DZB-Nachrichten

Hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Nr. 5 – 2014

September / Oktober

24. Jahrgang


Inhalt

Vorbemerkung

Postecke

Einblicke

Die neue DZB-Rundschau: informativ, unterhaltsam und kostenfrei

Vorschau "Literaturtreff" 2015 | 28. Jahrgang

Zeitschriften-Abonnements 2015

Wie war das damals?

"DZB-Nachrichten" und "Leipziger Bücherliste" - damals und heute

Die Kramkiste

Horacio Quiroga: "Anakonda. Erzählungen aus der Wildnis von Misiones"

Velma Wallis: "Zwei alte Frauen"

Neu im Regal

Tanja Weber: "Sommersaat"

Autorenporträt

Elfriede Brüning (1910-2014)

LOUIS

Zu den verschiedenen Smartphones - wo finde ich Anleitung und Hilfe?

Info-Service

DZB-Leseaktion: Mit drei Büchern bist du dabei!

Aktionsbündnis "Sehen im Alter" gegründet

Vorstellungen mit Audiodeskription

Blinden- und Sehbehindertenarbeitsplätze

BBSB-Inform

Der 14. cSc

BAGSO InternetWoche

Impressum

Spenden

Vorbemerkung

Liebe Leserinnen und Leser,
im November feiern wir den 120. Jahrestag des Bestehens der DZB. Dass hohes Alter keinen Stillstand bedeuten muss, wird in der Rubrik „Einblicke“ deutlich: In der Zeitschrif-tenlandschaft der DZB gibt es Bewegung, die vor allem die DZB-Nachrichten betrifft, aber auch die Leipziger Bücherliste. Die Abonnenten sind bereits im Bilde, alle anderen klärt Herr Krause auf, der die anstehenden Vorhaben erläutert. Nachfolgend informiere ich Sie dann über die im nächsten Jahr geplanten Titel unserer Zeitschrift „Literaturtreff“ und im Anschluss erhalten Sie eine Übersicht aller im nächsten Jahr bei uns angebotenen Zeitschriften. Aus dieser geht u.a. hervor, dass die DZB ab 2015 die Zeitschrift RITA herausgeben wird. Näheres dazu erfahren Sie in der nächsten Ausgabe de DZBN.
In „Wie war das damals?“ erfahren Sie etwas zum Ursprung der DZB-Nachrichten, das „Autorenporträt“ gedenkt der kürzlich verstorbenen Elfriede Brüning und LOUIS befasst sich mit der Frage, welche Anleitungs- und Hilfsmöglichkeiten es für Smartphones gibt. Und schließlich möchte ich Ihre Aufmerksamkeit noch auf die Leseaktion der DZB richten, die im „Info-Service“ angekündigt wird und besonders lesehungrigen Kindern zugute kommen soll.
Es grüßt herzlich
Ihr Karsten Sachse.

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Postecke

Die Veröffentlichungen müssen nicht mit der Redaktionsmeinung identisch sein. Aus redaktionellen Gründen behalten wir uns Kürzungen vor. Wenn Sie keine Veröffentlichung wünschen, vermerken Sie dies bitte.

50 Jahre Leserin der DZB

»(…) Wenn die DZB ihr 120-jähriges Bestehen feiert, habe auch ich ein kleines Jubiläum. Seit 50 Jahren nutze ich die Punktschriftbibliothek. Leider ließ sich in der DZB nicht mehr das Datum meiner ersten Ausleihe ermitteln. Entweder war es im Herbst 1963 oder Anfang 1964, als ich mit freudiger Spannung das erste Punktschriftbuch aus Leipzig in den Händen hielt, damals noch geliefert im verschnürten festen Karton. Es war das sowjetische Kinderbuch "Langohr, der tapfere Hase".
Bücher mochte ich schon als kleines Kind. Ich blätterte gern darin und freute mich an den unterschiedlichen Papierqualitäten. Auch ließ ich mir gern vorlesen. Und nun konnte ich mein erstes ausgeliehenes Buch selbst lesen. Von da an bekam ich regelmäßig Bücher aus der Bibliothek. Bis heute kann ich die Titel nicht mehr zählen.
Ich las und lese aber nicht nur zu meinem Vergnügen. Auch für den Literaturunterricht nutzte ich die Bibliothek. Weil ich nicht im Internat wohnte, konnte ich so die Schulliteratur bequem zu Hause lesen. Bis heute nutze ich die Bibliothek gern, um mein Wissen zu erweitern.
Seit Jahren habe ich direkten persönlichen Kontakt zu den Bibliothekaren, wo ich immer gut beraten wurde und werde, auch bei der Auswahl der ’Gute-Nacht-Geschichten’, die ich in Rochsburg während der Kabarettwoche vorlese.
Die Hörbücherei nutze ich selten, nur wenn das mich interessierende Buch in Punktschrift nicht vorliegt. Von Freunden lasse ich mir immer noch gern vorlesen. Das klingt für mich lebendiger als ein professionell gelesenes Buch, womit ich nicht die Arbeit der meisten guten Sprecher abwerten will.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DZB, die dafür sorgen, dass wir vielfältige Literatur in guter Qualität lesen und hören, kaufen und ausleihen können. Das gilt auch für die Zeitschriften. Ich hoffe, dass ich noch recht lange Kundin der DZB bleiben kann.
Herzlichen Glückwunsch zum 120. und alles Gute für die nächsten Jahre. (…)«
[Frau Ursula Steinbrich aus Chemnitz per E-Mail]
Bemerkung der Redaktion
Herzlichen Dank an Sie, liebe Frau Steinbrich, und stellvertretend auch an alle weiteren Gratulanten für die vielen guten Wünsche! Mögen Ihnen Ihre Gesundheit und Lesefreude erhalten bleiben, wir werden auch weiterhin vielfältige Angebote für Sie bereithalten!

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Einblicke

Die neue DZB-Rundschau: informativ, unterhaltsam und kostenfrei

Ronald Krause
Im Frühjahr nächsten Jahres startet die DZB mit einem neuen Angebot für ihre Nutzer. Dann erscheint anstelle der "DZB-Nachrichten" zum ersten Mal eine für alle kostenfreie periodische Zeitschrift "DZB-Rundschau". Auch die DZB möchte sich modernen Kommunikationsformen nicht verschließen und veröffentlicht die Publikation deshalb im digitalen Format. Die "DZB-Rundschau" wird an alle DZB-Nutzer, die eine eigene E-Mail-Adresse haben, direkt versandt. Damit können wir die Mehrzahl der DZB-Nutzer erreichen - viel mehr als bisher. Zudem stehen die redaktionellen Inhalte allen nicht sehenden und sehenden Interessierten im Internet unter www.dzb.de zur Verfügung. Mit Lesehilfen wie Screenreader sind sie ohne Weiteres zugänglich.
Was steht drin, Frau Schulze?
"Wir werden viermal im Jahr über interessante aktuelle Themen rund um die DZB unterhaltsam berichten", sagt die zukünftige Redakteurin des Magazins, Gabi Schulze. "Wir präsentieren Neuerscheinungen, skizzieren aktuelle Trends, geben Buchtipps und informieren über Veranstaltungen. In Porträts und Interviews stellen wir Leute vor, schauen hinter die Kulissen unseres Hauses, aber auch über den Tellerrand hinaus."
Ein Vorteil des digitalen Formats ist, dass der Umfang frei gewählt werden kann. So kann mal knackig kurz oder mal ausführlicher beschreibend geschrieben werden. Wir möchten die "DZB-Rundschau" aber auch als Dialogmedium verstehen. Zum einen können Leser zu Wort kommen, die anderen einen Titel wärmstens ans Herz legen möchten, zum anderen sollen zum Beispiel auch Initiativen vorgestellt werden, die sich für Blinde und Sehbehinderte stark machen. Wenn so Menschen mit ähnlichen Interessen zusammenkommen, ist das prima. Es wird also redaktionell bunt zugehen in der neuen DZB-Publikation. Wir freuen uns drauf! Und auf ihre Resonanz nach der Erstausgabe, die voraussichtlich im März 2015 erscheint. Da ist noch ein wenig Zeit für die Feinplanung.
Die bisherige "Bücherliste"
Ab 2015 erscheint die "Leipziger Bücherliste", die bisherige Beilage der "DZB-Nachrichten", kostenlos. In ihr sind sämtliche Neuerscheinungen in Verkauf und Ausleihe aufgelistet. Sie wird zweimonatlich per E-Mail versandt. Für alle weiteren Interessierten steht die "Leipziger Bücherliste" ebenfalls kostenfrei im Internet zur Verfügung. Die bisherigen Editionsformen als Hör- oder Brailleversion werden für die jetzigen Abonnenten fortgeführt. Diese wurden in einem Schreiben bereits informiert.

