in puncto DZB - 04 / 2015

04 2015

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

als wir Ende Oktober/Anfang November an dieser Ausgabe „bastelten“, leuchtete der Herbst noch und die recht milden Temperaturen erinnerten eher an einen Spätsommer als an den Winter. Nichtsdestotrotz, wenn Sie diese Ausgabe lesen, beginnt die Adventszeit. Deshalb schicken wir Sie nun mit „in puncto DZB“ in die geheimnisvollste Zeit des Jahres. Unser Kundenmagazin ist prall gefüllt – ähnlich wie der Adventskalender – allerdings hier mit Geschichten, Porträts und Buchempfehlungen.
Wir erzählen über eine junge Verlagsherstellerin, die in der DZB Kinder- und Jugendbücher für die Herstellung in Großdruck vorbereitet, und einen hochgradig sehbehinderten Sportlehrer, der sich in der DZB gern Hörbücher ausleiht. Wir empfehlen zwei Bücher, die ihre Buchpaten noch suchen und fragen nach, was es mit der Kampagne unseres Fördervereins auf sich hat. Schließlich schwärmen wir für ein ganz besonderes Backbuch und baten eine Kollegin aus der SBS um das Rezept eines typisch schweizerischen Weihnachtsgebäcks, mit dem wir Ihnen die Adventszeit versüßen möchten. Und allen, die noch ein Weihnachtsgeschenk suchen, denen liefern wir einige Ideen aus unserem Hause. Wir hoffen, Sie haben genügend Zeit und viel Freude beim Lesen bzw. Hören dieser Ausgabe und freuen uns über Anregungen, Lob und Kritik.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit. Kommen Sie gut ins neue Jahr!

Ihre Redaktion

Im Fokus

Was Tiresias und Napoleon mit Großdruckbüchern zu tun haben

Von 1971 an brachte die DZB etwa 20 Jahre lang Großdruckbücher heraus. Damals wurden die Originalausgaben fotomechanisch vergrößert. Mithilfe einer in der DZB entwickelten Software beginnt das Haus nun wieder, Kinder- und Jugendbücher in Großdruck herzustellen. Die Verlagsherstellerin Nicole Richter erstellt die digitalen Vorlagen mit lesefreundlichem Layout für sehbehinderte Leser. Ein Beitrag von Gabi Schulze

An einem Vormittag im Oktober treffe ich mich mit Nicole Richter, einer jungen Frau, die hier im Haus als Verlagsherstellerin tätig ist. Sie arbeitet in der Abteilung Blindenschrift und sitzt mit ihrem Kollegen und E-Book-Experten Martin Schulze in einem der vielen Zimmer in der dritten Etage des Hauses 9. Draußen ist es kalt und grau, eigentlich wie an einem trüben Novembertag, wenn da nicht die bunte Blätterpracht vorm Haus ins Zimmer leuchten würde. Zwei große Magnettafeln hängen an den Wänden, die mit HTML-Sprache und anderen „Hieroglyphen“ beschrieben sind. Daneben fällt mir ein buntes Plakat auf. „Im Garten der Bücher“ heißt es und der Untertitel lautet „Buch und Buchhandel in Zahlen“. Blumen, Bäume, Gemüse ─ was für Metaphern, denke ich, eine originelle Statistik über den Buchmarkt. Um Bücher geht es auch bei meinem Treffen, genauer gesagt um Großdruckbücher.

Nicole Richter (35) obliegt die Aufgabe, eine digitale Layoutvorlage für den Druck von Büchern in Großschrift zu erstellen. Seit 2007 arbeitet die junge Frau, die an der HTWK Leipzig Verlagsherstellung studiert hat, in der DZB. Als ich sie frage, ob Verlagsherstellung schon immer ihr Studienwunsch war, antwortet sie: „Zunächst erlernte ich den Beruf einer Bauzeichnerin, weil ich Architektur studieren wollte. Doch schon während der Ausbildung merkte ich, dass das nicht das Richtige für mich war. Mit dem Studium der Verlagsherstellung lag ich dann genau richtig.“ Sie schmunzelt und erzählt weiter: „Meine Diplomarbeit schrieb ich zum Thema ‚Erstellung von Digital Talking Books‘ für die DZB. Da war mein Interesse geweckt.“

Lesekompass-Bücher auch in Großdruck

Seitdem beschäftigt sich Nicole Richter in der DZB mit der Herstellung von Büchern für blinde und sehbehinderte Menschen und bereitet auch Dokumente verschiedener Formate barrierefrei auf. Dass Nicole Richter nun auch Datenvorlagen für den Großdruck erstellt, liegt vor allem daran, dass die DZB ihren Kunden Kinderbücher in Großdruck anbieten möchte. Seit vielen Jahren produziert sie zum Welttag des Buches „Ich schenk dir eine Geschichte“ in Brailleschrift, seit kurzem auch in Großdruck. Weil der Förderverein der DZB die Herstellung finanziert, kann das Buch an alle interessierten Blinden- und Sehbehindertenschulen in Deutschland verschenkt werden. Damit ermöglicht die DZB auch blinden und sehbehinderten Kindern, an der Aktion der Stiftung Lesen teilzunehmen.

Nicole Richter hat einige Kinder- und Jugendbücher mit witzigen Covern auf ihrem Tisch liegen, die einladen darin zu blättern. Auch die Titel versprechen lustige und spannende Abenteuer: „Napoleon & T-Kex“ oder „Operation 5 minus“. Beide Bücher wurden auf der Leipziger Buchmesse mit dem Lesekompass prämiert. Dieser ist eine Orientierungshilfe für Eltern, Lehrer und Schüler im Dschungel der Kinderbücher und empfiehlt jedes Jahr Bücher, die sogar Lesemuffel zum Lesen begeistern. Eine Auswahl dieser Lesekompass-Bücher produziert die DZB in Voll- und Kurzschrift, ab diesem Jahr nun auch vier Titel in Großdruck.

Vom neutralen Text ohne Struktur zum gestalteten Großdruckbuch

„Im Gegensatz zur fotomechanischen Vergrößerung von früher, werden Großdruckbücher von heute nach einem spezifischen für sehbehinderte Menschen lesefreundlichen Layout gedruckt“, erklärt mir Nicole Richter. Es gibt jedoch keine einheitliche Schriftgröße, die Großdruck definiert. Manche Verlage sprechen schon bei einer 12-Punkt-Schriftgröße von vergrößerter Schrift, andere erst ab 15 Punkt. Die DZB hat für ihr Haus einige wenige Standards festgelegt, die aber denen anderer Blindenbüchereien ähneln: Ihre Großdruckbücher erscheinen in der Schriftgröße 20 Punkt, sind linksbündig und haben die Tiresias als Schriftart. Tiresias? Das ist ein blinder Prophet in der griechischen Mythologie, erfahre ich. Diese nach ihm benannte serifenlose Schrift wurde extra für Sehbehinderte und Legastheniker in Großbritannien entwickelt.

