DZB-Nachrichten

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 4 – 2014

Juli / August

24. Jahrgang


Inhalt

Vorbemerkung

Vormerken, Kommen, Mitmachen - am 6. September ist die DZB offen für alle!

120 Jahre DZB

Einblicke

Der Vertrag von Marrakesch

Vorschau Kalender 2015

Die Kramkiste

P. D. James: "Ein reizender Job für eine Frau"

James Aldridge: "Ein Pony für zwei"

Neu im Regal

Uwe Klausner: "Engel der Rache"

LOUIS

"Olympus DM-7"

Korrektur zu meinem Beitrag über Busliniensuche.de

Info-Service

Zeitschriften für Sehbehinderte und Blinde auf Smartphone oder klassisch

Thema beim Sehbehindertentag in der DZB

Zeitschriften aus der DZB

"Sag, ich lass sie grüßen…"

Der Hörspielsommer in Leipzig

Die DZB kommt auch nach Düsseldorf

Wegweiser durch die digitale Welt für ältere Bürgerinnen und Bürger

Angebot: Restbestände von Heften aus dem Literaturtreff 2013

Impressum

Vorbemerkung

Es grüßt herzlich
Ihr Karsten Sachse.

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Vormerken, Kommen, Mitmachen - am 6. September ist die DZB offen für alle!

Ronald Krause
Wenn die DZB traditionell am ersten September-Samstag Besucher zum Tag der offenen Tür einlädt, hat das in diesem Jahr etwas Besonderes: Seit 1894 gibt es die Deutsche Zentralbücherei für Blinde, sie begeht demnach in diesem Jahr ihr 120-jähriges Jubiläum. Da freuen sich die Mitarbeiter der DZB natürlich ganz besonders, viele nette Besucher - vielleicht auch Gratulanten - im Haus begrüßen zu dürfen. Wer die DZB noch nicht von Innen und Außen kennt, hat ein sogenanntes Blind Date (Das Motto des Tages!) und kann das Haus jetzt kennenlernen, in lockerer Atmosphäre Neues erfahren und gleichgesinnte Menschen treffen. Treffpunkt am 6. September 2014 ist die Gustav-Adolf-Straße 7 in 04105 Leipzig (erreichbar mit der Tram 3, 4, 7 oder 15, Haltestelle Leibnizstraße). Hier gibt es von 10 bis 16 Uhr ein buntes Programm mit Kulturellem und Kulinarischem. Im August erscheint das offizielle Programmheft - mit großer Schrift und in Braille oder via Internet unter www.dzb.de.
Poetry Slam
Was mag das sein - Poetry Slam? Zum Tag der offenen Tür können Besucher diese Form der Darstellung von Literatur - sinngemäß übersetzt eine Dichterschlacht - direkt kennenlernen. Dann tragen namhafte Leipziger Literaten im Wettstreit am Mikrofon ihre Geschichten und Gedichte vor. Das Publikum kürt den Gewinner für die beste Live-Darbietung. Durch das Programm führt als Moderator Christian Meyer, selbst ein Poetry Slammer und auch schon im Fernsehen präsent mit seiner lustigen Kapelle "The Fuck Hornisschen Orchestra". Das wird ganz sicher ein Höhepunkt der Veranstaltung in der DZB.
Die Anwältin
Pamela Pabst kommt als Autorin des Buches "Ich sehe das, was ihr nicht seht" am 6. September in die DZB und wird ihr biografisches Werk in einem moderierten Gespräch vorstellen.
Pamela Pabst, Jahrgang 1978, ist eine interessante Persönlichkeit: Sie ist die erste in Deutschland zugelassene von Geburt an blinde Strafverteidigerin. Das war und ist ihr Traumberuf. Und dieses Berufsziel hat sie mit Leidenschaft und einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit verfolgt. So schickten ihre Eltern sie auf eine gewöhnliche Grundschule und später auf ein Gymnasium - zu einer Zeit, als das Konzept der Inklusion, des Zusammenlebens von Menschen mit und ohne Behinderung, noch keine gesellschaftliche Relevanz hatte.
Offen und ohne jede Larmoyanz gewährt Pamela Pabst zum Tag der offenen Tür in der DZB Einblick in ihr Leben und ermutigt alle - Sehende wie Nichtsehende -, konsequent ihren eigenen Weg zu gehen.
Gut geführt
Seit gefühlt 30 Jahren werden für Besucher Führungen durch das Haus der DZB in der Leipziger Gustav-Adolf-Straße angeboten. Unzählige Gäste erfuhren so schon Neues und Interessantes über die Bibliothek und die Buchproduktion in der DZB. Trotzdem - oder vielleicht immer noch deswegen - sind die Rundführungen zum Tag der offenen Tür ein wahrer Publikumsmagnet. So beginnen die meisten Gäste ihren Besuch, bevor sie sich anderen Programmpunkten zuwenden. Dabei kann es auch anders sein - zum Beispiel erst zur Lesung und dann durchs Haus.
In der ganzen Zeit von 10 bis 16 Uhr starten Mitarbeiter mit kleinen Gruppen zu einem unterhaltsamen Rundgang. Start- und Treffpunkt ist immer das Foyer. Übrigens: Hier gibt's auch die "Spielkarte" für ein kleines Preis-Quiz. Wer die DZB kennengelernt hat, wird die Fragen leicht beantworten und sich dann über einen Gewinn freuen können.