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Vorschau "Literaturtreff" 2015 | 28. Jahrgang

Karsten Sachse
"Literaturtreff" erscheint als Abonnements-Zeitschrift wöchentlich in Kurzschrift und stellt ausgewählte Romane und Erzählungen namhafter in- und ausländischer Autoren in Fortsetzungen vor. Nachfolgend finden Sie eine Vorschau auf den Jahrgang 2015:
In der kalten und oft auch feuchten Witterung nach dem Jahreswechsel bleibt man gerne im gemütlichen, warmen Zuhause und liest ein gutes Buch. "Zu Hause", das war für die Bestsellerautorin Ilse Gräfin von Bredow (1922-2014) die Mark Brandenburg. In "Bei uns zu Haus" (Fischer Scherz, 2014), ihren schönsten Geschichten vom Land, nimmt sie uns mit in das Paradies ihrer Kindheit, wo sie umgeben von Natur mit ihren Geschwistern aufwuchs. Haus und Hof, Wald und Seen boten reichlich Platz nicht nur zum Arbeiten, sondern auch zum Spielen, Toben, Reiten, Baden. Zum Haushalt der gräflichen Familie gehörten natürlich auch die unersetzliche Mamsell, die in der Küche ein strenges Regiment führte, und viele Tiere wie der tolpatschige Bernhardiner namens Möpschen sowie eine schwanzlose Katze.
Von der brandenburgischen Idylle begeben wir uns dann in fabelhafte Bereiche des zwischenmenschlichen Bereichs. In "Der Floh des Schneiders Schrapp" (Amadeusmedien, 2011) von Rudolf Utsch (1903-1960) setzt der leichtzüngige, unzufriedene, mit Gott und den Menschen hadernde Schneider Schrapp mit seiner gefährlichen Zunge dem untreu gewordenen Kunden Dörfe einen Floh ins Ohr. Und dieser Floh beginnt nun zu springen und zu tollen, von einem Kopf in den andern, von Haus zu Haus, sticht dann sogar wütend auf seinen Herrn zurück und beweist diesem auf schmerzliche Weise, dass die Lüge einem Bumerang vergleichbar ist und der Geist, der das Böse will, doch endlich auch dem Guten dient.
Nach Italien führt uns der italienische Autor Carmine Abate in "Der Hügel des Windes" (Aufbau-Verlag, 2013). Ein Jahrhundert ist vergangen, seit Urgroßvater Alberto den steinigen Boden des Rossarco an der Küste Kalabriens bezwungen hat. Er hält die bäuerliche Familie Arcuri zusammen, von Generation zu Generation, gegen Hunger und Not, gegen die Drohungen der Faschisten und später auch der Mafia. Denn der besondere Berg birgt Geheimnisse, und überhaupt spielt die beeindruckend geschilderte Landschaft in diesem mit dem Premio Campiello preisgekrönten Roman eine wichtige Rolle.
Ein historischer Krimi von Annelie Wendeberg schließt sich an: "Teufelsgrinsen" (Kiepenheuer und Witsch, 2014) erweckt das viktorianische England zum Leben und begeistert mit Dialogwitz sowie einem unglaublichen Ermittler-Duo. Ende des 19. Jahrhunderts wird London regelmäßig von Seuchen heimgesucht. Im Wasserwerk wird ein Cholera-Opfer entdeckt. Dr. Anton Kronberg, Englands führender Epidemiologe, wird hinzugezogen und findet heraus, dass der Tote absichtlich mit tödlichen Bakterien infiziert wurde. Während Scotland Yard den Fall nur halbherzig verfolgt, begegnet Kronberg dem beratenden Detektiv Sherlock Holmes. Der entdeckt im Handumdrehen Kronbergs persönliches Geheimnis, muss sich aber seinerseits der Analyse seines komplizierten Innenlebens stellen. Doch die beiden ungleichen und intellektuell ebenbürtigen Partner müssen sich zusammentun, um eine Verschwörung aufzudecken, die so monströs ist, dass sie die Taten von Jack the Ripper in den Schatten stellt …
Sabine Heinrichs Buch-Debüt "Sehnsucht ist ein Notfall" (Kiepenheuer und Witsch, 2014) ist ein ganz besonderer Generationenroman: eine turbulente Road Novel über zwei Frauen vor einer großen Entscheidung, eine komisch-melancholische Fahrt durch Italien im Januar und eine hinreißend leicht erzählte Geschichte über das Verlangen nach Verlangen. Am Tag vor Silvester bekommt Eva einen Anruf von ihrer Oma: Oma hat gerade mit 79 Jahren Opa verlassen und ihre Enkeltochter Eva steht zwischen zwei Männern und damit vor einer großen Lebensentscheidung. Deshalb setzen sich beide lieber erst mal ins Auto und brennen durch - nach Italien! Auf der Reise dorthin finden beide nicht nur zu sich selbst, sondern auch noch jede Menge Spaß und neue Freunde.
Für Freunde der Spannungsliteratur wird es nun besonders interessant: der amerikanische Autor Ryan David Jahn schrieb "Der Cop" (Heyne, 2014): Polizist Ian Hunt hat noch eine knappe Stunde bis Schichtende, als seine Tochter anruft. Es ist über sieben Jahre her, dass er ihre Stimme zuletzt gehört hat. Vor vier Monaten wurde sie für tot erklärt. Plötzlich wird der Anruf von einem Mann unterbrochen. Es ist der Mann, der Maggie vor sieben Jahren aus dem Kinderzimmer entführt hat. Maggie kann noch vage Angaben zu ihrem Entführer machen, dann bricht die Verbindung ab. Eine gnadenlose Jagd quer durch Amerika nimmt ihren Lauf, gewalttätig und blutig - nicht umsonst lautet der Reihentitel des Verlages "Heyne-Hardcore".
Ganz andere Gefühle spielen in Jules Vernes (1828-1905) Roman "Der grüne Blitz" (Mare-Verlag, 2013) eine Rolle, es handelt sich um Vernes einzigen Liebesroman. Die hübsche Helena wächst auf dem schottischen Landsitz ihrer "Zieheltern" Onkel Sam und Onkel Sib auf. Als Helena achtzehn wird, beschließen die beiden, sie mit dem hochseriösen Gelehrten Aristobulus Ursiclos zu verheiraten. Doch Helena fordert Bedenkzeit: Aus der Zeitung hat sie vom "grünen Blitz" erfahren, einem seltenen Naturphänomen, das nur an besonders klaren Tagen bei Sonnenuntergang am Meer beobachtet werden kann. Wer den grünen Blitz gesehen hat, wird sich, so besagt die Legende, in Gefühlsdingen nicht täuschen. Mit ihren Onkeln und deren Wunschkandidat im Schlepptau begibt sich Helena auf eine Reise entlang von Schottlands Westküste, auf der Suche nach dem grünen Blitz - und der großen Liebe.
Den Jahresreigen beschließen wollen wir dann mit einer Erzählung von Carlos Ruiz Zafón. In "Der Fürst des Parnass" (Fischer-Taschenbuch-Verlag, 2014) erzählt er, wie im prachtvollen Barcelona des 16. Jahrhunderts ein passionierter Buchdrucker namens Sempere auf einen glücklosen jungen Dichter trifft - er heißt Cervantes und wird eines Tages den ›Don Quijote‹ schaffen -, wie ein geheimnisvoller Verleger mit Engel am Revers die Bühne betritt und sich ein unscheinbarer Gottesacker zum sagenumwobenen Friedhof der Vergessenen Bücher wandelt. Eine Geschichte von Ehrgeiz und Scheitern, von Wahnsinn und unsterblicher Liebe, eine Hommage an eine verwunschene Stadt am Meer und an die universelle Magie der Bücher - geeignet, um ein erfülltes Lesejahr ausklingen zu lassen und Vorfreude auf ein weiteres zu wecken.
Wie immer sind Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten. Wenn Ihnen die vorgestellte Auswahl gefallen hat, dann sichern Sie sich Woche für Woche neues Lesevergnügen durch ein Abonnement unserer Zeitschrift "Literaturtreff" zum Vorzugspreis von nur 1,20 € pro Woche und Heft!
Kontakt:
Telefon: 0341 7113-120
Telefax: 0341 7113-125
E-Mail: abo@dzb.de