Nicole Richter zeigt mir auf dem Bildschirm ihres Rechners einen Text, der in mehrere Abschnitte geteilt ist. „In den letzten Jahren wurde in der DZB eine Software entwickelt, mit deren Werkzeugen wir jetzt relativ einfach auch Großdruckbücher herstellen können“, sagt sie und zeigt auf die einzelnen Abschnitte. Diese Software strukturiert den Text und sein Layout automatisch. Jedes Kapitel, jede Überschrift, jeder Absatz und jede Tabelle werden als solche ausgezeichnet. Es entsteht ein Layout neutraler Text, auf dessen Basis je nach Wunsch verschiedene Medienformate, wie beispielsweise Braille- oder Großdruck, aber auch DAISY für Hörbuchformate, ausgegeben werden können. „Diesem neutralen Text ordnen wir nun ein für unser konkretes Großdruckbuch festgelegtes Layout zu“, erklärt mir Nicole Richter. „Wir definieren also, wie eine Überschrift, eine Fußnote, ein Absatz, ein Gedicht auszusehen hat, in welchem Papierformat, welchem Satzspiegel, welcher Schriftgröße und Schriftart, mit welchen Abständen der Text gedruckt werden soll.“

Ihre Hände fliegen über die Tastatur und bestimmen wie viel Rand links und rechts bleiben, wie groß der Zeilenabstand ist und auf welcher Seite die Kapitel anfangen. Nicole Richter macht die Arbeit Spaß, vielleicht auch weil sie ─ im weitesten Sinn ─ Parallelen zu ihrem Hobby, dem Tanzen, erkennen kann. Jeder Tanz besteht aus definierten Schrittfolgen und Tanzfiguren, so wie jedes Buch entsprechend seiner Editionsform ein genau festgelegtes Layout haben muss. Die frühere Turniertänzerin, die heute in ihrer Freizeit mehrere Tanzgruppen leitet, zeigt mir ein Großdruckbuch und nennt weitere wichtige Standards der Bücher: das handliche Format, Ringbindung, kaum Silbentrennung, Angabe der Originalseitenzahlen, Illustrationen, wenn möglich.

Gemeinsamer Lesestoff für die Schulen

Im Gespräch merke ich, wie wichtig Nicole Richter ist, dass die hier in Großdruck übertragenen Kinder- und Jugendbücher auch zu ihren jungen Leserinnen und Lesern finden. Die DZB sucht nach Wegen, sich auf dem Gebiet des Großdrucks breiter aufzustellen, und möchte ein Verkaufsangebot an Kinderbüchern präsentieren, erfahre ich vom Direktor der DZB Prof. Dr. Thomas Kahlisch. Die Meinungen, inwieweit Großdruckbücher im Zeitalter von E-Books, elektronischen Vergrößerungsgeräten und Hörbüchern noch Zukunft haben, laufen jedoch weit auseinander. Auch existieren diesbezüglich sehr wenige Untersuchungen zum Leseverhalten und Statistiken zum Großdruck. Das macht es für die DZB nicht einfacher. „Die Blinden- und Sehbehindertenschulen haben Interesse am Großdruck gezeigt“, berichtet Prof. Dr. Thomas Kahlisch. „Im nächsten Jahr bringt die DZB deshalb eine Auswahl der Lesekompass-Bücher in Brailleschrift, im DAISY-Format und in Großdruck heraus. Einige schon in Brailleschrift produzierte Bücher der Lesekompass-Reihe werden zusätzlich in Großdruck hergestellt und sollen zum Buchhandelspreis verkauft werden. Neu wird auch sein, dass Kinder und Jugendliche der DZB mitteilen können, welche Bücher Sie gern in Großdruck lesen möchten.“ Ein Angebot, das sich vor allem an die Schulen richtet.

Am Ende meines Besuches frage ich Nicole Richter, welches der Kinderbücher in Großdruck sie ihrer Tochter gern vorlesen würde. „Die abenteuerliche Geschichte um ein Dinosaurier-Junges, das Napoleon und seine Freunde vor skrupellosen Trophäenjägern verstecken“, antwortet sie nach kurzem Überlegen und lächelt. „Das Buch ‚Napoleon & T-Kex‘ ist spannend geschrieben. Meine Tochter ist aber noch zu jung dafür. 10 Jahre alt sollten die Kinder schon sein.“

Buchpatenschaften

Bronze, Silber und Gold – Werden Sie Buchpate!

Der Förderverein „Freunde der DZB“ hilft der DZB in ihrer täglichen Arbeit auf vielfältige Art und Weise. Welche Aktion die Freunde der DZB in den letzten Monaten auf die Beine gestellt haben und welche namhaften Persönlichkeiten sie dabei unterstützten, das erzählt Ludwig Henne, Fundraiser des Fördervereins, im Interview.

Am 14. Oktober startete eine Kampagne des Vereins „Freunde der DZB“ zum Thema Buchpatenschaften. Was genau beinhaltet die Kampagne?

In der Kampagne „Ich kann’s nicht lesen!“ wirbt der Förderverein um Buchpatenschaften, dessen Konzept ganz neu aufgestellt wurde. Zur Kampagne gehört ein Online-Clip und zwei neu gestaltete Internetseiten, die der Buchpatenschaften www.buch-patenschaft.de und die des Fördervereins www.freunde-der-dzb.de. Ganz besonders freuen wir uns, dass Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen und mehrfache Paralympic-Siegerin, die Schirmherrschaft über unsere Kampagne übernommen hat. Warum sie uns unterstützt, erzählt sie via http://bit.ly/1OXDG5B.

Was will der Förderverein mit der Kampagne erreichen?

Mit unserer Kampagne machen wir darauf aufmerksam, dass 98 Prozent der Literatur für blinde und sehbehinderte Menschen nicht zugänglich sind und die Produktion solcher Bücher sehr teuer ist. Mithilfe neuer Buchpatenschaften können in der DZB Braille- und Hörbücher hergestellt werden. Dafür möchten wir eine breite Öffentlichkeit sensibilisieren, ein literatur- und kulturaffines Publikum erreichen, das uns bisher nicht kannte. Zugang zu Information ist ein Recht aller und sollte nicht nur in der UN-Behindertenkonvention verankert sein, sondern wirklich gelebt werden.

Hauptbestandteil der Kampagne ist ein Film mit Humor und einer klaren Aussage. Worum geht es in dem Film?

Ziel ist es, auf witzige Art und Weise unsere Botschaft zu verbreiten: „Werden auch Sie Buchpate und helfen Sie mit, dass Literatur für blinde und sehbehinderte Menschen barrierefrei wird!“ Wir fanden sehr schnell namhafte Persönlichkeiten aus der Literaturszene, die sich für das Thema engagieren wollten. Der Film zeigt, wie Prominente versuchen, sich einem Text in Brailleschrift zu nähern, ihn aber nicht lesen können. Damit sensibilisieren wir sehende Menschen für die Probleme blinder Menschen, die ohne die Brailleschrift nicht lesen können. Am Ende erfahren die Akteure und der Zuschauer, welchen berühmten Text sie in den Händen halten.

Welche Prominente sind im Film zu sehen?

Mit dabei waren: Nora Gomringer, Lyrikerin und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin 2015. Sie hat sich auf sehr geistreiche und haptische Art dem Brailletext genähert und darüber nachgedacht, wie es für sie wäre, wenn sie nicht sehen könnte.
Michael Fernau, Direktor der Nationalbibliothek Leipzig und Dr. Stephanie Jacobs, Direktorin des Buch- und Schriftmuseums, sind eher analytisch ans Entziffern des Textes herangegangen. Julius Fischer, Autor und Musiker, und der Musiker Christian Meyer haben extra ein witziges Lied für den Dreh geschrieben, das sie dann auch mit viel Humor vortragen. Übrigens haben Julius Fischer und seine Freundin auch gleich eine Buchpatenschaft übernommen. Mit dabei waren außerdem der Moderator der Literatur-Show "turboprop" Christoph Graebel und Claudius Nießen, Geschäftsführer vom Literaturinstitut Leipzig, die einige kluge Ideen zur Brailleschrift äußerten.