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120 Jahre DZB

Atlanten, taktile Bilderbücher, Kalender und noch mehr

Gabi Schulze
1966 war der Weltatlas für Blinde das bis dahin größte Kartenwerk der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB) und ein Bestseller unter den Verkaufsprodukten. Er erschien bis 1983 in 3000 Exemplaren. Eine Leistung, wenn man bedenkt, dass die DZB erst seit Anfang der 50er-Jahre erste Reliefs für den Unterricht und die Berufsausbildung herstellte!
Paul Georgi und seine Werkstatt
Alles begann mit dem seit 1947 in der DZB tätigen Betriebstechniker Paul Georgi, der in der DZB eine Werkstatt zur Herstellung für Reliefs einrichtete und nach Verfahren suchte, die die Qualität des Reliefdrucks verbesserten. Ziel war es, den Blindenschulen taktile Karten zu liefern, die den Unterricht besser veranschaulichen konnten. Um in enger Verbindung mit Schülern und Lehrern zu bleiben, wurde 1954 die Reliefabteilung der DZB in das damalige Rehabilitationszentrum für Blinde in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) verlegt. Dort baute Paul Georgi eine selbstständige Abteilung für Lehrmittelbau und Relieftechnik auf, die er bis 1987 leitete. In dieser Zeit produzierte er viele Reliefs, vom einfachen Lageplan über anspruchsvolles Kartenwerk bis hin zu relieftechnischen Darstellungen für den naturwissenschaftlichen Unterricht an den Blindenschulen. Allein von 1951 bis 1969 entstanden weit über 3000 relieftechnische Darstellungen.
Vom Karton zu abwaschbaren Folie-Abzügen
Während alle Reliefprodukte vor 1962 noch durch Prägen auf Manila-Karton hergestellt wurden, fertigten Paul Georgi und seine Abteilung den oben erwähnten Weltatlas auf Hart-PVC-Folie (Ekadur-Folie) an. Da die Matrizen für Reliefs aus Karton eine sehr geringe Druckhöhe hatten - für gut tastbare Reliefkarten war eine Druckhöhe von 6 bis 12 mm gefordert - zeigten die Abzüge immer wieder kleine Einrisse. Die Reliefspezialisten suchten deshalb nach besseren Druckmöglichkeiten und konstruierten ein Vakuum-Tiefziehgerät, mit dem sie Folienabzüge unterschiedlicher Stärken herstellten. Erhöhungen und Vertiefungen waren jetzt besser darstellbar, die abwaschbaren Abzüge erwiesen sich als haltbarer und konnten farbig gestaltet werden. Ihre Tastqualität entsprach nun den modernen blindenpädagogischen Anforderungen.
Sternenhimmel zum Tasten ganz nah
Ende der 1970er-Jahre verkaufte die DZB ihre Reliefs in alle Welt. Die Kunden schätzten die sehr gute Qualität der taktilen Bilder und natürlich auch deren geringen Preis. Unterrichtsmaterialien wurden durch Ordner mit Reliefdarstellungen ergänzt, so beispielsweise Reliefordner zur Biologie, Physik und geographische Karten. Sehr beliebt waren der Weltatlas in überarbeiteter Auflage, sowie die Erdteilatlanten "Afrika", "Amerika" und ab 1980 "Europa", aber auch Sachbücher wie "Erlebnis Musik" mit sieben Reliefs, der neue "Große Duden" mit einem Reliefband sowie "Der Sternenhimmel". Hier gab das Relief eine annähernde Vorstellung von Objekten, die taktil nicht erfassbar sind.
Neben dem Relief auf Folie war das Punkterelief mit seiner einen Ebene ein gut darstellbares taktiles Bild, das allerdings durch Tasten erkennbar sein muss. Diese aus einzelnen in Papier geprägten Punkte ließen sich einfach anfertigen und leicht vervielfältigen. So erhielten die Leser der "Gegenwart" seit 1978 jedes Jahr den Streckenplan der Friedensfahrt als Papierrelief.
Eigene Reliefherstellung mit "Schrott" aus Hannover
Als die DZB Anfang der 80er-Jahre die Herstellung von mehrfarbigen Reliefs plante, erwies sich die Technik in Karl-Marx-Stadt als unzureichend. Eine weitere Zusammenarbeit mit Paul Georgi, der seit 1981 im Auftrag der DZB auch Reliefkalender herstellte, scheiterte. Der damalige Direktor Prof. Dr. Siegfried Tschirner veranlasste daraufhin den Aufbau einer eigenen Abteilung Reliefherstellung. In kurzer Zeit konstruierten die Techniker der DZB ein entsprechendes Vakuum-Tiefziehgerät, das Vakutherm, das einige Jahre später durch ein moderneres Tiefziehgerät ersetzt werden sollte. Es kam als "Schrottschenkung" des VzfB Hannover nach Leipzig und war so in seine Teile zerlegt, dass diese schnell wieder zusammengeschweißt werden konnten. So wurde der Zoll an der deutsch-deutschen Grenze überlistet und die Reliefherstellung in der DZB technisch abgesichert. 1985 fertigten die Relieftechniker den ersten mehrfarbigen Reliefkalender mit Blumenmotiven in eigener Produktion an. Die Firma Signograph stellte fortan den Siebdruck auf den Folien her. In den darauffolgenden Jahren entstanden beispielsweise auch Wolfgang Fromms Fibel "Meine Finger lernen sehen", eine Vielzahl an Reliefkalendern sowie das Baukunstsachbuch "Stilelemente der Architektur".
Ein "Bilderstreit", der die Gemüter erregte
Ein Relief muss für blinde Menschen erkennbar sein. Deshalb generalisieren die Reliefspezialisten das Bild sehr stark. Unwesentliche Details werden weggelassen, relevante Umrisse und charakteristische Linien festgelegt, die Ebenen des Reliefbildes und die Oberfläche des Bildes bestimmt. In künstlerischer Feinarbeit gestalten Relieftechniker taktile Bilder so, dass diese blinden Menschen realistische Vorstellungen von ihrer Umwelt vermitteln können. Heute verwenden Blindenpädagogen zur Veranschaulichung ihres Unterrichts ganz selbstverständlich Reliefdarstellungen. Das war nicht immer so! Nach dem Blindenlehrerkongress 1891 entbrannte über Jahrzehnte ein regelrechter "Bilderstreit". Die so genannten "Bilderfeinde" sprachen sich gegen den Einsatz von Reliefs im Unterricht aus. Ihre Überzeugung: Das Tasten von taktilen Bildern vermittelt keine Vorstellung von Räumlichkeit und Körperlichem. Praktische Erfahrungen der Blindenpädagogen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und moderne Technologien führten jedoch dazu, dass im Laufe der Zeit immer mehr Reliefbilder zum Einsatz kamen und deren Gestaltungsformen vielfältiger und zweckorientierter wurden. Aber auch die Nutzer setzten hohe Erwartungen in die Qualität der Gestaltung. Bestand der alte Weltatlas (1966) noch aus einfarbigen taktilen Folien, besaß der Europa-Atlas (2006) Karten mit farbigem Siebdruck und war auch für sehbehinderte Menschen lesbar.
Taktile Bilderbücher mit Folie und Bildern aus Moosgummi
Ein Highlight unter den Reliefprodukten Anfang der 2000er Jahre war ohne Frage der ästhetisch sehr ansprechende Kirchenführer "Der Kölner Dom: ein Reliefbuch für blinde und sehbehinderte Menschen", den die DZB im Auftrag der Dombauverwaltung Köln herstellte. Weitere Auftragswerke für Museen, Vereine und Bildungseinrichtungen folgten: Gemäldereliefs, Museumsführer, verschiedene Orientierungspläne. Seit 2000 produziert die Reliefherstellung transparente Reliefs mit farbig unterlegten Illustrationen für Kinderbücher, Kalender, Grußkarten und Atlanten. Auf der Grundlage dieser Technologie wurde ein neuer Weltatlas in deutscher und englischer Ausgabe konzipiert und 2013 fertiggestellt.
Neue Wege geht die DZB seit kurzem auch bei der Herstellung von Bilderbüchern: Neben transparenten Foliereliefs und taktilen Abbildungen auf Schwellpapier fertigen die Expertinnen in aufwändiger Handarbeit tastbare Bilder aus unterschiedlichen Naturmaterialien wie z.B. Wolle, Vlies, Moosgummi, Federn usw. an. So entstehen Tastbilderbücher für Kindergartenkinder und Leseanfänger, die ein außergewöhnlich sinnliches Erlebnis vermitteln und damit beides - Leselust und Tastsinn - fördern.
Knapp 50 Jahre nach Erscheinen des ersten Weltatlas konzipiert die DZB nun auch einen neuen Deutschlandatlas für blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler im Inklusionsunterricht. Eine neue Herausforderung für unsere Spezialisten!

