in einem Schriftstück, aus einer Liste aufrufen und in das neue Dokument einfügen zu können. Im Textverarbeitungsprogramm Word von Microsoft gibt es hierfür den Bereich der Vorlagen, der jedoch für den blinden oder sehbehinderten Anwender kaum oder nur bedingt nutzbar ist. Die Alternative besteht in einem kleinen Windows-Programm mit dem Namen EasyTBS, es ist nur ca. 30 KB groß und von dem blinden Hobbyprogrammierer Wolfram Floßdorf aus Köln entwickelt worden. Sie können es als kostenlose Software (Freeware) aus dem Internet herunterladen unter:
http://www.softcologne.de/winprogs/winprogs.htm.
Wolfram Floßdorf freut sich natürlich als Freizeitprogrammierer auch über eine kleine Spende, da vor allem die barrierefreien Windows-Programme, die mit Sprachausgabe und Braillezeile gut funktionieren, in der Entwicklung zeitintensiv sind. Auf der genannten Internetseite wird eine ganze Reihe an verschiedenen Programmen angeboten; auf der Hauptseite gibt es auch einen Link zu Spielen für Blinde mit einer Braillezeile.
Das Programm EasyTBS besteht nur aus einer kleinen Datei, die nicht einmal installiert werden muss. Der Entwickler, Herr Floßdorf, schreibt auf seiner Internetseite folgendes:
Zitatbeginn:
"Dies ist ein sehr bequemes und einfaches Programm, mit dem man in jede beliebige Windows-Anwendung einmal erstellte Textbausteine (TBS) einfügt.
Hierzu erstellt man einfach im zugehörigen Ordner, wo EasyTBS.exe liegt, eine Datei namens EasyTBS.txt. Diese muss mit einem beliebigen Standard-Editor erstellt werden (z.B. der Editor im Zubehör von Programme im Startbereich).Jeder TBS beginnt mit den drei Großbuchstaben TBS, gefolgt von einem Doppelpunkt und unmittelbar dahinter der Name, den man diesem TBS geben möchte.
Auf die Folgezeile oder Folgezeilen schreibt man nun den kompletten TBS mit oder ohne Enter, mit oder ohne Leerzeilen.
Einen neuen TBS beginnt man wiederum auf einer neuen Textzeile nach obigem System. Zur besseren Lesbarkeit empfehle ich eine Leerzeile vor der Zeile, die mit TBS beginnt.
Zwei Dinge sind noch zu tun:
  1. Bitte eine Verknüpfung zum Desktop erstellen
  2. dieser Verknüpfung einen beliebigen Hotkey (eine Tastenkombination) zuordnen. Ich nehme hier immer STRG-Alt+T.
Steht man in DATAWORD, oder Word oder in Outlook in einer zu schreibenden Mail oder in einer anderen Anwendung, die Texte aufnehmen kann, drückt man STRG-ALT-T, wählt im Listenfeld den TBS aus und drückt Enter. Der TBS steht nun in der aktuellen Anwendung und EasyTBS ist geschlossen. Möchte man keinen TBS auswählen, drückt man ESCAPE.
Ich denke noch simpler und effektiver geht's kaum noch.
EasyTBS läuft unter XP und Windows 7. Ob es auf älteren Betriebssystemen auch läuft, weiß ich nicht.
Wichtig ist aber folgender Hinweis: Damit EasyTBS läuft, muss das Programm .NET Framework v4 auf dem System installiert sein!"
Zitatende.
Beide Programme, sowohl die EasyTBS-Datei als auch das Framework-Programm, welches jedoch ca. 49 MB groß ist, kann ich Ihnen zur Verfügung stellen und zuschicken. Wenn Sie möchten, füge ich eine Beispieldatei von EasyTBS.txt hinzu, an deren Inhalt Sie eindeutig ablesen können, wie Ihre konkrete Textdatei mit den Textbausteinen aussehen sollte. Der hier zitierte Text aus dem Internet erscheint auch, wenn man die EasyTBS.exe aufruft und noch keine EasyTBS.txt existiert.Mit EasyTBS ist es tatsächlich sehr einfach, Textbausteine einmalig zu erstellen, die man immer wieder benötigt, diese auszuwählen und in ein Dokument oder in eine E-Mail einzufügen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit dem Programm EasyTBS. Für Fragen oder Hinweise stehe ich Ihnen gern in der DZB in Leipzig zur Verfügung.