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Zeitschriften-Abonnements 2015

Täglich 24 Stunden am Telefon
"Radio/TV" Informationsdienst
Aktuelle Programminformationen für ca. 120 Fernseh- und 60 Radiosender.
Jahrespreis: 48,00 €
Versand per E-Mail
"stern/Zeit Braille"
Das Nachrichtenmagazin - Aktuelle Hintergründe, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Soziales, Kultur
26 Ausgaben: 41,60 €
Brailleschrift und CD-DAISY
"Das Gesundheitsmagazin"
Ratgeber für eine gesunde Lebensweise: Entstehung und Behandlung von Krankheiten, Wirkung von Medikamenten, Naturheilverfahren, geistige und körperliche Fitness
12 Ausgaben: 30,00 €
"Deutschlandrevue"
Entdecken Sie Deutschland. Eine Reise zu Städten, Landschaften, Sehenswürdigkeiten, berühmten Personen u. v. a. m.
4 Ausgaben: 16,00 €
"Ratgeber Aktuell"
Für den kritischen Verbraucher von Produkten und Dienstleistungen. Aktuelles aus "test" und "Finanztest".
12 Ausgaben: 30,00 €
"RITA"
Ratschläge, Informationen, Tipps, Anregungen für die Frau: Aktivitäten aus den Frauengruppen der DBSV-Landesvereine, betroffene Frauen mit eigenen Beiträgen, Gedichten, Kurzgeschichten und persönlichen Erlebnissen. Ein Anteil an Klatsch ist selbstverständlich.
6 Ausgaben: 24,00 EUR
Brailleschrift
"GEOlino"
Das Erlebnisheft für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren. Auf unterhaltsame Art vermittelt es jede Menge Wissen aus Natur, Tierwelt, Technik, über Menschen und Kulturen.
12 Ausgaben: 30,00 €
"Literaturtreff"
Spannende Romane und Erzählungen in Fortsetzung.
52 Ausgaben: 62,40 €
"stern/Zeit Braille"
Das Nachrichtenmagazin - Aktuelle Hintergründe, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Soziales und Kultur.
26 Ausgaben: 41,60 €
CD DAISY
"Ein Herz für Tiere"
… wendet sich an alle Tierfreunde mit Neuigkeiten aus heimischer und exotischer Tierwelt; gibt praktische Tipps zu Haltung und Pflege aller beliebten Haustiere; berichtet über Zoos und Wildparks und beantwortet Fragen zum Tierschutz wie Tierrecht
12 Ausgaben: 36,00 €
"NEON"
Das moderne Magazin für junge Menschen: Gesellschaft, Beruf und Karriere, Partnerschaft und Sexualität, Mode, Reise, Musik und vieles mehr.
12 Ausgaben: 30,00 €
"Sechs mal Sex"
Erotische Geschichten - lustvoll, verführerisch und sinnlich.
6 Ausgaben: 24,00 €
Abonnementbedingungen
Die Preisangaben gelten für ein Jahresabonnement. Ein Abonnement kann jederzeit gebucht werden. Erfolgt die Buchung eines Abonnements im laufenden Kalenderjahr, so erfolgt eine anteilige Berechnung der Abonnementsgebühr. Die Abonnements werden für die Dauer eines Kalenderjahres abgeschlossen und können jährlich bis zum 30. September für das Folgejahr gekündigt werden. Sollte bis zu diesem Zeitpunkt keine Kündigung erfolgt sein, verlängert sich das Abonnement automatisch um das folgende Kalenderjahr.
Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen [AGB], Stand: 01. 01. 2011. Die vollständigen AGB finden Sie im Internet unter www.dzb.de/agb, auf Wunsch senden wir Ihnen diese gern zu.
Für Rückfragen und weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gern telefonisch zur Verfügung:
Tel.: 0341 7113-120 oder schreiben Sie eine Mail an abo@dzb.de.

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Wie war das damals?