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Einblicke

Der Vertrag von Marrakesch

Besserer Zugang zu Büchern für blinde, seh- oder lesebehinderte Menschen
Im Mai hat das Bundeskabinett die Unterzeichnung des Vertrags von Marrakesch durch die Bundesrepublik Deutschland beschlossen.
Der internationale Vertrag soll den Zugang zu veröffentlichten Werken für blinde, sehbehinderte oder sonst lesebehinderte Personen verbessern. Er wurde im Rahmen der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) ausgehandelt. Die Verhandlungen wurden am 28. Juni 2013 in Marrakesch abgeschlossen.
Bundesjustiz- und Verbraucherschutzminister Heiko Maas begrüßt das Abkommen als großen Erfolg: „Blinde, seh- und lesebehinderte Menschen müssen Zugang zu denselben Büchern haben wie andere Menschen auch. Der Vertrag von Marrakesch ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu gleichberechtigter Teilhabe an Kultur und Wissen.“
Der Vertrag von Marrakesch sieht vor, dass die Vertragsstaaten Regelungen in ihre Urheberrechtsgesetze aufnehmen, die es erlauben, urheberrechtlich geschützte Bücher auch ohne Zustimmung des Rechtsinhabers in für Blinde und Sehbehinderte lesbare Formate zu überführen (z.B.Brailleschrift, Großformatdrucke oder Hörbücher). Zudem soll es gesetzlich zulässig sein, diese Sonderformate zu verbreiten und im Internet den behinderten Menschen zugänglich zu machen. Die Vertragsstaaten können die Herstellung sowie die Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung der Sonderformate bestimmten Einrichtungen wie z.B. Blindenbibliotheken übertragen. Der Vertrag regelt darüber hinaus den grenzüberschreitenden Austausch der barrierefreien Werke.
Bereits heute existiert im deutschen Urheberrechtsgesetz eine Regelung zu Gunsten von behinderten Menschen. Das deutsche Urheberrechtsgesetz muss daher bei einer Ratifikation des Vertrages von Marrakesch durch die Bundesrepublik Deutschland nur wenig geändert werden: Die geltende Regelung muss vor allem hinsichtlich der gesetzlich zulässigen Nutzungen als auch hinsichtlich des Kreises der begünstigten Personen erweitert werden. Diese Regelung müsste sich nicht nur – wie derzeit – auf das Vervielfältigungsrecht und das Verbreitungsrecht beziehen, sondern zusätzlich das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung im Internet umfassen. Außerdem müsste die Regelung auch auf Legasthenie erweitert werden. Diese Behinderung wird zurzeit nicht erfasst.
[Quelle: http://www.bmjv.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2014/20140514_Vertrag_von_Marakesch.html?nn=3433226]

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Vorschau Kalender 2015

1. RELIEF-WANDKALENDER

"Tiere unserer Heimat"
Die Motive des taktilen Kalenders stellen eine Entdeckungsreise zu den wilden Tieren Deutschlands und seiner Küsten dar: Wir treffen Bewohner des Meeres wie Ohrenqualle und Nagelrochen, begeben uns in die Tiefe der Wälder, wo uns Dachs und Luchs begegnen und erheben uns mit der Sumpfohreule und dem Hellen Abendbläuling in die Lüfte. Altbekannte wie die Zauneidechse begegnen uns und ebenso lange Verlorengeglaubte, denn seit einiger Zeit ist der Wolf wieder hier heimisch und geschützt. Aber auch immer noch gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Tiere, wie Eisvogel und Auerhahn sind im Kalender vertreten und fordern Problembewusstsein bezüglich unserer natürlichen Umwelt und ihrer Bewohner.
Jedes Motiv wird in Wort und Bild porträtiert. Zwölf großformatige Abbildungen, bestehend aus transparenten Foliereliefs mit unterlegtem Farbdruck, und Informationstexte in Blindenvoll- und Schwarzschrift liefern die passenden Informationen.

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2. Großdruck-Kalender

Großdruck-Taschenkalender CLASSIC
Dieser Kalender im handlichen Taschenformat ist in ein Monats- und ein Wochenkalendarium gegliedert. Die einzelnen Wochen, inklusive der Mondphasen, sind auf einer Doppelseite abgebildet. Für persönliche Notizen sind pro Tag zwei Zeilen vorgesehen. Beide Kalendarien enthalten die bundesweiten Feiertage. Zusätzlich informiert der Serviceteil u. a. über wichtige Telefonnummern und die Termine der Schulferien. Die Schrift im Kalender ist 8 mm groß.
Großdruck-Taschenkalender COMFORT
COMFORT bietet die inhaltlichen Vorzüge des Großdruckkalenders CLASSIC für eine mobile Nutzung: Die Ring-Mechanik des PVC-Einbandes erlaubt das variable Einheften von zusätzlichen Notizblättern bis zu einer Füllhöhe von knapp 20 mm. Im Lieferumfang sind bereits 25 linierte Einlegeblätter enthalten. Ein Lesezeichen unterstützt die schnelle Orientierung im Terminplaner.
Kalendarium COMFORT (Nachfüllpack)
Notizblätter COMFORT (Nachfüllpack)
25 gelochte Einlegeblätter (liniert).
Großdruck-Tischkalender
Das praktische Format des Tischkalenders bietet je eine Woche im Überblick. Im Kalendarium gibt es reichlich Raum für eigene Notizen. Die Schrift der Wochentage ist 15 mm groß. Die Ringbindung gestattet ein flexibles Auf- oder Umschlagen der Seiten. Der Tischkalender informiert über die bundesweiten Feiertage, Ferientermine sowie die Mondphasen.
Großdruck-Wandkalender
Mit einer Höhe von 25 mm bietet dieser Jahresplaner die größten Ziffern und Buchstaben aus unserem Kalendersortiment an! Somit stehen im Wochenkalendarium fast 5 cm hohe Zeilen für persönliche Notizen zur Verfügung. Enthalten sind auch hier die bundesweiten Feiertage, Ferientermine sowie die Mondphasen.

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3. Punktdruck-Kalender

Jahreswandkalender
Bei dieser Jahresübersicht ist das Kalendarium auf einem weißen Folienblatt gedruckt. Jeweils drei Monate sind nebeneinander, die Quartale untereinander angeordnet. Der Wandkalender informiert außerdem über die gesetzlichen Feiertage und die Mondphasen.
Taschenkalender MINI
Handlich, praktisch, nützlich: Ein Monatskalendarium mit Angaben der gesetzlichen bundesweiten Feiertage.
Taschenkalender MAXI
Handlich, informativ, ausführlich: Dieser praktische und umfangreiche Monatskalender liefert Angaben zu den gesetzlichen Feiertagen, Ferienterminen der Bundesländer, Kalenderwochen, Arbeitstagen und Mondphasen. Im Serviceteil werden u. a. wichtige Telefonnummern aufgeführt. Die Ringbindung ermöglicht ein bequemes Umblättern der Seiten und bei Bedarf eine Nutzung als Tischkalender.
Taschenkalender FLEXI
FLEXI bietet die inhaltlichen Vorzüge des Kurzschriftkalenders MAXI mit einer flexiblen Handhabung: Die Ring-Mechanik des PVC-Einbandes erlaubt das variable Einheften von zusätzlichen Notizblättern bis zu einer Füllhöhe von knapp 20 mm. Im Lieferumfang sind bereits 25 Einlegeblätter enthalten. Ein Lesezeichen unterstützt die schnelle Orientierung im Terminplaner.
Kalendarium FLEXI (Nachfüllpack)
Kalendarium 2015 mit 25 Notizblättern und Lesezeichen, gelocht.
Notizblätter FLEXI (Nachfüllpack)
25 gelochte Einlegeblätter.

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Kontakt für Ihre Bestellungen:
Tel.: 0341 7113-119
E-Mail: verkauf@dzb.de

Die Kramkiste

Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden.