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Die Weiterentwicklung des DAB/UKW-Radios NOXON dRadio 110

Ulrich Jander
In der letzten Ausgabe der DZB-Nachrichten berichtete ich ausführlich über das obige Radio. Die Herstellerfirma Terratec hat softwareseitig einiges getan; sie entwickelte das Betriebssystem des Radios weiter und vervollständigte die akustische Senderliste, die man am Radio vom angesteckten USB-Speicherstick abrufen kann. Die gegenwärtig letzte Aktualisierung ist vom 26.09.2012.
Die Weiterentwicklung des Betriebssystems (Firmware) merkt der Nutzer in erster Linie im Menü im Bereich Konfiguration. Der Wecker kann jetzt auch so eingestellt werden, dass er sich entweder mit einem Signalton oder mit dem zuvor eingestellten Radioprogramm, entweder digital über DAB oder über UKW, meldet. Es ist denkbar, dass die Firma Terratec auch noch andere Kleinigkeiten im Betriebssystem verbessert hat, was mir aber bisher nicht aufgefallen ist.
Bezüglich der Sprachdateien auf dem Stick ist es entschieden umfangreicher geworden, es sind jetzt ca. 600 Sprachdateien verfügbar, zuvor waren es etwas mehr als 300. In erster Linie sind jetzt DAB-Radiostationen der einzelnen Bundesländer hinzugekommen, vor allem die ARD-Sender, wie z. B. SWR, MDR, RBB oder NDR. So müsste jetzt im DAB-Bereich die akustische Ansage der Radiostation in den meisten Fällen funktionieren, wenn Sie zuerst das große Drehrad an der Vorderseite hineindrücken und dann entweder langsam nach links oder rechts drehen. Wenn Sie die ausgewählte und angesagte Radiostation hören möchten, drücken Sie wieder das große Drehrad hinein.
Die aktuellen Dateien können Sie von der Internetseite www.terratec.de unter Auswahl des Radiotyps im Downloadbereich herunterladen. Auf Grund des teilweise grafischen Aufbaus der Internetseite bei Terratec kann die Auswahl des Radiotyps und das Auffinden des richtigen Links zum Herunterladen etwas schwierig sein. Sowohl die Firmware-Datei als auch das Sprachpaket bekommen Sie als zip-Dateien, die Sie auf Ihrem Rechner zuerst auspacken und dann auf Ihren Speicherstick kopieren müssen. Die ausgepackten Sprachdateien liegen im Ordner "dRadio100", der als solcher mit seinem gesamten Inhalt auf den Stick kopiert wird. Die Firmware ist nach dem Auspacken eine Datei, die in das Hauptverzeichnis des Speichersticks zu kopieren ist. Wenn Sie den Speicherstick mit der Firmware an das Radio anstecken, so muss zuvor das Gerät völlig vom Strom getrennt sein. Nach dem Anstecken des Sticks schalten Sie das dRadio in der Weise ein, dass Sie zuerst die Scantaste, Oberseite auf der zweiten Reihe die ganz linke Taste, betätigen, gedrückt halten und dazu auf der Rückseite den Kippschalter zum Einschalten des Radios bedienen. Diesen Aktualisierungsvorgang sollten Sie mit sehender Hilfe durchführen, da lediglich auf dem Display der Arbeitsweg dargestellt und dort mit dem Wort "done" das Ende der Aktualisierung angezeigt wird. Anschließend kann das Radio ausgeschaltet, der Speicherstick entfernt und dann das Gerät wieder eingeschaltet werden. Auch wenn die aktuellen Sprachdateien auf den Speicherstick kopiert sind, dann müssen Sie vor dem Anstecken des Sticks an das Radio dieses zuerst völlig vom Strom trennen, dann den Stick anstecken, den Stecker wieder in die Steckdose einführen und dann zuletzt das Radio einschalten. Nach einer kurzen Pause muss das Radio zuerst akustisch das Wort "ein" wiedergeben, bevor ein Radiosender ertönt. Damit wissen Sie, dass das Radio die Sprachdateien erkennt und sowohl die DAB-Sender als auch die Menüeinträge angesagt werden.
Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen die Dateien zur Verfügung stellen. Da schon allein die Sprachdateien einen Gesamtumfang von über 15 MB aufweisen, kann ich Ihnen diese per Mail leider nicht übersenden. Sie müssten mir bitte ein Speichermedium, Stick oder Speicherkarte, zuschicken, worauf ich alle Dateien kopiere und Ihnen dann den Speicher zurückschicke.
Das NOXON dRadio 110 von Terratec ist kein Spezialgerät, sondern ein handelsübliches Digitalradio, welches dort im Fachhandel angeboten wird, wo Geräte der Firma Terratec vertrieben werden. Jedoch Anfragen und Kaufbestellungen können auch direkt gestellt und abgegeben werden bei der Firma Terratec unter Telefon (02157) 8179-14 (Montag bis Freitag, 10-13 und 14-18 Uhr) sowie per E-Mail unter briefkasten@terratec.de. Sie sollten unbedingt bei der Bestellung darauf hinweisen, dass Sie das Radiogerät mit Speicherstick und den dortigen Sprachdateien beziehen wollen, wenn Ihnen dies wichtig ist.
Viel Freude mit dem aktuellen NOXON-Radio dRadio 110. Für Fragen oder Hinweise erreichen Sie mich gern in der DZB in Leipzig.