"DZB-Nachrichten" und "Leipziger Bücherliste" - damals und heute

Karsten Sachse
Wie Sie dem vorausgehenden Beitrag entnommen haben, sind bezüglich der "DZB-Nachrichten" und "Leipziger Bücherliste" weitgehende Veränderungen vorgesehen.
Beide Zeitschriften darf ich seit nun schon 24 Jahren redaktionell begleiten, in abgewandelter Form sogar noch etwas länger. "Meine" erste Leipziger Bücherliste war die Ausgabe vom Oktober 1986. Unter "Mitteilungen des Verlages" enthielt sie damals sporadisch Buchempfehlungen, Literaturlisten zu bestimmten Anlässen, Vorschauen auf die "Romanzeitung" (später "Literaturtreff") oder Preis- und Lieferinformationen.
Ab 1988 erschien diese Bücherliste nur noch vierteljährlich. Der Inlandspreis betrug 2 Mark, für Abonnenten der Zeitschrift "Gegenwart" war die Bücherliste kostenlos. Aufgrund der veränderten Erscheinungsweise waren die Mitteilungen des Verlages nunmehr nahezu laufend enthalten und umfassten immer mehrere Informationen, die dann schließlich als Anlagen der Bücherliste beigefügt wurden. Der 3-monatliche Rhythmus währte zwei Jahre, ab 1990 wurde die bis heute andauernde zweimonatliche Erscheinungsweise eingeführt.
Im Zusammenhang mit dem sich zu diesem Zeitpunkt vollziehenden gesellschaftlichen Wandel waren die Informationsfülle und dementsprechend das Informationsbedürfnis extrem angestiegen. Die Mitteilungen des Verlages innerhalb der Bücherliste boten dafür zu wenig Raum. Deshalb beschloss der damalige Direktor der DZB, Professor Dr. sc. Siegfried Tschirner, eine neue Zeitschrift ins Leben zu rufen, die "DZB-Nachrichten". Die DZB-Nachrichten sind also sozusagen aus der ehemaligen Rubrik "Mitteilungen des Verlages" der Leipziger Bücherliste entstanden.
In der Bücherliste vom April 1990 war unter der Überschrift "DZB-Nachrichten" zu lesen:
"Die ‚DZB-Nachrichten’ lösen die Rubrik ‚Mitteilungen des Verlages' der ‚Leipziger Bücherliste' ab. Für die Zukunft ist ein eigenständiges Informationsblatt vorgesehen. Die ‚DZB-Nachrichten' bieten Ihnen aktuellste Mitteilungen und Neuigkeiten aus dem Louis-Braille-Haus!"
Eine Zeitschrift war damals das geeignete Medium, um einerseits möglichst viele Leser und Hörer mit wichtigen Informationen zu erreichen und ihnen andererseits eine Plattform für ihre Meinungen und Fragen zur Verfügung zu stellen. Denn Internet, E-Mail, Social Media etc. steckten zum damaligen Zeitpunkt noch in den Kinderschuhen bzw. waren quasi nicht existent. Die Kommunikation der DZB fand per Post und Telefon statt, das Fax war dann schon eine Errungenschaft.
Wie das Informationsblatt aussehen sollte, wurde in der Bücherliste vom Dezember 1990 bekannt gegeben:
"Wenn im Februar 1991 die ‚DZB-Nachrichten’ als selbständige Zeitschrift in Punktdruck und auf Kassette erscheinen, wird es einige neue Rubriken geben. Unter der Rubrik ‚Einblicke' werden sich unsere Abteilungen mit ihren Sachgebieten, Mitarbeitern, Aufgaben und Nöten vorstellen. Unter der Ankündigung ‚Flohmarkt' bieten wir Platz für jene Hörer und Leser, die irgendwelche Dinge suchen, verkaufen, tauschen oder verschenken wollen. Beim Angebot von Schenkungen wird keine Gebühr erhoben! Daneben gibt es eine Fortsetzung der Anzeigen, wie sie bisher die ‚Gegenwart' im Auftrage der DZB veröffentlichte. Anzeigen also, die Partnersuche zum Inhalt haben! Außerdem soll ein ‚Briefkasten' eingerichtet werden, wo wir aus jener Post zitieren wollen, die auch für unsere Leser und Hörer der ‚DZB-Nachrichten’ interessant ist. Es geht hierbei um Meinungen von Nutzern und Haltungen von Partnern aller Art."
1991 war es dann soweit: Die DZB-Nachrichten lösten die Leipziger Bücherliste als eigenständige Zeitschrift ab, die Bücherliste wurde kostenlose Beilage der zweimonatlich erscheinenden DZB-Nachrichten.
Bis heute erlebte die Zeitschrift zahlreiche Metamorphosen: literarische Themen fanden zunehmend Beachtung (Autorenporträt, Kramkiste, Neu im Regal), Blindenwesen und technische Themen hielten Einzug (LOUIS), nicht zuletzt die historischen Beiträge von Dr. Werner Uhlig zum Blindenwesen. Eine Schwarzdruckausgabe kam hinzu, eine Online-Version ebenfalls (lückenlos seit Ausgabe 1/2000 abrufbar), die Kassetten-Ausgabe wurde durch eine DAISY-Ausgabe ersetzt usw.
Nicht nur die DZB-Nachrichten haben sich im Lauf der Jahre verändert. Technik und Kommunikation unterlagen im Erscheinungszeitraum einem grundlegenden Wandel. Heute ist Kommunikation per E-Mail, SMS und Social Media über Internet und Funk Normalität, zu PC und Laptop gesellten sich Smartphone und Tablet, zu "Postecke" und "Flohmarkt" Social Media und Online-Auktionshäuser. Den Menschen stehen frei wählbar in kürzester Zeit zahllose Informationsquellen und Austauschmöglichkeiten zur Verfügung, derer sie sich rege bedienen. Per Braillezeile oder Sprachausgabe sind Nachrichten immer öfter sofort an ihrer Quelle abrufbar. Inzwischen streuen wir unsere Informationen per E-Mail, Website und Facebook. Wir versenden Newsletter, Podcast, Info-CD und bestücken diverse Mailinglisten.
Die durch den digitalen Wandel verursachten Fortschritte machen auch vor der Leipziger Bücherliste nicht halt. Sehr positiv wirkten sich die neuen technischen Möglichkeiten z.B. auf den anwachsenden Bestand an DAISY-Hörbüchern aus, die wir zur Ausleihe anbieten können. Allerdings: mit "analogen" Mitteln ist dieser Bestand inzwischen weder zu verwalten, noch vollständig zu kommunizieren. Die zweimonatliche Liste der DAISY-Neuzugänge in unserer Hörbücherei füllt mittlerweile im Schwarzdruck über 100 A4-Seiten. Diese Menge lässt sich unter wirtschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten nicht mehr in Braille übertragen und ausdrucken bzw. von einem Sprecher auflesen. Ein zweimonatlich erscheinendes gedrucktes Informationsblatt ist in der modernen Mediengesellschaft schon veraltet, bevor die Informationen überhaupt gedruckt sind - es liefert quasi nur noch Repliken ehemals aktueller Ereignisse … Eine erneute Anpassung des Informationsträgers an die Informationsfülle ist also unumgänglich geworden. 2015 findet sie statt.

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Die Kramkiste

Unsere Bibliothekare stellen jeweils einen Punktschrift- und einen Hörbuchtitel vor, die sich schon länger im Bestand unserer Bibliothek befinden.

Horacio Quiroga: "Anakonda. Erzählungen aus der Wildnis von Misiones"