P. D. James: "Ein reizender Job für eine Frau"

Susanne Siems
[Punktschriftbibliothek]
Hat zu Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, schon einmal jemand gesagt, "Baby, baby you're out of time" - also Baby, du bist aus der Zeit, altmodisch? Waren Sie dann enttäuscht und beleidigt? Ich kann Sie trösten. Es gibt überhaupt keinen Grund dafür. Erstens ist es die Textzeile eines recht netten Liedes der Rolling Stones, zweitens gibt es überaus sympathische Menschen und auch Dinge, die man als "out of time" bezeichnen könnte. Für mich gehören die Kriminalromane der englischen Schriftstellerin P.D. James dazu. Wohlgemerkt ihre Romane. Denn die heute 94-jährige Autorin kann man wohl wahrlich nicht als "aus der Zeit" bezeichnen, denn wer eine Fanseite bei Facebook sein eigen nennt, weiß ganz bestimmt, was die Stunde geschlagen hat. Man sieht dort bei Facebook eine sehr wach blickende alte Dame, die Arme auf ein dickes Buch gestützt.
Ja, P.D. James und Bücher, die Schriftstellerei an sich, das gehört wohl schon seit ihrer frühesten Kindheit zusammen. Obwohl die 1920 in Cambridge geborene Phyllis Dorothy erst mit 42 Jahren ihren ersten Krimi veröffentlichte. Aber seit jener Zeit folgten ca. 20 weitere Werke. Wikipedia zitiert Reclams Krimilexikon: "Die Krimis spielen in der Gegenwart, sind aber so gotisch, dass es fast verwundert, wenn erwähnt wird, dass Frauen aus dem Figurenensemble die Pille nehmen." P. D. James ist eine sehr genaue Beobachterin, sei es, wenn sie einen Garten, ein Zimmer oder die Stimmung einer Person beschreibt, das macht Freude beim Lesen, besonders, wenn man als sehbehinderter Mensch in der Realität oft viele Details gar nicht mitbekommt.
Für die Kramkiste ausgewählt habe ich ganz bewusst eines der zwei Bücher, in denen eine Frau als Privatdetektivin ermittelt. Cordelia Gray ist in Cambridge dem Selbstmord eines jungen Mannes auf der Spur. Sie wurde von seinem Vater, einem angesehenen Wissenschaftler, dazu beauftragt. Miss Gray hat erst vor kurzer Zeit eine eigene Detektei übernommen und ist sich oft unsicher bei ihren Ermittlungsmethoden. Gerade diese Unsicherheit macht die junge, intelligente Frau so sympathisch. Bei ihren Ermittlungen in der Universitätsstadt kommt sie mit ihrem guten psychologischen Gespür sehr schnell dahinter, dass es keineswegs ein freiwilliger Tod war, den Mark Callender wählte. Sie, und natürlich auch wir als Leser, bekommen einen interessanten Einblick in die scheinbar idyllische Gelehrsamkeit des altehrwürdigen Cambridge. Nicht zuletzt begibt sich Cordelia bei ihren Ermittlungen selbst in Lebensgefahr.
Im Original heißt der Roman "An unsuitable job for a woman"- also "Ein unangebrachter Job für eine Frau". Es gibt zwei Übersetzungen für die deutsche Ausgabe. Mir gefällt diese hier gegenüber dem nüchternen "Kein Job für eine Dame" viel besser, weil das leichte Augenzwinkern bei der Übersetzung so gut zum Werk der Autorin P. D. James passt.
Wer die Romane Agatha Christies mag, wird dieses Buch gern lesen. Nicht umsonst wird auch P. D. James als eine Queen of Crime bezeichnet. Und da ist noch eine Geschichte aus der Literaturwelt, die mich irgendwie beeindruckt: Ihr 2013 veröffentlichtes Buch heißt "Der Tod kommt nach Pemberley". Manche von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, stutzen jetzt sicherlich. Pemberley, das gehört doch in eine andere Zeit, zu einer anderen Autorin? Ja, genau. P. D. James hat die Handlung von Jane Austens Roman "Stolz und Vorurteil" fortgesetzt, als Krimi. Nun gehöre ich selbst nicht zu den Leserinnen von Jane Austen, aber die Idee, die P. D. James hier hatte, finde ich schon sehr originell.
Schade, dass es den reizenden Job für Cordelia Gray nur in zwei Romanen von P. D. James gab. Eine so sympathische Figur hätte ein längeres Leben verdient. Aber sicherlich hat die junge Detektivin andere spannende Aufgaben gefunden, zum Beispiel Bücher schreiben. Aber da sind wir ja schon wieder in einem nächsten Roman. Für heute möchte ich Ihnen gern noch einmal das Buch "Ein reizender Job für eine Frau" in 2 Bänden reformierter Kurzschrift, BNA 6894, oder als DIASY-Hörbuch - H006066 ans Leseherz legen. Zahlreiche weitere Titel von P.D. James und Jane Austen finden Sie in unserem Bestand.

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James Aldridge: "Ein Pony für zwei"

Jörg Klemm
[Hörbücherei]
Die hier verwendete Buchausgabe stammt aus dem Jahre 1975 und wurde vom Aufbau-Verlag Berlin und Weimar verlegt.
Der große, besondere Reiz beim Hören dieses Buchs besteht darin, dass es nicht ins Sentimentale abdriftet - was die schlichte Schönheit der Geschichte beeinträchtigt hätte, deren Magie an die Geschichten von Tom Sawyer und Huckleberry Finn erinnert.
In der australischen Provinz Victoria kauft in den 30er Jahren der arme schottische Einwanderer Angus Pirie seinem dreizehnjährigen Sohn Scotty von geliehenem Geld ein Pony. Scotty ist darauf angewiesen - die Piries wohnen sehr entlegen, und Scotty könnte ohne das Pferdchen den Schulweg nicht meistern. Der Junge, der mit Pferden keine Erfahrung hat, zähmt das Pony. Er nennt es Taff. Scotty und Taff verschmelzen und werden nie ohneeinander gesehen. Eines Tages verschwindet Taff. In langen, abenteuerlichen Ausflügen durchkämmt Scotty schulschwänzend die Umgebung und die umliegenden Gebiete, besucht Pferderennen und Viehmärkte, immer auf der Suche nach Taff - vergeblich. Ein paar Wochen später nimmt die gleichaltrige Josie mit ihrem Pony an einem Rennen in Scottys Stadt St. Helen teil. In diesem Pony, von Josie Bo genannt, glaubt Scotty seinen Taff zu entdecken. Josie kommt aus einem reichen Elternhaus. Sie, die nach Kinderlähmung im Rollstuhl sitzt, suchte sich ihren Bo aus einer Herde von auf ihrer Seite des Flusses lebenden Ponys aus und richtete ihn zum Zugpferd für ein kleines Spezialwägelchen ab, mit dem wiederum Josie verschmolz und das in seiner Kleinheit und Mobilität fast vergessen lässt, dass Josie sich nur eingeschränkt bewegen kann. Scotty ist nicht davon abzubringen, dass Bo sein Taff ist, und holt ihn sich bei Nacht zurück. Das lässt die stolze Sippe von Josie nicht zu, und es kommt zu einem Rechtsstreit. Der Anwalt Scottys ist der Vater eines Freundes von Scotty und ein Anwalt, der stets und ständig auf den Seiten der armen Einwanderer Australiens ist und in all seinen Fällen auf die Gleichheit des Menschen vorm Gesetz pocht. Inmitten von Schilderungen aus dem Mikrokosmos einer australischen Kleinstadt schildert Scottys Freund in der Ich-Form die Eindrücke aus dem Gerichtssaal, verwoben mit sommerlichen Erlebnissen aus der Provinz und tiefen Einblicken in das australische Klassensystem der dreißiger Jahre. Der Anwalt beweist, dass es sich bei dem Pony tatsächlich um ein und dasselbe handelt und erwirkt einen ungewöhnlichen Entscheid: das Tier soll selbst und unwiderruflich entscheiden, zu welchem der beiden Kinder es gehört. Eine Entscheidung, die dazu führen wird, dass eins der Kinder tieftraurig und ohne Pony davonzieht, aber eine Entscheidung, die in ihrer salomonischen Weisheit tatsächlich von allen akzeptiert wird.
Ein zentrales Thema des Buchs ist die Frage nach der Gleichheit vorm Gesetz - und wie die Bevölkerung einer Stadt in zwei Hälften zerfällt: eine Hälfte solidarisiert sich mit dem unterprivilegierten Raubein aus dem australischen Busch und steht Josies Wunsch nach Bo verständnislos gegenüber, könnte sich doch das reiche Mädchen aus einer großen Herde Ponys jederzeit einen Nachfolger für Bo wählen. Das Herz der anderen Hälfte der Einwohner St. Helens schlägt für die willensstarke Josie, die die Kinderlähmung besiegt hat und die ihren geliebten Bo nicht hergeben will.
Welches Kind das Pony wählt, hören Sie selbst.
Sprecher: Gert Gütschow, 7:50 h, Bestellnummer: H004331
Weitere Titel von James Aldridge im Hörbuchbestand
Titel von James Aldridge im Punktschriftbestand