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Info-Service

Schließzeiten zum Jahreswechsel

Jana Waldt
Alle Jahre wieder …
An dieser Stelle möchten wir unsere Bibliotheksnutzer daran erinnern, dass die DZB vom 27. Dezember 2012 bis einschließlich 1. Januar 2013 geschlossen bleibt. Am 20.12. können letztmalig Ihre Bestellungen bearbeitet werden. Wenn Sie also zwischen den Feiertagen nicht auf Hör- oder Punktschriftbücher verzichten und eine größere Lieferung erhalten möchten, teilen Sie uns dies bitte bis spätestens 12. Dezember mit.
Sollten Sie konkrete Weihnachtsliteratur-Wünsche haben, können Sie uns diese gern ab sofort mitteilen. Erinnern möchten wir an dieser Stelle außerdem, dass alle Hörer, die ständig mehr als 3 Hörbücher im Umlauf haben, wie jedes Jahr automatisch zusätzliche Titel erhalten werden. Informieren Sie uns bitte rechtzeitig, falls Sie dies nicht wünschen.

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Lesevergnügen für junge Bücherwürmer

Christiane Felsmann
Mit dem Leipziger Lesekompass gibt es eine attraktive Buchauswahl für Kinder und Jugendliche. Seit diesem Jahr werden von der Stiftung Lesen und der Leipziger Buchmesse aus den 8.000 Neuerscheinungen des Bereiches 30 Titel ausgewählt und prämiert. Im Mittelpunkt stehen jeweils zehn Bücher, Hörbücher oder auch DVDs für Kinder von zwei bis sechs Jahren, Kinder von sechs bis zehn Jahren und die jungen Leser im Alter zwischen zehn und 14 Jahren. Es sind allesamt Bücher, die Lesespaß mit einem lesefördernden Ansatz verbinden. Der Bezug zu den Lesewelten der Kinder und das Aufgreifen aktueller Trends macht es Eltern, Erziehern, Lehrern und den jungen Lesern selbst einfacher, diese Titel auszuwählen.
Wir bieten nun einen Großteil der im Schwarzdruck erhältlichen Lesekompass-Werke im handlichen A4-Format mit Ringbindung in Voll- und Kurzschrift. Umfangreichere Bücher werden im DAISY-Format aufgesprochen. Ganz neu ist die Möglichkeit, jeden der Braille-Titel zusätzlich auch in elektronischer Form als eBraille auf CD-ROM zu erwerben. Hier erhält der Leser die Brailledaten mit HTML-Struktur, das Inhaltsverzeichnis ist dabei mit den entsprechenden Überschriften verlinkt. So ist das Lesen an der Braillezeile einfach und unkompliziert.
Die Aufstellung der einzelnen Bücher finden Sie ausführlich in der aktuellen Bücherliste.

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Aus der Bibliothek

Dank einer Kooperation mit der Estnischen Blindenhörbücherei in Tallinn ist es uns ab sofort möglich, eine Auswahl russischsprachiger DAISY-Titel in der Hörbuchausleihe anzubieten. Sie finden diese rund 100 Bücher im Online-Katalog in der Kategorie Fremdsprachige Literatur. Gern geben wir Ihnen auch persönlich Auskunft oder stellen Ihnen eine Liste der Titel zusammen.