Anatoli Krüger
[Punktschriftbibliothek]
Es sind schon merkwürdige Tiergeschichten, die dieser Autor schrieb. Was mich daran so verblüfft, ist die Diskrepanz zwischen dem Autor mit seiner Lebensweise und der Art seiner Erzählungen. Bei ihm, der wie kaum ein anderer die Tiere und die Natur, über die er schrieb, aus nächster Nähe kannte - schließlich lebte er jahrelang einsam in der Wildnis - könnte man ganz realistische Geschichten erwarten. Stattdessen reden bei ihm die Tiere, aber nicht so wie in der Fabel bei La Fontaine, sie bewahren ihre Eigenarten und bleiben dem Menschen fremd.
Zum Beispiel in der Titelgeschichte "Anakonda", in der sich die Schlangen eines Landstriches zu einem Kongress versammeln, weil sie sich durch die Menschen, die in dieser Gegend eine Schlangenfarm einrichten, bedroht fühlen. All diese Schlangenarten werden mit ihren physiologischen Besonderheiten genau beschrieben, auch die Feindschaft zwischen den giftigen und ungiftigen Arten, den Vipern und den Nattern. Und doch debattieren sie miteinander, belauschen die Menschen, wissen, was es mit dem Serum und dem Immunisieren auf sich hat.
In der Erzählung "Das blinde Hirschkälbchen" hört ein Damhirschkalb nicht auf die Belehrungen seiner Mutter und schleckt vom Honig wilder Bienen. Es wird furchtbar zerstochen und erblindet. Die Mutter weiß von einem Jäger, der Arzneien hat und helfen könnte. Aber er war nun mal ein Jäger und jagte auch Damwild. Sie wusste aber auch von einem Ameisenbären, der mit dem Jäger Freundschaft hielt. Zu dem ging sie und ließ sich ein Empfehlungszeichen geben und der Jäger half, heilte das Hirschkälbchen."Seit jener Zeit sind das Hirschkälbchen und der Jäger große Freunde geworden. Das Hirschkälbchen bemühte sich stets, ihm Reiherfedern zu bringen, die sehr kostbar sind, und blieb stundenlang bei dem Mann und plauderte mit ihm. Er stellte stets einen Tonkrug voll Honig auf den Tisch und schob das hohe Stühlchen für seine Freundin heran. Manchmal gab er ihr auch Zigarren, die die Damhirsche mit großem Vergnügen fressen und die ihnen nicht schaden."
Es geht aber längst nicht in allen Erzählungen so schön märchenhaft zu. Die Natur kann grausam und tödlich sein, für Mensch und Tier, wie in "Yaguai" und "Wilder Honig". Manche Erzählungen steigern sich bis ins apokalyptische, wie "Der Wilde" und "Anakondas Rückkehr". Andere sind wiederum grotesk, wie "Der Krieg der Kaimane", wo sich Kaimane zusammen mit einem Wels einem Militärboot entgegenstellen, das regelmäßig ihren Fluss befährt.
Horacio Quiroga war ursprünglich ein richtiger Stadtmensch. Er stammte aus einer gutsituierten Familie, lebte in Montevideo, Buenos Aires, Paris. Er verkehrte in Künstlerkreisen, gehörte zur Boheme. Bis er eines Tages als Fotograf für eine archäologische Expedition nach Misiones kam. Das ist das Gebiet in Argentinien, in dem einst der Jesuitenorden einen vorbildlichen Staat schaffen wollte, bis der Orden verboten und die Missionen zerstört wurden. Die Natur holte sich das Ihre wieder zurück und überwucherte die Reste der Bauwerke. Das war ein einschneidendes Erlebnis für Quiroga. Für einige Jahre, von 1902 bis 1906, siedelte er sich im Urwald von Misiones an, baute sich dort eine Blockhütte und versuchte von dem zu leben, was er anpflanzte. Eine Zeitlang war er auch im Auftrag der Regierung dort in der Wildnis Standesbeamter und Friedensrichter. Dann war er wieder drei Jahre lang Hochschullehrer in Buenos Aires und kehrte 1909 wieder zurück in den Urwald. Doch ein tragisches Geschick schien ihn zu verfolgen. Nicht nur, dass er 1902 aus Versehen einen Freund erschoss, auch seine erste Frau hielt das schwere Leben in der Wildnis nicht aus und brachte sich um. Quiroga kehrte daraufhin mit den beiden Kindern in die Stadt zurück. Von 1917 bis 1927 arbeitete er für das uruguayische Konsulat in Buenos Aires. In diesen Jahren erschienen auch die meisten seiner Geschichten aus der Wildnis. Dann kam die Weltwirtschaftskrise und Quiroga siedelte sich wieder im Urwald an. Er hatte inzwischen wieder geheiratet, doch auch die zweite Frau hielt das Leben in der Wildnis nicht aus und verließ ihn heimlich mit ihrem gemeinsamen Kind. Quiroga verfiel in Depressionen und unheilbar krank nahm er sich 1937 das Leben.
BNA 5159, rkh., 4 Bände
Im Hörbuchbestand gibt es einige Erzählungen von Horacio Quiroga, die in der Reihe "Kurzgeschichte International" erschienen sind:

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Velma Wallis: "Zwei alte Frauen"

Jana Waldt
[Hörbücherei]
Velma Wallis wurde 1960 als eines von dreizehn Kindern in Alaska geboren und nach den Traditionen ihrer indianischen Vorfahren erzogen. Nach dem Besuch der High-School lebte sie einige Jahre in einer Trapperhütte in der Wildnis. Sie versuchte sich dort als Fischerin, Jägerin und Fallenstellerin.
Die hier verwendete Buchausgabe der Erzählung "Zwei alte Frauen" erschien 1994 im Klein-Verlag Hamburg und ist ihr erstes Buch.
Die Autorin erzählt die Geschichte von zwei alten Indianerfrauen eines Nomadenstammes hoch oben im Norden Alaskas. In einem strengen Winter wird der Stamm von einer Hungersnot heimgesucht. Die Gruppe ist gezwungen, ihr Lager zu verlassen und auf Nahrungssuche zu gehen. Ihr Häuptling beschließt, wie es das Stammesgesetz vorsieht, die zwei alten Frauen, da sie unnütze Esser sind, zurückzulassen. Sie sind einerseits enttäuscht, als sie sehen müssen, dass nicht einmal die Familie es wagt, gegen diesen Beschluss aufzubegehren. Andererseits hatten sie früher selbst schon erlebt, wie alte Menschen ausgesetzt wurden um zu sterben. Allein und verlassen in der Wildnis geschieht dann das Erstaunliche: Die beiden Frauen, 75 und 80 Jahre alt, die in der Gruppe bisher eher durch Jammern über das Alter aufgefallen waren, geben nicht auf. Sie besinnen sich auf längst vergessene Fertigkeiten im Umgang mit der Natur. Unter großer Kraftanstrengung meistern sie den Alltag und wachsen über sich hinaus …
Ein prägender Satz des Buches lautet: "Wenn wir denn sterben müssen, so lass uns handelnd sterben und nicht im Sitzen." Und das trifft die Stimmung des Buches - man sieht die beiden Alten praktisch vor sich, wie sie müde und schwach durch den Schnee stampfen und nach und nach wieder zu geschickten Jägerinnen werden.
Ausleihen können Sie dieses Hörbuch, das von Marlies Reusche gelesen wurde, unter der Bestellnummer H005008. Die Spieldauer beträgt 2:52 Stunden.
Auch in Punktschrift ist die Erzählung erhältlich: 1 Band Kurzschrift, BNV 13336.

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Neu im Regal

Tanja Weber: "Sommersaat"

(Braille-buch, empfohlen von Susanne Siems)
In der Fülle der Krimiliteratur etwas Ansprechendes zu finden, ist oft schwerer, als man sich vorstellen kann. Denn Masse birgt nicht automatisch Qualität.
Der Krimi von Tanja Weber zeichnet sich durch sehr authentische und atmosphärische Beschreibungen aus. Jeder, der schon einmal in den kleinen Ortschaften Brandenburgs Urlaub gemacht hat, wird diese Ortschaften und ihre Bewohner im Buch wiederfinden. Mit 4 Bänden Kurzschrift ist dieses Buch zudem vom Umfang her recht angenehm. Ein Krimi, der spannend zu lesen ist und trotzdem ohne allzu große Schockeffekte auskommt. Erschienen ist der Titel 2011 im Aufbau-Verlag.
Und so liest sich die Annotation: Eine grausam schöne Idylle. Das beschauliche Leben des Postboten Johannes Stifter ändert sich schlagartig: Im Dorf Germerow vor den Toren Berlins entdeckt er eine entstellte Leiche und gerät über Nacht unter Mordverdacht. An der Seite des bayrischen Kommissar Thalmeier wird er zum Ermittler. Doch die Wahrheit ist entstellt und verzerrt, einer entsetzlichen Version des Spiels "Stille Post" gleich.
Tanja Weber: "Sommersaat : Kriminalroman." 4 Bde., SchG, kzp.98rR, 48,00 €, BNV 7883, BNA 16721

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Autorenporträt

Elfriede Brüning (1910-2014)