Die Dreharbeiten machten uns richtig Spaß. Jeder einzelne hat sich mit dem Thema „Brailleschrift – Ich kann’s nicht lesen!“ auf sehr persönliche Weise auseinandergesetzt, eigene Ideen entfaltet und erfahren, wie es ist, wenn man einen Text nicht lesen kann.

Bei den Buchpatenschaften geht es um Bücher, die in der DZB als Braille- oder Hörbücher produziert werden können, wenn die Finanzierung über Buchpaten feststeht. Wie sieht das Modell des Fördervereins konkret aus?

Es gibt vier Buchpatenschaften, die bronzene, silberne, goldene und eine ihrer Wahl. Schon ab 25 € kann man eine bronzene Patenschaft übernehmen, eine silberne ab 750 € (herausragend) und eine goldene ab 2000 € (exklusiv). Bei letzterer gibt es nur einen Buchpaten. Eine Wahlpatenschaft bedeutet, dass ein vom Spender ausgewähltes Buch, das nicht auf unserer Bücherliste steht, übertragen werden kann.

Wenn jemand eine Buchpatenschaft übernehmen möchte, was muss er tun?

Entweder er spendet direkt über unsere Website www.buch-patenschaft.de bzw. er kontaktiert uns per E-Mail info@freunde-der-dzb.de oder per Telefon 0341 7113-146. Der Förderverein freut sich über viele Buchpatenschaften.

Kann man auch Geld spenden ohne ein konkretes Buch zu nennen?

Ja, klar! Das ist auch möglich, entweder über die Website unter der Kategorie „Einfach spenden“ oder per Überweisung mit dem Vermerk „Buchpatenschaften – allgemein“. Auf www.buch-patenschaft.de findet man auch die Bankverbindung.

Hat der Buchpate auch Vorteile?

Es gibt ein süßes Dankesgeschenk und je nach Patenschaft exklusive Führungen und PR-Aktivitäten für den Paten.

Welche Bücher stehen auf der aktuellen Liste für die Buchpatenschaft?

Zunächst einmal stehen sowohl Unterhaltungsromane als auch Bücher der Weltliteratur, Sachbücher und Kinderbücher auf der Liste, die in Klassiker und aktuelle Bücher eingeteilt wird. Man kann Buchpate für Klassiker wie Alexandre Dumas‘ „Ein Liebesabenteuer“, Harriet Beecher Stowes Roman „Onkel Toms Hütte“ oder Hermann Hesses „Narziss und Goldmund“ werden. Wer lieber aktuelle Neuerscheinungen finanzieren möchte, findet zum Beispiel Thomas Gottschalks Autobiographie „Herbstbond“ oder Michael Dobbs‘ „House of Cards“.

Wie viel kostet durchschnittlich die Produktion eines Braillebuchs?

Ein Buch mit 200 Seiten im Schwarzdruck ergibt ca. eineinhalb bis zwei Mal so viel Brailleschrift. Das sind also zwei Brailleschriftbände. Die Herstellung dieser zwei Bände kostet ca. 1500 €.

Herr Henne, vielen Dank für das Interview und das Engagement des Fördervereins. Wir hoffen, dass sich viele Buchpaten finden!

Informationen über die Arbeit des Fördervereins finden Sie auf www.freunde-der-dzb.de.

Wie wäre es mit …

Harriet Beecher StowesOnkel Toms Hütte?
Erscheint als Braillebuch

Der Roman über den Sklavenhandel in den Südstaaten Amerikas, von Harriet Beecher Stowe geschrieben und 1852 veröffentlicht, wurde zum Weltbestseller. Er erzählt die Geschichte der beiden Sklaven Tom und Eliza. Während Eliza von der Farm des Mr. Shelby flieht, als ihr Sohn an den brutalen Sklavenhändler Mr. Haley verkauft werden soll, entscheidet sich der fromme Tom nicht zu fliehen. Auch er wird von Mr. Shelby, der hochverschuldet ist, verkauft. Tom ergibt sich seinem Schicksal, auch weil er die anderen Farmbewohner nicht gefährden möchte, und muss sich von seiner Familie und seinen Freunden trennen. Der Leser verfolgt abwechselnd das Leben der in die Nordstaaten Geflüchteten und des im Süden Gebliebenen, erfährt von deren Problemen und Leiden. Ihm prägen sich vor allem beeindruckende Szenen ein, wie beispielsweise Elizas Flucht über die brechenden Eisschollen des Ohio, das Lager der Schwarzen vor der Versteigerung, die menschenunwürdigen Quälereien der Sklavenbesitzer. Die Autorin erzählt glaubhaft und mitfühlend vom leidvollen Leben der Sklaven in dieser Zeit und weckt beim Leser damit äußerste Betroffenheit.

Ein spannender historischer Roman über die Sklaverei in den Südstaaten des 19. Jahrhunderts.

Sophie D. Crocketts Nach dem Schnee“?
Erscheint als Hörbuch

Beim Lesen dieses Buches am besten warm anziehen, denn der Leser taucht in eine in Schnee und Eiseskälte versunkene Welt ein. Europa erlebte mehrere Eiszeiten. Die Menschen sind nicht nur den Naturgewalten ausgesetzt, sondern auch den restriktiven Strukturen der Staaten, weil Strom und Öl Mangelware und alternative Energiekonzepte gescheitert sind. Der tägliche Überlebenskampf kostet den Menschen viel Kraft. Der 15-jährige Willo lebt mit seiner Familie im Wald, weil sie keinen Pass besitzen, um sich legal in den Städten aufzuhalten. Als er vom Jagen kommt, ist seine Familie verschwunden und er begibt sich auf eine abenteuerliche Suche nach ihr. Gemeinsam mit Mary, deren Bruder gestorben ist, beginnt für die beiden eine Odyssee durch Eiseskälte. Der Junge ist bei der Suche nach seiner Familie auch einem alten Geheimnis auf der Spur, das mit seinem Vater und einem Buch zusammenhängt. Es erklärt auch, warum die Familie im Wald leben musste.

Ein packend geschriebenes Jugendbuch mit dramatischen Szenen und einem ungewöhnlichen Sprachstil!

Beide Bücher warten auf ihre Buchpaten. Haben Sie Interesse oder auch Fragen? Dann melden Sie sich: info@freunde-der-dzb.de

Kurz gemeldet

„Vollzeichen“ - Lesemix für Einsteiger

Lesen öffnet das Tor zur Welt, vor allem aber muss es Spaß machen! Mit „Vollzeichen“ werden blinde Erwachsene an die Lektüre in Brailleschrift herangeführt. Die Zeitschrift punktet mit einer bunten Themenvielfalt und spannenden Texten, die leicht zu lesen sind. Gedichte, Rätsel, Rezepte und Kurzgeschichten geben dem Leser viele Anreize, sich mit der Brailleschrift vertraut zu machen und sich nebenbei sogar Wissen anzueignen. „Vollzeichen“ bietet aber vor allem Menschen, die gern lesen und nur die Vollschrift und keine Kurzschrift beherrschen, literarischen Genuss. Die Zeitschrift erscheint in Vollschrift weitzeilig bzw. engzeilig und in Kurzschrift jeweils immer zu Beginn der geraden Monate des Jahres. Die sechs Hefte im Jahr kosten 24 Euro.
Wenn Ihr Interesse geweckt ist, dann können Sie das unterhaltsame Journal in der DZB per E-Mail (sylvia.thormann@dzb.de) oder telefonisch (0341-7113-120) bestellen.