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Auszeichnung für den Relief-Wandkalender 2013 der DZB

Heidrun Güntzel
Am 17.August 2012 erhielten wir die Nachricht, dass die Auszeichnungen "gregor international calendar award 2013" für Verlagskalender entschieden sind. Und ein fettgedruckter Satz: "Sie sind unter den Preisträgern - herzlichen Glückwunsch" strahlte uns entgegen.
Die Prämierung nahm der Graphische Klub Stuttgart e. V. und seine Partner, das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg und der Verband Druck- und Medien in Baden-Württemberg vor. 858 Kalender wurden von den Verlagen in unterschiedlichsten Kategorien wie "Dekorative Kunst/Design" oder "Städte/ Architektur" oder "Kinder" eingereicht.Der Wandreliefkalender der DZB für das Jahr 2013 lässt sich schlecht in eine der vorgegebenen Kategorien stecken. Im weitestgehenden Sinne ein "Natur"-Kalender, aber weder fotografiert noch gemalt, stattdessen mit einer taktilen Folie über dem farbigen Monatsmotiv, sowohl der Botanik, als auch der Zoologie, als auch der Geologie zuzuordnen.
Nun erhielt also unser Kalender eine Silbermedaille. Unser Prachtstück ist auf der Frankfurter Buchmesse, den Stuttgarter Buchwochen, bei der Kalender-Ausstellung in Karlsruhe und natürlich auch auf der Leipziger Buchmesse zu sehen.
Aber Sie können sich den prämierten Kalender natürlich auch selbst ansehen:
Relief-Wandkalender 2013 "Natur be-greifen"
Format 26,5 x 33,5 cm
Ringblock mit Aufhängung
19,90 €
BNV 7114

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Blinde und sehbehinderte Kinder brauchen mehr Fachpädagogen

Anlässlich des "Internationalen Tags des weißen Stockes" der Vereinten Nationen am 15. Oktober schlugen drei Selbsthilfeorganisationen Alarm: Nach ihren Schätzungen fehlen in Deutschland 400 Blinden- und Sehbehindertenlehrer. So müssen blinde Kinder von Lehrern unterrichtet werden, die keine Blindenschrift können, und sehbehinderte von solchen, die sich mit Sehschärfe, Gesichtsfeld und Blendempfindlichkeit kaum auskennen.
Nur fünf Hochschulen vermitteln hierzulande das nötige Fachwissen, um Schülern mit Seheinschränkung alles beizubringen, was ihre sehenden Altersgenossen auch erfahren. Doch die wenigen Sonderpädagogen, die jedes Jahr ihren Abschluss machen, reichen bei weitem nicht aus, um die freien Stellen zu besetzen.
Verschärft wird das Problem dadurch, dass sich Deutschland durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet hat, für die Inklusion behinderter Menschen auch in der Beschulung zu sorgen. Das bedeutet, dass in Zukunft noch mehr Blinden- und Sehbehindertenpädagogen gebraucht werden als heute.
[Quelle: DBSV-direkt]

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Blindenfußball

Vier Jahre nach dem ersten Titelgewinn im Jahr 2008 ging der Meisterpokal der Blindenfußball-Bundesliga erstmals wieder nach Marburg. Stuttgart musste sich nach drei Meisterschaften in den Jahren 2009 bis 2011 mit dem zweiten Platz zufrieden geben.
Die Deutsche Blindenfußball-Bundesliga wird seit 2008 gemeinsam von der Sepp-Herberger-Stiftung, dem Deutschen Behindertensportverband und dem DBSV ausgerichtet. Rund 10.000 Zuschauer verfolgten die sechs Spieltage der fünften Saison. Drei Termine für das kommende Jahr stehen bereits fest: am 15. Juni in Regensburg, am 24. August in Soest und das Finale am 14. September auf dem Schlossplatz in Stuttgart.
[Quelle: DBSV-direkt]

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Der Deutsche Hörfilmpreis

Die begehrte Auszeichnung geht in die 11. Runde und wird im Frühjahr 2013 vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) im Atrium der Deutschen Bank, Unter den Linden, verliehen.
Bis zum 15. November 2012 können besonders gelungene Hörfilm-Produktionen sowie Initiativen und Projekte, die auf besondere Weise zur Verbreitung und Weiterentwicklung des Hörfilms beigetragen haben, beim DBSV eingereicht werden.
Weitere Informationen gibt es unter: www.deutscher-hoerfilmpreis.de

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Blindengerechten Audioguides gehört die Zukunft