Am 5. August ist die Schriftstellerin Elfriede Brüning im Alter von 103 Jahren in Berlin verstorben.
In der Weimarer Republik fing sie mit dem Schreiben an, von den Nazis wurde sie verfolgt, in der DDR erreichten ihre Bücher eine Millionenauflage. Elfriede Brüning war Chronistin eines ganzen Jahrhunderts.
Die am 8. November 1910 in Berlin geborene Tochter einer Näherin und eines Tischlers begann bereits mit 16 Jahren, Reportagen für das Berliner Tageblatt und die Vossische Zeitung zu schreiben. 1930 trat Brüning der Kommunistischen Partei bei, zwei Jahre später wurde sie Mitglied in dem 1928 von Johannes R. Becher gegründeten "Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller", dem auch Bertold Brecht, Anna Seghers und Ludwig Renn angehörten. 1933 verboten die Nazis die Vereinigung, ihre Mitglieder wurden verfolgt. Brüning wurde 1935 verhaftet und saß ein halbes Jahr im Frauengefängnis Barnimstraße. "Danach musste ich mich dreimal in der Woche bei der Gestapo melden", erinnerte sie sich anlässlich ihres 100. Geburtstags, den sie in der Berliner Volksbühne feierte. Nie habe sie gewusst, ob sie von dort wieder zurückkommt. "Das war meine schlimmste Zeit." Noch im Gefängnis hatte sie den harmlosen Liebesroman "Junges Herz muss wandern" geschrieben, der 1936 mit Hilfe ihres späteren Mannes Joachim Barkhausen veröffentlicht wurde.
Seit 1950 lebte Brüning als freie Schriftstellerin in der DDR, wo sie in verschiedenen Verlagen publizierte und zahlreiche Preise erhielt. In ihren Werken beschäftigte sie sich vor allem mit Frauenthemen und der Vergangenheitsbewältigung. Mit Bestsellern wie "Ein Kind für mich allein" und "Regine Haberkorn" setzte sie sich für die Selbstbestimmung und Emanzipation der Frauen ein.
Brüning schrieb bis ins hohe Alter hinein 28 Bücher. Ihre Werke über starke, emanzipierte Frauen handeln von Liebe, Untreue, Scheidung, Kindererziehung, Krankheit und Tod. Als allein erziehende Mutter einer Tochter wusste Brüning, wovon sie schreibt. Ihre eigenen Erfahrungen und die von Leidensgenossinnen bündelte sie in dem viel diskutierten Roman "Ein Kind für mich allein" (1950). Später wurden ihre Werke dokumentarischer und politischer. Oft hat sie heiße Eisen angefasst. Mit "Lästige Zeugen?" (1990) brachte sie mehr Licht in das im Osten totgeschwiegene Kapitel der Verschleppung unschuldiger Frauen in sowjetische Straflager. In "Kinder im Kreidekreis" (1992) bemühte sie sich um eine klärende Sicht auf die umstrittene Adoptionspraxis in der DDR.
Ihre Ehe dauerte nur elf Jahre. In der Liebe habe sie nicht so viel Glück gehabt, meinte Brüning. "Die große Leidenschaft blieb mir versagt." Mit Enthusiasmus ging sie dafür daran, ihre politischen Ideale zu verwirklichen. In der DDR gehörte sie der SED an, im wiedervereinigten Deutschland war sie Mitglied der Linken. "Wir wollten eine bessere DDR", sagte Brüning im Rückblick. Von der politischen Situation in Deutschland nach der Wende war sie enttäuscht. "Heute denkt jeder nur an sich selbst", kritisierte Brüning. Sie gehörte zu denen, die sich "nicht angekommen" fühlen. 1999 veröffentlichte sie unter dem Titel "Jeder lebt für sich allein" eine Reihe von Nachwendeerzählungen.
Titel von Elfriede Brüning in der Hörbücherei:
Titel von Elfriede Brüning in der Punktschriftbibliothek:

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LOUIS

Betreuer dieser Rubrik ist Herr Ulrich Jander (Tel.: 0341 7113-145, Fax: 0341 7113-125, E-Mail: Ulrich.Jander@dzb.de).
Detaillierte Ausführungen zu den Themen können direkt bei ihm abgerufen werden. Selbstverständlich erhalten Sie auch Antwort auf Fragen, die uns in Blindenschrift, auf Kassette oder in Schwarzschrift erreichen. Mehr zu LOUIS gibt es im Internet unter www.dzb.de/louis.

Zu den verschiedenen Smartphones - wo finde ich Anleitung und Hilfe?