P. S.: Die DZB übernimmt ab 1. Januar 2016 die Herausgabe der Zeitschrift „Vollzeichen“ vom Verein Bildung ohne Barrieren (BOB) und wird entgegen der Ankündigung in „in puncto DZB“ 3/2015 keine neue Zeitschrift publizieren.

Schon gehört? DZB sucht Tester für Download-Angebot von DAISY-Büchern

DAISY-Bücher sollen im Internet bald als Download- und Streaming-Angebot verfügbar sein. Daran arbeiten die Norddeutsche Blindenhörbücherei (NBH) und die DZB. Als zusätzliches Angebot werden Bibliotheksnutzern dann Hörbücher für den heimischen Computer und für neuste DAISY-Abspielgeräte online bereitgestellt. Die Entwicklung umfasst weitere Ausbaustufen. Interessenten, die den aktuellen Stand des neuen Hörbuchangebots im Internet unter die Lupe nehmen möchten, melden sich bitte per Telefon unter 0341 7113-0 oder per E-Mail bibliothek@dzb.de.

Top 5 der Braillebücher 2015

Bibliothekar Heiko Kampa präsentiert die Top 5: An der Spitze der am meisten ausgeliehenen Braillebücher steht ein preisgekrönter Roman, in dem es mit Wodka, Knoblauch und einem Ex-Knacki durch die Weiten Sibiriens geht, ihm folgen ein Buch über das Leben eines unkastrierten Katers, das erotische Tagebuch einer Frau mittleren Alters, ein Buch, in dem eine blinde Sängerin Einblick in ihr Leben gibt und ein Reliefkinderbuch aus der DZB.

  • Rosa Liksom „Abteil Nr. 6“
  • Renate Preuß „Ein schwarzweißer Kater aus dem Sächsischen“
  • Fabio Volo „Lust auf dich“
  • Joana Zimmer „Blind Date – die Welt mit meinen Augen sehen“
  • Gabi Schulze „Auf dem Hof des Bauern Klein“

Top 5 der Hörbücher 2015

Bibliothekarin Jana Waldt liefert uns die Top 5 in der Hörbuchausleihe: Auf Platz 1 der am meisten ausgeliehenen Hörbücher steht das Buch eines bekannten Unterhaltungskünstlers, der Roman seiner Kindheit, Platz 2 nimmt der dritte Band einer Jahrhunderttrilogie, eine große Familiensaga, ein, dieser folgen auf Platz 3 und 5 eine Auswanderersaga im 19. Jahrhundert. Auf Platz 4 steht ebenfalls ein historischer Roman, allerdings über die Völkerschlacht 1813.

  • Hape Kerkeling "Der Junge muss an die frische Luft"
  • Ken Follett "Kinder der Freiheit"
  • Iny Lorentz "Das goldene Ufer"
  • Sabine Ebert "1813 - Kriegsfeuer"
  • Iny Lorentz "Der weiße Stern"

Weihnachtliche Post von den Freunden

Schon traditionell informiert der Förderverein „Freunde der DZB“ im Sommer mit einer CD-Versandaktion viele Nutzer und Partner über die Aktivitäten des Vereins und die Arbeit der DZB. Inhaltlich und gestalterisch wurde die jährliche Info-CD weiterentwickelt. Der Verein, die Redaktion und natürlich die DZB freuen sich über die positive Resonanz. Vielen Dank! Die „Freunde der DZB“ wollen auch in diesem Jahr mit einer zweiten, einer Weihnachts-CD, den vielen Spendern Danke sagen und gleichwohl den fleißigen Lesern der DZB einen weihnachtlichen Gruß senden. Denn mit der regen Nutzung der Angebote der DZB macht die Arbeit nicht nur Sinn, sondern auch Spaß! Wer die kostenfreien CDs bisher nicht per Post erhält, aber Interesse an einer Zusendung hat, kann diese bestellen: per E-Mail an info@freunde-der-dzb.de oder telefonisch unter 0341 7113-141.

Menschen

Ein Goalballtor für den Sportlehrer

Tino Thomas ist Sport- und Deutschlehrer an der Förderschule für Blinde und Sehbehinderte in Leipzig und langjähriger Nutzer der Hörbücherei in der DZB. Gabi Schulze erfuhr von ihm, wie Goalball gespielt wird, was das Schönste an seinem Beruf ist und welche Bücher er am liebsten hört.

Anpfiff in der Sporthalle Leipzig-Grünau

Als ich Punkt 10 Uhr vor der Sporthalle stehe, kommt ein mittelgroßer, sportlicher Mann, Mitte Dreißig, schnellen Schrittes gezielt auf mich zu. Ich bin etwas irritiert, denn eigentlich soll mein Gesprächspartner hochgradig sehbehindert sein. Wir gehen in die Sporthalle, die sich erst auf den zweiten Blick als eine besondere herausstellt. Die Wände sind mit Filz beklebt. Der Fußboden wurde mit blauem Linoleum ausgelegt, auf dem gelbe Linien das Spielfeld kontrastreich markieren. „Im Goalball treten sich zwei Mannschaften mit jeweils drei Spielern auf einem 18 Meter langen und 9 Meter breiten Spielfeld gegenüber. Jede Mannschaft versucht einen 1,25 kg schweren, mit Glöckchen versehenen Ball ins gegnerische Tor zu werfen“, erklärt Tino Thomas die beliebteste Ballsportart blinder und sehbehinderter Menschen und bietet mir, wie unter Sportlern üblich ist, das „Du“ an. „In vierzehn Tagen empfangen wir hier einige Goalball-Mannschaften zum Pokalspiel. Unsere Mannschaft hat gute Chancen den Pokal zu gewinnen“, erzählt Tino stolz und zeigt mir die klingenden Bälle und die geschwärzten Skibrillen, die alle Spieler tragen müssen. So können auch Sehende und Sehbehinderte Goalball spielen. Sie orientieren sich nur über ihr Gehör und die Markierungslinien auf dem Boden.

Begeistert erzählt Tino von seiner Arbeit als Sportlehrer und Trainer: „Ich gebe Sport in den Klassen 5 bis 10. Im Unterricht wird viel Goalball gespielt. Die Goalball-Mannschaft unserer Schule fährt zu den Turnieren in ganz Deutschland und ist immer sehr erfolgreich bei den deutschen Jugendmeisterschaften. Auch beim Bundesfinale ‚Jugend trainiert für Paralympics' machen wir mit. Wenn wir uns qualifizieren, geht’s nach Bayern oder Berlin.“ Tinos Begeisterung für diese rasante Ballsportart ist nicht zu übersehen. Egal ob er als Trainer am Spielfeld steht oder mit seinen „Großen“ selbst Goalball spielt, diesen Enthusiasmus überträgt er auch auf seine Schüler. Ganz nebenbei teilt er mir mit, dass seine Sehschärfe seit seinem 6. Lebensjahr immer mehr schwindet und jetzt nur noch 3 Prozent beträgt. Er spricht von Morbus Stargardt, einer Krankheit, bei der man zentrale Gesichtsfeldausfälle hat und nur an der Peripherie der Netzhaut etwas sehen kann.

1 : 0 für den Beruf des Lehrers

Während wir aus der Sporthalle ins Klassenzimmer in der gegenüberliegenden Schule gehen, erfahre ich, dass Tino in Oschatz geboren ist und seit seinem Studium in Leipzig lebt. Trotz der Sehbehinderung absolvierte er seine Schulausbildung bis zum Abitur integrativ in einer „normalen“ Schule. Dann ging er nach Chemnitz ins Berufsförderzentrum und erlernte den Beruf eines Physiotherapeuten. Da er sehr schwer Arbeit fand, dafür aber sehr schnell einen Studienplatz im Fach Förderschulpädagogik, kam er nach Leipzig.