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Neu im Regal

Uwe Klausner: "Engel der Rache"

(Punktschriftbuch, empfohlen von Anatoli Krüger)
Der Schauplatz für diesen Mittelalterkrimi ist die Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber Anfang 1418. Das ist insofern ganz reizvoll, da diese Stadt auch heute noch in ihrem Erscheinungsbild vom Mittelalter geprägt ist, mit Stadtmauer und Wehrgängen, Türmen und Toren, Gebäuden aus Gotik und Renaissance.
Der Mönch Hilbert, Bibliothekar im Kloster Maulbronn, hatte von seinem Abt einen Urlaub bis Pfingsten erhalten. Das war als Anerkennung dafür gedacht, dass er gerade, als ein Detektiv im Mönchsgewand, seinen vierten Kriminalfall gelöst und damit wieder Ruhe in die Klostermauern gebracht hatte. Diesen Urlaub nutzte er, um mit seinem besten Freund, dem Vogt Berengar von Gamburg, und dessen Verlobter, Verwandte und Freunde in Rothenburg zu besuchen. Und hier gerät er gleich wieder in rätselhafte Vorgänge. Eine junge Färberstochter bringt sich um, eine Sünde zu der Zeit, und ihr Leichnam verschwindet vom Schindanger. Auch eine gerade verstorbene reiche Patriziertochter, die in einer Kirche aufgebahrt lag, wird gestohlen. Und schließlich wir die Frau eines Baders tot aufgefunden. Bruder Hilpert ahnt, dass zwischen all diesen Vorfällen ein Zusammenhang steckt.
Man erfährt einiges über das Leben in einer mittelalterlichen Stadt. Allerdings ist die Sprache der Figuren eine ganz heutige. Wenn etwa der Henker vom "Risiko" spricht, oder die Badersfrau jemandem droht : "da hast du dich aber geschnitten." Vielleicht ist es aber auch nicht anders möglich, denn die alltägliche Sprache der Leute von damals lässt sich kaum rekonstruieren, und wenn, so würden wir sie wahrscheinlich gar nicht verstehen können.
Uwe Klausner: "Engel der Rache"
kzp.98rR; Ausleihe: BNA 16676, 3 Bände;
Verkauf: BNV 7857, 36,00 Euro

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LOUIS

Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander (Tel.: 0341 7113-145, Fax: 0341 7113-125, E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de).
Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

"Olympus DM-7"