Audioguides sind aus Museen nicht mehr wegzudenken. Was liegt näher, als die beliebten Geräte so auszustatten, dass auch Besucher mit Seheinschränkung etwas davon haben?
Auf einer zusätzlichen Tonspur können problemlos die nötigen Informationen vermittelt werden, die blinde und sehbehinderte Menschen benötigen - welche Frisur trägt die Frau auf dem Bild, welche Abmessungen hat das Kunstwerk? Auch Informationen zur Orientierung im Museumsgebäude sind eine wertvolle Unterstützung.Die Koordinierungsstelle Tourismus im Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat deshalb am 12. Oktober im Rahmen der Woche des Sehens auf einer Fachtagung in Mainz Empfehlungen zur barrierefreien Gestaltung von Audio- und Multimediaguides verabschiedet.
Hersteller und Kuratoren erhalten damit eine umfassende Grundlage für ihre Arbeit - und können neue Zielgruppen erschließen. Denn laut Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO würden 1,2 Mio. blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland von entsprechend ausgestatteten Geräten profitieren. Übrigens erleichtert eine sehbehindertengerechte Gestaltung auch dem wachsenden Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung den Museumsbesuch.
Entwurf des Empfehlungskataloges unter: www.barrierefreie-audioguides.dbsv.org
[Quelle: DBSV-direkt]

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BAGSO

Ursula Lehr erneut zur Vorsitzenden der BAGSO gewählt
Bonn, 24.10.2012: Mit überwältigender Mehrheit wählten die Delegierten der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) die Alternswissenschaftlerin und ehemalige Bundesministerin Prof. Dr. Ursula Lehr für weitere drei Jahre zu ihrer Vorsitzenden. "Ich möchte weiter dazu beitragen, dass sich ein realistisches und differenziertes Altersbild durchsetzt, außerdem möchte ich Menschen dazu ermutigen, sich zu engagieren, aber auch dafür Sorge tragen, dass sich die Rahmenbedingungen für das freiwillige Tätigsein älterer Menschen verbessern. Und nicht zuletzt liegen mir die Themen ‚Wohnen im Alter' und ‚Pflege' am Herzen", so Ursula Lehr.
Unter dem 1989 gegründeten Dachverband haben sich 111 Verbände zusammengeschlossen, um gemeinsam die Interessen älterer Menschen gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu vertreten. Alle drei Jahre veranstaltet die BAGSO den Deutschen Seniorentag.
Als stellvertretende Vorsitzende wurden Karl Michael Griffig, Kolpingwerk Deutschland, und Ruth Brand, SPD AG 60plus, gewählt.
Weiter wurden in den BAGSO-Vorstand gewählt: Dr. Erika Neubauer, Evangelisches Seniorenwerk; Katrin Markus, Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung (BIVA); Friederike de Haas, Senioren-Union der CDU Deutschlands; Jobst Heberlein, Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesseniorenvertretungen.
[Quelle: Pressemitteilung 18/2012]