Fast schon 10 Jahre ist er nun als Lehrer an der Förderschule für Blinde und Sehbehinderte in Leipzig tätig. Zurzeit besuchen etwa 100 vorwiegend sehbehinderte, nur wenige blinde Schüler die Schule. Sie können hier einen Mittel- als auch einen Hauptschul- und Hilfsschulabschluss erreichen. Als wir beide jeder mit einer Tasse Kaffee in Tinos Klassenzimmer gehen, fällt mir auf, dass es in dieser Schule ziemlich still ist, kein Kindergeschrei, kein Türenknallen. „Das ist natürlich nicht immer so“, beruhigt mich Tino. „Die meisten Schüler befinden sich nach den Herbstferien im Praktikum. Auch meine Schüler.“

Tino ist Klassenlehrer und gibt neben Sport auch Unterricht in den Fächern Deutsch und Geschichte. Die fünf Schüler seiner 9. Klasse, erzählt er, sind seh- und lernbehindert. Er schließt das Klassenzimmer auf. Es ist hell und geräumig. „Hier wurde erst vor kurzem der Fußboden gereinigt, deshalb stehen die Tische etwas anders“, erklärt mein Gesprächspartner. Er betätigt die Jalousien, weil die Sonne so grell herein scheint und wir setzen uns an einen der Tische. Viele Schüler kommen aus sozial schwachen Elternhäusern, die ihre Kinder kaum unterstützen. „Ich bin vor allem auch Sozialarbeiter“, sagt der engagierte Lehrer. „Die Schule und der Sport sind für viele das zweite Zuhause. Vor allem das Goalballspiel fördert das Miteinander und verschafft den Kindern und Jugendlichen neben dem sportlichen Ereignis auch schöne gemeinsame Erlebnisse. Viele Schüler sind sehr dankbar und diese Rückmeldung ist für mich das Schönste an meinem Beruf“, teilt er mir mit.

Trainieren mit Smartphone und Tablet

Zum Thema Inklusion, das ich natürlich auch anspreche, meint der Mitdreißiger: „Inklusion hin, Inklusion her ─ die Förderschulen sind für die Bildung blinder und sehbehinderter Kinder noch immer sehr wichtig und dürfen nicht abgeschafft werden. Hier erhalten die Schüler blindenspezifische Fähigkeiten, wie z. B. das Lesen der Brailleschrift. Sie sind oft auch ein Auffangbecken für an ‚normalen‘ Schulen gescheiterter Schüler.“

Sein Handy klingelt und ich habe Zeit, mich im Klassenzimmer umzuschauen. Auf dem Lehrertisch steht ein Bildschirmlesegerät, links neben der Tür entdecke ich einen Fernseher und einen Computer mit Scanner und Drucker. Die Schränke gegenüber der Tafel sind gefüllt mit Unterrichtsmaterialien und Büchern.

Seinen Unterricht gestaltet Tino ─ soweit es geht ─ mit digitalen mobilen Geräten, wie beispielsweise Tablet und Handy. „Ich führe die Schüler in meinem Unterricht an Computer, Smartphone und Co. heran, weil ich überzeugt bin, dass diese Geräte die Bildung und den Allttag von Sehbehinderten sehr erleichtern.“ Selbst nutzt er seit 20 Jahren Vergrößerungsgeräte zum Lesen. Nun helfen ihm verschiedene Apps, sich Wissen digital anzueignen. So liest Tino die Leipziger Volkszeitung auf dem Tablet und muss die Seiten nicht mehr umständlich unter ein Vergrößerungsgerät legen. Für blinde Schüler, so findet er, ist das Erlernen der Brailleschrift sehr wichtig, auch wenn sie am Computer arbeiten und sich viele Sachen vorlesen lassen.

Frank Schätzing und Dan Brown im Finale

Und welche Bücher liest der Deutschlehrer in seiner Freizeit? Tino muss nicht lange überlegen. Das sind vor allem Hörbücher, die er sich in der DZB ausleiht: Klassiker der Weltliteratur aber auch Bestsellerbücher von Dan Brown, Ken Follett und Frank Schätzing. „Ich bin seit ungefähr zehn Jahren Nutzer der DZB. Als letztes habe ich mir ‚Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg‘ ausgeliehen. Den neuen Schätzing ‚Breaking News‘ habe ich noch nicht gehört, der kommt als nächstes dran.“ Für den Deutschunterricht hat er sich auch das eine oder andere Buch aus der DZB geholt, wie beispielsweise „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“, „Die Welle“ oder „Tintenherz“.

In den nächsten Tagen wird Tino Thomas seine Schüler während des Praktikums besuchen. Und am Wochenende steht noch das Goalball-Pokalspiel an. Dafür drücke ich ihm die Daumen und wünsche seiner Mannschaft viel Erfolg.

Weihnachtsspezial

Geschenkideen ─ alles andere als gewöhnlich!

Ist es tatsächlich schon wieder soweit? Zum Weihnachtsfest empfehlen wir Ihnen einige Produkte aus dem Verkaufsangebot der DZB.

Immerwährender Geburtstagskalender
Mein Wunsch zu Weihnachten: Vergiss mich nicht!

Schreib es dir ganz dick ein und vergiss nie wieder einen Geburtstag oder sonst ein jährlich wiederkehrendes Ereignis! Möglich macht das der neue immerwährende Großdruckkalender aus der DZB-Produktion. Monat für Monat zeigt er mit den persönlichen Einträgen die anstehenden Termine übersichtlich an und ist damit eine hilfreiche Gedächtnisstütze. Ist praktisch, sieht gut aus und ist auch ein ideales Weihnachtsgeschenk!

Format: 21 cm x 29,7 cm, Spiralbindung
BN-Verkauf 8437, 9,90 Euro

Mini-Tango ─ Notenbuch
Klavierstücke, die in die Beine und Finger gehen

Sie müssen ja nicht gleich Tango tanzen! Sie können diese unwiderstehlichen Rhythmen auch auf dem Klavier spielen und andere tanzen lassen. Manfred Schmitz hat 34 sehr leichte bis mittelschwere Stücke für Klavier zu zwei und vier Händen komponiert. Zehn Tangos sind für Klavier vierhändig vorgesehen, wobei die beiden Parts stets den gleichen Schwierigkeitsgrad aufweisen. Vom „Tango charlatán“ bis zum „Adios Tango“ weht südamerikanisches Flair durch den Raum. Tango-Rhythmen gehen eben nicht nur in die Beine, sondern auch in die Finger.

Schmitz, Manfred: Mini-Tango:34 kleine und größere Vortragsstücke für Klavier zu zwei und vier Händen
1 Br., Vollschrift, BN-Verkauf 8506, 74,40 €

Ein originelles Kinderbuch
Sabine Städing: Petronella Apfelmus

Petronella ist eine Apfelbaumhexe. Sie wohnt im Garten einer Mühle und wacht mit ihren Freunden, dem Hirschkäfer Lucius und den Apfelmännchen, über das kleine verwilderte Paradies. Doch als an einem stürmischen Herbsttag die Familie Kuchenbrand mit ihren Zwillingen Lea und Luis in die alte Mühle zieht, ist es mit Petronellas ruhigem Leben vorbei. Mit gruseligen Zaubertricks versucht sie, vor allem den Kindern Schrecken einzujagen. Doch diese sind außergewöhnlich unerschrocken und entdecken Petronellas Apfelhäuschen. Petronella findet die Kinder sympathisch und möchte deren Papa helfen, den Kuchenbackwettbewerb der Bäckerinnung zu gewinnen. Doch jemand stiehlt das Kuchenrezept …

Originelle, witzige Geschichte und spannende Handlung, für junge Leser zwischen sechs und acht Jahren!