ein handelsüblicher Recorder mit Sprachführung und DAISY-Funktion
Ulrich Jander
Die Firma Olympus brachte im Sommer 2010 ihren ersten DAISY-Recorder mit Sprachführung heraus, Typ: DM-5. Nun ist der Nachfolger, DM-7, angekündigt und dank der Firma Audiotranskription aus Marburg, die mir kurzfristig und vorübergehend ein Testgerät zur Verfügung gestellt hat, konnte ich dieses begutachten und testen. Es ist auf jeden Fall eine Weiterentwicklung gegenüber dem DM-5, wobei auch dieses Gerät durch mehrere Updates in der blindenspezifischen Bedienung verbessert worden ist; die aktuelle Betriebsversion ist dort gegenwärtig die Versionsnr. 1.51.
Der neue DM-7 ist in der Größe fast identisch mit dem Plextalk-DAISY-Recorder PTP1, der Neue ein ganz kleines bisschen dicker und länger; dafür kommt er mit einem großen Display auf der Oberseite daher, welches die Hälfte der Oberfläche einnimmt; für sehbehinderte Nutzer könnte dies sehr dienlich sein. Die Abmessungen des aufrecht stehenden Gerätes sind (Höhe x Breite x Tiefe) 115 x 51 x 17,9 mm (ohne hervorstehende Teile). Das Gewicht beträgt 105 g. Das Gehäuse ist weiß und besteht aus Kunststoff. Auf der oberen Seite sind links und rechts die beiden Mikrofone untergebracht, in der Mitte befindet sich die 3,5-mm-Klinkenbuchse zum Anschluss externer Quellen, Mikrofon und Line-In, wobei letzterer bezüglich der Aussteuerung verändert werden muss. An der linken Schmalseite finden wir die 3,5-mm-Klinkenbuchse für Kopf- oder Ohrhörer, die Buchse zum Anschluss einer Fernbedienung, die Abdeckung mit darunter liegendem Schacht für die SD-Speicherkarte in üblicher Ausführung bis zu 64 GB und einen Schiebeschalter für die WiFi-Verbindung. An der rechten Seite befinden sich, auch von oben nach unten, die kleine Scene-Taste für verschiedene Sprachfunktionen, die zwei Lautstärketasten, der USB-Anschluss und der Schiebeschalter für die Tastensperre und für das Ein- bzw. Ausschalten. Die Vorderseite wird in der oberen Hälfte vom Display eingenommen; die untere Hälfte beherbergt das Tastenfeld mit insgesamt 13 Tasten, welches auch das kreisförmige Bedienfeld mit Cursorkreuz und mittiger Okay-Taste einschließt. Zu diesem Tastenfeld gehören drei Funktionstasten, die Aufnahme- und die Stopptaste, die Menü- sowie die Löschtaste und die Home-Taste, die immer zum Hauptmenü führt. Die Rückseite des Gerätes umfasst im oberen Bereich den kleinen, hell und deutlich klingenden Lautsprecher und darunter das Batteriefach mit dem LI-50B Lithium-Ionen-Akku. Am USB-Anschluss wird der DM-7 aufgeladen, entweder am Computer oder mit dem mitgelieferten USB-Netzteil. Der interne Speicher besitzt eine Kapazität von 4 GB.
Im Hauptmenü finden Sie fünf Anwendungsbereiche, Recorder für Mikrofonaufnahmen, Musik für Hörbücher und Musik (z. B. als MP3), DAISY für DAISY-Bücher und -Zeitschriften, Planer für Terminplanung und Sprachausgabe für Textdateien im Format txt. Die Formate doc, docx und html sollen auch funktionieren, jedoch hatte ich bei meinen Tests mit einer html-Datei kein Glück, die Datei wurde nicht angezeigt und demnach nicht abgespielt.
Gegenüber dem Vorgänger, DM-5, besitzt der DM-7 eine komplette DAISY-Funktion, lediglich eine Möglichkeit zur Zifferneingabe für das Aufsuchen von Seitenzahlen scheint es nicht zu geben, aber von Seitenzahl zu Seitenzahl kann man springen; natürlich funktioniert auch die Navigation über die verschiedenen Ebenen und auch von Satz zu Satz. Dafür gibt es den Skip-Modus im Menü, den man über die Menütaste und dann die Pfeiltasten im Cursorkreuz erreicht. Bestätigt man den Skip-Modus mit Okay, so kann man mit Pfeiltaste ab- oder aufwärts zwischen den Sprungfunktionen auswählen und die Gewählte mit Okay bestätigen. Der Unterpunkt Absatz im Skip-Modus führt mit Okay in die Liste der sechs Ebenen, in welcher man die gewünschte Ebene mit Okay auswählt und in der man dann beim Abspielen des DAISY-Buches vorwärts oder rückwärts springen kann. Will man die Ebene wechseln oder auf Seiten- bzw. Satznavigation gehen, dann muss man in das Menü und dort in den Skip-Modus gehen. Das ist sicher etwas umständlich, komfortabler wäre die Änderung der Navigation mit Pfeiltaste auf- bzw. abwärts. Während der Wiedergabe jeglicher Hörmedien sind jedoch diese beiden Tasten mit der Funktion Geschwindigkeit auf- und abwärts belegt. Wichtig dabei ist immer die Betätigung der Okay-Taste. Ist eine Anwendung, z. B. DAISY-Buch-Abspielen, aktiv und man ruft das Menü auf, so werden nur die Menüpunkte angezeigt, die bezogen auf die aktive Anwendung zur Verfügung stehen. Das vereinfacht auf jeden Fall das Suchen. Es bietet sich aber auch noch eine andere, einfache Navigationsmöglichkeit an, und zwar der Aufruf der Liste mit Hilfe von Funktionstaste F1. Das ist die Linke der drei Funktionstasten direkt unter dem Display, die je nach aktiver Anwendung unterschiedlich belegt sein können. Hat man z. B. im Scipmodus in der Funktion Absatz die Ebene zwei aktiviert und man betätigt während der Wiedergabe oder nach Stopp die F1-Taste, so kann man nun mit Pfeiltaste auf- oder abwärts auf der eingestellten Ebene zwei im DAISY-Buch vorwärts oder rückwärts springen, und außerdem werden die jeweiligen Überschriften mit der Stimme der Sprachausgabe angesagt. Natürlich existiert eine Resume-Funktion, die gewährleistet, dass nach einem Neustart des Gerätes oder des Buches exakt dort weiter gelesen wird, wo man zuletzt aufgehört hat. Diese Funktion arbeitet anwendungsübergreifend, also auch in den Ordnern Recorder, Musik und Sprachausgabe.
Da, wie bereits erwähnt, die drei Funktionstasten je nach aktiver Anwendung unterschiedlich belegt sein können, ermöglicht der DM-7 die Abfrage der Funktionen per Spracheingabe. Man betätigt die Scene-Taste an der rechten Schmalseite und hält diese gedrückt, bis ein Piepton zu hören ist und man das Wort "Funktion" gesprochen hat. Nach dem Loslassen der Scene-Taste hört man wieder einen Piepton und anschließend die Ansage der Funktionen der drei Tasten bezogen auf die Anwendung, die aktiv ist.
Seine Stärken hat der Olympus DM-7 im Aufnahmebereich. Betätigt man im Hauptmenü die Home-Taste, oder in der Anwendung Recorder die Menütaste, so findet man umfangreiche Einstellmöglichkeiten. Es stehen sechs Qualitätsstufen zur Verfügung, WAV als PCM 48 kHz 16 bit und PCM 44,1 kHz 16 bit, MP3 als 256 kbps und 128 kbps sowie WMA als 32 kbps mono und 8 kbps mono. Festgelegte Aufnahmemodi, wie z. B. Vortrags- oder Konferenzmodus bzw. Meeting, können gewählt werden. Einstellung des Weitwinkels, automatische oder manuelle Aussteuerung, zeitgesteuerte Aufnahmen und Festlegung der Aufnahmeordner sind möglich. Dies geschieht alles im Menü, natürlich komplett sprachgeführt Dank der Sprachausgabe.
Die neue W-LAN-Funktion mit der WiFi-Taste an der linken Schmalseite ermöglicht eine drahtlose Verbindung zum Smartphone. Hierüber ist per App eine Fernbedienung des DM-7 und das Kopieren bzw. Verschieben von Dateien möglich. Die kostenfreie App "Olympus Audiocontroler" kann bei Google oder Apple heruntergeladen werden. Die Verbindung scheint jedoch nur langsam zu funktionieren, im Apple-Bereich brach sie wohl immer wieder ab. So schreibt es die Firma Audiotranskription in ihrem ersten Testbericht auf ihrer Internetseite:
http://www.audiotranskription.de/DM-901-DM-7
In diesem Bericht sind weitere Einschätzungen, auch zum Schwestergerät DM-901, nachzulesen; vergleichende Probeaufnahmen mit verschiedenen Geräten sind per Download zu hören.
Im Rahmen dieses Beitrages kann ich nicht auf jede Funktion des DM-7 eingehen. Wenn Sie an weiteren Informationen oder am Erwerb des Olympus DM-7 interessiert sind, dann melden Sie sich bitte bei Herrn David Georgi, ein Mitarbeiter von:
Audiotranskription
Firma dr. dresing & pehl GmbH
Deutschhausstraße 22A
D-35037 Marburg
Tel.: (+49) 0 64 21 - 590 979 13 (Mo-Fr 9-16Uhr)
Fax: (+49) 0 64 21 - 590 979 20
E-Mail: info@audiotranskription.de
Der Olympus DM-7 besticht sicherlich durch seine vielseitigen Eigenschaften als Audiorecorder. Wer ein sehr gutes Aufnahmegerät verbunden mit einem vielseitigen Abspieler für Hörbücher, Musik und DAISY-Bücher sucht, ist mit dem DM-7 gut beraten. Das Gehäuse, sonst üblich bei Olympus aus Metall, ist hier nur Kunststoff; der Lautsprecher klingt zwar hell, fängt aber bei höherer Lautstärke an zu klirren. Für blinde oder sehbehinderte Nutzer ist er durch seine komplette Sprachführung ein sehr gut handhabbares Gerät.
Der Preis einschließlich MwSt. und Zubehör liegt bei 299 Euro und damit um einiges niedriger als bei den speziellen DAISY-Speicherkartengeräten von Humanware und Plextalk. Lediglich der Milestone 212 für ca. 297 Euro liegt in diesem Bereich, ist jedoch aufnahmeseitig nicht unbedingt zu vergleichen.