Ulrich Jander
Die Zahl an unterschiedlichsten Smartphones und Tablets ist bei den Händlern groß. Die Hersteller der Geräte sind zahlreich. Und somit ist vor einer Neuanschaffung die wichtigste Frage zu klären: Welches konkrete Gerät ist für mich als blinder Nutzer das Geeignete, welches kann ich eventuell am besten bedienen?
Die Beantwortung dieser Fragen ist sicherlich auch subjektiv unterschiedlich. Auch ist entscheidend, welche Anforderungen und Voraussetzungen das künftige Gerät mitbringen muss. Zum Beispiel ist es bisher für einen blinden Nutzer oft wichtig, dass das künftige Smartphone auf der Display-Oberfläche eine Home-Taste besitzt, die es erlaubt, ein paar wichtige Grundfunktionen zügig und zielsicher zu erreichen. Aber sehr wichtig ist auch, welche Möglichkeiten der Anleitung und Hilfe es zum neuen Gerät gibt. Denn dadurch ist viel Wissenszuwachs im Umgang mit dem neuen Smartphone möglich.
Ich möchte und kann hier nicht die Vorzüge und Nachteile der verschiedenen Smartphones aufzeigen; auch das ist eine subjektive Auffassung und hat viel damit zu tun, was ich als Nutzer von meinem neuen Gerät erwarte. Jedoch möchte ich hier versuchen darzustellen, wie es zu den verschiedenen Smartphone-Lösungen mit den Anleitungs- und Hilfemöglichkeiten aussieht.Für blinde Interessierte können drei Gruppen von Smartphones bzw. Tablets ausgemacht werden, die sich in drei Betriebssysteme einteilen lassen. Zu jedem Betriebssystem gehören mehrere Geräte, in der einen Gruppe eine Vielzahl (das betrifft Android), da dort viele Hersteller die unterschiedlichsten Geräte mit diesem Betriebssystem herausbringen können.
Eine der drei Gruppen ist Windowsphone von Microsoft. Zuerst gab es dort keine Sprachausgabe; im Frühjahr diesen Jahres konnte ich jedoch während eines kurzen Tests feststellen, dass unter Windowsphone 8.1 auch eine Sprachausgabe vorhanden ist, die damals noch etwas künstlich und altertümlich klang. Das kann sich inzwischen gebessert haben. Bisher ist Windowsphone als System in Deutschland nicht so stark verbreitet, unter blinden Nutzern meines Wissens so gut wie gar nicht. Ich habe bei Google nach Windowsphone gesucht und viele Treffer erhalten, darunter auch Links bezüglich Anleitung und Hilfe. Wie gut bedienbar und inhaltsreich diese Internetseiten sind, habe ich nicht getestet; die Eingangs- und Suchseiten bei Windowsphone Deutschland waren in der Bedienung mit JAWS Version 13 unter Windows 7, 64 Bit, kein Problem. Eine Sprachausgabe ist offensichtlich im Betriebssystem Windowsphone 8.1 unter Einstellungen und dort bei "erleichterte Bedienung" zu finden und ist damit Bestandteil des Betriebssystems.
Zur zweiten Gruppe der Betriebssysteme gehören die Smartphones und Tablets der Firma Apple aus den USA mit den Geräten iPhone, iPad und iPod touch z. B. Sie funktionieren alle mit dem Betriebssystem IOS, welches die Sprachausgabe VoiceOver integriert hat. Apple war mit einer in das Betriebssystem integrierten Sprachausgabesoftware Vorreiter, was dazu führte, dass dieses Sprachausgabewerkzeug weiter entwickelt war als lange Zeit z. B. TalkBack des Konkurrenzsystems Android. Daher interessierten und interessieren sich nach wie vor die blinden Smartphone-Nutzer für Apple und die Sprachausgabe VoiceOver. Die Software ist auf jeden Fall sehr gut ausgereift, und Anleitungen sowie Hilfe findet man in vielfältiger Weise, natürlich auch im Internet. Zu nennen ist zuerst das sehr gut bedienbare Portal für VoiceOver unter www.vo-portal.de. Sowohl Neueinsteiger bei VoiceOver als auch versierte Anwender finden hier viele Informationen, auch Neuigkeiten. Ein zweiter Internetauftritt ist http://apfel-fleger.de, das Portal von Jürgen Fleger. Neben Informationen geht es dort um Schulungsmöglichkeiten in der Anwendung von Apple-Geräten durch blinde Nutzer. Zum Beispiel bietet Herr Fleger ganz aktuell ein Seminar zum Einsatz des Programms iTunes für fortgeschrittene Anwender an. Unbedingt aufmerksam machen möchte ich auf die Schulungsmöglichkeit, insbesondere bezogen auf den Einsatz des iPhone durch blinde Menschen, die als DAISY-CD-Ausgabe angeboten wird. Mittlerweile handelt es sich um eine CD-Sammlung, bestehend aus dem Grundkurs, beginnend mit dem Auspacken des Gerätes, und aus weiteren Aufbaukursen zu verschiedenen Themen auf jeweils einer CD. Der Grundkurs ist für Neulinge am iPhone absolut geeignet. Die CDs können käuflich erworben werden bei der
Technischen Informations- und Beratungsstelle für Blinde und Sehbehinderte e.V. (TIBSEV)
Steinheimer Straße 1, 63450 Hanau,
Tel.: 06181 956663,
E-Mail: info@tibsev.de.
Außerdem gibt es noch das Internetportal tuksub, Technik und Kommunikation für Sehbehinderte und Blinde, welches vielfältige Informationen zu Smartphones anbietet, z. B. auch Podcasts. Dort kann man sich auch in einer E-Mail-Liste anmelden, um Erfahrungsaustausch zu betreiben. Man kann sich direkt mit einer E-Mail in dieser Mailingliste anmelden, und zwar mit der Mailadresse:
tuksub-subscribe@as-2.de,
der Betreff und der Textbereich können leer bleiben.
Die dritte Gruppe der Betriebssysteme im Bereich Smartphone und Tablet umfasst die vielen Geräte der verschiedensten Hersteller mit dem System Android und der Sprachausgabe TalkBack. Bei der zweiten Gruppe, System IOS und Sprachausgabe VoiceOver, handelt es sich immer um einen Hersteller, die Firma Apple. Das ist beim Betriebssystem Android anders. Die Firma Google hat das System Android entwickelt und herausgebracht. Sie entwickelte selbst auch verschiedene Geräte, aber auch viele andere Firmen konnten das Betriebssystem Android nutzen und darauf basierend ihre Geräte entwickeln und anbieten. So gibt es nicht eine Firma, sondern viele verschiedene Firmen, die Smartphones und Tablets mit dem System Android herausgebracht haben. Das Sprachprogramm TalkBack ist erst mit Android ab Version 4 vorhanden. Man sollte demnach aufpassen, dass man sich beim Erwerb des Smartphones nicht für ein älteres Modell mit z. B. Android Version 2.3 entscheidet. Das wäre dann ohne TalkBack. Im Gegensatz zu VoiceOver von Apple, in welchem neben der sprachlichen Unterstützung auch der Zugang für verschiedene Braillezeilen per Bluetooth enthalten ist, gibt es bei TalkBack nur die Sprachausgabe; jedoch kann man auf seinem Smartphone im Playstore von Google die Applikation (App) BrailleBack kostenlos herunterladen und installieren. Dann funktionieren verschiedene Braillezeilen mit Bluetooth ebenfalls auch unter Android. Inzwischen hat sich TalkBack und BrailleBack weiterentwickelt, so dass es durchaus auch für blinde Interessierte eine Konkurrenz zu VoiceOver darstellt. Anleitung und Hilfe gibt es im Android-Bereich für blinde Nutzer auch, aber nicht so umfangreich wie bei VoiceOver. Eine CD-Sammlung gibt es gegenwärtig nicht. Aber auf einen Internetauftritt kann ich hinweisen, der zumindest für den Einstieg wichtige Informationen enthält. Man erreicht ihn unter der Adresse http://android.u-obrock.de. Auch diese Seite ist mit einem Screenreader gut bedienbar. Neben verschiedenen Links wird dort auf eine Mailingliste verwiesen, die dem Erfahrungsaustausch, insbesondere bezüglich Android mit Hilfe von TalkBack, dient. Für die Anmeldung bei der Mailingliste schicken Sie eine Mail an die Adresse android_accessibility+subscribe@tsy.at. Betreff und Textbereich können leer bleiben.
Desweiteren gibt es ein Android Tutorial, ein Lern- und Arbeitsmaterial im Internet, welches vom BFW Würzburg für eine Kursgebühr in Höhe von 29 Euro angeboten wird. Es gibt dort verschiedene Lerninhalte zu unterschiedlichen Themen. Das Ganze nennt sich BFW online - die eLearning-Plattform des BFW Würzburg, erreichbar unter:
Tel.: 0931 9001-850,
E-Mail: monika.weigand@bfw-wuerzburg.de
oder
ernst.hessdoerfer@bfw-wuerzburg.de,
Internet: www.bfwonline.de.
Ruft man diese Internetseite auf, so kann man dort in erster Linie den Link "anmelden" betätigen. Auf der neuen Seite besteht die Möglichkeit, sich mit "gast" als Benutzername und Passwort anzumelden, um das Lernangebot kennenzulernen. Will man sich richtig als Nutzer anmelden, dann müssen Sie Kontakt mit dem BFW, wie oben aufgeführt, aufnehmen. Nach Bezahlung der Kursgebühr erhalten Sie per E-Mail Benutzername und Passwort.
Zum Schluss meines Beitrages möchte ich noch darauf hinweisen, dass es außer den genannten drei Gruppen auch das amerikanische System BlackBerry gibt, welches in Deutschland in erster Linie in der Geschäftswelt verbreitet ist und meines Wissens bisher bei blinden Nutzern nicht auftritt. Bei diesem System spielt die Tastatur noch eine Rolle, zumindest bei bisherigen Modellen. Auf der BlackBerry-Seite im Internet findet man u.a. auch Informationen über einen BlackBerry Screenreader. Welche Hilfsmöglichkeiten man damit hat, kann ich so genau nicht sagen. Eigene Erfahrungen konnte ich bisher nicht sammeln. Die Informationen auf der Internetseite verraten m.E. nicht alles. Man müsste das System einmal ausprobieren. Vielleicht ergibt sich einmal eine solche Möglichkeit.

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Info-Service

DZB-Leseaktion: Mit drei Büchern bist du dabei!