2 Br., Vollschrift, BN-Verkauf, 8544, 12.99 €
2 Br., Kurzschrift, BN-Verkauf 8543, 12,99 €

Reliefwandkalender 2016
Zwölfmal Weltkulturerbe = Einmal Silber

Schon lange darf sich die DZB Jahr um Jahr über eine Prämierung ihrer Reliefwandkalender beim gregor international calendar award freuen. Der Reliefwandkalender für 2016 wurde mit dem Prädikat „Silber“ in der Kategorie „Städte und Architektur“ bedacht. Dabei geht es im DZB-Kalender eher um Architektur aus vergangenen Zeiten und historische Stätten – so wertvoll und erhaltenswert, dass sie zum Weltkulturerbe zählt. In den Kalendermonaten wird jeweils ein ausgewähltes Weltkulturerbe vorgestellt – mit kontrastreichem Bild und Text in Großdruck sowie mit einem Folienrelief plus Brailletext. Das Thema Weltkulturerbe ist auch aufgrund der jüngsten Zerstörungen von Kulturstätten in Syrien aktuell. Die Umsetzung dieses Themas für blinde und sehbehinderte Kalenderfreunde überzeugte die Jury des Graphischen Klubs Stuttgart, der den Kalenderwettbewerb organisiert.

Format 26,5 x 33,5 cm, Ringblock mit Aufhängung,
BN-Verkauf 8281, 19,90 €

Deutschland-Puzzle aus Holz
Verena Bentele hat‘s auch getan

Die Bundesbehindertenbeauftragte und vormals sehr erfolgreiche Paralympic-Sportlerin hat Deutschland wieder neu zusammengefügt. Kein Scherz! Beim Besuch in der DZB war Verena Bentele eine der ersten, die das Deutschlandpuzzle aus der DZB ausprobierte. Mit viel Spaß setzte sie die einzelnen Bundesländer an die richtige Position. Seitdem haben schon viele Interessenten das Holz-Puzzle erfolgreich zusammengesetzt. Das ist gar nicht so einfach – es ist puzzeln mit ein bisschen Wissen um die deutsche Geografie. Brailleschrift und Orientierungspunkte auf den Puzzleteilen, erleichtern den Umgang. Ist das nicht eine spielerisch lehrreiche Geschenkidee für Weihnachten?

A3-Format, geschlossener Rahmen, mit 13 Puzzleteilen in vier Farben, Schwarz- und Brailleschrift, BN-Verkauf 8518, 29,90 €

Kontakt für (fast) alle Wünsche und Geschenke

Wenn Sie Ihre Familie, Ihre Freunde beschenken oder sich selbst eine Freude machen möchten, dann berät unsere Mitarbeiterin im Verkauf, Ilona Wuttke (vormals Portleroy), Sie gern und nimmt Ihre Bestellungen auch für Geschenkgutscheine telefonisch unter 0341 7113-119 oder per E-Mail verkauf@dzb.de entgegen.
Sollten Sie Interesse an Zeitschriften aus der DZB haben oder möchten Sie ein Abonnement verschenken, dann ist Sylvia Thormann die richtige Ansprechpartnerin – Telefon 0341 7113-120 und abo@dzb.de.

Echt schweizerisch: Guetzli? ... kommt von gut

Alle die in der Adventszeit gern backen, können sich bei uns ein ganz besonderes Hörbuch ausleihen: „Das neue Guetzlibuch“, das die Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte (SBS) in Zürich produziert hat. Doch was sind eigentlich Guetzli? Nichts liegt näher, als eine echte Schweizerin um Antwort zu bitten. Susanne Wagner, Übertragungsspezialistin in der SBS, die leidenschaftlich gern bäckt, verrät uns das Geheimnis und ein Guetzli-Rezept.

„Guetzli“ (Plätzchen, Kekse) ─ so heißt es im Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache „Schweizerisches Idiotikon“ ─ werden je nach Kanton auch Gueteli, Guetsi, Guetseli, Guetsli, Güetsi, Güetseli, Güetesli oder Güet(j)i genannt. Wenn Sie diesen zungenbrecherischen Satz gemeistert haben, dürfen Sie sich als nächstes ein paar Guetzli-Sorten aus „Das neue Guetzlibuch“ von Betty Bossi im Mund zergehen lassen: Mailänderli, Brunsli, Chräbeli, Bretzeli, Grüschbrötli, Mandel-Täschli, Kokos-Güpfli, Marmorknusperli, Orangen-Brügeli, Schoggiguetzli ...

Guetzli werden seit Jahrhunderten besonders zur Weihnacht gebacken und sind laut Idiotikon „specielles Backwerk [...], wenn mit Anis untermengt auch Änisgueteli genannt und mit aufgeprägten Figuren“. In Blechbüchsen, für Kinder unerreichbar, wurden die Leckereien gelagert und zeigten häufig Szenen und Figuren aus der biblischen Geschichte, der Natur oder dem täglichen Leben. Neuere Model (hölzerne Backformen) stellen häufig Tiere oder Berufsarten dar. In der Schweiz gibt es mit diesen Motiven während des ganzen Jahres „Tirggel“ (Honiggebäck) zu kaufen.

Beliebte (oder auch verhasste) Weihnachtsguetzli sind die „Chräbeli“. „Chräb(e)le“ bedeutet kratzen, kraulen - ein „Chräbel“ ist ein Kratzer (z. B. am Auto oder eine Kratzwunde auf der Haut). Charakteristisch für Chräbeli ist neben dem Anisgeschmack, dass die Guetzli „Füessli“ (Füßchen) machen sollen. Wie man das hinbekommt, erklärt das Betty-Bossi-Rezept:

Chräbeli (Zubereitung)

4 frische Eier (230 bis 250 g, mit der Schale gewogen)
450 g Puderzucker
1 Prise Salz
1,5 Esslöffel Anis, geröstet
1 Esslöffel Kirschwasser

in eine Schüssel geben, mit dem Schneebesen oder dem Schneebesen des Handrührgerätes ca. 5 Minuten rühren bis die Masse heller ist.

550 - 600 g Mehl
beigeben, zu einem Teig zusammenfügen, sofort formen.
Rollen von ca. 1 1/2 cm Durchmesser formen, in ca. 5 cm lange Stücke schneiden, diese zwei- bis dreimal leicht schräg einschneiden, etwas biegen.

Trocknen: Chräbeli auf ein dünn gefettetes Blech, nie auf Backpapier legen. Nicht verschieben, nur so erhalten sie schöne »Füßchen«. Chräbeli offen bei Raumtemperatur ca. 24 Std. trocknen. Sie sind genügend getrocknet, wenn auf der Unterseite ein helles Rändchen sichtbar ist. Das Blech darf nicht im Durchzug stehen.

Backen: ca. 25 Min. in der unteren Hälfte des auf 140 Grad vorgeheizten Ofens, dabei Ofentür mit einem Kellenstiel einen Spalt breit offen halten. Chräbeli herausnehmen, etwas abkühlen, mit einem Spachtel vom Blech lösen, auf einem Gitter auskühlen. (www.bettybossi.ch)

Aus: Das neue Guetzlibuch, Sprecher: Lilly Friedrich (Zürich)
1 CD DAISY (1:57 h) H032261

Das Backbuch verrät klassische Weihnachtsguetzli mit neuen Kreationen und feinste Schoggiguetzli zum Verwöhnen, schnell gemacht und dazu noch mit Ideen für hübsche Verpackungen. Die SBS (www.sbs.ch) hält noch weitere Betty-Bossi-Kochbücher und Bücher zum schweizerischen Dialekt zur Ausleihe bereit. Interessenten können diese Bücher über die DZB bestellen.