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Korrektur zu meinem Beitrag über Busliniensuche.de

Ulrich Jander
Im LOUIS-Beitrag der letzten Ausgabe der DZB-Nachrichten, Heft 03/2014 (Mai/Juni), schrieb ich über Möglichkeiten der Suche von Fernbusverbindungen unternehmensübergreifend. Dabei ging ich auch auf die Bedienbarkeit der Internetseite www.busliniensuche.de mit den verschiedenen Screenreadern ein. Ich schrieb dort,
Zitatbeginn:
"Bei meinen Tests musste ich leider feststellen, dass die Handhabung der Seiten von www.busliniensuche.de von Screenreader zu Screenreader unterschiedlich ist. Mit JAWS Version 13 oder 14 funktioniert es ganz gut, mit COBRA Version 10 hatte ich Probleme und kam oft nicht zu den gewünschten Ergebnissen."
Zitatende.
Das ist so nicht richtig. Meine Aussage gründet sich auf Tests von Mitte April diesen Jahres. Vor wenigen Tagen, Anfang Juni 2014, habe ich die genannte Internetseite mit COBRA 10 unter Windows XP mit dem Internet Explorer nochmals getestet und verschiedene Busverbindungen herausgesucht. Sowohl der Suchvorgang, also die Eintragungen in die Eingabefelder, als auch das Prüfen der Ergebnisse bis hin zur Anzeige von Details der jeweiligen Busverbindung war mit COBRA 10 kein Problem. Ich kann jetzt feststellen und sagen, dass Busliniensuche.de nicht nur mit JAWS 13 oder 14, sondern auch mit COBRA 10 sehr gut bedienbar ist. Es ist jetzt nicht mehr feststellbar, warum damals, im April 2014, die Testergebnisse andere waren. Zu jeder Zeit können Internetseiten verändert werden, in eine positive oder auch negative Richtung. Ausschlaggebend ist und bleibt, dass es jetzt wirklich gut funktioniert, auch mit COBRA; und das ist gut so.

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Info-Service

Zeitschriften für Sehbehinderte und Blinde auf Smartphone oder klassisch

Ronald Krause
Zum bundesweiten Sehbehindertentag am 6. Juni fanden in allen Regionen Veranstaltungen statt, die in diesem Jahr den Informationszugang via Smartphone oder Tablet durch Betroffene zum Schwerpunkt hatten. Auch als Leser von Tageszeitungen bzw. potentielle Abonnenten von Zeitungsangeboten interessiert sehbehinderte und blinde Menschen insbesondere der barrierefreie Zugang zu Online-Medien. Testen Sie doch einmal, ob und wie Ihre lokale oder regionale Tageszeitung online - vielleicht sogar als App - barrierefrei für Sie zugänglich ist.
Thema beim Sehbehindertentag in der DZB
Nicht allein im Hinblick auf aktuelle App-Angebote von Tageszeitungen ist die DZB mit potentiellen Nutzern von Touchscreengeräten ins Gespräch gekommen: Zum Aktionstag am Sehbehindertentag waren alle Interessierten in die DZB eingeladen. Hier wurden gemeinsam Möglichkeiten eruiert, sich mit moderner Technik per Touchscreen Informationen online zu erschließen. Auch aktuell steht in der DZB Ulrich Jander als Technikexperte für Fragen zum Thema zur Verfügung: Telefon 0341 7113-145 oder E-Mail: ulrich.jander@dzb.de. Übrigens: Jeden Monat gibt es in der DZB einen speziellen Technik-Stammtisch - offen für alle Interessierten.
Zeitschriften aus der DZB
Die DZB gibt regelmäßig Zeitschriften für Blinde und Sehbehinderte heraus, die im Abonnement erhältlich sind. Sie erscheinen in verschiedenen Editionsformen:
Alle Infos zum DZB-Zeitschriftenabo gibt es bei Sylvia Thormann: Telefon 0341 7113-120 oder abo@dzb.de. Tipp: Die DZB-Nachrichten und die Leipziger Bücherliste können auch online gelesen werden. Abonnenten können einige ihrer DAISY-Zeitschriften auch zusätzlich im Internet herunterladen.

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"Sag, ich lass sie grüßen…"

Grußkarten aus der DZB
Gabi Schulze
Ostern, Geburtstag, Hochzeit - es gibt viele Anlässe, Glückwünsche oder Grüße zu übermitteln und viele Wege, diese zu versenden - per Mail, SMS, E-Card und natürlich auch per Post. In der DZB erhalten Sie zu den verschiedensten Anlässen Gruß- und Glückwunschkarten mit transparenten Reliefs und farbig unterlegten Illustrationen oder Fotos. Wir bieten beispielsweise Karten zum Geburtstag, zur Hochzeit, zum Neujahr und neutrale Blumengrüße an. Neu im Sortiment ist unsere Glückwunschkarte zum Schulanfang.
Wie wäre es mit einer Gutschein- oder Danke-Karte? Egal, ob ein sonniger Blumengruß oder herzliche Glückwünsche zur Geburt eines Kindes - mit Grußkarten aus der DZB können Sie Freunde und Verwandte überraschen!
Die Klappkarten im Format 21 x 10 cm gibt es mit Einlegeblatt und Umschlag. Sie kosten zwei Euro pro Stück.Unser Grußkartenangebot finden Sie unter www.dzb.de (Verkauf/Relief/Grußkarten).
Ihre Bestellung können Sie per Mail: verkauf@dzb.de oder telefonisch (0341-7113119) aufgeben.

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Der Hörspielsommer in Leipzig

Ein schönes Angebot auch für DZB-Leser und Hörer
Ronald Krause
Seit 2003 veranstaltet der Hörspielsommer e.V. ein zehntägiges Festival: In idyllischer Lage auf dem Leipziger Richard-Wagner-Hain an der Elster genießen die Zuhörer vom 11. bis 20. Juli während des täglichen Programms von 17 bis 23 Uhr (am Wochenende sogar schon ab 15 Uhr) kostenlos und unter freiem Himmel über 80 Hörspielproduktionen verschiedener Genres. Neben dem Programm organisiert der Verein im Rahmen des Festivals außerdem drei Hörspielwettbewerbe. Täglich wechselnde Themen des Abendprogramms und Live-Auftritte setzen besondere Akzente. Der Hörspielsommer ist mit jährlich ca. 8.000 bis 10.000 Besuchern Deutschlands größtes Hörspielfestival seiner Art.

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Die DZB kommt auch nach Düsseldorf

Ronald Krause
Wer nicht zum Tag der offenen Tür nach Leipzig kommen kann und auch einen DZB-Besuch bei der Sight City in Frankfurt versäumt hat, der hat bald Gelegenheit, die DZB zur REHACARE in Düsseldorf zu treffen. Gemeinsam mit der Firma Papenmeier sind Mitarbeiter der DZB vom 24. bis 27. September auf der Fachmesse an einem Stand vertreten (Halle 05/A09). Hier gibt es neben Informationen sowie neuen Büchern und Produkten aus der DZB auf jeden Fall auch nette Gespräche mit willkommenen Besuchern. Wir freuen uns darauf!