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Es weihnachtet schon …

Weihnachtliche Empfehlungen

Christiane Felsmann
Heute Mittag reichte mir ein Kollege - der meine Vorliebe für Süßes kennt - eine knisternde Tüte entgegen. Printen mit Schokoladenüberzug, wie sich herausstellte. Eigentlich lehne ich ja Weihnachtsgebäck bis zum Beginn der Adventszeit ab. Doch der kleine Hunger und die Versuchung waren zu groß. Und ich muss gestehen: Es hat wunderbar geschmeckt! Nun ist es so, wenn es schmeckt, ist die Weihnachtszeit nicht weit hin! Um auch Ihnen die Tage bis zum Fest zu versüßen oder Ihnen bei der Wahl des einen oder anderen Geschenkes behilflich zu sein, finden Sie im Folgenden eine Auswahl verschiedener weihnachtlicher Angebote. Die Kinderbuchreihe "Mini-Pocket" und die handlichen Titel aus dem Leipziger Lesekompass werden hier nicht gesondert aufgeführt, eignen sich aber bestens als Präsent für die kleinen Leseratten. Selbstverständlich ist auch das gesamte Repertoire der Kalender für das neue Jahr eine Empfehlung für den Gabentisch.
Feuersee, Hermann: "Der kleine kulinarische Adventsbegleiter"
Hermann Feuersee weiht in diesem vergnüglichen Adventsbegleiter in 24 kulinarischen Kapiteln in die verschwiegenen Geheimnisse der Advents- und Weihnachtsküche ein, verrät originelle Varianten von Fasan und Ente, Karpfen und Zander, erzählt von einem vergessenen Rezept für wirklich gute Trinkschokolade und lässt den Leser auch bei dem Versuch, Anisplätzchen selbst zu machen, nicht allein.
Guter, August: "Festlich kochen und backen für Advent und Weihnachten"
Die Küche der Advents- und Weihnachtszeit ist geprägt von Backvergnügen im Familien- und Freundeskreis sowie von festlichen Menüs. Dieses Buch spiegelt den ganzen Reiz der Weihnachtsküche wider.
"Weihnachtsgeschichten für Millionen"
Er ist das Urgestein der deutschen Fernsehunterhaltung und einer der beliebtesten ZDF-Moderatoren: Dieter Thomas Heck. Seine Aufgabe sieht er darin, Menschen zu unterhalten und Freude zu bereiten. Genau das will er auch mit seinem Weihnachts-Lesebuch - unterhaltsame und besinnliche Momente schenken. Die von ihm ausgewählten Weihnachtsgeschichten für Millionen lassen uns Stress und Hektik für eine Weile vergessen: Sie erzählen vom Zauber der Weihnacht und stimmen uns ein auf das schönste Fest des Jahres. Mit Geschichten von Hans Christian Andersen, Hans Fallada, Karl Haiding, Agnes Harder, Selma Lagerlöf, Theodor Storm, Horst Weimann u.a.
"Der silberne Krug und andere Erzählungen zur Weihnacht"
Inhalt: Erzählungen von Luise Rinser, Truman Capote, Francois Mauriac, Hermann Bang, Philipp Wiebe, Heinz Liepmann, Marcel Pobé, Josef Reding, Christel Eckern, Kurtmartin Magiera, Ruth Schaumann, Roman Brandstaetter.
Weihnachtskarten
SONDERAKTION - Karten mit farbigen Reliefs mit Umschlag und Einlegeblatt, 1,00 €
Karten mit transparenten Reliefs mit Umschlag und Einlegeblatt, 2,00 €
"Ein Herz für Tiere"
Diese Zeitschrift für Tierfreunde ist eines von insgesamt 12 Abonnements der DZB. Europas größte Tierzeitschrift überzeugt mit hoher Sachkompetenz und macht Lust auf Tiere. Es gibt aktuelle News aus der Tierwelt, aus Heimtierforschung, Wissenschaft und Tiermedizin. Sie finden hier praktische Tipps zu Umgang, Haltung, Erziehung, zur Gesundheit und Pflege der beliebtesten Hausgenossen. Es schließen sich Reisetipps, Ausflüge in Zoos und Wildparks an. Reportagen entführen zudem in die heimische und exotische Tierwelt und berichten über Menschen, die sich für Tiere und Umwelt engagieren.
"Ein Herz für Tiere" erscheint monatlich und kostet im Jahresabonnement 36,00 Euro.
Wie wäre es also, mal Freude für ein ganzes Jahr zu verschenken?
Gern beraten wir Sie auf der Suche nach dem richtigen Geschenk! Oder Sie überlassen dem Beschenkten die Wahl und entscheiden sich für einen Gutschein unseres Hauses.
Sie können uns wie immer unter der Rufnummer 0341 7113-119 erreichen oder Sie schreiben uns eine Mail an verkauf@dzb.de.
Ihnen und Ihren Lieben schon jetzt eine frohe Weihnachtszeit und friedliches Fest!

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Impressum

Herausgeber, Herstellung, Vertrieb
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)
Staatsbetrieb des Freistaates Sachsen
Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig
Tel.: 0341 7113-0
Fax: 0341 7113-125
E-Mail: info@dzb.de
www.dzb.de
Redaktion
Karsten Sachse
Tel.: 0341 7113-135
E-Mail: verlag@dzb.de
Abonnements, Anzeigen
Sylvia Thormann
Tel.: 0341 7113-120
E-Mail: abo@dzb.de
»DZB-Nachrichten« erscheint zweimonatlich im Jahresabonnement wahlweise als CD-DAISY, in Blindenkurzschrift und in Schwarzschrift.
Jahresbezugspreis: 9,00 Euro.
Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«.
Online unter www.dzb.de/zeitschriften
Das Abonnement gilt bis zum Ende des Kalenderjahres und verlängert sich automatisch um ein Jahr, wenn es nicht spätestens bis zum 30. September gekündigt wird. Bei Bestellung im laufenden Kalenderjahr erfolgt die Preisberechnung anteilig.
Es gelten unsere AGB vom 01.01.2011. Die vollständigen AGB finden Sie im Internet unter www.dzb.de/agb, auf Wunsch senden wir Ihnen diese gern zu.
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