Backbücher mit klassischen Weihnachtsrezepten

Baumgärtner, Lucia: Vollwertig backen für Weihnachten
Plätzchen backen ohne Mehl, Zucker und Eier? Wie geht das denn? Man nimmt einfach stattdessen Vollkornmehl und Honig. Auch mit naturbelassenen Zutaten kann eine Vielfalt an feinem Vollkorngebäck und Konfekt hergestellt werden. Im theoretischen Teil des Buches werden wichtige Informationen über das Backen mit Vollkornmehl sowie praktische Tipps für das Gelingen des Gebäcks gegeben.
3 Bde., Kurzschrift, BN-Ausleihe 15092

Dr.-Oetkers-Weihnachtsbäckerei
Von Dr. Oetker wurden über 180 Rezepte für die schönste Backzeit des Jahres zusammengestellt. 2 Bde., Kurzschrift., BN-Ausleihe 9306, BN-Verkauf 3206

Schlegel, Birgit: Für Weihnachten backen
Plätzchen für den Weihnachtsteller, Kuchen für das Fest, das Rezept für klassischen Honigkuchen, Zimtsterne, Bethmännchen, Dresdner Christstollen ─ all das findet der Leser in diesem Buch. 1 Band, Kurzschrift, BN-Ausleihe 11967

Und für alle, die Angst haben, sich in der Weihnachtszeit zu viel Hüftspeck „anzufuttern“, es gibt auch noch Bücher, die verraten, wie Sie mit Drei-Stunden-Diät, 4-Wochen-Powerplan oder Kohlsuppendiät die Pfunde wieder purzeln lassen. Darüber schreiben wir, wenn gewünscht, ein anderes Mal!

Kalendergeschichte oder über die Einteilung der Zeit

Betrachtungen von Gabi Schulze

Man kann ihn an die Wand hängen, auf den Tisch stellen und digital als App aus dem Netz laden. Es gibt ihn in allen Farben, Größen und für viele Zwecke. Den Kalender! Das Wort stammt vom lateinischen „Calendarium“ (Schuldbuch) ab. Dabei handelte es sich, laut Wikipedia, um ein Verzeichnis der jeweils ersten Tage der antiken Monate, an denen Darlehen ausgezahlt und Zinsforderungen fällig wurden.

Wer den Kalender erfunden hat, lässt sich leider nicht sagen. Aber schon vor 6000 Jahren bestimmten die Ägypter mit dessen Hilfe den richtigen Zeitpunkt für Aussaat und Ernte. Heute planen die Menschen mithilfe des Kalenders dienstliche und persönliche Termine wie Reisen, Arzt-, Geburtstags- und Konzerttermine, Verabredungen etc. Ein Klick auf die App unseres Smartphones und es erinnert uns pünktlich an die nächste Familienfeier. Ein Eintrag in Outlook und der digitale Manager zeigt an, wann die nächste Sitzung stattfindet und die Kollegen Geburtstag haben. Ganz gleich ob analog oder digital – ohne den Kalender ist unser Leben nicht mehr denkbar. Mit ihm organisieren wir unseren Alltag, ordnen unsere Termine und somit auch unsere Zeit. Denn der Kalender teilt die Zeit, in Tage, Wochen, Monate und Jahre.

Die Berechnung der Zeit war bekanntlich keine leichte Sache. Hatte sie nicht etwas mit der Bewegung von Sonne, Mond und Erde zu tun? Wie war das mit Julius Cäsar und seinem Julianischen Kalender? Papst Gregor, der XIII., verkürzte das Jahr 1582 um 10 Tage und lies jedes 4. Jahr ein Schaltjahr einfügen. Für seinen, den Gregorianischen Kalender verwendete er das Sonnenjahr, die Zeit, die die Erde braucht, um einmal ganz um die Sonne zu kreisen. Ganz anders die Chinesen, die sich bei der Zeiteinteilung nicht nach der Sonne, sondern dem Mond richten und einen Mondkalender haben. Egal ob Mond- oder Sonnenkalender, früher wurden Kalender vor allem mit stark religiöser Bedeutung entwickelt, so existiert beispielsweise auch in unserer Zeit noch ein islamischer, jüdischer und indischer Kalender.

Wir Menschen besitzen heutzutage für viele Zwecke und Anlässe einen Kalender: den Pollenflugkalender für Allergiker, den Regelkalender zur Planung der Schwangerschaft, den Saisonkalender zur gesunden Ernährung, einen Hundertjährigen Kalender mit Wettervorhersagen für die Landwirtschaft, Veranstaltungskalender für Kulturinteressierte und natürlich den Adventskalender für alle, die sich auf Weihnachten freuen. Es ließen sich ganz sicher noch eine Menge anderer Kalender aufzählen. Eines steht fest: Welche Art von Kalender wir auch haben, durch Termine, Perioden und Zyklen im Jahreslauf empfindet der Mensch die Zeit als immer wiederkehrende Konstante, erhält aber auch eine Vorstellung von der Vergänglichkeit. Deshalb sollten wir uns mehr Zeit nehmen und diese hin und wieder ganz vergessen, weniger Termine oder aber eben nur „Nichtstun“ in den Kalender eintragen. Denn „das wirklich Wichtige kennt keine Uhrzeit, also auch keinen Kalender!“ (Ronaldo Wrobel)

Wer doch nicht ohne Kalender auskommt: Die DZB bietet vom Taschenkalender mit und ohne Notizblätter über Jahreswandkalender jeweils in Brailleschrift und in Großdruck, auch Tischkalender in Großdruck an.

Wir beraten Sie gern zu unserem Kalenderangebot: telefonisch (0341-7113-119) oder per E-Mail (verkauf@dzb.de). Oder schauen Sie auf www.dzb.de unter Verkauf/Kalender!

Technik getestet

Gibt es Smartphones mit Tastatur?

Ein Beitrag von Ulrich Jander

Diese Frage bekomme ich immer wieder von Interessenten gestellt. Eine Zeit lang sah es auf dem Markt so aus, dass es kaum Geräte mit Tastatur gibt. Gegenwärtig ändert sich das ein wenig. Man muss sich jedoch im Klaren sein, dass in einem halben Jahr das Angebot anders aussehen kann, heutige Geräte nicht mehr auf dem Markt sind oder neue vorhanden sind, die es zurzeit noch nicht gibt. Daher ist mein kleiner Beitrag als gegenwärtige Momentaufnahme zu betrachten, die auch nicht vollständig ist, sondern auf diesen bestimmten Bereich des Angebotes aufmerksam machen will.
Die oben gestellte Frage kann ich mit Ja beantworten. Dabei denke ich an drei Gerätevarianten, die insbesondere für blinde Nutzer entwickelt worden sind und auf der letzten SightCity-Messe in Frankfurt vorgestellt wurden. Das sind die Smartphones:

  • SmartVision von KAPSYS,
  • Claria Vox der Firma Claria und
  • Blindshell von Marland Versand.