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Wegweiser durch die digitale Welt für ältere Bürgerinnen und Bürger

Die Broschüre in ihrer mittlerweile 7. Auflage baut auf den Erfahrungen älterer Internetnutzerinnen und -nutzer auf und zeigt mit Förderung durch das Bundesverbraucherministerium, welche Vorteile die Nutzung der digitalen Welt bringen kann.
Eine Hörfassung, die die BAGSO mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista) erstellte, wendet sich an blinde und sehbehinderte Personen. Das Hörbuch mit Hinweisen zur barrierefreien Internetnutzung wurde im DAISY-Format erstellt.
In der Druckfassung kann die kostenlose Broschüre bestellt werden über:
Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09
18132 Rostock
E-Mail: publikationen@bundesregierung.de
oder telefonisch unter der Rufnummer
030 182722721, 0,14 €/Min, abweichende Preise aus den Mobilfunknetzen möglich).
Kostenfreie CD-Bestellung bei:
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV)
Rungestraße 19, 10179 Berlin
Tel.: 030 285387-0, Fax: 030 285387-200
E-Mail: info@dbsv.org
Internet: www.senioren.dbsv.org
[Quelle: http://www.bagso.de/aktuelle-projekte/aktivitaeten-wegweiser.html]

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Angebot: Restbestände von Heften aus dem Literaturtreff 2013

Carlotto, Massimo: "Der Flüchtling"
20. Januar 1976: Die 25-jährige Studentin Margherita Magello wird in ihrem Zimmer in Padua mit 59 Messerstichen ermordet. Massimo Carlotto, 19 Jahre, Student und Mitglied der linksradikalen Bewegung entdeckt das Opfer und geht zur Polizei, um den Vorfall zu melden. Er wird festgenommen und wegen Einbruchs angeklagt. Es beginnt ein beispielloser Schauprozess. Kurz vor der Urteilsverkündung flieht Carlotto nach Paris und von dort einige Jahre später nach Mexiko. Unter politisch Verfolgten und brutalen Verbrechern lernt er zu überleben, ohne den Verstand zu verlieren.
Foenkinos, David: "Größter anzunehmender Glücksfall"
Jean-Jacques und Claire sind seit acht Jahren verheiratet, ihre Tochter Louise ist sechs. Monoton und routiniert spulen sie ihr Ehe- und Liebesleben ab. Aus Neid auf seinen Kollegen Édouard, der sich nach seiner Scheidung zu einem rasanten Casanova entwickelt hat, beginnt Jean-Jacques eine Affäre mit seiner Arbeitskollegin Sonia. Claire engagiert ihrerseits den schüchternen Russen Igor zunächst als Detektiv und dann als Liebhaber. Bei einer gemeinsamen Reise nach Berlin erkennt Claire aber schnell, dass sie ihr größtes Glück gerade aufgegeben hat.
David Foenkinos erzählt gewohnt ironisch die Geschichte einer großen Liebe. Einer Liebe, deren Glück für Claire und Jean-Jacques erst erkennbar wird, als sie zu Ende geht.
Hubbell, Sue: "Ein Jahr in den Ozark Mountains"
Ein Jahrbuch der besonderen Art, das mit dem Frühling beginnt und endet: Sue Hubbell, ehemals Bibliothekarin in Toronto, jetzt Bienenzüchterin auf einer einsam gelegenen Farm im nördlichen Missouri, gelingt es mit diesem persönlichen, gleichzeitig so universellen Buch, uns für Dinge in der Natur zu faszinieren, die wir zuvor nicht einmal wahrgenommen haben.
Lange, Sascha: "Das wird mein Jahr"
Vom Abhauen und Ankommen Spätsommer 1989. Friedemann ist 18. Alles, was der Gärtnerlehrling aus Leipzig vom Leben will, ist ein bisschen Rock 'n' Roll und Anke. Doch dann sind Anke und die Mauer plötzlich weg. Und Friedemann braucht einen neuen Plan. Was läge da näher, als im Westen zum Cannabis züchtenden Hausfrauentröster zu werden? - Dieses Buch ist turbulente Wendekomödie, Roadmovie und Love-Story in einem.
Le Fanu, Sheridan: "Carmilla, die Vampirin"
Die hübsche Laura bewohnt mit ihrem Vater ein abgelegenes Schloss in der Steiermark. Eines Nachts tritt eine wundersame junge Frau namens Carmilla ins Leben der Schlossbewohner. Die beiden Frauen freunden sich an. Als Laura von einer mysteriösen Mattigkeit heimgesucht und von Tag zu Tag schwächer wird, sucht ihr Vater nach den Gründen - und kommt ungewollt der dunklen Vergangenheit Carmillas auf die Spur. Ein wahrer Leckerbissen: voll Spannung, böser Träume und süßer Hingabe - und echter Vampire!
Murgia, Michaela: "Elf Wege über eine Insel : sardische Notizen"
Elf Wege zeigt uns Michela Murgia auf ihrer Insel, zehn plus einen, weil runde Zahlen nur für Dinge taugen, die endgültig verstanden werden können. Und das ist in Sardinien nicht der Fall.
Pullinger, Kate: "Eine Liebe in Luxor"
England, 1862. Als Lady Duff Gordon von ihrem Arzt nach Ägypten geschickt wird, um dort im trockenen, warmen Klima ihre Tuberkulose auszuheilen, bedeutet das auch für ihr Dienstmädchen Sally ein Exil auf unbestimmte Zeit. So begeben sich die beiden, schwankend zwischen Staunen und Angst vor der exotischen Fremde, gemeinsam auf eine Flussfahrt den Nil hinauf. Begleitet werden sie von Omar, einem erfinderischen Dragomanen und begnadeten Koch. Als Lady Duff Gordon in Luxor ihr Korsett gegen Männerkleider eintauscht, Arabisch lernt und zu wöchentlichen Salons einlädt, beginnt auch Sally, eine ungeahnte Freiheit zu genießen. Doch diese Freiheit hat ihre Grenzen.
Rosoff, Meg: "Davon, frei zu sein"
Meg Rosoff entführt uns in die raue und düstere Heidelandschaft im Südwesten Englands in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Dem eintönigen Leben in Armut will die junge Pell Ridley sich nicht fügen. Sie träumt davon, frei zu sein. Am Morgen ihres Hochzeitstages reitet sie mit wehenden Haaren auf ihrem Pferd Jack einer ungewissen Zukunft entgegen. Doch vor die Freiheit eines selbstbestimmten Lebens hat das Leben ihr zahlreiche Stolpersteine in den Weg gelegt.
Stuckmann, Sylvia: "Pestmarie"
Wen die Pest verschont, der muss mit dem Teufel im Bunde sein - Schwaben zur Zeit der Bauernkriege: "Pestmarie, Hexenkind, Teufelsbalg" - das sind die Worte, die Marie hinterhergezischt werden, wenn sie in den Gassen von Rottweil unterwegs ist. Mit ihren feuerroten Haaren und den katzengrünen Augen gilt sie als Ausgeburt des Teufels. Schließlich muss Marie vor den Hexenjägern fliehen und wird die Magd einer Marketenderin. Doch auch hier ist sie nicht sicher. Wird Marie einen Platz im Leben finden und jemanden, der sie liebt?

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Impressum

Herausgeber, Herstellung, Vertrieb
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)
Staatsbetrieb des Freistaates Sachsen
Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig
Tel.: 0341 7113-0
Fax: 0341 7113-125
E-Mail: info@dzb.de
www.dzb.de
Redaktion
Karsten Sachse
Tel.: 0341 7113-135
E-Mail: verlag@dzb.de
Abonnements, Anzeigen
Sylvia Thormann
Tel.: 0341 7113-120
E-Mail: abo@dzb.de
»DZB-Nachrichten« erscheint zweimonatlich im Jahresabonnement wahlweise als CD DAISY, in Blindenkurzschrift und in Schwarzschrift.
Jahresbezugspreis: 9,00 Euro.
Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«.
Online unter www.dzb.de/zeitschriften
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