Gabi Schulze
Die Ferien sind vorbei, die Schule hat wieder begonnen. Die richtige Zeit, um Kindern spannende Lektüre in die Hand zu geben und ihr Interesse an Büchern zu wecken. "Mit drei Büchern bist du dabei" - so lautet das Motto der diesjährigen Leseaktion in der DZB. Ab September können junge Leserinnen und Leser im Alter von 8 bis 18 Jahren Bücher aus unserer Bibliothek ausleihen und dabei Preise gewinnen. Wer bis Februar 2015 mindestens drei Bücher liest, nimmt an einer großen Verlosung teil. Zu gewinnen sind ein 50-Euro-, 30-Euro- und 20-Euro-DZB-Gutschein. Auch wer nicht gewinnt, erhält einen Preis.
Die Kids und Teenager können lesen, was ihnen gefällt. Einzige Voraussetzung: Sie müssen in unserer Bibliothek angemeldet sein. Interessante Buchempfehlungen für jedes Lesealter finden alle jungen Leserinnen und Leser ab September im Internet unter www.dzb.de. Egal ob Tipps zu Fantasy- und Abenteuerbüchern, Liebes- und Freundschaftsgeschichten - für jeden Geschmack ist etwas dabei. Dort stehen auch die Mitmach-Bedingungen, die ganz einfach sind: Anmelden, Lesen und Gewinnen! Kinder, die gern schreiben, können ihr Lieblingsbuch auch gern vorstellen.
Hör- und Punktschriftbibliothek der DZB halten etwa 2800 Kinder- und Jugendbücher in Brailleschrift und etwa 1600 Hörbuchtitel zur Auswahl bereit. Jedes Jahr kommen etwa 270 neue Titel in Brailleschrift und im DAISY-Format hinzu. Dazu gehören beispielsweise auch die empfohlenen Kinderbücher des Leipziger Lesekompass, die Lesespaß und Lesefertigkeit besonders fördern. Mit dieser Aktion möchte die DZB auf ihr vielfältiges Literaturangebot für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche aufmerksam machen und diesen einen einfachen Zugang zu spannenden Büchern ermöglichen.
Schauen Sie unter www.dzb.de auf unsere Leseaktion und empfehlen Sie diese weiter. Wir freuen uns über jedes Kind, das zu einem Braille- bzw. Hörbuch greift!

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Aktionsbündnis "Sehen im Alter" gegründet

Pressemitteilung
Bonn/Berlin - Auf der im Juni stattgefundenen Fachtagung "Sehen im Alter" in Bonn haben der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) eine "Bonner Erklärung" verabschiedet und ein Aktionsbündnis gegründet, das zum gemeinsamen Handeln aller beteiligten Fachgebiete einlädt - von der Augenoptik über Pflege, Industrie, Medizin, Selbsthilfe und Rehabilitation bis hin zu Politik und Kostenträgern.
Das Aktionsbündnis "Sehen im Alter" soll durch die Bündelung sämtlicher Kräfte vermeidbaren Sehverlust im Alter verhindern und optimale Unterstützung bei Sehbeeinträchtigung sichern.
Die "Bonner Erklärung" und ausführliche Hintergrund-Informationen finden Sie auf der Internetseite
www.sehenimalter.org

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Vorstellungen mit Audiodeskription

Seit der Spielzeit 2013/2014 bietet das Schauspiel Leipzig monatlich eine Vorstellung mit Audiodeskription an.
Hier die Termine für die Spielzeit 2014/2015:
2014
2015
Kartenbestellungen und weitere Informationen unter:
Tel.: 0341 1268168

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Blinden- und Sehbehindertenarbeitsplätze

In der Deutschen Nationalbibliothek gibt es in Leipzig und in Frankfurt einen Blinden- und einen Sehbehindertenarbeitsplatz.
Diese Plätze ermöglichen Sehbehinderten und Blinden die Recherche im Katalog, die Nutzung der Bestände sowie die Nutzung des Internets.Die Ausstattung der PC-Arbeitsplätze setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
Arbeitsplätze in Leipzig
Nach einer Einweisung und nach Anmeldung ist die Nutzung der Plätze in diesen Zeiten möglich:
Montag bis Freitag 9 - 18 Uhr
Samstag 10 - 18 Uhr
Kontakt Information Leipzig
Tel.: 0341 2271-453
E-Mail: info-l@dnb.de
Kontakt Information Frankfurt/M.
Tel.: 069 1525-2515
E-Mail: blindenarbeitsplaetze-f@dnb.de

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BBSB-Inform

Wer informiert ist, hat die Nase vorn. Das gilt auch bei Seh-Not. Mit den richtigen Infos lebt es sich leichter. Nichts einfacher als das. BBSB-Inform bringt bis zu fünfmal in der Woche via Internet und Telefon Informationen und Tipps für das Leben mit Sehverlust, nicht nur für Bayern. Probieren Sie es aus. Wenn sie online sind, genügt eine Mail an
bbsb-inform-subscribe@lists.bbsb.org
und Sie erhalten kostenlos den Newsletter.
Unangemeldet haben Sie jederzeit telefonisch Zugriff auf die aktuellen und bereits gesendeten Informationen. Wählen Sie 0871 und dann 7000-14000. Es gilt das für Ihren Anschluss vereinbarte Verbindungsentgelt in das deutsche Festnetz. Judith Faltl und Gustav Doubrava sorgen dafür, dass Sie gut informiert sind.

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Der 14. cSc

Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Handicap sind mit Handbike, Adaptivbike, Rolli, Tandem, Inlinern, Tretroller, Liegerad, Einrad, Dreirad beim 14. cSc (capp Sport cup) in vier Rennen auf der Strecke, und die schnellen Speedskater und Renntandems als besondere Hingucker. "Auch die Kleinsten ab 3-4 Jahre sind schon dabei, auf ihrem Kinderrad, Laufrad oder Roller", betont Stifter und Organisator Bernhard Weik. "Egal, ob blind, gehörlos, körperbehindert, geistig behindert oder gesund, alle bilden eine große Gemeinschaft und haben Freude an der Bewegung und am Wettbewerb", so Weik. Seit 2001 gibt es den cSc (capp Sport cup), und jedes Jahr heißt es wieder: "Gemeinsam rollt's." Die etwa 500-600 Teilnehmer sind in allen Altersgruppen vertreten, vom Kindergartenalter bis nahe um die 80 Jahre, und freuen sich auf die drei "Gs": Gemeinsamkeit - Geschwindigkeit - Geselligkeit!
Kontakt:
www.gemeinsam-csc.de
E-Mail: b.weik@gemeinsam-csc.de

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BAGSO InternetWoche

Anlässlich des Internationalen Internettages startet die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) am 29. Oktober 2014 die 3. BAGSO-InternetWoche. Das diesjährige Motto lautet "Mit Internet das Alter gestalten". Die Kampagne soll älteren Menschen, die noch nicht im Internet sind, die Chancen und Möglichkeiten des Internets aufzeigen. Zudem sollen die Bedürfnisse und Erwartungen älterer Internetnutzer stärker bekannt gemacht und Internetzugänge, Kursangebote und Begleitung auch in Vereinen, Begegnungsstätten und Mehrgenerationenhäusern vorgestellt werden und zur Nachahmung anregen.

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Impressum

Herausgeber, Herstellung, Vertrieb
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)
Staatsbetrieb des Freistaates Sachsen
Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig
Tel.: 0341 7113-0
Fax: 0341 7113-125
E-Mail: info@dzb.de
www.dzb.de
Redaktion
Karsten Sachse
Tel.: 0341 7113-135
E-Mail: verlag@dzb.de
Abonnements, Anzeigen
Sylvia Thormann
Tel.: 0341 7113-120
E-Mail: abo@dzb.de
»DZB-Nachrichten« erscheint zweimonatlich im Jahresabonnement wahlweise als CD DAISY, in Blindenkurzschrift und in Schwarzschrift.
Jahresbezugspreis: 9,00 Euro.
Kostenlose Beilage: »Leipziger Bücherliste«.
Online unter www.dzb.de/zeitschriften
Das Abonnement gilt bis zum Ende des Kalenderjahres und verlängert sich automatisch um ein Jahr, wenn es nicht spätestens bis zum 30. September gekündigt wird. Bei Bestellung im laufenden Kalenderjahr erfolgt die Preisberechnung anteilig.
Es gelten unsere AGB. Die vollständigen AGB finden Sie im Internet unter www.dzb.de/agb, auf Wunsch senden wir Ihnen diese gern zu.
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