Bei letzterem kenne ich lediglich die Aussagen von Marland und der Firma Ludwig Becker, die das Gerät anbieten. Ich habe es bisher nicht in der Hand gehabt. Für einen Preis von ca. 300 Euro bekommt man ─ meines Wissens ─ ein Smartphone mit übergezogener Tastaturschablone. Die beiden anderen Geräte sind firmenunabhängig von INCOBS (Informationspool über Computertechnik für Blinde und Sehbehinderte) getestet und verglichen worden. Auf http://bit.ly/1Urks9i wird u. a. in einem Beitrag vom 4. Juni 2015 folgendes geschrieben: „Die Firma Claria gibt einigen gängigen Smartphones mittels einer Tastatur-Auflage und der Vox-Software ein haptisches Interface. Die Firma KAPSYS bietet mit dem SmartVision ein eigenes Gerät mit integrierter Nummernblock-Tastatur an.“


SmartVision von KAPSYS

Das SmartVision ist also ein eigens für blinde Nutzer entwickeltes Gerät mit kompletter Tastatur, Berührungsbildschirm (Touchscreen) und Spracheingabe sowie -ausgabe, alles integriert. Die üblichen Handyfunktionen und die für blinde Nutzer entwickelten Apps sind auf dem Gerät gut einsetzbar. Jedoch übliche Apps, die z. B. aus dem Playstore angeboten werden, sind in aller Regel nicht vollständig bedienbar. Leider befindet sich auf dem SmartVision das nicht mehr aktuelle Android Version 4.0, aktuell ist 4.4 oder 5.1. Mit knapp 600 Euro ist das SmartVision nicht ganz billig. INCOBS hat am 10. November 2015 einen sehr ausführlichen Testbericht auf http://bit.ly/1SHiP4n veröffentlicht, der sicherlich viele Fragen beantwortet. Das SmartVision wird von der Firma Vistac aus Teltow bei Berlin angeboten.


Claria Vox

Hinter Claria Vox verbirgt sich die Software Vox, die das Smartphone speziell für blinde Nutzer einrichtet und Apps zur Verfügung stellt. Außerdem wird eine Hülle über das Smartphone gezogen, die im unteren Teil des Displays als Schablone die Tastatur als Lochmuster fühlen lässt, wodurch die Orientierung erleichtert wird. Für das System von Claria Vox stehen mehrere Smartphones zur Verfügung, z. B. von Samsung, LG, Sony, auch Doro ist dabei, dessen Gerät für den vergleichenden Test von INCOBS verwendet wurde. Ich bin mir nicht ganz sicher, Claria Vox könnte von der Firma Technik für alle aus Osnabrück angeboten werden.
Zum Schluss möchte ich noch auf Blackberry hinweisen, eine kanadische Firma, die bisher Smartphones insbesondere für Geschäftskunden im Angebot hatte. Die Firma hat mitgeteilt, dass sie Smartphones mit Touchscreen und fühlbarer Tastatur herausbringen wird. Diese sind ganz gewiss im üblichen Fachhandel erhältlich. Wann das in Deutschland der Fall sein wird, kann ich gegenwärtig leider nicht sagen. Wie gut oder schlecht dann solch ein Blackberry von blinden Nutzern bedient werden kann, muss zu einem späteren Zeitpunkt eingeschätzt werden.

Fragebogen

Sechs Fragen – sechs Antworten

Mitarbeiter, Partner, auch Freunde der DZB antworten auf unsere Fragen. Diesmal: Cornelia Colditz (Verlagsherstellerin)

Was ist Ihre Aufgabe in der DZB?

Es sind im Wesentlichen drei Arbeitsbereiche: die Mediengestaltung, die barrierefreie Aufbereitung von PDF-Dokumenten sowie die Mitarbeit bei der Weiterentwicklung unserer Mediendatenbank. Mithilfe dieser werden zukünftig Produktionsdaten zentral und leicht auffindbar abgespeichert. Man kann viele produktionstechnische Informationen zu unseren Verkaufsprodukten hinterlegen und es wird möglich sein, z.B. den Bearbeitungsstand von Titeln in unserer Produktion leichter zu überblicken.

Welche Arbeit haben Sie gerade auf dem Tisch?

Da es unser Postfach im nächsten Jahr nicht mehr geben wird, muss die Angabe dazu aus allen Publikationen entfernt werden. Außerdem ist gerade der Titel „Black Stories 2“ in Arbeit, der auch als Großdruckversion erscheinen wird. Dafür übernehme ich den Satz des Großdrucks. Parallel wird ständig an der Mediendatenbank gewerkelt.

In meiner Freizeit beschäftige ich mich am liebsten mit …

Spazieren gehen, Lesen, Basteln und Bauen.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine Insel mitnehmen?

Ein unterhaltsames Buch, meinen Fotoapparat und ein Boot.

Haben Sie ein Buch, das Sie empfehlen können?

Auf jeden Fall. Zum Beispiel „Der Tote von der Plaza Once“ von Ernesto Mallo.

Ihr Lebensmotto?

Ich versuche mich an folgendem „Lebensrezept“: „Das Leben gelingt dir am besten mit einem großen Löffel Liebe, einer Prise Humor, einem Schuss Gelassenheit und drei Tropfen Zuversicht.“

Rätsel

Machen Sie mit und gewinnen Sie!

Wir wollen wissen: Wer schrieb das Buch „Onkel Toms Hütte“?

Schicken Sie Ihre Antwort bis 29. Januar 2016 per E-Mail (presse@dzb.de) oder per Post an: DZB, Kennwort Rätsel, Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig

Das können Sie gewinnen: Wir verlosen einen Reliefwandkalender für 2016.

Mitarbeiter der DZB können nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Auflösung aus 3/2015

Die richtige Antwort hieß: Weltkulturerbe.
Die glückliche Gewinnerin heißt: Lydia Sasnovskis
Herzlichen Glückwunsch!

Sudawo – Such das Wort

Suchen Sie das Wort, das sich aus allen 9 Buchstaben bilden lässt.
Beispiel: HLNAAMDBE
Lösung: Abendmahl

  1. MEUUQMRSE
  2. GEIEZETRM
  3. SETENERHV

Auflösung siehe unten.
Weitere Rätsel finden Sie in „Sudawo“ (1 Bd., Vollschrift, BN-Verkauf 8154, 1 Bd., Kurzschrift, BN-Verkauf 8155, je 12 Euro).

Impressum

Herausgeber, Herstellung, Vertrieb

Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB)
Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Postfach 10 02 45, 04002 Leipzig
Tel.: 0341 7113-0, Fax: 0341 7113-125
E-Mail: info@dzb.de
www.dzb.de

Redaktion

Gabi Schulze
Tel.: 0341 7113-148, E-Mail: gabi.schulze@dzb.de
Ronald Krause
Tel.: 0341 7113-239, E-Mail: ronald.krause@dzb.de

Abonnements, Anzeigen

Sylvia Thormann

Tel.: 0341 7113-120, E-Mail: abo@dzb.de

»in puncto DZB« wird vier Mal im Jahr kostenfrei per E-Mail versandt und online unter www.dzb.de veröffentlicht.

Die Zeitschrift erscheint kostenpflichtig wahlweise als CD DAISY sowie in Blindenkurzschrift.

  • Jahresbezugspreis Braille-Ausgabe: 9 Euro
  • Jahresbezugspreis CD DAISY: 9 Euro

Das kostenpflichtige Abonnement gilt bis zum Ende des Kalenderjahres und verlängert sich automatisch um ein Jahr, wenn es nicht spätestens bis zum 30. September gekündigt wird. Bei Bestellung im laufenden Kalenderjahr erfolgt die Preisberechnung anteilig.

Es gelten unsere AGB. Die vollständigen AGB finden Sie im Internet unter www.dzb.de/agb, auf Wunsch senden wir Ihnen diese gern zu.

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